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Heimat oder Liebe? (Lebe in den USA mit meinem amerikanischen Partner)

10. April um 16:52

Hallo an alle, ich stecke in einer wirklich verzwickten, herzzerreissenden Situation. Ich (33) bin aus München für meinen Partner (Amerikaner) nach San Francisco gezogen, wir lieben uns von ganzen Herzen und haben eine schöne Beziehung- so wie ich es mir immer geträumt habe. Zwischen uns ist einfach eine tolle Leidenschaft und Verständnis und ganz viel Liebe.
Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier und er möchte mich heiraten und Kinder bekommen. Auch wenn ich ihn sehr doll liebe, vermisse ich aber einfach meine Familie in München und frage mich, ob ich wirklich ein Leben lang ohne sie leben möchte und sie nur alle 1-2 Jahre sehen möchte. Seine Familie dagege wohnt direkt um die Ecke und wir sehen sie 2-3 mal in der Woche. Ich vermisse dann meine Familie so sehr und habe auch nicht immer Lust jedes Mal mitzugehen. Wie soll ich mich entscheiden? Heimat? Große Liebe? Mir geht es aktuell sehr schlecht mit dem Heimweh, aber die Vorstellung meine große Liebe zu verlieren ist auch schrecklich.

Ich freue mich auf eure Antworten.

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10. April um 17:03

Nja.. dass du deine Familie nicht täglich sehen wirst, wenn du auswanderst, war ja wohl klar, oder?

Du kannst sie ja 2-3 mal besuchen..und umgekehrt auch.. das ist alles eine Frage der Organisation...




Ist der Freund der Schlägertyp aus dem anderen Thread? 

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10. April um 17:05
In Antwort auf lacaracol

Nja.. dass du deine Familie nicht täglich sehen wirst, wenn du auswanderst, war ja wohl klar, oder?

Du kannst sie ja 2-3 mal besuchen..und umgekehrt auch.. das ist alles eine Frage der Organisation...




Ist der Freund der Schlägertyp aus dem anderen Thread? 

Nein, der andere Typ ist schon ewig her. Das ist alles vergessen. Danach hatte ich ein paar gute Beziehungen und nun eben meinen Amerikaner...
Wir haben in Amerika leider nicht so viele Urlaubstage wie in Deutschland.
Ja das mit dem Sehen war mir klar, aber ich bin dann eifersüchtig, dass er alles nebenan hat und ich so viele aufgebe.

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10. April um 17:36

Leider ist nach Deutschland ziehen keine Option aufgrund des Jobs meines Partners.
Man fühlt sich -jedenfalls ich- dass ich meine Familie im Stich lasse, immerhin waren sie das ganze Leben für mich da. 
 

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10. April um 17:52

Manchmal merkt man sowas leider erst, wenn man vor Ort ist. Das sind Situationen im Leben, die die eigenen Grenzen aufzeigen und so etwas habe ich einfach nicht erwartet..

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10. April um 17:54

Ja vielleich ist es Neid... da hast du Recht. Leider kann ich damit schlecht umgehen.

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10. April um 20:02

Deswegen hat mein Mann damals seine Ex verlassen. 
Er war unglücklich und als sie nach ewigem "Reiss dich mal zusammen. Du bist doch erwachsen." mit ihm mit wollte, wollte er sie nicht mehr bei seiner Rückkehr dabei haben.

Es ist doch sicherlich nicht nur die Familie oder? 
Meinem Mann haben seine Freunde gefehlt, allgemein der Menschenschlag und seine Heimat. 
Das hatte er dort nicht und es hat ihm gefehlt und er war unglücklich. 

Manchmal denke ich, dass die Liebe noch so gross sein kann, Wurzeln sind grosser. Und das kann eben verdammt unglücklich machen. 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das ewig ignorieren kann. Ich glaube auch nicht, dass man dieses Ausmaß vorher abschätzen kann. 

Mein Bruder ist nach 7 Jahren auch wieder in die Heimat zurück und ist seitdem glücklicher. 

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10. April um 22:00
In Antwort auf carpe3punkt0

Deswegen hat mein Mann damals seine Ex verlassen. 
Er war unglücklich und als sie nach ewigem "Reiss dich mal zusammen. Du bist doch erwachsen." mit ihm mit wollte, wollte er sie nicht mehr bei seiner Rückkehr dabei haben.

Es ist doch sicherlich nicht nur die Familie oder? 
Meinem Mann haben seine Freunde gefehlt, allgemein der Menschenschlag und seine Heimat. 
Das hatte er dort nicht und es hat ihm gefehlt und er war unglücklich. 

Manchmal denke ich, dass die Liebe noch so gross sein kann, Wurzeln sind grosser. Und das kann eben verdammt unglücklich machen. 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das ewig ignorieren kann. Ich glaube auch nicht, dass man dieses Ausmaß vorher abschätzen kann. 

Mein Bruder ist nach 7 Jahren auch wieder in die Heimat zurück und ist seitdem glücklicher. 

Danke für deine Message. Ja da hast du Recht, natürlich ist es nicht nur die Familie, sondern wirklich die Heimat und alles, was man sich zuvor die ganzen Jahre in Deutschland aufgebaut hat. Man hat das Gefühl, dass das alles einfach komplett weg ist und man ein zweites neues Leben startet. Was natürlich für einige Menschen schön sein kann, die in ihrer Heimat nicht glücklich waren, aber ich war immer eigentlich glücklich in München. Ich denke, ich kann nur leider nicht beides haben.. Ich wünsche keinem diese schwierige Entscheidung.  

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10. April um 22:01
In Antwort auf einsamemaus8

Hallo an alle, ich stecke in einer wirklich verzwickten, herzzerreissenden Situation. Ich (33) bin aus München für meinen Partner (Amerikaner) nach San Francisco gezogen, wir lieben uns von ganzen Herzen und haben eine schöne Beziehung- so wie ich es mir immer geträumt habe. Zwischen uns ist einfach eine tolle Leidenschaft und Verständnis und ganz viel Liebe.
Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier und er möchte mich heiraten und Kinder bekommen. Auch wenn ich ihn sehr doll liebe, vermisse ich aber einfach meine Familie in München und frage mich, ob ich wirklich ein Leben lang ohne sie leben möchte und sie nur alle 1-2 Jahre sehen möchte. Seine Familie dagege wohnt direkt um die Ecke und wir sehen sie 2-3 mal in der Woche. Ich vermisse dann meine Familie so sehr und habe auch nicht immer Lust jedes Mal mitzugehen. Wie soll ich mich entscheiden? Heimat? Große Liebe? Mir geht es aktuell sehr schlecht mit dem Heimweh, aber die Vorstellung meine große Liebe zu verlieren ist auch schrecklich.

Ich freue mich auf eure Antworten.

Wenn du dich fremd fühlst und mit dem Heimweh nicht klar kommst, kann das auf Dauer auch die große Liebe nicht ausgleichen. Es gibt Menschen, die bekommen nicht nur Depressionen, sondern werden ernsthaft krank vor Heimweh.

Dein Freund ist dort zu Hause, hat Familie, Freunde, Heimat und vertrautes Umfeld,
und du sollst auf alles verzichten. Das ist kein Neid, das ist eine ernste Schieflage.

Eine Alternative wäre vielleicht ein Drittland. Irland ist z.B. beliebt bei jungen Paaren und bietet gute Jobchancen.
 

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10. April um 22:06
In Antwort auf nichtabgeholt

Wenn du dich fremd fühlst und mit dem Heimweh nicht klar kommst, kann das auf Dauer auch die große Liebe nicht ausgleichen. Es gibt Menschen, die bekommen nicht nur Depressionen, sondern werden ernsthaft krank vor Heimweh.

Dein Freund ist dort zu Hause, hat Familie, Freunde, Heimat und vertrautes Umfeld,
und du sollst auf alles verzichten. Das ist kein Neid, das ist eine ernste Schieflage.

Eine Alternative wäre vielleicht ein Drittland. Irland ist z.B. beliebt bei jungen Paaren und bietet gute Jobchancen.
 

Danke für die liebe Nachricht. Von dem krankwerden habe ich auch schon gehört und das macht mir ein bisschen Angst und Schieflagen und Imbalance sind nie gut, egal ob man in Deutschland mit seinem Deutschen Partner lebt oder in einer Situation ist in der ich gerade bin. Auch wenn ich wahrscheinlich aufgebe, ich kann mir wenigstens nicht vorwerfen es nicht probiert zu haben.
Über ein Drittland auf halber Strecke könnte man natürlich nochmal nachdenken.

Danke euch für alle Antworten.

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10. April um 22:15
In Antwort auf einsamemaus8

Danke für die liebe Nachricht. Von dem krankwerden habe ich auch schon gehört und das macht mir ein bisschen Angst und Schieflagen und Imbalance sind nie gut, egal ob man in Deutschland mit seinem Deutschen Partner lebt oder in einer Situation ist in der ich gerade bin. Auch wenn ich wahrscheinlich aufgebe, ich kann mir wenigstens nicht vorwerfen es nicht probiert zu haben.
Über ein Drittland auf halber Strecke könnte man natürlich nochmal nachdenken.

Danke euch für alle Antworten.

Der Vorteil liegt nicht nur in der halben Strecke.

Ihr würdet beide das gleiche Los teilen. Jeder wüsste, wie sich der andere fühlt. Keiner kann mal schnell zu Mutti laufen. Das Liebste und Vertrauteste wäre der Partner. So eine Erfahrung schweißt zusammen.
 

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10. April um 22:18
In Antwort auf nichtabgeholt

Der Vorteil liegt nicht nur in der halben Strecke.

Ihr würdet beide das gleiche Los teilen. Jeder wüsste, wie sich der andere fühlt. Keiner kann mal schnell zu Mutti laufen. Das Liebste und Vertrauteste wäre der Partner. So eine Erfahrung schweißt zusammen.
 

Das glaub ich dir sofort. Davon kenne ich viele Paare, die gemeinsam auswandern und klar auch das ist hart, aber man hat keine Neid/Eifersucht Probleme, weil beide das gleiche durchmachen, aber man hat sich füreinander entschieden. Das ist was ganz anderes als in der Situation in der ich jetzt bin. 

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10. April um 22:24
In Antwort auf einsamemaus8

Hallo an alle, ich stecke in einer wirklich verzwickten, herzzerreissenden Situation. Ich (33) bin aus München für meinen Partner (Amerikaner) nach San Francisco gezogen, wir lieben uns von ganzen Herzen und haben eine schöne Beziehung- so wie ich es mir immer geträumt habe. Zwischen uns ist einfach eine tolle Leidenschaft und Verständnis und ganz viel Liebe.
Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier und er möchte mich heiraten und Kinder bekommen. Auch wenn ich ihn sehr doll liebe, vermisse ich aber einfach meine Familie in München und frage mich, ob ich wirklich ein Leben lang ohne sie leben möchte und sie nur alle 1-2 Jahre sehen möchte. Seine Familie dagege wohnt direkt um die Ecke und wir sehen sie 2-3 mal in der Woche. Ich vermisse dann meine Familie so sehr und habe auch nicht immer Lust jedes Mal mitzugehen. Wie soll ich mich entscheiden? Heimat? Große Liebe? Mir geht es aktuell sehr schlecht mit dem Heimweh, aber die Vorstellung meine große Liebe zu verlieren ist auch schrecklich.

Ich freue mich auf eure Antworten.

Ich lebe seit fast 4 Jahren in den USA. Es ist nicht einfach mit dem Heimweh zurecht zu kommen. Ich habe am Anfang vieles sehr sehr vermisst. Schon alleine die Umgebung, die alten Gebäude, die Geschichte in der man in Deutschland lebt. 

Dieses Gefuehl ist mit der Zeit weniger geworden. Ich habe es hier sehr schoen, die Natur ist ueberwaeltigend schoen. Wenn ich jetzt nicht hier bin vermisse ich die Natur, die Berge, die einsamen Seen.

Ich habe in Deutschland viel Familie. Es ist nicht einfach davon weg zu sein, nicht einfach bei den Eltern vorbeischauen zu koennen, oder sich mit einer Cousine, Tante oder Freundin zu treffen n

Aber ich habe viel Kontakt zu Verwandten und Freunden in Deutschland. Wir sehen uns regelmäßig auf Skype. Wenn ich dann nach Deutschland komme fuehlt es sich gar nicht so an, als waere ich lange weg gewesen. Ich fliege einmal pro Jahr fuer einige Wochen nach Hause. Das ist immer großartig, ich will dann aber trotzdem am Ende wieder nach Hause zu meinem Mann. 

Fuer mich war es wichtig auch hier Freunde zu finden, mir einen Freundeskreis aufzubauen wienich das in Deutschland hatte. Fuer mich wird es immer so sein, dass ein Teil meiner Familie in Deutschland ist....und ein Teil hier. Mein Mann und meine Stiefkinder sind meine primäre Familie.

Im Endeffekt muss das aber jeder fuer sich selber entscheiden. Wenn du in den USA nicht gluecklich werden kannst ist es vielleicht besser wenn du nach D zurückgehst. Auf der anderen Seit musst du abwägen wie wichtig Dir dein Partner ist. Wirst du ohne ihn gluecklich sein, ueber den Verlust gut hinwegkommen. 

Diese Fragen kannst nur du selbst beantworten. 

Kannst du seine Familie nicht als deine Familie sehen? 

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10. April um 22:28
In Antwort auf einsamemaus8

Ja vielleich ist es Neid... da hast du Recht. Leider kann ich damit schlecht umgehen.

Neid oder Eifersucht, jedenfalls vermisst Du Deine Familie, Freunde, alte Umgebung. Und das ist völlig normal. Steh doch dazu und sage es. Das wird jeder verstehen. Auch die Menschen dort. Das geht Migranten hier nicht anders. Wir sind Menschen und sozial, darum vermissen wir den gewohnten Austausch mit vertrauten Menschen. Dafür brauchst Dich nicht schämen. Das ist sogar gut so, dass Du so fühlst. Das zeichnet Dich nämlich als Mensch aus
Vielleicht ergeben sich dann in der Diskussion mit den anderen auch Lösungen. Das kann ja auch hin- und herreisen, mehrmals im Jahr, bedeuten. Oder einen Job im Bereich des Handels, EU und USA. Du siehst , es gibt ja Möglichkeiten.

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11. April um 8:53
In Antwort auf einsamemaus8

Das glaub ich dir sofort. Davon kenne ich viele Paare, die gemeinsam auswandern und klar auch das ist hart, aber man hat keine Neid/Eifersucht Probleme, weil beide das gleiche durchmachen, aber man hat sich füreinander entschieden. Das ist was ganz anderes als in der Situation in der ich jetzt bin. 

Ich muss dir ehrlich sagen....von dieser Art Neid/Eifersucht habe ich noch nie gehört. Und ich kenne viele internationale Paare. 

Mein Mann und ich haben viele Jahre zusammen in Deutschland gewohnt....seine Familie in den USA. Er war nie neidisch oder eifersüchtig. Er war in Deutschland ein Teil meiner Familie. 

Hier in den USA bin ich ein Teil seiner Familie. 

Ich vermisse meine Freunde und Familie....aber deshalb bin ich doch nicht eifersüchtig oder neidisch, dass seine Familie hier ist. 

Ich glaube wenn man das Leben miteinander verbringen moechte muss die Liebe schon so groß sein, dass man gluecklich fuer den Partner ist, wenn er seine Familie in der Naehe hat. 

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11. April um 8:55
In Antwort auf evaeden

Ich lebe seit fast 4 Jahren in den USA. Es ist nicht einfach mit dem Heimweh zurecht zu kommen. Ich habe am Anfang vieles sehr sehr vermisst. Schon alleine die Umgebung, die alten Gebäude, die Geschichte in der man in Deutschland lebt. 

Dieses Gefuehl ist mit der Zeit weniger geworden. Ich habe es hier sehr schoen, die Natur ist ueberwaeltigend schoen. Wenn ich jetzt nicht hier bin vermisse ich die Natur, die Berge, die einsamen Seen.

Ich habe in Deutschland viel Familie. Es ist nicht einfach davon weg zu sein, nicht einfach bei den Eltern vorbeischauen zu koennen, oder sich mit einer Cousine, Tante oder Freundin zu treffen n

Aber ich habe viel Kontakt zu Verwandten und Freunden in Deutschland. Wir sehen uns regelmäßig auf Skype. Wenn ich dann nach Deutschland komme fuehlt es sich gar nicht so an, als waere ich lange weg gewesen. Ich fliege einmal pro Jahr fuer einige Wochen nach Hause. Das ist immer großartig, ich will dann aber trotzdem am Ende wieder nach Hause zu meinem Mann. 

Fuer mich war es wichtig auch hier Freunde zu finden, mir einen Freundeskreis aufzubauen wienich das in Deutschland hatte. Fuer mich wird es immer so sein, dass ein Teil meiner Familie in Deutschland ist....und ein Teil hier. Mein Mann und meine Stiefkinder sind meine primäre Familie.

Im Endeffekt muss das aber jeder fuer sich selber entscheiden. Wenn du in den USA nicht gluecklich werden kannst ist es vielleicht besser wenn du nach D zurückgehst. Auf der anderen Seit musst du abwägen wie wichtig Dir dein Partner ist. Wirst du ohne ihn gluecklich sein, ueber den Verlust gut hinwegkommen. 

Diese Fragen kannst nur du selbst beantworten. 

Kannst du seine Familie nicht als deine Familie sehen? 

Danke für deine Nachricht. Das Problem ist, dass ich mit seiner Familie nicht gut zu Recht komme. Vielleicht ist das auch das größte Problem von allem, weil ich einfach mehrmals wöchentlich mit seiner Familie konfrontiert werde und ich sie leider nicht so mag. Es ist einfach auch eine andere Kultur und wir haben viele Meinungsverschiedenheiten. Ich denke wenn ich mich mit seiner Familie sehr gut verstehen würde, dann würde es mir besser gehen. Viele Freunde habe ich zum Glück hier finden können.
Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit in Amerika, bzw. ein schönes Leben und es freut mich, dass es dir dort trotz Heimweh gut geht.

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11. April um 9:00

Ja ich habe das Gefühl meine Familie im Stich zu lassen, wenn ich für immer auswandere. Viel Geld haben wir nicht um ständig nach Deutschland zu fliegen und so muss ich mich wirklich auf ein Leben einstellen, wo ich einfach ohne sie leben muss. 

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11. April um 9:02
In Antwort auf evaeden

Ich muss dir ehrlich sagen....von dieser Art Neid/Eifersucht habe ich noch nie gehört. Und ich kenne viele internationale Paare. 

Mein Mann und ich haben viele Jahre zusammen in Deutschland gewohnt....seine Familie in den USA. Er war nie neidisch oder eifersüchtig. Er war in Deutschland ein Teil meiner Familie. 

Hier in den USA bin ich ein Teil seiner Familie. 

Ich vermisse meine Freunde und Familie....aber deshalb bin ich doch nicht eifersüchtig oder neidisch, dass seine Familie hier ist. 

Ich glaube wenn man das Leben miteinander verbringen moechte muss die Liebe schon so groß sein, dass man gluecklich fuer den Partner ist, wenn er seine Familie in der Naehe hat. 

Mit deiner Aussage hast du auf jeden Fall Recht und das gilt ja auch für alle Beziehungen in Deutschland oder wo auch immer auf der Welt.
Das ich mich dahingehend verändere und diesen Neid/Eifersucht spüre, zeigt mir dann leider, dass die Situation für mich nicht gut ist. 
Ich komme leider nicht mit seiner Familie zurecht und daher ist die Familie nicht meine zweite Familie geworden.

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11. April um 13:15
In Antwort auf einsamemaus8

Hallo an alle, ich stecke in einer wirklich verzwickten, herzzerreissenden Situation. Ich (33) bin aus München für meinen Partner (Amerikaner) nach San Francisco gezogen, wir lieben uns von ganzen Herzen und haben eine schöne Beziehung- so wie ich es mir immer geträumt habe. Zwischen uns ist einfach eine tolle Leidenschaft und Verständnis und ganz viel Liebe.
Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier und er möchte mich heiraten und Kinder bekommen. Auch wenn ich ihn sehr doll liebe, vermisse ich aber einfach meine Familie in München und frage mich, ob ich wirklich ein Leben lang ohne sie leben möchte und sie nur alle 1-2 Jahre sehen möchte. Seine Familie dagege wohnt direkt um die Ecke und wir sehen sie 2-3 mal in der Woche. Ich vermisse dann meine Familie so sehr und habe auch nicht immer Lust jedes Mal mitzugehen. Wie soll ich mich entscheiden? Heimat? Große Liebe? Mir geht es aktuell sehr schlecht mit dem Heimweh, aber die Vorstellung meine große Liebe zu verlieren ist auch schrecklich.

Ich freue mich auf eure Antworten.

Die Frage ist ob du eine Familie willst? Mit den eigenen Kindern ist das im Ausland ganz anders - da verschiebt sich der Mittelpunkt vom Leben. Vor allem ist die USA viel kinderfreundlicher wie Deutschland. Ausserdem kann dich da deine Familie auch besuchen.

Ich würde auch bedenken, dass du schon 33 bist. Falls du jetzt nach DE zurück gehst musst du zuerst einmal einen Partner finden mit dem du Kinder haben willst. So sicher ist das nicht und Männer wollen auch keine Frauen die gleich Kinder wollen.

Und noch was: Nichts ist für ewig. Deine Kids sind dann Doppelstaatsbürger. Zurück nach DE mit ihnen geht immer.

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11. April um 15:48

Das möchte er leider nicht.. Da hab ich keine Chance an der Situation etwas zu ändern, aber sie stehen dauernd auf der Matte.

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11. April um 15:50
In Antwort auf himalayafan

Die Frage ist ob du eine Familie willst? Mit den eigenen Kindern ist das im Ausland ganz anders - da verschiebt sich der Mittelpunkt vom Leben. Vor allem ist die USA viel kinderfreundlicher wie Deutschland. Ausserdem kann dich da deine Familie auch besuchen.

Ich würde auch bedenken, dass du schon 33 bist. Falls du jetzt nach DE zurück gehst musst du zuerst einmal einen Partner finden mit dem du Kinder haben willst. So sicher ist das nicht und Männer wollen auch keine Frauen die gleich Kinder wollen.

Und noch was: Nichts ist für ewig. Deine Kids sind dann Doppelstaatsbürger. Zurück nach DE mit ihnen geht immer.

Ja ich möchte gerne eine Familie, das ist mir ganz wichtig. Und ich glaube auch, dass sich dann die Lebensprioritäten verschieben und man dann ja seine eigene Familie mit seinem Partner hat, was wunderschön ist.
Und ja du hast Recht, wenn du sagst, ich bin schon 33 und dann muss man sich in Deutschland auch wieder erstmal einen neuen Partner suchen und finden, den man liebt.. Manchmal denke ich, dass ich einfahc nicht hätte nach Amerika gehen sollen, dann würde ich jetzt nicht in dieser Zwickmühle sein. 

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11. April um 17:14
In Antwort auf einsamemaus8

Danke für deine Nachricht. Das Problem ist, dass ich mit seiner Familie nicht gut zu Recht komme. Vielleicht ist das auch das größte Problem von allem, weil ich einfach mehrmals wöchentlich mit seiner Familie konfrontiert werde und ich sie leider nicht so mag. Es ist einfach auch eine andere Kultur und wir haben viele Meinungsverschiedenheiten. Ich denke wenn ich mich mit seiner Familie sehr gut verstehen würde, dann würde es mir besser gehen. Viele Freunde habe ich zum Glück hier finden können.
Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit in Amerika, bzw. ein schönes Leben und es freut mich, dass es dir dort trotz Heimweh gut geht.

Welche kulturelle Unterschiede bestehen denn? Was magst du nicht an der Familie deines Freundes? 

Die Familie meines Mannes sind alles glaeubige Mormonen. Wir sind es nicht. Unterschiedlicher Hintergrund muss nicht immer bedeuten, dass man nicht miteinander auskommt. 

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11. April um 20:41
In Antwort auf einsamemaus8

Hallo an alle, ich stecke in einer wirklich verzwickten, herzzerreissenden Situation. Ich (33) bin aus München für meinen Partner (Amerikaner) nach San Francisco gezogen, wir lieben uns von ganzen Herzen und haben eine schöne Beziehung- so wie ich es mir immer geträumt habe. Zwischen uns ist einfach eine tolle Leidenschaft und Verständnis und ganz viel Liebe.
Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier und er möchte mich heiraten und Kinder bekommen. Auch wenn ich ihn sehr doll liebe, vermisse ich aber einfach meine Familie in München und frage mich, ob ich wirklich ein Leben lang ohne sie leben möchte und sie nur alle 1-2 Jahre sehen möchte. Seine Familie dagege wohnt direkt um die Ecke und wir sehen sie 2-3 mal in der Woche. Ich vermisse dann meine Familie so sehr und habe auch nicht immer Lust jedes Mal mitzugehen. Wie soll ich mich entscheiden? Heimat? Große Liebe? Mir geht es aktuell sehr schlecht mit dem Heimweh, aber die Vorstellung meine große Liebe zu verlieren ist auch schrecklich.

Ich freue mich auf eure Antworten.

Ich bin auch münchnerin. Egal wo, das Herz schlägt immer nach München zurück. Es geht nicht ohne. 

wenn du nach 2 Jahren immer noch so fühlst würde ich mir das alles sehr gut überlegen. Dein Bauchgefühl sagt es dir schon. 

Servus

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12. April um 9:15

Er möchte immer, dass ich überall mit dabei bin bei seinen Familienunternehmungen und versteht nicht, wenn ich mal eine Pause von denen brauche.

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12. April um 9:17
In Antwort auf evaeden

Welche kulturelle Unterschiede bestehen denn? Was magst du nicht an der Familie deines Freundes? 

Die Familie meines Mannes sind alles glaeubige Mormonen. Wir sind es nicht. Unterschiedlicher Hintergrund muss nicht immer bedeuten, dass man nicht miteinander auskommt. 

Wir kommen irgendwie aus ganz anderen Schichten und das ist irgendwie schwierig und Amerikaner sind einfach anders als Deutsche.

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12. April um 10:15

Ich schlage mal einen Perspektivwechsel vor.

Ungern spreche ich von mir selbst, aber sei es drum, nur um mal die Überfokussierung auf Trennungsproblem zu durchbrechen:

Meine Tochter und ich sind nun wirklich miteinander verbunden. Das ist eher ein Freundinnen- als ein Mutter-Tochterverhältnis. Außerdem liebe ich auch meine Enkelkinder über alles.

Wir leben alle in Deutschland. Die Entfernung beträgt aber dennoch 570 km.
Aus beruflichen Gründen können Schwiegersohn und Tochter vielleicht nur zweimal im Jahr vorbeikommen. Meine Tochter leidet ein wenig darunter, ich leide ein wenig darunter ...
ABER: Wir kämen niemals auf die Idee, unsere Partnerschaften wegen der Entfernung in Frage zu stellen.

Das Beispiel soll aber etwas anderes zeigen:

Die Entfernung zwischen München und San Francisco kann in km, Meilen oder in einer Zeiteinheit gemessen werden. ABER: Selbst in Deutschland treffen Familien dann nicht häufiger zusammen!

Das hat nämlich nichts damit zu tun, dass einsamemaus8 in die USA verzogen ist. Die tatsächliche Entfernung ist hier viel geringer als die fiktive. In unseren Köpfen sind wir da irgendwo nicht mitgekommen. Da sind wir noch Kolumbus auf Entdeckungsreise nach Amerika ... wo doch schon Goethes Fahrt nach Italien in der Postkutsche viele Wochen dauerte (statt wie heute 1/2 Tag).

Nein, auf die tatsächliche Entfernung kommt es nicht an.

Wenn Du, einsame Maus, Deinen Partner in Deutschland hättest, wäre das mit Deinem Grundproblem am ehesten in München gewesen. Nahe bei der Familie und den Freunden. Ein Partner in Hamburg könnte, dann noch eingespannt in stressige Berufe, genauso ein Problem werden. Zwar würdest Du da ein paar Mal häufiger nach München fahren können, aber an dem Grundproblem würde das nur quantitativ etwas ändern, nicht im Wesentlichen.

Darüber solltest Du mal nachdenken. 

Ich würde meine Liebe für nichts in der Welt hintanstellen. Aber das bin nunmal ich. Auch würde ich meinen Partner nicht verlassen, um zu den geliebten Enkelkindern zu ziehen. Ich habe zugegeben auch die Möglichkeit, die Enkelkinder 2 - 3mal im Jahr zu besuchen. Aber eben nur 2-3mal. Bei Dir ist die Situation etwas schwieriger, aber 2-3mal würde Dir ja wohl auch nicht reichen. Du würdest gerne in Deiner Münchener Familie dauerhaft eingebunden bleiben und Deinen Partner da mit einbinden wollen. - Und das ist keine gute Voraussetzung ... ich glaube, Du solltest Deine Grundeinstellung überdenken ...

Noch ein anderer Aspekt: Wenn der Mann absolut nicht bereit wäre, in das Land der Frau zu ziehen, dann würde ich hier anders argumentieren. Aber die Dinge liegen doch anders, die habt ihr anders miteinander ausgehandelt...

Ich kenne nämlich auch ein paar Männer, die so gar nicht im eigenen engen Familienkreis verheiratet sind - eher in dem der anderen Familie.  Ist gar nicht so ungewöhnlich. Daher haben wir hier auch keine Sondersituation der Frau. Über ihren Partner können wir wirklich nichts Negatives sagen.

Wenn ihr euch aber liebt und ein gemeinsames Kind wollt, dann gründet ihr eben eine ganz neue, eine eigene Familie. Die sollte abgenabelt sein. Weder zu sehr an seiner noch an Deiner Familie kleben!

Möglicherweise liegt genau da das Problem, dass die Nähe zu seiner Familie Dich an die verlorene Nähe zu Deiner Familie ständig erinnert.

Was aber, wenn ihr - wie so viele andere Paare auch - euch auf die eigene Familienplanung konzentrieren müsstet, ohne die Familie in der Nähe zu haben? (Natürlich ist es besser eine Schwiegermutter zu haben, die mithilft. Aber viele haben nicht einmal das).

Dieser Gedanke mag Dich erschrecken, aber so viele müssen genau damit klar kommen und meistern es hervorragend ...
Trau es Dir zu! Eigene Kinder werden Dich irgendwann mal total von diesem Problem ablenken ... und Du wirst Dich freuen, Deinen Kinder mal das schöne München zu zeigen ...

Ich könnte in Amerika schon deshalb nicht leben, weil es so weit weg ist von Italien. Aber das ist nunmal mein Problem

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12. April um 10:19
In Antwort auf einsamemaus8

Wir kommen irgendwie aus ganz anderen Schichten und das ist irgendwie schwierig und Amerikaner sind einfach anders als Deutsche.

Aus welcher Schicht kommst du denn? Und welchen Hintergrund hat er?

Mit welchen Unterschieden zwischen Amerikanern und Deutschen kommst du denn nicht zurecht? 

Es ist ja logisch, dass vieles anders ist, wenn man in ein anderes Land zieht. 

Es ist echt schwierig dir was zu raten, wenn du nicht konkret schreibst was dich stört. Gib doch ein paar Beispiele, dann kann man sich besser was darunter vorstellen. 

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12. April um 11:42
In Antwort auf einsamemaus8

Hallo an alle, ich stecke in einer wirklich verzwickten, herzzerreissenden Situation. Ich (33) bin aus München für meinen Partner (Amerikaner) nach San Francisco gezogen, wir lieben uns von ganzen Herzen und haben eine schöne Beziehung- so wie ich es mir immer geträumt habe. Zwischen uns ist einfach eine tolle Leidenschaft und Verständnis und ganz viel Liebe.
Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier und er möchte mich heiraten und Kinder bekommen. Auch wenn ich ihn sehr doll liebe, vermisse ich aber einfach meine Familie in München und frage mich, ob ich wirklich ein Leben lang ohne sie leben möchte und sie nur alle 1-2 Jahre sehen möchte. Seine Familie dagege wohnt direkt um die Ecke und wir sehen sie 2-3 mal in der Woche. Ich vermisse dann meine Familie so sehr und habe auch nicht immer Lust jedes Mal mitzugehen. Wie soll ich mich entscheiden? Heimat? Große Liebe? Mir geht es aktuell sehr schlecht mit dem Heimweh, aber die Vorstellung meine große Liebe zu verlieren ist auch schrecklich.

Ich freue mich auf eure Antworten.

Reden ist immer das A und O an einer Sache. Ohne Reden klappt das nicht, Habt ihr darüber schon mal gesprochen? Ich kann nur aus Erfahrung reden, wenn bu 100 % sicher bei einer Entscheidung bist, so vertraust du auf die Entscheidung ziehst es durch, und die Entscheidung wird für dich gut sein. Wenn du bspw. dich für ihn entscheidest, wirst du zwar deine Familie selten sehen: aber du gründest deine eigene , was genauso schön ist. Am ende ist es deine Entscheidung, was du halt auf langfristiger Basis haben willst und vor allem was du nicht willst..

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12. April um 11:47

@aasha108. Deine Frage ist an sich berechtigt. Aber ich glaube, dass das hier eher so eine beiläufige Sache ist. Manchmal wird es eben mit der Familie zuviel, selbst mit der eigenen. Ich konnte aber keinen Zwang von seiner Seite da herauslesen. Eher so ein: Mit denen bin ich immer zusammen, mit meiner Familie in München aber .... 

Das kennst Du doch auch von Argumenten (sprich: Vorhaltungen) in einer Beziehung,. Da wird manchmal auf einem unbedeutenden Punkt herumgeritten, um den es nicht wirklich geht: und zwar um das Ausbalancieren der Interessen einzufordern. Frau oder Mann glauben sich "zu kurz" gekommen. Meist geht es um ein anderes Beziehungsproblem als das geäußerte, dessen Klärung viel wichtiger wäre.

Interessant ist übrigens ganz beiläufig, dass Argument im Englischen etwas Negatives ist und im Deutschen etwas Positives ("Arguments" können im Amerikanischen bis hin zu physischer Gewalt gehen).

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12. April um 11:48
In Antwort auf entdeckerin54

Ich schlage mal einen Perspektivwechsel vor.

Ungern spreche ich von mir selbst, aber sei es drum, nur um mal die Überfokussierung auf Trennungsproblem zu durchbrechen:

Meine Tochter und ich sind nun wirklich miteinander verbunden. Das ist eher ein Freundinnen- als ein Mutter-Tochterverhältnis. Außerdem liebe ich auch meine Enkelkinder über alles.

Wir leben alle in Deutschland. Die Entfernung beträgt aber dennoch 570 km.
Aus beruflichen Gründen können Schwiegersohn und Tochter vielleicht nur zweimal im Jahr vorbeikommen. Meine Tochter leidet ein wenig darunter, ich leide ein wenig darunter ...
ABER: Wir kämen niemals auf die Idee, unsere Partnerschaften wegen der Entfernung in Frage zu stellen.

Das Beispiel soll aber etwas anderes zeigen:

Die Entfernung zwischen München und San Francisco kann in km, Meilen oder in einer Zeiteinheit gemessen werden. ABER: Selbst in Deutschland treffen Familien dann nicht häufiger zusammen!

Das hat nämlich nichts damit zu tun, dass einsamemaus8 in die USA verzogen ist. Die tatsächliche Entfernung ist hier viel geringer als die fiktive. In unseren Köpfen sind wir da irgendwo nicht mitgekommen. Da sind wir noch Kolumbus auf Entdeckungsreise nach Amerika ... wo doch schon Goethes Fahrt nach Italien in der Postkutsche viele Wochen dauerte (statt wie heute 1/2 Tag).

Nein, auf die tatsächliche Entfernung kommt es nicht an.

Wenn Du, einsame Maus, Deinen Partner in Deutschland hättest, wäre das mit Deinem Grundproblem am ehesten in München gewesen. Nahe bei der Familie und den Freunden. Ein Partner in Hamburg könnte, dann noch eingespannt in stressige Berufe, genauso ein Problem werden. Zwar würdest Du da ein paar Mal häufiger nach München fahren können, aber an dem Grundproblem würde das nur quantitativ etwas ändern, nicht im Wesentlichen.

Darüber solltest Du mal nachdenken. 

Ich würde meine Liebe für nichts in der Welt hintanstellen. Aber das bin nunmal ich. Auch würde ich meinen Partner nicht verlassen, um zu den geliebten Enkelkindern zu ziehen. Ich habe zugegeben auch die Möglichkeit, die Enkelkinder 2 - 3mal im Jahr zu besuchen. Aber eben nur 2-3mal. Bei Dir ist die Situation etwas schwieriger, aber 2-3mal würde Dir ja wohl auch nicht reichen. Du würdest gerne in Deiner Münchener Familie dauerhaft eingebunden bleiben und Deinen Partner da mit einbinden wollen. - Und das ist keine gute Voraussetzung ... ich glaube, Du solltest Deine Grundeinstellung überdenken ...

Noch ein anderer Aspekt: Wenn der Mann absolut nicht bereit wäre, in das Land der Frau zu ziehen, dann würde ich hier anders argumentieren. Aber die Dinge liegen doch anders, die habt ihr anders miteinander ausgehandelt...

Ich kenne nämlich auch ein paar Männer, die so gar nicht im eigenen engen Familienkreis verheiratet sind - eher in dem der anderen Familie.  Ist gar nicht so ungewöhnlich. Daher haben wir hier auch keine Sondersituation der Frau. Über ihren Partner können wir wirklich nichts Negatives sagen.

Wenn ihr euch aber liebt und ein gemeinsames Kind wollt, dann gründet ihr eben eine ganz neue, eine eigene Familie. Die sollte abgenabelt sein. Weder zu sehr an seiner noch an Deiner Familie kleben!

Möglicherweise liegt genau da das Problem, dass die Nähe zu seiner Familie Dich an die verlorene Nähe zu Deiner Familie ständig erinnert.

Was aber, wenn ihr - wie so viele andere Paare auch - euch auf die eigene Familienplanung konzentrieren müsstet, ohne die Familie in der Nähe zu haben? (Natürlich ist es besser eine Schwiegermutter zu haben, die mithilft. Aber viele haben nicht einmal das).

Dieser Gedanke mag Dich erschrecken, aber so viele müssen genau damit klar kommen und meistern es hervorragend ...
Trau es Dir zu! Eigene Kinder werden Dich irgendwann mal total von diesem Problem ablenken ... und Du wirst Dich freuen, Deinen Kinder mal das schöne München zu zeigen ...

Ich könnte in Amerika schon deshalb nicht leben, weil es so weit weg ist von Italien. Aber das ist nunmal mein Problem

Ich würde meine Liebe für nichts in der Welt hintanstellen. Aber das bin nunmal ich.

Das heißt, du wärst immer bereit dich anzupassen? Auch bei einem Partner, der sich darauf verlässt und das erwartet?



 

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12. April um 12:20
In Antwort auf nichtabgeholt

Ich würde meine Liebe für nichts in der Welt hintanstellen. Aber das bin nunmal ich.

Das heißt, du wärst immer bereit dich anzupassen? Auch bei einem Partner, der sich darauf verlässt und das erwartet?



 

Nein.

Meine Formulierung scheint zwar bedingungslos. Aber es gibt nichts Bedingungsloses. Gemeint war eine Partnerschaft, in der in der Innenbeziehung alles stimmt! Ganz im Gegenteil: Ich habe erhebliche Anforderungen an eine Partnerschaft.
Und nach der Schilderung von ihr gehe ich davon aus, dass er sie in Wahrheit zu nichts, aber auch zu gar nichts zwingt oder gezwungen hat. Dass ihr die Familie des Partners zu viel wird, das ist eher so eine Abwägung: Hier komme ich zu kurz ...

Wegen der entfernt lebenden Familie einen geliebten Menschen zu verlassen, käme mir allerdings nicht im geringsten in den Sinn. 

Noch krasser: Das ist bestimmt keine weibliche Emanzipation im Familienzirkel festzuhängen. Da würde ich mir selbst untreu.

Nur in diesem Zusammenhang würde ich meine Liebe für nichts hintanstellen.

Wenn die Familie ins Spiel kommt, können Frauen und Männer mit Blick auf eine mögliche Beziehung sehr einsam bleiben ... wenn sie daran festhängen.

Eigentlich gehört Orientierung auf die zu gründende eigene Familie und Abnabelung zu einem normalen Reifungsprozess dazu. Wölfe haben es da wohl einfacher, die lösen sich irgendwann aus dem Familienverband und wandern hunderte von Kilometern, um einen Partner/in und ein neues Revier zu finden.

Aber wir sind nunmal keine Wölfe ... sondern erkennen als Menschen oft nicht, was wesentlich für uns ist ...
 

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13. April um 0:06

Das sind Unterstellungen, von denen im Eingangspost  nichts zu bemerken ist. Oder wir müssten so unverfroren sein, zu behaupten,  dass sie sich ihre grosse Liebe nur einbildet bzw. dass diese nur einseitig sei. Beliebige Interpretationen schaden  nur.

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13. April um 8:21

Sorry, da ist mir einiges beim Lesen völlig entgangen. Denke fast an technische Probleme. Und denke jetzt wie ihr etwas anders! Muss aber noch nachdenken ...

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13. April um 10:05

@ingrid1.

Sehe ich inzwischen auch so. Habe heute morgen direkt geschrieben, dass mir der mittlere Teil komplett entgangen ist, sorry.

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13. April um 10:22
In Antwort auf entdeckerin54

@ingrid1.

Sehe ich inzwischen auch so. Habe heute morgen direkt geschrieben, dass mir der mittlere Teil komplett entgangen ist, sorry.

Oft wird mit einem Problem begonnen, und etwas ganz anderes ist in Wahrheit gemeint.

Wenn ich richtig zähle, haben wir hier:

- Sehnsucht nach Familie in München

- zu große Nähe zur Familie des Partners zwangsläufig (im Eingangspost erstmal nur wg. der räumlichen Nähe)

- typischer Schwiegerelternkonflikt, es passt einfach nicht, Frau glaubt aber, sie muss die Schwiegerelternfamilie aus Liebe ertragen

- Er will das so oder wünscht das zumindest so. Sie empfindet das als ein Muss.
Oder ist das schon Zwang, Abhängigkeit oder ähnliches?

Nur sie kann uns sagen, wie das alles zusammenhängt.

Welches Problem überwiegt hier? Was geht ihr am meisten auf den Senkel?

Ist das Problem mit der entfernten eigenen Familie nur vorgeschoben? Oder sehnt sie sich nur deshalb so sehr nach München zurück, weil sie die Familie ihres Mannes kaum erträgt? Oder sind das getrennte Probleme? Oder hat sie den Eindruck, dass die Situation zu ihren Ungunsten ist, also nicht ausbalanciert in dem Sinne: Deine Familie muss ich ertragen, und meine Familie ist so weit weg ...? Oder hat sie den Eindruck bzw. ist es tatsächlich so, dass er sie stark kontrolliert oder irgendwie zu etwas zwingt, was sie möchte?

(Vorsicht bei diesem Punkt: Es ist in jeder Partnerschaft so, dass irgendeiner von zweien dem anderen etwas aufbürdet, was vielleicht nicht ganz ihres/seines ist ... Meinem Partner habe ich auch schon so einiges zugemutet ... und er mir natürlich auch ... . Trennung ist dann nur ein Weg, wenn das zwischen beiden immer ungeklärt bleibt und einer das Gefühl hat, auf Dauer runterzufallen. Das ist auch keine einseitige Sache von Mann oder Frau).

Was ist hier genau der springende Punkt?

Klar ist für mich nur: 

Wenn da wirklich so eine große Liebe ist, wie sie schreibt, dann sollte sie ihm ohne weiteres das Problem klar machen können. Er wird dann Wege finden müssen, ihr das gemeinsame Leben unter diesen Voraussetzungen einfacher zu machen.

Als Deutsche stelle ich mir soeben vor, dass die fremde Familie Trump zum Erlöser der Welt und der Nation erklärt ... Aber sorry, das wird jetzt zu politisch hier ...

Klar ist nur:  Einsamemaus muss schon klären, welches Problem im Vordergrund steht.

Und sie muss dann alle Optionen auf den Tisch legen: a.) die oben dargestellten negativen, b.) die positiven (die große Liebe, die gemeinsame Zukunftsplanung mit Kindern) gegenüberstellen und bewerten und schlussendlich eine Entscheidung treffen.

Sinn von unseren Beiträgen kann nur sein, das ihr vor Augen zu führen. 

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13. April um 12:33

ok, wenn ich eine solche Familie käme, würde ich mich vermutlich auch ziemlich distanzieren. Stimmt nicht ganz: Ich habe eine sehr gute Freundin, die mit mir politisch in ganz bestimmten Punkten absolut nicht übereinstimmt. Wir sind aber beide schlau genug, diese Punkte nicht zu berühren. Je einfacher Leute aber gestrickt sind, können sie mit Sticheleien in die eine oder andere Richtung nicht aufhören...

Meine Bemerkung war zugegeben etwas frech. Wir wissen ja über diese Familie gar nichts. Aber wir wissen immerhin, dass das soziale Niveau nicht das der TE ist und dass es da kulturelle Unterschiede zwischen uns und den USA gibt - sagt jedenfalls die TE. Da habe ich mich eben gefragt, ob mit unterschiedlicher Kultur vielleicht die politische Kultur gemeint sein könnte. 

Und offenbar ist ja, wie die TE sagt, die andere Familie das "größte Problem". Ein Problem, das auch in Deutschland bei Scheidungen häufiger vorkommt als viele ahnen. 

Auf der Seitung "www.scheidung.de" stehen nicht nur gute Hinweise, wie Frau oder Mann sich scheiden lassen können, sondern auch, wie eine Scheidung noch vermieden werden könnte. Zum Problem der Schwiegereltern z.B. "https://www.scheidung.de/trennung-wegen-schwiegereltern-wenn-die-familie-zum-scheidungsgrund-wird.html#option-kommunikation-statt-trennung-wegen-schwiegereltern".

Im Grunde steht da vieles drin, was auch andere hier schon geschrieben haben, aber wichtig ist mir an dem Beitrag vor allem die klare Reihenfolge: Wie hätte die TE genau vorzugehen? Mit wem soll sie sprechen? Wie soll sie sich auf welche Reaktionen verhalten? etc.

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13. April um 13:35

Wofür kann er nichts? Um zusammen sein zu können war eine schwere Entscheidung notwendig, die allerdings nur auf ihren Schultern lag. Sie hat sich zwar freiwillig dazu entschlossen zu ihm zu ziehen, aber die Tragweite so einer Entscheidung die kann man in der Theorie noch so oft durchgehen und als gut befinden, erst die Praxis zeigt, wie man mit der Entscheidung zurecht kommt.

Ich finde aber, das grundsätzlich von beiden Seiten die grundlegende Bereitschaft da sein sollte, für den jeweils anderen umzuziehen. Wenn einer sagt "Nö, kommt für mich niemals in Frage, wenn du es nicht machst dann halt gar nicht." oder wenn er sagt "Du bist unglücklich, aber es war deine Entscheidung, Pech gehabt" dann hat das mit einer Partnerschaft auf Augenhöhe nichts zu tun und dann entsteht dieses enorme Gefälle wie zwischen den beiden. 

Er kann also schon auch etwas dafür, dass sie sich jetzt unwohl fühlt. In einer Beziehung sind Kompromisse notwendig. Er will ja nichtmal den Kontakt zu seiner Familie etwas einschränken und wirkt nicht so, als ob er die Bedenken und die Gefühle der TE ernst nimmt. Ich nehme mal an er würde auch nicht auf die Idee kommen probeweise nach Deutschland zu ziehen, um zu sehen wie sie beide da zurecht kommen - wobei ich einen neutralen Boden, also das Drittland in diesem Fall sowieso vorziehen würde, gerade weil er da weniger kompromissbereit zu sein scheint.

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13. April um 15:33
In Antwort auf traventure

Wofür kann er nichts? Um zusammen sein zu können war eine schwere Entscheidung notwendig, die allerdings nur auf ihren Schultern lag. Sie hat sich zwar freiwillig dazu entschlossen zu ihm zu ziehen, aber die Tragweite so einer Entscheidung die kann man in der Theorie noch so oft durchgehen und als gut befinden, erst die Praxis zeigt, wie man mit der Entscheidung zurecht kommt.

Ich finde aber, das grundsätzlich von beiden Seiten die grundlegende Bereitschaft da sein sollte, für den jeweils anderen umzuziehen. Wenn einer sagt "Nö, kommt für mich niemals in Frage, wenn du es nicht machst dann halt gar nicht." oder wenn er sagt "Du bist unglücklich, aber es war deine Entscheidung, Pech gehabt" dann hat das mit einer Partnerschaft auf Augenhöhe nichts zu tun und dann entsteht dieses enorme Gefälle wie zwischen den beiden. 

Er kann also schon auch etwas dafür, dass sie sich jetzt unwohl fühlt. In einer Beziehung sind Kompromisse notwendig. Er will ja nichtmal den Kontakt zu seiner Familie etwas einschränken und wirkt nicht so, als ob er die Bedenken und die Gefühle der TE ernst nimmt. Ich nehme mal an er würde auch nicht auf die Idee kommen probeweise nach Deutschland zu ziehen, um zu sehen wie sie beide da zurecht kommen - wobei ich einen neutralen Boden, also das Drittland in diesem Fall sowieso vorziehen würde, gerade weil er da weniger kompromissbereit zu sein scheint.

Ich habe inzwischen genau die gleichen Bedenken geäußert. Mit konkreten Schuldzuweisungen halte ich mich allerdings generell zurück, daher lese ich Dein "dafür können" in dem Sinn von "da ist er mitverantwortlich und nicht nur die TE".

Und das trifft es auf jeden Fall.

Wie schwer es für ihn wäre, in Deutschland Fuß zu fassen, können wir alle nicht beurteilen. Wahrscheinlich eher sehr schwer.

Jetzt kommt das ABER: Welche Rolle hat sie sich denn selbst zugedacht? Ist er der ausschließliche Ernährer? Hat sie ihren Beruf ihm zuliebe aufgegeben? (Ich glaube nämlich aus den Posts zu lesen, ja). Hat sie sich überlegt, da drüben auch ohne ihn klarzukommen? (Nachgedacht schon, aber nicht zuende gedacht - habe ich so den Eindruck). Kann sie sich beispielsweise eine berufliche Tätigkeit in den USA vorstellen? Und in welchem Métier? Das sind alles so Fragen, die ich mit einer eher modernen Frauenrolle verknüpfe - denn Kind und Beruf schließen einander nicht aus.

Könnte uns die TN eine Information zukommen lassen, welche Rolle sie sich selbst da drüben zugedacht hat?

Und dann sollten wir bitte diese Rolle nicht einfach nach unseren eigenen Vorstellungen bewerten. Wir sollten ihr vielmehr die Möglichkeit geben, verschiedene Alternativen abwägen zu können, um sich dann zu entscheiden (wie ich es schon weiter oben versucht habe - vor allem mit dem Link auf scheidung.de).

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13. April um 16:05

Hallo an Alle, jetzt war ich einige Tage nicht hier und muss erstmal all eure Nachrichten lesen. Ich denke alle, die einmal in dieser Situation sind, in der ich aktuell bin, wissen, dass man sich das Ausmaß,wie man sich fühlt, wenn man seine Heimat aufgibt und zu seinem Partner zieht,  nicht vorstellen kann, wenn man sich zu diesem Schritt entscheidet. Natürlich möchte man seine große Liebe nicht verlieren und heutzutage muss man einfach auch flexibel sein,wo man wohnt. Dieses Gefühl der Zerrissenheit zwischen Amerika und Deutschland zu sein und wieder nicht zu wissen, ob man überhaupt ein Leben lang darauf klar kommt, wenn man wirklich seine Liebe aufgibt und zurück in die Heimat geht. Das ist für mich genauso ungewiss, wie es damals war, als ich mich entschieden hab nach Amerika zu gehen.
Ich denke in meiner aktuellen Situation kommt alles zusammen: Heimweh, dann seine Familie, andere Kultur, andere soziale Schicht. Mein Partner möchte den Kontakt nicht einstellen, weil es ist eben seine Familie und das verstehe ich auch. Aber dieses Unglichgewicht halte ich einfach nicht aus. 
Ich kann mit ihm über alles reden und er versteht auch, wie es mir geht, aber aktuell bin ich es eben, die sich enstcheiden muss. Ich hab hier auch einen Job und Freunde etc. also ansonsten fühle ich mich wohl.

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13. April um 16:30
In Antwort auf einsamemaus8

Hallo an Alle, jetzt war ich einige Tage nicht hier und muss erstmal all eure Nachrichten lesen. Ich denke alle, die einmal in dieser Situation sind, in der ich aktuell bin, wissen, dass man sich das Ausmaß,wie man sich fühlt, wenn man seine Heimat aufgibt und zu seinem Partner zieht,  nicht vorstellen kann, wenn man sich zu diesem Schritt entscheidet. Natürlich möchte man seine große Liebe nicht verlieren und heutzutage muss man einfach auch flexibel sein,wo man wohnt. Dieses Gefühl der Zerrissenheit zwischen Amerika und Deutschland zu sein und wieder nicht zu wissen, ob man überhaupt ein Leben lang darauf klar kommt, wenn man wirklich seine Liebe aufgibt und zurück in die Heimat geht. Das ist für mich genauso ungewiss, wie es damals war, als ich mich entschieden hab nach Amerika zu gehen.
Ich denke in meiner aktuellen Situation kommt alles zusammen: Heimweh, dann seine Familie, andere Kultur, andere soziale Schicht. Mein Partner möchte den Kontakt nicht einstellen, weil es ist eben seine Familie und das verstehe ich auch. Aber dieses Unglichgewicht halte ich einfach nicht aus. 
Ich kann mit ihm über alles reden und er versteht auch, wie es mir geht, aber aktuell bin ich es eben, die sich enstcheiden muss. Ich hab hier auch einen Job und Freunde etc. also ansonsten fühle ich mich wohl.

In meinem Post von 12.30 Uhr hab ich die Anregung gegeben, dass Du mal den Link https://www.scheidung.de/trennung-wegen-schwiegereltern-wenn-die-familie-zum-scheidungsgrund-wird.html#option-kommunikation-statt-trennung-wegen-schwiegereltern anklicken solltest. Da ist eine ganze Kommunikationsstrategie für Dein Problem entwickelt. Klar, dass das nicht genau das gleiche Problem sein kann, sondern nur eine Verallgemeinerung. Die Folgerungen kannst nur Du selbst ziehen.

Froh bin ich, dass Du nicht komplett von ihm abhängig bist. Totale Abhängigkeit ist für keine Beziehung gut, auch wenn die Liebe noch so toll zu sein scheint. 
 

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13. April um 18:32

Aasha108. Dass mir die religiösen Unterschiede nicht eingefallen sind ... na sowas ... aber im Kern ist es etwas Ähnliches. Viele klerikale Christen scheinen ja auch Trumpanhänger zu sein.
Obwohl es mit diesem Thread nichts zu tun hat, ärgere mich soeben (Nachrichten vom Tage) über die neueste Streitschrift von Ex-Papst Benedikt, wonach der sexuelle Missbrauch in der Kirche eine Folge der sexuellen Liberalisierung sei ... so als ob all die Missbrauchsfälle in der Kirche, die es schon seit Jahrhunderten gegeben hat, nachträglich erfunden worden wäre. Sorry, hat mit diesem Strang wenig zu tun.
 

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13. April um 22:38

Na du? 🙃

Du hast jetzt viele Meinungen gehört und gelesen, dennoch wollte ich dir noch meine Erfahrung mit geben; 

Ich bin auch ins Ausland gezogen, weg von meiner Familie, mit welcher ich ein sehr gutes Verhältnis habe. 
Am Anfang war es super aufregend, aber auch gewöhnungsbedürftig nicht mehr die liebsten um einen herum zu haben. 
Mein Heimweg ist nach einer Zeit wieder gekommen, ich war etwas unglücklich in der neuen Stadt, habe alles grau in grau gesehen und war kurz davor wieder in die Nähe meiner Familie zu ziehen.
Mein Job war mein einziger richtiger Lichtblick, da ich da voll aufgehen. Und ich habe neue und gute Freunde kennengelernt, öfter verabredet und auch was unternommen. Neue Hobbies gesucht. Und das ist mir nicht wirklich leicht gefallen, ich bin schüchtern. Aber ich habe auch gemerkt, wie stark man doch ist und wie leicht man sich selber unterschätzt. Ich habe kleinere Träume verwirklicht und dann auch einen Zweitjob begonnen. Ich hab mein Glück in einer völlig fremden Stadt im fremden Land von mir selber abhängig gemacht. Und bin jetzt wirklich glücklich hier. Seit ein paar Monaten bin ich auch glücklich vergeben. Das Heimweh ist immer noch da, mal stärker, mal schwächer. Vor allem an den schwierigen Tagen telefoniere ich dann viel und lange mit meiner Familie, meistens über videochat. Das nimmt viel von Heimweh. Ich besuche sie oder umgekehrt.  Was ich sagen will; Heimweh ist ganz natürlich. Wir sind ja Sachen gewöhnt und werden plötzlich in eine völlig neue Welt reingeworfen wenn wir aus- und umziehen. Versuch dich an neuen Sachen, neuen Hobbies. Geh in einen Yogakurs oder triff dich mit den Freunden deines Partners. Unternehme was alleine, fahr raus in die Umgebung und entdecke ein Kaffee. Lass dir dein Glück nicht von Menschen machen, auch wenn es deine Familie ist. Eine gute Portion Heimweh gehört ganz normal dazu. Du hast jetzt auch eine neue Familie in San Francisco, neue Freunde und Kollegen. Wirf nicht alles gleich auf den Haufen.Das kann auch mal leider ein paar Monate dauern, bis man seinen Weg gefunden hat. Aber lass dich nicht zu sehr von deinen Emotionen lenken und denke nicht zu viel nach. Schau mal wie es sich entwickelt. Und wenn es dann immer noch so ist; Rede vor allem mit deinem Schatz! Ihr seit ein Team und findet zu zweit vielleicht eine super Lösung!?  Ich wünsche dir alles alles Liebe 💕

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13. April um 23:37

Eine Beziehung besteht immer aus mindestens zwei Personen und jede dieser Personen ist mitverantwortlich für den Erhalt der Beziehung, zumindest wenn eine langfristige Beziehung von beiden angestrebt wird. Ich finde mit "selbst schuld" ist es an dieser Stelle nicht getan. Zumal ich nirgends lese, dass sie verlangt, dass er alles aufgibt und mit ihr nach Deutschland zieht. Ich sage, dass ich finde, dass eine grunstätzliche Bereitschaft von beiden Seiten vorhanden sein sollte, damit die Beziehung nicht ins Ungleichgewicht gerät. Würde er sie jetzt fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, weil sie ihre folgenschwere Entscheidung bereut und sich momentan mit der Situation sehr unwohl fühlt, nur weil er mal gesagt hat, er will nie nach DE (hat er das überhaupt, hab ich was überlesen?) dann ist das für mich keine Liebe. Kompromisse und die beidseitige Bereitschaft Entscheidungen zu treffen und für den Partner ein bestimmtes Risiko aufzunehmen, ist für mich Voraussetzung dafür, dass so eine Beziehung klappen kann. Mit Schuld har das rein gar nichts zu tun.

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13. April um 23:41
In Antwort auf entdeckerin54

Ich habe inzwischen genau die gleichen Bedenken geäußert. Mit konkreten Schuldzuweisungen halte ich mich allerdings generell zurück, daher lese ich Dein "dafür können" in dem Sinn von "da ist er mitverantwortlich und nicht nur die TE".

Und das trifft es auf jeden Fall.

Wie schwer es für ihn wäre, in Deutschland Fuß zu fassen, können wir alle nicht beurteilen. Wahrscheinlich eher sehr schwer.

Jetzt kommt das ABER: Welche Rolle hat sie sich denn selbst zugedacht? Ist er der ausschließliche Ernährer? Hat sie ihren Beruf ihm zuliebe aufgegeben? (Ich glaube nämlich aus den Posts zu lesen, ja). Hat sie sich überlegt, da drüben auch ohne ihn klarzukommen? (Nachgedacht schon, aber nicht zuende gedacht - habe ich so den Eindruck). Kann sie sich beispielsweise eine berufliche Tätigkeit in den USA vorstellen? Und in welchem Métier? Das sind alles so Fragen, die ich mit einer eher modernen Frauenrolle verknüpfe - denn Kind und Beruf schließen einander nicht aus.

Könnte uns die TN eine Information zukommen lassen, welche Rolle sie sich selbst da drüben zugedacht hat?

Und dann sollten wir bitte diese Rolle nicht einfach nach unseren eigenen Vorstellungen bewerten. Wir sollten ihr vielmehr die Möglichkeit geben, verschiedene Alternativen abwägen zu können, um sich dann zu entscheiden (wie ich es schon weiter oben versucht habe - vor allem mit dem Link auf scheidung.de).

Ja genau so meinte ich das. Hatte nur das "dafür können" aus dem Beitrag auf den ich geantwortet habe aufgegriffen. Sie hat die Entscheidung getroffen, verantwortlich sind aber beide - immerhin profitiert er von ihrer Entscheidung und das ohne, dass er dafür selbst etwas aufgeben musste. Es sollte also auch in seinem Sinne sein, dass sie sich wohl fühlt und besser mit der Situation zurecht kommt. Ansonsten könnte er sie entweder nach Deutschland oder ganz verlieren und ich denke nicht, dass er das möchte.

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14. April um 8:51

Die kulturellen Unterschiede gibt es, das ist klar. Aber ich finde sie nicht zu groß. Es sind eher Kleinigkeiten. In großen Sachen ist sich das schon aehnlich. 

Mit meinen mormonischen Verwandten komme ich gut aus. Ich akzeptiere ihre Lebensweise, und sie akzeptieren unsere. Sie wollen mich nicht zum Mormonen machen und ich sie nicht zu Katholiken. 

Vielleicht kommt der Mann der TE aber nicht aus einer ganz normalen durchschnittlichen Familie hier. Vielleicht kommt er wirklich von einem ganz anderen Hintergrund....Scientology, Alt-Right, 7th Day Adventist, Black Panther, Prepper, Mafia, Gang, Polygamists oder sonstwas. 

Sie schreibt ja immer ihr Freund kommt aus einer anderen Schicht und einer anderen Kultur. 

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14. April um 10:48
In Antwort auf einsamemaus8

Hallo an alle, ich stecke in einer wirklich verzwickten, herzzerreissenden Situation. Ich (33) bin aus München für meinen Partner (Amerikaner) nach San Francisco gezogen, wir lieben uns von ganzen Herzen und haben eine schöne Beziehung- so wie ich es mir immer geträumt habe. Zwischen uns ist einfach eine tolle Leidenschaft und Verständnis und ganz viel Liebe.
Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier und er möchte mich heiraten und Kinder bekommen. Auch wenn ich ihn sehr doll liebe, vermisse ich aber einfach meine Familie in München und frage mich, ob ich wirklich ein Leben lang ohne sie leben möchte und sie nur alle 1-2 Jahre sehen möchte. Seine Familie dagege wohnt direkt um die Ecke und wir sehen sie 2-3 mal in der Woche. Ich vermisse dann meine Familie so sehr und habe auch nicht immer Lust jedes Mal mitzugehen. Wie soll ich mich entscheiden? Heimat? Große Liebe? Mir geht es aktuell sehr schlecht mit dem Heimweh, aber die Vorstellung meine große Liebe zu verlieren ist auch schrecklich.

Ich freue mich auf eure Antworten.

Ich würde mich für die Liebe entscheiden, denn wenn das wirklich der richtige ist dann würde ich es fest bereuen in stehen gelassen zu haben. Naturlich fehlt jemanden die heimat oder familie, aber man kann sie ja besuchen und man weiß nie, aber vlt findet er später einen Job in München. Ich finde da kann man eine zwischenlösung finden, während einen zweiten Mann der dich so glücklich macht wahrscheinlich nicht. 

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14. April um 16:02

Ja, sie ist einsam ... obwohl sie nach eigenem Bekunden viele Freunde hat ... und sogar einen Job ... und nicht auf restlos ihn angewiesen ist ... Wir können hier aber mehr nicht sagen ...

 

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14. April um 16:42

ja, selbstverständlich hast Du da Recht ... Aber was wissen wir denn ... In einer echten Paarberatung, die wir hier natürlich nicht geben können, sprechen immer beide Seiten. Und beide Seiten sind dann meist glaubwürdig. Selten lügt einer. Aber der Berater bekommt dann eine völlig andere Perspektive ... und das ist dann mehr als erstaunlich.  Nichts ist falscher, als Partei zu ergreifen.

Ich könnte jetzt Beispiele geben, will ich aber nicht, weil sonst so ein fiktives Beispiel mit der Realität hier im Strang verwechselt würde, so als ob sie das erzählt hätte ... ist ja hier nicht immer alles so leicht zu überschauen und richtig zu lesen ...

Solange nicht die unmittelbar Betroffenen - und zwar beide - zu Wort gekommen sind, wissen wir buchstäblich nichts.  Wir können uns nur unser Teil denken, aber auch damit komplett daneben liegen.

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14. April um 18:05

Wo hat sie denn geschrieben, dass ihr Partner nicht zu ihr steht? 

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14. April um 22:45

Naja, aasha. Weil ich nunmal von daher komme.

Überleg mal, ob sich vielleicht das Bild ändern würde, wenn er auch beteiligt wäre und sagen würde:  "Das habe ich ihr damals doch in Deutschland schon alles ausführlich gesagt und sie gefragt, ob ihre Liebe stark genug sein wird. Und ich hab ihr auch gesagt, dass ich wegen ganz bestimmter Voraussetzungen so an die Nähe zu meinen Altvorderen gebunden bin, dass wir uns lange Zeit davon nicht absondern können.  Auf Dauer sehe ich vielleicht eine andere Perspektive, aber jetzt noch nicht. ... Das hat sie alles gewusst, hat nachgedacht, hat zugestimmt, ist mitgekommen. Und jetzt schreibt sie hier im Forum und überlegt, ob unsere Beziehung noch eine Basis hat ....
Beides würde mich jetzt total fertig machen: wenn sie sich trennt, aber auch wenn wir uns von meinen Eltern distanzieren müssten... Wahrscheinlich würde ich mich dann eher für xy entscheiden, denn .... (Jetzt kommt eine Begründung, die wir nie erfahren werden, wenn uns die TN hierzu nichts mitteilt"

Das ist jetzt alles nur ein Beispiel UND KEINE MITTEILUNG der TN,  hier bitte bloß nichts verwechseln. Das soll aber mal zeigen, wie sich eine andere Seite mal so anhören könnte. Eine Seite, die hier nie anklingt.

Eigentlich alles Selbstverständlichkeiten. Wir könnten sie ja mal fragen, was denn die andere Seite dazu sagen würde.

Wenn sie nichts sagt und schweigt, dann haben wir allerdings auch eine Antwort.

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