Forum / Liebe & Beziehung

große Liebe zu Ende - und dann...?

18. September um 14:01 Letzte Antwort: 21. September um 13:44

Hallo zusammen,
ich weiß gar nicht richtig wo ich anfangen soll.
Ich bin 55 und habe so einiges im Leben erlebt. Auch an Beziehungen. Eine schlimme 13jährige Ehe liegt hinter mir und auch ansonsten sind alle Beziehungen irgendwie gescheitert. Meist habe ich mir Männer ausgesucht, dich mich später kontrolliert haben und denen ich mich unterwerfen musste, ansonsten wurden sie sehr unangenehm. 
Ja, und vor fast vier Jahren habe ich nach meiner Scheidung jemanden kennengelernt. Er war anders. Wir hatten von Anfang an eine sehr schön Beziehung. Mit gegenseitigem Respekt und wir passten auch super zusammen was den Alltag anging und auch von der emotionalen Seite. Es war bei uns beiden die "große Liebe", Auch er sagte, dass er vor mir noch nie für jemanden so viel empfunden hätte. Ich wäre die Frau mit der alt werden wollte. Genauso erging es mir auch. 
Aber die Probleme begannen schon sehr früh und wir haben lange Zeit damit gekämpft und versucht Lösungen zu finden. Ich vor allem. Es war seine Tochter. Damals 11, heute fast 15. Sie hat mich nie akzeptiert, hat mich boykottiert etc. ich habe drei Jahre lang versucht mich mit ihr zu verstehen etc. Aber es klappte nicht. Kurz: er hat zwar auch versucht Lösungen zu finden, ist aber bei ihr immer wieder weich geworden. Wir wollten sogar heiraten vor 1 1/2 Jahren und auch das hat sie durch ihr Verhalten zerstört. Wir haben uns öfters getrennt wegen dieser immer wiederkehrenden Situationen.  Irgendwann hab ich richtig Zorn auf sie gehabt. Ich hasse sie mittlerweile regelrecht. Sie hat gewonnen. Mein Freund und ich haben uns im Januar endgültig getrennt. Mittlerweile scheint er auch alles vergessen zu haben, was sein Töchterchen alles angerichtet hat und fragte mich einiger Zeit, warum ich solche Aversionen gegen seine Tochter habe und das es deshalb  ja nicht möglich wäre mit mir eine Beziehung zu führen.  
Das schlimme ist: ich hab echt gedacht, ich bin drüber weg. Über ihn. Es sind jetzt 9 Monate vergangen. Ich habe nette Männer kennengelernt. Aber ich habe immer noch ihn im Kopf. Ich trauere immer noch dieser "großen Liebe" hinterher. Ich weiß vom Kopf her, dass die Trennung richtig war. Aber ich habe das Gefühl, ich werde nie wieder jemanden so lieben und so empfinden wie mit ihm.
Das gleiche sagt er auch. 
Aber er hat unsere Liebe geopfert für seine Tochter. 
Jetzt sehe ich ihn ständig online auf einer Dating Webside, wo ich auch angemeldet bin
Wir wollen beide nicht auf Dauer allein sein und suchen jetzt einen neuen Partner, obwohl wir uns wahrscheinlich beide noch lieben.
Was für ein Irrsinn!   
  

Mehr lesen

18. September um 16:08

Worauf wartet er denn? Das die nächste Frau kommt, die seine Tochter vergrault? Oder, das seine Tochter urplötzlich kein Problem damit hat, wenn der Papa eine neue Lebensgefährtin hat? Es wäre mal interessant mehr über das Verhältnis zwischen Papa und Tochter zu erfahren, um sich da besser ein Bild machen zu können. Hatte er vor eurer Beziehung schon eine neue Partnerin, oder ist er noch gar nicht lange von der Kindsmutter getrennt gewesen?

Es klingt auf jeden Fall sehr dramatisch, dass zwei Menschen die sich lieben nun getrennte Wege gehen, weil die Tochter mit eurer Beziehung nicht klar kam. Wobei mir auch da weitere Informationen fehlen...

Ich verstehe es als Mutter ja selbst, dass man sich wünscht, dass das Verhältnis zum Kind und dem neuen Partner stimmig ist. Aber du hast deiner Erzählung nach nun ja wirklich viel unternommen, um dich ihr anzunähern und Freundschaft zu schließen. Klingt für mich also so, als wäre die Tochter diejenige gewesen, die eure Beziehung boykottiert hat. Warum? Dieser Frage würde ich als Vater mal nachgehen, bevor ich weiter nach einer potentiellen Neuen von vorne beginne und am Ende vielleicht wieder an dem Punkt bin. Zumal er ja auch jetzt eine Frau hat gehen lassen, die er wohl sehr geliebt hat...

 

Gefällt mir
21. September um 7:44

Hi butterfly,
Er war als wir uns kennenlernten bereits geschieden und seit ca. 2 Jahren getrennt und solo. Ich war die erste Partnerin seit der Trennung. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter kann ich nur so beschreiben, dass ich von Anfang an gesehen habe, dass es schwierig ist. Sie war/ist die Prinzessin. Er hat sich von Geburt an zum MIttelpunkt seines Lebens gemacht und hat sein Leben nur noch nach ihr ausgerichtet. Er war eigentlich eher die "Mutter" als die Mutter selber. Ich hab das von Anfang an als sehr merkwürdig und auch ungesund empfunden wie er teilweise mit ihr umging. Habe selber zwei Töchter groß gezogen, die mittlerweile erwachsen sind und ihre eigene Wohnung haben. 
Ja ich denke er glaubt mittlerweile, dass es mit einer anderen Frau besser klappt. Na ja, ich hab ja auch gute Vorarbeit geleistet. Er hat schon ein bisschen dazu gelernt was seine Tochter betrifft und mittlerweile ist sie fast 15. Vielleicht würde sie es jetzt eher zulassen eine neue Frau an seiner Seite. Kann ich mir aber irgendwie nicht richtig vorstellen. Diese Frau würde natürlich unbelastet da rein gehen und nicht so wie ich, die mittlerweile einen riesen Groll auf dieses Kind hat. 

Gefällt mir
21. September um 7:45

Hi butterfly,
Er war als wir uns kennenlernten bereits geschieden und seit ca. 2 Jahren getrennt und solo. Ich war die erste Partnerin seit der Trennung. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter kann ich nur so beschreiben, dass ich von Anfang an gesehen habe, dass es schwierig ist. Sie war/ist die Prinzessin. Er hat sie von Geburt an zum MIttelpunkt seines Lebens gemacht und hat sein Leben nur noch nach ihr ausgerichtet. Er war eigentlich eher die "Mutter" als die Mutter selber. Ich hab das von Anfang an als sehr merkwürdig und auch ungesund empfunden wie er teilweise mit ihr umging. Habe selber zwei Töchter groß gezogen, die mittlerweile erwachsen sind und ihre eigene Wohnung haben. 
Ja ich denke er glaubt mittlerweile, dass es mit einer anderen Frau besser klappt. Na ja, ich hab ja auch gute Vorarbeit geleistet. Er hat schon ein bisschen dazu gelernt was seine Tochter betrifft und mittlerweile ist sie fast 15. Vielleicht würde sie es jetzt eher zulassen eine neue Frau an seiner Seite. Kann ich mir aber irgendwie nicht richtig vorstellen. Diese Frau würde natürlich unbelastet da rein gehen und nicht so wie ich, die mittlerweile einen riesen Groll auf dieses Kind hat. 

Gefällt mir
21. September um 9:16
In Antwort auf nicki64

Hi butterfly,
Er war als wir uns kennenlernten bereits geschieden und seit ca. 2 Jahren getrennt und solo. Ich war die erste Partnerin seit der Trennung. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter kann ich nur so beschreiben, dass ich von Anfang an gesehen habe, dass es schwierig ist. Sie war/ist die Prinzessin. Er hat sich von Geburt an zum MIttelpunkt seines Lebens gemacht und hat sein Leben nur noch nach ihr ausgerichtet. Er war eigentlich eher die "Mutter" als die Mutter selber. Ich hab das von Anfang an als sehr merkwürdig und auch ungesund empfunden wie er teilweise mit ihr umging. Habe selber zwei Töchter groß gezogen, die mittlerweile erwachsen sind und ihre eigene Wohnung haben. 
Ja ich denke er glaubt mittlerweile, dass es mit einer anderen Frau besser klappt. Na ja, ich hab ja auch gute Vorarbeit geleistet. Er hat schon ein bisschen dazu gelernt was seine Tochter betrifft und mittlerweile ist sie fast 15. Vielleicht würde sie es jetzt eher zulassen eine neue Frau an seiner Seite. Kann ich mir aber irgendwie nicht richtig vorstellen. Diese Frau würde natürlich unbelastet da rein gehen und nicht so wie ich, die mittlerweile einen riesen Groll auf dieses Kind hat. 

" ....als sehr merkwürdig und auch ungesund empfunden wie er teilweise mit ihr umging. Habe selber zwei Töchter groß gezogen,.."

Ich halte nichts von Vergleichen, es sei denn die Situation ist exact die selbe.Dann kommt noch dazu das Männer tatsächlich nen anderen Umgang/Beziehung zu Ihren Töchtern haben.

Das kenn ich von meiner Familie, dann von der Familie wo ich aufgewachsen bin u ich war mit Männern liiert ,deren Nachwuchs auch weiblicher Natur war.
Dazu wurden/werden Bücher geschrieben u ich kann mich gut erinnern das ich mir nen paar reingezogen habe, wegen meiner eigenen weiblichen Brut

Es gibt Ätzblagen, aber die werden nicht so geboren, die werden gemacht.

" Wir wollten sogar heiraten vor 1 1/2 Jahren und auch das hat sie durch ihr Verhalten zerstört."

Wenn da der Erziehungsmensch nicht einsichtig ist, dann kann man nichts machen.
Bei uns wurden immer mehr Familientreffen abgesagt, da eins meiner Geschwister son Monster hat. Meine Eltern haben da sehr drunter gelitten.

Wenn du das Gefühl hast nie wieder so lieben zu können, dann bleib am Ball mit deinen Gefühlen u focussiere dich auf das Positive/Zeit.

Gefällt mir
21. September um 13:44

Was ich jetzt erstmal gemacht habe: mich bei diesem Online-Dating abgemeldet. Erstens bin ich nicht frei für eine neue Beziehung scheint mir. Zweitens konnte ich mich gedanklich nie von ihm lösen, weil ich ihn dort immer gesehen habe. Es tut mir gut, nicht mehr zu sehen, wann er online ist und wann nicht. Ich bin jetzt wirklich entspannter und habe jetzt die letzte Verbindung abgebrochen. Werde nächste Woche erstmal meinen geplanten Urlaub mit meiner Freundin antreten und mal raus aus dem Alltag und Abstand bekommen und zur Ruhe kommen. 
Vielleicht kommt irgendwann doch noch jemand, der mein Herz wieder auftaut und mit dem ich glücklich werden kann. Ob man den auf diesen Online Dating Seiten findet bezweifle ich. Das hat mich eher alles durcheinander gebracht und wurde mir zu viel.  

Gefällt mir