Anzeige

Forum / Liebe & Beziehung

Habe mich selbst in der Beziehung verloren

Letzte Nachricht: 10. Juli 2012 um 17:43
S
salut_11861255
03.07.12 um 16:37

Hallo Leute,

ich bin neu hier, hab sowas eigentlich auch nie gemacht, aber bin irgendwie zu einem Punkt in meinem Leben gekommen, in dem ich weder Lust noch das Bedürfnis habe, mit Freunden über meine Probleme zu reden. Liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass ich gerade im Ausland bin und die Beziehungen zu meinen einst "besten" Freunden schlecht geworden sind.

Ich bin zur Zeit in einer Fernbeziehung, die schon 6 Monate dauert. Sie ist eigentlich aus der Entfernung entstanden, so dass uns das eigentlich erst zusammen gebracht hat. Ich kannte ihn schon von früher, als ich noch mit meinem Ex zusammen war, aber erst seit dem ich nicht mehr dort lebe, haben wir intensiver angefangen miteinander zu reden und seitdem reden wir jeden Tag. Ich habe in ihm sozusagen den perfekten Partner gefunden, weil wir dieselben interessen haben und fast perfekt miteinander auskommen. Ich bin auch überglücklich, dass wir zusammen sind, doch immer wieder finde ich neue Sachen, die mich stören. Dabei spielt vor allem eine Sache eine große Rolle. In meiner vorigen Beziehung hatte ich immer das Gefühl, dass ich ihm unwichtig wäre, weil alles andere immer Vorrang hatte. Immer wenn was geplant wurde, wurde es gleich abgesagt, sobald auch die kleinste Kleinigkeit auftauchte. Dieses Gefühl immer an zweiter Stelle zu sein, hat mich richtig fertig gemacht, so dass ich mir vorgenommen habe, lieber alleine zu sein, als mit jemandem, dem alles und jeder wichtiger ist. Das war auch genau das, was ich am blosen Anfang, bevor irgendetwas lief, zu meinem jetzigen Freund gesagt habe. Doch die Sache bei ihm ist, dass er einen besten Freund hat, bei dem ich das Gefühl habe, dass ich da auch an zweiter Stelle bin. Bei Sachen um die ich mich auf ihn bezogen Sorge, sorgt er sich genauso, aber um seinen besten Freund. So ist es zum Beispiel, während ich Angst habe, ihn zu verlieren, hat er Angst, seinen besten Freund zu verlieren, während ich zum Beispiel allgemein über uns nachdenke, habe ich das Gefühl, er denkt nur über diese Freundschaft nach, dass da Gott behütte was passiert. Ich habe das Gefühl, dass mir mehr an dieser Beziehung liegt, als ihm, obwohl ich sagen muss, dass auch er sich sehr bemüht und für mich da ist usw.

Ich habe aber irgendwie das Gefühl, dass er bodenständiger ist als ich, ich schwebe irgendwie von den Gefühlen und komme einfach nicht mehr runter. Es liegt nicht daran, dass ich Angst habe, dass er mich verlässt. Natürlich würde ich das nicht wollen, aber es ist auch kein Weltuntergang. Ich weiß nicht, was ich machen soll und wie ich wieder zu mir finden soll. Ich hatte immer eine gewisse Distanz zu jedem, weil ich nicht verletzt werden wollte und weil ich vielmals entäuscht wurde. Aber wegen dieser Distanz und der Tatsache, dass ich niemanden gefühlsmäßig in mein Leben rein ließ, kann ich bis jetzt nicht sagen kann, dass ich wegen jemandem gelitten hätte, wie ich es von Freunden kenne, aber jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich denke, dass es besser wäre wenn ich aufhören würde ja fast von ihm besessen zu sein, und mich auf mich selbst konzentrieren sollte. Am Anfang war er derjenige der mich immer wieder mit Aussagen überrascht hat, wo ich genau fühlen konnnte, dass er mich liebt und uns auch in der Zukunft zusammen sieht, und das hat mit der Zeit so stark auf mich eingewirkt, dass ich alle meine Ängste vergessen habe und selbst von "ich" auf "wir" übergestiegen bin, doch jetzt fühle ich mich, als wäre ich alleine in dieser Beziehhung, als liege mir mehr daran als ihm, weil er wie gesagt anderes im Kopf hat, anegfangen von seinem besten Freund bis zu anderen Problemen die er zur Zeit hat. Ich verstehe ja auch, dass er sich z.B. um uns keine Sorgen machen muss, weil er ja sieht, wie viel mir an ihm liegt und dass alles in Ordnung ist. Ich weiß auch, ich neige dazu zu viel nachzudenken und Probleme zu schaffen, wo sie überhaupt nicht existieren, deshalb wollte ich mal eine objektive Meinung sehen, woran das alles, was ich fühle, diese Leere liegt und wie ich mich selbst wieder finden soll.

Würde mich sehr über hilfreiche Ratschläge freuen

Mehr lesen

Z
zeki_12433803
04.07.12 um 0:22

Uff
Das ist ganz schön viel...

Naja, ich hätte mal gesagt dass du dich zu sehr verschließt, gerade aus der angst dass du ihn verlieren kannst
aber das muss man halt riskieren...
ich kann das schlechht beurteilen, aber ich denke schon dass ihm viel an eurer beziehung liegt!
wenn du dir nicht sicher bist, dan frag ihn einfach direkt, und wenn ihm viel daran liegt, dann wird er vermutlich verstehen...
aber das kan ich so ohne es gesehen zu haben schlecht beurteilen...
also, versuch dir weniger sorgen zu machen, wenns nix wird dann änderst du das damit auch nicht!
lg!! :*

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

Anzeige
S
salut_11861255
10.07.12 um 17:43

Hey
Hallo,

Vielen Dank für deine Antwort.

Mir gefällt der Optimismus, der bei dir gespührt werden kann, obwohl man sieht, dass du verstehst wovon ich hier schreibe.

Hast du mit ihm schon mal drüber geredet?

Also dazu kann ich nur sagen, dass wir immer wieder auf dieses Thema stoßen und meist bindet sich dann das Gespräch auch an das Thema bester Freund, doch immer höre ich das Gleiche und neuerdings (da es ihm mittlerweile auf die Nerven geht) sagt er dann einfach nur, dass er sich nicht mehr wiederholen will, was mich dann ärgert, aber da hat er auf der anderen Seite schon recht.

Und was sagt er zu deiner Angst unwichtig zu sein? Vor allem auch unter dem Aspekt, dass du ja schon dementsprechende Vorerfahrungen gemacht hast?

Vor allem wenn es auf meine vorigen Erfahrungen kommt, wird er fast sogar sauer, da er immer meint "ich bin nicht er" und er mag es nicht verglichen zu werden, was ich manchmal ehrlich gesagt auch mache, aber nicht absichtlich. Dann meint er immer, er vergleiche mich auch nicht mit seinen Ex-Freundinnen und dass, wenn er auch so zurück schauen würde, was er erlebt hat und dass noch auf mich übertragen würde, wäre es schlimm um unsere Beziehung.

Ich weiß, dass ich meinem Freund sehr wichtig bin...aber dürfen ihm seine Freunde deswegen nicht auch wichtig sein?
Darf er nicht auch mal Dinge haben die ihm wichtig sind außer mir?

Mich stört das ja auch nicht, es ist mir sogar wichtig, dass er Freunde hat, da wir ja in einer Fernbeziehung sind. Er soll die ja auch haben und natürlich sind sie auch wichtig. Ich fühle mich nur beim Thema bester Freund manchmal vernachlässigt, weil er da irgendwie Beziehung und Freundschaft nicht so richtig trennen kann. Er meint immer, dass wir ihm beide wichtig sind, er halt was Freundschaften angeht und ich beziehungsmäßig. Ich will mich auch nicht in diese Sachen, was seinen besten Freund angeht, nicht einmischen, das ist ihr Ding. Es liegt einfach nur daran, dass ich denke, dass man diese zwei Bereiche trennen soll und zwar so, dass sich niemand vernachlässigt fühlt. Das kann sein bester Freund z.B. (ich kenne ihn länger und weiß wie er sich in der Beziehung zu Freunden verhällt) und das ist gut so, aber mein Freund bekommt das nicht so auf die Reihe. Liegt auch vielleicht daran, dass er mit ihm jetzt schon 2 Jahre intensiv befreundet ist, aber auch sehr sehr lange keine feste Beziehung hatte, weshalb er dann vergessen hat, wie es ist, wenn nicht nur der beste Freund in seinem Leben wichtig ist.

Zur Zeit ist nur noch das Problem dazu gekommen, dass bei ihm nichts läuft (Uni usw), weshalb er mittlerweile richtig deprimiert ist und dann auch kalt mir gegenüber rüberkommt. Und das ist dann doppelt so schwer, wenn es sich um eine Fernbeziehung handelt. Aber da ich gerade selbst im Stress bin (Uni, Klausuren) schaue ich gerade mehr auf mich und hab andere Sachen im Kopf, weshalb ich, was die Beziehung angeht, nicht so negativ denke, wie in dem Moment, als ich dieses Thema erstellt habe

Auf jeden Fall bedanke ich mich bei dir. Wie gesagt, diese positive Einstellung zeigt, dass doch nicht alles negativ ist, wie es mir schien.

Danke und liebe Grüße!

Gefällt mir

Anzeige