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Heimlich Geld beiseite schaffen in der Ehe ?

1. Dezember 2008 um 10:16 Letzte Antwort: 1. Dezember 2008 um 12:10

Wer kennt Fälle wo ein Partner während der Ehe über längere Jahre heimlich am anderen vorbei Geld beseite geschafft hat?
Der Partner es dem anderen aber nicht eindeutig nachweisen kann.

Der Fall kurz beschrieben: Ehepaar seit vielen Jahren zusammen hat ein gemeinsames Konto. Die Ehefrau kann frei über das Konto verfügen und schalten und walten wie sie will. Er vetraut ihr zu 100% und arbeitet 55 Stunden die Woche .
Da beide im Laufe der Jahre Karriere machen und das Familieneinkommen gestiegen ist wundert er sich eines Tages, dass der Kontostand immer gleich niedrig bleibt obwohl es keine größeren Anschaffungen gibt.
Als er sie ab und an ( ca.3 mal im Jahr) mal darauf anspricht wieso denn die Ausgabe so hoch sind reagiert sie sofort agressiv und droht, dass er doch die Einkäufe alleine tätigen soll. Worauf er des lieben Friedens willen nicht weiter nachfragt.
Das Ganze läuft ca. 7 Jahre lang bis er sich entschlossen hat genauer nachzuforschen.
Das Ergebnis: eine genaue Konten- und Beleganalyse nur eines einzigen Jahres ergibt , dass monatlich mehrere 100 nicht belegbar sind - es handelt sich also nicht um "Schmutzgrößen" . Er hat großzügig zu ihren Gunsten gerechnet und die Ausgaben mit den Haushaltsausgaben von 2 vergleichbaren Familien verglichen.

Die Ehefrau zur Rede gestellt wollte sie sich mit dem Ergebnis nicht befassen und antwortet lapidar " ich habe nichts beiseite geschafft".

Darauf hin wurden die Konten getrennt, beide nahmen die schlechtere Steuerklasse und nach 3 jahren getrennter Kontoführung hat sich auf seinem Konto nun ein positiver Betrag angesammelt , der darauf schließen läßt, dass die Ehefrau früher anscheinend monatlich noch weit mehr als die von ihm errechnete Summe beseite geschafft hat.

Nachweisen konnte er ihr nichts . Es gibt anscheinend kein Konto auf dem das veruntreute Geld liegt.

Wie seht ihr das ?





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1. Dezember 2008 um 11:40

Zur Geschichte der Schlüsselgewalt
Früher (Mittelalter etc.) war es so dass die Frau die Schlüsselgewalt des Haushaltes inne hatte. Dass heißt sie hat alles was das Haus und die Familie anbetraf gemanagt. Dazu gehörte auch dass sie die Finanzen kontrollierte und die Anschaffungen tätigte.
Manch alte Statue, mit einer Frau die einen großen Schlüsselbund an ihrem Rock hingen hatte, symbolisiert diese alte Tradition für die nachkommenden Generationen.
Andererseits gab es zu späterer Zeit Gesetze welche die Selbständigkeit der Frau einschränkten, indem sie ihre Entscheidungen der Zustimmung des Mannes unterwarfen. Sind erst in den 7ern abgeschafft worden und charakterisieren mehr die 50er Praxis.

Grundsätzlich ist es eine Frage des Vertrauens, wenn man gemeinsame Kasse hat und der Mann sich auf die Frau verlässt. Und in einer Familie sollte man doch eigentlich aufeinander vertrauen können. Ebenso kann ich auch getrennten Kassen etwas abgewinnen. Vertrauen sollte jedoch in einer Familie in der auch noch Kinder vorhanden sind, immer vorhanden sein, andernfalls stimmt doch was nicht.

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1. Dezember 2008 um 12:10

Vertrauen sollte die Basis sein.
Es gab keine Abmachungen über das monatliche Haushaltsgeld, denn das Familieneinkommen von dem ich spreche ist überdurchschnittlich gut. Es hätte also genügend gespart werden können, ohne sich anzustrengen.

Es gibt keine Pelzmäntel, Schmuck oder ähnliches.

Und ihr Kontostand ist nun auch ordentlich im Plus. Sie kann also mit Geld umgehen.

Und wenn ich in einer richtigen Beziehung lebe, dann sollte ich mich auf den Partner verlassen können und zwar in jeder Hinsicht. Wozu soll ich jemanden kontrollieren wenn ich von gegenseitigem Vertrauen ausgehe?

Wahrscheinlich war ich zu naiv. Mein Motto "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andren zu".

Doch wo ist das Geld geblieben ?

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