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Haben wir noch eine Chance?

1. Dezember um 20:01

Hallo, ich habe mich erst heute angemeldet und brauche Hilfe.
Mein Freund (33) und ich (bald 27) sind seit 5 1/2 Jahren zusammen, wir haben keine gemeinsame Wohnung, aber ich bin immer von Freitag bis Sonntag bei ihm. Während der Beziehung hat er seine Ausbildung abgeschlossen und arbeitet nun, ich arbeite am Abschluss meines Studiums und lebe noch bei meiner Mutter, weil ich eine eigene/ gemeinsame Wohnung finanziell nicht gepackt hätte.
An sich lief alles wunderbar, wir haben noch nie gestritten, bis für mich immer mehr das Thema Kinder aufkam. Er ist absolut kein Kinderfreund und kann mit ihnen nichts anfangen. Aber er probiert sich geistig mit dem Thema anzufreunden, weil er weiß, dass es mir wichtig ist. Anfangs hieß es zusammenziehen, zwei Jahre warten und dann schauen, ob sich seine Einstellung geändert hat. In einem Gespräch vor einer Weile war es plötzlich "wir könnten auch nicht direkt zusammen ziehen, sparen und Eigentum kaufen". Auf meinen EInwurf, dass ich das nicht so gut fände, weil wir nie zusammengelebt hätten und zum anderen dann noch mehr Zeit ins Land gegangen wäre in Bezug auf ein Kind, meinte er nur, dass wir das dann eben nicht haben könnten. Ich bin mir nicht sicher, ob das mit dazu geführt hat oder ob es mehr meine Panik ist vor Uniabschluss und dann rein ins Berufsleben und ich das auch auf unsere Beziehung projeziere. Auf jeden Fall ist das Thema für mich sehr drängend geworden. Nicht, dass ich direkt plane schwanger zu werden- mir wäre es nur wichtig zu wissen, dass das überhaupt im Bereich des denkbaren für ihn liegt. Auch, wenn er sagt, dass es im Bereich des Möglichen liegt, dass er seine Einstellung ändert, habe ich nicht unbedingt den Eindruck, dass das der Fall ist. Von meinem Umfeld bekomme ich da auch eher die Rückmeldung, dass sie da wenig Hoffnung haben. Glaubt ihr, dass aus einem "Nein, aber ich kann nicht ausschließen, dass sich das in Zukunft ändert" irgendwann doch ein ja werden kann? Wie sind da eure Erfahrungen? Es ist ja häufig so, dass Männer nicht total begeistert sind, wenn sie fremde Babys sehen und sie entscheiden sich trotzdem irgendwann für Kinder.

Seine Gründe kann ich im übrigen gut nachvollziehen, aber sie helfen halt nicht gegen das Emotionale/ Hormone (er mag keine Kinder, weiß nicht, was man mit ihnen machen soll, er hat Sorge wegen seiner Depressionen berufsunfähig zu werden und ein Kind finanziell nicht versorgen zu können und dann außerdem auch, dass er mit Depressionen nicht so belastbar ist.) Alles valide Gründe, wobei ich denke, dass gerade die Depressionen immer da sein werden, wenn er es nicht schafft sich stärker hinter die Suche nach einem Therapeuten klemmt. Was ihm auch wichtig ist, ist, dass ich selber psychisch stabil bin. Ich habe eine Autismus- Spektrum- Störung, wobei die nicht sehr stark ausgeprägt ist, und leide unter Depressionen. In schlechte Phasen komme ich aber im Moment nur, wenn sich das ganze Thema Elternschaft in den Vordergrund meiner Gedanken schiebt. Von meinem Umfeld, meiner Psychiaterin und meiner Therapeutin bekomm ich zu hören, dass sie denken, dass mir ein eigenes Kind gut tun würden. Ich habe viele Haustiere, um die ich mich immer kümmere, selbst, wenn es mir schlecht geht und die immer verwöhnt werden und arbeite mit Kindern mit Behinderung zusammen. Von daher weiß ich, dass ich mich auch in akuten Krisensituationen um andere Lebewesen kümmere und habe eine ungefähre Idee, wie fordernd der Umgang mit Kindern ist.

Für mich stellt sich einfach die Frage, ob ich abwarten sollte, ob er seine Meinung vielleicht ändert oder ob das etwas ist, das voraussichtlich nie passieren wird. Ich liebe ihn sehr, aber ich befürchte, dass ich in 15 Jahren eine Entscheidung gegen ein Kind und für ihn bereuen würde. (selbst, wenn ich gar nicht sicher weiß, ob er sich nicht doch noch für ja entscheidet). Für ihn stellt sich die Situation mitlerweile so dar, dass er denkt, dass es nur zwei Wege gibt. Entweder wir trennen uns, weil er vielleicht in der Zukunft keine Kinder will oder wir bleiben zusammen, weil er ja sagt zu einem Kind, das er vielleicht auch in Zukunft gar nicht will und wir trennen uns, weil mir die Wartezeit zu lang wird. Hat irgendwer eine Idee, wie wir es trotzdem noch schaffen könnten, uns zusammen zuraufen? Ich liebe ihn sehr und mal von dieser Sache abgesehen gibt es keine wirklichen Streitpunkte, aber ich weiß einfach nicht, was ich jetzt machen soll, ob es eine dritte Möglichkeit gäbe...

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1. Dezember um 20:16
In Antwort auf kaninchen

Hallo, ich habe mich erst heute angemeldet und brauche Hilfe.
Mein Freund (33) und ich (bald 27) sind seit 5 1/2 Jahren zusammen, wir haben keine gemeinsame Wohnung, aber ich bin immer von Freitag bis Sonntag bei ihm. Während der Beziehung hat er seine Ausbildung abgeschlossen und arbeitet nun, ich arbeite am Abschluss meines Studiums und lebe noch bei meiner Mutter, weil ich eine eigene/ gemeinsame Wohnung finanziell nicht gepackt hätte.
An sich lief alles wunderbar, wir haben noch nie gestritten, bis für mich immer mehr das Thema Kinder aufkam. Er ist absolut kein Kinderfreund und kann mit ihnen nichts anfangen. Aber er probiert sich geistig mit dem Thema anzufreunden, weil er weiß, dass es mir wichtig ist. Anfangs hieß es zusammenziehen, zwei Jahre warten und dann schauen, ob sich seine Einstellung geändert hat. In einem Gespräch vor einer Weile war es plötzlich "wir könnten auch nicht direkt zusammen ziehen, sparen und Eigentum kaufen". Auf meinen EInwurf, dass ich das nicht so gut fände, weil wir nie zusammengelebt hätten und zum anderen dann noch mehr Zeit ins Land gegangen wäre in Bezug auf ein Kind, meinte er nur, dass wir das dann eben nicht haben könnten. Ich bin mir nicht sicher, ob das mit dazu geführt hat oder ob es mehr meine Panik ist vor Uniabschluss und dann rein ins Berufsleben und ich das auch auf unsere Beziehung projeziere. Auf jeden Fall ist das Thema für mich sehr drängend geworden. Nicht, dass ich direkt plane schwanger zu werden- mir wäre es nur wichtig zu wissen, dass das überhaupt im Bereich des denkbaren für ihn liegt. Auch, wenn er sagt, dass es im Bereich des Möglichen liegt, dass er seine Einstellung ändert, habe ich nicht unbedingt den Eindruck, dass das der Fall ist. Von meinem Umfeld bekomme ich da auch eher die Rückmeldung, dass sie da wenig Hoffnung haben. Glaubt ihr, dass aus einem "Nein, aber ich kann nicht ausschließen, dass sich das in Zukunft ändert" irgendwann doch ein ja werden kann? Wie sind da eure Erfahrungen? Es ist ja häufig so, dass Männer nicht total begeistert sind, wenn sie fremde Babys sehen und sie entscheiden sich trotzdem irgendwann für Kinder.

Seine Gründe kann ich im übrigen gut nachvollziehen, aber sie helfen halt nicht gegen das Emotionale/ Hormone (er mag keine Kinder, weiß nicht, was man mit ihnen machen soll, er hat Sorge wegen seiner Depressionen berufsunfähig zu werden und ein Kind finanziell nicht versorgen zu können und dann außerdem auch, dass er mit Depressionen nicht so belastbar ist.) Alles valide Gründe, wobei ich denke, dass gerade die Depressionen immer da sein werden, wenn er es nicht schafft sich stärker hinter die Suche nach einem Therapeuten klemmt. Was ihm auch wichtig ist, ist, dass ich selber psychisch stabil bin. Ich habe eine Autismus- Spektrum- Störung, wobei die nicht sehr stark ausgeprägt ist, und leide unter Depressionen. In schlechte Phasen komme ich aber im Moment nur, wenn sich das ganze Thema Elternschaft in den Vordergrund meiner Gedanken schiebt. Von meinem Umfeld, meiner Psychiaterin und meiner Therapeutin bekomm ich zu hören, dass sie denken, dass mir ein eigenes Kind gut tun würden. Ich habe viele Haustiere, um die ich mich immer kümmere, selbst, wenn es mir schlecht geht und die immer verwöhnt werden und arbeite mit Kindern mit Behinderung zusammen. Von daher weiß ich, dass ich mich auch in akuten Krisensituationen um andere Lebewesen kümmere und habe eine ungefähre Idee, wie fordernd der Umgang mit Kindern ist.

Für mich stellt sich einfach die Frage, ob ich abwarten sollte, ob er seine Meinung vielleicht ändert oder ob das etwas ist, das voraussichtlich nie passieren wird. Ich liebe ihn sehr, aber ich befürchte, dass ich in 15 Jahren eine Entscheidung gegen ein Kind und für ihn bereuen würde. (selbst, wenn ich gar nicht sicher weiß, ob er sich nicht doch noch für ja entscheidet). Für ihn stellt sich die Situation mitlerweile so dar, dass er denkt, dass es nur zwei Wege gibt. Entweder wir trennen uns, weil er vielleicht in der Zukunft keine Kinder will oder wir bleiben zusammen, weil er ja sagt zu einem Kind, das er vielleicht auch in Zukunft gar nicht will und wir trennen uns, weil mir die Wartezeit zu lang wird. Hat irgendwer eine Idee, wie wir es trotzdem noch schaffen könnten, uns zusammen zuraufen? Ich liebe ihn sehr und mal von dieser Sache abgesehen gibt es keine wirklichen Streitpunkte, aber ich weiß einfach nicht, was ich jetzt machen soll, ob es eine dritte Möglichkeit gäbe...

Höre auf deine Freunde.

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