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Goldener Käfig??

18. Mai 2009 um 17:16

Hallo! Seit 11 Jahren leb ich mit meinem LG und unserer Tochter (9) im Eigenheim. Seit 9 Jahren (nach dem Hausbau) will er plötzlich nicht mehr heiraten und keine weiteren Kinder mehr. MIt den Jahren wurde es immer weniger: Wir gehen nicht aus, jeder geht zu seines eigenen Freunden Geburtstage, jeder unternimmt getrennt mit dem Kind etwas, er hat keinen eigenen Familienkontakt mehr, geht auch nicht mit zu meiner Familie, kein Silvester, kein Urlaub. Keinerlei Familienleben, außer: gemeinsam Essen, gemeinsam Schlafen gehen. Fernsehen guckt jeder für sich (3 Fernseher..), seit 2 Wochen sprechen wir kein Wort mehr, da ansonsten nur Streit hochkommt. Ich bin gefrustet, das Kind merkt das und leidet mit in dieser sprachlosen Sphäre. Wir wohnen in einem tollen Haus, tolle Siedlung, viele Kinder-Freundschaften, beide berufstätig, keine Geldsorgen, alles äußerlich perfekt. Soll ich das Kind hier rausziehen, nur weil die Beziehung mit dem LG zu Ende ist? Steht meine Beziehung vor der Beziehung Kind/Vater? Was nehm ich ihr bzw. was geb ich ihr, wenn wir hier weg wären? Davon abgesehen, dass Krieg folgt, wenn ich raus will. Geht ja nicht so von 1 Tag auf den anderen. Das wird hässlich und dann noch das Haus regeln.......reden kann man mit ihm nicht, geschweige sich mit ihm einigen. Mein Geld krieg ich sowieso nicht wieder , dann lieber doch bleiben und ertragen?Ich hab den ganzen Tag einen Kloß im Hals und könnte jederzeit losheulen, aber wg. Kind reisst man sich immer zusammen. Immer zusammen reissen, runterschlucken, keine Miene verziehen, ich werd schon ganz mechanisch, weiß gar nicht mehr wie das geht, auf andere zu zu gehen. Auf der Arbeit kann ich abschalten, da ist es schön. Komm ich nach Hause, ,sofort schlechte Stimmung, diese Spannung, fürchterlich........da kann ich mich auch nach 10 Jahren nicht dran gewöhnen. Mit den Jahren hab ich den ganzen Frust schon in mich reingefressen, werd immer fetter, muß mir von ihm dann immer mehr Beleidigungen anhören....manchmal könnte ich........wenn das Kind nicht wäre, hätte ich keinen Bock mehr. Kann sich einer hier reinversetzen? Die meisten werden sagen: Hau ab. Als wenn das so einfach ist, aber ist hier einer, der ähnliches erlebt / hat?

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1. Juni 2009 um 19:09

Nochmal: Tröstend
Hallo Maus! Schön, dass zumindest einer nachfühlen kann, wie es mir geht.........das gute ist ja, dass auf meiner Arbeit alles super ist.......gerne würde ich mich weiterbilden, mehr erreichen...aber er lehnt jegliche Unterstützung (Haushalt, Kind) ab. Er ist Zimmermann und hat das Haus mit eigenen Händen selbst gebaut, ihn auszuzahlen könnte ich wohl, aber er wird es niemals "hergeben". Also hab ich den ganzen Scheißberg vor mir...da kommt man schnell ins grübeln, ob es wirklich besser wird. Leider betrügt er mich nicht.........dann hätte ich einen Grund. Er hockt immer zuhause, macht gerade mal eine Radtour mit,meidet Menschen, selbst beim Besuch im Café ist er angespannt. Ich kann doch nix dafür, dass er nicht mit anderen kann, evtl. in der Kindheit Scheiße erlebt hat und daher so geworden ist. Ich bin doch kein Psychotherapeut......Dass ich zu fett bin, höre ich auch. Geküsst haben wir uns bestimmt 10 Jahre nicht mehr, Sex ist selten und wenn, ohne Liebe. Sind wir in der Öffentlichkeit, ist er unfreundlich und beleidigend. Sind wir zuhause, meiden wir uns. Aber ich weiß, materiell wird es mir nie wieder so gut gehen, das klingt bescheuert, ich weiß. Ich weiß es, aber mache nix; fühle mich so wie "memory" hier im Forum, gelesen? Ich hab Angst, bei der Wohnungssuche eine zuzusagen, ich schaue mir welche an und belasse es dabei....jeden Morgen wache ich auf und träume von einem anderen Leben. Dein Satz "Das Gefühl von Freiheit und Selbstachtung ist so...unbezahlbar." ja, das möchte ich wieder spüren, Freundschaften knüpfen, Freunde einladen, lustig + albern sein. Zu jeder Zeit könnte ich sofort losheulen, aber immer trag ich meine Maske, wer weiß, wo das noch hinführt. Soll ich einfach eine Wohnung mieten, heimlich renovieren und anfangen, auszuräumen? Einfach machen oder doch ihm vorher das sagen? Ich fühle mich beim ersteren so mies, bin halt zu anständig. Aber ich weiß, dass, wenn ich es ihm sage, er mir alle möglichen Steine in den Weg legen wird. Gestern war ich mal seit jahren wieder kurz auf einem Volksfest, ah, tat das gut, mal andere zu sehen und mit anderen zu reden. Er fehlt dabei gar nicht, im Gegenteil, wäre er da, wäre ich verklemmt und zurückhaltend und er würde uns wieder nach Hause treiben. Wenn ich das selbst hier lese, schüttel ich mit den Kopf, aber ich krieg den A.... nicht hoch. Ich hab einfach Angst, dass ich es später doch bereue. Meine Mutter sagt, er sei doch treu, fleißig, macht alles am Haus, ist nicht in der Kneipe, hat keine anderen Frauen, ich solle zufrieden sein. ZUFRIEDEN, ist das alles? Hat man nicht mehr zu erwarten vom Leben?Wie gerne würde ich Kurzreisen machen, tanzen gehen, abends im Biergarten sitzen, statt dessen sitzen wir Abend für Abend, Jahr für Jahr, vor getrennten Fernsehern, echt, wie in einer Satire. Will ich mit ihm reden, blockt er ab, geht aus dem Raum, nimmt mich nicht ernst. Alltäglich lässt er vor dem Kind mir gegenüber fiese Sätze ab, bei denen ich normalerweise reagieren würde, aber weil das Kind dabei ist, schlucke ich es runter und sage nix. Das Kind lernt so keine normale Beziehung kennen, scheiße ist das! Ich weiß, es wäre besser, wegzuziehen. Aber in unsere Stadt sind Mietwohnung rar gesät, da kann mal schneller kaufen als mieten. Kaufen will ich aber (vorerst) nicht. Und dann will ich ja auch keine Übergangslösung, sondern ein neues Zuhause finden. Meine paar Freunde können das auch nicht mehr hören, fragen wohl immer nach, wie es z.Zt. geht, aber ich sage immer, alles sei ok. Jedenfalls hat mich deine Antwort sehr gut getan und du hast mir aus der Seele geschrieben! Toll, dass du mich ermunterst und verstehst. Manchmal frag ich mich, ob meine Gründe wirklich Grund genug sind, weg zu gehen. Trennt man sich, weil einer unzufrieden ist? Bin ich evtl. kindisch und will immer haben, was ich nicht habe? So argumentiert er jedenfalls er meine Gedanken; ich solle mal zum Pychologen gehen. Will ich ihn mal eifersüchtig machen, lacht er nur und schaut mich so verachtend an, als würde er sagen: "Du glaubst ja wohl selbst nicht, dass ich einer haben will." Dann lieber froh sein, dass er mich behält? Ich bin schon so bescheuert im Kopf, tut mir leid, aber es ist, als hätte ich zwei Menschen in mir. Ich will einfach nicht mehr.

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2. Juni 2009 um 12:20

Liebe Superlucy...
willkommen im Club!

zu mir:

* 39 Jahre alt
* seit 10 Jahren verheiratet
* 1 Sohn, 8 Jahre
* gemietetes Haus, in schöner Gegend, viele nette Leute und KINDER für unseren Sohn
* 2 Fernseher, die wir jeder für sich allein benutzen - jeden Tag
* Gespräche nur abends beim gemeinsamen Essen
* niemals Sex, niemals küssen (will ich auch nicht mehr)
* blöde, verletzende Sprüche seinerseits
* er ist nur am arbeiten
* nie Urlaub, nie gemeinsame Ausflüge, keine gemeinsamen Erlebnisse
* ich zu fett, Frust hoch 3, nein 4

Na was sagst Du? Kommt Dir das bekannt vor?

Später mehr, bin grad in der Arbeit....

K.

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2. Juni 2009 um 12:21

Danke suessemaus36
Deine Worte haben mir auch sehr geholfen. Ich bin in einer ähnlichen Situation. Alles nach Außen hin schön und zuhause ist entweder Schweigen oder Streit angesagt.
Du hast mir Mut gemacht gerade jetzt wo ich auch vor der Entscheidung stehe- Ehe oder persöliches Glück!

DANKE

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30. November 2009 um 20:27
In Antwort auf puppe65

Danke suessemaus36
Deine Worte haben mir auch sehr geholfen. Ich bin in einer ähnlichen Situation. Alles nach Außen hin schön und zuhause ist entweder Schweigen oder Streit angesagt.
Du hast mir Mut gemacht gerade jetzt wo ich auch vor der Entscheidung stehe- Ehe oder persöliches Glück!

DANKE

Hallo Puppe! Hast du dich entschieden?
Seit langen bin ich mal wieder hier im Forum und lese deine Nachricht. Ich bin immer noch hier festgewachsen....hast du es geschafft? Mich würde interesieren, wie du das gemeistert hast und wie er reagiert hat. LG, superlucy

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30. November 2009 um 20:32

Hey Mausi !
Ich bin schon lange nicht mehr hier gewesen......sorry. Leider bin ich immer noch in der alten Situation, habe aber mittlerweile eine Fortbildung angefangen (das noch zusätzlich auf die Schultern, aber wenn nicht jetzt, wann dann?). Ich fühle mich immer stärker und unabhängiger, den letzten Schritt traue ich mich trotzdem nicht ! Warum nur nicht? Früher hab ich schneller Schluß gemacht und bin gegangen......."nur" weil jetzt ein Kind da ist? Ich verstehe mich selbst nicht. Ich habe soviel Angst vor der Zeit "angefangen mit Kartons packen bis endlich keinen Kontakt mehr". Wenn erst mal alles geschafft ist, werde ich mich frei wie ein Vogel fühlen und denken "man, wieso biste nicht eher abgehauen", aber dieser Berg vor mir, der lässt mich ganz klein werden . Deine Nachricht war ganz lieb und ich wollte mich noch mal bei dir dafür bedanken , alles Liebe, superlucy

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2. Dezember 2009 um 13:38

Ich leider auch
Hallo,
ja - leider kenne ich das alles, was hier und in einigen Beträgen dazu, gesagt wurde, auch nur zu gut. Bin seit 18 Jahren verheiratet, seit 23 mit dem Mann zusammen-unser Sohn ist 21 und lebt fast sein eigenes Leben. Haben vor Jahren 1 Haus gekauft und viel um- und ausgebaut - nach außen hin immer das perfekte Paar. Und zu Hause Lieblosigkeit und Schweigen! NAchdem ich mich vor einigen Jahren auch beruflich "freigestrammpelt" habe und ganz gut vorankomme, hab ich die Sachen, die mir nicht gefallen auch immer mal angesprochen.. Reaktion = Schweigen! Bloß nicht über Probleme reden. Wenn man nicht darüber redet, verschwinden die schon von selber? Irrtum! Die werden größer und größer. Und immer diese geheuchelte Heile-Welt-Vorzeige-Lüge aufrechterhalten. Ich hab mich auch in der Arbeit in den letzten 1-2 Jahren am wohlsten gefühlt - wollte abends gar nicht nach Hause - hab noch hier und da was erledigt, nur um nicht so früh daheim zu sein. Es ist ja nicht schlecht daheim - alles da - keine materiellen Sorgen - aber eben keine Liebe. In den ganzen Jahren hab ich das Wort Liebe von meinen Mann nicht ein einziges mal gehört. Na und wie das eben so ist..die Unzufreidenheit wächst - da täuschen auch irgendwann keine finanziellen oder materiellen Dinge mehr drüber hinweg, wenn die Seele krankt - und dann habe ich eben die Frage gestellt, was das alles noch für einen Sinn macht? Reaktion Schweigen = 4 Wochen lang nur das allernötigste geredet bis Sonntag. Statt auch mal an einer Lösung der Probleme zu arbeiten, hat er mir kurz und knapp erklärt, dass es wohl besser wäre, jeder zieht in eine eigene Wohnung und das Haus wird vermietet?? Punkt aus - ohne weitere Worte - er ist dann einfach abgehauen, bevor ich nur irgendwas dazu sagen konnte. Am Montag hat er mir dann eine ausgearbeitete Excell-Tabelle vorgelegt mit den Zahlen, wer was zum leben bekommt und wie wir unseren Sohn zu unterstützen haben?? Auf meine Frage hin, wie er sich das vorstelle - weiter gemeinsames Kto. etc, meinte er, dass wäre das sinnvollste. Da bin ich aber nicht der Meinung. Gut, wenn das sein Wunsch ist, das man sich trennt, dann bitte. Ich weiß auch gar nicht, ob ich ihn überhaupt noch will - liebe? Er ist so feige. Statt zu kämpfen, rennt er weg. Aber auf keinen Fall lass ich mich übern Tisch ziehen, was eine Trennung und evtl. Unterhaltsanspüche angeht. Kennt sich jemand damit aus? Was kostet eine Vorabinfo beim Anwalt?

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