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Große Liebe - unterschiedliche Lebenseinstellung

12. September 2017 um 10:40

 
Ich bin seit 10 Monaten mit meinem Partner zusammen. Es war von Anfang eine sehr große Anziehungskraft da und wir waren sehr verliebt und sind es heute noch.   Und das ist das Dilemma. Ich habe irgendwann erkannt , dass wir eigentlich total unterschiedlich sind.  Erst hab ich mir alles schön geredet und es einfach ignoriert. Aber irgendwann ging das nicht mehr. Und seit einiger Zeit ist es so, dass ich versuche damit klar zu kommen und es irgendwie wieder  ignoriere oder bagatellisiere und dann geht es einige Woche gut und dann wird es mir wieder bewusst durch irgendeine Situation oder so. Dann frage ich mich, ob wir trotz großer Liebe überhaupt eine Zukunft haben. Denn was man am Anfang aus Liebe hinnimmt, kann im Alltag später zu Unzufriedenheit führen und letztendlich zur Trennung.  Ich bin 53 und möchte endlich zur Ruhe kommen und eine harmonische gleichberechtige Partnerschaft führen, in der ich mich wohl fühle und mir trotz allem treu bleibe und das Leben führen, das ich möchte. 

Das Problem ist:
Er redet viel, aber setzt es nicht um.
Er ist eher unordentlich und unsauber. Ist ihm nicht wichtig. Lässt überall alles liegen und sieht auch Schmutz und Dreck nicht.
Ich bin jemand, der die Dinge direkt angeht und umsetzt und nichts lange vor sich herschiebt.
Ordnung und Sauberkeit sind mir wichtig. Ich räume alles direkt an den richtigen Platz und weg, so entsteht erst gar keine Unordnung.
Beispiel: er ist z.Z. arbeitslos, hat den ganzen Tag Zeit und erzählt jeden Tag was er alles machen müsste… macht es aber im Endeffekt nicht.
Ich gehe jeden Tag arbeiten und erledige trotzdem die Dinge, die gemacht werden müssen.
Wir reden über Urlaub in den nächsten paar Wochen und über Zusammenziehen demnächst. Ich schaue schon mal zwischendurch  im Internet nach Urlaubsangeboten und auch was so auf dem Wohnungsmarkt angeboten wird.
Er: macht gar nichts. Findet, dass ich alles zu schnell mache…
Man kann ja drüber reden, aber man muss ja nicht gleich tätig werden… seine Meinung. Nur habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei ihm nur viel geredet wird, aber nicht viel umgesetzt wird. Alles wird ewig vor sich her geschoben.   
Kurz: er redet nur und ich handel. Was ihm glaub ich auch nicht so an mir gefällt.

Dann kommt dazu, dass seine 12j. Tochter die im Wochenwechsel  mal bei ihm und  mal bei seiner Exfrau ist, die Prinzessin ist wenn sie da ist. Da wird z.B. um 9 Uhr wenn sie ins Bett geht der Fernseher ausgemacht oder mit Kopfhörer weitergeschaut, weil sie die Kinderzimmertür auf haben will, aber nicht schlafen kann wenn sie Geräusche hört… 
Man kann weder fernsehen, noch sich unterhalten. Daher gehen wir dann auch meistens früh ins Bett, wenn ich bei ihm bin, weil das Wohnzimmer zu nah am Kinderzimmer ist und wir dann stören.

Besuch wird auch nicht empfangen, wenn die Tochter da ist. Denn das würde sie ja auch beim schlafen stören. Er hat wie er sagt, seit sie auf der Welt ist, seine Bedürfnisse hinten angestellt und  nur noch danach gelebt, was  für seine Tochter gut ist. 
Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich bei ihm bin und seine Tochter da ist. Er sagt, er kann daran nichts ändern, sie wäre das eben gewohnt und das könnte man  nur langsam ändern. Und das Tempo würde er bestimmen. Man könnte das nicht von heute auf morgen ändern. Nein?

Da ich weiß wie er allgemein mit dem Umsetzen der Dinge umgeht, ist es in dem Fall auch so. Es wird vor sich hergeschoben. Es bleibt wie es ist.
Wie kann man sowas „langsam“ ändern? Ich z.B. würde mich mit meiner Tochter hinsetzten und mit ihr darüber sprechen, dass es wenn Besuch da ist doch für alle ist besser ist wenn die Tür geschlossen ist. So fühlt sich niemand eingeschränkt. Sie kann besser schlafen und wir können uns ganz normal verhalten.  
Wie sollte das funktionieren, wenn wir zusammen wohnen?  Wenn alles nur zu Ihrem „Wohl“ geschieht?

Prinzessin wird auch ständig durch die Gegend gefahren, von Freundinnen abgeholt, hingebracht etc. was oft unsere Termine durcheinander bringt, obwohl er zentral wohnt und sie gut auch mal zu Fuß oder mit dem Bus fahren könnte, wie andere Kinder auch.
Auch kommt er selten zu mir, da er seine Tochter nicht lange allein lassen möchte. Es spielt sich alles mehr oder weniger in seiner Wohnung ab.
Jetzt ist sie seit Sonntag da und bleibt 3 Wochen, weil ihre Mutter in Urlaub fährt. Ich hab gar keine Lust zu ihm zu fahren abends aufgrund der Situation, obwohl ich so gerne mit ihm zusammen bin und gerne mit ihm einschlafe.
Ansonsten ist sie 1 Woche da und 1 Woche nicht, so hab ich immerhin mal eine Woche dazwischen, wo es "normal" ist.
Nicht das mich jemand falsch versteht: ich habe nichts gegen seine Tochter, nur gegen die Art und Weise wie sie erzogen wird bzw. er sich verhält (und ich mich dann auch verhalten muss) wenn sie da ist... 

Er sagt auch klipp und klar, dass er sich und seine Bedürfnisse für seine Tochter zurückstellt und das das auch für ihn richtig und wichtig ist. Ich habe selbst 2 Töchter groß gezogen, aber so etwas gab es bei mir nicht. Meine Kinder sind und waren wichtig,  aber es gab auch Grenzen. Ich habe so ein Theater mit meinen Kindern nicht gemacht. Ich habe sie wie Kinder behandelt und großgezogen, nicht wie Prinzessinnen, die mein Leben bestimmten.   

Ich liebe ihn sehr, wir haben große Gefühle füreinander und ich würde mir nichts mehr wünschen als mit ihm zusammen zu leben und mit ihm alt zu werden. Aber ich habe große Bedenken aufgrund der Situation, seiner Einstellung und der Unterschiedlichkeit, dass ich mit ihm nicht wirklich glücklich werden würde.  
Welche Position hätte ich bei ihm, wenn wir zusammen leben? Mich ihm und seiner Tochter unterordnen?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder einen Tipp für mich? 
 

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12. September 2017 um 12:38

Hallo
ich kenne deine Situation
Mien partner hat einen Sohn mit der ex und da ist es gleich /schlimmer ... wenn er da ist wir dnur gemacht was der kleine will koste es was es wolle... abends wenns ins bett geht lässt mich mein freund allein sitzen und schläft bei seinem sohn (von 20.00 uhr ab bin ich dann allein)
weil sein sohn nicht alleine schlafen könne , ich habe ihn gefragt wie er es bei der mama macht da meinte er er schläft allein und spielt allein und hier geht dass aber nicht

ich habe für mich beschlossen da ich ja nichts richtiges sagen kann zu der "erziehung " (ist nicht mein Kind , So wars immer..) das ich halt mache was mir gefällt wenn sie mit wollen gerne wenn nicht dann geh ich allein..
entweder musst du ihm es mal so sagen wie du es siehst/ empfindest oder doch den schlussstrich ziehen so blöd und schmerzhaft es ist.

die Kleine ist 12?! sie kann selbstständigkeit durchaus schon lernen (des problem wird aber am Vater liegen der seine Prinzessin gehen lassen muss und damit haben viele Väter ein großes problem)

 

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12. September 2017 um 13:43
In Antwort auf miya1997

Hallo
ich kenne deine Situation
Mien partner hat einen Sohn mit der ex und da ist es gleich /schlimmer ... wenn er da ist wir dnur gemacht was der kleine will koste es was es wolle... abends wenns ins bett geht lässt mich mein freund allein sitzen und schläft bei seinem sohn (von 20.00 uhr ab bin ich dann allein)
weil sein sohn nicht alleine schlafen könne , ich habe ihn gefragt wie er es bei der mama macht da meinte er er schläft allein und spielt allein und hier geht dass aber nicht

ich habe für mich beschlossen da ich ja nichts richtiges sagen kann zu der "erziehung " (ist nicht mein Kind , So wars immer..) das ich halt mache was mir gefällt wenn sie mit wollen gerne wenn nicht dann geh ich allein..
entweder musst du ihm es mal so sagen wie du es siehst/ empfindest oder doch den schlussstrich ziehen so blöd und schmerzhaft es ist.

die Kleine ist 12?! sie kann selbstständigkeit durchaus schon lernen (des problem wird aber am Vater liegen der seine Prinzessin gehen lassen muss und damit haben viele Väter ein großes problem)

 

Hallo mija.,
ja es ist wirklich ähnlich. Denn bei ihrer Mutter wohnt das KInd meines Partners mit dem Freund und dessen Tochter zusammen. Da wird logischerweise nicht so viel Rücksicht genommen. Wie auch? Aber es scheint ja da zu funktionieren. Es liegt nicht am Kind. Es liegt am Vater. Natürlich nutzen Kinder solche Situationen auch aus... Normal.
 
Wenn sich das nur auf jedes 2. Wochenende beschränken würde, könnte man ja damit leben. Aber es ist eben jede 2. Woche komplett. Und teilweise länger.
 
Ich denke einfach, in unserem Alter mit diesen Unterschieden, dass er nicht besonders aktiv ist und nur redet statt zu handeln, chaotisch ist etc. und ich das genaue Gegnteil bin, ist es schon schwer genug, da eine harmonische Partnerschaft hinzubekommen, in der jeder zufrieden ist.
Wenn dann noch die Problematik mit dem Kind dazu kommt, sehe ich das als ein großes Problem an was die Zukunft betrifft...
Leider, denn ich möchte gern eine Zukunft haben mit ihm.

Du hast recht, wir haben als "Nicht-Mutter" sowieos nichts zu sagen. Und auch das betrachte ich als schwierig, wenn man zusammen lebt. Lass die erst mal in die Pubertät kommen - ich hab das schon zweimal durch mit meinen Töchtern...


 

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12. September 2017 um 14:21

Ich war vor 2 Monaten schon mal an diesem Punkt.
Weil du recht hast.  Niemand muss sich ändern.
Deshalb hatte ich für mich beschlossen, es zu beenden. Was sehr weh tat.
Nach vier Wochen stand er wieder da und hat mich gebeten, noch mal drüber nachzudenken. Er würde mich lieben und ich würde ihm fehlen. Und wir haben viel geredet über diese 'Sachen...
Damals hat er es geschafft, mir meine Bedenken wegzureden.
Aber wirklich geändert hat sich nichts.
Da heißt es dann jetzt, das dauert eben...
 

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12. September 2017 um 14:29
In Antwort auf schnupsi64

 
Ich bin seit 10 Monaten mit meinem Partner zusammen. Es war von Anfang eine sehr große Anziehungskraft da und wir waren sehr verliebt und sind es heute noch.   Und das ist das Dilemma. Ich habe irgendwann erkannt , dass wir eigentlich total unterschiedlich sind.  Erst hab ich mir alles schön geredet und es einfach ignoriert. Aber irgendwann ging das nicht mehr. Und seit einiger Zeit ist es so, dass ich versuche damit klar zu kommen und es irgendwie wieder  ignoriere oder bagatellisiere und dann geht es einige Woche gut und dann wird es mir wieder bewusst durch irgendeine Situation oder so. Dann frage ich mich, ob wir trotz großer Liebe überhaupt eine Zukunft haben. Denn was man am Anfang aus Liebe hinnimmt, kann im Alltag später zu Unzufriedenheit führen und letztendlich zur Trennung.  Ich bin 53 und möchte endlich zur Ruhe kommen und eine harmonische gleichberechtige Partnerschaft führen, in der ich mich wohl fühle und mir trotz allem treu bleibe und das Leben führen, das ich möchte. 

Das Problem ist:
Er redet viel, aber setzt es nicht um.
Er ist eher unordentlich und unsauber. Ist ihm nicht wichtig. Lässt überall alles liegen und sieht auch Schmutz und Dreck nicht.
Ich bin jemand, der die Dinge direkt angeht und umsetzt und nichts lange vor sich herschiebt.
Ordnung und Sauberkeit sind mir wichtig. Ich räume alles direkt an den richtigen Platz und weg, so entsteht erst gar keine Unordnung.
Beispiel: er ist z.Z. arbeitslos, hat den ganzen Tag Zeit und erzählt jeden Tag was er alles machen müsste… macht es aber im Endeffekt nicht.
Ich gehe jeden Tag arbeiten und erledige trotzdem die Dinge, die gemacht werden müssen.
Wir reden über Urlaub in den nächsten paar Wochen und über Zusammenziehen demnächst. Ich schaue schon mal zwischendurch  im Internet nach Urlaubsangeboten und auch was so auf dem Wohnungsmarkt angeboten wird.
Er: macht gar nichts. Findet, dass ich alles zu schnell mache…
Man kann ja drüber reden, aber man muss ja nicht gleich tätig werden… seine Meinung. Nur habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei ihm nur viel geredet wird, aber nicht viel umgesetzt wird. Alles wird ewig vor sich her geschoben.   
Kurz: er redet nur und ich handel. Was ihm glaub ich auch nicht so an mir gefällt.

Dann kommt dazu, dass seine 12j. Tochter die im Wochenwechsel  mal bei ihm und  mal bei seiner Exfrau ist, die Prinzessin ist wenn sie da ist. Da wird z.B. um 9 Uhr wenn sie ins Bett geht der Fernseher ausgemacht oder mit Kopfhörer weitergeschaut, weil sie die Kinderzimmertür auf haben will, aber nicht schlafen kann wenn sie Geräusche hört… 
Man kann weder fernsehen, noch sich unterhalten. Daher gehen wir dann auch meistens früh ins Bett, wenn ich bei ihm bin, weil das Wohnzimmer zu nah am Kinderzimmer ist und wir dann stören.

Besuch wird auch nicht empfangen, wenn die Tochter da ist. Denn das würde sie ja auch beim schlafen stören. Er hat wie er sagt, seit sie auf der Welt ist, seine Bedürfnisse hinten angestellt und  nur noch danach gelebt, was  für seine Tochter gut ist. 
Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich bei ihm bin und seine Tochter da ist. Er sagt, er kann daran nichts ändern, sie wäre das eben gewohnt und das könnte man  nur langsam ändern. Und das Tempo würde er bestimmen. Man könnte das nicht von heute auf morgen ändern. Nein?

Da ich weiß wie er allgemein mit dem Umsetzen der Dinge umgeht, ist es in dem Fall auch so. Es wird vor sich hergeschoben. Es bleibt wie es ist.
Wie kann man sowas „langsam“ ändern? Ich z.B. würde mich mit meiner Tochter hinsetzten und mit ihr darüber sprechen, dass es wenn Besuch da ist doch für alle ist besser ist wenn die Tür geschlossen ist. So fühlt sich niemand eingeschränkt. Sie kann besser schlafen und wir können uns ganz normal verhalten.  
Wie sollte das funktionieren, wenn wir zusammen wohnen?  Wenn alles nur zu Ihrem „Wohl“ geschieht?

Prinzessin wird auch ständig durch die Gegend gefahren, von Freundinnen abgeholt, hingebracht etc. was oft unsere Termine durcheinander bringt, obwohl er zentral wohnt und sie gut auch mal zu Fuß oder mit dem Bus fahren könnte, wie andere Kinder auch.
Auch kommt er selten zu mir, da er seine Tochter nicht lange allein lassen möchte. Es spielt sich alles mehr oder weniger in seiner Wohnung ab.
Jetzt ist sie seit Sonntag da und bleibt 3 Wochen, weil ihre Mutter in Urlaub fährt. Ich hab gar keine Lust zu ihm zu fahren abends aufgrund der Situation, obwohl ich so gerne mit ihm zusammen bin und gerne mit ihm einschlafe.
Ansonsten ist sie 1 Woche da und 1 Woche nicht, so hab ich immerhin mal eine Woche dazwischen, wo es "normal" ist.
Nicht das mich jemand falsch versteht: ich habe nichts gegen seine Tochter, nur gegen die Art und Weise wie sie erzogen wird bzw. er sich verhält (und ich mich dann auch verhalten muss) wenn sie da ist... 

Er sagt auch klipp und klar, dass er sich und seine Bedürfnisse für seine Tochter zurückstellt und das das auch für ihn richtig und wichtig ist. Ich habe selbst 2 Töchter groß gezogen, aber so etwas gab es bei mir nicht. Meine Kinder sind und waren wichtig,  aber es gab auch Grenzen. Ich habe so ein Theater mit meinen Kindern nicht gemacht. Ich habe sie wie Kinder behandelt und großgezogen, nicht wie Prinzessinnen, die mein Leben bestimmten.   

Ich liebe ihn sehr, wir haben große Gefühle füreinander und ich würde mir nichts mehr wünschen als mit ihm zusammen zu leben und mit ihm alt zu werden. Aber ich habe große Bedenken aufgrund der Situation, seiner Einstellung und der Unterschiedlichkeit, dass ich mit ihm nicht wirklich glücklich werden würde.  
Welche Position hätte ich bei ihm, wenn wir zusammen leben? Mich ihm und seiner Tochter unterordnen?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder einen Tipp für mich? 
 

Ok... in den ersten Monaten ist ja erstmal die verliebtheit und alles. Aber jetzt kommt halt zum Vorschein wie er ist. Reden ist Gold... 

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