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Glaubt ihr an die eine, besondere Liebe, die mehr zählt, als das "Zusammenpassen"?

8. Januar 2018 um 14:44

Hallo!

Ich denke mir nun schon seit einem halben Jahr den Kopf wund. Und mache rasante Höhen und Tiefen durch bzw. mal komme ich auf dem einen, dann wieder auf dem anderen Standpunkt zum Stehen.

Ich war mit einem Mann zusammen, und es war mir sehr bald klar, dass es eine anstrengende Beziehung wird. Ich fühlte mich durchgehend zu ihm hingezogn aber unsere verschiedenen Ansichten, Charaktere und Prägungen haben es echt verdammt schwer gemacht. Dann kam es nach nur 6 Monaten für 8 Wochen zur Trennung, da ich einfach so unglücklich mit unseren Differenzen war. Das klingt jetzt wohl überheblich, aber insgesamt waren SEINE Probleme die tieferen Gründe, warum WIR Probleme hatten.

Während der gesamten Trennunngszeit, also von der ersten Minute an, hat er um mich gekämpft, sehr schnell kamen solche Aussagen wie: "ich werde an mir arbeiten, du hast mir gezeigt was wichtig ist, für dich schaffe ich das"...

Der zweite Anlauf verlief insgesamt etwas besser, man hat anfangs seinen guten Willen gemerkt und er wusste auch selbst genau, wann er wieder zu weit ging.
Jedoch habe ich auch die zweite Beziehung nach wiederum 6 Monaten beendet, da ich mit ihm insgesamt unglücklicher war also ohne Ihn.

Das ist nun ein halbes Jahr her... er hat genauso, bis jetzt noch, wieder um mich gekämpft.
Diesmal kamen Briefe, er geht in Therapie, er packt sein Leben von der optimistischen Seite an und macht einiges anders als zuvor.
Und nun sitze ich da. Mein Kopf schreit lauthals und in jeder Minute: Ein Mensch ändert sich in dem Alter (38) nicht mehr! Es hat sich beim ersten Mal kaum was geändert! Unsere Unterschiede und Probleme sind zu schwerwiegend und machen mich nur unglücklich!

Und ab und an, in den einsamen Minuten fehlt er mir... und ich frage mich ob ein 3. Versuch Zeitverschwendung wäre. Ob er das wichtigste vielleicht doch hinbiegen kann. Ob ich in Ihm einfach DEN Mann gefunden habe, auch wenn es verdammmt schwer ist.
Soviel mir mein Kopf einredet, dass es einfach nicht passt, soviel frage ich mich, warum er mir dann doch noch so fehlt und warum ich nicht klar entscheiden kann, ob es Liebe ist, für die man großen Einsatz und Arbeit zu geben bereit sein muss.

Wie habt ihr bei euren Langzeitpartnern gewusst, ob es Liebe war, die es wert ist, harte Zieten durchzumachen?
Oder glaubt ihr, so wie mein Kopf, dass diese Geschichte ihre Mühen nicht wert ist, und bald ein besser passender Partner kommt?

Ich hatte schon mehrere Beziehungen aber noch nie DIESE Anziehungskraft! Sonst wär ich ja nicht in dieser Situation und hätte ihn schon längst abgehakt...

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8. Januar 2018 um 15:29

Oh mann, ich kann dich so gut verstehen. In genau der gleichen Situation momentan. Mein Kopf sagt nein, mein Herz schreit ja. Ich kann an nichts mehr denken und hoffe es geht "bald" vorbei. Seit 2 Jahren leider. Es geht aber nicht. Gar nicht.Überhaupt nicht

Ich träume ständig von ihm. Das ist einfach nur grausam....

Ich weiss aber auch dass er mich durch sein verhalten runter zieht. Wie geht es dir denn wenn du mit ihm zusammen bist? Wie füllst du dich? Bist du dann glücklich?

Meiner hat sich auch immer angestrengt. Immer mehr und mehr gegeben, bis ich merkte er kann mir gar nicht das geben was ich will. Er kann es einfach nicht. Egal wie sehr er sich anstrengt.

Also habe ich mich entschieden ein Schlussstrich zu ziehen. Ich habe ihm geschrieben, dass ich ihn immer lieben werde. Ich will momentan auch keinen anderen Mann. Ich kann es mir nicht mal vorstellen dass jemand, seinen Platz einnehmen würde.... jemals. Dass jemand mein Herz jemals wieder so sehr berühren kann.

Aber dass ich es besser finde, wenn wir uns endlich mal trennen, weil ich es einfach nicht mehr kann. Das zieht mich zu sehr runter.

Ich bin mir sicher, dass ist die richtige Entscheidung. Nach 4 Jahren und mindestens 15 Versuchen. Vielleicht hilft dir das bisschen.

Ich fühl mich grad, wie lebendig begraben. Als würde die ganze Welt einen Grauschleier tragen. Das sind schon richtige Depressionen denke ich. Es ist so wie es ist. Muss man leider zugeben. Aber ich weiss auch ich geh nie wieder zurück. Also Augen zu und durch.

Diese Entscheidung gibt mir Kraft. Ich habe keinen anderen Ausweg mehr, als aus diesem Loch raus zu krabbeln. Also arbeite ich an Strategien.

Zum Beispiel steht in den nächsten Monaten ein Umzug an. Weit, weit weg Ich erhoffe mir dadurch dass ihn schneller vergessen kann. Wenn mich nichts mehr an ihn errinert. Danach (oder vielleicht auch schon vorher) werde ich meine Nummer ändern. So dass er mich auch gar nicht mehr erreichen kann.

Das wichtigste ist hier: Du muss selbst und für dich die Entscheidung treffen. Dabei kann dir niemand helfen. Wenn du denkst, dass du es nochmal versuchen willst, dann versuch es. denn es ist nichts schlimmer, als später die Entscheidung zu bereuen.Es gibt aber Menschen, die können sich einfach nicht ändern. Oder die Punkte die dich stören sind einfach nicht änderbar. Da wären die Informationen hilfreich. Was stört dich denn so sehr an ihn?

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8. Januar 2018 um 15:48

Ich bin auch der Meinung, dass es in einer guten Beziehung solche Differenzen nicht gibt - schon gar nicht am Anfang. Man sollte sich niemals einen Partner suchen, der sich erst ändern müsste, um den Anderen glücklich zu machen das funktioniert nicht.

Ich finde, dass Liebe alles überwinden kann - aber nur wenn die Probleme von außen kommen. Wenn der Wurm zwischen euch beiden steckt, dann geht es in die Hose, egal wieviel Liebe oder Anziehung da ist.

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8. Januar 2018 um 16:09

Du hast geschrieben, du warst MIT ihm unglücklicher als OHNE ihn... Das sagt für mich alles! Nein, da würde ich es kein drittes Mal versuchen!!! 

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8. Januar 2018 um 16:12
In Antwort auf likeluck

Hallo!

Ich denke mir nun schon seit einem halben Jahr den Kopf wund. Und mache rasante Höhen und Tiefen durch bzw. mal komme ich auf dem einen, dann wieder auf dem anderen Standpunkt zum Stehen.

Ich war mit einem Mann zusammen, und es war mir sehr bald klar, dass es eine anstrengende Beziehung wird. Ich fühlte mich durchgehend zu ihm hingezogn aber unsere verschiedenen Ansichten, Charaktere und Prägungen haben es echt verdammt schwer gemacht. Dann kam es nach nur 6 Monaten für 8 Wochen zur Trennung, da ich einfach so unglücklich mit unseren Differenzen war. Das klingt jetzt wohl überheblich, aber insgesamt waren SEINE Probleme die tieferen Gründe, warum WIR Probleme hatten.

Während der gesamten Trennunngszeit, also von der ersten Minute an, hat er um mich gekämpft, sehr schnell kamen solche Aussagen wie: "ich werde an mir arbeiten, du hast mir gezeigt was wichtig ist, für dich schaffe ich das"...

Der zweite Anlauf verlief insgesamt etwas besser, man hat anfangs seinen guten Willen gemerkt und er wusste auch selbst genau, wann er wieder zu weit ging.
Jedoch habe ich auch die zweite Beziehung nach wiederum 6 Monaten beendet, da ich mit ihm insgesamt unglücklicher war also ohne Ihn.

Das ist nun ein halbes Jahr her... er hat genauso, bis jetzt noch, wieder um mich gekämpft.
Diesmal kamen Briefe, er geht in Therapie, er packt sein Leben von der optimistischen Seite an und macht einiges anders als zuvor.
Und nun sitze ich da. Mein Kopf schreit lauthals und in jeder Minute: Ein Mensch ändert sich in dem Alter (38) nicht mehr! Es hat sich beim ersten Mal kaum was geändert! Unsere Unterschiede und Probleme sind zu schwerwiegend und machen mich nur unglücklich!

Und ab und an, in den einsamen Minuten fehlt er mir... und ich frage mich ob ein 3. Versuch Zeitverschwendung wäre. Ob er das wichtigste vielleicht doch hinbiegen kann. Ob ich in Ihm einfach DEN Mann gefunden habe, auch wenn es verdammmt schwer ist.
Soviel mir mein Kopf einredet, dass es einfach nicht passt, soviel frage ich mich, warum er mir dann doch noch so fehlt und warum ich nicht klar entscheiden kann, ob es Liebe ist, für die man großen Einsatz und Arbeit zu geben bereit sein muss.

Wie habt ihr bei euren Langzeitpartnern gewusst, ob es Liebe war, die es wert ist, harte Zieten durchzumachen?
Oder glaubt ihr, so wie mein Kopf, dass diese Geschichte ihre Mühen nicht wert ist, und bald ein besser passender Partner kommt?

Ich hatte schon mehrere Beziehungen aber noch nie DIESE Anziehungskraft! Sonst wär ich ja nicht in dieser Situation und hätte ihn schon längst abgehakt...
 

ich glaube bzw. eher bin mir sicher, dass "nicht zusammen passen" jede noch so starke und noch so besondere Liebe rückstandslos aufreibt.

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8. Januar 2018 um 16:18

auch eine Beziehung, die wirklich passt, ist phasenweise sehr anstrengend. Schon allein, weil jeder Mensch von Zeit zu Zeit ziemlich anstrengend ist.

Auch ein Mensch, mit dem man super zusammen passt hat Ecken und Kanten. Man selbst übrigens auch.
Vielleicht bist Du ja die letzten 20 Jahre am Stück ein reinblütiger Engel gewesen, hast nie etwas falsch gemacht, nie etwas schleifen lassen, warst immer zu 100% selbst reflektiert und anderen gegenüber 100% aufmerksam und wirst auch die nächsten 60 Jahre so sein - dann ok.
Ich gestehe öffentlich und freiwillig: ich nicht. Deswegen wird eine Beziehung mit mir schon auch ab und an mal anstrengend sein und gerade Selbstreflektion (und die braucht es nun einmal) ist irgendwo immer "Arbeit". Ist es keine, liegt das daran, dass man sie nicht macht.

Nein, so einfach ist es nicht.

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8. Januar 2018 um 19:16
In Antwort auf likeluck

Hallo!

Ich denke mir nun schon seit einem halben Jahr den Kopf wund. Und mache rasante Höhen und Tiefen durch bzw. mal komme ich auf dem einen, dann wieder auf dem anderen Standpunkt zum Stehen.

Ich war mit einem Mann zusammen, und es war mir sehr bald klar, dass es eine anstrengende Beziehung wird. Ich fühlte mich durchgehend zu ihm hingezogn aber unsere verschiedenen Ansichten, Charaktere und Prägungen haben es echt verdammt schwer gemacht. Dann kam es nach nur 6 Monaten für 8 Wochen zur Trennung, da ich einfach so unglücklich mit unseren Differenzen war. Das klingt jetzt wohl überheblich, aber insgesamt waren SEINE Probleme die tieferen Gründe, warum WIR Probleme hatten.

Während der gesamten Trennunngszeit, also von der ersten Minute an, hat er um mich gekämpft, sehr schnell kamen solche Aussagen wie: "ich werde an mir arbeiten, du hast mir gezeigt was wichtig ist, für dich schaffe ich das"...

Der zweite Anlauf verlief insgesamt etwas besser, man hat anfangs seinen guten Willen gemerkt und er wusste auch selbst genau, wann er wieder zu weit ging.
Jedoch habe ich auch die zweite Beziehung nach wiederum 6 Monaten beendet, da ich mit ihm insgesamt unglücklicher war also ohne Ihn.

Das ist nun ein halbes Jahr her... er hat genauso, bis jetzt noch, wieder um mich gekämpft.
Diesmal kamen Briefe, er geht in Therapie, er packt sein Leben von der optimistischen Seite an und macht einiges anders als zuvor.
Und nun sitze ich da. Mein Kopf schreit lauthals und in jeder Minute: Ein Mensch ändert sich in dem Alter (38) nicht mehr! Es hat sich beim ersten Mal kaum was geändert! Unsere Unterschiede und Probleme sind zu schwerwiegend und machen mich nur unglücklich!

Und ab und an, in den einsamen Minuten fehlt er mir... und ich frage mich ob ein 3. Versuch Zeitverschwendung wäre. Ob er das wichtigste vielleicht doch hinbiegen kann. Ob ich in Ihm einfach DEN Mann gefunden habe, auch wenn es verdammmt schwer ist.
Soviel mir mein Kopf einredet, dass es einfach nicht passt, soviel frage ich mich, warum er mir dann doch noch so fehlt und warum ich nicht klar entscheiden kann, ob es Liebe ist, für die man großen Einsatz und Arbeit zu geben bereit sein muss.

Wie habt ihr bei euren Langzeitpartnern gewusst, ob es Liebe war, die es wert ist, harte Zieten durchzumachen?
Oder glaubt ihr, so wie mein Kopf, dass diese Geschichte ihre Mühen nicht wert ist, und bald ein besser passender Partner kommt?

Ich hatte schon mehrere Beziehungen aber noch nie DIESE Anziehungskraft! Sonst wär ich ja nicht in dieser Situation und hätte ihn schon längst abgehakt...
 

hmmm..........Ich verlieb mich nun wirklich selten......bis fast gar nich. Und dann is es doch nach 7 Jahren wieder passiert. Und die Frau hatte ALLES!!! absolut Alles, was ich je wollte. Ich musste aber erkennen das sie noch mehr hatte........Engel und Teufel war diese Frau,zu gleichen Teilen. Gab Tage da dachte ich, wooooooowwwww, und die is mit mir zusammen. Aber auch Momente, wo ich sie am liebsten verdroschen hätte. Ihr praktisch völliges Fehlen von Empathie fand ich richtig erschreckend. Aber sie konnte super schauspielern das dus einfach glauben wolltest............will hier keine Romane schreiben. Der Punkt is, ich wünschte ich wär ihr niemals begegnet. Is jetzt gut 2 1/2 Jahre her und sie spukt immer noch in meinem Kopf rum. bräuchte das Blitzdings aus Men in black. Von daher, wenns dich seelisch auffrisst, lass es!!!

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9. Januar 2018 um 7:30
In Antwort auf likeluck

Hallo!

Ich denke mir nun schon seit einem halben Jahr den Kopf wund. Und mache rasante Höhen und Tiefen durch bzw. mal komme ich auf dem einen, dann wieder auf dem anderen Standpunkt zum Stehen.

Ich war mit einem Mann zusammen, und es war mir sehr bald klar, dass es eine anstrengende Beziehung wird. Ich fühlte mich durchgehend zu ihm hingezogn aber unsere verschiedenen Ansichten, Charaktere und Prägungen haben es echt verdammt schwer gemacht. Dann kam es nach nur 6 Monaten für 8 Wochen zur Trennung, da ich einfach so unglücklich mit unseren Differenzen war. Das klingt jetzt wohl überheblich, aber insgesamt waren SEINE Probleme die tieferen Gründe, warum WIR Probleme hatten.

Während der gesamten Trennunngszeit, also von der ersten Minute an, hat er um mich gekämpft, sehr schnell kamen solche Aussagen wie: "ich werde an mir arbeiten, du hast mir gezeigt was wichtig ist, für dich schaffe ich das"...

Der zweite Anlauf verlief insgesamt etwas besser, man hat anfangs seinen guten Willen gemerkt und er wusste auch selbst genau, wann er wieder zu weit ging.
Jedoch habe ich auch die zweite Beziehung nach wiederum 6 Monaten beendet, da ich mit ihm insgesamt unglücklicher war also ohne Ihn.

Das ist nun ein halbes Jahr her... er hat genauso, bis jetzt noch, wieder um mich gekämpft.
Diesmal kamen Briefe, er geht in Therapie, er packt sein Leben von der optimistischen Seite an und macht einiges anders als zuvor.
Und nun sitze ich da. Mein Kopf schreit lauthals und in jeder Minute: Ein Mensch ändert sich in dem Alter (38) nicht mehr! Es hat sich beim ersten Mal kaum was geändert! Unsere Unterschiede und Probleme sind zu schwerwiegend und machen mich nur unglücklich!

Und ab und an, in den einsamen Minuten fehlt er mir... und ich frage mich ob ein 3. Versuch Zeitverschwendung wäre. Ob er das wichtigste vielleicht doch hinbiegen kann. Ob ich in Ihm einfach DEN Mann gefunden habe, auch wenn es verdammmt schwer ist.
Soviel mir mein Kopf einredet, dass es einfach nicht passt, soviel frage ich mich, warum er mir dann doch noch so fehlt und warum ich nicht klar entscheiden kann, ob es Liebe ist, für die man großen Einsatz und Arbeit zu geben bereit sein muss.

Wie habt ihr bei euren Langzeitpartnern gewusst, ob es Liebe war, die es wert ist, harte Zieten durchzumachen?
Oder glaubt ihr, so wie mein Kopf, dass diese Geschichte ihre Mühen nicht wert ist, und bald ein besser passender Partner kommt?

Ich hatte schon mehrere Beziehungen aber noch nie DIESE Anziehungskraft! Sonst wär ich ja nicht in dieser Situation und hätte ihn schon längst abgehakt...
 

Gott, als ich die ersten Antworten hier gelesen habe, war ich echt ergriffen!
So viele Meinungen, aber jede einzelne hab ich mir ja auch schon mal durchdacht...

Zu aller Erst: Es hat sich vom ersten Moment an gezeigt, dass er einVertrauensproblem hat. Später fand ich heraus, dass dies wie so oft, aus seiner Kindheit herstammt. Aber da er auch als Erwachsener Vertrauensbrüche mitmachen musste, hat er zum Zeitpunkt unseres Kennenlernens schon überhaupt nicht mehr damit umgehen können.
Nun ja, da ich es nach und nach verstand, warum das so ist, konnte ich damit umgehen und es einigermaßen klein halten. Doch in Momenten, wo sichtbar wurde, dass er der ganzen Welt misstraut, war es für mich echt schwer, damit umzugehen.

Dann kommt hinzu, dass er erin echter Miesepeter sein kann. Und ich bin das absolute Gegenteil! Da denkt man, man selbst färbt vielleicht mit etwas Zeit und Müh ab, erklärt ihm immer wieder, dass es das Leben leichter macht, wenn man die schönen und auch kleinen Dinge genießt, statt sich über unwichtiges dauernd zu ärgern. Doch das hat mir das Leben zu schwer gemacht. Es hat soviel Energie gekostet, dass ich eben dadurch unglücklicher wurde als noch als Single.

Das sind die Hauptgründe, die es mir so schwer gemacht haben, dass ich nach einer Woche Trennung, in der es mir so gut ging wie lange nicht mehr, die Beziehung ganz beendet habe.

Und jetzt meine Sorge... ob er es mit der Therapie eben doch weitestgehend möglich gemacht hat, ein positiverer Mensch zu werden, dass wir auf eine schöne Zukunft hoffen könnten...
Er selbst hat das mehrmals beteuert, dass er sich sicher ist, endlich besser drauf zu sein, zu verstehen was im Leben zählt und dass er mich unbedingt wieder haben will, weil er ja durch mich diese wichtige Erkenntnis erst gewonnen hat.
Mein Kopf sagt eben einfach Nein, es würde trotzdem nicht klappen, und jetzt habe ich Angst, ihn abzuweisen, das alles vorüber ziehen zu lassen und irgendwann kommt der Moment, in dem ich es bereue, dass ich dieser Liebe keine Chance gab.

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9. Januar 2018 um 8:06
In Antwort auf likeluck

Gott, als ich die ersten Antworten hier gelesen habe, war ich echt ergriffen!
So viele Meinungen, aber jede einzelne hab ich mir ja auch schon mal durchdacht...

Zu aller Erst: Es hat sich vom ersten Moment an gezeigt, dass er einVertrauensproblem hat. Später fand ich heraus, dass dies wie so oft, aus seiner Kindheit herstammt. Aber da er auch als Erwachsener Vertrauensbrüche mitmachen musste, hat er zum Zeitpunkt unseres Kennenlernens schon überhaupt nicht mehr damit umgehen können.
Nun ja, da ich es nach und nach verstand, warum das so ist, konnte ich damit umgehen und es einigermaßen klein halten. Doch in Momenten, wo sichtbar wurde, dass er der ganzen Welt misstraut, war es für mich echt schwer, damit umzugehen.

Dann kommt hinzu, dass er erin echter Miesepeter sein kann. Und ich bin das absolute Gegenteil! Da denkt man, man selbst färbt vielleicht mit etwas Zeit und Müh ab, erklärt ihm immer wieder, dass es das Leben leichter macht, wenn man die schönen und auch kleinen Dinge genießt, statt sich über unwichtiges dauernd zu ärgern. Doch das hat mir das Leben zu schwer gemacht. Es hat soviel Energie gekostet, dass ich eben dadurch unglücklicher wurde als noch als Single.

Das sind die Hauptgründe, die es mir so schwer gemacht haben, dass ich nach einer Woche Trennung, in der es mir so gut ging wie lange nicht mehr, die Beziehung ganz beendet habe.

Und jetzt meine Sorge... ob er es mit der Therapie eben doch weitestgehend möglich gemacht hat, ein positiverer Mensch zu werden, dass wir auf eine schöne Zukunft hoffen könnten...
Er selbst hat das mehrmals beteuert, dass er sich sicher ist, endlich besser drauf zu sein, zu verstehen was im Leben zählt und dass er mich unbedingt wieder haben will, weil er ja durch mich diese wichtige Erkenntnis erst gewonnen hat.
Mein Kopf sagt eben einfach Nein, es würde trotzdem nicht klappen, und jetzt habe ich Angst, ihn abzuweisen, das alles vorüber ziehen zu lassen und irgendwann kommt der Moment, in dem ich es bereue, dass ich dieser Liebe keine Chance gab.

tja, eigentlich sollte das der Sinn und Zweck von solchen Therapien sein, dass man wieder lernt, glücklich zu sein, zu leben - aber in wie weit das funktioniert hat, kann man meist erst min. 1/2 Jahr später wirklich sagen, meiner Meinung nach.
Mit dem Hintergrund, den Du jetzt geschrieben hast, ist "für Dich schaffe ich das" aber schon eine etwas gewagte Aussage. ^^

Mit jemandem, der mir nicht vertraut, könnte ich auch keine Beziehung führen, um ehrlich zu sein, egal welchen Hintergrund das auch haben möge.

Zudem glaube ich auch nicht an so etwas wie "zweite Chance" und "dritte Chance" schon mal gar nicht. Fakt ist aber, wenn ihr es wirklich versuchen wollt, müsstet ihr BEIDE etwas ändern.

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9. Januar 2018 um 8:27

 Ein erwachsener Mensch ändert sich auch durch Therapie nicht wesentlich. 
Einen Menschen der zu dir passt und den du liebst brauchst du nicht zu ändern.
Da passen die Macken gut zu deinen Macken.
Bei „deinem“ Menschen wird das Leben einfacher, unkomplizierter, schöner ohne dass es dauernd Zoff gibt. Zoff bedeutet nicht gleich Spannung. Spannend bedeutet Spaß haben, gemeinsam tolle Dinge erleben, gemeinsam zukunft planen und nach und nach umsetzen. Mit dem anderen Familie planen, zusammenwachsen, einander vertrauen, nicht nur den sex sondern die gesamte Anwesenheit genießen...

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9. Januar 2018 um 10:27

Likeluke, für mich ist diese Liebe die du beschreibst, eher eine Sucht. Man ist abhängig von den Emotionen, dem Drama, dem Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Da ist da dieser eine Mensch, der all diese Emotionen auslöst, so intensiv, als wär man auf Droge. Und wie bei jeder Droge gilt, wenn man nicht selbst damit aufhören will, wird es nichts. Du bist süchtig, nach ihm und nach den Emotionen die er bei dir auslöst.
Wirkliche Liebe ist etwas anderes. Keine Sucht, kein Drama, viel mehr ein in sich ruhen, eindenk der Tatsache, man liebt und wird geliebt. Harmonie, Vertrauen und Respekt prägen diese Beziehungen, nicht emotionale Achterbahnfahrten, herzzerreißende Dramen und Tränen.
Das mag für den einen oder anderen, der das Drama sucht und braucht sogar langweilig klingen, ist es aber nicht. Es ist eine Beziehung und Liebe in der man auf Augenhöhe im Gleichklang seinen Weg geht.
Von dem her, stell dir folgende Fragen:
- bist du süchtig?
- wenn ja, willst du es weiterhin bleiben?
- hast du dir dein Leben so vorgestellt? Ist das wirklich das, was du willst?

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9. Januar 2018 um 10:45

Wenn ich mich beim Weggehen mit einem männlichen Bekannten unterhalten habe, den er noch nicht kannte, dann konnte ich ihm schon von weitem ansehen, dass er innerlich schon wieder am Rasen war. Alle Erklärungen, wer das war, woher ich ihn kannte etc. haben nicht zur Klärung seiner Wut beigetragen.
Haben wir uns an einem Tag nicht gesehen, hat er mich angerufen. Hab ich den Anruf versäumt weil ich beim Sport o.ä. war, dann war der nächste Anruf schon etwas bedrängender, wo ich war usw. Obwohl er wusste dass ich nach der Arbeit zum Sport gehe, konnte er sich nicht zügeln und hat immer genauestens hinterfragt und das eben in nicht mehr nur interessierter Tonart. Ich hatte vorher noch nie einen Partner, beim dem so offensichtlich das Vertrauen fehlte. Das war ziemlich bedrückend. Hier möchte ich aber sagen, dass sich das schon etwas gebessert hat, nachdem ich in Gesprächen erklärt habe, wie schlimm ich das finde und er mich so nur auf Abstand bringt.

Aber je mehr Antworten ich hier von Leserinnen bekomme, desto mehr wird mir meine Tendenz zu der Meinung klar, dass eine Beziehung ja wirklich nichts Belastendes sein soll. Ich habe ja in dem Jahr das wir zusammen verbracht haben das Verständnis, Fein- und Mitgefühl investiert, dass ich meiner Meinung nach zu geben fähig war, sonst hätte es mich ja nicht so zerworfen.
Dass eine Beziehung zu ihm je so locker luftig leicht, wie manche hier beschreiben, werden könnte, kann ich mir nicht vorstellen. Von dem her, habt ihr mir alle schon sehr geholfen! Ich muss das ganze wohl noch besser verarbeiten, aber die Grundstimmung von mir ist schon, dass ich eine Beziehung möchte, die von Grund auf besser harmoniert und nicht mit der andauerndnen, Energie- und Nervenfressenden Bestätigung des anderen einhergeht.

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9. Januar 2018 um 10:55
In Antwort auf hawedere

Likeluke, für mich ist diese Liebe die du beschreibst, eher eine Sucht. Man ist abhängig von den Emotionen, dem Drama, dem Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Da ist da dieser eine Mensch, der all diese Emotionen auslöst, so intensiv, als wär man auf Droge. Und wie bei jeder Droge gilt, wenn man nicht selbst damit aufhören will, wird es nichts. Du bist süchtig, nach ihm und nach den Emotionen die er bei dir auslöst.
Wirkliche Liebe ist etwas anderes. Keine Sucht, kein Drama, viel mehr ein in sich ruhen, eindenk der Tatsache, man liebt und wird geliebt. Harmonie, Vertrauen und Respekt prägen diese Beziehungen, nicht emotionale Achterbahnfahrten, herzzerreißende Dramen und Tränen.
Das mag für den einen oder anderen, der das Drama sucht und braucht sogar langweilig klingen, ist es aber nicht. Es ist eine Beziehung und Liebe in der man auf Augenhöhe im Gleichklang seinen Weg geht.
Von dem her, stell dir folgende Fragen:
- bist du süchtig?
- wenn ja, willst du es weiterhin bleiben?
- hast du dir dein Leben so vorgestellt? Ist das wirklich das, was du willst?

hawedere,
danke!

Du hast mir tatsächlich noch einen ganz anderen Blinkwinkel geboten!
Ich denke, dass davon sicher einiges auf mich zutrifft. Und da ich noch nie diese von dir beschriebene Liebe gehabt habe, hänge ich so an dieser Beziehung. Ich habe Angst, dass ich jemanden aufgebe, der für mich die große Liebe sein könnte, aber damit es zum HappyEnd kommt, noch viel Arbeit und Zeit braucht.
Doch wie ich mir eben selbst schon Tausendmal gesagt habe und hier auch wiederholt lese, die wirkliche Liebe sieht von Anfang an anders aus. Ich muss es mir nur solange vor Augen halten, bis diese letzte Beziehung endgültig verarbeitet ist, denn ein halbes Jahr ist ja doch nicht so lange.
Ich habe nur euch unabhängigen Leser und eure Meinungen gebraucht. Und diese haben mir echt geholfen! Danke

 

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10. Januar 2018 um 10:26

nachdem was du liest, hast du überlesen dass ich die beziehung vor einem halben jahr beendet habe

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