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Heimlich veriebt und Sorgen wegen ihm

29. November 2009 um 17:46

Hallo,
ich bin schon seit 2 Jahren unglücklich in einen Jungen verliebt und ich hab das Gefühl, dass ich jeden Tag mehr Sehnsucht nach ihm bekomme. Ich finde ihn unheimlich süß und hübsch und meine Gedanken drehen sich sehr viel um ihn. Ich fange immer mehr an in meiner Traumwelt zu leben und stell mir bei allem was passiert, immer vor er würde mit mir reden und ich mit ihm. Die Gedanken an ihn erfüllen immer meinen Tag. Aber ich sehe ihn kaum, außer wenn ich mir die Bilder auf seinem Profil im Internet anschaue. Er wohnt aber in meiner Stadt (aber ich wohne in einem Dorf ganz in der Nähe). Ich könnte mir garnicht vorstellen, nicht mehr dauernd an ihn zu denken, weil ich es so gewöhnt bin und ich es irgendwie auch brauche. Wenn ich wirklich versuchen würde, ihn zu vergesse, würde es mir in mir wehtun und meine Traumwelt würde es nicht mehr geben und ich müsst mir jemand anderen suchen, an den ich denken kann. Aber es kann niemand ihn ersetzten, weil es ihn nur einmal gibt. Ich habe schon ausprobiert, nicht mehr an ihn zu denken, bei allem was ich tue, aber dann habe ich mich leer gefühlt.
Ich hab auch schon oft davon geträumt, dass ich mit ihm kuschel und er mich dauernd umarmt und dann hab ich mich so sicher und wohl gefühlt.
Jedesmal wenn ich ihn laufen sehe, was sehr selten ist, bekomme ich Herzklopfen und dieses typische Kribbeln und ich würde am liebsten zu ihm rennen. Aber mir geht es dann nicht gut, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass er sich für mich interessiert und mich gut findet. Er weiß aber gar nichts davon und er hat auch noch nie so richtig gezeigt, dass er sich für mich interessiert (außer mich angeschaut und das fand ich dann gut). Einmal hab ich mich ihm geschrieben, als ich ihn was gefragt hab, wegen dem Haus von früher (das war schon fast 2 Jahre her). ich hab ihm nur mal zum Geburtstag gratuliert im Internet. Ich traue mich bei ihm viel weniger als bei anderen Leuten , weil ich in ihn verliebt bin.
Bei ihm ist es so, dass er seit er klein ist geschiedene Eltern hat und irgendwie mache ich mir deswegen dann immer solche Sorgen um ihn und finde das so schlimm und stell mir vor wie er sich dann gefühlt hat. Ich hab dann immer das Gefühl, ich müsste ihm deswegen irgendwie helfen und mit ihm darüber reden. Vielleicht ist das ein Helfersyndrom. Ich habe so wie ein Gefühl, ihn heilen zu müssen. Ich denke dann immer, dass er vielleicht keine glückliche Kindheit gehabt haben kann (ich weiß nicht, ob das dann geht) und irgendwie tut mir das weh, weil ich ihn liebe. Vielleicht liegen diese Gefühle auch daran, dass er direkt nach mir in mein altes Kindheitshaus indem meine Oma und früher die ganze Familie von meiner Mutter früher gewohnt hat gezogen ist. Und damit verbinde ich auch ihn. Ich hab mal gelesen, dass es später ganz viele Folgen gibt wenn man Scheidungskind ist , aber wenn er die dann wirklich diese Folgen hat, dann kann er vielleicht nicht so glücklich werden wie andere und ich will das irgendwie nicht. Das liegt auch daran, dass ich ihn als Kind gekannt hab, weil er in meiner Paralellklasse in der Grundschule (aber daran erinnere ich mich nicht mehr so stark). Ich weiß aber noch, dass ich ihn in der Grundschule auch toll fand. Er wohnt bei seiner Mutter und sein Vater hat ist eine Stadt weiter gezogen (vielleicht so 60-80km weiter) und hat auch gleich wieder geheiratet. Und ich weiß nicht, ob man wirklich glücklich sein kann , wenn man nur mit der Mutter und ihrem Freund aufwächst (obwohl ich weiß, dass seine Mutter ja nett ist). Und ich denke, wenn er bei der Scheidung klein war , ist es vielleicht schlimmer (weiß aber nicht genau). Ich weiß auch nicht ob meine Gefühle normal sind, aber irgendwie belastet mich das total, dass sein Leben auf die Art verlaufen ist. Ich denk auch, dass er dann vielleicht beziehungsunfähig ist und kein Vertrauen aufbauen kann. Ich fühle mich immer ganz stark in ihn ein (meine Eltern waren als ich klein war mal getrennt). Vielleicht steigere ich mich da irgendwie auch rein und es ist garnicht so schlimm. Eine Zeit lang als er in der Pubertät war, war er auch mal auf der schiefen Bahn und überlege ich, ob das an seinen Freunden oder an seinen Eltern gelegen hat. Jetzt scheint es ihm besser als vorher zu gehen (er ist 18Jahre alt) und er hat einen Beruf. (das weiß ich alles durch das sein Internetprofil). Und ich würde so gerne mal mehr über ihn erfahren, wie er wirklich denkt, fühlt und wie sein Charakter wirklich ist.
Aber manchmal merk ich, dass ich mir ganz übertrieben viele Gedanken um ihn mache, weil man sich ja auch um sich selbst irgendwie noch kümmert. Ich weiß auch garnicht wieso diese Gefühle wirklich da sind, weil ich das noch nie so in der Art hatte. Aber oft kommen die Gedanken wie von selbst und ich kann fast garnichts dagegen tun, obwohl ich oft versuche , sie wegzuschieben, damit es nicht immer so wehtut. Wie wenn ich nichts dazu können würde. Manchmal merk ich, dass ich mich selbst ein bisschen vergesse, weil ich immer nur an ihn denke. Wenn er das lesen würde, würde er bestimmt denken, dass ich verrückt und komisch bin.
Ich kann oft wegen ihm schlecht schlafen, wache morgens immer mit besonders viel Liebeskummer auf und über Tag träume ich oft nur ,rede nicht so viel und kann mich schlecht konzentrieren. Ich bin oft angespannt und es tut mir weh. Ich hab sogar schon ein paar mal versucht zu weinen, damit es vielleicht besser wird . Es hat geklappt, aber irgendwie geht das bei mir nicht mehr so leicht.

Ich bin neu hier und hab so ein Forum gesucht. Mir gehts im Moment wieder besser, weil ich mir mal alles von der Seele geschri

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29. November 2009 um 20:05

Also erst mal...
nichts ist schöner als ein Traum, Ideal oder wie man es immer nennen mag. Du klingst noch etwas jung und ich kann Dir von meiner Seite nur den Rat geben Dich ins Leben zu stürzen. Psychologen sagen man leidet immer gern an Dingen, die man gut leiden kann. So ist das auch bei Dir...diese Traumwelt gibt dir ja auch viel...sie füllt ja eine Menge aus.

Aber sie bewahrt Dich auch vor Erfahrungen und die sind wichtig. An Deiner Stelle würde ich meinen ganzen Mut zusammen nehmen, ihn kontaktieren und ihn treffen. Sicher kann das und wird es wahrscheinlich auch (zumindest in einigen Bereichen) zum Bröckeln oder Einsturz Deiner Traumwelt führen. Aber das ist nicht so schlimm. Gemessen daran, dass er sicher nicht der letzte Typ für Dich sein wird, solltest Du lieber anfangen Erfahrungen im Umgang mit Männern sammeln, um Sicherheit zu gewinnen.

Deine Traumwelt bietet Dir auf ihre Weise eine starke Lösungsmöglichkeit an, aber Du sagst auch, dass es Dich "unglücklich" macht, wenn Du wirklich raus willst, musst Du tätig werden.

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