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Gibt es eine harmonische Trennung?

15. Januar 2008 um 14:26

Ich lebe seit 17 Jahren mit meinem Mann zusammen, 12 Jahre verheiratet, 3 Kinder. Ich bin in dieser ehe schon lange nicht mehr glücklich, wir leben nur noch nebeneinander her, berühren uns überhaupt nicht mehr und reden nur das Nötigste. Auch wenn es ab und an mal anders ist, wir das Gespräch suchen, uns austauschen, glaube ich, dass ich nicht mehr genug Liebe für ihn habe, um mit ihm alt zu werden. Ich habe große Angst vor einer Trennung, was das Finanzielle angeht aber vor allem wegen der Kinder. Hat einer von Euch eine Trennung hinter sich, bei dem das Wohl der Kinder im Mittelpunkt stand, wo es kein Fetzen und Generve gab und wo die Kinder das irgendwie einigermaßen emotional verarbeiten konnten? Ich will nicht wegen der Kinder bei meinem Mann bleiben, aber wenn ich gehe, zerstöre ich vier Leben. Damit habe ich arg zu kämpfen.

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15. Januar 2008 um 18:22

Was hast du getan um deine Beziehung
zu beleben. Weißt du für das Gelingen einer Beziehung sind zwei Menschen zuständig. Und eine Beziehung läuft nicht von alleine, sowenig wie ein Auto ohne Benzin läuft. Du sagst es vollkommen richtig, wenn du die Beziehung verläßt sind einige Menschen unglücklich und egal wie gut ihr das hinbekommt mit vernünftig und was weiß ich, es ist immer nur eine Alternative, die dann in Erwägung zu ziehen ist, wenn alle anderen Versuche, die Beziehung zu retten gescheitert sind. Vielleicht gibt es da ja noch Gefühle, die einfach vergraben sind. Sucht euch Hilfe in Form von Paarberatung oder Paartherapie, aufgeben könnt ihr immer noch. Ihr habt Verantwortung für Kinder.
Zwei sehr gute Buchempfehlungen:
"Liebe dich selbst und freu dich auf die
nächste Krise." Internet: www.liebedichselbst.de oder das zweite Buch,"Ich lieb dich nicht, wenn du mich liebst." schau mal bei www.amazon.de
Ich wünsche dir alles Gute bei weiteren
Überlegungen.
Gruß Melike

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25. Juni 2011 um 16:30

Meine frage
ist, was du denn nun getan hast. Ich bin in einer sehr ähnlichen Situation und weiß nicht, was richtig und was falsch ist. Wir sind 20 Jahre verheiratet, davon war er 15 Jahre auf Montage. Aus dem Grund hat sicher unsere Ehe auch sehr gut funktioniert, weil wir uns "nur" am WE gesehen haben. Wir haben 2 Kinder (10 und 14) und ein Haus, dass noch gute 10 Jahre abgezahlt werden muss. Haben uns nicht viel zu sagen, nur sehr sehr selten Sex, es gibt keine Zärtlichkeiten mehr, keine netten Worte von seiner Seite, nur Vorwürfe: haste das nicht gemacht und warum is die Wäsche nicht fertig und hier siehts aus, was machste denn die ganze Woche überhaupt usw. - ich gehe täglich 8 Stunden arbeiten, dann sind da die Kinder, das Haus, das riesen Grundstück. Seit ca. 3 Jahren merke ich, wie mir die Luft ausgeht, ich "verblühe" sozusagen. Vielleicht auch ne Krise einer 40jährigen Frau, die denkt, dass es das nicht gewesen sein kann. Ich mag meinen Mann wie einen Bruder, ist er am WE zu Hause, ist es wie in einer sehr gut funktionierenden WG, wir hatten (bis vor ca. einem halben Jahr) auch Spaß, aber leider -- von meiner Seite her - keine "Gefühle". Seit ich weiss, dass er jetzt von zu hause aus arbeitet, hab ich die totale Panik bekommen. Ich kann mit ihm nicht alt werden, weil ich ihn nicht liebe. Vor dieser Situation standen wir vor 10 Jahren schon einmal, da habe ich mich für ihn entschieden, auch weil so viel dranhängt, aber ich kann nicht mehr so weitermachen, wenn ich mich in 10 Jahren sehe, stehen wir an dem gleichen Punkt. Für ihn ist es der absolte Tritt, weil er fand, dass es schon irgendwie ok war, wie es die letzten Jahre gelaufen ist. Will aber nicht auch mal eine Frau hören, dass sie gut aussieht und er gern mit ihr zusammen ist usw. - auch wenn der Mann überhaupt nicht der Typ für solche Worte ist???
Natürlich ist mir klar, dass ich die "Böse" bin jetzt, keiner versteht mich und ihn macht es total fertig, obwohl er immer der "harte Typ" war.

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29. Juni 2011 um 14:32

Was heißt hier, du zerstörst 4 Leben?
Und das meine ich ernst. Ich finde es wesentlich schlimmer, wenn Eltern zusammen bleiben "nur wegen der Kinder". Überleg Dir mal, was Du Deinen Kindern da vorlebst und was sie dadurch von Dir lernen. Wenn Du Dir sicher bist, dass Du mit Deinem Mann nicht mehr kannst und eine Therapie o.ä. nichts mehr bringt, dann trenn dich. Alles andere wäre unfair, auch ihm gegenüber. Denn damit nimmst du auch ihm die Chance auf eine glückliche und erfüllte Partnerschaft.

Ich selbst habe mich getrennt als mein Sohn fast 5 Jahre alt war. Wir bekommen das prima hin und er kümmert sich viel um unser Kind. Unser Verhältnis war ganz klar am Anfang etwas angespannt, aber mittlerweile kommen wir gut klar miteinander und feiern sogar gemeinsam unsere Geburtstage. Auch mit meinem neuen Partner versteht er sich gut, ebenso wie ich mit seiner neuen Partnerin.

Ich selbst war so ein Kind, wo die Mutter nur blieb "um das Elternhaus zu erhalten" und was soll ich sagen: Es war schrecklich. Ich hab mir als Kind oft gewünscht, meine Eltern würden sich trennen, damit ich das alles nicht mehr ertragen muss, diese Lieblosigkeit und Atmosphäre ohne gegenseitigen Respekt, die Streits. Das war furchtbar und das wünsche ich niemand.

Viel Glück, Pennywise

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1. Juli 2011 um 9:38

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ob diese Beiträge da noch hilfreich sind?

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