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Grosses Problem, bitte um Rat

2. September 2008 um 9:04

ich bin seit sieben monaten mit meinem freund zusammen, wir wohnen gemeinsam in seiner wohnung. die rosarote brille ist zwischenzeitig gefallen, aufgrund dessen, dass man den anderen mit seinen negativen seiten, macken kennengelernt hat.
mir ist bewusst dass nicht alles wunderbar bleiben kann, ich lege auf die beziehung sehr viel wert und auch mein freund bemüht sich immer wieder. was die macken anbelangt, sind viele einfach nur komisch, aber liebenswert, vielmehr macht mir zu schaffen, dass ich plötzlich sowas wie geiz, einstellungen die ich nicht befürworte etc. feststellen musste und ich mich in einer spirale befinde, dass mir selten etwas passt.
ich habe seit jahren depressionen, nicht schwerwiegende, aber immerhin, die ich gut mit medikamente behandeln kann. ich tue dies aus und habe mir gedacht, dass ich eben in diesen depressionszeit alles bei ihm schwarz sehe und dass ICH mich ändern müsste bzw. gewillst bin, an mir zu arbeiten. Es handelt sich nicht um heftive streits oder ausraster, ich bin nicht streitlustig, aber sehr traurig und depremiert. Wenn mein Freund mit mir lacht und redet, fühle ich mich sofort besser und ich habe ein gutes gefühl, schwierigkeiten in den griff zu bekommen. wenn mein freund selbst zurückgezogen ist, falle ich dann noch tiefer in ein loch und wird es immer schwieriger herauszukommen.
ich habe ihm aufgrunddessen, dass ich gerne mit ihm eine lebe, dieses problem offen und ehrlich gesagt. ich habe ihm mitgeteilt, dass ich depressionen in leichter form habe und ihm auch gesagt, dass vieles für mich leichter ist bzw. gar nicht kommt, wenn sein verhalten etwas fröhlicher wäre und die stimmung nicht so gedrückt.
auch wenn ich gut drauf bin, ist es schwer, ihn mitzureissen, vielleicht für ein lächeln und kurz spass machen, aber an und für sich ist er ein sehr ernster ruhiger stoischer mensch.
obwohl er mit gesagt hat, dass wir dieses problem gemeinsam in den griff bekommen, sagt er auch täglich so sätze, das ganze mache ihn sehr nachdenklich. ich merke auch, dass er sich distanziert und seine liebe etwas abgekühlt ist.
das wiederum macht mich sehr nachdenklich und ich zweifle sehr an mir, ob ich durch das Sagen des Problems nicht ein Aus der Beziehung heraufbeschwört habe. auf der einen seite denke ich mir, dann wäre es nichts wert, denn auch in schlechten tagen sollte man seinen partner untestützen, ich bekomme aber immer mehr und mehr die befürchtung, dass er sich bei allem was ich sage, denkt, sie hat schon wieder eine depressive phase. ich weiss nicht mehr, was und wie ich etwas sagen soll, weil ich angst davor habe, er könnte alles in einen topf werfen.
hat jemand einen rat für mich? zur zeit fühle ich mich insofern überhaupt nicht wohl, dass ich angst habe mit ihm zusammenzusein und dass ich bedrückt bin, wenn er in meiner nähe ist, weil ich einfach nicht weiss, wie ich mich verhalten soll. ich bin ansich ein fröhlicher mensch und kann mich mit freunden etc. sehr gut verstehen und viel lachen-dann fühl ich mich auch wohl.

vielen dank für antworten im vorhinein, lg.

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2. September 2008 um 9:48

Danke für deine antwort
das mit der verantwortlichkeit für meine laune sehe ich im grossen und ganzen auch so. natürlich bin ich selbst für meine laune verantwortlich, die mach ich mir auch selbst, trotzdem ist es nicht leicht. wenn du in einen raum gehst und viele menschen stehen gedrückt herum, sprechen und lachen nicht, denkt man sich automatisch was ist denn hier los.
aber das was mir zu schaffen macht, ist dass du schreibst, ich selbst würde nur einen fröhlichen partner haben wollen bzw. suchen - hm ich nämlich auch und deswegen bezweifle ich mehr dass er nicht der richtige ist, als dass ich an depressionen zu grunde gehe, weil ich diese im griff habe.

ich neige dazu zu glauben, dass ich durch die rosarote brille und weil man sich am anfang zwangsläufig von der besten seite zeigt, den falschen gefunden habe.
ich weiss schon dass man grundsätzlich für sein glück selbst verantwortlich ist, aber warum fühle ich mich besser wenn ich nicht bei ihm bin.

ich gebe nicht leicht auf, ich arbeite immer - unter umständen sogar zuviel - an mir aber das gefühl, ich möchte nicht heimkommen, ich habe angst etwas falsches zu sagen das macht mich sehr nachdenklich.

und da komm ich zum schluss bzw. im moment zu keinem, ist es weil ich eher sensibel bin und depressive phasen habe oder ist er eindeutig der falsche und die sind dann weg, wie sie gekommen sind. ich weiss dass nur ich das wissen müsste...

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