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Hat das kribbeln im bauch eine chance gegen kiffen?

21. August 2007 um 19:37

Hallo!

Zwischen mir und einem guten bekannten entwickelt sich gerade etwas... Es könnte alles so schön sein, aber ich merke immer mehr das sein hauptsächlicher lebensinhalt bisher, das kiffen seit jahren, doch ein problem zu sein scheint. Eigentlich dachte ich das würde mich nicht stören...
Er ist normalerweise ein Mann der mitten im Leben stehen könnte, er hat nen anständigen Job, ne wohnung, seine familie ist ihm schon wichtig, aber sonst?! Abends fährt er nach hause und egal wozu er noch lust hatte, er raucht dann trotzdem und da ist sie die Gleichgültigkeit.
Wenn wir uns sehen läßt er es und ist dann auch ein toller mensch mit interessen usw., aber wir sehen uns.... vielleicht alle zwei wochen mal. Und immer mit dem versprechen uns ganz bald wieder zu verabreden, aber dann...kifft er doch lieber wieder.

Ich hab ihn echt gern, aber meint ihr wir haben eine chance?
Habt ihr auch erfahrungen mit beziehungen zu kiffern gemacht?

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21. August 2007 um 19:48

Ob ihr eine chance habt????
weiss nicht so genau.....
aber die Frage ist die was ihr drauss macht........
und wie stark die liebe ist????
natürlich auch wie wichtig es ihn ist das kiffen????

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21. August 2007 um 20:05

Bei...
...dir kribbelt es aber anscheinend mehr als bei ihm. Denn wenn das eine Chance wäre, würde er sich nicht alle 2 Wochen bei dir melden.

Du entwickelst, weil du immer mehr für ihn empfindest eine Art Helfersyndrom, nur das bringt nichts, bei ihm jedenfalls nicht, wenn er selber nicht will, und bei dir, dass du immer tiefer in die Sache hineingezogen wirst und dadurch irgendwann zur Co-Abhängigen.

Eine Beziehung hat nur eine Chance, wenn er vorher, bevor es richtig ernst wird, etwas gegen seine Sucht unternimmt.

Wenn du ihn trotz der Sucht nimmt, wird er keinen Grund sehen damit aufzuhören, weil er keine Probleme damit hatte, dich als Freundin zu gewinnen. Also, warum sollte er etwas ändern, was gut läuft?

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22. August 2007 um 8:47

Hi
Also mein Freund hat mit 12 Jahren angefangen zu kiffen und er hat gekifft bis er 24 war. Bis er mich getroffen hat. Wir haben uns im Internet kennen gelernt. Ich wusste nicht, dass er kifft. Nach zwei Wochen Beziehung hat er mir gesagt, dass er gekifft hat und an dem Tag aufgehört hat, als wir uns das erste Mal getroffen hat. Ich hatte damals keine Erfahrung mit Kiffern und war extrem gerührt, dass er wegen MIR sowas aufhört. Naja, jetzt sind 2 1/2 Jahre vergangen und wir sind immer noch zusammen. Vor kurzem hat er mit gesagt, wie schwer es für ihn war und dass er auch bei der Drogenberatung war deswegen. Aber er hat aufgehört. Ich war ihm wichtiger als das Kiffen. Was ist deinem guten Bekannten wichtiger? Wenn er lieber kifft als dich zu treffen, dann würde ich sagen, du bist ihm nicht sonderlich wichtig und würde versuchen ihn zu vergessen. Solange er kifft, kann es zwischen euch keine Beziehung geben. Du sagst ja selber, dass es dich stört. Dann wird es immer zum Streitpunkt zwischen euch werden. Also mein Rat, lass es lieber!!! Wenn ihm so ein bisschen Rauch wichtiger ist als du, dann bist du es nicht wert, dich mit ihm abzugeben. Er hat dich ganz einfach nicht verdient.

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22. August 2007 um 9:21

Kiffen,
ich habe meinen Mann vor 13 Jahren kennengelernt, kiffend. Damals glaubte ich ,dass er, so wie er es sagte sofort aufhören kann, wenn er es will.Wir haben dann ab und zu gemeinsam gekifft. Er hat dann tatsächlich irgendwann aufgehört, so ziemlich von heute auf morgen. Es gab dann eine Suchtverlagerung in Richtung Alkolhol und später in Richtung Spielsucht. Heute weiß ich Sucht ist Sucht. Wenn ihr zusammen kommen solltet hast du unter Umständen einen heftigen Lernprozess vor dir, denn in aller Regel gibt es einen Abhängigen und einen Co-Abhängigen. Da gibt es genügend Literatur und auch Selbsthilfe-und Angehörigengruppen. Mein Mann ist heute "trocken, Clean,
spielfrei" ich bin aus der Co-Abhängigkeit ausgestiegen mit Hilfe von Gesprächen, Selbsthilfegruppe, alternativen Methoden usw. Es gab auf beiden Seiten viel Arbeit.Manchmal frag
ich mich, wie ich das alles geschafft
habe..........
Gruß Melike

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22. August 2007 um 9:51

Ich komme
mir grad in die vergangenheit zurückversetzt vor.
ich hatte auch einen freund, der mindestens 1 gramm am tag kiffte, wenn das reicht.
am anfang dachte ich mir noch nichts dabei, denn der freund davor hat auch mal geraucht, hat aber trotzdem seine freizeit ausgenutzt und seine interessen weiterhin verfolgt.
der andere hat morgens immer viele vorschläge gemacht, was man am tag oder abends (am wochenende) unternehmen könnte, wenn es dann soweit war, dann hatte er doch keine lust mehr.
ich habe mal gelesen, das kiffer die zeit, die sie nicht mit kiffen verbringen, verschwendung ist, denn in der zeit könnte man ja rauchen.
solange die betreffende person es nicht einsieht, wird sich nichts ändern... du mussst dir klar werden, ob du weiterhin so leben willst.

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22. August 2007 um 10:00

Niemals
Niemals bringst du oder ein Kribbeln einen Menschen von einer Droge weg.

Wenn du das denkst hast du stark Co-Abhängige Züge.

Nimm ihn, wie er ist, oder nimm ihn garnicht.

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22. August 2007 um 20:33

Danke
für eure meinungen zu dem thema, manchmal ist es nicht verkehrt auch objektive meinungen zu hören.

Ich weiß das ihr recht habt, jedenfalls wenn ich meinen kopf frage.
Keine gefühle in ihn zu investieren wird schwer, zumal wir schon so etwas wie eine freundschaft haben. Ich hab ihn wirklich gern, aber ich will mich nicht von ihm abhängig machen, mein leben und meine freunde sind mir viel zu wichtig!
Grundsätzlich will ich ihn auch nicht ändern, er it ein eigenständiger mensch und muß selbst wissen was er tut!
Ich finds nur so schade, das es scheint das ausgerechnet eine droge zwischen uns steht und die so viel macht hat...
Wie er wirklich für mich empfindet weiß ich nicht, das bliebe nur abzuwarten. Und was ich wirklich will...das weiß ich anscheinend immernoch nicht, aber darüber muß ich mir wohl klar werden...

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22. August 2007 um 22:07

Wenn er dem Kribbeln ne Chance gibt, ja
Hi, irgendwie ist das schon traurig wie viele fast ihre komplette Jugend oder noch mehr dem Zeug opfern. Hab selbst ein paar Bekannte in die Richtung, eigentlich recht normale Leute, gehen weg und unternehmen was, alles. Aber am ende vom Tag (oder auch schon vorher) endet das ganze dann in dieser Planlosigkeit. Ein paar mal, okay, man kann bestimmt witzige Momente damit erleben, aber was dann abgeht wenn die Leute kontinuierlich dabei sind ist doch einfach nur gähnend langweilig. Fact ist dass die
Leute das definitiv schaffen, wenn sie
es wollen. Einen kenn ich, der ist richtig aufgeblüht nachdem er aufgehört hat seine ganze Zeit und sein ganzes Geld dafür rauszuwerfen. Ist wieder aktiv, macht Sport, hat Freude am Leben. Aber der wollte das auch, wenn der Wille nicht da ist endet der Tag halt wieder wie vorher.
Ob das was werden kann ist schwer zu sagen,kommt drauf an wie sehr ihn die Sucht beeinflusst, vielleicht denkt er ganz anders darüber wenn er mal ne Woche nüchtern war. Aber im Moment scheint das auf seinem Zettel immer noch ganz oben zu stehen, wenn er immer wieder zwei wochen zum einrauchen abtaucht.. Ich kenn die Leute ganz gut, und ich sag dir die Möglichkeiten die ich sehe:

1. Die Schönste: Er ist so verliebt
in dich dass er für dich aufhört.
Dafür musst du allerdings deinen
Standpunkt, dass du das auf keinen
Fall willst,klar auf den Tisch
packen, sonst kann er ja rauchen
und die Beziehung mit dir zugleich
haben, was er dann tun wird.

2. Sich damit abfinden: Wenns nicht zu
schlimm ist und man mit ihm noch
was unternehmen kann klappt das
wohl auch des öfteren. Erfahrungs-
gemäß bleibt er aber so hinter dem
was er sein könnte arg zurück. Ne
Freundin probiert das seit zwei
Jahren, hat aber langsam auch die
Schnauze voll davon dass ihm sein
Zeug wichtiger ist als sie, und
für nen nüchternen Menschen ist
son vollgedröhnter Typ echt
todlangweilig. Ich glaub nicht dass
man darauf eine lang haltende
Beziehung aufbauen kann.

3. Die Unschöne: Er ist so drauf
festgefahren dass er lieber dir
den Laufpass gibt, anstatt die
Sache mal kritisch zu hinterfragen.
Dann ist er es aber definitiv nicht
wert.

Da du ja noch gar nicht mit ihm zusammen bist, würd ich ihn einfach mal fragen warum er immer so lange Auszeiten braucht, bis ihr euch seht,
nachdem was du so schreibst ist der
Kontakt mit ihm ja nett und dementsprechend ist da auch noch nichts verloren. Ich hoff ich konnt
dir helfen, und halt uns auf dem Laufenden! Max



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23. August 2007 um 13:55

Klar hat das Kribbeln eine Chance...
das Kiffen ist nur eine Flucht vor der Eintönigkeit des Lebens und lässt das Leben ohne Kiffen dann auch katze-in-den-schwanz-beiss-mässig wiederum noch eintöniger erscheinen.
Versuch ihn abzulenken, mach viel Neues, tolles und anderes mit ihm, und das Kiffen sollte sich ganz schnell auf vll ein einziges abendliches Entspannungstütchen in den Hintergrund verschieben.
Wenn dir wirklich sehr viel an ihm liegt: schlag ihm einen gemeinsamen fernurlaub vor, billig nach spanien oder so. Die Veränderung der Umgebung, die Nähe zu dir, und dass er sein Zeug nicht im grossen Stil mitnehmen kann, wirkt Wunder.
Zeig ihm, dass du die Chance bist, sein Leben zu ändern.
Rechne nicht, damit, dass er damit komplett aufhört. Aber wenn ihr euer Leben bunt genug werden lasst, wird er den Konsum auf ein Minium reduzieren.

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23. August 2007 um 15:30

Vergiss den Typen ...
Vor ein paar Jahren war ich auch mal mit so einem Pflegefall zusammen.

Am Anfang (als ich noch bis über beide Ohren verliebt war) fand ich das auch alles nicht so schlimm. Doch irgendwann war die rosarote Brille dann weg und es war einfach nur noch schlimm. Fast 3 Jahre hab ich gehofft, dass er sich irgendwann ändert, das er aufhört zu kiffen oder weniger kifft. Aber nichts tat sich. Jeden Tag hat er sich mehrere Tütchen gedreht. Immer wenn er nach der Uni oder der Arbeit nach Hause kam, war das seine erste Handlung. Wir haben uns übrigens auch kaum gesehen, denn er hatte nie Lust irgendwas zu unternehmen. Und hat seine Zeit lieber antriebslos vor dem Fernseher oder Computer verbracht.

Immer wieder habe ich mit ihm darüber gesprochen, ihm gesagt wie sehr mich das alles belastet. Er beteuerte dann immer, dass er mich verstehen könnte und er versuchen würde sich zu ändern. Das hat er alledings nie geschafft oder gewollt (?).

Im Nachhinein betrachte ich die Jahre mit dem Kiffer als reine Zeitverschwendung. Du musst es selber wissen, aber das so ein Fall gut ausgeht, ist doch eher eine Ausnahme. Ich rate dir dein Helfersyndrom abzustellen und dich nach nem besseren Typen (es gibt noch ein paar normale )umzusehen. Damit ersparst du dir ne Menge Enttäuschungen. Ich wünschte mich hätte damals jemand gewarnt.

Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsche mir für dich, dass du damit glücklich wirst.

LG Angua

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23. August 2007 um 15:48
In Antwort auf kuzma_11961516

Klar hat das Kribbeln eine Chance...
das Kiffen ist nur eine Flucht vor der Eintönigkeit des Lebens und lässt das Leben ohne Kiffen dann auch katze-in-den-schwanz-beiss-mässig wiederum noch eintöniger erscheinen.
Versuch ihn abzulenken, mach viel Neues, tolles und anderes mit ihm, und das Kiffen sollte sich ganz schnell auf vll ein einziges abendliches Entspannungstütchen in den Hintergrund verschieben.
Wenn dir wirklich sehr viel an ihm liegt: schlag ihm einen gemeinsamen fernurlaub vor, billig nach spanien oder so. Die Veränderung der Umgebung, die Nähe zu dir, und dass er sein Zeug nicht im grossen Stil mitnehmen kann, wirkt Wunder.
Zeig ihm, dass du die Chance bist, sein Leben zu ändern.
Rechne nicht, damit, dass er damit komplett aufhört. Aber wenn ihr euer Leben bunt genug werden lasst, wird er den Konsum auf ein Minium reduzieren.

Tut mir leid Channo,
das kann ich nicht empfehlen. Du wirst
zum Aufpasser zum Bespaßer und damit zur Co-
Abhängigen.Und wann steigt man dann aus, wenn
es nicht klappt? Wieviel Kraft investiert man
in so eine Beziehung? Das sind die Menschen, die dann nach vielen Jahren in einer Beratung
landen,weil sie auf dem Zahnfleisch daher-
kommen. Alles!!!! getan haben....

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26. Dezember 2007 um 21:15

Vorerst Happy end...!
Hallo ihr!

Wollte euch mal auf dem laufenden halten, meine Geschichte hat vorerst tatsächlich ein happy end..!

Ich habe damals den kontakt zu ihm von mir aus nicht mehr verstärkt gesucht, ich hatte das gefühl es bringt nichts. Dann ist er irgendwann 2 wochen in den urlaub geflogen und hat es seit dem(2 Monate) geschafft komplett aufzuhören, von sich aus.
Seit dem hat er sich ziemlich geändert, er ist total bemüht, wir sehen uns oft, man kann sich wieder auf ihn verlassen, er sieht sich selbst und die situationen realistisch.
Ich freue mich und hoffe das das von dauer ist, aber das vertrauen darin muß ich erst lernen...
Was also aus uns wird wird sich zeigen, aber so haben wir vielleicht eine chance, und für ihn ist es schon mal ein erfolg!

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