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Haben es oberflächliche Menschen einfacher?

12. September 2009 um 16:59 Letzte Antwort: 14. August um 9:52

Mir schwirt schon lange dieser Gedanke im Kopf herum und nun wollte ich diese Frage ins Forum stellen, um heraus zu finden, ob ich nur so denke.
Ich zähle eher zu den Menschen, die sich um vieles viel zu viele Gedanken machen Das macht das Leben nicht grade einfacher. Ich sehe im Bekanntenkreis und auch so, daß Leute, die sich keinen Kopf groß machen, was andere denken könnten oder wie sie reagieren könnten, viel unbeschwerter durchs Leben gehen. Wie kann man lernen, sich nicht so sehr den Kopf zu zerbrechen?
Da die Oberflächlichen vieles am A... vorbei geht, hinterfragen die auch selten Dinge. Das macht mich oft ärgerlich, weil die vieles einfach so hinnehmen...das betrifft jetzt nichts kongretes, sondern trifft auf alle Lebensbereiche zu, wie ich finde.
Wie denkt ihr darüber...lebt man leichter und schöner, wenn man sich weniger Gedanken um elles macht und nur an sich und an das Jetzt denkt??

LG vom
granit

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12. September 2009 um 17:35

Dem muss ich mich anschliessen
Ich bin auch einer der Menschen, die sich viel zu viele Gedanken machen. Nagut der Supermarktkassiererin gegenüber nicht unbedingt aber schlichtweg allen, die mir näher kommen. Ganz egal ob ich sie mag oder nicht.

Oft bedingt sich das danach dann selbst. Das Grübeln strengt an, man macht sich Gedanken über die Reaktionen die man provozieren könnte, was man selber denken könnte, wie man sich selber sehen würde.

Z.B. wenn mein gegenüber im Büro mich angähnt wenn ich ihm etwas erzähle heisst das noch lange nicht, dass ich ihn langweile, weil die geschichte wohl doch nur für mich interessant ist, weil ich ja nicht so oberflächlich bin und auch die details wichtig sind .....
Nein! Stopp. Er ist vielleicht nur müde. Die Augenringe sind auch ein Zeichen dafür. Und du dachtest durch den dunklen Blick, er wäre dir schon langsam böse, dass du wieder soviel laberst.

Also, was ich sagen will. Denk nicht darüber nach, was die Anderen über dich ausdrücken wollen. Das machen sie so selten, dass du getrost davon ausegehen kannst, dass sie nur ihre Einstellungen/ Sich präsentieren. Denke also mal darüber nach, was sie damit über sich sagen, statt dir auszumalen was sie über dich sagen könnten.

Die anderen sind dann nicht oberflächlich, WIR (und ich) nehmen das nur an, weil wir vermuten, fehlinterpretieren was uns entgegenkommt und alles auf uns beziehen.
Du siehst von anderen immer nur was sie nach aussen geben. All die vielen Dinge, die sie genauso beschäftigen wie dich und noch viel mehr, was du gar nicht ahnst, die bleiben meist in ihrem Kopf. Vergleichst du dich, mit jemand anderen bist du immer im Nachteil. Weil du von dir alles kennst, alle Schattenseiten, von deinem Gegenüber aber lange nicht.

Hör also einfach nur auf zu grübeln.

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12. September 2009 um 17:50

Wie acecat schon schreibt, was iss'n oberflächlich
sicherlich für jeden Menschen beinahe anders zu definieren. Mich kratzt es in keinster Weise, was meine Nachbarin 3 Straßen weiter über mich denkt, aber schon, was mein Liebster, meine Eltern und Geschwister oder Freunde über mich denken. Doch auch hier kommts darauf an, was sie denken und was sie wollen. Sind sie der Meinung, ich sei ein verrücktes Huhn - na bitte, dann bin ich das halt. Sind sie der Meinung ich bin ein verabscheuungswürdiger Egoist - okay, würd ich gern wissen, warum sie so denken.
Was Vorgesetzte über mich denken, ist mir auch nicht ganz egal, solange es Hand und Fuß hat und mit meiner Arbeit und Arbeitsleistung zufrieden sind, ansonsten würd ich mir schon erlauben zu bemerken, dass die "Farbe meines Autos" Privatsache ist.
Was sich andere für Gedanken um mich machen interessiert mich also auch nicht immer, ich bin sowieso der Meinung, wenn jemanden was nicht passt, kann er mir das sagen, ob ich mich dann ändere oder anders benehme, liegt an der Sache selber - deswegen halte ich mich nicht für oberflächlich.
Im Übrigen hab ich mir auch schon so manches mal für mich gedacht: "so bekloppt, dass ich nicht mal merke, wie bekloppt ich bin und mich dabei noch wie die größte fühle, wär ich manchmal auch ganz gern.
Also damit will ich sagen, ja es gibt oberflächliche Menschen, die sich nen Dreck um alles andere scheren - nur ich hab die noch nie dauerhaft glücklich oder zufrieden gesehen.

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12. September 2009 um 22:05

Es gibt Momente...
...da ist es erforderlich oberflächlich zu sein...

Hallo Granit,

es ist immer eine Gratwanderung, ein Lernprozeß wann ist es erforderlich tiefer in die Materie zu gehen oder einfach darüber hinwegzugehen...Ich empfinde es als eine Fall zu Fall Entscheidung. Manchmal ist es besser nichts zu tun, als mit viel Mühen nichts zu schaffen.

LG

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13. September 2009 um 13:11

Hallo und danke
für die vielen Antworten.
Wie manche schon sagen, hab ich das Thema nicht ganz eindeutig beschrieben. Naja es fließt wohl vieles dabei zusammen und man kann eins nicht unbedingt vom anderen Trennen. Tja man müßte mal genau definieren, was oder wer ist oberflächlich. Das geht natürlich nicht so leicht, weil jeder was anderes darüber empfindet. Oberflächlicher sein in der Hinsicht, daß einem egal ist, was andere über einen denken, ist schon gesund würde ich sagen. Ich meine damit natürlich nicht, daß es einem egal sein soll, was nahestehende Mensche über einen denken. Ich meine da eher, die "Kassiererin"
Ich will mal versuchen, zu beschreiben, wer für mich oberflächlich ist. Also...das sind Leute die z.B. ihre Kippen einfach auf die Straße oder Verpackungspapier einfach da hinschmeißen, wo sie sich grade befinden. Ist für mich absolute Kurzsichtigkeit und Oberflächlichkeit. Denn die Leute machen sich keine Gedanken, wer deren Dreck wegräumt. Ich denke mir, wenn das alle machen, dann würden wir bald zugemüllt sein...außerdem finde ich es dermaßen arrogant, wenn jemadn davon ausgeht oder es erwartet, daß andere einem den Dreck schon nachräumen werden. Soclh ein Verhaltne ist für mich serh oberflächlich.
Im Zusammenleben soll man sich zwar sagen, was einem paßt und was nicht....aber es kommt auf den Ton an! Ein Chef z.B. der sich aufregt, wenn man dies oder jenes nicht nach seinen Vorstellungen gemacht hat, der soll sich doch mal fragen, warum man es so oder so gemacht hat...er soll doch ertsmal nach dem Grund fragen und nicht gleich ausrasten. Ok, das kann man nicht auf alles beziehen. Aber trotzdem gibts kein Argument rumzubrüllen oder so...solche Leute können mich mal am A...lecken!!! Ein Vorgesetzter soll sich gefälligst auch benehmen,wie einer, sonst ist er fehl am Platz!!!Das mindeste,was er beherrschen muß, ist der zivilisierte Umgang mit Menschen... Ausrasten und Rumbrüllen gehört absolut nicht dazu!
Was meien ich noch mit Oberflächlich? Hmm das ist schwer so in Worte zu fassen, meist merkt man das eher an Gesprächen oder Situationen.

Das mit dem zuviel Grübeln ist natürlich am schlimmsten, für die, die es betrifft. Klar, man muß herausfinden, worüber es sich lohnt und worüber eher nicht. Aber ich sage mir immer, nur durch nachdenken über dies oder jenes kann man sich ändern oder eine Lösung finden. Aber die, die zuviel Grübeln, wollen meist für alles eine Lösung oder Erklärung finden Mir geht es oft so muß ich zugeben Um da nochmal das mit dem Chef anzufügen...in so eine Situation, wo der mich anschreien würde, würde ich schon grübeln, weil ich wissen, will, wieso der nun wegen dieser oder jener Sache dermaßen ausrastet, daß ich es nicht nachvollziehen kann. Da läuft das Kopfkino auf Hochtouren. Aber wie ihr schon auch sagt, den wahren Grund findet man meist nicht heraus..man findet zwar viele MÖGLICHE Ursachen, aber die, die die wahre Ursache ist, weiß nur der andere...vielleicht nicht mal immer, wenn z.B. irgendwas anderes vorher passierte, was dann Stress verursacht hat und die Person dann so reagiert, wie sie es sonst nicht getan hätte(Brüllen des Chefs nachdem es vorher Ärger mit Kunden gab z.B.)

Was sind für euch Menschen, die Oberflächlich sind, wie definiert ihr diese Eigenschaft??

schöne Grüße
granit

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14. August um 9:52

Die Diskussion ist zwar schon 11 Jahre her, aber die Oberflächkeit ist nicht besser geworden.
Was für mich zb oberflächlich ist, es geht nur noch um materielle Dinge, die man besitzt, dadurch wird immer mehr in Masse in Billigländern produziert, die Qualität ist nicht mehr dass, was sie mal vor Jahren war aber die hohen Chefs kassieren die fette Kohle und die Arbeiter werden ausgenutzt wie fleißige, kleine Armeisen.
Bei uns in Deutschland fängt der Trend auch an, immer mehr Arbeit wird auf eine Schulter gelegt, die, die in Rente gehen nicht mehr ersetzt und Lohngruppen nach unten gedrückt....
Es geht nur noch um das Aussehen, bei den Schauspielern, Stars hat es angefangen, bloß nicht altern, eine Schönheitsop nach der anderen, das einzigste und allerschönste Kleid anhaben, immer schön mit einer unbefleckten Maske durch die Welt gehen, damit keiner in das wirkliche Innenleben schauen kann. Ed Sheeran hat einen tollen Song dazu...Beautiful People....
Mittlerweile sind Schönheitsops in der normalen Gesellschaft schon ganz normal
Hatte gerade wieder Aktenzeichen XY geschaut, es geht nur um das liebe Geld wofür manch ein Mensch andere Menschen verletzt oder sogar tötet, um an noch mehr Geld zu kommen.
In den letzten Jahren ist dies alles für mich erschreckend mehr geworden...
Was ist für euch alles oberflächlich und denkt ihr vielleicht genauso?

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