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Gleichberechtigung, Emanzipation... finde mich im Bild der "modernen Frfau" nicht wieder...

20. September 2010 um 11:23 Letzte Antwort: 21. September 2010 um 17:44

Hallo Leute,

mich würde interessieren, wem es ähnlich geht wie mir und wer meine Einstellung hinsichtlich der Emazipaiton teilt.

Bevor hier gleich die Empörungswellen über mir zusammenschlagen: Ich gönne jeder Frau ein emanzipiertes und gleichberechtigtes Leben, die Tatsache, dass ich selber daran kein Interesse habe, will ich ganz sicher keiner anderen aufzwingen...

So, nach den ganzen Vorreden nun mal zum eigentlichen Anliegen: Ich bin eine junge Mutter, Ehefrau und Hausfrau, die mit ihrer Rolle absolut glücklich ist. Mich reizt Emanzipation nicht, vielmehr brauche ich einen Mann, der die Führung innehat und die klassische Rolle des Familienoberhauptes wahrnimmt. Dass so eine Ansicht für viele nicht mehr so ganz aktuell sein wird, ist mir bewusst. In meinem Umfeld habe ich da sehr unterschiedliche Reaktionen sowohl von Männern wie Frauen erfahren. Reichte von totraler Empörung bis zum neutralen "wenn du es so magst..." Zustimmung erhielt ich (erwartetermaßen) wenig.

Daher meine Frage: Gibt es hier Frauen (oder auch Männer), die für sich selbst ein eher traditionelles Frauenbild als das eigene gefunden haben? Würde mich über Kontakt sehr freuen.

Gruß, Nele

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20. September 2010 um 11:32

Meinst du nicht, du unterschätzt die Emanzipation?
Schließlich geht es dabei nicht darum, die soziale Rolle der Hausfrau&Mutter abzuschaffen und durch karrierefixierte Singlefrauen zu ersetzen.

Vor gar nicht allzu langer Zeit nämlich durfte eine Frau z.B. nur ein Konto bei einer Bank eröffnen, wenn ihr Mann dem schriftlich zustimmte.
Oder, noch krasser, bis 1977 musste der Mann den Arbeitsvertrag der Frau mit unterschreiben, wenn sie einer Arbeit nachgehen wollte. Das heißt, Frauen durften ohne Erlaubnis des Mannes nicht arbeiten gehen!

Ich kann den Ansatz deiner Ansicht durchaus verstehen- jedoch gibt es einige positive Errungenschaften der Frauenbewegung, dir auch dir ein freieres Leben ermöglichen als es noch vor 40 Jahren der Fall gewesen wäre.

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20. September 2010 um 11:50
In Antwort auf agneta_12844211

Meinst du nicht, du unterschätzt die Emanzipation?
Schließlich geht es dabei nicht darum, die soziale Rolle der Hausfrau&Mutter abzuschaffen und durch karrierefixierte Singlefrauen zu ersetzen.

Vor gar nicht allzu langer Zeit nämlich durfte eine Frau z.B. nur ein Konto bei einer Bank eröffnen, wenn ihr Mann dem schriftlich zustimmte.
Oder, noch krasser, bis 1977 musste der Mann den Arbeitsvertrag der Frau mit unterschreiben, wenn sie einer Arbeit nachgehen wollte. Das heißt, Frauen durften ohne Erlaubnis des Mannes nicht arbeiten gehen!

Ich kann den Ansatz deiner Ansicht durchaus verstehen- jedoch gibt es einige positive Errungenschaften der Frauenbewegung, dir auch dir ein freieres Leben ermöglichen als es noch vor 40 Jahren der Fall gewesen wäre.

Emanzipation ist wichtig, nur nicht für mich
Ich stimme die voll und ganz zu, dass die Emanzipation für die Mehrzahl der Frauen, die ihre Freiheit wollen, viel erreicht hat und man nicht für alle Frauen das Rad zurückdrehen sollte. Eine Frau, die Freiheit will, sollte sich diese auch nehmen können.

Mich persönlich reizt diese Freiheit nicht. Ich habe keine Probleme damit, meinen Mann um etwas um Erlaubnis zu fragen, ob das nun eine Kontoeröffnung oder etwas anderes ist. Und ohne seine Zustimmung würde ich auch ganz sicher keinen Job annehmen.

Soll heißen: ICh will die Emanzipation ganz sicher nicht verdammen, sondern ich respektiere, dass sie für die Mehrzahl der Frauen eine Verbesserung ihrer Lebensumstände gebacht hat, für mich persönlich sind das aber Errungenschaften, die ich a) nicht in Anspruch nehme und die b) mit meinem eigenen Bild von mir als Frau sogar völlig inkompatibel sind. Wenn mein Mann mir zb. eine Kontoeröffnung verbieten würde, dann würde ich das Verbot auch akzeptieren.

Liebe Grüße,
Nele

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20. September 2010 um 11:57
In Antwort auf an0N_1287687199z

Emanzipation ist wichtig, nur nicht für mich
Ich stimme die voll und ganz zu, dass die Emanzipation für die Mehrzahl der Frauen, die ihre Freiheit wollen, viel erreicht hat und man nicht für alle Frauen das Rad zurückdrehen sollte. Eine Frau, die Freiheit will, sollte sich diese auch nehmen können.

Mich persönlich reizt diese Freiheit nicht. Ich habe keine Probleme damit, meinen Mann um etwas um Erlaubnis zu fragen, ob das nun eine Kontoeröffnung oder etwas anderes ist. Und ohne seine Zustimmung würde ich auch ganz sicher keinen Job annehmen.

Soll heißen: ICh will die Emanzipation ganz sicher nicht verdammen, sondern ich respektiere, dass sie für die Mehrzahl der Frauen eine Verbesserung ihrer Lebensumstände gebacht hat, für mich persönlich sind das aber Errungenschaften, die ich a) nicht in Anspruch nehme und die b) mit meinem eigenen Bild von mir als Frau sogar völlig inkompatibel sind. Wenn mein Mann mir zb. eine Kontoeröffnung verbieten würde, dann würde ich das Verbot auch akzeptieren.

Liebe Grüße,
Nele

Vielleicht ist es so bequemer für dich?
Wie du dir denken kannst, kann ich mir dir nicht anschließen wenn du sagst, dass du dir bestimmte Dinge wie Arbeit oder eigene Finanzen von deinem Mann verbieten lassen würdest.

Aber ich finde auch, dass ein "eigenständiges" Leben, in dem du dein eigenes Geld verdienst, selbst Entscheidungen triffst und dein Leben bestimmst, mehr Anstrengung und auch Mut erfordert, als sich in die Hände eines "Bestimmers" zu geben, der über dich entscheidet.

Schließlich gibst du den großteil der Verantwortung über dein Leben an deinen Mann ab, wenn er über Arbeit, Alltag, Geld rechtlich und zwischenmenschlich bestimmt.
Ich sehe da weder Eigenständigkeit noch Eigenverantwortung und finde es sehr schade, dass- völlig geschlechtsunabhängig- Menschen so leben (wollen).

Aber wenn es dich glücklich macht, nicht Herr deines Lebens zu sein, ist es schön, dass du anscheinend einen Mann gefunden hast, der gerne diese Rolle übernimmt und seine Frau in Abhängigkeit leben lässt.

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20. September 2010 um 12:00
In Antwort auf an0N_1287687199z

Emanzipation ist wichtig, nur nicht für mich
Ich stimme die voll und ganz zu, dass die Emanzipation für die Mehrzahl der Frauen, die ihre Freiheit wollen, viel erreicht hat und man nicht für alle Frauen das Rad zurückdrehen sollte. Eine Frau, die Freiheit will, sollte sich diese auch nehmen können.

Mich persönlich reizt diese Freiheit nicht. Ich habe keine Probleme damit, meinen Mann um etwas um Erlaubnis zu fragen, ob das nun eine Kontoeröffnung oder etwas anderes ist. Und ohne seine Zustimmung würde ich auch ganz sicher keinen Job annehmen.

Soll heißen: ICh will die Emanzipation ganz sicher nicht verdammen, sondern ich respektiere, dass sie für die Mehrzahl der Frauen eine Verbesserung ihrer Lebensumstände gebacht hat, für mich persönlich sind das aber Errungenschaften, die ich a) nicht in Anspruch nehme und die b) mit meinem eigenen Bild von mir als Frau sogar völlig inkompatibel sind. Wenn mein Mann mir zb. eine Kontoeröffnung verbieten würde, dann würde ich das Verbot auch akzeptieren.

Liebe Grüße,
Nele

Und das große erwachen kommt dann...
...wenn der mann weg ist...

das hat nichts mit freiheit zu tun, sondern mit verantwortung für sein eigenes leben...aber wenn ihr beiden euch da einig seid, dann ist es doch gut!

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20. September 2010 um 12:28

Ähm...
....emanzipation heisst doch nicht, dass man als frau nicht mehr mutter und hausfrau ist, sondern nur noch karriere macht..

was ich aber einfach bedenklich finde ist, dass man die ganze verantwortung in die hand des mannes legt...auch die für sich selbst.

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20. September 2010 um 14:32

Ja, ich verstehe das... auf meine Weies
Auch ich finde, dass das Frausein heute etwas schwierig ist, da irgendwie alle einem modernen, karrierebewussten (Männer)Bild entsprechen wollen. Ist nur die Frage, was man unter Frausein für sich versteht. Für mich ist Frausesin, insbesondere Ehefrau sein eben auch die Unterordnung unter meinen Mann, aber das muss wohl jede Frau für sich selber entscheiden.

Liebe Grüße,
Nele

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20. September 2010 um 14:46

Verantwortung
Nun, ich habe als Mutter und Hausfrau in meinem "zuständigkeitsbereich" durchaus meine Verantwortung. Mein Mann wäre nicht begeistert (und ich auch nicht), wenn ich ihn ständig fragen würde, wie ich den Haushalt zu führen habe oder was ich wann und wo einkaufe, wie unser Kind versorge etc. Vielmehr erwartet er, dass ich meine Arbeit als Hausfrau, Ehefrau und Mutter gut und verantwortungsbewusst mache..
Torztdem ist es für mich ganz natürlich, ihn bei weitreichenden Dingen um Erlaubnis oder Entscheidung zu fragen, insbesondere wenn es halt größere finanzielle Dinge sind.
Sich dem Ehemann unterzuordenen heißt ja auch nciht, dass er mich wie eine Marionette in jeder Lebenslage steuern muss.

Liebe Grüße, Nele

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20. September 2010 um 15:04

Arbeit
Nun, ich persönlich habe tatsächlich das Glück, dass mein Mann so viel verdient, dass ich nicht dazuverdienen muss, das heißt aber nicht, dass mir nicht bewusst wäre, dass das ein Luxus ist, den sich nur wenige Familien leisten können.

Hätte mein Mann ein geringeres Einkommen und würde er, wie in deinem Beispiel, sagen, Schatz, bewirb dich bei Schlecker als Kassiererin, dann würde ich dies auch tun. Mein fehlendes Interesse in Bezug auf Emanzipaiton ist nicht zwingend damit verbunden, dass ich ausschließlich Hausfaru sein muss. Aber ich gebe offen zu, dass ich nicht unglücklich darüber bin, dass er so entschieden hat, dass ich daheim bei Haushalt und Kind (und hoffentlich zukünftiger Geschwisterkinder) bleiben soll.

Liebe Grüße,
Nele

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20. September 2010 um 15:11

Reden
Wir reden viel miteinander, auch über finanzielle Dinge. Meinem Mann ist meine Meinung wichtig, auch wenn er wichtige Entscheidungen letztlich allein trifft. Bestes Beispiel ist unser Hausbau. Wir haben ein Haus gebaut, und es stand nie zur Debatte, dass er da die Entscheidungen trifft, aber totzdem haben wir lange und gemeinsam gesucht, wo wir bauen wollen, was für ein Haus wir wollen, schon allein weil es da Dinge zu berücksichtigen gibt, die den Alltag, Haushalt, Kinder betreffen, die mir eher bewusst waren als ihm. Trotzdem würde ich auch Entscheidungen, die mir nciht so sehr in den Kram passen, akzeptieren.

Liebe Grüße,
Nele

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20. September 2010 um 15:22

Frausein
Du fragst, warum ich nicht ich selbst sein wolle? Wenn ich nun versuchen würde, die große Emanze zu sein, dann wäre ich nicht ich selbst...
Das "Ich selbst"-sein ist etwas Subjektives, das jeder Mensch für sich definiert. Das gilt in gleicher weise für das Frausein. Deine Vorstellung von Frausein ist halt eine adnere als meine. Wo ist das das Problem? Mein Frausein ist es, das "kleine Ding" zu seni, dein Frausein ist anders, ist doch gut so....

Und zum Selbstbewusstsein: Ich bin mir meiner Selbst sehr wohl bewusst....

Liebe Grüße,
Nele

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20. September 2010 um 15:33

Verantwortung
Nun, das ist für mich eine Abwägungsfrage zwischen "Ehefrau sein", was für mich eben heißt, mich dem Willen meines Mannes unterzuordnen und "Mutter sein", was für mich bedeutet, das Beste fürs Kind zu tun und es vor Gefahren zu schützen, und in so einem Fall, wie du fragst, hat für mich das Muttersein klar den Vorrang.

Hinzu kommt für mich auch, dass ich von meinem Mann, der ja zuglauch auch Vater ist, erwarten kann, dass er seine Entscheidungsmacht verantwortungsvoll ausübt, zb. seine Kinder und seine Frau vor Gefahren zu schützen. Ist halt ein wenig wie auf einem Schiff. Die Besatzung hat dem Kapitän zu gehorchen, aber wenn der das Schiff auf nen Riff dirigiert, ists trotzdem die Pflicht des Steuermanns (oder eben der Ehefrau), den Befehl zu verweigern.

Liebe Grüße,
Nele

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21. September 2010 um 8:37

Nein sagen...
Nun, irgendwo gibt es immer ein NEIN, schließlich bin ich ein Mensch, keine Maschine. Wann ein Nein kommt, ist letztlich Frage des Einzelfalls. Ich gehorche meinem Mann, und das heißt für mcih auch, dass ich das nicht nur dann tue, wenn ich es lustig finde, sondern auch dann, wenn es mir weniger in den Kram passt, aber zwischen gehorsam und selbstzerstörerisch gibt es ja noch einen gwissen Abstand für ein NEIN.

Über deine aufgeführten Beispiele musste ich mir bislang keine Gedanken machen, weil das alles Dinge sind, die mein Mann nie von mir verlangen würde. Er würde mich nie zur Prostituierten machen, und hält im Regelfall auch nichts von Schönheits-OPs oder Abtreibung, aber ich will hier nicht auf diese Weise ausweichen, darum im Einzelnen:

Mich auf den Stich schicken lassen würde meinen Gehorsam ganz klar überfordern. ich würde mich weigern.

Bei Schönheits-OPs würde ich mich vermutlich dem Willen meines Mannes beugen, zumindest bis zu einer gewissen Grenze. Allerdings bin ich echt froh, dass er sowas eh nicht mag.

Die Frage mit der Abtreibung fällt mir echt schwer. Ich bin an sich eher gegen Abtreibung, mal abgesehen von medizinischen Gründen oder bei Schwangerschaft nach Vergewaltigung oder solchen Horrorsachen und mein Mann teilt glücklicherweise meine Auffassung. Aber wenn man unsere Meinung da mal völlig außer Acht lässt, was eigentlich gar nciht möglich ist, dann bliebe für mich eine Situation, bei der ich nicht weiß, wie ich damit umgehen sollte. Ich weiß, ist bisschen dünne Antwort, aber ich kann hier einfach nicht klar ja oder nein antworten.
Bei uns wird auch eher ein Schuh daraus, wenn man die Frage umdreht und fragt, wie viele Kinder man denn möchte. Mein Mann findet nämlich eine Großfamilie toll, ich muss mich mit dem Gedanken erst noch anfreunden.

Liebe Grüße,
Nele

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21. September 2010 um 17:34

Es ist!
Emanzipiert das Du deine Rolle gewählt hast.
Es ist dumm und fadenscheinig wenn andere darüber Urteilen.
Denn Emanzipation bedeutet, das wir als Frauen unsere Rolle wählen können.
Minderbezahlter Job wo mein Büronachbar männlich das selbe leistet.
Oder erfüllte Hausfrau und Mutter.
Ich bezweifle das jede Frau den täglichen Kampf genießt und gerne wissentlich aufs Burn out hin arbeitet.

Aber jedem das seine.
Ich emfpinde sehr viel respekt Dir gegenüber das Du diese Rolle lebst und angenommen hast.

Liebe grüße

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21. September 2010 um 17:44

Ach.............
bist du wieder da?
bischen langeweile? bist jetzt plötzlich 18.....hast drei kleine kinder etc....
jo, du hast zu hause soviel harmonie das du dich hier gerne mal ein bischen mit den leuten zanken möchtest....
viel spass

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