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Hat unsere Beziehung langfristig eine Zukunft?

16. Juli 2012 um 19:53

Hallo liebes Forum,

wie schon aus dem Titel hervorgeht, mache ich mir seit ein paar Monaten Gedanken um unsere Beziehung. Es ist meine erste überhaupt, daher kann ich auch auf keine Erfahrungen zurückgreifen.
Kurz ein paar Infos zu uns: Ich (21) bin seit 7 Monaten mit ihr (25) zusammen. Wir wohnen nicht zusammen, da wir in unterschiedlichen Städten studieren, sehen uns aber trotzdem relativ häufig in der Woche.
Zunächst einmal möchte ich hervorheben, was mir an der Beziehung sehr positiv auffällt. Wir haben sehr viele gemeinsame Interessen und unternehmen sehr viel gemeinsam (insofern es die Zeit zulässt). Somit ist noch nie Langeweile aufgekommen. Wir können sehr gut miteinander reden, wenn es Konflikte gibt, können wir das ruhig und sachlich ausdiskutieren, ohne miteinander zu streiten. Wir waren auch schon zusammen im Urlaub, auch das hat super funktioniert. Mir ist bewusst, dass das nicht selbstverständlich ist, deswegen schätze ich diese Punkte an unserer Beziehung auch sehr.
Meine Gedanken kreisen eher um etwas anderes. Es begann damit, dass mir nach etwa drei Monaten anfing, etwas zu fehlen. Ich konnte mir auf einmal nicht mehr vorstellen, mit ihr mein Leben zu verbringen und fing an, an unserer Beziehung zu zweifeln. Zunächst fing es nach drei Monaten an, dass der Sex weniger wurde. Anfangs hatten wir mehrmals am Tag Sex, mittlerweile beläuft es sich auf 1-2 Mal die Woche. Dazu muss ich sagen, dass ich anfangs aufgrund meiner Unerfahrenheit den Fehler machte, sie oft zum Sex zu drängen. Wir haben darüber gesprochen und in diesem Punkt verstehe ich sie mittlerweile auch. Für sie ist Sex für die Beziehung nicht so wichtig und jeden Tag Sex ist ihr auch zu viel. In einem dieser Gespräche sagte sie mir auch mal, dass wir überhaupt nur so viel Sex hatten, weil ich das angeblich gebraucht hätte. Naja. Jedenfalls sagte ich ihr, dass ich zwar gerne jeden Tag Sex hätte, aber dass es auch nicht sein muss, wenn sie es nicht möchte. Denn nur wegen so was eine Beziehung scheitern zu lassen, halte ich auch für etwas oberflächlich. Der Sex wurde danach zwar weniger, aber besser. Und wenn das alles wäre, würde ich jetzt hier auch nicht schreiben. Aber dabei blieb es nicht. Auch die Zärtlichkeiten gingen zurück. Richtige intensive Zungenküsse gibt es mittlerweile so gut wie garnicht mehr, obwohl wir uns am Anfang oft intensiv küssten.
Mittlerweile denke ich auch, dass ich erkannt habe, was mir fehlt: die Leidenschaft. Das Gefühl, vom anderen begehrt zu werden. Ich glaube nicht, dass sie mich nicht mehr liebt. Aber ich denke, dass wir einfach komplett unterschiedliche Vorstellungen von der, ich nenne es jetzt mal, erotisch-sexuellen Ebene haben.
Ich liebe sie nach wie vor sehr. Aber immer öfter vermittelt sie mir mit ihrer Art das Gefühl, dass ich für sie mittlerweile selbstverständlich ihr Freund bin. Ich weiß, dass es nicht so ist, ich sage nur, dass ich mich so fühle. Und dieses Gefühl kann ich eben nicht abschalten.

Nun bin ich mir nicht mehr sicher, was ich tun soll? Ist diese Entwicklung normal für eine Beziehung? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich kann meine Lage nämlich gerade nicht so wirklich einschätzen...

So, ich hoffe, ihr könnt mich irgendwie verstehen. Ich könnte noch viel mehr zu meinen Gedanken schreiben, aber dann wird der Text ja noch länger, als er ohnehin schon ist...

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17. Juli 2012 um 13:19

Sorry, ich glaube hier kam einiges falsch rüber
Also, erst einmal denke ich nicht, dass die Liebe stärker wird, je mehr Sex man hat. Und es ist auch nicht so, dass ich nur darauf aus bin. Wie gesagt, anfangs machte ich den Fehler, sie zu oft zu bedrängen, aber das Thema ist geklärt, wir haben darüber gesprochen, ich bin auf sie zugegangen und seitdem dränge ich sie auch nicht mehr dazu. Ihr ist Sex eben nicht so wichtig, sie legt z.B. viel mehr Wert darauf, zu kuscheln. Und das ist doch auch vollkommen okay. Jeder Mensch ist eben anders. Und ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich nichts dagegen hätte, jeden Tag Sex zu haben.

@ punchine: Ich weiß, dass man in einer Beziehung nicht nur nehmen kann. Da stimme ich dir voll zu. Und das tue ich auch. Ich lade sie oft zum Essen ein. Massiere sie, wenn sie verspannt ist. Helfe ihr bei ihrem Studium. Wenn wir zusammen schlafen, gehe ich am morgen immer zum Bäcker und hole frische Brötchen. Ich helfe ihr im Haushalt, wenn ich bei ihr bin. Bringe ab und zu Blumen oder ein kleines Geschenk mit. Wenn bei ihr irgendetwas kaputt ist, versuche ich es zu reparieren. Kurzum, wenn sie irgendewas braucht und ich kann ihr helfen, dann tue ich es auch. Ich weiß, dass sind alles nur Kleinigkeiten, aber genau darauf kommt es an, finde ich. Und meistens läuft es NICHT auf Sex hinaus. Aber wie gesagt, das allein finde ich ja nicht schlimm. Ich meine, wenn sie nur mal wieder einfach so auf mich zukommen würde und mir einen richtig intensiven Zungenkuss geben würde, wäre ich schon total happy. Mehr erwarte ich ja gar nicht.

Aber wenn man halt unterschiedliche Vorstellungen von der sexuellen Ebene hat - und Küssen schließe ich jetzt mal hiermit ein - wird es eben schwierig. Und das hat garnichts damit zu tun, wie sehr man sich liebt. Es geht einfach darum, dass ich das Gefühl habe, dass mir etwas fehlt. Und ich hoffe darauf, dass ich hier noch Tipps bekomme, wie ich damit umgehen kann (oder auch nicht) und was das für Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

Nochmals sorry für die unterschlagenen Infos. Aber wenn man von sich selbst schreibt, verliert man manchmal den Überblick dafür, was für Außenstehende wichtig wäre, um die Situation einzuschätzen .

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17. Juli 2012 um 13:38

Ich glaube, dass es dir darauf ankommt, wieder einmal
richtig begehrt zu werden.
Darüber könnte man reden oder besser gesagt, das wäre etwas, über das ich sprechen könnte.

Ich glaube, dass bei ihr doch noch etwas Zwang dahintersteckt, den sie sich unter Umständen selbst auferlegt. . Vllt. sitzt ihr der Gedanke im Kopf, je weniger Leidenschaft, desto weniger Bedrängnis. Ich kann mir vorstellen, dass das in Deinen Augen verletztend oder zumindest unverständlich ist aber vllt. wäre ein Gespräch über die Begehrlichkeit und nicht die Häufigkeit des Verkehrs gut.
Vllt. wäre es auch sinnvoll, ihr zu sagen, dass Leidenschaft nicht immer mit "dem Bett" enden muss, sondern ohne weiteres auch Kuscheln sein kann. DU möchtest nur spüren, dass Du von ihr begehrt wirst, in Form von leidenschaftlichen Küssen, Umarmungen, Halten, Streicheln.

Wenn sie darin nur "ich muss jetzt Sex haben" sieht, schraubt sie ihre eigene Leidenschaft zurück, um es Dir nicht schwer zu machen. Frag sie doch mal, ob sie so vllt. denkt, dann könnte man dieses Denken wesentlich in die richtige Richtung lenken.

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17. Juli 2012 um 16:21
In Antwort auf sugar4441

Ich glaube, dass es dir darauf ankommt, wieder einmal
richtig begehrt zu werden.
Darüber könnte man reden oder besser gesagt, das wäre etwas, über das ich sprechen könnte.

Ich glaube, dass bei ihr doch noch etwas Zwang dahintersteckt, den sie sich unter Umständen selbst auferlegt. . Vllt. sitzt ihr der Gedanke im Kopf, je weniger Leidenschaft, desto weniger Bedrängnis. Ich kann mir vorstellen, dass das in Deinen Augen verletztend oder zumindest unverständlich ist aber vllt. wäre ein Gespräch über die Begehrlichkeit und nicht die Häufigkeit des Verkehrs gut.
Vllt. wäre es auch sinnvoll, ihr zu sagen, dass Leidenschaft nicht immer mit "dem Bett" enden muss, sondern ohne weiteres auch Kuscheln sein kann. DU möchtest nur spüren, dass Du von ihr begehrt wirst, in Form von leidenschaftlichen Küssen, Umarmungen, Halten, Streicheln.

Wenn sie darin nur "ich muss jetzt Sex haben" sieht, schraubt sie ihre eigene Leidenschaft zurück, um es Dir nicht schwer zu machen. Frag sie doch mal, ob sie so vllt. denkt, dann könnte man dieses Denken wesentlich in die richtige Richtung lenken.

Danke für deine Ausführungen,
so habe ich das noch garnicht gesehen! Ja, es kann durchaus sein, dass sie so denkt. Sie hat dahingehend auch schon ein paar Mal Andeutungen gemacht...obwohl wir uns anfangs auch oft leidenschaftlich geküsst haben und es danach nicht zum Sex kam. Und eigentlich habe ich es ihr auch schon mal gesagt, dass man sich ja auch mal so lange küssen kann, ohne gleich im Bett zu landen. Manchmal sagt sie mir dann auch, dass wir doch schon so oft knutschen (aus ihrer Sicht) und dass sie nicht so viel Zeit damit verbringen will, die dann für andere Dinge verloren geht. Naja, aber ich kann das Thema ja mal bei passender Gelegenheit ansprechen.

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17. Juli 2012 um 16:41

Sie kann z. B. sehr gut kochen
und das tut sie auch wirklich oft für mich. Wenn ich mal Hilfe brauche, dann kann ich mich auch auf sie verlassen. Allerdings bin ich nicht so der Typ, der oft nach Hilfe fragt. Meistens versuche ich meine Probleme alleine zu lösen (war auch eine ganz schön große Überwindung, hier zu schreiben). Aber ansonsten hat sie sich früher auch noch mehr um mich bemüht. Um mal eine Beispielsituation zu bringen: Gestern war ich wieder bei ihr. Bin abends gekommen und habe sie gefragt, ob sie etwas zu Trinken da hätte. Sie hatte nichts da und einkaufen war sie auch nicht, weil sie ja schon so müde war und es schon so spät war, obwohl der Supermarkt in 5 Minuten Entfernung quasi um die Hausecke liegt. Da ich nun Durst hatte, bin ich eben nochmal losgegangen und habe etwas gekauft. So was wäre, als wir uns kennenlernten, nicht passiert. Naja, aber ich will das jetzt auch nicht an die große Glocke hängen. Sie hat halt sehr viel zu tun, da kann ich auch nicht verlangen, dass sie immer voll für mich da ist.

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17. Juli 2012 um 16:49

Hmm
was würdest du mir aus deiner Sicht jetzt raten?

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17. Juli 2012 um 19:28

Ich kann dich verstehen
Hey,
ich habe die Beiträge gelesen und kann dich sehr gut verstehen. Ich bin in einer ähnlichen Situation. Sex ist definitiv ein sehr wichtiger Bestandteil einer Beziehung und kann nicht nur durch kuscheln ersetzt werden. Auch bei uns gibt es in der letzten sehr wenig bzw. eigentlich gar keine intensiven Küsse. Und Sex auch eher weniger, dass letzte Mal ist drei Wochen her.....mein Versuch ihn gestern Abend zu überzeugen .....endete damit, dass er eingeschlafen ist. So viel dazu. Ich war wirklich total traurig und geschockt, man fühlt sich irgendwie nicht mehr geliebt und da kann auch gekuschel am Morgen helfen....du siehst, du bist mit deinem Problem nicht allein....es hilft erstmal nicht weiter, aber mir hilft es manchmal, wenn ich lese oder höre, dass andere sich in der gleichen Situation befinden.....

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