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Gute Ratschläge gewünscht

10. Januar um 11:20

Hallo,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich mir gern ein paar gute Ratschläge wünschen würde.

Mein Partner und Ich sind seit über einem Jahr zusammen. Wir haben eine gemeinsame Wohnung und ich habe meine Tochter mit in die Beziehung gebracht. Als wir uns kennengelernt haben ging alles ziemlich schnell. Ich hatte mich von meinem damaligen Freund und dem Vater meiner Tochter getrennt, bin mit meinem jetzigen Freund zusammen gekommen und gezogen. Die Anfangszeit war, wie es meistens so ist, wunderschön. Vor allem auch weil er meine Tochter aufnahm, wie seine eigene. Es war ein super schönes familäres Zusammenleben.

Als wir uns kennengelernt haben war ich noch berufstätig. Kurz darauf musste ich wegen Krankheit meiner Tochter und danach wegen Krankheit meinerseits für mehrere Monate Zuhause bleiben. Meiner Meinung nach sind dadurch die meisten Probleme entstanden. Ich war Zuhause weil ich nicht nur eine Grippe hatte und das wusste er natürlich auch. Dennoch musste ich mich sehr oft als faul darstellen lassen. Jede Mutter und wahrscheinlich auch viele Väter wissen, dass Kinderbetreuung und Haushalt managen nichts mit Faulheit zu tun hat. Die Beziehung bröckelte aber immer mehr und ich versuchte sie jedesmal immer und immer wieder mit Gesprächen zu retten. Meistens gelang es mir auch. Die Monate darauf bestanden wieder teilweise aus schönen Momenten, aber auch aus immer wieder größeren Konflikten. Wir beide sind sehr temperamentvolle Menschen. Natürlich sind da bei einer Diskussion sehr die Fetzen geflogen. Was mich persönlich immer zum ausrasten gebracht hat war, dass er bei jeder kleinsten oder größeren Diskussion gesagt hat, dass er sich trennen will. An einem Tag war noch alles in Ordnung, am selben Tag paar Stunden später wollte er wie immer das Handtuch schmeißen. Anfangs wollte er, dass ich lerne zu reden und nicht alles in mich reinfresse, wenn ich dann aber etwas ruhig und sachlich angesprochen habe, war es auch wieder falsch. Wie soll ich es bloß richtig machen?

Trotz unzähligen Streitgesprächen haben wir uns jedesmal wieder zusammengerauft. Vor paar Monaten sind wir sogar in eine größere Wohnung gezogen. Bis vor kurzem lief es sogar wieder so gut, dass wir beide uns ein gemeinsames Kind gewünscht haben. Ich war wirklich der Meinung und habe gehofft, dass wir beide mittlerweile so einen Stand haben, dass es funktionieren kann und wird. Ich habe auch naiv womöglich gehofft, dass er seine " Ich trenne mich von dir " - Sätze schwangerschaftsbedingt lassen würde.

Gestern hatte er erzählt, dass er mit seinem Sport Ende des Jahres übers Wochenende weg fährt und dort als Trainer arbeiten möchte. Ich sagte zu Ihm dass ich es in Ordnung finde und das ich ja auch mal mit beiden Kindern vorbeikommen könnte zum zuschauen. Ich dachte das er sich eventuell darüber freuen wird, vor allem auch das sein eigenes Kind dann sehen wird, was sein Papa macht. Seine Antwort war: Was willst du denn dort? Du gehst mir dort nur auf die Nerven etc pp. Solche Antworten habe ich in den letzten Wochen schon öfters bekommen. Ich sagte ihm dass ich das Gefühl habe, dass er überhaupt nichts mehr mit mir und meiner Tochter machen möchte. Daraufhin ist es wieder eskaliert. Logischerweise , also zumindest für mich, habe ich ihn dann gefragt, ob er eine andere hat. Er äußerte, dass er die Schnauze voll hätte von mir und meinen blöden Fragen, extrem genervt sei,die Schwangerschaft bereuen würde, er sich trennen möchte usw... Natürlich habe ich so eine doofe Angewohnheit bei Streitsituationen immer und immer wieder nachfragen zu wollen und natürlich kann ich da auch verstehen, dass er dann von mir genervt ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man gewisse Dinge nicht äußert. Vor allem nicht das mit der Schwangerschaft. Ich habe momentan ein großes Bedürfnis nach Sicherheit, vor allem in der jetzigen Situation. Ich möchte nicht ständig die Angst haben müssen, ob mein Partner nach Hause kommt oder nicht und ich möchte auch nicht immer die Angst haben müssen, dass wenn er Heim kommt, seine Tasche wie schon so oft packt und verschwindet. Ich habe einfach wahnsinnige Angst davor, mit beiden Kindern allein da zu sitzen. Womöglich klammer ich zuviel, womöglich hat er das Gefühl das ich abhängig bin von ihm. Ich wollte gestern kein Streit, ich habe lediglich etwas angesprochen, was mich belastet hat und hätte ich gewusst, dass es deswegen wieder so einen Streit gibt, hätte ich meine Klappe gehalten. Gestern sagte er , dass ich entweder alles so zu akzeptieren habe wie es ist oder das ich Pech habe. Was ist nur mit diesem Menschen los. Ich weiß auch, dass ich kein einfacher Mensch bin . Aber ich möchte mich auch nicht für alles schuldig fühlen.

Vielleicht gibt es ja hier bei Euch ähnliche Situationen?

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10. Januar um 11:35
In Antwort auf lisa2503

Hallo,
 
ich habe mich hier angemeldet, weil ich mir gern ein paar gute Ratschläge wünschen würde.
 
Mein Partner und Ich sind seit über einem Jahr zusammen. Wir haben eine gemeinsame Wohnung und ich habe meine Tochter mit in die Beziehung gebracht. Als wir uns kennengelernt haben ging alles ziemlich schnell. Ich hatte mich von meinem damaligen Freund und dem Vater meiner Tochter getrennt, bin mit meinem jetzigen Freund zusammen gekommen und gezogen. Die Anfangszeit war, wie es meistens so ist, wunderschön. Vor allem auch weil er meine Tochter aufnahm, wie seine eigene. Es war ein super schönes familäres Zusammenleben. 
 
Als wir uns kennengelernt haben war ich noch berufstätig. Kurz darauf musste ich wegen Krankheit meiner Tochter und danach wegen Krankheit meinerseits für mehrere Monate Zuhause bleiben. Meiner Meinung nach sind dadurch die meisten Probleme entstanden. Ich war Zuhause weil ich nicht nur eine Grippe hatte und das wusste er natürlich auch. Dennoch musste ich mich sehr oft als faul darstellen lassen. Jede Mutter und wahrscheinlich auch viele Väter wissen, dass Kinderbetreuung und Haushalt managen nichts mit Faulheit zu tun hat. Die Beziehung bröckelte aber immer mehr und ich versuchte sie jedesmal immer und immer wieder mit Gesprächen zu retten. Meistens gelang es mir auch. Die Monate darauf bestanden wieder teilweise aus schönen Momenten, aber auch aus immer wieder größeren Konflikten. Wir beide sind sehr temperamentvolle Menschen. Natürlich sind da bei einer Diskussion sehr die Fetzen geflogen. Was mich persönlich immer zum ausrasten gebracht hat war, dass er bei jeder kleinsten oder größeren Diskussion gesagt hat, dass er sich trennen will. An einem Tag war noch alles in Ordnung, am selben Tag paar Stunden später wollte er wie immer das Handtuch schmeißen. Anfangs wollte er, dass ich lerne zu reden und nicht alles in mich reinfresse, wenn ich dann aber etwas ruhig und sachlich angesprochen habe, war es auch wieder falsch. Wie soll ich es bloß richtig machen?
 
Trotz unzähligen Streitgesprächen haben wir uns jedesmal wieder zusammengerauft. Vor paar Monaten sind wir sogar in eine größere Wohnung gezogen. Bis vor kurzem lief es sogar wieder so gut, dass wir beide uns ein gemeinsames Kind gewünscht haben. Ich war wirklich der Meinung und habe gehofft, dass wir beide mittlerweile so einen Stand haben, dass es funktionieren kann und wird. Ich habe auch naiv womöglich gehofft, dass er seine " Ich trenne mich von dir " - Sätze schwangerschaftsbedingt lassen würde. 
 
Gestern hatte er erzählt, dass er mit seinem Sport Ende des Jahres übers Wochenende weg fährt und dort als Trainer arbeiten möchte. Ich sagte zu Ihm dass ich es in Ordnung finde und das ich ja auch mal mit beiden Kindern vorbeikommen könnte zum zuschauen. Ich dachte das er sich eventuell darüber freuen wird, vor allem auch das sein eigenes Kind dann sehen wird, was sein Papa macht. Seine Antwort war: Was willst du denn dort? Du gehst mir dort nur auf die Nerven etc pp. Solche Antworten habe ich in den letzten Wochen schon öfters bekommen. Ich sagte ihm dass ich das Gefühl habe, dass er überhaupt nichts mehr mit mir und meiner Tochter machen möchte. Daraufhin ist es wieder eskaliert. Logischerweise , also zumindest für mich, habe ich ihn dann gefragt, ob er eine andere hat. Er äußerte, dass er die Schnauze voll hätte von mir und meinen blöden Fragen, extrem genervt sei,die Schwangerschaft bereuen würde, er sich trennen möchte usw... Natürlich habe ich so eine doofe Angewohnheit bei Streitsituationen immer und immer wieder nachfragen zu wollen und natürlich kann ich da auch verstehen, dass er dann von mir genervt ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man gewisse Dinge nicht äußert. Vor allem nicht das mit der Schwangerschaft. Ich habe momentan ein großes Bedürfnis nach Sicherheit, vor allem in der jetzigen Situation. Ich möchte nicht ständig die Angst haben müssen, ob mein Partner nach Hause kommt oder nicht und ich möchte auch nicht immer die Angst haben müssen, dass wenn er Heim kommt, seine Tasche wie schon so oft packt und verschwindet. Ich habe einfach wahnsinnige Angst davor, mit beiden Kindern allein da zu sitzen. Womöglich klammer ich zuviel, womöglich hat er das Gefühl das ich abhängig bin von ihm. Ich wollte gestern kein Streit, ich habe lediglich etwas angesprochen, was mich belastet hat und hätte ich gewusst, dass es deswegen wieder so einen  Streit gibt, hätte ich meine Klappe gehalten. Gestern sagte er , dass ich entweder alles so zu akzeptieren habe wie es ist oder das ich Pech habe. Was ist nur mit diesem Menschen los. Ich weiß auch, dass ich kein einfacher Mensch bin . Aber ich möchte mich auch nicht für alles schuldig fühlen.
 
Vielleicht gibt es ja hier bei Euch ähnliche Situationen?
 
 

Über ein Jahr zusammen - jetzt aktuell schwanger - dass er offensichtlich Probleme hat war vorher schon klar - was möchtest du für Ratschläge ?

Wie du deine Klappen halten sollst und vor allem wann ?

Er wirkt sehr genervt, wirft immer alles hin bzw. droht damit . Na, in nicht allzu absehbarer Zeit wirst du eben mit 2 Kindern alleine da stehen .

Und der Bezug der neuen Wohnung macht es auch nicht besser .

Aber das ist hausgemacht . Du hättest es besser wissen müssen, er hat ja schon Tendenzen in diese Richtung gezeigt und jemand der bei einer normalen Frage ausflippt und mir sagt, er ist von mir genervt, die Schwangerschaft ein Fehler war - Koffer vor die Türe und gut ist .

Sonst kannst du ihm dann mal zuschauen, wie er seine Koffer packt und geht .

Alleine einen Menschen der krank ist und daher nicht arbeiten kann - als "faul" zu betiteln spricht ja schon Bände .

 

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10. Januar um 11:39

Also ich kann verstehen, dass du in deiner aktuellen Situation Angst hast. Aber lass dir sowas nicht bieten. Niemand hat etwas einfach zu schlucken in der Beziehung, er denkt er hat dich in der Hand, also hör auf damit, dass er eine solche Macht über dich haben kann. Das ist keine Basis. Mach dir einen Termin bei ProFamilia und lass dich beraten, die haben immer Schöne spielecken für Kinder wenn deine Kleine mitkommen muss. Dort kannst du dir deinen Frust von der Seele reden und auch gucken wie du am schnellsten von ihm wegkommst. 

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10. Januar um 11:52

Du hast Recht - Cleopatra - wenn ich übers Wochenende weg fahre für eine Sportveranstaltung und mir Mann mit Kind noch nachkommen würden, wäre ich auch nicht erbaut

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10. Januar um 12:27

Sorry, aber ich finde es unhaltbar, eine (neue) Freundschaft, eine (neue) Beziehung (hat noch nichts mit Liebe zu tun) in den Dienst der eigenen Bedürftigkeit zu stellen. Und es ist ein Albtraum feststellen zu müssen, dass eine neue Partnerin, ein neuer Partner nach kürzester Zeit (aus welchen Gründen auch immer) seine Dynamik, seine Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit verliert, und sich in dieser Situation gar in eine erneute Schwangerschaft begibt, um Abhängigkeit (!!!) zu schaffen. Kein Mann, keine Frau will eine neue Partnerin, einen neuen Partner mit Altlasten, die den Alltag abruppt und radikal verändern (hat mit Kindern nichts zu tun, aber mit der Unfähigkeit von Müttern und Vätern, ihren  Rollen gerecht zu werden).
Als Mann sage ich dir zudem: Es ist leider eine meiner prägendsten Lebenserfahrungen, dass gewisse Frauen (und es gibt wohl auch solche Männer), kaum angekommen im vermeintlich sicheren Hafen, sich zurücknehmen, im negativen Sinne fallen lassen und sich ein Nest zu bauen beginnen, welches ich als Manne nicht bereit bin zu geben oder mitzugestalten. Nicht im 21. Jahrhundert, nicht in Zeiten berechtigter Forderung von Gleichstellung, nicht im kuturellen Umfeld von Selbstverwirklichung und Eigenverantwortung. Sonst ist dies alles Spott und Hohn! Als Mann will ich mit einer (neuen) Frau zuerst einmal aufbrechen statt auf kürzestem Wege anzukommen (wie toll ist das denn). Niemand kennt sich und den anderen je wirklich und schon gar nicht nach einem Jahr (aber natürlich muss es schon Kinder geben, als Wunsch nachvollziehbar, aber reichlich egoistisch).  
In der Tat brauchst du dich nicht für alles schuldig zu fühlen. Schuld ist ein grosses Wort.
Und dein Fraund scheint auch nicht gerade auf soliden Füssen zu stehen, die Konsequenzen seines Tuns richtig einordnen zu können. Typisch Normalo halt, das simple, einfache Leben - durchaus selbstgebastelt, und offenbar mit grosser Anziehungskraft (hilfe!).
Aber auf die wesentlichen Fragen von dir gibt es eine radikal einfache Antwort. Alles was du in einer Beziehung suchst, hast du dir zuerst einmal selbst zu geben (und zu erarbeiten).
Fange damit an (auf eigenen Füssen stehen), dazu braucht es Freunde, aber nicht unbedingt einen Partner, und schon gar nicht der falsche (keine Frau braucht einen Mann als weiteres Kind).
 

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10. Januar um 13:36

Ich nehme mein Kind nicht als Mittel zum Zweck. Wir haben es uns beide in dem Moment gewünscht und ich habe nur gehofft oder gedacht, dass es bei uns deswegen etwas besser wird. Aber wie gesagt, dass war nicht der Grund für eine SS.

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10. Januar um 14:26

Ja , da hast du recht. Ich finde das gerade selber erschreckend und abstoßend.
Heute morgen habe ich unser gemeinsames Familienfoto bei WhatsApp rausgenommen und eins von mir allein eingestellt. Seit dem ist er stinksauer und der Meinung, dass ich mit anderen Männern schreiben würde

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