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Hab mich ein stück verloren und finde mich nicht wieder

31. März 2004 um 14:16

hallo, ich hoffe, ihr könnt mir einen denkanstoss geben, weiss gar nicht, wo ich anfangen soll, was alles dazu gehörte, mich aus der balance fallen zu lassen...
als kind war ich von meiner mutter das hübsche kleine mädchen, wurde süss angezogen und war lieb. damals habe ich die streitereien und machtspiele der eltern nie verstanden, zu meinem vater hatte ich ein zwiespältiges verhältnis, ich hatte immer angst, dass sich meine eltern was antun würden, verstand nicht, warum mein vater so ausrastete...
meine mutter hat mich viel kontrolliert und hintergangen, immer versucht, besser zu sein, nach aussen waren wir die heile familie, nur ich war als kind sehr still.
in der schule lernte ich mit 17 meinen freund kennen, der meiner mutter aber nicht passte, sie meinte immer, was besseres zu sein und er tauge nichts. er war aber ein lieber kerl, kam aus gutem hause, meine mutter versuchte mit allen mitteln, die beziehung zu zerstören, machte mich überall schlecht, verbot mir den kontakt und ihm das haus. da sie hausfrau war, dachte ich immer, sie will nicht allein sein und deshalb war sie gegen den freund, aber vielleicht wollte sie mich auch nur weiter kontrollieren.
nachdem sie die ganze kleine familie gegen mich hatte, meine mutter sich scheiden liess und ich mit ihr zusammen zu ihrem freund ziehen sollte, weigerte ich mich schliesslich, der freund war ein arbeitsloser alkoholiker in ner schlimmen bruchbude, in einem schlimmen viertel. meine mutter tobte, was sollen denn die leute sagen?
die eltern meines freundes boten mir an, dort übernachten zu können. nachdem mein vater starb und die sache immer mehr eskalierte, brach ich den kontakt ab. mit meinem freund war ich fast 9 jahre zusammen, das verhältnis mit seiner mutter war katastrophal, auch sie hatte mich in der hand und nutzte es aus, zu dem zeitpunkt hab ich mich auch nicht wehren können, keine kraft mehr.

ich beendete die beziehung, war wie erlöst und befreit, sah meinen freund leiden und hatte grosse schuldgefühle, auch hatte ich direkt wieder einen freund, der das gegenteil von ihm war: locker, lustig, lebensfroh, genau das, was ich jetzt brauchte. nach 4 jahren stellte ich fest, dass er ein schwindler war, der mich belog und mir noch mein letztes geld nahm, schliesslich fand ich es selbstverständlich, ihm zu helfen, lieh ihm geld.
fast 2 jahre blieb ich solo, fand mich selbst wieder und war stolz auf mich, dass ich alles so gut und auch allein geschafft habe. auch meine nächsten beziehungen waren ein reinfall, mal mehr oder weniger, nie die beziehung, die ich suchte, eher genau das gegenteil, von ehrlichkeit keine spur.

da es mich sehr belastete, suchte ich wieder den kontakt zu meiner tante, ab und zu sah ich auch mal meine mutter, wenn sie da war, aber wir haben uns nichts zu sagen. irgendwann bekam ich ne karte, dass sie geheiratet hat, kannte den mann nicht, aber darauf hin habe ich halt den ersten schritt gemacht und habe auch seine familie kennengelernt, es tat mir gut. ich wünschte mir ja nur, von meiner familie aufgenommen zu werden, da ich schliesslich nichts böses verbrochen habe, ausser mir meinen freund selbst zu suchen.
ich gab mir mühe, erwartete aber von meiner mutter auch ein wenig mehr. sie zog weg, da das geld ausging, durfte wieder mal meine tante einspringen, das hat meine mutter gut drauf, sich als armes opfer darzustellen.
meine tante hat angeblich von den alten geschichten auch nichts mitbekommen, meine mutter war doch ne gute mutter.
soll ich die ganzen geschichten vergessen, mich aussprechen? war ganz geschockt, als eine freundin meinte, ich wäre das ungeliebte kind. vor kurzem erzählte meine tante, das auch meine mutter nicht meinen vater heiraten sollte, er war auch nicht gut genug. die geschichte wiederholt sich irgendwie.
und ich bin innerlich so traurig geworden, dass ich mich gar nicht mehr erkenne.
dann fühle ich mich auch schuldig wegen meinen beziehungen, dass ich mich habe ausnutzen lassen, dass mein vertrauen so missbraucht wurde, ich ärgere mich so über mich.

sorry, ist doch recht lang und wirr geworden, aber mir gehen so viele dinge durch den kopf, die ich nicht begreife.

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31. März 2004 um 14:32

Ich kenn das nur allzu gut
Mensch, Du hattest es wirklich schwer, Bei mir ging auch so einiges ab in der Kindheit, und meine ersten beiden festen Freunde haben mich auch nur ausgenutzt und verarscht. Vom einen habe ich heute nocht nen riesen Schuldenberg, der wird mich noch mindestens 5-6 Jahre verfolgen...

Mein letzter war einfach nur Faul und glaubte, ich ersetze ihm seine Mutter, die ihm immer hinterhergeräumt hatte und total verwöhnt. Ausserdem hatte er ein Alk-problem. Da hab ich dann zum Glück rechtzeitig reagiert und ihn rausgeworfen.

Da dachte ich, ich werde wohl nie einen Mann finden, der mich nicht ausnutzt oder wie ne Magd behandelt und entschloss, alleine zu bleiben. Um etwas Kontakt zu bekommen, habe ich dann spasseshalber mal bei ner Singelseite mein Profil aufgegeben. Und da habe ich dann tatsächlich jemanden kennen gelernt. Anfangs war ich sehr unsicher, habe meine Gefühle zurückgehalten, habe auch immer wider mal abgecheckt, wie er sich so verhält, wie er über Geld redet und wie er es im Haushalt sieht. Und ich muss sagen, es sieht so aus, als hätte ich endlich jemanden gefunden, der es ehrlich meint und mich nicht ausnützen will.


Ich würde Dir jetzt so gerne irgend etwas schreiben, dass Dich aufmuntert, aber irgend ein Standartspruch hilft ja auch nicht wirklich weiter. Wenn Du magst, schreib mir auf klein-flausi@bluemail.ch dann können wir uns etwas austauschen und vieleicht hilft es Dir, dich jemandem anzuvetrauen dem es ähnlich gegangen ist....

LG
Flausi

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31. März 2004 um 15:55

Therapie
Hast Du schon einmal an eine Psychotherapie gedacht?

lg
Chris


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31. März 2004 um 16:14
In Antwort auf abdul_12261227

Therapie
Hast Du schon einmal an eine Psychotherapie gedacht?

lg
Chris


Kurz mal, aber nicht wirklich.
nun, ich habe immer gedacht, ich akzeptiere, dass es so passiert ist und schaue nach vorn.

bislang gelingt mir das gut, nur regelmässig zu meinem geburtstag und weihnachten gehts dann doch bergab, wünsche mir halt ein liebevolles verhältnis, vor allem auch von meiner tante. früher meinte meine mutter immer, ich soll erst mal was leisten, bevor ich als junger mensch mitreden kann, ich denke, ich habe einiges geleistet, allein, ohne unterstützung von mutter und tante, bin da auch stolz drauf.
aber dieses ausschliessen aus der familie, ich kann es nicht verstehen. meine mutter hat fast nie gearbeitet, hat immer auf anderer leute kosten gelebt, war die kleine schwester, der meine tante nur gerne hilft, obwohl sie genau weiss, wie meine mutter ist, kalt und berechnend. aber irgendwie steht sie immer gut da und ich bin die böse, die nicht auf sie zugeht...
zu den stiefsöhnen sucht sie das gute verhältnis, obwohl sie ihren vater finanziell betrogen haben, und ich ehrlicher mensch stehe immer als die lügnerin da, die nicht gut genug ist.
eigentlich finde ich das ganze so lächerlich, dazu ne therapie? meine mutter ändert sich nicht, und ich werde das halt so hinnehmen müssen.
nur so langsam habe ich schon angst, mir unbewusst die falschen freunde zu suchen, wenn ich verliebt bin, schenke ich wohl ein wenig zuviel vertrauen und sehe die warnungen nicht...

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31. März 2004 um 16:21
In Antwort auf luned_12885038

Ich kenn das nur allzu gut
Mensch, Du hattest es wirklich schwer, Bei mir ging auch so einiges ab in der Kindheit, und meine ersten beiden festen Freunde haben mich auch nur ausgenutzt und verarscht. Vom einen habe ich heute nocht nen riesen Schuldenberg, der wird mich noch mindestens 5-6 Jahre verfolgen...

Mein letzter war einfach nur Faul und glaubte, ich ersetze ihm seine Mutter, die ihm immer hinterhergeräumt hatte und total verwöhnt. Ausserdem hatte er ein Alk-problem. Da hab ich dann zum Glück rechtzeitig reagiert und ihn rausgeworfen.

Da dachte ich, ich werde wohl nie einen Mann finden, der mich nicht ausnutzt oder wie ne Magd behandelt und entschloss, alleine zu bleiben. Um etwas Kontakt zu bekommen, habe ich dann spasseshalber mal bei ner Singelseite mein Profil aufgegeben. Und da habe ich dann tatsächlich jemanden kennen gelernt. Anfangs war ich sehr unsicher, habe meine Gefühle zurückgehalten, habe auch immer wider mal abgecheckt, wie er sich so verhält, wie er über Geld redet und wie er es im Haushalt sieht. Und ich muss sagen, es sieht so aus, als hätte ich endlich jemanden gefunden, der es ehrlich meint und mich nicht ausnützen will.


Ich würde Dir jetzt so gerne irgend etwas schreiben, dass Dich aufmuntert, aber irgend ein Standartspruch hilft ja auch nicht wirklich weiter. Wenn Du magst, schreib mir auf klein-flausi@bluemail.ch dann können wir uns etwas austauschen und vieleicht hilft es Dir, dich jemandem anzuvetrauen dem es ähnlich gegangen ist....

LG
Flausi

Danke...
für deine lieben worte. muss dazu aber sagen, dass mein erster langjähriger freund schon ein lieber war, haben auch immer noch kontakt. später hat er auch mal gesagt, seine eltern waren gegen mich weil meine familie gegen ihn war! heute hätte ich ganz anders gehandelt, aber war halt mein erster freund, ich hatte genug sorgen und irgendwann weder die kraft noch die erfahrung.
aber am meisten trifft mich wohl das verhalten meiner mutter und tante. bin froh, dass sie weit weg wohnt, als wir sie besucht haben, haben sie fast immer allein was gemacht, ich wurde nie eingeladen, wenn ich nicht vorbei gegangen wäre... und dann gingen diese spiele wieder weiter, sie versucht mich ganz listig schlecht zu machen...

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1. April 2004 um 9:27
In Antwort auf danbi_12330681

Kurz mal, aber nicht wirklich.
nun, ich habe immer gedacht, ich akzeptiere, dass es so passiert ist und schaue nach vorn.

bislang gelingt mir das gut, nur regelmässig zu meinem geburtstag und weihnachten gehts dann doch bergab, wünsche mir halt ein liebevolles verhältnis, vor allem auch von meiner tante. früher meinte meine mutter immer, ich soll erst mal was leisten, bevor ich als junger mensch mitreden kann, ich denke, ich habe einiges geleistet, allein, ohne unterstützung von mutter und tante, bin da auch stolz drauf.
aber dieses ausschliessen aus der familie, ich kann es nicht verstehen. meine mutter hat fast nie gearbeitet, hat immer auf anderer leute kosten gelebt, war die kleine schwester, der meine tante nur gerne hilft, obwohl sie genau weiss, wie meine mutter ist, kalt und berechnend. aber irgendwie steht sie immer gut da und ich bin die böse, die nicht auf sie zugeht...
zu den stiefsöhnen sucht sie das gute verhältnis, obwohl sie ihren vater finanziell betrogen haben, und ich ehrlicher mensch stehe immer als die lügnerin da, die nicht gut genug ist.
eigentlich finde ich das ganze so lächerlich, dazu ne therapie? meine mutter ändert sich nicht, und ich werde das halt so hinnehmen müssen.
nur so langsam habe ich schon angst, mir unbewusst die falschen freunde zu suchen, wenn ich verliebt bin, schenke ich wohl ein wenig zuviel vertrauen und sehe die warnungen nicht...

Gerade deshalb
>>>>>eigentlich finde ich das ganze so lächerlich, dazu ne therapie? meine mutter ändert sich nicht, und ich werde das halt so hinnehmen müssen.
nur so langsam habe ich schon angst, mir unbewusst die falschen freunde zu suchen, wenn ich verliebt bin, schenke ich wohl ein wenig zuviel vertrauen und sehe die warnungen nicht...<<<<<

Nun, eine Therapie waere dann laecherlich,
wenn Du Deine Probleme als laecherlich empfinden wuerdest, aber es scheint eher das Gegenteil der Fall.

Wie willst Du denn sonst an Deine Aengste und an unbewusste Inhalte herankommen?

lg
Chris

www.seelenfluegel.net

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1. April 2004 um 10:40

Hallo
Hallo Dalbello,

ich weiß nicht genau, aber kann es sein, dass Du zu sehr auf Beziehungen bedacht bist? Beziehungen zu Männer, zu Deiner Tante, Mutter.....

Ich denke, wenn Du lernst (vielleicht in einer Therapie??? ...!!!) Dich selber zu lieben und glücklich - nur mit Dir alleine - zu sein, dann klappt das Zusammenleben mit Deiner Umwelt auch besser!

Wenn ich Deine Texte lese, habe ich zu sehr das Gefühl, dass Du andere Menchen brauchst, um glücklich zu sein und ein vollkommenes Leben zu führen.

Klar, jeder Mensch braucht Freunde / Familie, aber wie gesagt, nach meinem Geschmack nimmt Deine Bedürfnis "Hey-liebt-mich-doch-bitte-alle" zu großes Ausmaß an....


GLG
Pluster

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2. April 2004 um 14:33

Danke für eure meinungen
möchte mich noch mal bei euch bedanken, ich glaube, es kam in letzter zeit einfach alles negative zusammen und ich habe wohl ein wenig zu viel gegrübelt.
da ich immer stolz darauf war, alles nach möglichkeit allein zu schaffen, wäre eine therapie für mich wirklich der letzte weg, ich denke, mutiger wäre eine offene aussprache, so weit das möglich ist, aber dann kann ich vielleicht besser einen schluss finden.

jedenfalls hat es gut getan, hier mal zu schreiben, ich glaube, ich habe mein kleines tief überwunden, vielen dank an alle.

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2. April 2004 um 14:45
In Antwort auf alanis_12681975

Hallo
Hallo Dalbello,

ich weiß nicht genau, aber kann es sein, dass Du zu sehr auf Beziehungen bedacht bist? Beziehungen zu Männer, zu Deiner Tante, Mutter.....

Ich denke, wenn Du lernst (vielleicht in einer Therapie??? ...!!!) Dich selber zu lieben und glücklich - nur mit Dir alleine - zu sein, dann klappt das Zusammenleben mit Deiner Umwelt auch besser!

Wenn ich Deine Texte lese, habe ich zu sehr das Gefühl, dass Du andere Menchen brauchst, um glücklich zu sein und ein vollkommenes Leben zu führen.

Klar, jeder Mensch braucht Freunde / Familie, aber wie gesagt, nach meinem Geschmack nimmt Deine Bedürfnis "Hey-liebt-mich-doch-bitte-alle" zu großes Ausmaß an....


GLG
Pluster

Halb getroffen...
stimmt schon, dass meine beziehung zu meiner familie so reserviert ist, trifft mich ziemlich.
mit männern: es ärgert mich, damals nicht an meinen prinzipien festgehalten zu haben, ich war ja so verliebt, das nehme ich mir übel, dass ich mich verbogen habe!

aber allgemein bin ich doch selbstbewusst und nicht darauf angewiesen, mich lieb kind zu machen, eher das gegenteil, andere meinungen von fremden sind mir recht egal. und ich bin auch sehr gerne mal allein, brauche das auch ab und zu, habe in den letzten jahren auch ganz bewusst viel allein gemacht, bin auch allein in den urlaub gefahren, war sehr aufregend, so eine erfahrung.

aber hat trotzdem getroffen. aber ist dir denn die meinung und zusammenhalt deiner familie und des freundes unwichtig, es würde dich doch auch treffen, oder? ist ja nicht nur in bestimmten fällen, sondern grundsätzlich so.

nun ja, ich werde mir jedenfalls ein schönes wochenende machen, das wünsche ich euch auch. eigentlich ist das leben doch zu kurz, um nach hinten zu sehen. werde ich mir jetzt vornehmen )

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