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Hat jemand von euch erfahrungen mit escitalopram al ?

10. März 2015 um 14:57

Hey ! Ich war anfangen des Jahres bei einer psychatrischen Sprechstunde. Da ich mich nicht für die phsychatrische tagespflege anmelden wollte sondern eine Einzelbehandlung wollte bekam ich ein Termin zur Einstellung von Medikamenten. Die Ärztin sagte mir ich hätte eine Depression & verschieb mir das oben genannte Medikament. Nun bin ich skeptisch weil ich keine Medikamente wollte & weiß nicht ob ich sie nehmen soll. Etwas pflanzliches könne sie mir nicht verschieben sagte sie . . . Könnt ihr mir da helfen, habt ihr Erfahrungen mit dem Medikament?

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10. März 2015 um 15:46

Bitte...
..verlass dich doch nicht auf die Aussage einer Ärztin, dass du Depressionen hast. Das weiß die gute Dame nicht. Sie kann lediglich das, was du sagst, deuten - Wenn du gerade nen schlechten Tag hattest und vielleicht ein bisschen Bestätigung gebraucht hast kann das schon reichen, dir nach ICD/DSM mindestens eine leichte Depression anzudichten. Auch wenn gar nicht vorhanden.


Wenn du das Gefühl hast, dass du keine Medikamente brauchst - Nimm das Zeug nicht!
In den Hirnstoffwechsel einzugreifen sollte wirklich die allerletzte Option sein!

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10. März 2015 um 15:50

Aus wikipedia
"Escitalopram ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Er wird in der Behandlung von Depressionen, Panikstörungen, Sozialphobien, generalisierten Angststörungen und Zwangsstörungen verwendet."

Das ist in etwa so, als würdest du dir 'nen Korken in's Hirn stecken, damit sich dein Serotoninhaushalt erhöht. Serotonin ist einer der wichtigsten Botenstoffe in Hirn & ZNS, man möge sich das wirklich fünfmal überlegen, ob man die körpereigene Regulation wirklich aushebeln möchte!

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10. März 2015 um 16:31
In Antwort auf s4intsg0neb4bylon

Bitte...
..verlass dich doch nicht auf die Aussage einer Ärztin, dass du Depressionen hast. Das weiß die gute Dame nicht. Sie kann lediglich das, was du sagst, deuten - Wenn du gerade nen schlechten Tag hattest und vielleicht ein bisschen Bestätigung gebraucht hast kann das schon reichen, dir nach ICD/DSM mindestens eine leichte Depression anzudichten. Auch wenn gar nicht vorhanden.


Wenn du das Gefühl hast, dass du keine Medikamente brauchst - Nimm das Zeug nicht!
In den Hirnstoffwechsel einzugreifen sollte wirklich die allerletzte Option sein!

Seid 1 jahr
quäle ich mich mit meinen negativen Gedanken & unlust herum. hinzu kommen auch körperliche Einschränkungen wie Kopf & nackenschmerzen. die ganze Beziehung mit meinem freund & Freunden hat sich dadurch auch stark verändert. meine Hausärztin hat mir diese Möglichkeit gegeben. . .

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10. März 2015 um 16:33

War das auf meinen Post bezogen?
Wenn ja, weißt du wie psychologische Diagnostik funktioniert? Das ist kein inhaltsleeres Gelaber von mir, das ist wirklich so!

Ich hab jetzt extra meine Unterlagen meiner ALLERERSTEN Vorlesung (Klinische Psychologie, Semester I) rausgekramt, weil ich hier wirklich keinen Blödsinn verzapfen möchte und das inzwischen auch 2,5 Jahre her ist.

Als Beispiel MAJOR DEPRESSION
Mindestens 5 der folgenden Symptome seit 2 Wochen

1. Depressive Verstimmung
2. Deutlich vermindertes Interesse oder Freude
3. Deutlicher Gewichtsverlust oder zunahme ohne Diät
4. Schlaflosigkeit oder vermehrter Schlaf
5. Psychomotorische Unruhe oder Verlangsamung
6. Müdigkeit oder Energieverlust
7. Gefühle von Wertlosigkeit, Schuldgefühle
8. Verminderte Konzentrationsfähigkeit
9. Wiederkehrende Gedanken an den Tod

Siehst Du, wie schwammig diese Begrifflichkeiten sind und wie wenig ausdifferenziert die Kriterien sind?
Wenn du 5 Punkte erfüllst (und das ist je nach akuter(!) Stimmungslage wirklich nicht schwer), reicht das tatsächlich für die vorläufige Diagnose "Episode einer Major Depression".

Es ist wirklich gut, dass wenigstens die Medikation nur von einer Ärztin/Psychiaterin (beides Medizinstudium, NICHT Psychologie) erteilt werden darf und somit noch eine zweite Meinung existiert.
Ich hoffe du verstehst meine Kritik an diesem System. Das ist doch das gleiche wie mit ADHS - oder neuerdings Anti-Autoritätssyndrom (lol) - Die Definition dieser "Krankheiten" ist einfach zu ungenau, es gibt so viele Grauzonen, in denen es einfach überhaupt nicht zu sagen ist, ob oder ob nicht.

Jeder soll diese Entscheidung für sich selbst treffen und ich wollte wirklich niemandem in sein Leben reinreden, aber es ist nunmal so, dass jedes der dazugehörigen Präparate eine enorme Palette an Nebenwirkungen mit sich bringt und die Entscheidung für oder gegen derlei Präparate vom Patienten zumindest mit- & bewusst getroffen werden sollte und nicht bedenkenlos an eine Dritte Person weitergereicht werden sollte.

(das alles natürlich unter der Prämisse, das wir von leichten bis mittelschweren Fällen sprechen und die Lebensführung nicht massiv beeinträchtigt ist. Ansonsten stimme ich dir zu!)

Und es ist wirklich nicht so, als ob Ich die Weisheit mit Löffeln gegessen habe, ich hoffe das kam nicht so rüber - Ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass Antidepressiva keine Aspirintabletten sind, die man einfach mal nimmt und dann wieder nicht. So funktioniert das leider nicht.



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10. März 2015 um 17:00
In Antwort auf ozorella

Seid 1 jahr
quäle ich mich mit meinen negativen Gedanken & unlust herum. hinzu kommen auch körperliche Einschränkungen wie Kopf & nackenschmerzen. die ganze Beziehung mit meinem freund & Freunden hat sich dadurch auch stark verändert. meine Hausärztin hat mir diese Möglichkeit gegeben. . .

Mein Mitgefühl zu deiner Situation..
..tut mir leid, klingt anstrengend. Ich kann dir nur empfehlen, eine zweite/dritte Meinung von einem Psychologen und einem Psychiater einzuholen. Da wirst du wohl die kompetenteste Einschätzung erhalten!

Hier im Internet wirst du zu 99,9% keine zufriedenstellende Antwort erhalten (und so manche Falschinformation aus dem Netz kann sich letztenendes mindestens ebenso kontraproduktiv auf deine Lage auswirken) - lediglich ein wenig Vorwissen, um deine Lage selbst ein bisschen besser einschätzen zu können.
Ich selbst kann und will dazu auch keine Empfehlung aussprechen. Lediglich den Ratschlag, die Anwendung von solchen Präparaten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Ganz viel Glück auf jeden Fall und eine baldige "Genesung"!



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11. März 2015 um 15:25

Mmmmhhhmmm . . .
okay danke S4intsg0neb4bylon das du dir so viel zeit genommen hast es mir so zu erklären . ich werde wohl doch mal Rücksprache mit meiner hausärztin über diese Tabletten halten. trotz der Untersuchungen (ekg & blutabnahme) die die Psychologin mit mir durchgeführt hat. überlege auch ob ich auf etwas pflanzliches umsteige . . .

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11. März 2015 um 15:49
In Antwort auf ozorella

Mmmmhhhmmm . . .
okay danke S4intsg0neb4bylon das du dir so viel zeit genommen hast es mir so zu erklären . ich werde wohl doch mal Rücksprache mit meiner hausärztin über diese Tabletten halten. trotz der Untersuchungen (ekg & blutabnahme) die die Psychologin mit mir durchgeführt hat. überlege auch ob ich auf etwas pflanzliches umsteige . . .

[...]
Freut mich, gerne geschehen!

Ich bin mir sicher, dass deine behandelnden Ärzte bzw. Psychologen kompetent in ihrem Fach sind und die für dich beste Lösung finden werden - Es ging mir lediglich darum zu zeigen, welchen Einfluss der Patient selbst auf seine Behandlung ausübt und wie Diagnostik im Allgemeinen funktioniert.
Und die Kompetenz, dir zu helfen, liegt auch tatsächlich NUR bei denen. Ich habe es schonmal geschrieben, aber will das wirklich nochmal betonen: Im Zweifelsfall lieber eine zweite Meinung von einem anderen Psychologen/Psychiater im echten Leben einholen. Das Internet ist wirklich gut dazu geeignet, sich Vorwissen einzuholen und dann mit einem echten Arzt/Psychologen detaillierter über Behandlungsmöglichkeiten zu reden. Aber auch nur dazu! Letztenendes kennt hier keiner von uns deine Situation und dein letztlicher Entschluss, wie Du damit umgehst, sollte IMMER mit entsprechenden Kompetenzpersonen aus dem echten Leben abgesprochen sein!

Die Tipps von oneof5 sind übrigens ebenfalls beachtlich - Oft sind auch sekundäre Behandlungsstrategien wie Kontakt zu Gleichgesinnten, Sport, Erfolgserlebnisse etc. ebenfalls ein nicht unterschätzender Faktor beim Behandlungserfolg.

Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück mit deiner Situation und natürlich eine möglichst schnelle Besserung.


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12. März 2015 um 11:51
In Antwort auf s4intsg0neb4bylon

[...]
Freut mich, gerne geschehen!

Ich bin mir sicher, dass deine behandelnden Ärzte bzw. Psychologen kompetent in ihrem Fach sind und die für dich beste Lösung finden werden - Es ging mir lediglich darum zu zeigen, welchen Einfluss der Patient selbst auf seine Behandlung ausübt und wie Diagnostik im Allgemeinen funktioniert.
Und die Kompetenz, dir zu helfen, liegt auch tatsächlich NUR bei denen. Ich habe es schonmal geschrieben, aber will das wirklich nochmal betonen: Im Zweifelsfall lieber eine zweite Meinung von einem anderen Psychologen/Psychiater im echten Leben einholen. Das Internet ist wirklich gut dazu geeignet, sich Vorwissen einzuholen und dann mit einem echten Arzt/Psychologen detaillierter über Behandlungsmöglichkeiten zu reden. Aber auch nur dazu! Letztenendes kennt hier keiner von uns deine Situation und dein letztlicher Entschluss, wie Du damit umgehst, sollte IMMER mit entsprechenden Kompetenzpersonen aus dem echten Leben abgesprochen sein!

Die Tipps von oneof5 sind übrigens ebenfalls beachtlich - Oft sind auch sekundäre Behandlungsstrategien wie Kontakt zu Gleichgesinnten, Sport, Erfolgserlebnisse etc. ebenfalls ein nicht unterschätzender Faktor beim Behandlungserfolg.

Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück mit deiner Situation und natürlich eine möglichst schnelle Besserung.


Naja . . .
bei uns der ecke ist es echt schlecht mit Psychologen. es gibt nich viele & deshalb schwet mit Termine. ich denke aber schon das ich mal so eine behandelung in angriff nehmen sollte . eine Freundin von mir war in so einer tagespflege Einrichtung für 8 Wochen . ihr hat es super geholfen aber sie hatte auch richtig dolle körperliche symtome.
habe noch mal über mein medikament gelesen & muss sagen es gibt echt genug dinge die dagegen sprechen . dann wohl doch eher was pflanzliches . . .

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