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Habe mich eben mit meinem Mann gestritten.

30. April 2006 um 12:13

Es ging malwieder um die Kinder. Das geht es immer.
Kurz zu erklärung: Patchwork. Er brachte ein Kind mit und ich auch.
Und eigentlich geht es immer um "sein" Kind.
Er hat es zu Beginn der Beziehung bei mir abgeladen und jetzt steh ich da. Ich habe ständig Ärger mit ihm. Das fängt zuhause an (frechheiten mir gegenüber)und geht in der Schule weiter ( Zerstörung und Diebstahl von Schuleigentum).Dieses Kind macht mich für seinen gesammten Kummer verantwortlich (wurde ihm von Oma und Tante so erklärt: DIE IST SCHULD!) und mein Mann kümmert sich einen scheiß um seinen Sohn. und wenn ich mal auf den Tisch haue steht er wie ein kleiner Junge vor mir und sagt nur "ja,ja ICH bin an allem schuld"
Ich könnte laut SCHEIßE schreien.
Keiner aus dieser Familie macht sich wirklich Gedanken um den Jungen. Das einzige was die tun ist "Och du armer Schatz" sagen. Das ist kein Witz. Diesem Kind wurde beigebracht, dass er nur ein bischen traurig gucken muss und dann alle ganz lieb zu ihm sind. Aber bei mir zieht das nicht. Ich erlebe ihn tagtäglich. Seine frechheiten und alles.

Er hat Haltungsschäden, Lernschwierigkeiten... Und keiner tut was. Von mir läßt er sich nicht helfen (" Du hast mir nix zu sagen. Ich kann dich sowieso nicht leiden")

Was soll ich machen???
Soll ich den Jungen (9Jahre) fallen lassen?
Ich mach das jetzt seit drei Jahren mit und ich kann nicht mehr...

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30. April 2006 um 12:30

Ich glaube, die Situation
ist ziemlich festgefahren. Dein Mann scheint aller Verantwortung irgendwie aus dem Weg zu gehen, dass kann es ja nicht sein, es ist sein Sohn........

Patchwork-Familien sind immer sehr schwierige Konstellationen und die Problematik ergibt sich oft daraus, dass man Dinge erlebt, wie Du sie jetzt beschrieben hast, dem Jungen scheint es auch an Respekt Dir gegenüber zu fehlen.

Für Kinder ist es immer besonders schwer, wenn eine neue "Mama" oder eine neuer "Papa" kommt.

Ich könnte mir denken, dass ein Besuch bei einem Familientherapeuten für Euch hilfreich sein könnte, da müsste Dein Mann aber auch mitmachen........wenn Du das jetzt schon seit 3 Jahren mitmachst, ist das Ende erreicht, würde ich mal sagen. Offensichtlich seid Ihr (zu) hilflos, die Situation selbst in den Griff zu kriegen.

Erkundige Dich mal in Deiner Stadt, wo es solche Therapeuten gibt und dann würde ich schnell einen Termin machen lassen.

Sicher geht das ganze Thema auch auf Eure Ehe, wenn das nicht schon passiert ist, dann lieber jetzt ganz schnell die Notbremse ziehen.

Viel Erfolg.

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30. April 2006 um 12:33

Wenn
der Kleine Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten hat, dann solltest du wirklich mal auf den Tisch hauen, aber bei deinem Mann.

Der Junge scheint die Trennung von seinen Eltern nicht verkraftet zu haben und braucht professionelle Hilfe. Du kannst ihm nicht helfen, denn dich macht er ja für die Situation verantwortlich. (Hat sich dein Mann wegen dir von der Mutter getrennt?) Bei dir macht er dicht. Versuche, es nicht persönlich zu nehmen, das würde er bei jeder neuen Frau seines Vaters machen. Versetz dich mal in seine Lage (und denke mit der Logik eines 9JAHRIGEN: Seine Ma kann nicht zurückkommen, weil du den Platz besetzt), das ist aus seiner Sicht verständlich.

Leider scheinen die anderen Familienmitglieder falsch auf die Problematik zu reagieren. Mit "Augen zu und das ist doch gar nicht so schlimm" ist keine Lösung in Sicht (falls es wirklich so schlimm ist, wie du schreibst, oder reagierst du vielleicht auf jede Kleinigkeit allergisch, weil du genervt bist). Diese Auffälligkeiten sind in den meisten Fällen Hilfeschreie nach Aufmerksamkeit.

Da sich die Verhaltensauffälligkeiten auch in der Schule zeigen, könntest du die Initiative übernehmen. Geh zum Schulpsychologen oder -sozialpädagogen (hat fast jede Schule. Kannst du aber auch übers Schulamt erfahren, wer zuständig ist.) und schildere die Situation. Da ihr alle mittendrin steckt und euch an der Situation aufreibt, kann ein Außenstehender am Besten helfen.

Wichtig ist, dass jetzt bald was getan wird, eh der Junge in ernsthafte Schwierigkeiten kommt.

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30. April 2006 um 13:04
In Antwort auf alida_11887328

Wenn
der Kleine Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten hat, dann solltest du wirklich mal auf den Tisch hauen, aber bei deinem Mann.

Der Junge scheint die Trennung von seinen Eltern nicht verkraftet zu haben und braucht professionelle Hilfe. Du kannst ihm nicht helfen, denn dich macht er ja für die Situation verantwortlich. (Hat sich dein Mann wegen dir von der Mutter getrennt?) Bei dir macht er dicht. Versuche, es nicht persönlich zu nehmen, das würde er bei jeder neuen Frau seines Vaters machen. Versetz dich mal in seine Lage (und denke mit der Logik eines 9JAHRIGEN: Seine Ma kann nicht zurückkommen, weil du den Platz besetzt), das ist aus seiner Sicht verständlich.

Leider scheinen die anderen Familienmitglieder falsch auf die Problematik zu reagieren. Mit "Augen zu und das ist doch gar nicht so schlimm" ist keine Lösung in Sicht (falls es wirklich so schlimm ist, wie du schreibst, oder reagierst du vielleicht auf jede Kleinigkeit allergisch, weil du genervt bist). Diese Auffälligkeiten sind in den meisten Fällen Hilfeschreie nach Aufmerksamkeit.

Da sich die Verhaltensauffälligkeiten auch in der Schule zeigen, könntest du die Initiative übernehmen. Geh zum Schulpsychologen oder -sozialpädagogen (hat fast jede Schule. Kannst du aber auch übers Schulamt erfahren, wer zuständig ist.) und schildere die Situation. Da ihr alle mittendrin steckt und euch an der Situation aufreibt, kann ein Außenstehender am Besten helfen.

Wichtig ist, dass jetzt bald was getan wird, eh der Junge in ernsthafte Schwierigkeiten kommt.

Seine Mutter
starb, als er 4 war. Würde sie noch leben, wäre die ganze Situation nicht so eingefahren. Dann könnte ich seine Wut auf mich auch irgendwie verstehen... Mann man macht die Augen zu. Er will das nicht war haben. Das heiligen Schein nach außen waren. Mag sein, dass ich vielleicht gereizt bin... Aber ist das nicht veständlich? Den einen Tag steht er vor mir und sagt, dass er mich haßt. Am nächsten kommt er: "tut mir leid ich hab dich doch lieb" und ne Stunde später erfahre ich, das er irgendwo geklaut hat.
Er ist mit seinen neun Jahren schon so manipulativ, dass glaubt man kaum. Vor meinem Mann spielt er das liebe Kind, als ob ihn kein Wässerchen trügen könnte.
Gott sei dank haben Freunde von mir und meinem Mann diese ganzen Spielchen von ihm bereits miterlebt. Ich bilde mir das also nicht ein. (Hab ich auch schon dran gedacht)
Ich liebe meinen Mann und will ihn nicht verlieren, aber er muß endlich die Augen auf machen. "Wir brauchen keinen Psychofritzen" (O-ton mein Mann.)
Ich halte das nicht mehr lange aus. Durch diese ganzen Streitereien geht unsere Ehe kaputt.
Das lasse ich nicht zu! Der Kleine stand schon vor mir und sagte:" Geh doch endlich. Dann hab ich hier meine Ruhe." Das ist kein Spaß mehr...

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30. April 2006 um 13:09
In Antwort auf izile_12488393

Seine Mutter
starb, als er 4 war. Würde sie noch leben, wäre die ganze Situation nicht so eingefahren. Dann könnte ich seine Wut auf mich auch irgendwie verstehen... Mann man macht die Augen zu. Er will das nicht war haben. Das heiligen Schein nach außen waren. Mag sein, dass ich vielleicht gereizt bin... Aber ist das nicht veständlich? Den einen Tag steht er vor mir und sagt, dass er mich haßt. Am nächsten kommt er: "tut mir leid ich hab dich doch lieb" und ne Stunde später erfahre ich, das er irgendwo geklaut hat.
Er ist mit seinen neun Jahren schon so manipulativ, dass glaubt man kaum. Vor meinem Mann spielt er das liebe Kind, als ob ihn kein Wässerchen trügen könnte.
Gott sei dank haben Freunde von mir und meinem Mann diese ganzen Spielchen von ihm bereits miterlebt. Ich bilde mir das also nicht ein. (Hab ich auch schon dran gedacht)
Ich liebe meinen Mann und will ihn nicht verlieren, aber er muß endlich die Augen auf machen. "Wir brauchen keinen Psychofritzen" (O-ton mein Mann.)
Ich halte das nicht mehr lange aus. Durch diese ganzen Streitereien geht unsere Ehe kaputt.
Das lasse ich nicht zu! Der Kleine stand schon vor mir und sagte:" Geh doch endlich. Dann hab ich hier meine Ruhe." Das ist kein Spaß mehr...

Wenn er der Meinung ist,
dass Ihr keinen Psychofritzen braucht, dann soll er mal sehen, dass sein Sohn schon ein kleiner Psychopath ist, der absolut Hilfe braucht! Eltern können das oft nicht, sind zu stark gefühlsmäßig involviert oder eben wie bei Euch, dass der Junge Dich nicht respektiert. Ich finde, Dein Mann macht sich das sehr einfach, aber das wäre mir auch egal. Ich würde ihm jetzt sagen, dass Du, wenn er es nicht für nötig hältst, mit dem Kind zum Therapeuten gehst und wenn er es nicht "erlaubt" oder wie auch immer, so leid mir das tut, dann würde ich die Ehe in Frage stellen? Ihr habt unumstritten ernsthafte Probleme, dem Kind muss geholfen werden und Eure Ehe ginge aufgrund der ganzen Problematik sowieso sicher bald an den A.....

Ich verstehe Deinen Mann überhaupt nicht. Wenn der Junge sich ihm gegenüber noch anders verhält, kann man das Kind verstehen, der weiß halt, wo er seine Trümpfe ausspielen kann und nicht, Kinder können sehr raffiniert sein im Ausspielen der Erwachsenen.

Zieh Dir auch bitte nicht den Schuh an, dass Du das alles schuld bist, das regt mich auch total auf, wenn ich sowas höre. Der Junge ist offensichtlich irgendwie "aus der Art geschlagen", sollte kein Drama sein, aber es wird eins, wenn man sich nicht beizeiten kümmert. Schade, dass Dein Mann das so gar nicht einsehen will.

Tut mir sehr leid für Dich, Deine Situation ist alles andere als angenehm und es tut Dir bestimmt auch sehr weh, dass Du Dir Gedanken machst, die eigentlich ER sich machen sollte. Was ist denn das für ein Mensch?

Gruß
Anjali

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30. April 2006 um 13:26
In Antwort auf anjali35

Wenn er der Meinung ist,
dass Ihr keinen Psychofritzen braucht, dann soll er mal sehen, dass sein Sohn schon ein kleiner Psychopath ist, der absolut Hilfe braucht! Eltern können das oft nicht, sind zu stark gefühlsmäßig involviert oder eben wie bei Euch, dass der Junge Dich nicht respektiert. Ich finde, Dein Mann macht sich das sehr einfach, aber das wäre mir auch egal. Ich würde ihm jetzt sagen, dass Du, wenn er es nicht für nötig hältst, mit dem Kind zum Therapeuten gehst und wenn er es nicht "erlaubt" oder wie auch immer, so leid mir das tut, dann würde ich die Ehe in Frage stellen? Ihr habt unumstritten ernsthafte Probleme, dem Kind muss geholfen werden und Eure Ehe ginge aufgrund der ganzen Problematik sowieso sicher bald an den A.....

Ich verstehe Deinen Mann überhaupt nicht. Wenn der Junge sich ihm gegenüber noch anders verhält, kann man das Kind verstehen, der weiß halt, wo er seine Trümpfe ausspielen kann und nicht, Kinder können sehr raffiniert sein im Ausspielen der Erwachsenen.

Zieh Dir auch bitte nicht den Schuh an, dass Du das alles schuld bist, das regt mich auch total auf, wenn ich sowas höre. Der Junge ist offensichtlich irgendwie "aus der Art geschlagen", sollte kein Drama sein, aber es wird eins, wenn man sich nicht beizeiten kümmert. Schade, dass Dein Mann das so gar nicht einsehen will.

Tut mir sehr leid für Dich, Deine Situation ist alles andere als angenehm und es tut Dir bestimmt auch sehr weh, dass Du Dir Gedanken machst, die eigentlich ER sich machen sollte. Was ist denn das für ein Mensch?

Gruß
Anjali

So ist er eigentlich...
nicht.. Deshalb verstehe ich das ganze ja auch nicht. Vielleicht hat er auch nur Angst davor, sich selber einen Fehler eingestehen zu müssen. (Sagt meine Mutter) Ich bin wirklich langsam am verzweifeln. Die letzten zwei Tage, muß ich gestehen (es tut mir auch leid, aber ich kann nicht anders) ignoriere ich den Kleinen. Es geht nicht anders. Ich habe Angst, dass mir irgendwann bei seinen Frechheiten die Hand ausrutscht. Deshalb laß ich ihn seit Freitag links liegen. Wollte ihn schon zur Oma schicken um auch mal wieder Zeit für mich und meinen Sohn zu haben, aber die hat keine Zeit. Mein Mann hat Spätschicht.
Mittlerweile ist es auch so, dass wenn der Kleine mal nett ist, ich ihm das nicht mehr glaube und ihn direkt frage, was er jetzt schon wieder angestellt hat.

Du hast recht. Ich schaffe das allein nicht mehr. Ein Familientherapeut ist das sinnvollste. Damit wir beide lernen vernünftig miteinander umzugehen und der Kleine lernt, zu lernen und versteht, dass es so nicht weitergeht.

Aber das bleibt alles wieder an mir. Seine Familie wird weder ihm noch mir dabei helfen. In denen ihren Augen, bilde ich mir das alles ja nur ein. Da (bei Papa und Oma und Opa) ist er ja der allerliebste Sonnenschein...

Danke fürs zuhören...
Brauchte das mal...

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30. April 2006 um 13:32
In Antwort auf izile_12488393

So ist er eigentlich...
nicht.. Deshalb verstehe ich das ganze ja auch nicht. Vielleicht hat er auch nur Angst davor, sich selber einen Fehler eingestehen zu müssen. (Sagt meine Mutter) Ich bin wirklich langsam am verzweifeln. Die letzten zwei Tage, muß ich gestehen (es tut mir auch leid, aber ich kann nicht anders) ignoriere ich den Kleinen. Es geht nicht anders. Ich habe Angst, dass mir irgendwann bei seinen Frechheiten die Hand ausrutscht. Deshalb laß ich ihn seit Freitag links liegen. Wollte ihn schon zur Oma schicken um auch mal wieder Zeit für mich und meinen Sohn zu haben, aber die hat keine Zeit. Mein Mann hat Spätschicht.
Mittlerweile ist es auch so, dass wenn der Kleine mal nett ist, ich ihm das nicht mehr glaube und ihn direkt frage, was er jetzt schon wieder angestellt hat.

Du hast recht. Ich schaffe das allein nicht mehr. Ein Familientherapeut ist das sinnvollste. Damit wir beide lernen vernünftig miteinander umzugehen und der Kleine lernt, zu lernen und versteht, dass es so nicht weitergeht.

Aber das bleibt alles wieder an mir. Seine Familie wird weder ihm noch mir dabei helfen. In denen ihren Augen, bilde ich mir das alles ja nur ein. Da (bei Papa und Oma und Opa) ist er ja der allerliebste Sonnenschein...

Danke fürs zuhören...
Brauchte das mal...

Ist doch kein Thema, hier
helfen alle gern!

Du bist wirklich mit dem Jungen überfordert. Wenn Dein Mann sonst nicht so ist, ist auch das ein sicheres Zeichen, dass auch er mit der gesamten Situation überfordert ist. Das ist ja auch keine Schwäche oder so, aber er sollte es doch zumindest einsehen, dass man was dagegen machen muss.

Lass' seinen Sohn erst mal in die Pubertät kommen, wenn er jetzt schon so krass drauf ist, was meinst Du, was dann erst abgeht und das haltet Ihr alle nicht mehr aus. Kinder brauchen klare Regeln und Strukturen, an denen sie sich orientieren können. Was da bei Euch alles schief gelaufen ist, kann ich natürlich überhaupt nicht beurteilen, steht mir auch nicht zu, dass jetzt anzuzweifeln, was Ihr falsch gemacht habt oder auch nicht, aber Tatsache ist doch wirklich, dass etwsa getan werden muss und zwar besser heute als morgen.

Und wenn Dein Mann vielleicht Angst hat, einen Fehler eingestehen zu müssen, wie Deine Mutter vermutet, dann sollte man aber doch wenigstens so vernünftig sein und aus dem Fehler lernen.

Dass seine Familie dabei nicht helfen wird, sollte Dir egal sein, es geht nur um Dich, Deinen Mann und Eure Kinder. Die Familie ist wichtig, aber wenn sie nicht mitziehen, dann geht es auch ohne sie. IHR müsst miteinander zurecht kommen, Oma, Opa, Tante, Onkel sind in dem Fall nur "schmückendes Beiwerk" und das würde ich auch ganz klar vertreten, wenn es da zu Disharmonien kommt.

Wenn Du momentan so aggressiv auf den Jungen reagierst, was ja verständlich ist, versuche, den Ball flach zu halten und ihm möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Und am Dienstag klappst Du das Branchenbuch auf und weißt, was zu tun ist.

Wirklich, so geht es nicht!

Alles gute dafür und KOPF HOCH!

Gruß
Anjali

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30. April 2006 um 13:40
In Antwort auf izile_12488393

Seine Mutter
starb, als er 4 war. Würde sie noch leben, wäre die ganze Situation nicht so eingefahren. Dann könnte ich seine Wut auf mich auch irgendwie verstehen... Mann man macht die Augen zu. Er will das nicht war haben. Das heiligen Schein nach außen waren. Mag sein, dass ich vielleicht gereizt bin... Aber ist das nicht veständlich? Den einen Tag steht er vor mir und sagt, dass er mich haßt. Am nächsten kommt er: "tut mir leid ich hab dich doch lieb" und ne Stunde später erfahre ich, das er irgendwo geklaut hat.
Er ist mit seinen neun Jahren schon so manipulativ, dass glaubt man kaum. Vor meinem Mann spielt er das liebe Kind, als ob ihn kein Wässerchen trügen könnte.
Gott sei dank haben Freunde von mir und meinem Mann diese ganzen Spielchen von ihm bereits miterlebt. Ich bilde mir das also nicht ein. (Hab ich auch schon dran gedacht)
Ich liebe meinen Mann und will ihn nicht verlieren, aber er muß endlich die Augen auf machen. "Wir brauchen keinen Psychofritzen" (O-ton mein Mann.)
Ich halte das nicht mehr lange aus. Durch diese ganzen Streitereien geht unsere Ehe kaputt.
Das lasse ich nicht zu! Der Kleine stand schon vor mir und sagte:" Geh doch endlich. Dann hab ich hier meine Ruhe." Das ist kein Spaß mehr...

Ich versteh deine Wut
und deinen Ärger und so wie du das schilderst, glaube ich auch nicht, dass du dir irgendetwas einbildest.

Wenn der Junge zu dir sagt, dass er dich doch so lieb hat (und in dem Augenblick nichts von dir haben will!), dann nimm das ruhig ernst. Das sagen Kinder eigentlich nicht nur so. Dann sind wahrscheinlich seine Wutausbrüche eher aus dem Affekt heraus zu sehen.

Du schreibst übrigens gar nichts über dein Kind, wie verhält sich dein Kind in diesem Chaos. Wie alt ist es eigentlich. Und wird es als leuchtendes Beispiel hingestellt, wie man sich RICHTIG verhält?
Sowas könnte den Jungen nämlich auch dazu bringen, sich so zu verhalten. In einer Familie sucht sich jedes Kind seinen eigenen Platz und wenn der des lieben, hilfsbereiten und lernwilligen Kindes bereits "besetzt" ist, wird es vielleicht zum Rebell o.ä., weil es in den genannten Eigenschaften seine(m) Bruder/Schwester nicht erreichen kann. Darum sind Geschwister auch oft so unterschiedlich, obwohl sie ja den gleichen Hintergrund haben.

Was dir jetzt noch möglich wäre, da dein Mann so gegen psychologische Hilfe eingestellt ist, ist es, wie ich schon geschrieben habe, den Schulpsychologen allein aufzusuchen. Wenn du ihm erklärst, dass dein Mann gegen eine Therapie ist, hat er auch die Möglichkeit, einen Schulverweis anzudrohen, wenn der Junge sich nicht in psychologische Behandlung begibt. Dein Mann brauchte dann gar nicht zu erfahren, dass du dahinter steckst. Sowas machen Schulen mit verhaltensauffälligen Kindern auch von sich aus.

Wenn dir das zu heikel ist, dann suche du doch mal allein einen Familientherapeuten auf, vielleicht kann der dir ein paar Tipps geben, wie du deinen Mann überzeugen kannst, oder auch nur, wie du mit der Situation besser umgehen kannst.

lg
blackpunka

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30. April 2006 um 17:44
In Antwort auf anjali35

Ich glaube, die Situation
ist ziemlich festgefahren. Dein Mann scheint aller Verantwortung irgendwie aus dem Weg zu gehen, dass kann es ja nicht sein, es ist sein Sohn........

Patchwork-Familien sind immer sehr schwierige Konstellationen und die Problematik ergibt sich oft daraus, dass man Dinge erlebt, wie Du sie jetzt beschrieben hast, dem Jungen scheint es auch an Respekt Dir gegenüber zu fehlen.

Für Kinder ist es immer besonders schwer, wenn eine neue "Mama" oder eine neuer "Papa" kommt.

Ich könnte mir denken, dass ein Besuch bei einem Familientherapeuten für Euch hilfreich sein könnte, da müsste Dein Mann aber auch mitmachen........wenn Du das jetzt schon seit 3 Jahren mitmachst, ist das Ende erreicht, würde ich mal sagen. Offensichtlich seid Ihr (zu) hilflos, die Situation selbst in den Griff zu kriegen.

Erkundige Dich mal in Deiner Stadt, wo es solche Therapeuten gibt und dann würde ich schnell einen Termin machen lassen.

Sicher geht das ganze Thema auch auf Eure Ehe, wenn das nicht schon passiert ist, dann lieber jetzt ganz schnell die Notbremse ziehen.

Viel Erfolg.

Versuche den Jungen doch mal...
bei seinem Stolz und seiner Kreativität zu packen.
Ich kenne diese Situation aus eigener Erfahrung.
Meine Mutter hat sich umgebracht, als ich acht Jahre alt war. Mein älterer Bruder war zehn und der kleine vier.
Ich kann mich bis zu meinem 16ten Lebensjahr an mindestens 8 bis 9 Versuchsmütter erinnern, so dass das für mich nur noch Grund war, mich mit Büchern zu beschäftigen oder anderweitig innerlich abzuschalten.
Ganz anders bei meinen Brüdern, der kleine war so Verhaltensauffällig, daß er von einer Schule zur anderen geschickt wurde und der große hat an nichts teilgenommen und sich vollkommen in sich verschlossen.

Wir haben heute alle drei sehr unterschiedliche, jedoch
Familien mit Kindern, die wir alle sehr lieben.

Es gab mal eine Frau von den vielen, die mein Vater hatte, die hat die Sache einfach so genommen, wie sie war. Das sind KINDER - Punkt.

Sie hatte selber drei Kinder, die waren alle parallel in unserem Alter.
Diese Frau hat mein ganzes Leben und ich glaube auch das meiner Brüder unglaublich positiv beeinflußt, weil sie weder Unterschiede, noch Ängste ihrerseits, noch Probleme thematisiert hat.
Wir waren KINDER, nicht mehr und nicht weniger für sie. Wir haben zusammen gebadet,gemeinsam gegessen, gemeinsam ihre Mutter besucht etc.
Sie hat auch meinen kleinen Bruder sehr bewundert für seine Mobilität und innere Kraft, das hat ihm sehr gut getan.
Unsere eigene Familie war ziemlich kaputt nach dem Selbstmord meiner Mutter, und Schuldzuweisungen an der Tagesordung.
Die Beziehung der beiden hat leider nur ein dreiviertel Jahr gedauert, aber ich bin bis heute so glücklich, daß diese Frau, nicht wie die vielen anderen ständig Ängste und Sorgen gezeigt hat.
Mein Vorschlag, trenne nicht Deine Sorgen und Probleme von Deiner Wahlfamilie. Macht alles zusammen und habe keine Angst vor dem Jugen, der hat viel mehr Ängste als Du, glaube ich.

Alles Gute wünscht Heggy

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30. April 2006 um 22:16

Du hast die Gefühle,
die dein Mann seiner ersten Frau gegenüber noch hat, nicht angesprochen. Wie hat er denn getrauert? Wie lange, wie offen? Verherrlichen dein Mann und seine Familie die verstorbene Mutter/Ehefrau/Schweigertochter? Könnte es sein, dass sein Sohn seine und die Trauer seines Vaters ausleben muss?
Wie geht es dir dabei, die Ehefrau Nr. 2 zu sein? Was haben du und dein eigenes Kind für eine Beziehung zu deinem Ex-Partner / Vater?
Patchworkfamilien fordern von allen Mitgliedern sehr viel. Vor allem, wenn nicht bei beiden Parteien die gleichen Vorzeichen da sind.
Darum ist es nichts als normal eine Fachperson einzuschalten (wie schon von anderen hier drin erwähnt einen Familientherapeuten oder Schulpsychologen). Dein Mann hat vielleicht Angst davor, dass seine nicht verarbeitete Trauer erneut in ihm hochkommt und wehrt sich deswegen, den "Deckel zu öffnen".
Also geh entweder den von jemandem hier drin vorgeschlagenen "geheimen" Weg oder schildere deinem Mann auf einem Spaziergang zu zweit deine ausweglose Situation.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das Risiko auf sich nehmen will, zum zweiten Mal in so kurzer Zeit eine Partnerin zu verlieren, also soll er eurer Partnerschaft Sorge tragen und deine Notlage ernst nehmen.
Und vielleicht löst du was bei seinem Sohn aus, wenn du mal ganz ehrlich vor ihm weinst und ihm sagst, dass es dir wichtig ist, dass es mit euch klappt, dass du ihn liebhaben möchtest wie dein eigenes Kind, dass er dir das aber schwer möglich macht und du deshalb am Verzweifeln bist. Ehrlichkeit trifft oft das Herz bei Kindern!

Viel Kraft und Energie für konstruktive Schritte,
topaia

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30. April 2006 um 22:57

Rollenverteilung
ich habe dem was ges geschrieben hat nichts hinzuzufügen.
letztlich geht es um die wahrnehmung deiner rolle als mutter denn das bist du für den jungen.
wenn ihm das nicht so vorkommt, dann liegt es daran, dass du dich nicht so fühlst.

ich lebe mit den drei kindern meiner frau zusammen.
das erste was sie mir versucht haben begreiflich zu machen ist:"du hast mir nichts zu sagen, du bist nicht mein vater"
ich habe darauf stets geantwortet:"dein vater kann ich nicht werden aber ich habe zusammen mit deiner mutter die verantwortung für dich übernommen und die werde ich auch wahrnehmen.
das thema wurde schnell seltener und ist heute (nach 5 jahren) gänzlich verschwunden.
der junge braucht dich und deine regelnde hand, du bist diejenige, die ihm die richtung weist, ihm die grenzen steckt und ihn bei alledem als kind annimmt.
das jedenfalls hoffe ich für euch beide.
in deinem mann hast du keine große stütze, er scheint (wie mit vielem anderen auch) überfordert.
wenn er dauerhaft nicht seinen weg ändert geh du mit dem jungen in eine therapie (oder allein) und klärt eure rollen.

manndel

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1. Mai 2006 um 8:47

Mir fällt auf ...
dass Du in Deinem ersten Satz schreibst, dass es mal wieder um DIE KINDER ging, aber alles andere sich nur um seinen Jungen dreht.
Worum ging es in dem Streit eigentlich?

Um nochmal auf die Erziehung von Kindern zurück zu kommen, die vermeindlich ein besonderes Schicksal haben, weil sie z.B. die Mutter verloren haben.

Kinder realisieren diese Situation schon sehr genau und fügen sich auch in die Tatsache ein, das es jetzt eine neue Familienkonstellation gibt.

Ich denke, was der Patchwork-Familienvater geschrieben hat sehr gut. Kinder wollen oft ihre Kraft ausloten. Aber es kommt in einer neuen Liebe, die oft mit Kindern verbunden ist, vor allen Dingen auf die Konsequenz an, die man in diese Beziehung steckt.

Gruß Heggy

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1. Mai 2006 um 10:41
In Antwort auf kaleo_12490902

Rollenverteilung
ich habe dem was ges geschrieben hat nichts hinzuzufügen.
letztlich geht es um die wahrnehmung deiner rolle als mutter denn das bist du für den jungen.
wenn ihm das nicht so vorkommt, dann liegt es daran, dass du dich nicht so fühlst.

ich lebe mit den drei kindern meiner frau zusammen.
das erste was sie mir versucht haben begreiflich zu machen ist:"du hast mir nichts zu sagen, du bist nicht mein vater"
ich habe darauf stets geantwortet:"dein vater kann ich nicht werden aber ich habe zusammen mit deiner mutter die verantwortung für dich übernommen und die werde ich auch wahrnehmen.
das thema wurde schnell seltener und ist heute (nach 5 jahren) gänzlich verschwunden.
der junge braucht dich und deine regelnde hand, du bist diejenige, die ihm die richtung weist, ihm die grenzen steckt und ihn bei alledem als kind annimmt.
das jedenfalls hoffe ich für euch beide.
in deinem mann hast du keine große stütze, er scheint (wie mit vielem anderen auch) überfordert.
wenn er dauerhaft nicht seinen weg ändert geh du mit dem jungen in eine therapie (oder allein) und klärt eure rollen.

manndel

Ja genau
ich glaube, alle Kinder aus Patchworkfamilien probieren das.

Meine Tochter hat das bei meinem Ex auch am Anfang gemacht. Eine ganze Zeit lang hat sie ihn so oder ähnlich begrüßt: "Hallo Matthias, wann gehst du denn wieder?" Das war schon hart für ihn. So oder ähnlich ging das fast 1Jahr, Ich bewundere heute noch seine Geduld.
Wir waren über 10 Jahre zusammen und heute hat sie ein wirklich gutes Verhältnis zu ihm. Sie sagt sogar, dass er ihr eigentlicher Vater ist.

Ich denke aber, dass es bei Mamadeen aus zwei Gründen noch etwas komplizierter ist:
1. Dem Jungen fehlt seine MUTTER, und Kinder in dem Alter sind sowieso mutterbezogen, Jungen sogar noch etwas stärker.

2. Sie hat ein eigenes Kind "mitgebracht". Der Kleine war alt genug, genau zu wissen, dass das nicht seine Mutter ist, als die beiden zusammemgekommen sind.
Da ist die Eifersucht auf den Stiefbruder/-schwester vorprogrammiert. Es ist dessen RICHTIGE Mutter, während er einen Vater hat, der sich anscheinend nicht wirklich kümmert, sondern Schwierigkeiten leugnet, weil es einfach bequemer ist.
Also lehnt er sie lieber von vornherein ab, damit er nicht verletzt wird, denn sie kann ihn ja sowieso nicht so lieb haben, wie ihr eigenes Kind. Und ab und zu kommt dann halt doch raus, dass er sich ihre Zuneigung wünscht: "Ich hab dich doch so lieb"


blackpunka

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