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Hab ich ihn die Arme seiner Ex "zurückgetrieben"?

15. Juli 2008 um 16:23

Ich (22) habe vor 2 Monaten einen gleichaltrigen Typen kennengelernt. Wir haben uns noch am selben Abend geküsst und danach haben wir 3 sehr intensive Wochen miteinander verbracht - am Wochenende immer zusammen, unter der Woche stundenlange Telefonate und dutzende SMS. Anfangs war ich skeptisch, ich konnte es gar nicht fassen, dass mir jemand soviel liebe Aufmerksamkeit entgegenbringt und außerdem was erst einen Monat davor seine langjährige Beziehung in die Brüche gegangen. Er hat sich diesbezüglich bedeckt gegeben, meinte, sie reden zwar miteinander aber es würde nie wieder was zwischen ihnen laufen. Ich dachte auch nicht, dass Gefahr von ihr ausgehen würde, da die Beziehung laut ihm (zuletzt) nicht besonders glücklich war (aber obwohl mich ein gemeinsamer Freund warnte, ich solle ja aufpassen und nicht zuviel in seine Worte hineininterpretieren in Hinsicht auf eine mögliche Beziehung und dass er nicht mehr mit seiner Ex zusammenkommen würde). Ich hab seine Familie kennengelernt, er konnte nicht genug von mir kriegen, aber wollte - darauf angesprochen - keine offizielle Beziehung bzw. "neue Freundin".

Dann hat er angefangen, sich etwas zurückzuziehen. Die SMS waren nicht mehr so lieb, dann hat er ein ganzes WE nichts mehr von sich hören lassen. Ich hab daraufhin eine Szene gemacht, wir haben darüber geredet, er meinte, er will nicht im Moment eigentlich gar nicht "so eng" mit jemanden zusammensein, er brauch seine Freiheit, die letzte Beziehung mache ihn jetzt noch fertig. Er fände mich aber toll und möchte mit mir befreundet sein. Ich sagte, ich will alles oder nichts und den Kontakt abbrechen. Am nächsten Tag tat es mir leid und ich hab mich bei ihm entschuldigt.

Die nächsten Wochen waren "freundschaftlich" - sporadischer Kontakt, aber er hat kein einziges Mal gefragt, ob wir uns mal wieder treffen. Ich hab mich eher zurückgezogen, aber nicht böse reagiert, obwohl ich sehr sehr enttäuscht von ihm war. Er hat unseren gemeinsamen Freunden gegenüber immer wieder beteuert, ich sei toll, aber es sei einfach nicht der richtige Zeitpunkt.

Dann erfahre ich von Dritten, dass er letzte Woche wieder bei seiner Ex übernachtet hat und mit ihr im Kino war. Ich schreib ihm eine böse SMS ("er sei ein Lügner, ich verachte ihn, er war sowieso unter meinem Niveau"), nichts kommt zurück. Am folgenden WE seh ich die beiden Hand in Hand und küssend, glücklich und als wärs nie aus gewesen. Ich hatte nahezu einen Nervenzusammenbruch, war fertig, hab mich aber wieder gefangen.

Ich weiß, dass ich nichts mehr von ihm will, das Vertrauen ist dahin und wir hätten ohnehin nicht zusammengepasst, ABER: hab ich ihn davor zu sehr unter Druck gesetzt (die oben genannte Szene, die böse SMS)? War ich zu unsicher? Hätte ich den Dingen einfach ihren Lauf lassen sollen? Hab ich davor in seine Taten zuviel hineininterpretiert oder hat er mich in die Irre geführt? Meine Freunde sind nicht unparteiisch, also was meint ihr? Ich will was aus der Geschichte lernen...

Danke und liebe Grüße!

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16. Juli 2008 um 9:14

Nein
Nein, hast Du nicht. Was er getan hat war lediglich eine Flucht. Natürlich hat er Dich toll gefunden und alles aber wahrscheinlich warst Du nur Ablenkung. Such die Schuld nicht bei Dir. Er war einfach noch nicht soweit.

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16. Juli 2008 um 9:17

Also,
eine Szene machen nützt nie etwas. Soetwas verletzt nur beide Seiten, führt zum Streit oder zum totalen Bruch.

Wobei ich in Deinem Fall nicht denke, daß Du ihn in die Arme seiner Ex zurückgetrieben hast. Ich denke, die beiden haben wieder zueinander gefunden, weil sie gemerkt haben, daß da noch Liebe ist o.ä.

Er war nicht bereit für eine neue Beziehung. Er hat sich mit Dir in etwas hineingestürzt, obwohl sein Herz anscheinend noch nicht frei war. Dies tut mir leid für Dich, weil es Dich verletzt hat.

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17. Juli 2008 um 11:14
In Antwort auf spookey

Nein
Nein, hast Du nicht. Was er getan hat war lediglich eine Flucht. Natürlich hat er Dich toll gefunden und alles aber wahrscheinlich warst Du nur Ablenkung. Such die Schuld nicht bei Dir. Er war einfach noch nicht soweit.

Ablenkung
ich sehe es auch so, das er sich mit dir abgelenkt hat... ich weiss, dass tut dir jetzt bestimmt weh... aber männer verdrängen gerne, und das hat er wohl gemacht... und wie er sich zurückgezogen hat, haben ihn die gefühle wieder eingeholt...

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17. Juli 2008 um 12:56

Conclusio...
Erst mal DANKE, dass ich ihr euch die Zeit genommen habt, meinen Beitrag zu lesen und euren Senf dazuzugeben.

Ja, ich war einfach nur die Lückenbüßerin, mit der er sich abgelenkt hat. Er hatte mir ihr noch nicht abgeschlossen, auch wenn er sich - aus Trotz - das Gegenteil eingeredet hat. Die zwei sind übrigens nicht zusammen, war "einfach nur ein sentimentaler Ausrutscher", wie er einem gemeinsamen Freund nach zur-Rede-Stellung mitgeteilt hat. Er "wusste aber nicht, dass ich auch dort sein und ihn sehen würde, das täte ihm leid". Er hat es seit (eigentlich schon vor) meiner SMS jedoch nicht mehr für notwendig befunden, sich bei mir persönlich zu melden. Find ich eine feige und unreife Reaktion. Er checkt noch nicht, das man für seine Taten gradestehen und sich der daraus resultierenden Verantwortung für andere, die involviert sind, nicht entziehen darf und kann - was wiederum zusätzlich Beweise für seine nicht aufrichtige Wertschätzung mir gegenüber und seine mangelnde Charakterstärke sind.
Ich muss aber zugeben, er hatte auch ein leichtes Spiel mir mir, denn ich hab ihn und seine Intentionen zu wenig "kritisch" hinterfragt - er ist mir nichts "schuldig".

Tja, anstatt unbewusst zu hoffen, dass jemand plötzlich in mein Leben schneit und mich glücklich macht (zweifellos hatte ich diese Erwartungen, sonst hätte ich mich auch nicht so kopflos und naiv reingestürzt und wäre danach nicht dermaßen enttäuscht worden), werd ich das hinter mir lassen und mich jetzt intensiver UM MICH SELBST kümmern und meine Erwartungen an das Leben und die Liebe in Zukunft genauer definieren

"Fordere viel von dir selbst und wenig von den anderen, dann bleibt dir so mancher Ärger erspart". (Konfuzius)

"Die Krise von heute ist der Witz von morgen." (H.G. Wells)

"Zu viel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zu viel Misstrauen ist immer ein Unglück." (Nestroy)

"Die Kunst eines erfüllten Lebens ist die Kunst des Lassen: Zulassen - Weglassen - Loslassen" (Ernst Ferstl)

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