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Habe ich einen Fehler gemacht? Ich leide, obwohl ich mich getrennt habe...

25. November um 16:37

Hallo liebe Leser,

ich hatte jetzt viereinhalb Jahre lang eine Art Beziehung in Form einer "Freundschaft plus" und habe mich nun von von ihr getrennt. Trotzdem leide ich sehr stark unter meiner eigenen Entscheidung.
Es macht mich zutiefst traurig, sie leiden zu wissen und ich trauere um all die schönen Dinge, die wir gemeinsam hatten.
Wir haben viele gemeinsame Interessen und Hobbys, hatten täglichen Kontakt, waren zusammen in Urlaub, unterstützten uns und können uns über alles unterhalten, sexuell hat es perfekt gepasst und wir haben einen gemeinsamen Freundeskreis, der eh davon ausgeht, dass wir zusammen sind, obwohl wir nach außen hin nie als Paar aufgetreten sind.

Das Problem ist, dass wir nie den Mut hatten zusammen zu ziehen und eine offizielle Partnerschaft daraus zu machen.
Denn obwohl so vieles bei uns passt, komme ich mit ihren Launen nicht klar. Sie erwartet immer, dass jeder sie gut behandelt, wenn etwas aber nicht ihren Vorstellungen entspricht und ihr nur eine Kleinigkeit gegen den Strich geht, gibt sie dies jedem um sich herum zu spüren. Fast wie ein trotziges Kind. Sie ist eigentlich ein liebevoller Mensch, der sich um alle sorgt und normalerweise jedem nur Gutes wünscht, aber sie hat ihre Emotionen und Stimmungen nicht im Griff und hat wenig Beherrschung. Jede Kleinigkeit, die ich manchmal nicht einmal wahrnehmen würde, kann sie völlig aus dem Gleichgewicht bringen und ich hatte oft das Gefühl aufpassen zu müssen, was ich tue oder sage, um keine Laune zu provozieren. 
Für mich war es oft schwierig, sie nach einem solchen Verhalten wieder in den Arm zu nehmen und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Für sie war danach nämlich immer alles so, als wäre nichts gewesen. Sie sehnt sich nach Nähe und Zuneigung und mir ist es aufgrund ihres wechselhaften Verhaltens oft schwer gefallen, ihr dies zu geben.
Dieses Verhalten hat mich emotional schon etwas verschlissen und doch fehlt sie mir und ich trauere um sie und um unsere Zeit.
Wenn ich darüber gesprochen hatte, wurden die Dinge zwar zur Kenntniss genommen und eingesehen, aber es wurde nie Besserung gelobt oder effektiv daran gearbeitet. Sie meinte, sie wäre es sich selbst nicht wert und würde gewisse Dinge wenn dann nur für mich tun, was ich schlecht finde. Ich finde, dass jeder auf sich achten und etwas für sich tun sollte. Ich habe ihr oft gesagt "nur wer sich selbst mag, wird auch von anderen gemocht".

Ein weiteres Problem ist, dass sie nächstes Jahr 43 wird und ich mir immer noch eine Familie gewünscht hatte. Sie hatte es allerdings auch nicht völlig ausgeschlossen. In dem Alter ist es aber natürlich auch nicht so ohne... Auf der anderen Seite kann mir auch niemand garantieren, dass dies mit einer anderen Frau noch funktionieren würde und passt.

Ich war innerlich oft wütend, wenn ich mal wieder Opfer ihrer Launen war und habe mich als Sklave ihrer Launen und Stimmungen gesehen und habe mich mich gefragt, wie das denn weitergehen soll. Selten werden ja Menschen mit zunehmendem Alter einfacher und wenn dann noch die Wechseljahre kommen, wird es sicher noch schwieriger. Außerdem habe ich mich immer gefragt, was denn mal ist, wenn die richtigen Probleme des Lebens und Schicksalschläge kommen, wenn sie schon mit den alltäglichen Dingen scheinbar oft emotional überfordert ist.
Manchmal kommt es mir vor, als würde sie nur in ihrer eigenen Gedankenwelt leben und alles was nicht ihrem gedanklichen Konstrukt entspricht, überfordert sie total. Das hat mir oft Angst gemacht.

Und weil mir das alles kein gutes Gefühl mehr gegeben hat, hatte ich dann den Entschluss einer Trennung gefasst und ihr mitgeteilt. Trotzdem leide ich nun sehr darunter und fühle mich emotional extrem mit ihr verbunden. Ich hatte auch immer das Gefühl, dass wir füreinander bestimmt sind, weil so vieles passt und wir immer wieder zueinander gefunden haben. Wir hatte auch viele gemeinsame Pläne. Das kommt nun alles wieder hoch. Ich fühle mich schlecht, schuldig und traurig und ihr hat es völlig den Boden unter den Füßen weggezogen.

Habe ich einen großen Fehler gemacht?
 
Auf der anderen Seite habe ich eine nette Frau kennengelernt, die sehr liebevoll, geerdet und tolerant ist und mir ein gutes Gefühl gibt. Im Hinblick auf manche meiner Hobbys aber vielleicht zu lieb und etwas konservativ ist. Ich habe Angst, dass mir dort vielleicht irgendwann der "Spaß" und einige andere Gemeinsamkeiten fehlen könnten, sollte ich mich da auf etwas einlassen. Das alte "was wäre wenn" Spiel...
Es hatte sich für mich die letzte Zeit jedenfalls gut angefühlt, den Kontakt zu dieser anderen Frau zu haben und vielleicht etwas für die Zukunft daraus machen zu können, während ich auf der anderen Seite diesem Teufelskreis der schwierigen Launen entfliehe.
Von dem Gefühl ist aber gerade nicht mehr viel übrig, weil die Trauer überwiegt.
 

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25. November um 17:02

Ich glaube nach einer Trennung herrscht einfach auch Verunsicherung. Ich denke aber, Du hast Dir die Trennung von der bisherigen Partnerin nicht leicht gemacht und sicher lange genug abgewartet und auch gelitten. Deswegen solltest Du hier versuchen Deinen Frieden zu finden.
Was die neue Frau in Deinem Leben angeht, bleibst Du etwas vage, gehen Deine Andeutungen in eine sexuelle Richtung oder eher Lebensweise?
Ich denke, ein wichtiger Punkt ist, den Partner mit seinen Stärken und Schwächen anzunehmen wie er ist. Im Falle Deiner Ex hatten die Schwächen eine stark übergriffige Ausprägung. Deswegen ist ja notwendig, Konsequenzen zu ziehen bevor man Schaden nimmt.
Ich fürchte, Du wirst die perfekte Partnerin nicht finden. Kommt eventuell die neue Partnerschaft noch zu früh da Du immer noch am Verarbeiten der alten bist?

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25. November um 17:36

alles richtig gemacht. die hätte dich in einer Beziehung doch in den Wahnsinn getrieben

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25. November um 17:41

Danke sophos75,

ich habe mir das wirklich nicht leicht gemacht, zumal ich schon mal fünf! Monate um sie gekämpft hatte, als ein anderer Mann im Raum stand...
Ich dachte bisher immer, dass es bei den guten Voraussetzungen doch einfach funktionieren muss und sie dachte das auch.

Nein, es geht bei der neuen Frau eher in Richtung Lebensweise und Interessen/Hobbys. Wobei es da durchaus auch gemeinsame Schnittmengen gibt. Aber eben nicht so viele, wie ich sie mit der bisherigen Frau hatte.
Film- und Musikgeschmack sind unterschiedlich und Alkohol ist auch nicht so ihres. Dafür mag sie Sport, Natur und Kulinarisches. Mein "Problem" ist vielleicht auch, dass ich sehr vielseitig interessiert bin und diese Interessen auch lebe. Natürlich kann kaum ein potenzieller Partner alle Interessen und Hobbys in sich vereinen. Ich finde es aber auch schön, wenn man mit seinem Partner einfach mal einen trinken kann, wie mit seinem Kumpel und Filme schauen und Konzerte besuchen kann. Und sie war z.B. noch nie betrunken.
Auf der anderen Seite würden sich die Interessen und Prioritäten sicher auch verschieben, wenn man eine Familie gründen würde...
 
Im Bezug auf Sexuelles habe ich von der neuen Frau noch absolut keine Ahnung, weil das für mich durch die bisherige "Beziehung" auch nicht in Frage kam.
Allerdings hatte sie 13 Jahre lang keine Beziehung mehr, weil sie damals von ihrem wesentlich älteren Partner betrogen wurde und sie sich danach in die Arbeit gestürzt hatte. Mittlerweile sehnt sie sich aber nach einem Partner und macht einen sehr liebevollen Eindruck.

Kann gut sein, dass eine neue Partnerschaft evtl. noch zu früh kommt.
Bis ich die Trennung ausgesprochen hatte, war ich mir damit allerdings noch recht sicher.

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25. November um 17:43

Wenn ein Fehler, dann dass Du bei ihren Launen nicht frühzeitig Grenzen gesetzt und ihr klar gemacht hast, dass es so nicht geht..
Denn Konsequenzen hat es ja offenbar kaum gehabt.

Bzw jetzt doch mit der grossen Keule...

Ansonsten hört sich das aber nach einer Beziehung an, die ich nicht geschenkt haben wollte, auch wenn sie ansonsten perfekt ist

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26. November um 9:35

Hmm... danke für eure Rückmeldungen.
An den Wahnsinn habe ich auch manches Mal schon gedacht.

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26. November um 10:41

Du hast eine Entscheidung getroffen, vielleicht dass erste Mal in eurer "Beziehung"

Vielleicht ist ihr Charakter wirklich so, aber könnte es nicht sein dass viele Verlustängste in ihrem Verhalten mitgeschwungen ist. 
Es hört sich nämlich so an als wärst du nie richtig zu ihr geschanden und wolltest die positiven Dinge ohne die Verantwortung erreichen. 

Eine so lange Zeit eine F+ hat sicher auch bei ihr Gefühle zerschliessen. Dauerhafter Schwebezustand macht auf lange Sicht den Menschen kaputt. 

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26. November um 11:04
In Antwort auf ironmaiden19

Hallo liebe Leser,

ich hatte jetzt viereinhalb Jahre lang eine Art Beziehung in Form einer "Freundschaft plus" und habe mich nun von von ihr getrennt. Trotzdem leide ich sehr stark unter meiner eigenen Entscheidung.
Es macht mich zutiefst traurig, sie leiden zu wissen und ich trauere um all die schönen Dinge, die wir gemeinsam hatten.
Wir haben viele gemeinsame Interessen und Hobbys, hatten täglichen Kontakt, waren zusammen in Urlaub, unterstützten uns und können uns über alles unterhalten, sexuell hat es perfekt gepasst und wir haben einen gemeinsamen Freundeskreis, der eh davon ausgeht, dass wir zusammen sind, obwohl wir nach außen hin nie als Paar aufgetreten sind.

Das Problem ist, dass wir nie den Mut hatten zusammen zu ziehen und eine offizielle Partnerschaft daraus zu machen.
Denn obwohl so vieles bei uns passt, komme ich mit ihren Launen nicht klar. Sie erwartet immer, dass jeder sie gut behandelt, wenn etwas aber nicht ihren Vorstellungen entspricht und ihr nur eine Kleinigkeit gegen den Strich geht, gibt sie dies jedem um sich herum zu spüren. Fast wie ein trotziges Kind. Sie ist eigentlich ein liebevoller Mensch, der sich um alle sorgt und normalerweise jedem nur Gutes wünscht, aber sie hat ihre Emotionen und Stimmungen nicht im Griff und hat wenig Beherrschung. Jede Kleinigkeit, die ich manchmal nicht einmal wahrnehmen würde, kann sie völlig aus dem Gleichgewicht bringen und ich hatte oft das Gefühl aufpassen zu müssen, was ich tue oder sage, um keine Laune zu provozieren. 
Für mich war es oft schwierig, sie nach einem solchen Verhalten wieder in den Arm zu nehmen und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Für sie war danach nämlich immer alles so, als wäre nichts gewesen. Sie sehnt sich nach Nähe und Zuneigung und mir ist es aufgrund ihres wechselhaften Verhaltens oft schwer gefallen, ihr dies zu geben.
Dieses Verhalten hat mich emotional schon etwas verschlissen und doch fehlt sie mir und ich trauere um sie und um unsere Zeit.
Wenn ich darüber gesprochen hatte, wurden die Dinge zwar zur Kenntniss genommen und eingesehen, aber es wurde nie Besserung gelobt oder effektiv daran gearbeitet. Sie meinte, sie wäre es sich selbst nicht wert und würde gewisse Dinge wenn dann nur für mich tun, was ich schlecht finde. Ich finde, dass jeder auf sich achten und etwas für sich tun sollte. Ich habe ihr oft gesagt "nur wer sich selbst mag, wird auch von anderen gemocht".

Ein weiteres Problem ist, dass sie nächstes Jahr 43 wird und ich mir immer noch eine Familie gewünscht hatte. Sie hatte es allerdings auch nicht völlig ausgeschlossen. In dem Alter ist es aber natürlich auch nicht so ohne... Auf der anderen Seite kann mir auch niemand garantieren, dass dies mit einer anderen Frau noch funktionieren würde und passt.

Ich war innerlich oft wütend, wenn ich mal wieder Opfer ihrer Launen war und habe mich als Sklave ihrer Launen und Stimmungen gesehen und habe mich mich gefragt, wie das denn weitergehen soll. Selten werden ja Menschen mit zunehmendem Alter einfacher und wenn dann noch die Wechseljahre kommen, wird es sicher noch schwieriger. Außerdem habe ich mich immer gefragt, was denn mal ist, wenn die richtigen Probleme des Lebens und Schicksalschläge kommen, wenn sie schon mit den alltäglichen Dingen scheinbar oft emotional überfordert ist.
Manchmal kommt es mir vor, als würde sie nur in ihrer eigenen Gedankenwelt leben und alles was nicht ihrem gedanklichen Konstrukt entspricht, überfordert sie total. Das hat mir oft Angst gemacht.

Und weil mir das alles kein gutes Gefühl mehr gegeben hat, hatte ich dann den Entschluss einer Trennung gefasst und ihr mitgeteilt. Trotzdem leide ich nun sehr darunter und fühle mich emotional extrem mit ihr verbunden. Ich hatte auch immer das Gefühl, dass wir füreinander bestimmt sind, weil so vieles passt und wir immer wieder zueinander gefunden haben. Wir hatte auch viele gemeinsame Pläne. Das kommt nun alles wieder hoch. Ich fühle mich schlecht, schuldig und traurig und ihr hat es völlig den Boden unter den Füßen weggezogen.

Habe ich einen großen Fehler gemacht?
 
Auf der anderen Seite habe ich eine nette Frau kennengelernt, die sehr liebevoll, geerdet und tolerant ist und mir ein gutes Gefühl gibt. Im Hinblick auf manche meiner Hobbys aber vielleicht zu lieb und etwas konservativ ist. Ich habe Angst, dass mir dort vielleicht irgendwann der "Spaß" und einige andere Gemeinsamkeiten fehlen könnten, sollte ich mich da auf etwas einlassen. Das alte "was wäre wenn" Spiel...
Es hatte sich für mich die letzte Zeit jedenfalls gut angefühlt, den Kontakt zu dieser anderen Frau zu haben und vielleicht etwas für die Zukunft daraus machen zu können, während ich auf der anderen Seite diesem Teufelskreis der schwierigen Launen entfliehe.
Von dem Gefühl ist aber gerade nicht mehr viel übrig, weil die Trauer überwiegt.
 

nein du hast überhaupt keinen fehler gemacht. 

du hast jetzt nur verlust und deswegen redest du dir das alles schön und gut.

wenn es wirklich so toll gewesen wäre, dann wärt ihr doch schon längst ein paar. 4 jahre keine entwicklung ... ne!

es passt zwischen euch nicht. gute zeit hin, gute zeit her, bett schön. das passt alles nicht. wenn du mit ihrem charakter nicht  zurecht kommst, dann passt es nicht. das macht einen menschen aus. nichts anderes. 

lass los, orientiere dich neu. sei glücklich. mit ihr wirst du es nie.

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26. November um 14:21

Irgendwie habt ihr ja alle Recht und beim Schreiben und Beschreiben der Dinge sind mir die Probleme auch alle wieder bewusster geworden. Trotzdem fühlt es sich falsch und traurig an. Ein Verlust ist es im Hinblick auf die schönen und guten Dinge auf alles Fälle...

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