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Grundsatzfrage an die Frau(en) bitte

25. September 2009 um 15:14

Hallo liebes Forum.

Da ich trotz intensiver Suche keinen passenden Beitrag im Forum gefunden habe, habe ich mal einen neuen Beitrag verfasst. (Man möge mir verzeihen )

Zum Thema:
Wir sind in einer Männertalkrunde durch Zufall auf ein Thema gekommen, angespornt durch einen dieser Männer.
Dieser erzählte, dass er mit einer Ex-Partnerin seit über 15 Jahren keinen Kontakt mehr hat.
Nun, diese Aussage fand in der Runde reges Interesse, weil dann doch einnige Mäner über die gleichen Erfahrungen berichteten.

Worum ging es also genau.
Dieser Mann erzählte, dass er mit seiner Partnerin einige Jahre zusammen war, und dass er (laut der Aussagen der Ex-Partnerin) DIE große Liebe für sie war.
Eines Tages merkte er Veränderungen in ihrem Verhalten und stellte sie zur Rede. Die Ex-Partnerin machte keinen Hehl aus ihrem Verhalten und gestand, dass sie sich in einen anderen Mann verliebt hatte.
Nun, ich lasse mal weg, ob und inwiefern wer an was schuld war, dass dieses Szenario eingetreten ist.

Fakt ist, dass diese Frau wohl einige Wochen nach der Trennung ab und an sich bei ihm meldete, aber spätestens seit dem Tage, seit dem der hier thematisierte Mann eine neue Partnerin hatte, seine Ex abrupt den Kontakt abbrach.
Diese ging sogar so weit, dass sie ihn bei dem ehemaligem und gemeinsamen Freundeskreis schlecht machte, dass diese sich von ihm abwendeten. Die Gründe oder die Aussagen, die seine Ex tätigte, kennt er bis heute nicht.
Sogar einen Anruf von ihm einige Jahre später, wo er versuchte, sie zu einer Art "Versöhnung" zu befragen, obwohl er sich nicht für irgend etwas schuldig fühlte, lehnte sie mit den Worten ab "Was willst Du denn von mir? Für eine Versöhnung oder Freundschaft bedarf es Gefühle, und die habe ich nicht mehr für Dich".

Dieser Mann fragt sich also bis heute:
1. Sie hat mich doch verlassen. warum hasst sie mich?
2. Wenn ich ihr etwas getan habe, warum sagt sie es mir nicht?
3. Warum hat sie abrupt den Kontakt abgebrochen?
4. War der Grund für den Kontakabbruch meine neue Partnerin, oder hat sie auf einen günstigen Moment gewartet, um den Kontakt nicht fortzuführen?
5. Wie kann es sein, dass man bzw. Frau einen Menschen, den man angeblich so liebt, von heute auf morgen verläßt und nicht mehr kennen möchte?

Wir haben dann natürlich hinterfragt, ob irgend etwas passiert ist, was die Beziehung kaputt gemacht hat?
Der Mann sagte, er wüßte nicht, was das gewesen sein sollte. Er hat sie nie geschlagen (im Gegenteil, sie hat ihm sogar einmal eine Ohrfeige gegeben, weil sie aus Eifersucht annahm, er hätte eine andere, was aber nicht stimmte). Er war nie böse zu ihr und war auch finanziell recht großzügig. Er hat sie auch nie betrogen (das kann man ihm glauben, da er es heute ja ohne Konsequenz zugeben könnte). Eine Sache war aber, dass sie ihn oftmals fragte, wann beide wohl heirateten. Er hielt sich aber bedeckt und argumentierte, dass man mit 25 noch das ein oder andere Jahr warten könnte.
Den Knackpunkt vermuten wir aber genau bei diesem Thema "Heirat". Aber warum dann das Verhalten laut oben stehender Fragen?

Eine Sache fiel ihm während des Erzählens noch ein.
Ca. 2 Jahre später traf er eine Bekannte, die wohl noch mit ihm reden mochte
Diese wurde zwar nicht konkret, erzählte aber auf seine Frage, warum sie sich jetzt einen Mann genommen hat, der optisch genau das Gegenteil von ihm ist, dass seine Ex mal andeutet, dass die damals bei ihm ständig Angst hatte, dass er aufgrund seines Aussehens immer andere Frauen hatte. Diese Angst hätte sie jetzt nicht mehr

Also, was hat dieser Mann wohl verbrochen?
Kann eine Frau wirklich so abschalten und alles vergessen?
Wir können uns das irgend wie nicht vorstellen.

Was sagt "Frau dazu?

LG
Kalle

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25. September 2009 um 16:02

Antworten
Hallo "Hoffnungsträgerin".

Ich danke Dir für Deine spontane, herzliche und ehrliche Antwort!

Wie passt das aber zusammen?
Ich meine, "immer im Herzen" und doch recht "herzlos abserviert"?
Ist es ein Selbstschutz der Frau bis heute?
Hat Sie Angst, sich bei einem Wiedersehen erneut zu verlieben oder zumindest so viele Gefühle neu zu entdecken, dass evtl. die Beziehung zu dem Mann, weswegen sie damals mit dem hier genannten Mann Schluß gemacht hat, in Gefahr gerät?
Ich denke auch, dass die Ex damals auch ein ziemliches Risiko eingegangen ist (das hat sie auch so gesagt, als sie es ihm mit dem neuen Mann beichtete) und von daher und auch aufgrund der Tatsache, dass sie mit diesem "Trennungsgrund" mittlerweile verheiratet ist und zwei Kinder hat, einen Grund hat, dieses Risiko nicht einzugehen.

Wir können diesen "Hass" und diese Ablehnung nicht nachvollziehen. Wir (die Männerrunde) sind uns einig, dass wir so etwas gar nicht könnten. Erst recht nicht, wenn wir diejenigen gewesen wären, die unsere Partnerin wegen einer anderen verlassen hätten. Wir hätten auch irgend wie Schuldgefühle und/oder ein schlechtes Gewissen unser Ex gegenüber.

LG
Kalle

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25. September 2009 um 16:41

Die Lösung ist recht einfach...
mangelndes Selbstwertgefühl verbunden mit daraus resultierender (allerdings im vorliegenden Fall leichter) Eifersucht und dem Glauben, einen vielleicht so attraktiven Mann nicht zu verdienen... Und vermutlich hat die Ex mit der Heirat eben sehr viel mehr verbunden, als man eigentlich sollte: Nämlich Sicherheit, Beständigkeit und in gewisser Weise eine Garantie, dass ihr eigenes fehlendes Vertrauen nicht mißbraucht wird. Es wäre für Sie der Beweis seiner Liebe gewesen. Als dieser tiefe Wunsch nach einer gewissen Sicherheit nicht erfüllt wurde...schien wohl die Trennung die Methode der Wahl, nach dem Motto: Dem setze ich das Messer auf die Brust. Hat nicht funktioniert, wie man sieht....

Wer weiß, was da alles in der Kindheit und Teenie-Zeit schief lief, aber ich vermute die Ursache einfach da. Eigentlich ein Fall, für einen guten verständnisvollen Psychologen oder Therapeuten. Aber letztlich ist es egal, was dazu führte. Natürlich ist so ein Verhalten selbstschädigend.

Die "Hetzkampagne" nach der Trennung diente nur zur Befriedigung eigener Rachegelüste - ohne, dass die betreffende Frau ihre eigenen Gefühle dazu hinterfragt hat. Das sie ihren ehemaligen Partner damit zusätzlich verletzt - war ihr in dem Moment egal. Verletzter Stolz einfach.

Jedenfalls: Der Mann aus Eurer Runde hat ja nun hoffentlich in der aktuellen Beziehung etwas mehr Glück in der Partnerwahl gehabt. Und die Ex muß ihre Probleme einfach mal alleine lösen! Ob mit oder ohne therapeutische Hilfe bleibt ihr überlassen.....

Jedenfalls wundere ich mich sehr, wie wenig in Beziehungen dann doch so über Gedanken und Gefühle gesprochen wird...


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25. September 2009 um 17:45
In Antwort auf olov_12095690

Antworten
Hallo "Hoffnungsträgerin".

Ich danke Dir für Deine spontane, herzliche und ehrliche Antwort!

Wie passt das aber zusammen?
Ich meine, "immer im Herzen" und doch recht "herzlos abserviert"?
Ist es ein Selbstschutz der Frau bis heute?
Hat Sie Angst, sich bei einem Wiedersehen erneut zu verlieben oder zumindest so viele Gefühle neu zu entdecken, dass evtl. die Beziehung zu dem Mann, weswegen sie damals mit dem hier genannten Mann Schluß gemacht hat, in Gefahr gerät?
Ich denke auch, dass die Ex damals auch ein ziemliches Risiko eingegangen ist (das hat sie auch so gesagt, als sie es ihm mit dem neuen Mann beichtete) und von daher und auch aufgrund der Tatsache, dass sie mit diesem "Trennungsgrund" mittlerweile verheiratet ist und zwei Kinder hat, einen Grund hat, dieses Risiko nicht einzugehen.

Wir können diesen "Hass" und diese Ablehnung nicht nachvollziehen. Wir (die Männerrunde) sind uns einig, dass wir so etwas gar nicht könnten. Erst recht nicht, wenn wir diejenigen gewesen wären, die unsere Partnerin wegen einer anderen verlassen hätten. Wir hätten auch irgend wie Schuldgefühle und/oder ein schlechtes Gewissen unser Ex gegenüber.

LG
Kalle

Mal eine Frage an den Mann...
... wie ist das denn umgekehrt?
Halten Männer normalerweise auch regelmäßig Kontakt zu einer Ex, wenn es vorbei ist - und sie u.U. auch wieder jemanden haben?
Nur so aus Neugierde, würde mich interessieren.
(Was hat die Männergruppe dazu gesagt?)

Zum vorliegenden Fall: ich tippe auch auf mangelndes Selbstbewußtsein. Sie hatte Angst ihn zu verlieren. Und die Sicherheit einer Heirat hat er ihr nicht gegeben...
Ihr Verhalten könnte darauf hindeuten, dass sie tief verletzt wurde.
(Vielleicht war die Trennung tatsächlich ihre Art ihm das Messer auf die Brust zu setzen bzw. sie hat es einfach nicht mehr ausgehalten mit der tägl. Angst, dass er eine andere hat oder kennenlernen könnte.....)

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26. September 2009 um 0:46
In Antwort auf bavariangirl1

Mal eine Frage an den Mann...
... wie ist das denn umgekehrt?
Halten Männer normalerweise auch regelmäßig Kontakt zu einer Ex, wenn es vorbei ist - und sie u.U. auch wieder jemanden haben?
Nur so aus Neugierde, würde mich interessieren.
(Was hat die Männergruppe dazu gesagt?)

Zum vorliegenden Fall: ich tippe auch auf mangelndes Selbstbewußtsein. Sie hatte Angst ihn zu verlieren. Und die Sicherheit einer Heirat hat er ihr nicht gegeben...
Ihr Verhalten könnte darauf hindeuten, dass sie tief verletzt wurde.
(Vielleicht war die Trennung tatsächlich ihre Art ihm das Messer auf die Brust zu setzen bzw. sie hat es einfach nicht mehr ausgehalten mit der tägl. Angst, dass er eine andere hat oder kennenlernen könnte.....)

Die Männergruppe sagt...
,dass man(n) zu der Ex Kontakt hält.

Ausnahmen finden nur Ex-Partnern statt, die nicht loslassen können, oder wenn die neue Partnerin vor lauter Eifersucht mit Trennung droht

LG
Kalle

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26. September 2009 um 0:54

Ich finde das
gar nicht so "voll gesponnen". Man könnte ja schon fast meinen, Du wärst die Ex, so präzise, wie Du den Kern getroffen hast

Ich bin mal ganz vorsichtig der Meinung, da steckt viel Wahrheit hinter dem von Dir Gesagtem.

*** Scherzmodus an ***
Hast Du Dich jetzt selbst ein wenig verraten, oder wie war das noch mal mit "Diese Blöße würde sie sich nicht geben."?
*** Scherzmodus aus ***

LG
Kalle

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26. September 2009 um 1:18

Hi Hoffnungsträgerin,
ich war immer noch so fasziniert von Deinem Beitrag, dass ich gerade glatt den "Verlassenen" angerufen habe, um ihn von den Beiträgen zu erzählen.
Speziell bei Deinen Beitrag fiel ihm noch etwas ein.
An dem Abend, als sie mit ihm Schluß machte, war er so schockiert, weil er niemals daran gedacht hatte, dass sie ihn wirklich verlassen würde. Diese Gedanken lagen aber nicht darin begründet, weil er sich für den Größten hielt, sondern weil sie ihm relativ oft durch Worte und die Art und Weise, wie sie z. B. an seinen Geburtstagen überraschte, genau dieses Gefühl vermittelte.

Also an dem besagten Abend fing er bitterlich (aber nicht gespielt) an zu weinen und stammelte unter Tränen "Meine kleine T...a, Du kannst mich doch nicht verlassen? Du bist doch meine Kleine. Ich bekomme jetzt bestimmt keine mehr, und erst recht keine so wie Du".
Sie erwiderte dann, dass er sicherlich eine Andere bekommt, "so süß wie er ist" und dass sie selbst schockiert über seine Reaktion war, dass sie nie und nimmer damit gerechnet hat, dass es ihn in irgend einer Weise gestört hätte, dass die Beziehung zu Ende geht.
Also im Klartext heißt das, dass sie sich verspekuliert hat und wahrscheinlich schon zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr sicher war, ob ihr Entschluß richtig war.
Da der Zug aber somit abgefahren war, gab es für sie wohl kein Zurückrudern und sie musste da durch (keine Blöße geben).

Nur sie selbst weiß wohl, ob sie damals den richtigen Schritt gewählt hat.

LG
Kalle

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26. September 2009 um 9:48

Ich vergeiche das mal
...mit einem Job.

Man wird ohne Angaben von Gründen gekündigt.

Der eine Mensch findet einen neuen Job und "grübelt" nicht mehr darüber nach, warum er zuvor überhaupt gekündigt wurde.
Der andere Mensch findet auch einen neuen Job, dem hängt aber sein ganzes Leben diese Kündigung nach, weil er einfach nicht weiß, warum?

Mich würde z. B. das "Warum?" schon interessieren, da mein Interesse ausdrückt, dass ich den Grund kritsch verarbeiten möchte, um evtl. begangene Fehler während des Arbeitsverhältnisses, die zwar zur Kündigung führten aber nicht kommuniziert wurden, in meinem jetzigem Job nicht wiederholen möchte.

Vielleicht hinkt der Vergleich auch etwas

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