Home / Forum / Liebe & Beziehung / Gibt es Liebe wirklich?

Gibt es Liebe wirklich?

7. November 2010 um 1:52

Hallo liebes Forum,

zunächst einmal möchte ich mich, falls die Administratoren des Forums es sehen, für das Einrichten einer mobilen Internetpräsenz bedanken, welche auch die automatische Eingabefunktion meines Handys unterstützt. Allerdings könnten auch diese kleinen Smileys zur Verfassung einer Diskussion angeboten werden.

Nun aber zu meiner Frage an die lieben User:

Ich habe das Gefühl, dass wahre Liebe (ausgeschlossen Mutterliebe oder sonstige intrafamiliäre Beziehungsliebe) eigentlich gar nicht existiert. Vielleicht ist das nur eine romantisierte Version des Sexualtriebs, welche aber gar nicht existiert. Ist Liebe nur eine engere seelische Beziehung zu einer
Person, von der wir uns immer abhängiger machen? Würden sich viele Paare trennen, wenn ihnen Therapeuten neue Perspektiven im Zustand des Alleinseins eröffneten und sie so von der "Krankheit Liebe" befreiten, welche nur ein Gefängnis unserer sozialen Norm oder moralischen Vorstellungen ist? Halten Familien nur der Kinder wegen zusammen, um sie nicht zu traumatisieren?

Die Frage stellt sich mir aufgrund der Partnerwahl- Modalitäten der beiden Geschlechter: Männer besitzen physische Präferenzen, was die Wahl ihrer Geschlechtspartnerinnen betrifft. Sie suchen nach der optimalen Frau, um sich zu reproduzieren. Frauen suchen hingegen den Versorger für ihren Nachwuchs, welcher sich vor allem durch physische Vorteile und eine gute berufliche Situation auszeichnet. Hätte die Natur nun nicht vorgesehen, dass Männer und Frauen einander brauchen, um sich zu vermehren, würden wir dann noch Liebesbeziehungen eingehen?

Klar, der Mensch ist ein soziales Wesen, Aufmerksamkeit und Zuneigung erfahren wir bereits im Kindesalter und suchen dann später auch immer wieder danach. Daraus resultiert das Verlangen nach dem, was wir Liebe nennen. Aber muss es denn wirklich bis zur Beziehung kommen, mit all ihren Regelungen und Bedingungen, denen sie durch gesellschaftlich- ethischen Ansichten unterworfen ist oder reicht es da auch, wenn uns hin und wieder unverbindlich jene Aufmerksamkeit entgegenbringt, die wir für unser seelisches Wohlbefinden benötigen?

Gibt es nun Liebe oder handelt es sich dabei nur um eine eingebildete Begleiterscheinung unseres generischen Verhaltens? Was meint ihr dazu? Bin gespannt auf eure Antworten.

Mehr lesen

7. November 2010 um 2:23

Da ist was dran.
Jemand, der Zuneigung oder Aufmerksamkeit nur aus beruflichen Gründen offeriert, wird sicher nicht dieselbe Art der "Liebe" aufbringen können, die das Herz des Freiwilligen treibt.

Ich hatte gehofft, dass mir jemand das Gegenteil anschaulich und logisch einbleuen kann. Im Augenblick sehe ich alles so negativ. Danke.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. November 2010 um 23:31

Ja ja

Treffend formuliert.

Liebe ist eines der egoistischen Gefühle.

Ich halte es für trügerisch wenn man immer wieder mit der ach so selbstlosen Liebe einer Person zu einer weiteren konfrontiert wird.

Warum lieben wir denn? Was ist denn Liebe?

Ein Gefühl das die Anwesenheit einer bestimmten Person bei mir auslöst, wenn ich von dieser Person Zuwendung - in welcher Form auch immer- erhalte.

Und dann will ich diesen Zustand festhalten, weil es dieses Gefühl in mir auslöst. Also geht es doch in erster Linie um mein großes zu befriedigendes Ego. Welches diesen Zustand (wie bei einem Rausch, einer Sucht) aus purem Eigeninteresse möglichst lang aufrecht erhalten will.

Das alles verpacken wir dann unter dem schönen Begriff der Liebe, weil es einfach besser klingt als "es ist für mich als Individuum temporär psychisch und physisch vorteilhaft, die Aufmerksamkeit einer bestimmten Person zu genießen."

So einfach ist es aber doch. Fällt dieser individuelle Genuß bei einer der beiden Partner weg, wars das dann.

Oder man bleibt dann aufgrund anderer Prioritäten zusammen, bis man was "Besseres" findet, das einen persönliche Prioritäten dann wieder umstellen läßt...

So sieht es doch bei Millionen Menschen aus. Bei mir auch.
(Seltsamerweise macht man sich aber im Rauschzustand selbst darüber keine Gedanken, wie ein Abhängiger eben, erst wenn dieser Zustand gestört wird)

So gesehen ist Liebe wirklich eine Krankheit, vernebelt den Verstand...

Viele Grüße aus dem Norden










Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

8. November 2010 um 12:04
In Antwort auf glenn_12064366

Da ist was dran.
Jemand, der Zuneigung oder Aufmerksamkeit nur aus beruflichen Gründen offeriert, wird sicher nicht dieselbe Art der "Liebe" aufbringen können, die das Herz des Freiwilligen treibt.

Ich hatte gehofft, dass mir jemand das Gegenteil anschaulich und logisch einbleuen kann. Im Augenblick sehe ich alles so negativ. Danke.

Hmmm
Hmmm, wenn man seine 2.Hälfte trifft, gibt es keine Logik und auch kein Nachdenken. Dann möchte man einige Dinge einfach... und was bei anderen vielleicht sehr schwierig war oder ist, ist dann plötzlich sehr einfach. Da gibt es eigentlich nichts "einzubleuen" .
Manchmal sollte man die Dinge einfach geniessen und nicht zuviel nachdenken. Sonst ist es vielleicht vorbei, bevor es angefangen hat.

Viel Glück.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

8. November 2010 um 12:12


sowas können immer nur menschen verfassen, die nie wirklich geliebt haben...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Habt ihr in meinem Fall Tipps gegen Liebeskummer?
Von: lilja_12702854
neu
7. November 2010 um 23:46
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest