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Gr. Altersunterschied, versch. Lebensphasen, trotzdem bereue ich die Trennung

23. September 2011 um 9:46 Letzte Antwort: 24. September 2011 um 20:41

Hallo zusammen,

ich hänge gerade total in der Schwebe.

Ich bin 23 Jahre alt und habe mich von meinem Freund (57) getrennt. Wir waren etwas über 2 Jahre zusammen und ich habe noch nie so einen wunderbaren Menschen kennengelernt und so geliebt wie ihn.

Es hat nun mehrere Monate stark gekrieselt. Der Eros ging verloren, weil er soviel auf dem Schirm hatte, beruflich, existentielle finanzielle Sorgen. Er hat mein vollstes Verständnis dafür, aber ich habe angefangen ihn sexuell 'abzuhaken'. Es lief darauf hinaus, dass ich die 'Tragende und Haltgebende' in unserer Beziehung war und jetzt an einem Punkt ankam, wo mir das - mit meinen eigenen zu tragenden Päckchen - zuviel wurde.

Das Altersunterschied an sich war nie ein Problem. Familiär sind wir gegenseitig mit offenen Armen empfangen worden und alle, die, die jetzt von der Trennung erfahren habe, sind total vor den Kopf gestoßen und können nicht glauben, dass so ein 'Traumpaar' sich trennt.

Die Gründe für die Trennung sind so facettenreich, dass ich sie gar nicht richtig aufdröseln kann. Irgendwie läuft es darauf hinaus, dass ich mir denke: Ja, unsere Beziehung hätte eine Chance, die vergleichsweise kleinen Probleme zu überstehen, wenn wir nicht noch zusätzlich einfach an anderen Punkten in unserem Leben stehen würden. Ich bin vor 1,5 Jahren zu Hause ausgezogen in eine neue Stadt, habe angefangen zu studiere, will die Welt erkunden. Er ist seeeeeehr jung geblieben, wohnt leider aber 200 km entfernt und wir haben uns nur von Freitag bis Montag gesehen. Das auch sehr lange als Bereicherung angesehen, weil wir uns jede Woche neu fürs Land- oder Stadtleben entscheiden können.

Dennoch habe ich irgendwie einen Freiheitsdrang, will nicht mehr die "Erwachsene" in unserer Beziehung sein und was ist, wenn ich in 10 Jahren doch Kinder will...

Wir stehen immer noch eng in Kontakt und er beginnt gerade seinen Päckchen doch alleine in Angriff zu nehmen, was mich an meiner Entscheidung zweifeln lässt.

An diesem ganzen Text erkennt ihr, dass es alles nicht so einfach ist. Dieser Mann ist so unglaublich und wenn wir eines hatten/haben, dann die Fähigkeit über alles zu sprechen. Aber ich weiß einfach nicht, was richtig für jeden einzelnen von uns auf Dauer ist.

Er will nur mein Bestes und mir tut es so schrecklich leid ihn so zu verletzen. Und manchmal denke ich, dass unsere Nähe und unser Verständnis Fluch und Segen gleichzeitig sind.

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24. September 2011 um 16:27

Hallo kruemelz,
vielleicht fängst du erst einaml damit an, dass du dir klarmachst, WARUM du ihn verlassen hast. Dafür wird es ja Gründe geben, auch wenn du sie hier nicht erwähnt hast. Du verwechselst vielleicht den von dir erwähnten Freiheitsdrang mit dem dem Gefühl nicht die Erwachsene in der Beziehung sein zu müssen.

Meine Anmerkung zu deinen sexuellen Frustrationen: es vögelt sich nun mal (und zwar auf Dauer) verdammt schlecht mit Konkurs-, Ausgleichs-, Pfändungs- oder was weiß ich für Verfahren im Genick und dein Hasi wird da keine Ausnahme sein. Sinnigerweise hängt es von deinem Umgang mit seinen sexuellen Shortcomings ab, wie sich euer Sexleben dann insgesamt entwickelt. Aber das ist jetzt ja nicht mehr notwendig.

Auch wenn ihr euch mit den Familien bestens verstanden und für andere immer das Bild von einem Traumpaar abgegeben habt, Altersunterschied hin oder her, denn der ist bei euch bestimmt das mindeste Problem, glaube ich, dass er mit der Trennung besser bedient ist. Und du musst ohnehin erst noch lernen, was es heißt, erwachsen zu sein.

Freundliche Grüße,
Christoph

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24. September 2011 um 16:41
In Antwort auf py158

Hallo kruemelz,
vielleicht fängst du erst einaml damit an, dass du dir klarmachst, WARUM du ihn verlassen hast. Dafür wird es ja Gründe geben, auch wenn du sie hier nicht erwähnt hast. Du verwechselst vielleicht den von dir erwähnten Freiheitsdrang mit dem dem Gefühl nicht die Erwachsene in der Beziehung sein zu müssen.

Meine Anmerkung zu deinen sexuellen Frustrationen: es vögelt sich nun mal (und zwar auf Dauer) verdammt schlecht mit Konkurs-, Ausgleichs-, Pfändungs- oder was weiß ich für Verfahren im Genick und dein Hasi wird da keine Ausnahme sein. Sinnigerweise hängt es von deinem Umgang mit seinen sexuellen Shortcomings ab, wie sich euer Sexleben dann insgesamt entwickelt. Aber das ist jetzt ja nicht mehr notwendig.

Auch wenn ihr euch mit den Familien bestens verstanden und für andere immer das Bild von einem Traumpaar abgegeben habt, Altersunterschied hin oder her, denn der ist bei euch bestimmt das mindeste Problem, glaube ich, dass er mit der Trennung besser bedient ist. Und du musst ohnehin erst noch lernen, was es heißt, erwachsen zu sein.

Freundliche Grüße,
Christoph

Hallo Christoph,
jub, ich bin offensichtlich noch nicht erwachsen. Der Versuch ein so komplexes Thema in einem Forum zu diskutieren, ist wohl eh der falsche Weg gewesen und diente wohl hauptsächlich dazu, es mir einfach von der Seele zu schreiben.

Just for the record: Sowohl er als auch ich wissen nicht, was die Zukunft bringt, aber wir denken beide, dass Freiräume das Beste sind und er sich selbst auch keinen Leistungsdruck mir gegenüber machen mehr machen muss.

Wir stehen weiterhin eng in Kontakt. Ich dankbar für diesen wunderbaren Menschen.

Freundliche Grüße,

Alexandra

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24. September 2011 um 20:41
In Antwort auf imala_11850044

Hallo Christoph,
jub, ich bin offensichtlich noch nicht erwachsen. Der Versuch ein so komplexes Thema in einem Forum zu diskutieren, ist wohl eh der falsche Weg gewesen und diente wohl hauptsächlich dazu, es mir einfach von der Seele zu schreiben.

Just for the record: Sowohl er als auch ich wissen nicht, was die Zukunft bringt, aber wir denken beide, dass Freiräume das Beste sind und er sich selbst auch keinen Leistungsdruck mir gegenüber machen mehr machen muss.

Wir stehen weiterhin eng in Kontakt. Ich dankbar für diesen wunderbaren Menschen.

Freundliche Grüße,

Alexandra

Hallo Alexandra,
das ist gut, kein Leistungsdruck ist immer gut....
Ich hab übrigens nicht behauptet, du wärest nicht erwachsen, schließlich bist du 23, mir ging es darum, dass du den Umgang mit dem Erwachsensein offenbar noch lernen musst.

ich bin sicher, ihr werdet klarkommen - so oder so.

Freundliche Grüße,
Christoph

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