Home / Forum / Liebe & Beziehung / Habe mich heute Nacht von meinem Freund getrennt

Habe mich heute Nacht von meinem Freund getrennt

5. November 2008 um 12:59 Letzte Antwort: 8. November 2008 um 7:51

bin im moment ziemlich niedergeschlagen. Heute Nacht habe ich mit meinem Freund "schlussgemacht" (Ich hasse dieses Wort).
Wie ja einige von euch vielleicht wissen, waren mein Freund und ich sogar 2 Monate verlobt. Er hatte mir einen Antrag gemacht. Aber danach kam nichts mehr und ich habe immer mehr gemerkt, dass er zweifelt und eigentlich garnicht recht will..
Irgendwie ging mir immer mehr das Licht auf, dass er mich als Person, genau SO wie ich bin, nicht wirklich liebt.
Er beteuert es zwar - aber soll er sagen "JA, du hast recht"? Zumal ich glaube, dass er es sich nichtmal selbst eingesteht...
Wir hatten viele Streitpunkte - er war immer zentriert auf sich selbst und für mich blieb nicht viel Aufmerksamkeit - er sieht das anders (und gerade, dass er das anders sieht obwohl mein STandpunkt berechtigt ist, macht es noch viel schlimmer). Seine Hobbies - die sein Leben sind waren immer ein wesentlicher Streitpunkt. Was würdet ihr sagen, wenn ihr heimkommt und euer Partner jeden Tag dann stunden vor dem PC sitzt, dann erstmal seine Aquarien richtet und wenn ihr was sagt, seid ihr gleich eine Klette ohne eigene Interessen. Aber das war nie so. Das schlimmste ist, er wußte seine Freiheiten nie zu schätzen - ich denke mir, andere hätten sich da alle 10 Finger abgeschleckt...Und keiner von denen, die 1Mal die Woche weggehen dürfen, würden meckern (ioch schreibe das, weil es hier im Forum ja viele rausstellen, wenn ihr Freund 1mal die Woche "wegdarf" sei das schon ein riesen Freiraum. )
Ich bin von Natur aus ein Mensch, der sehr kritisch ist. Das war ich mit ihm - aber auch mit mir. Ich war weder eine Klette noch sonst irgendwie verkehrt - er sagte über mich oft, er fände mich "komisch". Alleine dieser Ausspruch tut mir jetzt noch weh...Aber in der Beziehung mit ihm habe ich angefangen, mich zu bezweifeln. Ich dachte aufgrund dessen, wie er sich verhalten hat, ich sei nicht liebenswert und häßlich. Das beste Indiz, dass eine Beziehung nicht guttut.
ABer jetzt bin ich mir sicher: Ich verschleudere mich nicht zum Sonderpreis an irgendeinen, der mein innerstes WEsen weder kennt noch liebt...
Manchmal muss man eine Türe zustoßen...das dumme ist, wir wohnen zusammen... Dieser ganze Aufwand, der nun mit dieser Trennung verbunden ist...
Ich denke, insgeheim hat er nur daruaf gewartet, das ICH die Entscheidung fälle.. hat im Streit sogar gesagt gestern "Dann musst du dich halt trennen" - worauf ich es dann ausgesprochen habe....
Bin ziemlich traurig...
Wienerchen

Mehr lesen

6. November 2008 um 15:29

Seltsam
was du hier rausliest.
ich bin der meinung keiner muss sich mit so wenig zufrieden geben.
wer mehr von einer partnerschaft erwartet, hat auch verdient das zu bekommen. und da es nie funktionieren wird einen menschen zu ändern, ist die einzige möglichkeit: weitersuchen.
ich habe auch oft gedacht: das wird schon. er ändert sich... aber ist alles unsinn. einmal unzufrieden, immer unzufrieden.
ich habe inzwischen erleben dürfen, dass es genau den mann gibt, der zu mir passt. ohne den ganzen stress! warten lohnt sich!
kopf hoch!!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
6. November 2008 um 16:11

Gestagen
ich weiß nicht, wie du darauf kommst, DAS aus meinem Thread rauszulesen.
Ich bin weder eine Klette noch erwarte ich von ihm mehr als ein Mindestmaß.
Wie würdest du es finden, wenn deine Katze mitten in der Nacht am sterben ist, du heulend vor ihr liegst, dein Freund kommt und dann meint "Du, können wir jetzt schlafen gehen, ich muss morgen arbeiten"?
Dieses Verhalten ist/ war symptomatisch für unsere Bezieung und ich finde nicht, dass es über zogene Erwartungen sind, wenn ich hier mehr erwarte als eine derartige Zentriertheit auf sich selbst.

Weißt du, mein Freund kam gestern an und will mich zurück - von wegen, er will mich nicht mehr. Aber das, was ich bekomme, ist nicht genug und wird keiner Frau nach mir genug sein.

Also hier bitte keine voreiligen Schlüsse!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
7. November 2008 um 13:27

Hallo ges
danke für deine Antwort.

Das Problem ist, dass wir schon soooo oft über alles geredet haben, aber wir nicht aus dieem Muster herausgekommen sind. Immer wieder das Gleiche. Ich habe es versucht damit, dass ich mich anders verhalten habe und dann gehofft, dass dadurch vielleicht das Muster unterbrochen ist - wie soll ich sagen, wir sind in einen regelrechten Teufelskreis geraten. Ich sag mal so, wenn ein Paar Probleme hat und noch nie darüber gesprochen hat, besteht die Aussicht, dass, wenn sie endlich darüber kommunizieren, sich etwas tut.... in diesem FAll war schon alles ausgeschöpft.

Ich war immer gewillt von meiner Seite aus ZUSAMMEN mit ihm etwas zu verändern.
Mein Freund hatte nie ein Gefühl dafür, wie viel er alleine macht. Ich hatte diesbezüglich mal einen thread mit unserem "gemeinsamen" Tagesablauf hierrein gestellt und alle hatten (soweit ich weiß ohne Ausnahme) gemeint, dass wir ja ziemlich wenig gemeinsam machen. Aber wenn ihc das zu meinem Freund gesagt hatte, meinte er, er fühle sich eingeengt.

Dieses Gefühl kann ich ihm nicht nehmen. Mag sein, dass das seine Wahrnehmung ist.
Ich habe sehr wohl eigene Interessen verfolgt, war mehrere Tage die Woche abends mit ner Freundin unterwegs, habe viel an meinre Diplomarbeit gearbeitet. Ich kann aus einem objektiven Blickwinkel sagen, dass er sich ZU schnell eingeengt fühlt. Deshalb ist er leider nicht kompartibel zu mir. Ich mag auch, wenn mein Partner eigene Interessen verfolgt und ich Zeit für mich alleine habe, aber SO viel wie er da brauchte, war einfach too much für mich.

Irgendwo liebe ich ihn noch. Aber was soll ich sagen, wir sind wohl zu unterschiedlich.
Wir kamen zusammen, nachdem unsere letzten beiden Beziehungen gescheitert waren, vielelicht war es nur eine Krisengemeinschaft.
Mein Freund meinte immer, wir hätten "nur" Kommunikationsprobleme, unsere Probleme würden auf Missverständnissen beruhen.

-weißt du, du kennst ihn nicht. WAs sagst du über die Sache mit meiner Katze? Das waren sypmtzomatische Szenen in unsere Beziehung. Da kannst du doch wohl kaum ernsthaft meinen, es wäre eine überzogene ERwartung, dass ich, wenn mein Haustier stirbt, meinen Freund als Stütze an meiner Seite möchte - und erschrocken bin, dass er nur "schlafen" wollte, mich quasi hat stehen lassen.

Letztlich haben solche Situationen dazu beigetragen, dass ich zu wenig "abbekommen" hab, ich hatte mehr gegeben (wobei ich das eh schon gegen meine Natur bis auf das minimalste Maß zurückgefahren habe) als ich bekommen habe...

Das dumme ist nur, das passiert mir in Beziehungen immer wieder. Das heißt, ich muss in irgendeiner Form einen Anteil daran haben, kann ihn aber nicht sehen --> Blinder Fleck?!

Was meinst du dazu?
Wienerchen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
8. November 2008 um 7:51
In Antwort auf wienerchen

Hallo ges
danke für deine Antwort.

Das Problem ist, dass wir schon soooo oft über alles geredet haben, aber wir nicht aus dieem Muster herausgekommen sind. Immer wieder das Gleiche. Ich habe es versucht damit, dass ich mich anders verhalten habe und dann gehofft, dass dadurch vielleicht das Muster unterbrochen ist - wie soll ich sagen, wir sind in einen regelrechten Teufelskreis geraten. Ich sag mal so, wenn ein Paar Probleme hat und noch nie darüber gesprochen hat, besteht die Aussicht, dass, wenn sie endlich darüber kommunizieren, sich etwas tut.... in diesem FAll war schon alles ausgeschöpft.

Ich war immer gewillt von meiner Seite aus ZUSAMMEN mit ihm etwas zu verändern.
Mein Freund hatte nie ein Gefühl dafür, wie viel er alleine macht. Ich hatte diesbezüglich mal einen thread mit unserem "gemeinsamen" Tagesablauf hierrein gestellt und alle hatten (soweit ich weiß ohne Ausnahme) gemeint, dass wir ja ziemlich wenig gemeinsam machen. Aber wenn ihc das zu meinem Freund gesagt hatte, meinte er, er fühle sich eingeengt.

Dieses Gefühl kann ich ihm nicht nehmen. Mag sein, dass das seine Wahrnehmung ist.
Ich habe sehr wohl eigene Interessen verfolgt, war mehrere Tage die Woche abends mit ner Freundin unterwegs, habe viel an meinre Diplomarbeit gearbeitet. Ich kann aus einem objektiven Blickwinkel sagen, dass er sich ZU schnell eingeengt fühlt. Deshalb ist er leider nicht kompartibel zu mir. Ich mag auch, wenn mein Partner eigene Interessen verfolgt und ich Zeit für mich alleine habe, aber SO viel wie er da brauchte, war einfach too much für mich.

Irgendwo liebe ich ihn noch. Aber was soll ich sagen, wir sind wohl zu unterschiedlich.
Wir kamen zusammen, nachdem unsere letzten beiden Beziehungen gescheitert waren, vielelicht war es nur eine Krisengemeinschaft.
Mein Freund meinte immer, wir hätten "nur" Kommunikationsprobleme, unsere Probleme würden auf Missverständnissen beruhen.

-weißt du, du kennst ihn nicht. WAs sagst du über die Sache mit meiner Katze? Das waren sypmtzomatische Szenen in unsere Beziehung. Da kannst du doch wohl kaum ernsthaft meinen, es wäre eine überzogene ERwartung, dass ich, wenn mein Haustier stirbt, meinen Freund als Stütze an meiner Seite möchte - und erschrocken bin, dass er nur "schlafen" wollte, mich quasi hat stehen lassen.

Letztlich haben solche Situationen dazu beigetragen, dass ich zu wenig "abbekommen" hab, ich hatte mehr gegeben (wobei ich das eh schon gegen meine Natur bis auf das minimalste Maß zurückgefahren habe) als ich bekommen habe...

Das dumme ist nur, das passiert mir in Beziehungen immer wieder. Das heißt, ich muss in irgendeiner Form einen Anteil daran haben, kann ihn aber nicht sehen --> Blinder Fleck?!

Was meinst du dazu?
Wienerchen

Ges?
möchtest du mir antworten?
LG
Wienerchen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Noch mehr Inspiration?
pinterest