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Hat unsere Beziehung einen Sinn?

27. Januar 2013 um 15:05 Letzte Antwort: 27. Januar 2013 um 16:08

Hallo,

ich bin neu in diesem Forum und ich habe eine Frage, die mich sehr beschäftigt und auf die ich selbst keine passende Antwort finde. Deshalbe hoffe ich, dass jemand von euch mir einen gewinnbringenden Rat geben kann.

Ich habe mich vor fast 2 Jahren in meinen Arbeitskollegen verliebt und war damals noch in einer Beziehung. Der Arbeitskollege ist/war verheiratet. Die Sache wollte ich schleunigst aus meinem Kopf streichen, weil verheiratete Männer eigentlich tabu für mich sind. Das Leben spielt einem aber wohl manchmal doch einen Streich und es kommt doch alles anders als man denkt. Ich habe sehr gegen diese Gefühle angekämpft, aber das Ende des Liedes ist nun, dass ich mich von meiner bestehenden Beziehung gelöst habe und A LL E S hinter mich gelassen habe, was dazu gehört. Unter anderem auch meinen Hund, mit dem ich mir meinen Kindheitswunsch erfüllt habe. Dieser besagte Arbeitskollege hatte "leider" auch ein Auge auf mich geworfen, weshalb ich wohl augenscheinlich eher auf meine Gefühle als auf meinen Verstand gehört habe.

Nun, ich wohne jetzt seit über einem Jahr getrennt von meinem Partner und Hund und der Arbeitskollege hat sich auch dafür entschieden, sich von seiner Frau zu trennen. Sie ist vor 2 Monaten ausgezogen und nun leben sie getrennt und wir sind jetzt "heimlich" ein Päärchen.

Allerdings bin ich irgendwie an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht weiß, ob das alles richtig ist, was wir getan haben. Erstens die Tatsache, dass ich leider einer Frau den Ehemann ausgepannt habe und 2., weil er eigentlich auch ein anderer Beziehungstyp als ich ist. Wie ich mittlerweile bemerkt habe, brauch er ziemlich viel Abstand und ich bin, geprägt durch meine vorherigen Beziehungen, eher eine Person, die eine Beziehung pflegt, Nähe sucht und Wert auf gemeinsame Aktivitäten legt.

Eigentlich läuft alles wunderbar bei uns. Wir wohnen noch nicht zusammen, weil das alles noch sehr früh ist. Aber ich weiß nicht wie ich mit dieser Art Beziehung umgehen soll. Ich darf mich erstens noch nicht "outen" mit ihm zusammen zu sein (verständlich), 2. ist er an manchen Tagen total "anhänglich" und will mich 2 Tage am Stück sehen und dann geht er wieder total auf Abstand, so dass ich manchmal am Wochenende keinen einzigen Ton von ihm höre, weil er nicht so "aufeinander" hängen will, weil er nicht will, dass er schon bei Kleinigkeiten von mir genervt ist. Da meine letzten 3 Beziehungen (alle so zwischen 2 und 5 Jahren) total das Gegenteil waren, bin ich auf Grund seinem Verhalten verunsichert. Ist das einfach normal, dass er nach 2 Tagen (in der "Anfangszeit") diese "Pausen" wünscht oder passt das einfach mit uns beiden einfach nicht?

Inoffiziell sind wir eigentlich schon seit Juni letzten Jahres ein Paar. Alles sehr unschön.....Ich habe wirklich sehr viel für diese Beziehung aufgegeben und viel darunter gelitten und auch, wenn er zumindest mein Bedürfnis nach Nähe nicht immer "zufriedenstellt" und er mir auch nie sagt, was er für mich fühlt (ja, das will man als Frau leider manchmal hören) oder mir nichts zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenkt , so fühle ich trotz allem, dass es mit ihm richtig ist. Bin ich letztendlich nur ein Lückenbüßer für ihn, weil es mit seiner Frau nicht geklappt hat? Ich fühle mich so elend deswegen... hat jemand einen Tipp für mich wie ich diese "einsamen" Tage ohne schlechten Gefühle überbrücken kann?

Ich bin 26 Jahre und ich will irgendwann auch mal eine Familie gründen und nicht ewig so weitermachen... sind das Zukunftsängste, die mich bedrücken oder bedrückt mich die Beziehung? Ich will bei ihm bleiben und ihm die Abstände geben, die er brauch...

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27. Januar 2013 um 15:38

Naja...
Naja, was heißt outen... ich spreche hier hauptsächlich von der Arbeit. Wir wollen beide irgendwie nicht durch die Firma laufen und rumschreien, dass wir jetzt ein Päärchen sind. Man munkelt es nur...seinen Freunden hat er mich eigentlich auch schon vorgestellt.... wir müssen uns nur langsam mal aus dieser Heimlichtuerei "lösen", wir sind es bis jetzt eben nur nicht anders gewöhnt. Das Problem ist eher, dass ich seine Gefühle nicht einordnen kann.

Ich schätze ihn schon so ein, dass er ein Typ ist, der viel "Freiheiten" brauch und nicht so gefühlsduselig redet.
Aber seltsam ist, dass er halt manchmal doch selbst so anhänglich ist.

Er hat in der Wohnung auch noch die ganzen Bilder von sich und seiner Frau noch nicht abgehängt. Ich meine sie waren fast 8 Jahre verheiratet.... das schließt man halt doch nicht so schnell ab. Es hat auch "lange" gedauert bis seine Frau ausgezogen ist. Er wollte sie nie drängen und hat ihr quasi alle Zeit der Welt gegeben und hat ihr geholfen die neue Wohnung einzurichten, hat mir immer versprochen, dass sie auszieht und es hat sich wochenlang hingezogen etc.

Ich versteh das ALLES, aber er wollte die ganze Zeit die Trennung von ihr und hat MICH dazu gedrängt, dass ich mich von MEINEM Freund trenne. Anschließend hat es sich dann aber wegen ihm und seiner Frau so lange hingezogen.

Und jetzt passt einfach alles. Wir haben Spass miteinander. Es ist einfach total schön und dann geht er total auf Abstand ..Ich habe ihn heute morgen darauf angesprochen und er hat selbst gesagt, dass er nicht der Typ ist der 24/7 aufeinanderhängt und er will NICHT, dass er irgendwann wegen Kleinigkeiten von mir genervt ist.

Ich weiß nicht, was das bedeutet...ist es ihm wichtig mit mir und er will, dass alles gut ist bei uns. Oder ist das einfach nur eine Warmhaltetaktik...ich weiß es einfach nicht Wenn die Vorgeschichte nicht so "seltsam" wäre, dann würde ich mir nicht so den Kopf zerbrechen.

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27. Januar 2013 um 16:08

Danke für dein Antwort!
Ja, genau. Auf der Arbeit muss man vorsichtig sein, deshalb will ich das auch nicht an die große Glocke hängen. Keiner weiß, was wir alles durchgemacht haben, nur um zusammen sein zu können und dann wird man ins schlechte Licht gestellt... so ist das leider.

sein Wunsch war von Anfang, dass die Ehe beidseitig geschieden wird, weil er nicht so viel für Gerichtskosten, Anwalt etc. bezahlen will. Deshalb mache ich da auch keinen Druck. Immerhin ist sie ausgezogen. Ich dachte vor einem halben Jahr noch, dass es mindestens ein Jahr dauernd wird, bis wir zusammen sein können. Und jetzt sind wir ein Paar. Die beiden MÜSSEN vom Gesetzt her leider erstmal in diesem Trennungsjahr leben. Erst danach wird die Ehe erst engültig geschieden...

jetzt kann ich halt nur hoffen, dass er sich nicht umentscheidet und doch wieder mit ihr zusammen sein will...oder vielleicht mit einer ganz anderen...


Zu deiner Zukunftsfrage: Was auch noch sehr seltsam ist...
ER hat schon mehrmals davon geredet, dass er mit mir Kinder haben möchte.... da waren wir noch garnicht richtig zusammen. Da habe ich ihn damals gefragt, warum mit mir und nicht mit seiner Frau. Und da hat er gesagt, dass er denkt, dass ich das besser machen würde als seine Frau und er ihr das nicht zutraut. Und erst seit er mich kennt, hat er diesen Wunsch....

genau deshalb bin ich doppelt und dreifach verwirrt.... einerseits will er mich nicht 24/7 sehen. Völlig verständlich, das könnt ich auch nicht *g*, aber wie soll das gehen mit Kindern? Da muss man doch zwangsläufig irgendwie zusammenleben und GEMEINSAM für die Kinder sorgen. Ich könnte mir eine Zukunft mit ihm vorstellen, aber ich habe Angst JETZT schon mit ihm darüber zu reden. Mein letzter Freund war nach 3 Jahren nicht bereit über das Thema Familie zu reden oder da etwas in die Tat umzusetzen.

Ich will ihn nicht vergraulen....

PS: ja, ich trauere sehr um den Hund. Leider ist der Kontakt zu meinem Ex-Freund nicht mehr möglich, weshalb ich den Hund nicht mehr sehen kann :`(...das tut sehr weh, aber ich musste mich leider gegen ihn entscheiden.

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