Forum / Liebe & Beziehung

Habe ich alles "kaputt" gedacht? ?

28. Januar um 13:48 Letzte Antwort: 30. Januar um 15:04

Hallo zusammen,


Ich habe mich hier angemeldet da ich einfach mal ein paar unabhängige Meinungen haben wollte zu meiner Beziehung.


Zu Vorgeschichte:


Ich hatte lange Zeit nur Pech mit den Frauen. Lange Zeit war ich mit mir selbst nicht sehr zufrieden, immer habe ich versucht gut dazustehen. In meiner Schulzeit musste ich einiges einstecken, habe deswegen eine Haltung eingenommen, mit allem was ich tue richtig zu liegen, jeden zu beeindrucken und mit meinem perfekten Leben darzustehen.


Ich habe versucht eine Partnerin zu finden. Zweimal habe ich mit jeweils einer näheren Freundin eine Nacht verbracht, ich habe aus beiden Malen immer alles bis zum Ende ausgemalt in meinem Kopf, Beziehung, Heirat, Kinder. Beide Male wurde ich sehr enttäuscht, beide Male wurde ich danach weggestoßen. Es hat danach einfach nie geklappt. Sogar mit Männern habe ich es probiert, ich dachte, vielleicht finde ich dort mein Glück, dem war nicht so.


Sehr stressig wie ihr euch vorstellen könnt. Bis zum Ende meiner Ausbildung habe ich in WGs gewohnt, und war nie allein wohnhaft. Dann, in 2016 zog ich aus meiner „Ausbildungsstadt“ zurück in meine „Schulstadt“, also zurück in die Heimat. Das erste Mal habe ich komplett allein gewohnt. Zu der Zeit habe ich eine Gesprächstherapie begonnen, da es mir wirklich schlecht so allein ging, und auch ohne Beziehung. Mein Job hat mich damals sehr gefordert, den Tribut den ich zollen musste war eine sehr schlecht Zeit in der ich mit mir selbst zu kämpfen hatte. Ich habe mit der Therapie begonnen, auf andere Meinungen großteils zu verzichten und mein eigenes „Ding zu drehen“. Hat mir sehr gut getan.


3 Jahre später geht es mir gut, trotzdem fehlt mir eine Beziehung. Ich habe mein allein wohnen akzeptiert. Wenn ich nach Hause komme, freue ich mich auf einen entspannten Abend auf dem Sofa mit einer guten Serie oder aber lade mir Besuch ein und man quatscht einfach über alles.


Und dann ist es passiert, ich fand über ein soziales Netzwerk jemanden der mir gefiel, und es wurde auch erwidert!


Leider etwas komplizierter als gedacht. Sie war noch in einer Beziehung, diese war aber zum scheitern verurteilt. Ich habe mit ihr ihre Trennung durchgemacht. Und danach ging es bergauf. Wir haben uns oft getroffen und fanden uns sympathisch! Sie hat nie ein Blatt vor den Mund genommen, neu für mich jemanden zu haben der nicht wie ich dreimal darüber nachdenkt etwas zu tun bzw. etwas zu sagen. Es wurde eine sehr schöne Zeit, sehr aufregend. Ich habe so viel mit ihr gekocht wie lange nicht mehr. Wir sind zu Konzerten zusammen gegangen. SInd essen gewesen.


Ich habe auch recht schnell ihre Eltern kennengelernt. Sie auch meine.


Und dann ist es passiert, sie sagte mir, dass sie mich liebt. Ich war sehr überfordert, habe aber dann aber erwidert, vielleicht ein wenig zu früh, aber ich hatte auch das Gefühl, ist diese Worte aussprechen zu müssen, etwas in meinem Unterbewusstsein hat mich dazu gebracht. Ich bin in dem Moment über meinen Schatten gesprungen und habe dies ohne darüber nachzudenken aus dem Bauch heraus getan. Sowas habe ich sonst nie gemacht.


Da sie aus einer anderen Stadt nach der Trennung zurück in ihrer Heimatstadt war, ist sie dann vorübergehen bei mir eingezogen. Es hat sich gut angefühlt, es war jemand zu Hause, das hat sich sehr gut angefühlt.


Irgendwann war dann aber etwas eigenartig. Ich freute mich dann nicht mehr auf mein zu Hause. Es war nun jemand dort bei mir. Wenn es mir mal schlecht ging, dann konnte ich mich nicht mehr „einsperren“. Meine Wohnung, die ich vorher als meine „Festung der Einsamkeit“ hatte, konnte mir nun nicht mehr meine Einsamkeit geben wenn ich sie brauchte. Ich habe bemerkt, dass ich die letzten Jahre bei Problemen diese eher „weggeschoben“ habe als sie zu verarbeiten. Der Tod von Angehörigen, die Krankheit und der Tod von dem Hund meiner Eltern. Allem bin ich aus dem Weg gegangen, auch bei Kleinigkeiten, bei denen ich mal ein wenig Arbeit rein stecken musste und Aufwand, wurde es zuviel bin ich in meine Wohnung geflüchtet, habe mich in meiner schlechten Laune eingekuschelt und war froh, einfach mit einer Serie im Fernsehen die schlechten Gedanken wegzuschieben.


Und dann fingen sich die Gedanken an zu drehen. Meine Freundin wurde auf einmal zur Last. Ich fing an, die Gefühle für sie in Frage zu stellen. Dies ging so weit, dass ich sie für ein paar Tage aus der Wohnung „geschmissen“/gebeten habe. Mit meinen Eltern habe ich sehr viel gesprochen. Mir hat der „rausschmiss“ sehr wehgetan. Ich habe gemerkt wieviel Schmerzen es mir bereitet meine Freundin von mir wegzustoßen. Dies hat mir gezeigt, dass ich um sie kämpfen wollte.


Die Weihnachtstage waren eine Qual um ehrlich zu sein. Die Gedanken gingen auf und ab. Wir wollten eigentlich zusammen feiern, aber haben dann doch erstmal jeder für sich mit der Familie gefeiert. Meine Eltern, ich bin übrigens ein Einzelkind, haben sich um mich gesorgt. Ich war froh sie für mich zu haben, obwohl sie mich nun immer „du und deine Freundin“ zusammen nannten, war neu für mich, vielleicht ein wenig zu viel, wo ich sie doch immer nur für mich hatte.


Ich find an an mir zu arbeiten um das Problem, das „wegstoßen“ meiner Freundin, zu verarbeiten. Das fällt mir manchmal leichter und manchmal schwerer. Ich denke ich muss lernen meine Probleme nicht nur mit mir selbst auszumachen. Sie unterstützt mich dabei sehr, sagt mir wieviel ich ihr Wert bin, wie sehr sie mich liebt. Aber manchmal kommen dann wieder die Zweifel hoch, ich habe nie gelernt wie es ist jemanden zu lieben, liebe ich sie wirklich? Oder ist es nur eine Torschlusspanik weil ich nicht allein sein möchte?


Ich fühle mich wie ein Kleinkind was diese Beziehung angeht, ich meine, ich kenne es ja auch nicht wirklich. Ich stehe schon mehr für mich ein, nehme mir meine Zeit für mein Hobby und für meine Freunde. Ich habe aber nunmal Angst, dass ich dieses Gefühlsaufundab nie wirklich abbauen kann, obwohl ich, wenn es mir gut geht, ich gerne mit meiner Freundin was zusammen unternehme, und ich genieße es auch sie im Arm zu halten oder in ihrem Schoß zu liegen.


Das war jetzt sehr viel, vielleicht hat einfach jemand ein paar Tipps zu meiner Situation, ich habe einfach sehr viel Angst, dass ich mir alles kaputt gedacht habe mittlerweile und, dass ich sie verliere 😕




Danke für eure Worte und liebe Grüße


Wischmob


 

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28. Januar um 15:00

ja, ich kenne das und es tut mir so leid für Dich. Denn eigentlich bist Du viel zu jung, um Dich nur mit dem Denken Deiner Gedanken zu beschäftigen.

Mach was, geh raus mit jungen Freunden oder überhaupt raus. Befasse Dich mit Kultur. Du brauchst ganz dringend den Austausch mit Gleichaltrigen!
Luft und Liebe allein, damit ist es auch noch nicht getan - das hat Dir Dein Inneres deutlich gezeigt.

Auch hilft es Dir nicht, wenn Du nur allein über Deine Gedanken nachdenkst - woher die kommen und warum Du so oder so denkst -  da kann kann man höchstens noch ''verrückt'' werden - lieber nicht!

Welche Interessen hast Du denn so ?

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28. Januar um 16:09

Hi gabriela1440!

Danke dir für deine schnelle Antwort!

Also vielleicht sollte ich kurz klarstellen, dass ich 26 bin schon, habe einfach nie die Richtige gefunden für eine Beziehung, deswegen ist es so besonders, deswegen aufgrund meines Alters ja auch der Druck alles richtig zu machen.

Ich habe auf jeden Fall ein starkes soziales Miteinander mit meinen Freunden gepflegt, jede Woche gab es mindestens ein Treffen. Auch ein ruhiges Wochenende war aber mal drin.

Natürlich wurden meine Kontakte in letzter Zeit selten gepflegt, ich veruche gerade auch mal wieder was alleine zu machen. Auch meine Hobbys möchte ich wieder voran treiben.

Ich tausche mich immer mit meinen Eltern und engen Freunden über meine Situation aus, sie wollen mir helfen. Jedoch ist das echt schwierig wenn ich selbst bei einem kleinen Problem schon einen Elefanten da draus mache. 

Seit kurzem geht es sogar so weit, das ich über eine Trennung nachdenke und das macht mir natürlich noch mehr zu schaffen.


Viele Grüße

wischmob

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28. Januar um 17:16
In Antwort auf demi_19284176

Hi gabriela1440!

Danke dir für deine schnelle Antwort!

Also vielleicht sollte ich kurz klarstellen, dass ich 26 bin schon, habe einfach nie die Richtige gefunden für eine Beziehung, deswegen ist es so besonders, deswegen aufgrund meines Alters ja auch der Druck alles richtig zu machen.

Ich habe auf jeden Fall ein starkes soziales Miteinander mit meinen Freunden gepflegt, jede Woche gab es mindestens ein Treffen. Auch ein ruhiges Wochenende war aber mal drin.

Natürlich wurden meine Kontakte in letzter Zeit selten gepflegt, ich veruche gerade auch mal wieder was alleine zu machen. Auch meine Hobbys möchte ich wieder voran treiben.

Ich tausche mich immer mit meinen Eltern und engen Freunden über meine Situation aus, sie wollen mir helfen. Jedoch ist das echt schwierig wenn ich selbst bei einem kleinen Problem schon einen Elefanten da draus mache. 

Seit kurzem geht es sogar so weit, das ich über eine Trennung nachdenke und das macht mir natürlich noch mehr zu schaffen.


Viele Grüße

wischmob

irgendwie hört es sich für mich eher so an als ob du diese Beziehung nur führst damit du überhaupt eine Beziehung hast .... aber ich glaube nicht dass es Liebe ist

vielleicht solltet ihr mal eine Pause machen damit du dir darüber klar werden kannst

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30. Januar um 15:04
Beste Antwort

die viele ''Denkerei'' scheint ja auch nicht zu irgendeinem Ziel zu führen.

Wenn Du merkst, dass Du diese Beziehung nicht mehr möchtest, dann setze das um, indem Du Dich trennst - ja, so viel Kraft solltest Du schon aufwenden - ich bezweifele, dass die Freundin Dir Deine Wünsche von den Augen ablesen kann - oder kannst Du das bei ihr?

Nur Mut - es ist keine Schande, zu merken, dass man sich geirrt hat.

Aber denke nicht zu viel darüber nach, sondern mache Dir klar, dass Du einfach noch nicht soweit bist, um Dich fest zu binden. Damit stehst Du keineswegs allein da. Es ist sogar ziemlich gesund, sich nicht allzu früh zu binden, sondern sich erst einmal umzusehen, um die Menschen besser kennen zu lernen. Die Zeit, ausschließlich bei den Eltern, sollte jetzt mal einem Ende zugehen - werde selbständig, mach was für Dich. Sollst mal sehen, wie gut Dir das tun wird, wenn Du alles für Dich zu verantworten und zu entscheiden hast

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