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Große Liebe verlassen - Gefühlschaos

19. Juli um 12:37

Hallo liebe Community,

ich würde gerne meine Geschichte mit euch teilen. Ich weiß zwar nicht, was genau ich mir davon erhoffe, wie viele hier im Forum, aber dennoch hilft es mir vielleicht alles von der Seele zu schreiben. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Zu meiner Situation (ich hole kurz ein bisschen weiter aus): Ich (27) habe in den vergangenen Monaten eine echt harte Zeit durchgemacht, meine Oma war schwer an Krebs erkrankt (sie war wie eine Mama für mich und mit 68 Jahren auch noch nicht so alt...) und ist leider nach kurzer schwerer Krankheit im Oktober 2018 verstorben, zeitgleich hätte ich meine Masterarbeit fertig schreiben müssen, was ich nicht konnte. Daher habe ich ein Urlaubssemester gemacht.

Nun zum eigentlichen Thema, ich war bis Januar 2019 in einer Beziehung seit 7 1/2 Jahren. In der Beziehung war ich auch immer sehr glücklich bis Oktober letzten Jahres. Trotzdem würde ich meinen Ex als meine große Liebe bezeichnen. Kann sein, dass es am Tod meiner Oma mitunter lag, aber ich fühlte mich nicht mehr glücklich... Generell hatten wir eine Beziehung in der doch öfters mal die Fetzen flogen, was allerdings zum Ende hin deutlich zunahm. Wir streiteten fast nur noch, auch wegen Nichtigkeiten. Zudem haben wir uns auch immer weniger gesehen und Zärtlichkeiten fanden seit September so gar nicht mehr statt. Ich habe dann bis Januar 2019 noch abgewartet, aber je länger ich mir Gedanken gemacht habe, desto mehr war mir klar, dass ich diese Beziehung nicht mehr möchte. Das hatte auch andere Gründe, mein Ex (30) und ich hatten irgendwie andere Vorstellungen von der Zukunft, die sich im Laufe der Beziehung immer klarer herausstellten: er wollte nicht heiraten - ich schon, er wollte aufs Land in ein Haus ziehen - ich in eine Wohnung in die Stadt usw. Die Meinungsunterschiede hatten wir schon länger, wurden aber zum Ende hin, halt immer deutlicher. Zudem muss ich sagen, dass mein Freund noch nicht ausgezogen war und dies auch immer in 7 Jahren Beziehung aus unterschiedlichen Gründen weiter rausgezögert hat. Außerdem kommt hinzu, dass ich von seiner Familie nie wirklich zu 100% akzeptiert wurde (er war türkischstämmig), das führte natürlich in 7 Jahren auch oft zu Streit. Dennoch sah ich darin nie einen Trennungsgrund, weil er 1. für seine Familie nichts dafür kann und mich 2. immer darauf vertröstet hat, dass sich alles ändert, wenn wir mal ausgezogen sind (was ja nun nach unzählen Gesprächen und Streitigkeiten nie stattfand).

Nun ja, ich habe mich also nach langem Überlegen und Aufstellen von Pro und Contra-Listen im Januar getrennt... und relativ zeitgleich jemand anderen kennengelernt. Er ist 6 Jahre jünger als ich (21) und legt mir die Welt momentan zu füßen. Anfangs wollte ich nur etwas lockeres, weil er mir einfach gut getan hat, aber ich habe mich irgendwie in ihn verliebt. Er gibt mir ein neues Gefühl des Glücklichseins und bei uns stimmt auch sehr viel, wir haben die gleichen Interessen (insbesondere was unseren Sport angeht, was für mich ein essenzielles Thema ist, da ich meist das ganze Wochenende unterwegs bin und 2-4 Mal in der Woche Training habe und meinen Ex aber so gar nicht interessiert hat) und auch sonst ergänzen wir uns gut. Also bin ich nun 4 Monate nach meiner Trennung eine neue Beziehung eingegangen. Nun hat mein Ex-Freund das mitbekommen und es hat ihn sehr verletzt, was ich absolut nachvollziehen kann. Ich war aber immer ehrlich zu ihm und wenn er mich gefragt hat, habe ich auch mit offenen Karten gespielt. Ich habe ihn nie betrogen oder verlassen wegen meines neuen Freundes. Nur habe ich nun die totalen Schuldgefühle meinem Ex-Freund gegenüber. Das Gefühl ihm wehzutun, das macht mich einfach traurig und fertig. Ich denke oft an so Dinge wie: Bin ich Schuld, dass es ihm schlecht geht? Was ist, wenn er nie wieder einen Menschen so lieben kann, wie er mich geliebt hat? usw...

Was meint ihr, wie ich mit der Situation umgehen soll? Warum mache ich mir so viele Gedanken darüber? Ich bin wirklich glücklich so wie es aktuell ist. Aber meine Gedanken, die machen mir jedes Glück zunichte. Ich bedanke mich schon mal bei jedem, der sich die Zeit genommen hat, den Beitrag zu lesen und eine Meinung dazu hat.

Gruß
Eisprinzessin

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19. Juli um 12:57

"Warum mache ich mir so viele Gedanken darüber?"

Ganz einfach, weil du warmgewechselt hast - jaja, du bist nicht von einer Beziehung direkt in die andere, aber emotional war der Neue "relativ zeitgleich" mit deiner Trennung da und hat dich abgelenkt. Du hast dir also selber nicht die Zeit gegeben, die nötig gewesen wär, um die Trennung zu verarbeiten und emotional mit deiner Exbeziehung abzuschließen. Deshalb bedeuten dir die Gefühle deines Exfreundes jetzt immer noch so viel und funken dir in die neue Beziehung rein.
Wie du jetzt damit umgehen sollst? Nen einfachen oder besonders sinnvollen Ausweg gibt's da meiner Meinung nach nicht, also kann ich dir auch schlecht nen Rat geben.

lg
cefeu

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19. Juli um 13:30

Bin ich Schuld, dass es ihm schlecht geht? Irgendwie ja, allerdings kannst du ja nichts dafür, wenn ihr nicht zusammenpasst. Also eigentlich nein.

Was ist, wenn er nie wieder einen Menschen so lieben kann, wie er mich geliebt hat?
Das ist nicht dein Problem, kannst du auch nicht beeinflussen.

Was meint ihr, wie ich mit der Situation umgehen soll?
Gib dir Zeit, wie cefeu schreibt, hattest du gar keine Gelegenheit eine so lange Beziehung emotional zu verarbeiten

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19. Juli um 16:23
In Antwort auf eisprinzessin

Hallo liebe Community,

ich würde gerne meine Geschichte mit euch teilen. Ich weiß zwar nicht, was genau ich mir davon erhoffe, wie viele hier im Forum, aber dennoch hilft es mir vielleicht alles von der Seele zu schreiben. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Zu meiner Situation (ich hole kurz ein bisschen weiter aus): Ich (27) habe in den vergangenen Monaten eine echt harte Zeit durchgemacht, meine Oma war schwer an Krebs erkrankt (sie war wie eine Mama für mich und mit 68 Jahren auch noch nicht so alt...) und ist leider nach kurzer schwerer Krankheit im Oktober 2018 verstorben, zeitgleich hätte ich meine Masterarbeit fertig schreiben müssen, was ich nicht konnte. Daher habe ich ein Urlaubssemester gemacht.

Nun zum eigentlichen Thema, ich war bis Januar 2019 in einer Beziehung seit 7 1/2 Jahren. In der Beziehung war ich auch immer sehr glücklich bis Oktober letzten Jahres. Trotzdem würde ich meinen Ex als meine große Liebe bezeichnen. Kann sein, dass es am Tod meiner Oma mitunter lag, aber ich fühlte mich nicht mehr glücklich... Generell hatten wir eine Beziehung in der doch öfters mal die Fetzen flogen, was allerdings zum Ende hin deutlich zunahm. Wir streiteten fast nur noch, auch wegen Nichtigkeiten. Zudem haben wir uns auch immer weniger gesehen und Zärtlichkeiten fanden seit September so gar nicht mehr statt. Ich habe dann bis Januar 2019 noch abgewartet, aber je länger ich mir Gedanken gemacht habe, desto mehr war mir klar, dass ich diese Beziehung nicht mehr möchte. Das hatte auch andere Gründe, mein Ex (30) und ich hatten irgendwie andere Vorstellungen von der Zukunft, die sich im Laufe der Beziehung immer klarer herausstellten: er wollte nicht heiraten - ich schon, er wollte aufs Land in ein Haus ziehen - ich in eine Wohnung in die Stadt usw. Die Meinungsunterschiede hatten wir schon länger, wurden aber zum Ende hin, halt immer deutlicher. Zudem muss ich sagen, dass mein Freund noch nicht ausgezogen war und dies auch immer in 7 Jahren Beziehung aus unterschiedlichen Gründen weiter rausgezögert hat. Außerdem kommt hinzu, dass ich von seiner Familie nie wirklich zu 100% akzeptiert wurde (er war türkischstämmig), das führte natürlich in 7 Jahren auch oft zu Streit. Dennoch sah ich darin nie einen Trennungsgrund, weil er 1. für seine Familie nichts dafür kann und mich 2. immer darauf vertröstet hat, dass sich alles ändert, wenn wir mal ausgezogen sind (was ja nun nach unzählen Gesprächen und Streitigkeiten nie stattfand).

Nun ja, ich habe mich also nach langem Überlegen und Aufstellen von Pro und Contra-Listen im Januar getrennt... und relativ zeitgleich jemand anderen kennengelernt. Er ist 6 Jahre jünger als ich (21) und legt mir die Welt momentan zu füßen. Anfangs wollte ich nur etwas lockeres, weil er mir einfach gut getan hat, aber ich habe mich irgendwie in ihn verliebt. Er gibt mir ein neues Gefühl des Glücklichseins und bei uns stimmt auch sehr viel, wir haben die gleichen Interessen (insbesondere was unseren Sport angeht, was für mich ein essenzielles Thema ist, da ich meist das ganze Wochenende unterwegs bin und 2-4 Mal in der Woche Training habe und meinen Ex aber so gar nicht interessiert hat) und auch sonst ergänzen wir uns gut. Also bin ich nun 4 Monate nach meiner Trennung eine neue Beziehung eingegangen. Nun hat mein Ex-Freund das mitbekommen und es hat ihn sehr verletzt, was ich absolut nachvollziehen kann. Ich war aber immer ehrlich zu ihm und wenn er mich gefragt hat, habe ich auch mit offenen Karten gespielt. Ich habe ihn nie betrogen oder verlassen wegen meines neuen Freundes. Nur habe ich nun die totalen Schuldgefühle meinem Ex-Freund gegenüber. Das Gefühl ihm wehzutun, das macht mich einfach traurig und fertig. Ich denke oft an so Dinge wie: Bin ich Schuld, dass es ihm schlecht geht? Was ist, wenn er nie wieder einen Menschen so lieben kann, wie er mich geliebt hat? usw...

Was meint ihr, wie ich mit der Situation umgehen soll? Warum mache ich mir so viele Gedanken darüber? Ich bin wirklich glücklich so wie es aktuell ist. Aber meine Gedanken, die machen mir jedes Glück zunichte. Ich bedanke mich schon mal bei jedem, der sich die Zeit genommen hat, den Beitrag zu lesen und eine Meinung dazu hat.

Gruß
Eisprinzessin

kannst du bitte ein bisschen mehr Egoismus an den Tag legen? 
Trennungen tun nunmal weh.... 
willst du jetzt ewig single bleiben weil es deinen ex verletzten könnte?   

schade dass du dir die schöne neue verliebtheitsPhase dadurch kaputt machst

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