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Grundsatzdiskussion: Wann ist man zusammen?

20. Juni um 20:15

Hallo ihr,

ich schreibe nicht wegen eines Beziehungsproblems, sondern angeregt durch ein Gespräch mit einem Kollegen, der ganz andere Ansichten zum obigen Thema hat als ich.

Kurz zusammengefasst meinte er, er könne nicht nachvollziehen, wieso Frauen dächten, man sei zusammen, wenn man miteinander geschlafen hat, woraufhin ich erwiderte, dass dem natürlich so sei - und man eigentlich schon zusammen sei, wenn man in nüchternem Zustand küsse.
Daraufhin entbrannte eine etwas längere - wenn auch sich im Kreis drehende - Diskussion darum. Der springende Punkt war, dass für ihn erst das Körperliche kommt und dann eventuell die wirkliche Beziehung, während ich Sex erst, wenn ich in einer Beziehung bin, überhaupt anfange.

Sicherlich ist das Geschmackssache und ich möchte auch niemanden verurteilen, schließlich kann jeder so leben, wie er möchte und wenn zwei miteinander schlafen, ohne zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung zu wollen, ist das erst recht nichts, wo ich das Recht hätte, es zu kritisieren. Viele Wege führen nach Rom! Auch spreche ich hier nicht von Sexkontakten, bei denen für beide klar ist, dass das sowieso nur aufs Bett bezogen ist, sondern wenn man eben irgendwie etwas miteinander hat.

Allerdings ist die Basis einer köreperlichen Interaktion, die man nicht auch mit einem Kumpel/Familienmitglied haben könnte (also nicht so etwas wie umarmen oder tätscheln), für mich Vertrauen und Verliebtheit oder Liebe. Dafür ist insbesondere der Charakter des Gegenübers ausschlaggebend, ergo muss die Kennenlernphase DAVOR stattgefunden haben. Ich würde mich "probegefahren" und "warm gehalten" fühlen, wenn ein Kerl fummeln wollte, sich aber nicht auf mich festlegen. Es spricht ja nichts dagegen, sich wieder zu trennen, wenn es doch nicht passt. Dass dem Ganzen das Label "Beziehung" aufgedrückt wird, heißt doch schlichtweg, dass man nebenher nichts laufen hat und der anderen Person die besondere Wertschätzung zeigt, die man ihr zu diesem Zeitpunkt entgegenbringt (sofern eine solche nicht existieren sollte, habe ich eh kein Interesse an Geschlechtsverkehr). Man muss ja nicht gleich heiraten und Kinder kriegen, nur, weil man zusammen ist!
Wie gesagt: Dies ist nur mein persönliches Empfinden zu dem Thema und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit o.Ä.

Vielleicht bin ich da auch einfach etwas altmodisch...

Also, feuer frei: Was meint ihr zu der Frage, ab wann man zusammen ist?

Gruß

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20. Juni um 21:40
In Antwort auf brokenarrows

Hallo ihr,

ich schreibe nicht wegen eines Beziehungsproblems, sondern angeregt durch ein Gespräch mit einem Kollegen, der ganz andere Ansichten zum obigen Thema hat als ich.

Kurz zusammengefasst meinte er, er könne nicht nachvollziehen, wieso Frauen dächten, man sei zusammen, wenn man miteinander geschlafen hat, woraufhin ich erwiderte, dass dem natürlich so sei - und man eigentlich schon zusammen sei, wenn man in nüchternem Zustand küsse.
Daraufhin entbrannte eine etwas längere - wenn auch sich im Kreis drehende - Diskussion darum. Der springende Punkt war, dass für ihn erst das Körperliche kommt und dann eventuell die wirkliche Beziehung, während ich Sex erst, wenn ich in einer Beziehung bin, überhaupt anfange.

Sicherlich ist das Geschmackssache und ich möchte auch niemanden verurteilen, schließlich kann jeder so leben, wie er möchte und wenn zwei miteinander schlafen, ohne zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung zu wollen, ist das erst recht nichts, wo ich das Recht hätte, es zu kritisieren. Viele Wege führen nach Rom! Auch spreche ich hier nicht von Sexkontakten, bei denen für beide klar ist, dass das sowieso nur aufs Bett bezogen ist, sondern wenn man eben irgendwie etwas miteinander hat.

Allerdings ist die Basis einer köreperlichen Interaktion, die man nicht auch mit einem Kumpel/Familienmitglied haben könnte (also nicht so etwas wie umarmen oder tätscheln), für mich Vertrauen und Verliebtheit oder Liebe. Dafür ist insbesondere der Charakter des Gegenübers ausschlaggebend, ergo muss die Kennenlernphase DAVOR stattgefunden haben. Ich würde mich "probegefahren" und "warm gehalten" fühlen, wenn ein Kerl fummeln wollte, sich aber nicht auf mich festlegen. Es spricht ja nichts dagegen, sich wieder zu trennen, wenn es doch nicht passt. Dass dem Ganzen das Label "Beziehung" aufgedrückt wird, heißt doch schlichtweg, dass man nebenher nichts laufen hat und der anderen Person die besondere Wertschätzung zeigt, die man ihr zu diesem Zeitpunkt entgegenbringt (sofern eine solche nicht existieren sollte, habe ich eh kein Interesse an Geschlechtsverkehr). Man muss ja nicht gleich heiraten und Kinder kriegen, nur, weil man zusammen ist!
Wie gesagt: Dies ist nur mein persönliches Empfinden zu dem Thema und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit o.Ä.

Vielleicht bin ich da auch einfach etwas altmodisch...

Also, feuer frei: Was meint ihr zu der Frage, ab wann man zusammen ist?

Gruß

In der heutigen Zeit gar nicht so einfach zu beantworten...

Früher war man zusammen, nachdem man sich das erste mal geküsst hat...

Heute hat man Sex...unternimmt was zusammen...hat ein gemeinsamen Konto.... baut ein Haus zusammen und der Beziehungsstatus ist immer noch unklar....(Achtung Ironie)

Strange World....

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20. Juni um 20:22
In Antwort auf brokenarrows

Hallo ihr,

ich schreibe nicht wegen eines Beziehungsproblems, sondern angeregt durch ein Gespräch mit einem Kollegen, der ganz andere Ansichten zum obigen Thema hat als ich.

Kurz zusammengefasst meinte er, er könne nicht nachvollziehen, wieso Frauen dächten, man sei zusammen, wenn man miteinander geschlafen hat, woraufhin ich erwiderte, dass dem natürlich so sei - und man eigentlich schon zusammen sei, wenn man in nüchternem Zustand küsse.
Daraufhin entbrannte eine etwas längere - wenn auch sich im Kreis drehende - Diskussion darum. Der springende Punkt war, dass für ihn erst das Körperliche kommt und dann eventuell die wirkliche Beziehung, während ich Sex erst, wenn ich in einer Beziehung bin, überhaupt anfange.

Sicherlich ist das Geschmackssache und ich möchte auch niemanden verurteilen, schließlich kann jeder so leben, wie er möchte und wenn zwei miteinander schlafen, ohne zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung zu wollen, ist das erst recht nichts, wo ich das Recht hätte, es zu kritisieren. Viele Wege führen nach Rom! Auch spreche ich hier nicht von Sexkontakten, bei denen für beide klar ist, dass das sowieso nur aufs Bett bezogen ist, sondern wenn man eben irgendwie etwas miteinander hat.

Allerdings ist die Basis einer köreperlichen Interaktion, die man nicht auch mit einem Kumpel/Familienmitglied haben könnte (also nicht so etwas wie umarmen oder tätscheln), für mich Vertrauen und Verliebtheit oder Liebe. Dafür ist insbesondere der Charakter des Gegenübers ausschlaggebend, ergo muss die Kennenlernphase DAVOR stattgefunden haben. Ich würde mich "probegefahren" und "warm gehalten" fühlen, wenn ein Kerl fummeln wollte, sich aber nicht auf mich festlegen. Es spricht ja nichts dagegen, sich wieder zu trennen, wenn es doch nicht passt. Dass dem Ganzen das Label "Beziehung" aufgedrückt wird, heißt doch schlichtweg, dass man nebenher nichts laufen hat und der anderen Person die besondere Wertschätzung zeigt, die man ihr zu diesem Zeitpunkt entgegenbringt (sofern eine solche nicht existieren sollte, habe ich eh kein Interesse an Geschlechtsverkehr). Man muss ja nicht gleich heiraten und Kinder kriegen, nur, weil man zusammen ist!
Wie gesagt: Dies ist nur mein persönliches Empfinden zu dem Thema und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit o.Ä.

Vielleicht bin ich da auch einfach etwas altmodisch...

Also, feuer frei: Was meint ihr zu der Frage, ab wann man zusammen ist?

Gruß

in dem Moment, wo man gegenseitige Verpflichtungen eingehen möchte und eingeht.

Zudem für mich auch ohne "dass man nebenher nichts anderes laufen hat" (Stichwort offene Beziehungen...) und schon gar nicht mit dem Ansatz, dass man ja wieder gehen kann, wenn es nicht passt. Ich gehe erst dann eine Beziehung ein, wenn klar ist, dass es passt.

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20. Juni um 20:55

Ach ja, um deine Frage noch zu beantworten:

Bei Gruppe 1) wohl erst dann, wenn sie es dir sagen.

Bei Gruppe 2) Vor oder mit Beginn des Sex.

Wie gesagt, eine GROBE Einteilung. Möglich, dass es da noch Varianten oder Abstufungen gibt.

Ich kann mich nicht erinnern, dass das in meinen Beziehungen "besprochen" werden musste, dass man zusammen war oder dass man jetzt eine Beziehung hatte. Man hat sich kennengelernt, ist sich nähergekommen und war dann einfach zusammen. Da musste nicht viel besprochen werden oder ein Status abgeklärt werden. Man hat gemerkt, dass man sich will und dementsprechend hat das seinen Lauf genommen. Mir scheint, das ist inzwischen komplizierter geworden.

 

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20. Juni um 20:22
In Antwort auf brokenarrows

Hallo ihr,

ich schreibe nicht wegen eines Beziehungsproblems, sondern angeregt durch ein Gespräch mit einem Kollegen, der ganz andere Ansichten zum obigen Thema hat als ich.

Kurz zusammengefasst meinte er, er könne nicht nachvollziehen, wieso Frauen dächten, man sei zusammen, wenn man miteinander geschlafen hat, woraufhin ich erwiderte, dass dem natürlich so sei - und man eigentlich schon zusammen sei, wenn man in nüchternem Zustand küsse.
Daraufhin entbrannte eine etwas längere - wenn auch sich im Kreis drehende - Diskussion darum. Der springende Punkt war, dass für ihn erst das Körperliche kommt und dann eventuell die wirkliche Beziehung, während ich Sex erst, wenn ich in einer Beziehung bin, überhaupt anfange.

Sicherlich ist das Geschmackssache und ich möchte auch niemanden verurteilen, schließlich kann jeder so leben, wie er möchte und wenn zwei miteinander schlafen, ohne zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung zu wollen, ist das erst recht nichts, wo ich das Recht hätte, es zu kritisieren. Viele Wege führen nach Rom! Auch spreche ich hier nicht von Sexkontakten, bei denen für beide klar ist, dass das sowieso nur aufs Bett bezogen ist, sondern wenn man eben irgendwie etwas miteinander hat.

Allerdings ist die Basis einer köreperlichen Interaktion, die man nicht auch mit einem Kumpel/Familienmitglied haben könnte (also nicht so etwas wie umarmen oder tätscheln), für mich Vertrauen und Verliebtheit oder Liebe. Dafür ist insbesondere der Charakter des Gegenübers ausschlaggebend, ergo muss die Kennenlernphase DAVOR stattgefunden haben. Ich würde mich "probegefahren" und "warm gehalten" fühlen, wenn ein Kerl fummeln wollte, sich aber nicht auf mich festlegen. Es spricht ja nichts dagegen, sich wieder zu trennen, wenn es doch nicht passt. Dass dem Ganzen das Label "Beziehung" aufgedrückt wird, heißt doch schlichtweg, dass man nebenher nichts laufen hat und der anderen Person die besondere Wertschätzung zeigt, die man ihr zu diesem Zeitpunkt entgegenbringt (sofern eine solche nicht existieren sollte, habe ich eh kein Interesse an Geschlechtsverkehr). Man muss ja nicht gleich heiraten und Kinder kriegen, nur, weil man zusammen ist!
Wie gesagt: Dies ist nur mein persönliches Empfinden zu dem Thema und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit o.Ä.

Vielleicht bin ich da auch einfach etwas altmodisch...

Also, feuer frei: Was meint ihr zu der Frage, ab wann man zusammen ist?

Gruß

in dem Moment, wo man gegenseitige Verpflichtungen eingehen möchte und eingeht.

Zudem für mich auch ohne "dass man nebenher nichts anderes laufen hat" (Stichwort offene Beziehungen...) und schon gar nicht mit dem Ansatz, dass man ja wieder gehen kann, wenn es nicht passt. Ich gehe erst dann eine Beziehung ein, wenn klar ist, dass es passt.

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20. Juni um 20:23
In Antwort auf avarrassterne1

in dem Moment, wo man gegenseitige Verpflichtungen eingehen möchte und eingeht.

Zudem für mich auch ohne "dass man nebenher nichts anderes laufen hat" (Stichwort offene Beziehungen...) und schon gar nicht mit dem Ansatz, dass man ja wieder gehen kann, wenn es nicht passt. Ich gehe erst dann eine Beziehung ein, wenn klar ist, dass es passt.

P.S.: müssig zu erwähnen eigentlich, aber bei mir kommt auch erst das körperliche und -lange!- danach dann ggf. die Beziehung.

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20. Juni um 20:35

Ich denke, es gibt in dieser Hinsicht im Groben zwei Arten von Männern / und Frauen:

1.) diejenigen, die generell einfach Lust auf Sex haben, wo der Mann oder die Frau an sich keine große Rolle spielt. Für die kommt dann auch zuerst der Sex, weil damit bereits ihr Bedürfnis gestillt ist. Die Person dahinter spielt keine oder keine so große Rolle, sonst würde man mit ihr ja eine Beziehung haben wollen.

2.) Diejenigen, wo sexuelle Lust mit anderen Emotionen verbunden ist, die mit der Person des anderen geschlechts zusammenhängen. Die wollen natürlich das Gesamtpaket.

Und jenachdem zu welcher Gruppe man gehört, wird man den anderen nie ganz verstehen.

 

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20. Juni um 20:55

Ach ja, um deine Frage noch zu beantworten:

Bei Gruppe 1) wohl erst dann, wenn sie es dir sagen.

Bei Gruppe 2) Vor oder mit Beginn des Sex.

Wie gesagt, eine GROBE Einteilung. Möglich, dass es da noch Varianten oder Abstufungen gibt.

Ich kann mich nicht erinnern, dass das in meinen Beziehungen "besprochen" werden musste, dass man zusammen war oder dass man jetzt eine Beziehung hatte. Man hat sich kennengelernt, ist sich nähergekommen und war dann einfach zusammen. Da musste nicht viel besprochen werden oder ein Status abgeklärt werden. Man hat gemerkt, dass man sich will und dementsprechend hat das seinen Lauf genommen. Mir scheint, das ist inzwischen komplizierter geworden.

 

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20. Juni um 21:31
In Antwort auf brokenarrows

Hallo ihr,

ich schreibe nicht wegen eines Beziehungsproblems, sondern angeregt durch ein Gespräch mit einem Kollegen, der ganz andere Ansichten zum obigen Thema hat als ich.

Kurz zusammengefasst meinte er, er könne nicht nachvollziehen, wieso Frauen dächten, man sei zusammen, wenn man miteinander geschlafen hat, woraufhin ich erwiderte, dass dem natürlich so sei - und man eigentlich schon zusammen sei, wenn man in nüchternem Zustand küsse.
Daraufhin entbrannte eine etwas längere - wenn auch sich im Kreis drehende - Diskussion darum. Der springende Punkt war, dass für ihn erst das Körperliche kommt und dann eventuell die wirkliche Beziehung, während ich Sex erst, wenn ich in einer Beziehung bin, überhaupt anfange.

Sicherlich ist das Geschmackssache und ich möchte auch niemanden verurteilen, schließlich kann jeder so leben, wie er möchte und wenn zwei miteinander schlafen, ohne zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung zu wollen, ist das erst recht nichts, wo ich das Recht hätte, es zu kritisieren. Viele Wege führen nach Rom! Auch spreche ich hier nicht von Sexkontakten, bei denen für beide klar ist, dass das sowieso nur aufs Bett bezogen ist, sondern wenn man eben irgendwie etwas miteinander hat.

Allerdings ist die Basis einer köreperlichen Interaktion, die man nicht auch mit einem Kumpel/Familienmitglied haben könnte (also nicht so etwas wie umarmen oder tätscheln), für mich Vertrauen und Verliebtheit oder Liebe. Dafür ist insbesondere der Charakter des Gegenübers ausschlaggebend, ergo muss die Kennenlernphase DAVOR stattgefunden haben. Ich würde mich "probegefahren" und "warm gehalten" fühlen, wenn ein Kerl fummeln wollte, sich aber nicht auf mich festlegen. Es spricht ja nichts dagegen, sich wieder zu trennen, wenn es doch nicht passt. Dass dem Ganzen das Label "Beziehung" aufgedrückt wird, heißt doch schlichtweg, dass man nebenher nichts laufen hat und der anderen Person die besondere Wertschätzung zeigt, die man ihr zu diesem Zeitpunkt entgegenbringt (sofern eine solche nicht existieren sollte, habe ich eh kein Interesse an Geschlechtsverkehr). Man muss ja nicht gleich heiraten und Kinder kriegen, nur, weil man zusammen ist!
Wie gesagt: Dies ist nur mein persönliches Empfinden zu dem Thema und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit o.Ä.

Vielleicht bin ich da auch einfach etwas altmodisch...

Also, feuer frei: Was meint ihr zu der Frage, ab wann man zusammen ist?

Gruß

Obwohl Frau sehe ich es eher so wie der Mann, dessen Sichtweise du anfangs beschreibst. 
Ich muss mich körperlich zu einem Mann hingezogen fühlen (Sympathie und Humor muss aber auch da sein)und der Lust mit ihm nachgeben, wenn es bei ihm genauso ist. Dabei hat es bei meinem jetzigen Partner gleich richtig gefunkt und wir wollten nicht mehr ohne einander. Hat also eher als exclusive Freundschaft plus angefangen bis er irgendwann mich als seine Freundin bezeichnet hat. Da ist es von selbst ne Beziehung geworden, ohne dass wir das irgendwie thematisiert haben.
Sex also nicht nach der Kennenlernphase, sondern ganz am Anfang. Bin ich aber wohl in der Minderheit. 

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20. Juni um 21:40
In Antwort auf brokenarrows

Hallo ihr,

ich schreibe nicht wegen eines Beziehungsproblems, sondern angeregt durch ein Gespräch mit einem Kollegen, der ganz andere Ansichten zum obigen Thema hat als ich.

Kurz zusammengefasst meinte er, er könne nicht nachvollziehen, wieso Frauen dächten, man sei zusammen, wenn man miteinander geschlafen hat, woraufhin ich erwiderte, dass dem natürlich so sei - und man eigentlich schon zusammen sei, wenn man in nüchternem Zustand küsse.
Daraufhin entbrannte eine etwas längere - wenn auch sich im Kreis drehende - Diskussion darum. Der springende Punkt war, dass für ihn erst das Körperliche kommt und dann eventuell die wirkliche Beziehung, während ich Sex erst, wenn ich in einer Beziehung bin, überhaupt anfange.

Sicherlich ist das Geschmackssache und ich möchte auch niemanden verurteilen, schließlich kann jeder so leben, wie er möchte und wenn zwei miteinander schlafen, ohne zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung zu wollen, ist das erst recht nichts, wo ich das Recht hätte, es zu kritisieren. Viele Wege führen nach Rom! Auch spreche ich hier nicht von Sexkontakten, bei denen für beide klar ist, dass das sowieso nur aufs Bett bezogen ist, sondern wenn man eben irgendwie etwas miteinander hat.

Allerdings ist die Basis einer köreperlichen Interaktion, die man nicht auch mit einem Kumpel/Familienmitglied haben könnte (also nicht so etwas wie umarmen oder tätscheln), für mich Vertrauen und Verliebtheit oder Liebe. Dafür ist insbesondere der Charakter des Gegenübers ausschlaggebend, ergo muss die Kennenlernphase DAVOR stattgefunden haben. Ich würde mich "probegefahren" und "warm gehalten" fühlen, wenn ein Kerl fummeln wollte, sich aber nicht auf mich festlegen. Es spricht ja nichts dagegen, sich wieder zu trennen, wenn es doch nicht passt. Dass dem Ganzen das Label "Beziehung" aufgedrückt wird, heißt doch schlichtweg, dass man nebenher nichts laufen hat und der anderen Person die besondere Wertschätzung zeigt, die man ihr zu diesem Zeitpunkt entgegenbringt (sofern eine solche nicht existieren sollte, habe ich eh kein Interesse an Geschlechtsverkehr). Man muss ja nicht gleich heiraten und Kinder kriegen, nur, weil man zusammen ist!
Wie gesagt: Dies ist nur mein persönliches Empfinden zu dem Thema und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit o.Ä.

Vielleicht bin ich da auch einfach etwas altmodisch...

Also, feuer frei: Was meint ihr zu der Frage, ab wann man zusammen ist?

Gruß

In der heutigen Zeit gar nicht so einfach zu beantworten...

Früher war man zusammen, nachdem man sich das erste mal geküsst hat...

Heute hat man Sex...unternimmt was zusammen...hat ein gemeinsamen Konto.... baut ein Haus zusammen und der Beziehungsstatus ist immer noch unklar....(Achtung Ironie)

Strange World....

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20. Juni um 21:55

Die Frage ist hier doch eher, ob man über so etwas überhaupt diskutieren kann, da es ja eine subjektive Angelegenheit ist, sprich jeder hat da eben eine andere Einstellung und passt dann, wenn sich Zwei mit der gleichen finden.
Alles andere bleibt mE unangetastet, da das jeder für sich selbst entscheiden darf und soll.

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20. Juni um 22:17
In Antwort auf avarrassterne1

in dem Moment, wo man gegenseitige Verpflichtungen eingehen möchte und eingeht.

Zudem für mich auch ohne "dass man nebenher nichts anderes laufen hat" (Stichwort offene Beziehungen...) und schon gar nicht mit dem Ansatz, dass man ja wieder gehen kann, wenn es nicht passt. Ich gehe erst dann eine Beziehung ein, wenn klar ist, dass es passt.

So sehe ich  das (offene beziehung mal außen vor gelassen) auch.

nein, eine beziehung beginnt keinesfalls automatisch mit sex. Und eine beziehung ist für mich sehr viel mehr als das versprechen von gegenseitiger treue und "man kann ja wieder schluss machen, wenn es nicht passt."

für mich ist das eingehen einer beziehung die Erkenntnis "dieser mensch ist nun Teil meines Lebens". Damit ist ein großes zugeständnis verbunden und die Verantwortung und Sicherheit, dass ich eben nicht einfach so wieder gehe. Beziehung ist für mich kein experiment. Das ist die kennenlernphase vorher, in der man natürlich auch sex hat in der regel.

ich gehe keine beziehung ein um jemanden kennen zu lernen. Wenn ich ja zu einer Beziehung sage, kenne ich diesen mann bereits und dazu gehört auch seine sexualität.

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21. Juni um 0:13
In Antwort auf brokenarrows

Hallo ihr,

ich schreibe nicht wegen eines Beziehungsproblems, sondern angeregt durch ein Gespräch mit einem Kollegen, der ganz andere Ansichten zum obigen Thema hat als ich.

Kurz zusammengefasst meinte er, er könne nicht nachvollziehen, wieso Frauen dächten, man sei zusammen, wenn man miteinander geschlafen hat, woraufhin ich erwiderte, dass dem natürlich so sei - und man eigentlich schon zusammen sei, wenn man in nüchternem Zustand küsse.
Daraufhin entbrannte eine etwas längere - wenn auch sich im Kreis drehende - Diskussion darum. Der springende Punkt war, dass für ihn erst das Körperliche kommt und dann eventuell die wirkliche Beziehung, während ich Sex erst, wenn ich in einer Beziehung bin, überhaupt anfange.

Sicherlich ist das Geschmackssache und ich möchte auch niemanden verurteilen, schließlich kann jeder so leben, wie er möchte und wenn zwei miteinander schlafen, ohne zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung zu wollen, ist das erst recht nichts, wo ich das Recht hätte, es zu kritisieren. Viele Wege führen nach Rom! Auch spreche ich hier nicht von Sexkontakten, bei denen für beide klar ist, dass das sowieso nur aufs Bett bezogen ist, sondern wenn man eben irgendwie etwas miteinander hat.

Allerdings ist die Basis einer köreperlichen Interaktion, die man nicht auch mit einem Kumpel/Familienmitglied haben könnte (also nicht so etwas wie umarmen oder tätscheln), für mich Vertrauen und Verliebtheit oder Liebe. Dafür ist insbesondere der Charakter des Gegenübers ausschlaggebend, ergo muss die Kennenlernphase DAVOR stattgefunden haben. Ich würde mich "probegefahren" und "warm gehalten" fühlen, wenn ein Kerl fummeln wollte, sich aber nicht auf mich festlegen. Es spricht ja nichts dagegen, sich wieder zu trennen, wenn es doch nicht passt. Dass dem Ganzen das Label "Beziehung" aufgedrückt wird, heißt doch schlichtweg, dass man nebenher nichts laufen hat und der anderen Person die besondere Wertschätzung zeigt, die man ihr zu diesem Zeitpunkt entgegenbringt (sofern eine solche nicht existieren sollte, habe ich eh kein Interesse an Geschlechtsverkehr). Man muss ja nicht gleich heiraten und Kinder kriegen, nur, weil man zusammen ist!
Wie gesagt: Dies ist nur mein persönliches Empfinden zu dem Thema und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit o.Ä.

Vielleicht bin ich da auch einfach etwas altmodisch...

Also, feuer frei: Was meint ihr zu der Frage, ab wann man zusammen ist?

Gruß

Die Frage ist gut. Und natürlich geht mir jetzt die Aussage einer amerikanischen Kollegin durch den Kopf, die im Rahmen eines Forschungsprojektes über die Veränderungen in der Kommunikation letzten Herbst zum Schluss kam, dass die Studierenden an ihrer Universität, nach ihrem Beziehungsstatus gefragt, offenbar keine verbindlichen Aussagen mehr treffen können. Es scheint kompliziert geworden zu sein. Die Vielfalt möglicher Beziehungsmodelle geht Hand in Hand mit dem Drang nach individualistischer Selbstverwirklichung. Dabei haben sich für viele von uns die Perspektiven massiv erweitert. Das ist wunderbar, bereitet aber auch Mühe, wenn es darum geht, sich zu entscheiden und festzulegen und sich auf einen Menschen einzulassen. Es wäre Konsequent, sich an dieser Stelle zumindest auch einmal zu fragen, ob das überhaupt noch Sinn macht und zur Dynamik unseres Lebens passt. 
Für mich gilt, dass ich mit einer Frau zusammen bin, wenn ich sie in meinem Leben vorbehaltlos zulassen kann und sie das mit mir auch so sieht und empfindet. Mir fällt dabei auf, dass ich mich noch nie in eine Frau verliebte mit der ich einfach nur Sex hatte. Bei den Frauen, die ich liebte und mit denen ich zusammen lebte, stand zuerst immer der Mensch, und somit die emotionale Berührung im Vordergrund. Das setzte voraus, sich an unterschiedlichsten Orten und Ebenen begegnen zu können. Sex, oder nur Sex, wäre dann wohl eher ein Hindernis gewesen, und irgendwie auch langweilig.
        
   

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21. Juni um 8:29
In Antwort auf coquette164

So sehe ich  das (offene beziehung mal außen vor gelassen) auch.

nein, eine beziehung beginnt keinesfalls automatisch mit sex. Und eine beziehung ist für mich sehr viel mehr als das versprechen von gegenseitiger treue und "man kann ja wieder schluss machen, wenn es nicht passt."

für mich ist das eingehen einer beziehung die Erkenntnis "dieser mensch ist nun Teil meines Lebens". Damit ist ein großes zugeständnis verbunden und die Verantwortung und Sicherheit, dass ich eben nicht einfach so wieder gehe. Beziehung ist für mich kein experiment. Das ist die kennenlernphase vorher, in der man natürlich auch sex hat in der regel.

ich gehe keine beziehung ein um jemanden kennen zu lernen. Wenn ich ja zu einer Beziehung sage, kenne ich diesen mann bereits und dazu gehört auch seine sexualität.

ja, das kann ich so auch unterschreiben.
Eine Beziehung gehe ich nur ein, wenn "gleich" wieder Schluss machen eben KEINE Option mehr ist. Dazu muss ich den anderen aber eben auch schon gut kennen - besser als es in paar Wochen möglich ist.

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21. Juni um 9:46

Meinst du mich?

Falls ja, das war eine übertriebene Darstellung, natürlich war ich auch nicht immer direkt mit jemandem zusammen, nur weil man sich geküsst hat

 

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21. Juni um 16:47

Deine Beschreibung klingt für mich einfach nach einer "sehr guten Freundin / einem sehr guten Freund".

Ich kann mich auch auf meine guten Freundinnen verlassen, ihnen Dinge anvertrauen, werde von ihr nicht hintergangen und in der Not sind wir füreinander da.

Wo ist für dich dann der Unterschied zwischen einer wirklich guten Freundin / einem wirklich guten Freund oder einem Partner?

Für mich besteht da ja der Unterschied in der anderen Art von Liebe, in der eine sexuelle Anziehung eine Rolle spielt. Bei dir ist ja das Sexuelle davon abgekoppelt.




 

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Manische deprevie partner
Von: user26299
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21. Juni um 10:55

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