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Hat die Beziehung noch einen Sinn? Bin ratlos...

10. Dezember 2013 um 20:22

Hallo!

Habe mich extra angemeldet, da ich momentan nicht mehr weiter weiß. Ich brauche einfach die Meinung von Außenstehenden und bin dankbar für jede Antwort!

Also: Mein Freund und ich (26+27 J.) sind mittlerweile seit mehr als vier Jahren ein Paar. Wir verstehen uns super, unternehmen viel zusammen, und hatten zu Beginn auch eine sehr leidenschaftliche Beziehung. Die Leidenschaft ging leider sehr rasch flöten, seit 2,5 Jahren leben wir auch zusammen, aber es ähnelt eher einer WG, als einer Liebesbeziehung... Ich habe hier auch schon mehrmals Versuche gestartet, etwas Leben hineinzubekommen, aber irgendwann habe ich einfach resigniert. Zum Sex kommt es vielleicht einmal im Monat, und das meist nur, wenn wir etwas getrunken haben... mehr als traurig.
Ihn scheint dies nicht weiter zu stören, er sagt, ich wäre seine Traumfrau, er schmiedet Zukunftspläne und ich kann mir eine gemeinsame Zukunft immer weniger vorstellen. Die Lustlosigkeit (nicht nur im Schlafzimmer) scheint bei ihm nämlich in jedem Teilgebiet seines Lebens vorzuherrschen, er studiert seit fast 8 Jahren, bisher ohne Abschluss, hat noch nie gearbeitet und ist einfach unselbstständig. Ich hab vor meinem Studium gearbeitet, hab eine eigene Wohnung, ein Auto und finanziere mir mein Studium mit verschiedenen Nebenjobs - er bekommt Taschengeld von seinen Eltern und nützt mein Auto, als wäre es sein eigenes... Naja...

Ich bin einfach nur noch genervt und weiß nicht, ob meine Gefühle überhaupt noch liebevoll sind, oder ob es nicht längst an der Zeit wäre, die Beziehung zu beenden. Es fällt mir glaube ich nur so schwer, weil er mir keinen "Grund" wie Fremdgehen oder Streitereien liefert, aber ich mir denke, mit 27 hab ich doch noch mehr vor mir, als ein Leben mit einem verwöhnten Bubi, der sich für nichts interessiert außer PC und (ab und an) Sport.

Dann kommt noch dazu, dass ich vor fast einem Jahr einen Mitstudenten kennengelernt habe, mit dem ich mich ziemlich gut verstehe. Wir sind aus der selben Gegend und mir schien, er hat Interesse an mir gezeigt. Aber wir hatten nie ein privates Treffen oder ähnliches... Er ist zwar bereits seit 8 Monaten im Ausland, und wir haben KEINEN Kontakt, trotzdem geht er mir nicht aus dem Kopf, was mir schwer zu denken gibt...

Puh, ich weiß momentan einfach nicht, ob es sich zu kämpfen lohnt, oder ob ich eine - eigentlich - funktionierende Beziehung aufgeben soll. Bin ich bequem? Warum geht mir der andere Mann nicht aus dem Kopf, wo ich ihn doch schon seit Monaten nicht mehr gesehen oder gehört habe?

Ich danke allen, die sich meinen Roman durchgelesen und eventuell einen Ratschlag für mich haben.

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10. Dezember 2013 um 21:04

Also,
ja, ich denke du bist etwas bequem weil du zwar schon selber merkst dass dir sehr viel in der Beziehung fehlt und du nicht mehr glücklich bist aber nichts daran änderst bzw. vielleicht auch Angst hast etwas zu ändern.

So wie du es schreibst glaube ich aber nicht, dass die Beziehung noch einen Sinn hat - außer du bist mit leidenschaftloser Eintönigkeit ein Leben lang zufrieden.

Dass du dich von einem anderen Mann angezogen fühlst sagt doch auch schon einiges aus. Du sehnst dich nach Abwechslung und danach wieder begehrt zu werden.

Ich finde du solltest mit deinem Freund mal besprechen was dich stört und was er sazu sagt bzw. ob er etwas dagegen unternehmen will. Wenn er daraufhin nichts unternimmt dann ist er zu faul und zu bequem und ich würde ernsthaft eine Trennung in Erwägung ziehen.

Liebe Grüße

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10. Dezember 2013 um 21:13

Wer..
so lieblos über seinen Jahrelangen Partner schreibt & ständig nen Anderen im Kopf hat sollte tatsächlich Schluss machen.

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10. Dezember 2013 um 21:18

Danke für die Antworten..
natürlich habe ich schon mehrfach versucht, mit ihm darüber zu sprechen. Geändert hat sich eigentlich nie etwas, außer dass er immer wieder beteuert, nach dem Studium wäre alles anders. Der Stress würde nachlassen und er glaubt, die Leidenschaft käme dann automatisch zurück. Daran kann ich jedoch einfach nicht mehr glauben. Wenn es denn dann soweit ist, wird er wohl wieder neue Argumente finden, warum es denn gerade bequemer ist, nichts zu verändern.

@apologize21 Danke für deine konstruktive, äußerst hilfreiche Antwort.

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10. Dezember 2013 um 21:32

Darauf wird es hinauslaufen...
im Grunde ist es mir ohnehin bewusst.

Ich weiß nicht, warum man immer zwanghaft an allem Gewohnten festhält, obwohl man weiß, dass es einem nicht guttut. Ich fühle seine Abhängigkeit, und weiß dass es IHM nicht guttut.

Und trotzdem fühle ich mich ungemein schlecht dabei, darüber nachzudenken.

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10. Dezember 2013 um 21:48

Mhmm
Das ist die Frage, die aber wohl nur ein gemeinsames Gespräch klären kann.

Richtig erfüllend kann es für ihn ja auch nicht sein, obwohl er mir das Gegenteil versichert.

Habe doch noch einiges zu überdenken in den kommenden Tagen. Danke!

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