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Hätte nie gedacht, dass es uns passieren könnte

13. Mai 2007 um 13:13

Wir sind/waren seit 2 1/2 Jahren ein Paar, haben große Krisen überstanden und nun das.
In einem anderen Thread schrieb ich damals, dass heutzutage viele Pärchen zu schnell aufgäben, dass aber das Überstehen solcher "schlechten Zeiten" kein Garant für das Zusammenbleiben sein könne.
Und nun darf ich das am eigenen Leibe spüren...

Ich habe zum Sommersemester endlich mein Studium begonnen und bin quasi vom superschüchternen Trauerkloß wieder zur alten Form aufgelaufen. Für ihn war das ein Problem, vor allen Dingen, als er mich das erste Mal besuchen kam. Ich kann sehr gut verstehen, dass das schwer für ihn sein muss: Er bleibt noch da wo er ist während ich quasi ein neues Leben beginne, also versuchte ich, Verständnis dafür zu zeigen, auch für seine "Beleidigungen" bezüglich meines "neuen" Charakters.
Irgendwann setzte er mir die Pistole auf die Brust, ob ich denn alles so in Ordnung fände. Er halt nicht und daher würde er seine Schlüße daraus ziehen, wenn ich es aber doch ok fände. Natürlich konnte ich mich nicht belügen und ihn auch nicht - daher sagte ich, dass ich mein Verhalten und meine Einstellung ok fände.Daraufhin beschloßen wir eine Pause. Beim Abschied weinten wir beide.

Zwischendruch rief er aber doch immer wieder an und sagte mir, er wolle mich nicht verlieren, ich sei doch eigentlich seine Traumfrau, doch irgendetwas in mir gab mir keine Ruhe und bald wurde mir klar, was es war: Ich hatte mich in einen anderen verliebt. Na klar dachte ich erst einmal, dass das bloß eine "Zuckung" sei, weil ich hier in einen neue Umgebung gezogen bin. Aber mittlerweile halte ich noch nicht einmal mehr seine Gegenwart aus, weil es so weh tut. (Tut mir Leid, wenn es sich schwülstig anhört) Es ist auch ein wenig kompliziert mit ihm, mal denke ich, es kommt etwas zurück, mal halt wieder nicht. Er ist einer von der extrem schüchternen Sorte, d.h. er würde mir noch nicht mal deutlich sagen können, wenn er nichts von mir wollte.
Wie auch immer, ich habe meinem Ex-/Freund gestanden, dass ich mich in einen anderen verliebt habe, bzw., dass ich gerade dabei bin meine Gefühle zu orten und zu ordnen. Manche würden das vielleicht als Fehler ansehen, aber ich kann ihn doch nicht belügen, oder? Oder mir später von ihm anhören müssen, ich hätte ihn mir warm gehalten, bis ich den anderen "bekommen" hätte.
Jetzt kommt's aber: Mein Ex-/Freund hält immer noch zu mir und hofft,dass ich mich einkriege und zu ihm zurückkehre. Er hasst mich nicht. Er beleidigt mich nicht.

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Mein Ex o. Freund ist so unglaublich lieb in dieser Situation, ich weiß, dass er mich wirklich liebt, er ist so unglaublich, dass ich ihn nicht verdiene, bzw. verdiene, bei dem anderen Typen auf die Nase zu fallen.
Warum kann ich ihn nicht lieben? Wie kann das alles weg sein? Und: Warum habe ich jetzt schon solche intensiven Gefühle für den anderen, dass es mir, so kitschig es auch klingt, das Herz zerreisst?

Danke an alle, die sich das durchgelesen haben. Bitte schreibt eure Meinung dazu!

Liebe Grüße,
Angel

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13. Mai 2007 um 13:29

..
Hey!

Ich kann mir gut vorstellen wie du dich fühlst..Fühl dich gedrückt!

Ich denke euer Problem liegt darin, dass ihr euch schon vorher auseinanderentwickelt habt...Dieser Unterschied wurde aber wahrscheinlich erst sichtbar als du dein "neues Leben" begonnen hast. Er ist irgendwie stehengeblieben und du bist an ihm vorbeigezogen..Ich halte es auch für recht normal, dass du dich in einen anderen verliebt hast..Dieser andere würde vermutlich in dein jetziges Leben passen, oder? Manchmal ist die Zeit einfach vorbei, auch wenn man sich mal sehr geliebt hat..Wie alt seid ihr beide?

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13. Mai 2007 um 13:36
In Antwort auf jessi1605

..
Hey!

Ich kann mir gut vorstellen wie du dich fühlst..Fühl dich gedrückt!

Ich denke euer Problem liegt darin, dass ihr euch schon vorher auseinanderentwickelt habt...Dieser Unterschied wurde aber wahrscheinlich erst sichtbar als du dein "neues Leben" begonnen hast. Er ist irgendwie stehengeblieben und du bist an ihm vorbeigezogen..Ich halte es auch für recht normal, dass du dich in einen anderen verliebt hast..Dieser andere würde vermutlich in dein jetziges Leben passen, oder? Manchmal ist die Zeit einfach vorbei, auch wenn man sich mal sehr geliebt hat..Wie alt seid ihr beide?

Hi
Dankeschön für deine liebe Antwort!

Wir beide sind 20. Klar, noch ziemlich jung und wahrscheinlich haben wir noch viel vor uns...aber, es fühlt sich trotzdem ziemlich schlimm an.
Ich habe auch das Gefühl, dass er stehengeblieben ist und ich schon "über alle Berge" bin.
Der andere studiert das gleiche wie ich und wohnt im selben Wohnheim, haben die gleichen "Kumpels", etc.

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13. Mai 2007 um 13:42

Danke
auch für deine liebe und wie immer hochwertige Antwort!
Was die Auszeit anbelangt: Ich weiß nicht, ob er so lange auf mich warten kann. Habe bloß so viel Angst davor, sehr viel Zeit zu brauchen, um zu einer Entscheidung zu kommen, um dann festzustellen, dass er schon weg ist.
Ich will gerade alles so schnell. Auch bei dem anderen. Ich meine, ich bin doch erst seit Kurzem hier und trotzdem boxe ich mich mit Eiltempo durch die Kennenlernphase. Er ist, laut "Kumpeline", ein extrem schüchterner Typ und habe auch das Gefühl, dass da bei ihm mehr hintersteckt, aber irgendwie bin ich so ungeduldig und schon so verliebt.
Keinen Ahnung was da in mir vorgeht. Ich fühle mich schon wie so eine 13-jährige, interpretiere jede Kleinigkeit, etc.

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13. Mai 2007 um 13:46
In Antwort auf torra_11953428

Hi
Dankeschön für deine liebe Antwort!

Wir beide sind 20. Klar, noch ziemlich jung und wahrscheinlich haben wir noch viel vor uns...aber, es fühlt sich trotzdem ziemlich schlimm an.
Ich habe auch das Gefühl, dass er stehengeblieben ist und ich schon "über alle Berge" bin.
Der andere studiert das gleiche wie ich und wohnt im selben Wohnheim, haben die gleichen "Kumpels", etc.

.
Klar, das tut weh...Aber irgendwann passt das eigene Leben nicht mehr zu dem des Anderen...Ihr seid ja auch schon recht früh zusammengekommen..Habt Wahrscheinlich beide die gleichen Probleme ( Schule etc.) gehabt..Und jetzt sind es bei dir eben andere Sorgen, andere Bedürfnisse..Coleen hat es auch sehr gut auf den Punkt gebracht..In dieser Phase deines Lebens entscheidet sich vieles..Was du später mal machst, wohin du gehörst..Vorher war der Weg irgendwie mehr oder weniger vorbestimmt und du bist ihn gegangen..Mit ihm! Nun gehst du deinen eigenen Weg und er ist an der Kreuzung stehengeblieben und weiß noch nicht so recht wohin er will..Studiert er auch?

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13. Mai 2007 um 13:51

Erst ein alter Fuchs wird langsam schlau ...
und die jüngeren Leut' wollen und können das nicht verstehen ... bis sie selber etwas älter sind.

Ad 1)

Es ist realtiv unwahrschenlich, dass man sich im Alter von etwa unter 20 oder gar unter 25 aus einem 'inneren Antrieb' ('ich kann nicht anders ...')für's Leben bindet. Die Natur hat die meisten von uns da anders ausgestattet. Der jüngere Mensch hält die älteren für rücksichtslos und verdorben und wird natürlich alles besser machen. Die Absicht will ich gar nicht mal bestreiten. Hatte ich auch mal und immer noch, wohl sehend, dass es so einfach eben nicht ist.

Ad 2)
In den allerwenigsten Fällen von Beziehung sind die Konstellationen so optimal, dass sich eine tragfähige Dauerbeziehung quasi von selbst ergibt und erhält. Alle anderen müssen das wollen, und zwar mit der lebenslangen WILLENTLICHEN Ignorierung anderer Möglichkeiten. Will auch wieder niemand hören.


Ad 3)
Erst im Laufe der ersten drei Lebensjahrzehnte werden die Menschen fähig, Lieben von Begehren zu unterscheiden bzw. die Liebe mit der Zeit höherrangig zu bewerten. Idealerweise gezt beides Hand in Hand. Dass man sich ver-liebt ist originär eher eine Sache des Begehrens ( ..d.h. der Biologie). Auch das kann der Mensch erst handhaben lernen, wenn er es er-fahren hat.


Insofern, fallenangel 17, stehst du bestenfalls lernend vor dem Phänomen der alltäglichen 'Beziehungskiste', die immer mal wieder auf und zugemacht wird. Da ist generell nichts Besonderes dran, nur für dich ist dieses Phänomen, weil neu, zunächst unverständlich. Und erlaube mir den milden Zweifel daran, dass die 'Neue Liebe' auf tragfähigen Fundamenten steht, solange du in Zukunft aufwallendes Begehren - denn das geht ein Leben lang so - nicht hinter deinen Willen zum Erhalt der gegenwärtigen Beziehung zurückschrauben kannst. Das musst du zwar nicht, wird so aber immer wieder zu der verwunderten Frage 'wie kann das alles weg sein ?' führen. Aber auch das ist ein Sache, die man nur mit der Zeit lernen kann. Mal schneller, mal langsamer. Etliche lernen das nie und behaupten, dem Trieb nachzugebn ist nun mal 'Leben'. Ohne weitere Wertung: Den Bestand von Beziehungen fördert dieses Verhalten nicht. Kommt drauf an, ob es einem erstrebenswert erscheint.

Alles Gute

asteus

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13. Mai 2007 um 13:54
In Antwort auf jessi1605

.
Klar, das tut weh...Aber irgendwann passt das eigene Leben nicht mehr zu dem des Anderen...Ihr seid ja auch schon recht früh zusammengekommen..Habt Wahrscheinlich beide die gleichen Probleme ( Schule etc.) gehabt..Und jetzt sind es bei dir eben andere Sorgen, andere Bedürfnisse..Coleen hat es auch sehr gut auf den Punkt gebracht..In dieser Phase deines Lebens entscheidet sich vieles..Was du später mal machst, wohin du gehörst..Vorher war der Weg irgendwie mehr oder weniger vorbestimmt und du bist ihn gegangen..Mit ihm! Nun gehst du deinen eigenen Weg und er ist an der Kreuzung stehengeblieben und weiß noch nicht so recht wohin er will..Studiert er auch?

Nein
er studiert noch nicht, daher kann man das Zurückbleiben wahrscheinlich auch wörtlich nehmen. Er absolviert gerade noch seinen Zivildienst und wird vermutlich zum WS anfangen zu studieren.
Ich frage mich halt andauernd, ob es nicht ein Fehler ist, so jemanden, der sich quasi aufopfert, einfach so gehen zu lassen. Ich habe Angst, nie mehr jemanden zu finden, der mich so lieben kann, wie er es tut. Vor allen Dingen habe ich aber Angst vor meiner Liebe, weil ich jetzt das Gefühl habe: Wenn meine Liebe zu ihm schon so nach kurzer Zeit schwindet, kann ich ihn dann überhaupt geliebt haben? Habe ich überhaupt jemanden geliebt?

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13. Mai 2007 um 14:01
In Antwort auf jarod_12098475

Erst ein alter Fuchs wird langsam schlau ...
und die jüngeren Leut' wollen und können das nicht verstehen ... bis sie selber etwas älter sind.

Ad 1)

Es ist realtiv unwahrschenlich, dass man sich im Alter von etwa unter 20 oder gar unter 25 aus einem 'inneren Antrieb' ('ich kann nicht anders ...')für's Leben bindet. Die Natur hat die meisten von uns da anders ausgestattet. Der jüngere Mensch hält die älteren für rücksichtslos und verdorben und wird natürlich alles besser machen. Die Absicht will ich gar nicht mal bestreiten. Hatte ich auch mal und immer noch, wohl sehend, dass es so einfach eben nicht ist.

Ad 2)
In den allerwenigsten Fällen von Beziehung sind die Konstellationen so optimal, dass sich eine tragfähige Dauerbeziehung quasi von selbst ergibt und erhält. Alle anderen müssen das wollen, und zwar mit der lebenslangen WILLENTLICHEN Ignorierung anderer Möglichkeiten. Will auch wieder niemand hören.


Ad 3)
Erst im Laufe der ersten drei Lebensjahrzehnte werden die Menschen fähig, Lieben von Begehren zu unterscheiden bzw. die Liebe mit der Zeit höherrangig zu bewerten. Idealerweise gezt beides Hand in Hand. Dass man sich ver-liebt ist originär eher eine Sache des Begehrens ( ..d.h. der Biologie). Auch das kann der Mensch erst handhaben lernen, wenn er es er-fahren hat.


Insofern, fallenangel 17, stehst du bestenfalls lernend vor dem Phänomen der alltäglichen 'Beziehungskiste', die immer mal wieder auf und zugemacht wird. Da ist generell nichts Besonderes dran, nur für dich ist dieses Phänomen, weil neu, zunächst unverständlich. Und erlaube mir den milden Zweifel daran, dass die 'Neue Liebe' auf tragfähigen Fundamenten steht, solange du in Zukunft aufwallendes Begehren - denn das geht ein Leben lang so - nicht hinter deinen Willen zum Erhalt der gegenwärtigen Beziehung zurückschrauben kannst. Das musst du zwar nicht, wird so aber immer wieder zu der verwunderten Frage 'wie kann das alles weg sein ?' führen. Aber auch das ist ein Sache, die man nur mit der Zeit lernen kann. Mal schneller, mal langsamer. Etliche lernen das nie und behaupten, dem Trieb nachzugebn ist nun mal 'Leben'. Ohne weitere Wertung: Den Bestand von Beziehungen fördert dieses Verhalten nicht. Kommt drauf an, ob es einem erstrebenswert erscheint.

Alles Gute

asteus

Erlaube mir
die Frage:
Also sind meine Gefühle für den "Neuen" quasi nichts anderes als pures Begehren, welches ich "nur" unterdrücken muss, um meine Noch-Beziehung zu retten?

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13. Mai 2007 um 14:12
In Antwort auf jarod_12098475

Erst ein alter Fuchs wird langsam schlau ...
und die jüngeren Leut' wollen und können das nicht verstehen ... bis sie selber etwas älter sind.

Ad 1)

Es ist realtiv unwahrschenlich, dass man sich im Alter von etwa unter 20 oder gar unter 25 aus einem 'inneren Antrieb' ('ich kann nicht anders ...')für's Leben bindet. Die Natur hat die meisten von uns da anders ausgestattet. Der jüngere Mensch hält die älteren für rücksichtslos und verdorben und wird natürlich alles besser machen. Die Absicht will ich gar nicht mal bestreiten. Hatte ich auch mal und immer noch, wohl sehend, dass es so einfach eben nicht ist.

Ad 2)
In den allerwenigsten Fällen von Beziehung sind die Konstellationen so optimal, dass sich eine tragfähige Dauerbeziehung quasi von selbst ergibt und erhält. Alle anderen müssen das wollen, und zwar mit der lebenslangen WILLENTLICHEN Ignorierung anderer Möglichkeiten. Will auch wieder niemand hören.


Ad 3)
Erst im Laufe der ersten drei Lebensjahrzehnte werden die Menschen fähig, Lieben von Begehren zu unterscheiden bzw. die Liebe mit der Zeit höherrangig zu bewerten. Idealerweise gezt beides Hand in Hand. Dass man sich ver-liebt ist originär eher eine Sache des Begehrens ( ..d.h. der Biologie). Auch das kann der Mensch erst handhaben lernen, wenn er es er-fahren hat.


Insofern, fallenangel 17, stehst du bestenfalls lernend vor dem Phänomen der alltäglichen 'Beziehungskiste', die immer mal wieder auf und zugemacht wird. Da ist generell nichts Besonderes dran, nur für dich ist dieses Phänomen, weil neu, zunächst unverständlich. Und erlaube mir den milden Zweifel daran, dass die 'Neue Liebe' auf tragfähigen Fundamenten steht, solange du in Zukunft aufwallendes Begehren - denn das geht ein Leben lang so - nicht hinter deinen Willen zum Erhalt der gegenwärtigen Beziehung zurückschrauben kannst. Das musst du zwar nicht, wird so aber immer wieder zu der verwunderten Frage 'wie kann das alles weg sein ?' führen. Aber auch das ist ein Sache, die man nur mit der Zeit lernen kann. Mal schneller, mal langsamer. Etliche lernen das nie und behaupten, dem Trieb nachzugebn ist nun mal 'Leben'. Ohne weitere Wertung: Den Bestand von Beziehungen fördert dieses Verhalten nicht. Kommt drauf an, ob es einem erstrebenswert erscheint.

Alles Gute

asteus

Ich finde das nicht so unwahrscheinlich...
das man mit 20-25 eine feste Bindung eingehen kann. Ich denke das ist meistens so das man in diesem Alter den Partner fürs Leben findet. Und schiefgehen kann es immer. Klar desto Älter man wird desto mehr Lebenserfahrung hat man und deste mehr kennt man auch seine Gefühle aber ich denke man ist auch mit 20 schon soweit das man sagen kann ob man jemanden liebt oder ob es nur Begehren ist.
In der heutigen Zeit werden soviele Ehen geschieden, dass zeigt doch das es ein allgemeines Problem ist. Die Partner sind zu unabhängig voneinander, es fehlt ein bisschen der Zusammenhalt!
Trotzdem können Gefühle jederzeit verschwinden und dagegen kann man leider nichts machen egal wie sehr man den anderen Menschen doch mag.

Liebe Grüße

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13. Mai 2007 um 14:18
In Antwort auf torra_11953428

Nein
er studiert noch nicht, daher kann man das Zurückbleiben wahrscheinlich auch wörtlich nehmen. Er absolviert gerade noch seinen Zivildienst und wird vermutlich zum WS anfangen zu studieren.
Ich frage mich halt andauernd, ob es nicht ein Fehler ist, so jemanden, der sich quasi aufopfert, einfach so gehen zu lassen. Ich habe Angst, nie mehr jemanden zu finden, der mich so lieben kann, wie er es tut. Vor allen Dingen habe ich aber Angst vor meiner Liebe, weil ich jetzt das Gefühl habe: Wenn meine Liebe zu ihm schon so nach kurzer Zeit schwindet, kann ich ihn dann überhaupt geliebt haben? Habe ich überhaupt jemanden geliebt?

..
Das ist natürlich schwierig..Warum hängt er so sehr an dir? Sieht er die Entwicklung die du durchgemacht hast nicht? Bei ihm zu bleiben, weil du nicht weißt ob du nochmal so jemanden findest, ist Quatsch..Du wirst jemanden finden, auch wenn es nicht der ist in den du gerade verliebt bist..Du wärst wohl nicht so lange mit ihm zusammengeblieben wenn du ihn nicht geliebt hättest oder?

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13. Mai 2007 um 14:25
In Antwort auf torra_11953428

Erlaube mir
die Frage:
Also sind meine Gefühle für den "Neuen" quasi nichts anderes als pures Begehren, welches ich "nur" unterdrücken muss, um meine Noch-Beziehung zu retten?

Hi fallenangel17,
weiss ich nicht. Aber a là long stellen sich Beziehungen, insbesondere Affären meist so dar, denn es wird immer jemanden geben, der interessanter und begehrenswerter erscheint. Denn 'Neues' hat Sensationswert und will erkundet werden.

Wobei es auch gute Gründe geben mag, die derzeitige Beziehung aufzugeben. Misstrauisch werde ich aber immer dann, wenn dies erst passiert, wenn da jemand anders auftaucht, denn das scheint mir ein Indiz für die Biokiste zu sein. Im Einzelfall gibt es da sicherlich viele unterschiedliche Parameter, die da mit hineinspielen und eine Wertung 'von aussen' ist knifflig. Oder unmöglich. Denn wenn du nicht erfahren (erlebt ...) hast, dass sich an der Systematik der Beziehungen auch mit einem 'Neuen' an sich nichts ändert (es sei denn der beschriebene Idealfall träte ein ...), wird dir die Idee der Andersartigkeit oder des Besseren mit dem 'Neuen' bleiben. Egal was du tust, es bleibt immer wieder der Gedanke, dass es anders vermutlich besser gewesen wäre.

Raten kann da sozusagen 'aus der hohlen Hand' nur jemand, der immer der Meinung ist, es 'richtig' gemacht zu haben. Sprich, jemand der Zweifel vermeidet, damit er 'besser' lebt.

Ich kann es nicht. Ich meinte es sozusagen als 'Grundlagenexkurs'.

Und noch einmal: Deine Situation ist für dich vermutlich 'überwältigend', neu ist sie für Beziehungen generell nicht.


Alles Gute

asteus

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13. Mai 2007 um 14:36
In Antwort auf torra_11953428

Erlaube mir
die Frage:
Also sind meine Gefühle für den "Neuen" quasi nichts anderes als pures Begehren, welches ich "nur" unterdrücken muss, um meine Noch-Beziehung zu retten?

Meine Meinung
Da Du den Neuen nicht wirklich kennst, würde ich auch mal vermuten, dass Begehren -auf welcher Ebene auch immer- die Haupttriebkraft ist. Auch ich lese keine starke Basis mit dem Neuen - außer dass er in Dein momentanes Lebensgefühl reinpaßt und vielleicht Dein Jagdfieber geweckt hat - Mann als Beute

Dein Freund hat Dein Neues, kontaktfreudig extrovertiertes "Ich" zunächst bekämpft, weil er Angst hatte, Dich zu verlieren. Inzwischen kämpft er nicht mehr gegen Deine neuen "gefährlichen" Seiten, , sondern akzeptiert sie und kämpft um Dich.

Ob Du nun das "Neue Leben" so bunt und attraktiv es Dir jetzt ist ohne Verbindung zu
den Erlebnissen Deiner alten Welt genießen willst, oder versuchen willst, ihn und Deine Neue Welt unter einen Hut zu kriegen, ist Deine Entscheidung - da setzt jeder andere Prioritäten (s.a. im Thread Verliebtheit oder langdauernde Beziehungen), die seinem/ihrem Naturell entsprechen.

2 1/2 Jahre gemeinsame Zeit sind etwas Schönes. Ob Du sie opfern willst, oder nicht hängt wohl auch davon ab, ob Du sie mit Deinen neuen Wünschen verknüpfen kannst.

jaja

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13. Mai 2007 um 14:36
In Antwort auf jarod_12098475

Hi fallenangel17,
weiss ich nicht. Aber a là long stellen sich Beziehungen, insbesondere Affären meist so dar, denn es wird immer jemanden geben, der interessanter und begehrenswerter erscheint. Denn 'Neues' hat Sensationswert und will erkundet werden.

Wobei es auch gute Gründe geben mag, die derzeitige Beziehung aufzugeben. Misstrauisch werde ich aber immer dann, wenn dies erst passiert, wenn da jemand anders auftaucht, denn das scheint mir ein Indiz für die Biokiste zu sein. Im Einzelfall gibt es da sicherlich viele unterschiedliche Parameter, die da mit hineinspielen und eine Wertung 'von aussen' ist knifflig. Oder unmöglich. Denn wenn du nicht erfahren (erlebt ...) hast, dass sich an der Systematik der Beziehungen auch mit einem 'Neuen' an sich nichts ändert (es sei denn der beschriebene Idealfall träte ein ...), wird dir die Idee der Andersartigkeit oder des Besseren mit dem 'Neuen' bleiben. Egal was du tust, es bleibt immer wieder der Gedanke, dass es anders vermutlich besser gewesen wäre.

Raten kann da sozusagen 'aus der hohlen Hand' nur jemand, der immer der Meinung ist, es 'richtig' gemacht zu haben. Sprich, jemand der Zweifel vermeidet, damit er 'besser' lebt.

Ich kann es nicht. Ich meinte es sozusagen als 'Grundlagenexkurs'.

Und noch einmal: Deine Situation ist für dich vermutlich 'überwältigend', neu ist sie für Beziehungen generell nicht.


Alles Gute

asteus

Er
hatte mir ja schon die Pistole auf die Brust gesetzt, bevor der andere in's Bild kam. Deswegen bin ich ja auch verwirrt. Grundsätzlich will ich aber die Biokiste nicht ausschließen.

Dass die Situation für Beziehungen an sich nicht neu ist, weiß ich auch. Darum ging es mir ja auch nicht. Ich bin nur so verzweifelt, weil ich jetzt einfach nicht weiter weiß.

Dankeschön nochmal für deine Antwort.

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13. Mai 2007 um 14:55

Dagegen
Zu "Je eher er das kapiert,desto besser für ihn." denke ich, er hat es doch ganz offensichtlich schon seit einigen Wochen kapiert und auch verinnerlicht - siehe sein geändertes Verhalten !

Das "IM Zweifelsfall,vereinbar 2 Monate Auszeit mit dem "noch-Freund". halte ich für keine gute Methode, denn so lange es möglich ist, sollte man IN der Beziehung Sachen klären, die einen gemeinsam betreffen, wie hier die Frage, welche Gestaltungsmöglichkeiten für oder gegen eine gemeinsame Zukunft sprechen.
Gespräche statt Auszeit wäre mein Weg.

jaja

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13. Mai 2007 um 15:21

Aus ihrer eigenen Feder stammt
Wobei die Vorgabe "du hast dich halt weiterentwickelt und er nicht" ja aus ihrer eigenen Feder stammt ... ihre Worte: "Er bleibt noch da wo er ist während ich quasi ein neues Leben beginne". Dieses "du hast dich halt weiterentwickelt und er nicht" - ist ja schon von ihrer Seite aus eine Verurteilung seiner Person als "Gestriger"

Ob das nun stimmt oder nur ihrem Verlangen entspricht, dass die Schreiber hier doch bitte für den Neuen stimmen mögen, fällt mir schwer einzuschätzen, ich würde aber zweiteres vermuten

jaja

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13. Mai 2007 um 15:24
In Antwort auf akeno_12890379

Aus ihrer eigenen Feder stammt
Wobei die Vorgabe "du hast dich halt weiterentwickelt und er nicht" ja aus ihrer eigenen Feder stammt ... ihre Worte: "Er bleibt noch da wo er ist während ich quasi ein neues Leben beginne". Dieses "du hast dich halt weiterentwickelt und er nicht" - ist ja schon von ihrer Seite aus eine Verurteilung seiner Person als "Gestriger"

Ob das nun stimmt oder nur ihrem Verlangen entspricht, dass die Schreiber hier doch bitte für den Neuen stimmen mögen, fällt mir schwer einzuschätzen, ich würde aber zweiteres vermuten

jaja

Und das
wiederum stammt aus der Feder meines Freundes.

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13. Mai 2007 um 15:26
In Antwort auf akeno_12890379

Dagegen
Zu "Je eher er das kapiert,desto besser für ihn." denke ich, er hat es doch ganz offensichtlich schon seit einigen Wochen kapiert und auch verinnerlicht - siehe sein geändertes Verhalten !

Das "IM Zweifelsfall,vereinbar 2 Monate Auszeit mit dem "noch-Freund". halte ich für keine gute Methode, denn so lange es möglich ist, sollte man IN der Beziehung Sachen klären, die einen gemeinsam betreffen, wie hier die Frage, welche Gestaltungsmöglichkeiten für oder gegen eine gemeinsame Zukunft sprechen.
Gespräche statt Auszeit wäre mein Weg.

jaja

Wir
reden ja immer noch jeden Tag. Wie gerade eben. Und es ist ziemlich schwer, fast nicht zum Aushalten. Aber es muss wohl sein.

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13. Mai 2007 um 15:31
In Antwort auf torra_11953428

Und das
wiederum stammt aus der Feder meines Freundes.

... und
... und was sagt Dir das ?
Was denkst DU darüber ?

jaja

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13. Mai 2007 um 15:45
In Antwort auf akeno_12890379

... und
... und was sagt Dir das ?
Was denkst DU darüber ?

jaja

Gewissermaßen
ist es auch so.
ich habe mich in der kurzen zeit recht schnell entfalten können.
er steckt einfach noch fest in der alten welt und kann nicht hinterher.
ich kann nicht sagen, ob es vielleicht besser wird, wenn er auch studieren geht.

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13. Mai 2007 um 15:53
In Antwort auf torra_11953428

Gewissermaßen
ist es auch so.
ich habe mich in der kurzen zeit recht schnell entfalten können.
er steckt einfach noch fest in der alten welt und kann nicht hinterher.
ich kann nicht sagen, ob es vielleicht besser wird, wenn er auch studieren geht.

Was Äußeres - oder mehr ?
Nur dass Du gerade die Begeisterung der äußeren Freiheit, der neuen Umgebung ohne viele Bindungen und Verpflichtungen genießen kannst und er noch die gleiche Umgebung hat wie bisher, ist ja erstmal was Äußeres.

Wie ist das mit seinem Wesen, seinen Plänen, seinen Zukunftsvorstellungen ? Wie lange (noch) und in was für einer Umgebung steckt er denn ?

jaja

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13. Mai 2007 um 16:06
In Antwort auf akeno_12890379

Was Äußeres - oder mehr ?
Nur dass Du gerade die Begeisterung der äußeren Freiheit, der neuen Umgebung ohne viele Bindungen und Verpflichtungen genießen kannst und er noch die gleiche Umgebung hat wie bisher, ist ja erstmal was Äußeres.

Wie ist das mit seinem Wesen, seinen Plänen, seinen Zukunftsvorstellungen ? Wie lange (noch) und in was für einer Umgebung steckt er denn ?

jaja

Seine Pläne
er wird zum Wintersemester anfangen zu studieren, d.h. er wird noch lange in seiner heimischen Umgebung bleiben. Die Umgebung ist eigentlich sehr toll und friedlich, er hat seine Band, sein Familie, doch auch er will langsam mehr als nur das. Ist ja auch irgendwo klar.
Seine Zukunftsvorstellung? Ordentlich Geld verdienen und mit mir eine Familie gründen, auf ewig glücklich sein.

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13. Mai 2007 um 16:16
In Antwort auf torra_11953428

Seine Pläne
er wird zum Wintersemester anfangen zu studieren, d.h. er wird noch lange in seiner heimischen Umgebung bleiben. Die Umgebung ist eigentlich sehr toll und friedlich, er hat seine Band, sein Familie, doch auch er will langsam mehr als nur das. Ist ja auch irgendwo klar.
Seine Zukunftsvorstellung? Ordentlich Geld verdienen und mit mir eine Familie gründen, auf ewig glücklich sein.

Bei ihm ändert sich also auch bald was
Also ist doch schon klar, dass sich bei ihm genauso was ändert - ein paar Monate später, aber schon fest geplant.

Wie gefallen Dir seine Zukunftspläne ? Wie harmonieren sie mit Deinen Vorstellungen ?

Was ich unter "Meine Meinung" geschrieben habe, hattest Du sicher schon gelesen, oder ?

jaja

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13. Mai 2007 um 16:26
In Antwort auf akeno_12890379

Bei ihm ändert sich also auch bald was
Also ist doch schon klar, dass sich bei ihm genauso was ändert - ein paar Monate später, aber schon fest geplant.

Wie gefallen Dir seine Zukunftspläne ? Wie harmonieren sie mit Deinen Vorstellungen ?

Was ich unter "Meine Meinung" geschrieben habe, hattest Du sicher schon gelesen, oder ?

jaja

Zukunftspläne
ja, ich würde auch gerne mit ihm alt werden wollen.
aber...ich bin nicht der typ dafür, der 10 jahre im voraus plant. Das einzige, was ich zunächst einmal tatsächlich für die nächsten 6 jahre geplant habe ist mein medizinstudium. ich bin so ein freigeist, teilweise auch schwer zu greifen, wenn du verstehst, was ich meine. Und unser größtes problem war ja schon immer, dass er versucht hat, mich festzuhalten und alles andere zu verdrängen. Jetzt taucht das problem im größeren maße wieder auf. es hatte sich zwischendurch ungefähr für ein jahr erledigt, da ich in der zeit, der totale trauerkloß und teilweise depressiv war, und er meine einzige umgebung. er hat sich dabei richtig wohl gefühlt und jetzt kehre ich zu meiner alten form zurück.

was du geschrieben hattest, habe ich mir schon durchgelesen, ich glaube ich hatte weiter unten dazu stellung bezogen, aber ich glaube, der beitrag ist im getümmel etwas untergangen .
Ich glaube sogar, dass ich dich zitiert habe.

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13. Mai 2007 um 17:05
In Antwort auf torra_11953428

Zukunftspläne
ja, ich würde auch gerne mit ihm alt werden wollen.
aber...ich bin nicht der typ dafür, der 10 jahre im voraus plant. Das einzige, was ich zunächst einmal tatsächlich für die nächsten 6 jahre geplant habe ist mein medizinstudium. ich bin so ein freigeist, teilweise auch schwer zu greifen, wenn du verstehst, was ich meine. Und unser größtes problem war ja schon immer, dass er versucht hat, mich festzuhalten und alles andere zu verdrängen. Jetzt taucht das problem im größeren maße wieder auf. es hatte sich zwischendurch ungefähr für ein jahr erledigt, da ich in der zeit, der totale trauerkloß und teilweise depressiv war, und er meine einzige umgebung. er hat sich dabei richtig wohl gefühlt und jetzt kehre ich zu meiner alten form zurück.

was du geschrieben hattest, habe ich mir schon durchgelesen, ich glaube ich hatte weiter unten dazu stellung bezogen, aber ich glaube, der beitrag ist im getümmel etwas untergangen .
Ich glaube sogar, dass ich dich zitiert habe.

Grundsätzliche Mentalitätunterschiede ?
Wenn eure Bedürfnisse nach Unabhängigkeit unterschiedlich sind, ist das ja ein sehr grundsätzliches Problem. Wenn also Du allein und frei losziehen möchtest, erleben und nur nach Bedarf wieder ins heimische Nest, um wieder aufzutanken, er dagegen eher die Marke Couchpotato ist und nur was mit Dir zusammen machen möchte, sind das recht grundsätzliche Unterschiede in der Mentalität. Habe ich das so richtig interpretiert ??
Ob ihr in dem Fall einen gemeinsamen Nenner findet, wäre zu klären, könnte aber schwierig werden.

Das und wo Du auf "Meine Meinung" eingegangen bist, habe ich nicht finden können.

jaja

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13. Mai 2007 um 18:28
In Antwort auf akeno_12890379

Grundsätzliche Mentalitätunterschiede ?
Wenn eure Bedürfnisse nach Unabhängigkeit unterschiedlich sind, ist das ja ein sehr grundsätzliches Problem. Wenn also Du allein und frei losziehen möchtest, erleben und nur nach Bedarf wieder ins heimische Nest, um wieder aufzutanken, er dagegen eher die Marke Couchpotato ist und nur was mit Dir zusammen machen möchte, sind das recht grundsätzliche Unterschiede in der Mentalität. Habe ich das so richtig interpretiert ??
Ob ihr in dem Fall einen gemeinsamen Nenner findet, wäre zu klären, könnte aber schwierig werden.

Das und wo Du auf "Meine Meinung" eingegangen bist, habe ich nicht finden können.

jaja

Die Unterschiede
hast du richtig erfasst, natürlich sind sie nicht ganz so extrem ausgeprägt wie du es dargestellt hast. doch es ist ein großes, grundsätzliches problem, da hast du recht.
und den gemeinsamen nenner zu finden war bei uns in den letzten jahren die hauptaufgabe, wir haben uns sogar einmal kurz getrennt.
jetzt taucht es wieder auf, diesmal extremer, dann spielen noch andere faktoren (und ich meine jetzt nicht den anderen) hinein und schon haben wir den salat. dann kam noch der andere und jetzt ist das chaos vollends perfekt.

ja, ich war mir sicher, etwas geschrieben zu haben, aber ich find's gerade auch nicht.
muss wohl etwas schief gelaufen sein. ich schaue mir deinen beitrag noch einmal an und schreibe dann etwas dazu.

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13. Mai 2007 um 18:44
In Antwort auf torra_11953428

Die Unterschiede
hast du richtig erfasst, natürlich sind sie nicht ganz so extrem ausgeprägt wie du es dargestellt hast. doch es ist ein großes, grundsätzliches problem, da hast du recht.
und den gemeinsamen nenner zu finden war bei uns in den letzten jahren die hauptaufgabe, wir haben uns sogar einmal kurz getrennt.
jetzt taucht es wieder auf, diesmal extremer, dann spielen noch andere faktoren (und ich meine jetzt nicht den anderen) hinein und schon haben wir den salat. dann kam noch der andere und jetzt ist das chaos vollends perfekt.

ja, ich war mir sicher, etwas geschrieben zu haben, aber ich find's gerade auch nicht.
muss wohl etwas schief gelaufen sein. ich schaue mir deinen beitrag noch einmal an und schreibe dann etwas dazu.

OK, weitere Fragen
OK, wenn das die Unterschiede sind, was wünscht Du Dir von einem Partner ?

= Dass er gemeinsam mit Dir "loszieht" und die Erlebnisse mit Dir teilt ?
= Dass er für sich allein "loszieht", eigene Erlebnisse macht und ihr euch immer wieder trefft und euch gegenseitig von euren unterschiedlichen Erlebnissen erzählt ?
= Dass er "Dein Nest" ist, zu dem Du immer nach hause kommst, der Dich immer wieder ziehen läßt und von dem Du nicht erwartest, dass er ähnlichen Unternehmungsgeist hat, wie Du ?

Mit "losziehen" meine ich natürlich nicht die Disse oder so, sondern "aufbrechen, Neues zu erleben" ob persönliche Kontakte, beruflich, Freizeiterlebnisse etc.

Weißt Du schon klar, was Du Dir von einem Partner wünscht ? Hast Du das mit ihm schon mal so deutlich besprochen ? Hat er dazu eine Vorstellung ? Wie paßt die zu Deiner ?

jaja

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13. Mai 2007 um 21:07
In Antwort auf torra_11953428

Danke
auch für deine liebe und wie immer hochwertige Antwort!
Was die Auszeit anbelangt: Ich weiß nicht, ob er so lange auf mich warten kann. Habe bloß so viel Angst davor, sehr viel Zeit zu brauchen, um zu einer Entscheidung zu kommen, um dann festzustellen, dass er schon weg ist.
Ich will gerade alles so schnell. Auch bei dem anderen. Ich meine, ich bin doch erst seit Kurzem hier und trotzdem boxe ich mich mit Eiltempo durch die Kennenlernphase. Er ist, laut "Kumpeline", ein extrem schüchterner Typ und habe auch das Gefühl, dass da bei ihm mehr hintersteckt, aber irgendwie bin ich so ungeduldig und schon so verliebt.
Keinen Ahnung was da in mir vorgeht. Ich fühle mich schon wie so eine 13-jährige, interpretiere jede Kleinigkeit, etc.

Dichtung& Wahrheit
Darin aber irren die jungen Menschen so oft und so schwer: daß sie (in deren Wesen es liegt, keine Geduld zu haben) sich einander hinwerfen, wenn die Liebe über sie kommt, sich ausstreuen, so wie sie sind in all ihrer Unaufgeräumtheit, Unordnung, Wirrnis...: Was aber soll dann sein? Was soll das Leben an diesem Haufen von Halbzerschlagenem tun, den sie ihre Gemeinsamkeit heißen und den sie gerne ihr Glück nennen möchten, ginge es an, und ihre Zukunft? Da verliert jeder sich um des anderen willen und verliert den anderen und viele andere, die noch kommen wollten. Und verliert die Weiten und Möglichkeiten, tauscht das Nahen und Fliehen leiser, ahnungsvoller Dinge gegen eine unfruchtbare Ratlosigkeit, aus der nichts mehr kommen kann; nichts als ein wenig Ekel, Enttäuschung und Armut und die Rettung in eine der vielen Konventionen, die wie allgemeine Schutzhütten an diesem gefährlichsten Wege in großer Zahl angebracht sind. Kein Gebiet menschlichen Erlebens ist so mit Konventionen versehen wie dieses: Rettungsgürtel der verschiedensten Erfindung, Boote und Schwimmblasen sind da; Zuflüchte in jeder Art hat die gesellschaftliche Auffassung zu schaffen gewußt, denn da sie geneigt war, das Liebesleben als ein Vergnügen zu nehmen, mußte sie es auch leicht ausgestalten, billig, gefahrlos und sicher, wie öffentliche Vergnügungen sind.
Zwar fühlen viele junge Menschen, die falsch, d. h. einfach hingebend und uneinsam lieben (der Durchschnitt wird ja immer dabei bleiben -), das Drückende einer Verfehlung und wollen auch den Zustand, in den sie geraten sind, auf ihre eigene, persönliche Art lebensfähig und fruchtbar machen -; denn ihre Natur sagt ihnen, daß die Fragen der Liebe, weniger noch als alles, was sonst wichtig ist, öffentlich und nach dem und jenem Übereinkommen gelöst werden können; daß es Fragen sind, nahe Fragen von Mensch zu Mensch, die einer in jedem Fall neuen, besonderen, nur persönlichen Antwort bedürfen -: aber wie sollten sie, die sich schon zusammengeworfen haben und sich nicht mehr abgrenzen und unterscheiden, die also nichts Eigenes mehr besitzen, einen Ausweg aus sich selbst heraus, aus der Tiefe der schon verschütteten Einsamkeit finden können?
Sie handeln aus gemeinsamer Hilflosigkeit, und sie geraten, wenn sie dann, besten Willens, die Konvention, die ihnen auffällt (etwa die Ehe), vermeiden wollen, in die Fangarme einer weniger lauten, aber ebenso tödlichen konventionellen Lösung; denn da ist dann alles, weithin um sie Konvention; da, wo aus einer früh zusammengeflossenen, trüben Gemeinsamkeit gehandelt wird, ist jede Handlung konventionell: jedes Verhältnis, zu dem solche Verwirrung führt, hat seine Konvention, mag es auch noch so ungebräuchlich (d.h. im gewöhnlichen Sinn unmoralisch) sein; ja, sogar Trennung wäre da ein konventioneller Schritt, ein unpersönlicher Zufallsentschluß ohne Kraft und ohne Furcht.
Wer ernst hinsieht, findet, daß, wie für den Tod, der schwer ist, auch für die schwere Liebe noch keine Aufklärung, keine Lösung, weder Wink noch Weg erkannt worden ist; und es wird für diese beiden Aufgaben, die wir verhüllt tragen und weitergeben, ohne sie aufzutun, keine gemeinsame, in Vereinbarung beruhende Regel sich erforschen lassen." schrieb der Dichter Rainer Maria Rilke vor über 100 Jahren - eine Wahrheit, die überdauert hat ...

meint der Sternenwolf

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Von: torra_11953428
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16. April 2007 um 23:19
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