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Gleich und doch verschieden

13. Oktober 2005 um 19:55

Hallo...

Ich schlage mich seit einiger Zeit mit einem Gedanken herum und bin neugierig auf Eure Sicht der Dinge...
Ich bin seit einem Jahr mit meinem Schatz zusammen. Er ist ein wirklich toller Kerl und
wir haben eine sehr schöne Beziehung. Ich habe
ihn in einer Zeit kennengelernt, in der ich niemanden an mich heranlassen wollte, aber er
ist trotzdem dagewesen und ich bin froh, dass ich meine Ängste über Bord geworfen habe und jetzt mit ihm zusammen bin. Er bringt mir soviel Liebe entgegen, überrascht mich immer wieder, er ist aufmerksam und interessiert sich für alles und wir liegen geistig auf einer Wellenlänge. Ich kann ihm hundertprozentig vertrauen und fühle mich sehr "zu Hause" bei ihm.

Das hört sich jetzt alles wunderbar an. Wenn es da nicht einen Punkt gäbe,in dem wir uns sehr unterscheiden. Ich war schon immer sehr
wirbelig und ehrgeizig. Schon als Kind habe
ich das, was ich mir in den Kopf gesetzt habe
auch erreicht. Ich komme aus einer sehr glücklichen Familie, die mir sehr viele Werte
mitgegeben hat, die ich auch heute noch hochhalte. Dazu gehört auch die Einstellung,
dass wenn man etwas erreichen will, dafür auch etwas tun muss, da von nichts nichts kommt.
Bei uns zu Hause gab es nie Langeweile und Stillstand. Jeder in unserer Familie hat mindestens ein Hobby oder ein Ziel, welches er immer verfolgt, ob jetzt eine gute finanzielle Basis aufgebaut wurde oder Sprachen oder Sportarten gelernt wurden.

Das hat mich sehr geprägt, deswegen erwähne ich es gleich zu Anfang. Ich fühle mich auch
sehr wohl so. Mein Freund hingegen ist viel ruhiger als ich. Ein Satz, den ich oft von ihm höre ist: "das mache ich morgen". Er ist mittlerweile über 30 und hat sich noch nie grossartig Gedanken über seine Zukunft gemacht. Er ist manchmal fast ein bisschen weltfremd. Er wünscht sich Kinder mit mir, aber er ist nicht wirklich in der Lage sein eigenes Leben auf die Reihe zu kriegen. Er hat
z.b. "vergessen", seine Miete zu bezahlen über
Monate und bekam danach Riesenärger. Er hat auch sein Studium abgebrochen und einen völlig
anderen Beruf ergriffen. In diesem Beruf ist er sehr glücklich, deswegen kann ich das nachvollziehen und freu mich für ihn. Ich denke aber immer wieder, dass mir das nicht
passiert wäre... ich wusste schon als Kind was
ich später mal werden möchte, habe das Studium
in acht Semestern durchgezogen und verdiene
inzwischen doppelt so viel wie er obwohl ich sechs Jahre jünger bin. Ich versuche immer wieder zu verstehen, dass jeder Mensch eine andere Lebensvorstellung hat und nicht alle gleich sind. Aber es kostet mich sehr viel Kraft. Es gibt täglich Situationen, in denen ich ihm richtiggehend in den Hintern treten muss er hat z.b. Rückenprobleme, kriegt es
aber nicht gebacken, sich eine gute Matratze
zu kaufen. Dabei möchte ich ihn gar nicht dauernd antreiben, ich bin einfach gewohnt, dass die Menschen in meiner Umgebung sich selbst motivieren und fühl mich deshalb oft ziemlich mies, weil ich mir wie ein kleiner böser Feldwebel vorkomme. Andererseits denke
ich, dass sein Verhalten diesen Feldwebel erst
herauskommen lässt.

Ich hatte noch nie Zukunftssorgen, weil ich
immer wusste, dass ich mich auf mich verlassen
kann und das, was ich möchte, auch schaffe.
Aber seit er das Kinderthema und Heiraten immer öfter anspricht, habe ich Sorgen. Es ist
nicht so, dass ich ihn nicht liebe. Er ist wirklich ein wundervoller Mensch. Aber ich frage mich ernsthaft, wie ich mit ihm eine Familie haben soll. Ich habe schon versucht ihm klar zu machen, wieviel Verantwortung das ist und dass vorher eigentlich auch gewisse Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Da ich Angst habe, dass er sich "minderwertig" neben mir fühlt, habe ich das sehr vorsichtig ausgedrückt. Aber irgendwie hat er seine rosarote Brille auf und denkt dass das alles von selber geht. Klar, wenn man Eltern hat, die Mietschulden bezahlen...

Ich bin manchmal echt am Verzweifeln, ich komme mir vor wie ein Streber und muss mir dann immer vorhalten, dass ich einen sehr lieben Freund habe, der wahrscheinlich der beste Papa der Welt sein wird. Aber ich habe
Angst, dass alles an mir hängen bleibt...und
ich spüre in gewissen Momenten, dass ich auf ihn herabschaue und das schockt mich sehr und
ist eine Seite, die ich an mir vorher nicht kannte und ich möchte, dass diese Momente
nicht mehr entstehen...

Wisst ihr einen Rat? Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen? Ich würde mich sehr freuen...

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13. Oktober 2005 um 22:25

Vielleicht solltest Du deine
Geradlinigkeit nicht als Maß aller Dinge betrachten.
Er ist meiner Meinung nach genau der Konterpart den Du brauchst und mit Sicherheit der Ruhepol der Familie.
Wer nach unten herabschaut kann leicht stolpern.
LG Harti

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14. Oktober 2005 um 12:57
In Antwort auf cornel_12240864

Vielleicht solltest Du deine
Geradlinigkeit nicht als Maß aller Dinge betrachten.
Er ist meiner Meinung nach genau der Konterpart den Du brauchst und mit Sicherheit der Ruhepol der Familie.
Wer nach unten herabschaut kann leicht stolpern.
LG Harti

Richtig
Hallo Harti

Ja das ist richtig, es tut mir oft gut wenn er mich mit seiner ruhigen
Art wieder "runterholt". Ich hab ja auch schon geschildert, dass ich sehr froh bin, einen solchen Menschen als Freund zu haben.
Trotzdem und gerade deshalb ist es mir wichtig, dass ich über die Ängste, die ich habe, spreche. Ich
möchte nämlich auf keinen Fall "stolpern" wie Du es ausdrückst.
Aber irgendeine Lösung muss ich trotzdem finden, denn so belastet
es mich sehr und ich habe Angst dass es irgendwann auch unsere Beziehung belastet.

Liebe Grüsse
yayaho

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14. Oktober 2005 um 13:15
In Antwort auf loren_12956378

Richtig
Hallo Harti

Ja das ist richtig, es tut mir oft gut wenn er mich mit seiner ruhigen
Art wieder "runterholt". Ich hab ja auch schon geschildert, dass ich sehr froh bin, einen solchen Menschen als Freund zu haben.
Trotzdem und gerade deshalb ist es mir wichtig, dass ich über die Ängste, die ich habe, spreche. Ich
möchte nämlich auf keinen Fall "stolpern" wie Du es ausdrückst.
Aber irgendeine Lösung muss ich trotzdem finden, denn so belastet
es mich sehr und ich habe Angst dass es irgendwann auch unsere Beziehung belastet.

Liebe Grüsse
yayaho

Meiner Meinung nach
ist es wichtig das ihr euch aufeinander zubewegt soll heißen Du mußt runter und er rauf.
Es wird eure Beziehung mit Sicherheit auf Dauer belasten wenn ihr nicht beide zu Zugeständnisen bereit seid.
LG Harti

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14. Oktober 2005 um 13:19
In Antwort auf loren_12956378

Richtig
Hallo Harti

Ja das ist richtig, es tut mir oft gut wenn er mich mit seiner ruhigen
Art wieder "runterholt". Ich hab ja auch schon geschildert, dass ich sehr froh bin, einen solchen Menschen als Freund zu haben.
Trotzdem und gerade deshalb ist es mir wichtig, dass ich über die Ängste, die ich habe, spreche. Ich
möchte nämlich auf keinen Fall "stolpern" wie Du es ausdrückst.
Aber irgendeine Lösung muss ich trotzdem finden, denn so belastet
es mich sehr und ich habe Angst dass es irgendwann auch unsere Beziehung belastet.

Liebe Grüsse
yayaho

Hallo!
Hallo!

Rede mit Deinem Freund über Deine Ängste.
Ich kann Dich da - so glaube ich - recht gut verstehen.

Was Familie gründen betrifft: Solltest Du mit ihm eine Familie gründen wollen, kann er doch den Part des Hausmannes übernehmen und Du gehst arbeiten, bezahlst die Miete usw. usw.!

Hauptverdiener muss ja nicht der Mann sein, gelle!!!

Schönes WE!

Elli1967

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14. Oktober 2005 um 13:25
In Antwort auf cornel_12240864

Meiner Meinung nach
ist es wichtig das ihr euch aufeinander zubewegt soll heißen Du mußt runter und er rauf.
Es wird eure Beziehung mit Sicherheit auf Dauer belasten wenn ihr nicht beide zu Zugeständnisen bereit seid.
LG Harti

Schließe mich hartibaby an..
nur noch etwas, vielleicht, könnte er ja auch der Hausmann sein später, ich denke mal, heute mußes nicht mehr üblich sein, dass der Mann arbeiten geht und die frau das Kind/die Kinder aufzieht, evtl. kann er dies mit dieser Einstellung besser als du?
Du sagst ja selbst du verdienst das zweifache, is doch mal ne Überlegung wert oder....?

r

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14. Oktober 2005 um 13:33
In Antwort auf nicole_12263069

Hallo!
Hallo!

Rede mit Deinem Freund über Deine Ängste.
Ich kann Dich da - so glaube ich - recht gut verstehen.

Was Familie gründen betrifft: Solltest Du mit ihm eine Familie gründen wollen, kann er doch den Part des Hausmannes übernehmen und Du gehst arbeiten, bezahlst die Miete usw. usw.!

Hauptverdiener muss ja nicht der Mann sein, gelle!!!

Schönes WE!

Elli1967

Familie
Hallo Elli

Danke für Deine Antwort, es ist schön, ein bisschen verstanden zu werden. Ich habe natürlich auch schon überlegt, ob ich, wenn Kinder da wären, dann einfach arbeiten gehe und sich um die Kleinen kümmert. Er würde das bestimmt sehr gut machen, wenn ich ihn mit den Kindern unserer Freunde spielen sehe, dann bin ich jedesmal wie frisch verliebt, weil
er sich so gut auf sie einlassen kann. Von daher würde mir das keine Sorgen bereiten, den Part der Kindererziehung ihm zu überlassen.

Aber jetzt kommt natürlich das grosse "Aber". Ich liebe Kinder und ich will schon immer welche haben. Ich habe während dem Studium als Kinderskilehrerin gearbeitet und in meiner Schulzeit sehr oft Babysitterjobs angenommen. Ich freu mich schon sehr darauf, wenn ich mein eigenes
Kind grossziehen kann. Das ist mir sogar wichtiger als mein guter Job. Leider ist es ein Fulltime-Job in dem ich auf keinen Fall halbtags arbeiten kann und auch viel reisen muss. Ich müsste mich für einige Zeit für eins von beidem entscheiden.

Ich hab einfach Angst, dass ich mich selbst unglücklich mache, wenn ich z.b. nach der Geburt weiterarbeite und meine Familie ernähre und dann unbewusst einen Groll auf den Mann hege, der mir die "Mutterrolle" wegnimmt. Oder umgekehrt, dass ich daheim
bleibe und er arbeiten geht, aber das hinten und vorne nicht funktioniert. Es wär mir ja fast lieber und ich brauche auch keinen unnötigen Luxus aber ein bisschen mehr Stabilität.

Dir auch ein schönes WE!

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14. Oktober 2005 um 13:34

Du hast glück
son tollen partner zu haben. er ist aufmerksam, kann zuhören und scheint dich echt zu lieben. was willst du eigentlich? nur weil du so strebsam und ehrgeizig bist muss er es doch nicht auch sein. sei mal n bisschen toleranter. du bist schliesslich auch nicht perfekt. und wenn du so gut für dich selbst sorgen kannst, dann tu es doch. dafür braucht man niemand. aber fürs herz.

L.G.

lena

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14. Oktober 2005 um 13:49
In Antwort auf devi_12255377

Du hast glück
son tollen partner zu haben. er ist aufmerksam, kann zuhören und scheint dich echt zu lieben. was willst du eigentlich? nur weil du so strebsam und ehrgeizig bist muss er es doch nicht auch sein. sei mal n bisschen toleranter. du bist schliesslich auch nicht perfekt. und wenn du so gut für dich selbst sorgen kannst, dann tu es doch. dafür braucht man niemand. aber fürs herz.

L.G.

lena

Glück
Ja ich hab wirklich Glück mit ihm. Und gerade deshalb ist mir wichtig, dass ich, wenn ich merke, dass mich Sorgen plagen, diese auch
verarbeite, damit wir eine unbeschwerte Beziehung führen können.

Du sagst, dass wenn ich so gut für mich selbst sorgen kann, das auch tun soll. Das mache ich ja, ich für mich allein komme prima klar. So lange jeder von uns arbeitet und wir nicht verheiratet sind und geschweige denn Kinder haben ist das alles ja auch überhaupt
kein Thema. Er möchte aber bald eine Familie mit mir und da wird es dann eben schon aktuell. Wenn ich mit einem kleinen Kind daheim bin, dann kann ich eben nicht mehr allein für mich sorgen, da brauche ich jemand, auf den ich zählen kann.

Liebe Grüsse
yayaho

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14. Oktober 2005 um 14:26
In Antwort auf loren_12956378

Familie
Hallo Elli

Danke für Deine Antwort, es ist schön, ein bisschen verstanden zu werden. Ich habe natürlich auch schon überlegt, ob ich, wenn Kinder da wären, dann einfach arbeiten gehe und sich um die Kleinen kümmert. Er würde das bestimmt sehr gut machen, wenn ich ihn mit den Kindern unserer Freunde spielen sehe, dann bin ich jedesmal wie frisch verliebt, weil
er sich so gut auf sie einlassen kann. Von daher würde mir das keine Sorgen bereiten, den Part der Kindererziehung ihm zu überlassen.

Aber jetzt kommt natürlich das grosse "Aber". Ich liebe Kinder und ich will schon immer welche haben. Ich habe während dem Studium als Kinderskilehrerin gearbeitet und in meiner Schulzeit sehr oft Babysitterjobs angenommen. Ich freu mich schon sehr darauf, wenn ich mein eigenes
Kind grossziehen kann. Das ist mir sogar wichtiger als mein guter Job. Leider ist es ein Fulltime-Job in dem ich auf keinen Fall halbtags arbeiten kann und auch viel reisen muss. Ich müsste mich für einige Zeit für eins von beidem entscheiden.

Ich hab einfach Angst, dass ich mich selbst unglücklich mache, wenn ich z.b. nach der Geburt weiterarbeite und meine Familie ernähre und dann unbewusst einen Groll auf den Mann hege, der mir die "Mutterrolle" wegnimmt. Oder umgekehrt, dass ich daheim
bleibe und er arbeiten geht, aber das hinten und vorne nicht funktioniert. Es wär mir ja fast lieber und ich brauche auch keinen unnötigen Luxus aber ein bisschen mehr Stabilität.

Dir auch ein schönes WE!

Du hast einen wichtigen Faktor übersehen
denn meiner Meinung nach wächst der Mensch - auch ein Mann - mit seinen Aufgaben und Pflichten.
Da dein Freund Kinder offensichtlich sehr mag kann ich mir sehr gut vorstellen das Er, wenn Er das Geld verdienen muß, auf einmal alles tut um Euch eine angenehme Situation zu verschaffen.
LG Harti

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14. Oktober 2005 um 14:26
In Antwort auf loren_12956378

Glück
Ja ich hab wirklich Glück mit ihm. Und gerade deshalb ist mir wichtig, dass ich, wenn ich merke, dass mich Sorgen plagen, diese auch
verarbeite, damit wir eine unbeschwerte Beziehung führen können.

Du sagst, dass wenn ich so gut für mich selbst sorgen kann, das auch tun soll. Das mache ich ja, ich für mich allein komme prima klar. So lange jeder von uns arbeitet und wir nicht verheiratet sind und geschweige denn Kinder haben ist das alles ja auch überhaupt
kein Thema. Er möchte aber bald eine Familie mit mir und da wird es dann eben schon aktuell. Wenn ich mit einem kleinen Kind daheim bin, dann kann ich eben nicht mehr allein für mich sorgen, da brauche ich jemand, auf den ich zählen kann.

Liebe Grüsse
yayaho

Klar, verstehe ich
aber so wie du ihn beschreibst, ist er sicher verantwortungsvoll. vielleicht nicht so zielstrebig wie du, aber um dein wohl besorgt. und wenn es draufankommt,wird er sicher da sein.
L.G.
Lena

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14. Oktober 2005 um 14:30
In Antwort auf cornel_12240864

Du hast einen wichtigen Faktor übersehen
denn meiner Meinung nach wächst der Mensch - auch ein Mann - mit seinen Aufgaben und Pflichten.
Da dein Freund Kinder offensichtlich sehr mag kann ich mir sehr gut vorstellen das Er, wenn Er das Geld verdienen muß, auf einmal alles tut um Euch eine angenehme Situation zu verschaffen.
LG Harti


Das ist ein sehr schöner Satz. Da musste ich gerade richtig lächeln und das hat mir Mut
gemacht. Bisher hat er mein Vertrauen nie missbraucht, vielleicht sollte ich ihm einfach einen Vertrauensvorschuss für die Zukunft genen

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14. Oktober 2005 um 14:42

Bei mir ist es ähnlich...
wir studieren zwar beide noch, sind aber fast gleich weit mit dem Studium, obwohl ich auch sechs jahre jünger bin als er.
Er ist ebenso wie dein Freund der ruhige Part in unserer Beziehung und ich die strebsame, aktive.
Ich kann deine Position sehr gut verstehen! Es ist auch einfach so, dass man sich in einer Beziehung gegenseitig weiterbringen sollte. Wenn aber einer der beiden auf der Stelle tritt, bremst er den anderen, was nicht immer gut ist- auch wenn das nur psychisch passiert. Ich ertappte mich auch schon dabei, auf ihn herunterzusehen.
Das alltägliche ist schwierig: Aufgaben, die jeder zu erfüllen hat, Besorgungen etc. Er macht das zwar, aber immer irgendwie später oder zu spät.
ICh hab auch den Wunsch, eine Familie mit ihm zu gründen- irgendwann, und ich zweifle auch nicht daran, dass er ein liebender und süßer Papi sein könnte, doch habe ich eben auch meine Zweifel. Ich habe Angst, dass trotz seines guten Willens und seiner lieben Art, die Verpflichtungen auf mir lasten werden. Es ist ja schon schwierig genug für ihn, nicht alles "auf morgen" zu verschieben, was Kleinigkeiten angeht. Da fragt man sich eben auch, was denn bei den wirklich wichtigen Dingen passieren soll.
Mein Freund zum Beispiel, braucht eine brille zum Autofahren und seit drei Jahren kriegt er es nicht gebacken, sich eine zu besorgen. Solche Kleinigkeiten meine ich.
Ich verstehe deine Situation sehr gut.
Ich habe beschlossen, abzuwarten, wie es weiter laufen wird. Vielleicht solltest du wirklich mal offen mit ihm darüber reden. Ihm erklären, dass du dir eine Zukunft mit ihm wünschst, aber dass diese eine grundsolide BAsis von einem gewissen Ehrgeiz braucht.
Und eine gewisse "Testphase" halte ich auch nicht für schlecht. Eine Phase, in der er beweisen kann, dass er alles hinkriegt, was nötig ist, um gemeinsam zu leben.
Ansonsten wünsche ich dir viel Glück!

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14. Oktober 2005 um 14:47
In Antwort auf loren_12956378


Das ist ein sehr schöner Satz. Da musste ich gerade richtig lächeln und das hat mir Mut
gemacht. Bisher hat er mein Vertrauen nie missbraucht, vielleicht sollte ich ihm einfach einen Vertrauensvorschuss für die Zukunft genen

Weis Du
warum sollte Er sich im Moment großartig bemühen wo es doch im großen und ganzen perfekt ist ? Eure Beziehung ist ok , finanziell scheint es Euch auch gut zu gehen also läßt er es ruhig angehen. Eigentlich perfekt denn er läßt doch alles in Ruhe auf sich zukommen , was willst Du mehr ?
LG Harti

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14. Oktober 2005 um 14:52
In Antwort auf femke_11856711

Bei mir ist es ähnlich...
wir studieren zwar beide noch, sind aber fast gleich weit mit dem Studium, obwohl ich auch sechs jahre jünger bin als er.
Er ist ebenso wie dein Freund der ruhige Part in unserer Beziehung und ich die strebsame, aktive.
Ich kann deine Position sehr gut verstehen! Es ist auch einfach so, dass man sich in einer Beziehung gegenseitig weiterbringen sollte. Wenn aber einer der beiden auf der Stelle tritt, bremst er den anderen, was nicht immer gut ist- auch wenn das nur psychisch passiert. Ich ertappte mich auch schon dabei, auf ihn herunterzusehen.
Das alltägliche ist schwierig: Aufgaben, die jeder zu erfüllen hat, Besorgungen etc. Er macht das zwar, aber immer irgendwie später oder zu spät.
ICh hab auch den Wunsch, eine Familie mit ihm zu gründen- irgendwann, und ich zweifle auch nicht daran, dass er ein liebender und süßer Papi sein könnte, doch habe ich eben auch meine Zweifel. Ich habe Angst, dass trotz seines guten Willens und seiner lieben Art, die Verpflichtungen auf mir lasten werden. Es ist ja schon schwierig genug für ihn, nicht alles "auf morgen" zu verschieben, was Kleinigkeiten angeht. Da fragt man sich eben auch, was denn bei den wirklich wichtigen Dingen passieren soll.
Mein Freund zum Beispiel, braucht eine brille zum Autofahren und seit drei Jahren kriegt er es nicht gebacken, sich eine zu besorgen. Solche Kleinigkeiten meine ich.
Ich verstehe deine Situation sehr gut.
Ich habe beschlossen, abzuwarten, wie es weiter laufen wird. Vielleicht solltest du wirklich mal offen mit ihm darüber reden. Ihm erklären, dass du dir eine Zukunft mit ihm wünschst, aber dass diese eine grundsolide BAsis von einem gewissen Ehrgeiz braucht.
Und eine gewisse "Testphase" halte ich auch nicht für schlecht. Eine Phase, in der er beweisen kann, dass er alles hinkriegt, was nötig ist, um gemeinsam zu leben.
Ansonsten wünsche ich dir viel Glück!

*lol*
das KENN ich! Ich muss gerade wirklich lachen über die Geschichte mit der Brille. Ich könnte Dir tausend solcher Beispiele nennen.
Mein Freund findet keinen Kleiderschrank, der ihm gefällt. Und einen, der ihm nur halbwegs gefällt, den will er nicht kaufen. Das kann ich ja zu 100% verstehen. Seine Lösung ist jetzt, zwei Häufen auf dem Schlafzimmerfussboden zu haben: einen mit sauberer Wäsche und einen mit dreckiger. Mal ist der eine höher mal der andere. Auf meine Frage, warum er sich für die Zeit bis er einen schönen Schrank gefunden hat, nicht z.b. eine rollbare Kleiderstange kauft, wo er alles aufhängen kann und die man immer wieder mal brauchen kann und die auch wenig kostet - schaute er mich mit grossen Augen an als hätte ich gerade einen
grossen wissenschaftlichen Coup gelandet.
Er hat jetzt eine Kleiderstange und keine Haufen mehr am Boden und findet es ganz toll.

Beim Schreiben musste ich gerade die ganze
Zeit lächeln. Irgendwie ist diese "Macke" ja auch ganz liebenswert. Und solange er nicht stur an so unpraktischen Sachen wie
zwei Wäschehaufen auf dem Boden festhält,
kann es ja auch Spass machen, dem anderen neue Ideen zu bringen.

Ich finde auch Deine Idee mit dem Reden gut, das machen wir auch. Und vielleicht sollten wir nicht alles soooo ernst sehen

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14. Oktober 2005 um 14:54
In Antwort auf cornel_12240864

Weis Du
warum sollte Er sich im Moment großartig bemühen wo es doch im großen und ganzen perfekt ist ? Eure Beziehung ist ok , finanziell scheint es Euch auch gut zu gehen also läßt er es ruhig angehen. Eigentlich perfekt denn er läßt doch alles in Ruhe auf sich zukommen , was willst Du mehr ?
LG Harti

Stimmt
Ich glaube so denkt er. Hat er ja auch recht im Prinzip. Vielleicht muss ich mir ein bisschen von der Denkweise abschauen. Und vielleicht schadet es ihm auch nicht, wenn er auch mal etwas längerfristig plant. Dann kann
es nämlich nie so ganz dicke kommen.

Ich red mal mit ihm darüber

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14. Oktober 2005 um 14:58
In Antwort auf femke_11856711

Bei mir ist es ähnlich...
wir studieren zwar beide noch, sind aber fast gleich weit mit dem Studium, obwohl ich auch sechs jahre jünger bin als er.
Er ist ebenso wie dein Freund der ruhige Part in unserer Beziehung und ich die strebsame, aktive.
Ich kann deine Position sehr gut verstehen! Es ist auch einfach so, dass man sich in einer Beziehung gegenseitig weiterbringen sollte. Wenn aber einer der beiden auf der Stelle tritt, bremst er den anderen, was nicht immer gut ist- auch wenn das nur psychisch passiert. Ich ertappte mich auch schon dabei, auf ihn herunterzusehen.
Das alltägliche ist schwierig: Aufgaben, die jeder zu erfüllen hat, Besorgungen etc. Er macht das zwar, aber immer irgendwie später oder zu spät.
ICh hab auch den Wunsch, eine Familie mit ihm zu gründen- irgendwann, und ich zweifle auch nicht daran, dass er ein liebender und süßer Papi sein könnte, doch habe ich eben auch meine Zweifel. Ich habe Angst, dass trotz seines guten Willens und seiner lieben Art, die Verpflichtungen auf mir lasten werden. Es ist ja schon schwierig genug für ihn, nicht alles "auf morgen" zu verschieben, was Kleinigkeiten angeht. Da fragt man sich eben auch, was denn bei den wirklich wichtigen Dingen passieren soll.
Mein Freund zum Beispiel, braucht eine brille zum Autofahren und seit drei Jahren kriegt er es nicht gebacken, sich eine zu besorgen. Solche Kleinigkeiten meine ich.
Ich verstehe deine Situation sehr gut.
Ich habe beschlossen, abzuwarten, wie es weiter laufen wird. Vielleicht solltest du wirklich mal offen mit ihm darüber reden. Ihm erklären, dass du dir eine Zukunft mit ihm wünschst, aber dass diese eine grundsolide BAsis von einem gewissen Ehrgeiz braucht.
Und eine gewisse "Testphase" halte ich auch nicht für schlecht. Eine Phase, in der er beweisen kann, dass er alles hinkriegt, was nötig ist, um gemeinsam zu leben.
Ansonsten wünsche ich dir viel Glück!

Hallo Wintertau
das mit der Brille finde ich echt lustig , so war ich früher auch. Es ist ihm nicht wichtig genug.
Ansonsten lies mal weiter unten.
LG Harti

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14. Oktober 2005 um 15:08
In Antwort auf loren_12956378

Stimmt
Ich glaube so denkt er. Hat er ja auch recht im Prinzip. Vielleicht muss ich mir ein bisschen von der Denkweise abschauen. Und vielleicht schadet es ihm auch nicht, wenn er auch mal etwas längerfristig plant. Dann kann
es nämlich nie so ganz dicke kommen.

Ich red mal mit ihm darüber

Weis Du
meine Liebste sagt auch manchesmal "Du wolltest doch dies und jenes erledigen". Es kommt zwar selten vor das ich etwas vergesse oder nicht tue (vor allem so unangenehme Dinge wie Finanzamt anrufen oder so) aber es kommt vor. Dann sage ich "Ups das habe ich vergessen" und erledige es.
Aber das gilt auch nur für Kleinigkeiten , bei anderen wichtigen Dingen bin ich für Sie und auch für ihre Mutter (obwohl meine Liebste zwei Brüder hat) immer der erste Ansprechpartner weil ich üblicherweise alles ganz konsequent durchziehe. Und weis Du was , ich war früher so ähnlich wie dein Freund so Thema "In der Ruhe liegt die Kraft"

Alles Gute. Harti

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