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Hat meine Beziehung noch einen Sinn

6. September 2007 um 14:53

Hallo

Ich bin nun seit 6 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammen und ich bin nun in einer Phase, wo ich einfach nicht mehr weiter weiß. Liebe ich ihn noch oder ists nur die Gewohnheit? Soll ich mich trennen oder doch noch für die Beziehun gkämpfen?

Wir wohnen seit 2 Jahren zusammen und seit dem habe ich das Gefühl es geht nur noch auseinander. Wir sind beide Berufstätig haben unterschiedliche Interressen. Muss man unbedingt viele Gemeinsamkeiten haben, um glücklich zu sein?

Ich hab das Gefühl ich werd von ihm nicht mehr als seine Freundin wahr genommen. Das wichtigste in seinem Leben das ist der Comp. ( auch seine Arbeit) seine Eltern, seine mob. Disco am We ja und dann auch mal ich. So empf. ich es. Er kann oder sagt mir nur selten was er für mich empfindet. Emotionen sind nicht seine Stärke.
Schon oft hab ich ihm gesagt das mir etwas fehlt in unserer Beziehung wie z.B. Aufmerksamkeit, Nähe aber auch die Mithilfe im Haushalt. Es hat vielleicht die erste Wo. etwas gebracht aber dann verfiehl er schnell wieder in sein altes Profil.
Ich bins leid jedes mal wieder zu kämpfen. Ich mag ihn noch immer als Menschen aber ich weiß nicht ob es noch Liebe ist. Ich bin noch jung und denke mir wenn nicht jetzt eine Veränderung wann dann und wenn überhaupt noch. Ich will nicht immer wieder an einem Punkt ankommen wo ich mich unglücklich fühle und mich frage solls das jetzt gewesen sein, soll das der Mann für immer sein an Deiner Seite.
Er merkt natürlich seit ein paar Wo. das etwas nicht stimmt. Ich versuche mich mehr und mehr von ihm zu entfernen obwohls mir nicht leicht fällt. Ich möchte ihn nicht verlieren und auch die Beziehung nicht aber es kann so ja auch nicht weiter gehen.
Ich weiß nicht wie ichs ihm sagen soll, dass ich mir über meine Gefühle und auch über unsere Beziehung nicht im klaren bin. Ich hab Angst ihn als Vertrauenspers. zu verlieren. Ich mag ihn und sicher sind auch noch Gefühle da, aber obs wirklich noch für Liebe reicht. Ich dachte immer, er wär der Richtige für mich, aber jetzt bin ich mir da nicht mehr sicher, ob ich wirklich ein Leben lang mit ihm zusammen bleiben will.
Klar jeder hat irgendwo seine Macken und jeder hat auch ein anderes Empfinden und vielleicht auch eine andere Tolleranzgrenze. Meine ist niedriger und seine ganz hoch. Ich brauche Zuneigung und Beachtung für ihn ist das nicht all zu wichtig.

Was soll ich nur tun um rauszufinden was richtig ist.? Ganz beenden oder erstmal räumliche Trennung?
vielleicht kann mir ja jemand dazu was schreiben.

Danke

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6. September 2007 um 23:02

Obs noch für Liebe reicht...
... diese ganzen Begriffe sind so schwierig. Liebe. Also ich definiere das so: Liebe besteht aus drei Teilen, die jeweils Körper, Seele und Geist betreffen. Die geistige Liebe ist Freundschaft, Respekt; seelische Liebe ist Verliebtsein, Romantik (=Liebesgefühl?) und körperliche Liebe ist Zärtlichkeit und Sex. Nur wenn alle drei Bereiche in Ordnung sind, ist auch die Liebe in Ordnung. Wenn sich die Liebe allmählich davonschleicht, so kann es so aussehen, dass es in allen 3 Bereichen bröselt. Oder einer der Bereiche bricht zusammen und die anderen folgen allmählich.

Ich glaube, dass im Deutschen die "seelische Liebe" (=Liebesgefühl?) oft überbewertet wird. Wahrscheinlich liegt es daran, dass dieser Bereich am wenigesten bewusst zu beeinflussen ist. Ich kann mich entscheiden, mit irgendjemand ins Bett zu gehen, ich kann Zeit und Sorgfalt in eine Beziehung "investieren", aber wie provoziert man Liebe? Das geht schwierig bis gar nicht. Das ist das Problem. Und deshalb fällt für viele die Liebe mit dem Liebesgefühl.

Aber ich denke, das ist zu einfach gedacht. Hollywood lebt es uns vor: alle lassen sich sofort scheiden, wenn sie nicht mehr verliebt sind. Und wir lassen uns womöglich davon beeinflussen...

Für mich ist Liebe vor allem eine Entscheidung. Deshalb ist das mit dem Heiraten auch gar nicht so blöd. Ich entscheide mich grundsätzlich und in jedem einzelnen Moment neu für (oder gegen) die Liebe. Ich kann die Liebe nähren oder sie verhungern lassen.

Wenn man es so sieht, dann ist man nicht mehr Opfer des Liebesgefühls ("ist es noch da oder ist es schon weg?"; "ist es stark genug, für eine Partnerschaft?" ...), sondern es stellt sich die Frage, wie man die Liebe voranbringt (oder auch nicht).

Nach meiner Erfahrung ist eine nicht so enge Beziehung, wie Du sie beschreibst, eigentlich eine ideale Voraussetzung für eine dauerhaft haltbare Partnerschaft. So habe ich es bei Bekannten und Verwandten erlebt. "Enge" Beziehungen sind schwieriger zu halten und zu pflegen. Sie enthalten oft irgendeinen Sprengstoff (z.B. die Entwicklung von Abhängigkeiten)

Ich würde Dir daher empfehlen, Dich für die Liebe zu entscheiden.

p.s.: Es gibt überigens sehr wohl Möglichkeiten, das Liebesgefühl zu steigern...

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7. September 2007 um 0:44

Für den Anfang
würde ich dir schon empfehlen vielleicht wieder getrennte Wohnungen zu nehmen. So entgehst du dem gemeinsamen Alltag und kannst dir bewusst darüber werden ob du ihn noch liebst, oder ob es nur noch Gewohnheit ist. Und er erkennt vielleicht, was er an dir hat und widmet sich dir mehr. Es kommt ja nicht darauf an wieviel Zeit er sich für dich nimmt, sondern die Qualität der Zeit (Zärtlichkeiten...).
Gleich die Beziehung beenden, ist zu übereilt. Nicht dass du deine Entscheidung bereust. Räumliche Trennung um festzustellen ,ob die Gefühle noch stark genug für eine Beziehung sind, halte ich für sinnvoller!!!!

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8. September 2007 um 17:41

Schwierig...
...ich befinde mich im Augenblick eigentlich in einer ähnlichen Situation. In dem was Du geschrieben hast konnte ich mich sehr gut wiederfinden. Ich kann nicht mehr sagen ob ich meine Freundin noch liebe oder sie mir nur vertraut ist und ich an sie nach mehr als sechs Jahren gewöhnt bin.

Man hat einerseits das Gefühl, das solch eine Beziehung nicht das ist was man sich unter einer ausgeglichenen Beziehung vorstellt. Andererseits ist da die Angst man könnte einen schweren Fehler machen wenn man jetzt einen (nicht revidierbaren) Schlussstrich zieht. Außerdem will man seinen Partner nicht verletzen, denn auch wenn ich sie vielleicht nicht mehr liebe - so bizarr es klingt, aber ich will trotzdem, dass es ihr gut geht und sie glücklich ist. Nur weiss ich nicht ob ich mit ihr glücklich sein kann.

In so einer langen Zeit (wir sind auch seit sechseinhalb Jahren zusammen) und so jung wie wir sind verändert man sich natürlich auch sehr. Wir haben unterschiedliche Sachen studiert, ich verstehe nichts von dem was sie macht und sie noch weniger von dem was ich mache. Unsere Interessen sind verschieden und unsere Geschmäcker auch Andererseits waren wir schon immer vollkommen unterschiedlich, nur hat es mich früher nicht gestört. Vielleicht stört es mich auch heute nicht und ich projiziere nur den Stress und die Belastung die ich im Beruf empfinde auf sie?

Alles in allem kann ich Dich gut verstehen, einen Rat kann ich Dir aber nicht geben.
Trotzdem hoffe ich Du findest die (auf Dauer) beste Lösung und hast im Zweifelsfall auch keine Angst davor einen zunächst unangenehmen Schritt zu tun...

Liebe Grüße

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10. September 2007 um 21:36

Eine Antwort hatte ich...
... leider passte sie nicht so ganz zur Frage...

Du denkst ja schon deutlich über Trennung nach. Das kann ich zwar nicht so richtig nachvollziehen, aufgrund dessen, was Du sonst so schreibst, aber Du wirst Deine Gründe dafür haben.

Interessant ist für mich an Deiner Schilderung, dass meine Frau vielleicht über unsere Beziehung so ähnlich denkt, wie Du über Deine. Ich habe mich zurückgezogen und bin abweisend, weil ich total unzufrieden mit der Beziehung bin. Vielleicht ist das bei deinem Freund auch so. Oder für ihn sind einfach andere Dinge im Leben wichtiger.

Wenn Du eine räumliche Trennung vornimmst, wird er sich fragen müssen, was die Beziehung für ihn bedeutet. Vielleicht ist es für ihn eine schöne Nebensache. Dann lässt er Dich fallen. Er wird schon eine andere finden. Oder die Beziehung ist für ihn ein Rückzugsraum, eine Basis, eine Heimat. Das Leben findet zwar außen statt, aber ohne heimkommen zu können, macht es keinen Spaß. Dann wird er vielleicht aktiv und bemüht sich um die Beziehung. Aber es könnte auch sein, dass er gleich resigniert und denkt, wenn sie mich nicht mehr so richtig liebt, hat es ja auch keinen Sinn.

In diesem letzten Fall wäre es freilich besser gewesen, eine "sanftere" Klärungsmethode zu wählen. Das würde ich bevorzugen (sicherheitshalber). Zumindest vorerst.

Männer sind leider manchmal nicht so gut darin, zu sehen, was die Partnerin braucht. Reden kann da helfen. Aber es gibt auch andere Wege.

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, für alles, was ich brauche, erstmal in Vorleistung zu gehen. Brauche ich Nähe, so gebe ich Nähe. Brauche ich Zärtlichkeiten, dann gebe ich welche. Brauche ich Aufmerksamkeit, so gebe ich sie. Meine Erfahrung ist: dann kommt das auch zurück.

Es klingt vielleicht paradox, aber so wurde mein Leben eigentlich immer bereichert.

Vielleicht kannst Du was damit anfangen.

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31. Juli 2008 um 8:09

Mein Reden
Hallo,
wow, genau das was du sagst hätte ich schreiben können, du sprichst mirr aus der Seele und ich verstehe ganz genau wie du dich fühlst, ich bin 21 und jetzt im 4. Jahr mit meinem Freund zusammen 2 Jahre wohnen wir jetzt zusammen, Oktober hatten wir uns sogar verlobt und auch ich dachte er sei der richtige....ich kämpfe und kämpfe und kämpfe...bin m9ir aber auch nicht mehr sicher ob es was bringt.aber es ist auch schwer einfach alles fallen zu lassen wenn man so lange mit einem Menschen zusammen war....jedes mal wen er verspricht etwas zu ändern ist die Frustration größer ich weiß!!!
Ich rate dir rede mit einem neutralen Menscjhen drüber...wenn du dir selbst fest sagen kannst "Ich will noch!" dann lohnt es sich auch

"Falle 10 Mal hin und stehe ein 11. Mal wieder auf, du bist noch nicht am Ziel aber näher dran aöls gestern!!!"

Viele liebe Grüße und alles liebe

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