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Hassliebe oder Vergangenheitstrauma !?

23. Februar 2004 um 19:49

Meine neuer Freund und ich !

Wir sind seit über einem halben Jahr zusammen und uns was uns verbindet ist so ein ganz tiefes Vertrauen und die Gewissheit über alles reden zu können, egal was es ist und doch ist da etwas dass mir zu denken gibt.
Wir sind uns so unendlich ähnlich und durch Ihn werden mir meine Guten wie meine Schlechten Eigenschaften so richtig bewusst. Wir können alles zusammen machen und egal ob es das Thema Sex oder einfach nur den Spaziergang nach dem Abendessen betrifft, ich kann ihn um alles bitten, er hört mir immer zu und ist immer für mich da. Einige von Euch wissen ja wie sehr mir dass in meiner Ex-Beziehung gefehlt hat und wie sehr ich gelitten habe- er geht auf mich ein und endlich heißt es auch im Bett nicht mehr "wer zu spät kommt den bestraft dass Leben".

Was ich jetzt schreibe sprach bis vor einem Jahr nicht für mich, es waren absolut nicht meine Stärken: loslassen können, ihn unterstützen, ihm vertrauen, mit Ihm reden ohne Vorwürfe, ihm Freiheit gönnen- auch wenn er sie mit Freunden verbringt, nicht alles persönlich nehmen, die Zeit mit sich selbst nutzen und genießen können, schweigen und warten können und zu sehen, dass Leben mehr als nur Beziehung ist, selbstbewußt sein und glücklich.

Und genau diese Eigenschaften schätzt mein jetziger Freund heute an mir, wenn er wieder 6 Tage die Woche arbeitet dränge ich nicht zu einem Treffen und je weniger ich fordere desto mehr gibt er mir. Obwohl ich auch mal was sage wenn ich Ihn in 3 Wochen nur 3 mal 20 Min. sehe, aber ich denke es ist auch o.k. so und würde ich es nicht machen würde er sich sorgen machen.

Und doch ist in meinem Hinterkopf ein Thema dass mich stört.
Da wir uns so ähnlich sind, bedeutet dass, dass wir beide Sture und Stolze Kämpfernaturen sind, die schon so mansche Hürde alleine gepackt haben und wissen dass sie sich durchboxen können. Wir haben beide unsern Ex-Beziehungen nachgeweint und haben beide Angst uns zu unterwerfen. Unterwerfen ist blöd ausgedrückt, ich meine damit, dem anderen zu zeigen dass man Ihn liebt ist okay, ihm zu zeigen dass man emotional an Ihm hängt ist absolut tabu! Jeder versucht nach dem schmerz den er erlebt hat, dem anderen immer wieder klar zu machen, dass man auch alleine sehr gut zurrecht kommt, was ja auch gesund ist , selbstständige Menschen sind ja definitiv interessanter. Aber wir wissen beide dass wir gut aussehen, nie lange alleine bleiben würden, Charakter haben und den Umständen entsprechend klug sind, also verstehen wir beide nicht was dass soll.
Wir lernen zwar viel voneinander z.B. wenn ich gereizt bin und Abends nicht meine Stunde Ruhe habe und z.B. eine Freundin da ist die sich eine Zigarette anzündet fauch ich sie an rauch nicht! sie schaut entgeistert ich darf immer bei dir rauchen! ich entgegne heute aber eben nicht! Typischer Kotzbrocken der seien Laune an anderen auslässt ! Aber ich mein dass nicht böse, ich hasse mich sogar dafür und wenn ich sowas an Ihm sehe wie er es mit mir macht, fällt es mir leichter mich zu bessern. Er ist genauso, wenn er dass macht geh ich an die Decke, ich könnte Ihn aufhängen- mit den Füßen voran dass schlimme ist aber - ich bin ja genauso !

Das nächste Beispiel, er steht an der Bar, eine Puppe labert Ihn an, wie immer- er genießt dass natürlich, hat vielleicht schon etwas viel getrunken und geht auf den Flirt ein, sie fasst Ihn an, ich werde langsam aber sicher eifersüchtig, er sieht zu mir, ich lächle, er braucht ja gar nicht wissen dass es mich stört....usw. ...nachdem die Puppe Ihm die Nummer zusteckt finde ich es nicht mehr lustig, ich bin mir aber auch zu schön zu Ihm zu gehen. Am späteren Abend spreche ich Ihn darauf an und er sagt wieso kommst Du dann nicht her, Du weist doch dass ich jede stehen lassen würde wenn Du kommst!
ja warum gehe ich denn nicht hin ? Weil ich nicht will dass er weis dass ich Eifersüchtig bin. Genauso bei ihm und meinem Ex, ich und mein Ex haben ein gutes Verhältnis zueinander, er hasst mich und meinen Ex dafür wenn ich von Ihm erzähle. Auch leben wir beide die Beziehung nach dem Motto wenns nicht passt, dann passt es halt nicht! Den Ar... reissen wir uns nicht mehr auf was, wenn es jeder mal genauer betrachtet, gar nicht der Wahrheit entspricht. Wir würden leiden, beide und jeder wäre sich zu schön zu zeigen wie sehr er am anderen hängt- obwohl wir es wissen - er weint sogar oft wenn er merkt wie weh er mir getan hat, er sagt dann "ich ertrag es nicht wenn das funkeln aus deinen Augen verschwindet und ich schuld drann bin!"

Es ist so eine Art Hassliebe oder eine Art Machtkampf ich weis es nicht. Wir reden oft darüber, sind beide auch sehr einsichtig wenn der andere genau erklärt was er meint. So stur wir sein können, so einsichtig sind wir nach einem Gespräch dann auch. Wir arbeiten aktiv daran und es wir immer alles frei raus gesagt, egal ob es um Sex geht oder unseren Alltag.Es wird nicht geschrien- es wir geredet - aber jeder versucht die Oberhand zu behalten. Ich habe so das Gefühl dass er einfach noch nicht so Beziehungserfahren ist wie ich. Er glaubt auch selbst dass es daran liegt, dass er noch nie so eine Basis zu einem Menschen hatte wie zu mir und ich die erste bin mit der er sich alles vorstellen kann. Seine längste Beziehung dauerte 5 Monate und er wohnte zu der Zeit noch bei Mama- und ich finde dass merkt man einfach. Wir wollen auch mal zusammenziehen, doch haben wir beide ernsthaft Angst dass wir uns in der Badewanne ertränken Obwohl es besser wird, denn wie gesagt wir bemühen uns beide und sind glücklich zusammen. Aber wisst Ihr, man merkt es am meisten wenn einer dem anderen irgendwie weh tut (unabsichtlich natürlich) wie sehr wir uns dann dafür "hassen" ( ich weis nicht wie ich es nennen soll) obwohl wir uns so unendlich lieben und schätzen, aber jeder von uns hat schon so viel schmerz erfahren dass es keiner mehr zulassen will- aus Selbstschutz vermutlich. Aber man kann doch nicht immer gefühlsmäßig distanziert sein , wenn man das so ausdrücken kann, nur um keinen schmerz erleiden zu müssen.....

Sommerblume
die ganz schön friert in München brrrr....

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24. Februar 2004 um 9:34

Das hört sich bekannt an....
...nur das ich auszucken würde, wenn eine Tussi ihm die Nummer zusteckt.
Für mich hört es sich an, als ob ihr beide die Nähe, die das Tüpfelchen auf dem i ausmachen würde nicht zulasst.
Oder ihr seid in "Wahrheit" beide Beziehungsvermeider.
Es gibt ein sehr gutes Buch von Steven Carter und Julia Sokol, " So nah und doch so fern " - Untertitel "Beziehungsangst und ihre Folgen".
Ich würd da einmal reinschnuppern und vielleicht gibts ja ein "Aha-Erlebnis", obwohl ich finde, dass wenn ihr eine so gute Gesprächsbasis habt die Chancen gut stehen, dass ihr beide in eurer Beziehung glücklich sein könnt.

LG
Lorli

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24. Februar 2004 um 17:21
In Antwort auf lorelei2

Das hört sich bekannt an....
...nur das ich auszucken würde, wenn eine Tussi ihm die Nummer zusteckt.
Für mich hört es sich an, als ob ihr beide die Nähe, die das Tüpfelchen auf dem i ausmachen würde nicht zulasst.
Oder ihr seid in "Wahrheit" beide Beziehungsvermeider.
Es gibt ein sehr gutes Buch von Steven Carter und Julia Sokol, " So nah und doch so fern " - Untertitel "Beziehungsangst und ihre Folgen".
Ich würd da einmal reinschnuppern und vielleicht gibts ja ein "Aha-Erlebnis", obwohl ich finde, dass wenn ihr eine so gute Gesprächsbasis habt die Chancen gut stehen, dass ihr beide in eurer Beziehung glücklich sein könnt.

LG
Lorli

*
Das erinert mich sehr anmene Ex-Beziehung.
Das Buch kenn ich auch, teilweise hat jeder vielleicht diese Angst vor Nähe.
ALlerdings seit ihr noch sehr jung zusammen, da sind die Ideal noch greifbar nah. Bei meinem Freund und mir dauerte weit über 1 jahr, bis jeder für sich anfing zu zweifeln. aber nach außen haben wir uns immer gegenseitig versichert, dass wir es schaffen und nie klammern und das leben schwer...
alles ist später genauso gekommen und es war eine trennung, die sich fast ein jahr hinzog, noch heute sind wir nocht voneinander los, es war eine sucht....

trotzdem führt kein weg drumherum, man kann sich nur wirklich frei machen von der angst, wenn man sich auch ganz einlässt. dieses um den heißen brei kriechen und wer behält die oberhand sät heimlich gift...

lg
lilliy

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24. Februar 2004 um 22:53

Sommerblume
entweder vertraut man wieder oder nicht! Ein dazwischen gibt es nicht...

lg leonie

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24. Februar 2004 um 23:32

Sag mal
Streitet ihr euch auch mal richtig? Irgendwie fehlt mir da ein Kick in eurer Beziehung. Als wenn du alles hinnimmst. Nicht die Liebe lebst. Du schreibst ja, ihr würdet beide leiden. Warum wird bei euch nicht gekämpft? Egal um was. Ihr zwei seit sehr harmoniebedürftig lese ich heraus. Was ja auch gut ist. Aber ich finde es für mich persönlich zu langweilig. Zu vorsichtig.

Rhapsody

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25. Februar 2004 um 10:06
In Antwort auf rhapsody

Sag mal
Streitet ihr euch auch mal richtig? Irgendwie fehlt mir da ein Kick in eurer Beziehung. Als wenn du alles hinnimmst. Nicht die Liebe lebst. Du schreibst ja, ihr würdet beide leiden. Warum wird bei euch nicht gekämpft? Egal um was. Ihr zwei seit sehr harmoniebedürftig lese ich heraus. Was ja auch gut ist. Aber ich finde es für mich persönlich zu langweilig. Zu vorsichtig.

Rhapsody

Richtig streiten ???
Du meinst mit Tellern die durch die Luft fliegen ? Na klar, aber dass bin meistens ich, er ist dann total geschockt weil men Teperament für 3 reichen würde.

Das ganze hat nichts mit Vertrauen zu tun, wir vertrauen uns, aber es belastet mich dass jeder dem andern immer beweist wie gut er doch ohne Ihn könnte !

Mir kommt es so vor als ob ich ihm freiwillig 80 % (z.B) Freiheit gebe , er sich aber dann 90 % nimmt- ganz nach dem Motto "sie gibt mir 80 also kann sie mir auch 90 geben.
Er schöpft es dann unnötig aus und er sieht dass auch selbst ein. Unter seinem Machogehabe, scheint mir, ein gar nicht soooo selbstbewußtert Mann zu stecken.

Ja wir sind beide er Harmonieliebend, gerade darum stört es mich.

Man merkt dass er noch nie eine lange Beziehung hatte und sich schwer tut mit dem Gleichgewicht des geben und nehmens.
Er checkt nicht ganz dass eine Beziehung ein miteinander ist und ein "aueinander zugehen".
Ich wußte dass Anfangs auch nicht, und ich hoffe dass wir uns diesbezgl. zusammenraufen können.

Aber wie ?

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25. Februar 2004 um 10:09
In Antwort auf lilliy

*
Das erinert mich sehr anmene Ex-Beziehung.
Das Buch kenn ich auch, teilweise hat jeder vielleicht diese Angst vor Nähe.
ALlerdings seit ihr noch sehr jung zusammen, da sind die Ideal noch greifbar nah. Bei meinem Freund und mir dauerte weit über 1 jahr, bis jeder für sich anfing zu zweifeln. aber nach außen haben wir uns immer gegenseitig versichert, dass wir es schaffen und nie klammern und das leben schwer...
alles ist später genauso gekommen und es war eine trennung, die sich fast ein jahr hinzog, noch heute sind wir nocht voneinander los, es war eine sucht....

trotzdem führt kein weg drumherum, man kann sich nur wirklich frei machen von der angst, wenn man sich auch ganz einlässt. dieses um den heißen brei kriechen und wer behält die oberhand sät heimlich gift...

lg
lilliy

Hi lilliy
war dass jetzt so eine versteckte Nachrict dass sowas nicht gut gehen kann ?

Ich liebe Ihn, er ist mein Traummann in dem was er mir gibt, aber es sind die "Feinheiten" die nict so passen...ich würde so gerne eine Bezieung führen in die sich jeder 100 % reinfallen läßt...

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25. Februar 2004 um 10:21
In Antwort auf leonie7

Sommerblume
entweder vertraut man wieder oder nicht! Ein dazwischen gibt es nicht...

lg leonie

Liebe leonie....
vertrauen, dass man irgendwann einmal schmerzhaft verloren hat, muss erst wieder neu wachsen, sich entwickeln dürfen, dass geht nicht immer ohne rückfälle, ohne dass die angst davor, verletzt zu werden, wieder die oberhand gewinnt.

ich denke offen mit diesen ängsten umgehen, darüber reden und sich viel zeit und raum geben, ist das einzig wirksame rezept.

kitty

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25. Februar 2004 um 10:27
In Antwort auf Sommerblume

Hi lilliy
war dass jetzt so eine versteckte Nachrict dass sowas nicht gut gehen kann ?

Ich liebe Ihn, er ist mein Traummann in dem was er mir gibt, aber es sind die "Feinheiten" die nict so passen...ich würde so gerne eine Bezieung führen in die sich jeder 100 % reinfallen läßt...

Lass die zeit arbeiten.....
niemand, der einmal auf die nase gefallen ist, wird sich ein zweites mal, ohne "emotionale sicherungsleine" gleich wieder wie ein lemming von der nächsten klippe stürzen, ohne zu wissen, dass er sicher unten ankommt. lieben ist immer ein balanceakt zwischen nähe und angst (angst verletzt zu werden, angst sich selbst zu verlieren).

vielleicht sollte man einfach mehr "carpe diem" leben, anstatt das "heute" nicht zu genießen, weil man eine imaginären idealzustand anstrebt und haddert weil man den im heute (noch) nicht hat. wenn man so lebt, dann geht viel zu viel "leben" an einem vorbei.


kitty

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25. Februar 2004 um 14:31

Hallo Imandra
danke für deinen Denkanstoss !
Also das hat mich jetzt zum nachdenken gebracht.

Gibt es das wirklich nicht ?
Also wenn das alles normal ist und es normal ist sich erst zusammenraufen zu müssen, dann mach ich mir ja gleich gar keine Gedanken mehr ! Ich dachte immer jeder würde nach dem streben was du geschrieben hast , dem "Hossiana" !!!

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25. Februar 2004 um 17:52

Und wie macht man das ?
Unsere Erfahrungen prägen doch oder ?
WWir lernen daraus, sie formen uns.
Man erinnert sich an schöne wie an schlechte Erlebnisse- also wie soll ich alles hinter mir lassen was mir schmerzen bereitet hat ? Bleibt sowas nicht immer irgendwoan uns hängen ?

Ich bin froh dass ich es so gut geschafft habe und trotz meiner Erfahrungen keine wandelnde Zicke bin die die Ssachen des Partners durchwühlt.

Meine Eltern haben es geschafft, die leben miteinander und böse Worte oder verletzungen, sagt meine Mum, gabs nur als sie noch jung und dumm waren und nicht wußten welches Gewicht Worte haben können. Sie sagt mir oft es braucht viel Gedult, liebe und manchmal einfach nur einen Gedanken "LMAA". Der Betroffene merkt nicht nur schreien und beschimpfen was er tut sondern durch das "darüber stehen"
Ist dass denn so ?
Und wieso in Gottesnamen ist eine Bezihung trotz des perfeckten Potenzials so kompliziert- obwohl BEIDE wollen !? Irgendwie holt uns die Macht der Gewohnheit immer wieder ein .

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25. Februar 2004 um 19:40
In Antwort auf kittekatt

Liebe leonie....
vertrauen, dass man irgendwann einmal schmerzhaft verloren hat, muss erst wieder neu wachsen, sich entwickeln dürfen, dass geht nicht immer ohne rückfälle, ohne dass die angst davor, verletzt zu werden, wieder die oberhand gewinnt.

ich denke offen mit diesen ängsten umgehen, darüber reden und sich viel zeit und raum geben, ist das einzig wirksame rezept.

kitty

Kittekatt
da geb ich Dir recht.

leonie

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26. Februar 2004 um 10:40

Da is was dran,
und wo ist eigentlich Dein Problem,dass Du manchmal zickst,kann doch durchaus auch normal sein....?
Da tu ich mir etwas schwer,eins rauszulesen,was ich als Problem bezeichnen würde- da gibts härtere.

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27. Februar 2004 um 0:17

Harmoniesucht...lieber Michi !?
**wenn Konflikte wegen einer Harmoniesucht unter einer kultivierten und höflichen Oberfläche begraben werden. **

Hallo Michi,

hab letztlich einen Beitrag von Dir gelesen zum Thema "umdenken". Das fand ich doch mal sehr interessant und ich ich glaube ich habe bei mir gemerkt dass ich zum umdenken "gezwungen" wurde als sich vor einem Jahr mein Freund von mir getrennt hat. Ich habe dass eingesehen was mir hier alle prophezeit haben, Monate und Jahrelang und was erkennen wir daraus ? Dass wir wie Laborratten erste dann kapieren dass wir "da" nicht rein dürfen wenn wir schon in der Falle sitzen ! Selten haut uns die Mausefalle "nur" eine auf die Finger und selbst wenn wir gesehen haben dass es "aua" macht, probieren wir es nochmal !

Ich muss ja ehrlich zugeben dass ich auch so ein Harmoiesüchtling bin, was darann liegt, dass ich in meiner letzten und ersten Beziehung gesehen habe wie "zerstörend" es wirkt wenn man versucht etwas zu sein was man nicht ist und von einem Extrem ins andere fällt was sich bei mir in etwa auswirkte wie "ich sage gar nichts (mit ruhiger Enttäuschung die mich verrückt macht)" oder "ich rede alles tot (in einem Ton der mehr zerstört). Aber im nachhinnein gebe ich nicht nur mir die Schuld.
Ich habe gelernt welches Gewicht "Worte" haben, wie viel der Ton ausmacht und die Atmosphäre. Und eines kann man nicht bestreiten, es gibt Menschen die gehen auf solch ein Gespräch ein und welche die es eben nicht tun, die es einfach nicht können. Wie "gewillt" man ist, etwas an Konflikten zu lösen ist glaube ich von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Ich war gestern mit meinem Freund "Fischessen", so wie sich dass gehört am Aschermittwoch. Wir saßen da, er hielt meine Hand und sah mich an, küsste meinen Handrücken und meinte plötzlich "wieso ist es so ein "gehackel" bei uns beiden wo wir doch so unglaublich glücklich sein könnten !?"
Ich lachte Ihn an und lege Ihm meine Gedanken dar, was bei diesem Gespräch , dass so unwahrscheinlich ruhig und fast "harmonisch" ablief war folgendes:
Er gab mir recht als ich die Vermutung in den Raum stellte, dass er sich aus nur einem Grund als "Macho" gibt, nämlich weil er nicht annähernd so viel Selbstbewußtsein hat wie er es gerne hätte und sich nicht im geringsten meiner sicher ist- so wie er es immer behauptet. Er sagte dann, dass er sich in meiner Gegenwart immer desshalb selber Lobe, weil er von mir nie ein Kompliment bekäme. Er desshalb so provozierend mit Frauen flirtet und es immer mehr provoziert weil ich überhaupt nicht Eifersüchtig bin (obwohl er mich so sehr dafür schätzt dass ich keine Kampfzicke bin - man sieht wieder das "Mittelmass" machts!
Ich war schon ein wenig verwirrt als ich das alles so hörte. Und dann verriet er mir, dass der schönste Moment für Ihn gewesen sei, als ich letztlich etwas zornig auf Ihn zukam (er wieder mal mit einer anderen am flirten war), Ihn an der Hand nahm, zu der Dame an seiner Seite sagte "Entschuldige uns bitte", Ihn an die Bar entführte und Ihm ins Ohr flüsterte "Du gehörst mir und die nächste Stunde teile ich Dich mit niemandem !" - DAS war sein schönster Moment ! Auch beschwerte er sich dass ich nie zum kuscheln Anfangen würde, immer ziehe er mich zu sich ... wobei sich zeigt, dass es Männer gibt die Nähebdürftig sind "UND ICH HAB EINEN DAVON BEKOMMEN!"
Gott ich will meinen Ex nie mehr zurück !

Wir saßen bis 1:00 Uhr Nachts in diesem Lokal und diskutierten und rätselten so über alles, was so die tieferen Hintergründe für unser Teilweise so "Machtkampfähnliches" Verhalten sei. Wir kamen auch zu dem Enschluss dass wir beide so Angst haben dass der eine dem anderen weh tut, dass wir beide versuchen unseren Emotionalen "Abstand" zu wahren, wobei wir uns auch einig waren dass wir es nicht nötig hätten, denn wir wissen dass die Beziehung die wir beide haben eine "Gemeinschaft" ist, ein "mitteinander" - nicht nur dieses typische "wir sind zusammen und spielen Jahre Katz und Maus bis wir uns fremd werden, weil man so viel spielt dass man vor lauter Spielfiguren dass Spielbrett nicht mehr sieht" sondern ein "ich kann immer sagen was ich denke und wir ziehen an einem Strang !"

Als ich letzte Woche , wegen diesem Thema ziemlich bedrückt war und nichts sagen wollte, weil ich abwarten wollte wie sich die Situation entwickelt, dachte ich, ich müsse das jetzt mit Gedult "bearbeiten" denn ich würde Ihm sonnst nur Vorwürfe machen und das wollte ich nicht. Er kam, er sah mir in die Augen und sagte "was bedrückt Dich!?" ich sagte "Nichts !" zu meinem entsetzen sagte er "wieso lügst Du mich an !?" ich war geschockt "ich bin müde!" er sah auf den Boden und meinte "was ist so schlimm, dass Du mir nicht die Wahrheit sagst?"

Weist Du Michi, wenn ich zu meiner Mutter sage "es ist nichts ich bin nur Müde!" glaubt sie dass ! Und dann sagte ich Ihm was mich bedrückte. Wir redeten darüber, jeder machte sich Gedanken, ließ es wirken und gestern wiederholten wir dass - und dass finde ich absolut super ! Seit gestern habe ich gar keine Angst mehr dass irgendwas nicht funktioniert bei uns, denn wir sind diesbezüglich auf einem Level, wofür ich Gott danke ! Mit jedem solcher "Konflikte" kommen wir uns näher, lernen uns besser kennen und wissen besser mit dem anderen umzugehen und ich habe jetzt gesehen dass "Auf Abstand gehen" oder sich "rar machen" nicht bei jedem Menschen die beste Lösung ist.


In diesem Sinne eine schöne Nacht.

Euer Blümchen, dass mitlerweile Spass an Konflikten hat weil sie unseren Weg ebnen "können" !

Und danke für alle Hilfe von Euch !

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