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Habt ihr etwas bereut?

29. November 2002 um 11:35 Letzte Antwort: 29. November 2002 um 13:42

Hallo an Alle,

habe mal wieder eine allgemeine Frage. Ich glaube eine ähnliche gab es schon mal.

Meine Frage richtet sich in erster Linie an die erfahreneren Forumsmitglieder, bin aber auch an Meinungen von jüngeren interessiert, wenn sie welche haben.

Ich würde gern wissen, ob ihr irgendetwas bereut, wenn ihr zurückblickt. Insbesondere, wenn ihr euch an Entscheidungssituationen erinnert, in denen ihr vielleicht nicht sicher wart, ob ihr jetzt das richtige tut. Könnt ihr jetzt im Nachhinein sagen, dass es das Richtige war?

Kann man falsche Entscheidungen treffen, oder sind sie für den Moment immer die richtigen und später erst, wenn man zurückblickt waren sie falsch? Gab es solche Entscheidungen in eurem Leben? Und wenn ja, wie sehr bereut ihr das?

Ich habe immer große Angst davor falsche Entscheidungen zu treffen und später einmal auf mein Leben zurückzublicken und dann zu denken "Na toll, jetzt hast du dein eines Leben, was du hattest, vermasselt". Deswegen setze ich mich immer sehr unter Druck, wenn es um irgendwelche Entscheidungen geht(selbst, wenn ich eigentlich gar nicht wirklich etwas entscheiden muß).

Bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Viele Grüße

Kiddy

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29. November 2002 um 11:40

Schwierig...
...ich denke, allein eine Entscheidung zu treffen ist richtig!
Denn man hat für diesem Moment hoffentlich überlegt entschieden.

Selbtverständlich kann sich im Nachhinein immer herausstellen, dass man voreilig war, weil man neue Informationen hat.

Man bereut viel, aber man vregisst ganz leicht all die richtigen Entscheidungen.

Die man vielleicht unbewußt getroffen hat.
Und die doch so große Auswirkungen haben.

Also auf jeden fall bereue iches fremdgegangen zu sein. Bin aber irgendwie froh, dass ich mich, wenn ich daran erinnere richtig ekele und so gestraft bin. Denn das habe ich in Meinen Augen verdient!

Und ich bereue, dass ich früher sp schüchtern war, und mir dadurch 2 Traummänner entgangen sind, die mir heute erzählen, wie süüüüß ich doch bin!!!

Das Leben ist voller Entscheidungen, triff sie nach besten Wissen und Gewissen, mehr kann man nicht machen, denke ich.

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29. November 2002 um 12:49

Liebe Kiddy
...vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dir das Leben vorstellst wie eine Landschaft. Mal liegt eine weite Wiese vor Dir, die Du gerade überqueren kannst. Manchmal gibt es aber auch Waldstücke, in denen Du nicht weit gucken kannst. Und sehr oft gibt es Wegkreuzungen. Bei manchen kannst Du den bequemen Hauptweg weitergehen, manchmal gibt es aber auch zwei oder mehr Abzweigungen, die total gleichwertig aussehen. Dann wird eine Entscheidung schwer. Vor allem, wenn Du nicht siehst, was hinter der Kurve kommt. Geht es bergauf oder bergab, kommt vielleicht ein tiefer Morast oder doch ein gepflasterter Weg? Wen und was wirst Du treffen auf welchem Weg, wen und was wirst Du durch deine Wahl verpassen? Manchmal kannst Du, wenn Du genau hinsiehst und Deine Erfahrungen und Dein Bauchgefühl einbringst, schon vorher ahnen, dass ein bestimmter Weg Dir Schwierigkeiten bringen könnte, dass da um die Ecke ein Sumpf lauert oder ein gefährliches Tier. Allerdings ist es meistens so, dass Du das vorher nicht weißt. Und das macht auch nichts, denn dadurch wird das Leben spannend.
Deinen Weg solltest Du so wählen: Lass erst den Verstand sprechen, die Erfahrung. Wenn die Dir nichts raten kann, hör auf Dein Gefühl, Deine Intuition, die hat fast immer recht, auch wenn es im ersten Moment nicht danach aussieht!!

Bereuen wirst Du selten etwas. Auch wenn Du einen Weg nimmst, der auf den ersten Blick (das können sogar Jahre sein) falsch aussieht - vielleicht gibt er Deinem Leben eine Wendung, die es sonst nicht gegeben hätte.

Zum Beispiel die Geschichte von Nenja (sorry Nenja, ich hoffe, ich darf Dich hier mal als Beispiel nehmen??): Sie schreibt, es war ein Fehler, Ihren damaligen Mann zu heiraten. Doch - wenn sie es nicht getan hätte, möglicherweise wäre ihr Leben dann anders verlaufen und sie hätte z.B. nicht Jahre später ihren heutigen Schatz kennen gelernt? Man weiß es ja nicht.

Es hat auch keinen Zweck, dieses was-wäre-gewesen-wenn zu sehr zu strapazieren. Es kommt wie's kommt, ein bisschen Fügung ist auch dabei und wenn Du immer auf Verstand UND vor allem Herz und Bauch hörst, kannst Du nichts falsch machen. Also Mut zur Entscheidung - denk immer daran, Du weißt nicht, wie es auf dem anderen Weg weiter gegangen wäre, also ist der, den Du gewählt hast, auf jeden Fall der richtige!!

Ganz liebe Grüße

Valerie

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29. November 2002 um 13:13

Noch nie wirklich...
Hallo Kiddy,

ich glaube, ich habe eine Entscheidung nochnie wirklich bereut.

Wie du auch gehöre ich zu den Menschen, die es sich meist sehr schwer machen, eine Entscheidung zu treffen. Und jewichtiger sieist, desto schwerer wird es. Das geht beimir soweit, dass ich völlig gelähmt bin, und mich schlicht verweigere irgendetwas zu entscheiden... Aber wenn ich es dann irgendwann doch geschafft habe, dann stehe ich auch dazu und bereue es nicht.

Ich kann mich Valerie nur anschließen: Man weiß nie, was einen auf dem anderen Weg erwartet hätte. Ich denke auch öfters darüber nach... Und ich frage mich: was ist selbstbestimmt? Was ist Schicksal?

Ein Beispiel: Es fiel mir damals sehr schwer, einen Studienort auszuwählen. Irgendwann habe ich mich entschieden. Und durch Zufall ein paar Leute da kennengelernt. Wirklich, rein durch Zufall. Unter anderm auch meinen Freund, den ich über alles liebe und wo ich denke: Er ist es. Der Mann meines Lebens.

Und dann frage ich mich halt auch: Warum habe ich mich für diesen Studienort entschieden? (Der Grund war damals ziemlich banal...) Und wir wäremain Leben verlaufenb, hätte ich mich für die Zweitwahl entschieden damals?

Ich weiß es nicht. Und das ist gut so. Ich denke, es kann immer vorkommen, dass man sich "falsch" entscheidet und das es einem eine Weile schlechter geht, als wenn man den anderen Weg eingeschlagen hätte. Aber letzten Endes führt uns jede Entscheidung an einen neuen Entscheidungspunkt. Und dieser eröffnet einem dann vielleicht die Möglichkeiten, die man sonst nie bekommen hätte.

Bis zu einem gewissen Punkt glaube ich auch an so etwas wie Schicksal. Nicht, dass alles vorher bestimmt wäre, aber ich denke, manches Bauchgefühl wird vom Schicksal beeinflußt...

Auf jeden Fall: mach dir nicht zuviele Gedanken. Die meisten hier schreiben, dass sie nicht viel bereuen. Und ich denke, so wird es auch denmeisten Menschen gehen, die hier nichts schreiben.

Liebe Grüße,
nindscha

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29. November 2002 um 13:27

Nicht wirklich
Hallo,

im Nachhinein mit dem Wissen, dass ich jetzt habe würde ich einige Entscheidungen anders treffen als ich getan habe, z.B. habe ich mich zuerst für das falsche Studium entschieden und dudurch 4 semester verloren.
allerdings machen mich meine Erfahrungen im Leben (sowohl die guten als auch die schlechten) zu dem Menschen, der ich heute bin. Diesen Menschen mag ich ganz gerne
Ich denke wenn ich meine Fehler nicht gemacht hätte, hätte ich andere gemacht. Auch kann man eine falsche entscheidung nicht für sich isoliert sehen. Vielleicht hat diesen falsche Entscheidung auch andere richtige Entscheidungen verursacht, oder man hat daraus Dinge gelernt, die sehr wichtig sind.
Das schlimmste finde ich wenn man in einer unberfriedigenden Situation verharrt, aus Angst sich zu entscheiden. Ich bin ein ungeduldiger Mensch. wenn ich mit meiner Situation nicht zufrieden bin, muss ich versuchen, etwas zu ändern. Besser das Risiko einer schlechten Erfahrung als gar keine.

LG

RedDevil

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29. November 2002 um 13:29

Hi Kiddy,
wenn man zurückblickt, fallen einem viele Dinge ein, die man gerne anders gemacht hätte und ebenso viele Dinge, die man genau so wieder machen würde. Aber in Summe machen sie halt die Wegstrecke aus, die man bisher zurückgelegt hat.

Eins hab ich für mich schon recht früh erkannt, nämlich, dass man sich jederzeit bei der Nachbetrachtung die Umstände und Voraussetzungen vor Augen halten muss, unter denen man etwas entschieden hat (bei mir z.B., warum ich mein Studium abgebrochen hab). Auch wenn die Entscheidung sich später als 'falsch' herausstellt, so weiß man doch, dass diese Entscheidung in dem Moment, wo sie getroffen wurde, 'richtig' war, weil man halt so gedacht und gefühlt hat und in dem Moment nicht anders wollte und nicht anders konnte.

Man lernt mit der Zeit, dass es völlig natürlich ist, dass man sich nicht an jeder Kreuzung für den optimalen Abzweig entscheidet.

Und unter diesem Gesichtspunkt mag ich auch keine Entscheidung bereuen, die ich getroffen habe. Ich bereue nur die Entscheidungen, die ich aus Angst, Schüchternheit oder welchen Motiven auch immer NICHT getroffen habe. Ich bereue ein paar Momente, wo ich nicht den Mut hatte, Chancen oder Möglichkeiten zu nutzen. Klar hätte ich dabei auch auf die Schnauze fallen können, aber das werde ich nie mehr erfahren, weil ich es erst gar nicht probiert hab und das ärgert mich heute.

Also mach Dir bewußt, dass man mit jeder Entscheidung auf die Schnauze fallen kann, aber das läßt sich fast immer - und sei es auf der Zeitachse - wieder hinbiegen und dann pack's an.

Wirklich schlimm ist nur, irgendwann mal auf ein Leben mißachteter Möglichkeiten zurückzublicken.

Einen lieben Gruß

F.

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29. November 2002 um 13:34

Falsche Entscheidungen...
... gibt es meines Erachtens nicht. Ich denke, es gibt keine guten oder schlechten Entscheidungen, sondern nur das, was man aus bestimmten Entscheidungen macht.

Außerdem, wie kann man wissen, dass, wenn man die jeweils andere Entscheidung getroffen hätte (die angeblich "gut" ist), es besser gewesen wäre? Schließlich kann man ja nicht hellsehen...

Also, lieber das Beste draus machen und es versuchen zu akzeptieren, als sich Gedanken zu machen, wie es hätte kommen können.

Lieber Gruß
Siria

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29. November 2002 um 13:35

Danke erstmal!
Da haben sich ja schon einige sehr gute Anworten gefunden. Ich danke euch!

Bei fast allen von euch kam eigentlich raus, dass man schon falsche Entscheidungen trifft, aber das die einem zu dem machen, was man ist. Und somit scheinen die meistens von euch diese Entscheidungen nicht wirklich zu bereuen. Das ist schon mal beruhigend.

@Valerie: Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!!! Du hast genau wiedergespiegelt, was mir oft durch den Kopf geht. Und gerade dein letzter Satz drückt genau meine Sorge/meine Gedanken aus: Ich weiß doch nicht, ob ich glücklicher gewesen wäre, wäre ich einen anderen Weg gegangen. Aber diese Frage kann ich mir immer stellen, egal welchen Weg ich gehe.

@robse: Du hast schon recht, man sollte nicht anfangen darüber nachzudenken. Aber andererseits muß ich doch darüber nachdenken, weil wie soll ich sonst richtig entscheiden?

Ich glaube ich denke zu viel nach und will unbedingt alles "richtig" machen. Aber dabei weiß man dann schnell gar nicht mehr, was nun gut ist.

Ein schönes Wochenende!

Kiddy

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29. November 2002 um 13:42
In Antwort auf beat_12643474

Noch nie wirklich...
Hallo Kiddy,

ich glaube, ich habe eine Entscheidung nochnie wirklich bereut.

Wie du auch gehöre ich zu den Menschen, die es sich meist sehr schwer machen, eine Entscheidung zu treffen. Und jewichtiger sieist, desto schwerer wird es. Das geht beimir soweit, dass ich völlig gelähmt bin, und mich schlicht verweigere irgendetwas zu entscheiden... Aber wenn ich es dann irgendwann doch geschafft habe, dann stehe ich auch dazu und bereue es nicht.

Ich kann mich Valerie nur anschließen: Man weiß nie, was einen auf dem anderen Weg erwartet hätte. Ich denke auch öfters darüber nach... Und ich frage mich: was ist selbstbestimmt? Was ist Schicksal?

Ein Beispiel: Es fiel mir damals sehr schwer, einen Studienort auszuwählen. Irgendwann habe ich mich entschieden. Und durch Zufall ein paar Leute da kennengelernt. Wirklich, rein durch Zufall. Unter anderm auch meinen Freund, den ich über alles liebe und wo ich denke: Er ist es. Der Mann meines Lebens.

Und dann frage ich mich halt auch: Warum habe ich mich für diesen Studienort entschieden? (Der Grund war damals ziemlich banal...) Und wir wäremain Leben verlaufenb, hätte ich mich für die Zweitwahl entschieden damals?

Ich weiß es nicht. Und das ist gut so. Ich denke, es kann immer vorkommen, dass man sich "falsch" entscheidet und das es einem eine Weile schlechter geht, als wenn man den anderen Weg eingeschlagen hätte. Aber letzten Endes führt uns jede Entscheidung an einen neuen Entscheidungspunkt. Und dieser eröffnet einem dann vielleicht die Möglichkeiten, die man sonst nie bekommen hätte.

Bis zu einem gewissen Punkt glaube ich auch an so etwas wie Schicksal. Nicht, dass alles vorher bestimmt wäre, aber ich denke, manches Bauchgefühl wird vom Schicksal beeinflußt...

Auf jeden Fall: mach dir nicht zuviele Gedanken. Die meisten hier schreiben, dass sie nicht viel bereuen. Und ich denke, so wird es auch denmeisten Menschen gehen, die hier nichts schreiben.

Liebe Grüße,
nindscha

Wie bei mir!!!!
das könnte fast ich sein, die das geschrieben hat! auch ich bin von zu hause weggegangen für meine Ausbildung und habe dann hier meinen Freund kennengelernt, bei dem ich auch denke/hoffe, dass es der fürs Leben ist! Und auch ich habe mich dann gefragt, ob das der grund war, warum ich mich für diesen Ausbildungsort entschieden habe, obwohl ich daheim auch ein Angebot hatte!

Und das mit dem gelähmt sein, dass kann ich auch vollkommen nachvollziehen und du hast vollkommen recht, wenn ich mich dann irgendwie entschieden habe, war es so immer gut, auch wenn ich manchmal eine Weile gebraucht habe um das zu erkennen.

Ich glaube ich sollte wirklich auf hören mir den Kopf darüber zu zerbrechen, ob ich es jetzt richtig mache, denn wie du schon sagst, man kommt immer wieder an neue Entscheidungspunkte und kann immer wieder eine neue Richtung einschlagen.

Vielen dank!

kiddy

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