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Haben kinder sehr jünger mütter häufiger ADHS?

Letzte Nachricht: 3. Juli 2009 um 15:55
A
an0N_1295532599z
03.07.09 um 10:32

guten morgen,

vorneweg: ich möchte hier kein vorurteil in die welt setzen und auch niemanden verletzen, also (auch ihr jungen mütter), betrachtet das einfach als sachliche frage von einer, die es einfach nicht weiss!

in meinem bekanntenkreis gibt es einige sehr junge mütter (mit 18, eine mit 17,erste mal mutter geworden mittlerweile beide 23 und schon das zweite kind da)
und drei von den kindern sind mit ADHS diagnostiziert worden! meine schwester arbeitet an einer sonderschule und da sind natürlich auch viele kinder mit ADHS und auffällig viele junge eltern (die ihr kind zwischen ihrem 15 und 20 lebensjahr bekommen haben)

gibt es da einen zusammenhang?

lg susi

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A
an0N_1295532599z
03.07.09 um 10:48

Also
natürlich weiss ich schon, dass es da noch andere ursachen gibt, mich interessiert momentan nur dieser zusammenhang, aber vielleicht liegt es daran, dass sehr junge mütter evtl. tendenziell eher überfordert sind?

s.

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an0N_1295532599z
03.07.09 um 10:53

Ah, ok
geht das dann tendenziell auch (manchmal) eher in richtung vernachlässigung bzw. wohlstandsvernachlässigung , gerade wenn man das kind täglich 5 stunden vor die glotze setzt, satt sich mit ihm zu beschäftigen?

(ohje, bitte bitte: hier soll sich echt keiner angesprochen fühlen!)

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anike_11862155
03.07.09 um 11:03

Hallo gingryu
genau DAS ist mir persönlich auch eher aufgefallen, das es nicht mit dem Alter der Mütter, sondern eher mit den Lebensumständen (alleinerziehend) zu tun hat.

Nach meiner Trennung ( gg und ich bin eine "alte" Mutter) zeigte mein Sohn ADHS-ähnliche Anzeichen, die nach einem langen Therapiegang definitiv mit der Trennung zu tun hatte.
In der Zeit hab ich mich etwas intensiver mit dem Thema befasst und da ist mir genau das aufgefallen, was du oben angesprochen hast.

Ich denke, das extrem junge Mütter wahrscheinlich öfter alleinerziehend sind als z.B. Mütter zwischen 25 und 35 und von daher kann es sicherlich durchaus vorkommen, das sich das dann auffälliger zeigt.

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A
an0N_1295532599z
03.07.09 um 11:06
In Antwort auf anike_11862155

Hallo gingryu
genau DAS ist mir persönlich auch eher aufgefallen, das es nicht mit dem Alter der Mütter, sondern eher mit den Lebensumständen (alleinerziehend) zu tun hat.

Nach meiner Trennung ( gg und ich bin eine "alte" Mutter) zeigte mein Sohn ADHS-ähnliche Anzeichen, die nach einem langen Therapiegang definitiv mit der Trennung zu tun hatte.
In der Zeit hab ich mich etwas intensiver mit dem Thema befasst und da ist mir genau das aufgefallen, was du oben angesprochen hast.

Ich denke, das extrem junge Mütter wahrscheinlich öfter alleinerziehend sind als z.B. Mütter zwischen 25 und 35 und von daher kann es sicherlich durchaus vorkommen, das sich das dann auffälliger zeigt.

Ja, aber
die zwei mütter, die ich kenne leben in einer (ziemlich verkackten) ehe. sehr kleine wohnug mitten in einer großstadt! tendenz naja, nicht verwahrlosung (Sie lieben ihre kinder echt) aber die dürfen eben auch alles!

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anike_11862155
03.07.09 um 11:15
In Antwort auf an0N_1295532599z

Ja, aber
die zwei mütter, die ich kenne leben in einer (ziemlich verkackten) ehe. sehr kleine wohnug mitten in einer großstadt! tendenz naja, nicht verwahrlosung (Sie lieben ihre kinder echt) aber die dürfen eben auch alles!


was wir angesprochen haben gilt ja nicht für ALLE Alleinerziehenden genausowenig, das ALLE Kindern die mit beiden Eltern aufwachsen kein ADHS bekommen.

Aber, um es mit deinen Worten auszudrücken, Mütter, die in "verkackten" Beziehungen leben, fühlen sich wohl eher alleinerziehend (sicher auch umgekehrt, wenn die Mutter sich nicht kümmert), weil sich die Väter einfach nicht um die gesamte Partnerschaft und dementsprechend auch in dem Glauben handeln, die Kinder sind Frauensache, auch nicht um die Kindern kümmern.

Wer in einer "verkackten" Beziehung lebt, ist unglücklich und handelt für sich selber ja schon nicht mehr nach "normalen" Familienregeln, weil die in so einer Beziehung nicht statt finden. Dementsprechend kennen die Kinder diese Regeln nicht, lernen sie auch nicht, werden abgeschoben oder vorm dem TV ruhig gestellt, damit sie den Alltag der ansich schon nicht funktionierenden Partnerschaft nicht noch mehr beanspruchen.

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A
anike_11862155
03.07.09 um 11:18


na klar, von dir nehm ich doch den Kaffee immer gerne .

Nein nach meinen persönlichen Erfahrungen liegst du da nicht falsch.

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V
vesta_12503867
03.07.09 um 11:48

ADHS?
Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt gleich alle auf mich losgehen...!
Ich glaube, ADHS ist eine "Modeerscheinung"! Dass viele Kinder solche Probleme haben, liegt vielleicht auch an der Erziehung!
Kinder werden nicht mehr erzogen und gemaßregelt! Eltern stehen nicht mehr hinter Erzieher und Lehrer, sondern entschuldigen alle Unzulänglichkeiten des Kindes indem sie sich solche Diagnosen von sogenannten Fachleuten bestätigen lassen, anstatt sie zu bestrafen!

Ich war auch ein hyperaktives Kind! Ich konnte kaum fünf Minuten stillsitzen, hab nur Blödsinn gemacht, den Klassenclown gespielt, hab kaum die Hälfte des Unterrrichts verfolgen wollen und schnell wurde mir langweilig! Konzentrieren konnte ich mich nicht sehr lange auf etwas! Ständig habe ich ungefragt dazwischen gequasselt!
Dafür wurde ich ermahnt, bestraft und meine Eltern haben das gleich noch ein zweites Mal getan! Ich MUSSTE einfach, egal wie groß mein Widerstand war und ob ich wollte oder konnte oder nicht!

Ich bin heute noch so! Warten ist für mich eine Qual! Ich bin ungeduldig, hektisch, kaue immer noch Fingernägel, kann mich immer noch nicht besonders lange konzentrieren. Aber ich habe gelernt damit umzugehen!
Ich bin mir dieser Schwäche bewusst und steh dazu, muss mir eventuell manche Dinge anders einteilen! Meinem Freund hab ich das erklärt!

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A
anike_11862155
03.07.09 um 12:10

Nun
so ganz fern ist es von dem Thema nicht, denn wenn Frau sich permanent in der Opferrolle befindet, nimmt das einen großen Teil der Energie ein, die dann an anderen Ecken fehlt. So z.B. da, sich um die Kindern zu kümmern und um das eigene Leben und das als Frau und alleinerziehende in den Griff zu bekommen.

So wie apfel es schon audrückte. Die Gedanken der Opferfrau kreisen ständig noch um den Expartner, woran er alles Schuld ist, was er macht und tut und jedes schlechte Detail wird ausgekostet.

Nach einer Trennung macht das wahrscheinlich jeder eine zeitlang aber irgendwann wird es Zeit, sich auf das hier und jetzt, das neue Leben und somit auch auf die Kindern und den Status "alleinerziehend" zu konzentrieren. Wer das nicht schafft, schafft es auch nicht, den Kindern eine angemessene Erziehung angedeihen zu lassen.

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J
jenn_12648578
03.07.09 um 12:33

Ich persönlich...
glaube dass ADHS sehr viel mit Erziehung und Lebensumfeld zu tun hat. Kinder die sehr viel Zeit vor dem Fernseher, Konsole etc. verbringen und kaum Bewegung haben neigen sicher eher zu dieser Krankheit. Ihnen fehlt einfach die Bewegung und der Ausgleich - Kinder sind ja eigentlich von Haus aus sehr aktiv, nimmt man ihnen das, oder werden nicht dazu angespornt, fehlt ihnen etwas und das wird durch andere Dinge ausgeglichen. Auch Ernährung spielt meiner Meinung nach eine große Rolle. Man füttert den Kindern lauter Zucker und wundert sich dann weil sie Hyperaktiv sind. Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung ist für Kinder noch wichtiger als für Erwachsene. Fehlt ihnen dieses kann es (wie ich glaube) zu solchen Krankheiten wie ADHS kommen.
Ob es bei jungen Müttern tendenziell öfters auftritt kann ich nicht beurteilen, kann es mir aber gut vorstellen. Wahrscheinlich sind junge Mütter eher mit den Kindern überfordert weil sie vielleicht selbst noch nicht so recht wissen wohin mit sich selbst. Außerdem haben viele von diesen jungen Müttern vielleicht selbst im Kindesalter nicht die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Ich will hier nicht alle jungen Mütter in eine Schublade stecken, aber mit 17 weiß man vielleicht einfach noch nicht soviel vom Leben, gesunder Ernährung, Kindererziehung etc. als man mit 25, 30 oder 35 darüber weiß. In diesem Alter hat man dann nämlich meist auch schon seinen Platz im Leben gefunden und kann einem Kind vielleicht mehr Aufmerksamkeit geben weil man sich nicht mehr sosehr mit sich selbst beschäftigen muss.
Aber wie gesagt, nur meine Meinung.

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A
anike_11862155
03.07.09 um 12:42

Nicht
unbedingt bequem ist richtig, sondern eher die Unkenntnis bzw. das Unvermögen ohne den Partner voran zu kommen ist meist das Problem.
Viele Frauen neigen dazu, in der Ehe mit einem "tonangebendem" Mann die Eigenständigkeit und die Selbstständigkeit aufzugeben oder zu verlenern. Sie lassen sich führen und solange der stärkere Partner im Hintergrund da ist schaffen sie es unter Augabe ihrer eigenen Selbständigkeit die Kinder gut zu erziehen in Dingen die das alltägliche materielle Leben erfordert. Für die Selbständigkeit der Kinder ist der Partner zuständig.
Fällt nun dieser Partner weg, sitzt die Frau mit ihrer Selbständigkeit förmlich auf dem Trockenen.
Also bleibst denen, die ihre Selbstständigkeit nicht zurückgewinnen können nur der Hilfeschrei in Richtung des Expartner, der sich widerum dafür nicht mehr zuständig fühlt.
Und schon nimmt die Misere "Opfer" ihren Lauf.

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A
anike_11862155
03.07.09 um 13:19

Diese
Bequemlichkeit kann aber durchaus ein funktionierendes Partnerschaftsmodell auch auf lange Sicht gesehen sein, wenn beide mit ihrer Rolle zufrieden sind.

Es geht glaub ich nicht darum, sich zu ergeben und dann selber Schuld zu sein, sondern auch darum, das es nicht jedem gegeben ist, das zu lernen und dann auch zu leben.
Nicht jedem ist es gegeben, alles zu können. Jeder hat Stärken und auch Schwächen. Wenn diese Schwäche nun ist, selbstständig allein zu leben, ist es sehr schwierig, diese Schwäche zu überwinden. Da wird dann halt eher wieder nach einem neuen Partner gesucht, der diese Schwäche wieder ausgleicht.
Aber solche Dinge geschehen meiner Meinung nach eher unbewußt als bewußt und wenn das unbewußt so ist, kann man auch nicht von Schuld sprechen. Wohl eher von Unvermögen.

Meist sind es auch die Partner mit dieser Schwäche, die verlassen werden. Ob nun dieser Schwäche wegen oder wegen anderen Gründen sei dahingestellt.

Ich kenne einige Frauen, die es niemals schaffen würden, ohne tonangebenden Partner zu leben, die es niemals gebacken bekommen würden, alleinerziehend und alleinlebend mit Alltag und deren Anforderungen klar zu kommen.
Diese Frauen wissen das meiner Meinung nach unbewußt oder auch bewußt und harren lieber in ihren Beziehungen aus, obwohl sie mehr als schlecht laufen, anstatt sich zu trennen.

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J
jorma_11928167
03.07.09 um 13:39
In Antwort auf vesta_12503867

ADHS?
Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt gleich alle auf mich losgehen...!
Ich glaube, ADHS ist eine "Modeerscheinung"! Dass viele Kinder solche Probleme haben, liegt vielleicht auch an der Erziehung!
Kinder werden nicht mehr erzogen und gemaßregelt! Eltern stehen nicht mehr hinter Erzieher und Lehrer, sondern entschuldigen alle Unzulänglichkeiten des Kindes indem sie sich solche Diagnosen von sogenannten Fachleuten bestätigen lassen, anstatt sie zu bestrafen!

Ich war auch ein hyperaktives Kind! Ich konnte kaum fünf Minuten stillsitzen, hab nur Blödsinn gemacht, den Klassenclown gespielt, hab kaum die Hälfte des Unterrrichts verfolgen wollen und schnell wurde mir langweilig! Konzentrieren konnte ich mich nicht sehr lange auf etwas! Ständig habe ich ungefragt dazwischen gequasselt!
Dafür wurde ich ermahnt, bestraft und meine Eltern haben das gleich noch ein zweites Mal getan! Ich MUSSTE einfach, egal wie groß mein Widerstand war und ob ich wollte oder konnte oder nicht!

Ich bin heute noch so! Warten ist für mich eine Qual! Ich bin ungeduldig, hektisch, kaue immer noch Fingernägel, kann mich immer noch nicht besonders lange konzentrieren. Aber ich habe gelernt damit umzugehen!
Ich bin mir dieser Schwäche bewusst und steh dazu, muss mir eventuell manche Dinge anders einteilen! Meinem Freund hab ich das erklärt!


"Ich glaube, ADHS ist eine "Modeerscheinung"! "

.....dem kann ich nur zustimmen.

In der heutigen Zeit wird bald jedes Kind, das nicht lieb und brav am Tisch sitzt und stets alles tut, was ihm aufgetragen, als ADHS- Kind abgestempelt.

Und fast jede Mutter, die ein solch "aufmüpfiges" Verhalten des Kindes verursacht weil sie es schlicht nicht fördert, auf seine Bedürfnisse nicht eingehen kann/will und Laissez- faire in allen Belangen der Erziehung walten lässt, redet sich am Ende mit eben dieser ADHS "Diagnose" heraus.

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A
anike_11862155
03.07.09 um 14:22

Im Gegenteil
da kann ich allerdings nur aus persönlicher Erfahrung mit diesen beiden genannten Frauen sprechen, sie beschweren sich nie. Sie tun und machen sogar alles, damit ihre Männer zufrieden sind, wohl auch aus der Hoffnung heraus, durch lobende Worte ein wenig Glück zu schöpfen. Denn unglücklich sind sie, dass ist unbestritten und wenn man mit ihnen enger befreundet ist, merkt man das schon.

Beide leben zudem in sehr gesicherten Verhältnissen. Darüber jetzt allerdings zu diskutieren würde zu weit führen.
Aber mein Fazit ist, sie sind zwar unglücklich, leben als Frau für wenige glückliche Momente, machen ihren Alltag mit Haus Kinder usw. beschweren sich nicht und wären doch allein genauso unglücklich, wenn sie sich trennen würden, weil ihnen, die beiden tun und machen alles aber auch wirklich alles damit ihre Kinder alles haben was sie brauchen, zum einen die finanziellen Mittel fehlen würden, den Kindern weiterhin das gleiche zu bieten. Weil sie ihren Kindern nicht antun wollen, Scheidungskinder zu sein, weil sie sich wahrscheinlich ohne Partner von allen gesellschaftlichen Aktionen zurückziehen würden. Somit wäre auch eine neue Partnersuche erschwert.
Ich denke nicht, das sie gar nichts tun, sondern eher das sie das alles für ihre Kinder in Kauf nehmen und das erfordert meines Erachtens sehr viel Energie.

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A
anike_11862155
03.07.09 um 15:28


stimmt, dein Vorschlag ist nicht von der Hand zu weisen und ehrlichgesagt, wenn ich in der Lage wäre, würde mir das vielleicht auch einfallen aber in diesen zwei speziellen Fällen ist das ausgeschlossen, denn die beiden sind auch noch treu wie Gold.
Aber hast Recht letztendlich ist das alles deren Problem und wenn unsere Freundschaft funktioniert, ohne das sie mir wegen ihren "schlechten" Ehen in den Ohren liegen, soll es auch weiterhin nicht mein Problem sein.

Puhhh statt Kaffee hätte ich jetzt allerdings gerne ne eiskalte Colalight am besten im Pool serviert hier ist es tierisch heiß.

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R
rosy_12119877
03.07.09 um 15:55


Sagen wir mal so: Die "neuen" Mütter suchen Fehler extern. Wenn das Kind ADHS hat, kann man selbst ja nichts dafür und das Kind ja auch nicht, es ist schließlich krank...
Ärzte, die solche Krankheiten finden, gibt es genug. Bringt ja auch Geld...

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