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Gibt es für uns eine Zukunft?

14. November 2014 um 23:17 Letzte Antwort: 16. November 2014 um 0:55

Ist es nur ein Härtetest der Liebe?
Ich bin so traurig! Nein ich habe keine schlimme Krankheit und habe auch keine Verluste erlitten, ich leide auch nicht an einer Depression, jedenfalls noch nicht.

Wir sind eine relativ junge Familie mit einem zuckersüßen 6-Monate alten Baby. Eine scheinbar perfekte Familie, eben nur nach außen hin, für die Nachbarn, Freunde und alle anderen. Ich bin so traurig dass ich an vielen Nächten stundenlang weinen muss, meine Augen sind dann ganz geschwollen davon, obwohl es eher untypisch für mich ist, und das schon seit einem halben Jahr.

Dabei hat alles so unbeschreiblich schön angefangen. Vor gut 4,5 Jahren habe ich meinen Lebensgefährten kennengelernt, die Liebe meines Lebens. Wir waren so glücklich miteinander, dass er nach 8 Monaten zu mir gezogen ist und wir übers Heiraten geredet haben. Wir haben uns bestens verstanden, dass in den ersten drei Jahren wir uns kein einziges Mal gestritten haben. Er war mein Ein und Alles, hat mich auch finanziell unterstützt, als ich studiert habe. Irgendwann im letzten Semester hat er gesagt dass er sich von mir Kinder wünscht, findet dass es von der Zeit her super passt und er kein alter Vater werden möchte. Ich muss sagen dass meine Pläne ein wenig anders waren, ich wollte nach dem Studium im Berufsleben durchstarten und noch so oft wie es geht verreisen und mehr von der Welt sehen, natürlich zusammen mit ihm. Was tut man nicht für die Liebe! Ich wurde geplant schwanger, und habe ein schönes und gesundes Baby auf die Welt gebracht, obwohl die Entbindung ein Höllenritt gewesen war, aber das ist eine andere Story. Nun seitdem bin ich zuhause, schmeiße den Haushalt und passe auf unsere kleine Maus auf. Das ist ein 24/7 Job ! Kennt jede Mutter! Mein Freund hat einen zeitlich begrenzten Auftrag in München angenommen. Er ist nur an den Wochenenden zuhause und muss zur Arbeit nach München fliegen. Seine Montage und Freitage sind besonders lang. Naja, jedenfalls seitdem haben wir kaum Sex, vielleicht 2 Mal im Monat, nicht besonders leidenschaftlich. Wir küssen uns nicht mehr, es steht nur ein Bussi von ihm auf der Tagesordnung. Also zusammengerechnet sind es ungefähr zwei pro Woche. Er ist recht temperamentvoll, reagiert oft gereizt auf bestimme Situationen bzw. Themen, und kann schnell unfair reagieren. D.h. Er kann sehr beleidigend mit seiner Wortwahl sein und das ist er, immer häufiger. Ich bin eher ruhig und nehme mir alles zu Herzen. Es kommt mir schon so vor, als würden wir uns öfter streiten als nicht streiten. Das spielt sich folgendermaßen ab: ihn nervt etwas -als Folge beleidigt er mich oder ist grob zu mir, ich fang an zu heulen, später entschuldigt er sich, meistens. Das ist schlimm, wenn man sich eh nur an den Wochenenden sieht und dann noch streitet, schlimm. Ich liebe ihn noch, sogar sehr. Ich glaube dass er mich auch noch liebt, obwohl er auch damit aufgehört hat, es mir zu sagen. Früher hat er mir das jeden Tag gesagt. Ich weiß dass er unsere kleine Maus wirklich ganz arg liebt. Ich finde unsere jetzige Situation sehr schwer zu ertragen. Ich habe das nur meiner Mutter erzählt und sie meint dass er sich von mir trennen wird. Ich habe Angst davor, weil ich ihn ja noch sehr liebe, obwohl er mir so häufig wehtut, psychisch. Er hat mir bis heute keinen richtigen Heiratsantrag gemacht. Seit der Geburt unseres Babys hat sich unsere Beziehung sehr verändert, leider negativ. Wir unternehmen nichts mehr miteinander, nur Spazierengehen mit der Kleinen, manchmal essen gehen, immer zu dritt. Wir sind kein Liebespaar mehr. Gemeinsame Stunden zu zweit funktionieren nur selten da er nur an den Wochenenden da ist.
Weshalb verhält er sich so aggressiv zu mir? Er war schon immer sehr impulsiv aber immer sehr zart zu mir, bis vor 6 Monaten. Das geht die ganze Zeit so.
Ich bin manchmal so verzweifelt, dass ich auch langsam an unserer Zukunft zweifle. Aber mir keine ohne ihn vorstellen kann.

Hat unsere kleine Familie eine Zukunft? ??
Ich weiß dass es nicht einfach ist zu urteilen. Vielleicht hat jemand Ähnliches erlebt.
Vielleicht kann mir jemand einen guten Ratschlag geben.

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15. November 2014 um 1:10

Danke
Danke für eine ehrliche Antwort

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16. November 2014 um 0:45

Yep. Es hat tatsächlich die ersten drei Jahre wie im Himmel alles funktioniert.
Ja, das ist es. Ein eckiger mix aus Stress, Zeitmangel ( eher Zeit - Abwesenheit) Routine und so. Ich habe mit ihm heute darüber geredet, er ist genauso erschöpft wie ich. Eigene Bedürfnisse habe ich schon längst auf Eis gelegt, er wahrscheinlich auch.
Ich kann ihm leider nicht helfen, damit es ihm besser geht. Ich muss funktionieren und deshalb erledige ich routiniert einen Haufen von Aufgaben jeden Tag. Ich gib mein bestes und versuche mich nicht zu beklagen. Das Problem müssen viele junge Mütter kennen.
Naja, solange er in München an diesem Projekt arbeitet wird sich nichts verändern können.
Wir müssen aber einen Ausweg aus diesem Dilemma nachher finden. Nur wie?
Ich habe schon viele Ratgeber gelesen, nur ist es alles nicht so einfach umzusetzen.

Grübel, Grübel

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16. November 2014 um 0:55

Sexy war gestern
Übrigens, ich habe ihm das mit dem Aussehen nach der Schwangerschaft und Geburt erwähnt. Ich meinte, dass wenn er mir wenigstens zwei Babysitter / Tagesmütter anheuern würde, könnte ich mich bemühen so auszusehen wie vor der Schwangerschaft, immer top gestylt, high heels und geschmackvoll angezogen. Solange ich kaum Hilfe habe und muss mich um alles kümmern, vor allem um meinen säugling , werde ich Kompromisse schließen müssen, und er dementsprechend auch!

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