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Gibt es ein Recht auf die große Liebe?

25. Juni 2008 um 17:13

Man liest hier so viel über Beziehungsprobleme (meine eingeschlossen ), man hofft und erwartet, das irgendwann alles gut wird, man vielleicht seinen Mr. Right findet und wie im Märchen dem Happy End entgegenstrebt.

Gibt es ein Recht darauf? Haben wir unser Leben nur vollständig gelebt, wenn wir eine funktionierende Partnerschaft zustande gebracht haben? Die Liebe und die Suche danach nimmt in unserem Leben einen so großen Raum ein, dass es ganze Foren füllt .

Ich überlege, ob ich nicht einfach zu viel erwarte. Ob ich nicht vielleicht diejenige welche bin, für die es eben keine roten Rosen regnet, sondern wo das Leben härter wird statt schöner. Wo an der nächsten Ecke eben nicht der schöne Prinz (oder Pastor ) wartet, um mir die Nähe und Wärme zu schenken, die ich brauche.

Vielleicht sollte man ganz entspannt bleiben, denn was passiert, passiert eben. Und glücklicherweise kann man nicht alles voraussehen und darf sich - im Guten wie im Schlechten - noch überraschen lassen.

sommerlinde

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25. Juni 2008 um 17:28

Sozialisierung
Nein, es gibt kein Recht auf die große Liebe.

Obwohl ich die große Liebe auch anstrebe, muß ich zugeben, dass es auf dem Planeten Erde nur sehr wenige Lebewesen gibt, die monogam bis zu Ihrem Lebensende sind. Mir fällt da die Stockente und der Storch ein. Bei den Säugetieren fällt mir gar kein Lebewesen ein, der Mensch strebt aufgrund seiner Sozialisierung das sogenannte monogame Leben an. In früheren Zeiten haben sich die menschlichen Partner wieder getrennt, sobald die gemeinsamen Kinder selbständig der Gruppe folgen konnten (circa mit 4 bis 7 Jahren) Schau Dir die Trennungs- bzw. Scheidungsstatistiken an, so wirst Du feststellen, dass wir noch viel vom Jungsteinzeitmenschen haben. 1/3 der Ehen scheitern in den ersten 4 Jahren. Über 50 Prozent sind nach circa 7 Jahren geschieden. Circa alle 7 Jahre erneuern sich ein Großteil der menschlichen Zellen, vielfach ändert sich auch der Mensch innerhalb von 7 Jahren sehr stark.

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25. Juni 2008 um 20:23
In Antwort auf bart_12843497

Sozialisierung
Nein, es gibt kein Recht auf die große Liebe.

Obwohl ich die große Liebe auch anstrebe, muß ich zugeben, dass es auf dem Planeten Erde nur sehr wenige Lebewesen gibt, die monogam bis zu Ihrem Lebensende sind. Mir fällt da die Stockente und der Storch ein. Bei den Säugetieren fällt mir gar kein Lebewesen ein, der Mensch strebt aufgrund seiner Sozialisierung das sogenannte monogame Leben an. In früheren Zeiten haben sich die menschlichen Partner wieder getrennt, sobald die gemeinsamen Kinder selbständig der Gruppe folgen konnten (circa mit 4 bis 7 Jahren) Schau Dir die Trennungs- bzw. Scheidungsstatistiken an, so wirst Du feststellen, dass wir noch viel vom Jungsteinzeitmenschen haben. 1/3 der Ehen scheitern in den ersten 4 Jahren. Über 50 Prozent sind nach circa 7 Jahren geschieden. Circa alle 7 Jahre erneuern sich ein Großteil der menschlichen Zellen, vielfach ändert sich auch der Mensch innerhalb von 7 Jahren sehr stark.

Well...weiawei...
in Prinzip ja.

Aber wir haben das Phänomen, dass viele Menschen - insbesondere in jüngeren Jahren - eben nicht nach der anzustrebenden 'sozialen Interessengemeinschaft mit sexueller Note' streben, sondern überwältigt von Erlebnis und Hormonen sich der triebhaft gesteuerten Illusion hingeben 'wenn wir nur uns haben, kann uns gar nix passieren'.

'Ist sich natirrlich välliger Blähdsiehn!'

Aber wer will es als junger Mensch schon hören, wenn da einer oder gar mehrere sagen sollte/n 'der/die passt doch gar nicht zu dir!' ???

Das ist der Hochmut der 'Jugend', alles besser zu wissen zu glauben, und das scheint auf absehbare Zeit auch so zu bleiben. So macht denn jede Generation immer wieder dieselben leidvollen Erfahrungen, immer wieder wird das Rad neu erfunden. Und so mancher wird noch nicht einmal in fotgeschrittener Jugend stutzig und pocht munter auf die Instantbefriedigung aufwallender Momentsgelüste.

Biologie schert sich halt nicht um gesellschaftliche Systeme und schlägt immer wieder durch.

Dabei müsste es nicht sein, würde man quasi 'Triebaufschub' zu leisten irgendwo beigebracht bekommen, würde es denn gesellschaftlich 'belohnt', oder zumindest nicht das Gegenteil gar gefördert. Aber was im ungleich weniger hormonell gesteuerten Witschaftssystem nicht funktioniert (weil es politisch gar nicht angestrebt wird...), warum sollte das im sexuellen Bereich klappen?


Irgendwelche Pinguine sind da noch viel drastischer: Innerhalb von einer Woche kein befruchtetes Ei, schon sucht sich die Pinguinin einen anderen... . Wie gesagt, Biologie schert sich nicht um 'Verstandessysteme' wie etwa ein sozialen Gemeinwesen.


Wie gesagt, mmit ein wenig 'Eigenverstand' .. müsste der ganze Jammer nicht zwingend sein ...


asteus

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25. Juni 2008 um 20:29

Selbstverständlich.
Aber .. vielleicht ist es wie mit der Gerechtigkeit ... denn da gibt's womöglich einfach keine?

asteus

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26. Juni 2008 um 7:32

Lieber Apfel
das harte Schicksal deines Vaters tut mir leid. Umso mehr bewundere ich seine positive haltung dem Leben gegenüber, mit dem, was einem möglich ist, noch das beste daraus zu machen.
Ich sah gestern in der Innenstadt eine Frau in meinem Alter, die wohl durch einen Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt war. Dieser Mensch hat nicht nur starke Einschränkungen im Alltag, er hat auch mit uns "Gesunden" nicht vergleichbare Schwierigkeiten, einen Partner zu finden. Dabei sehnt er sich auch oder besonders nach Liebe und Nähe. Wir wissen oft gar nicht, wie gut es uns geht, gesund zu sein, gesunde Kinder zu haben, nicht arm zu sein. Anstatt dankbar zu sein, erwarten wir auch noch unseren Traumprinzen, der alles abrundet.
Alles Gute für dich und deinen Vater

sommerlinde

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26. Juni 2008 um 7:38
In Antwort auf jarod_12098475

Selbstverständlich.
Aber .. vielleicht ist es wie mit der Gerechtigkeit ... denn da gibt's womöglich einfach keine?

asteus

Selbstverständlich ist ein
gutes Wort, wir nehmen so vieles selbstverständlich - und vergessen dankbar zu sein, für all die guten Dinge im Leben, die wir erfahren. Auch wenn mal alles schief läuft, so wir bei mir ;-(, es gibt immer noch schöne Dinge, die mir begegnen, nette Menschen. Darum frage ich mich, ob ich überhaupt etwas erwarten DARF.

Gerechtigkeit für alle Menschen gibt es nicht. Man muss gar nicht bis in ein anderes Land gehen, wo die Menschen von der Regierung unterdrückt und mundtot gemacht werden. Auch hier erfahren Menschen durch ihr persönliches Schicksal oft, dass es eben nicht gerecht zugeht. Der eine wird beispielsweise mit einem goldenen Löffel im Mund geboren, der andere hat drogenabhängige Eltern, die misshandeln und verhungern lassen...

sommerlinde

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26. Juni 2008 um 7:45
In Antwort auf bart_12843497

Sozialisierung
Nein, es gibt kein Recht auf die große Liebe.

Obwohl ich die große Liebe auch anstrebe, muß ich zugeben, dass es auf dem Planeten Erde nur sehr wenige Lebewesen gibt, die monogam bis zu Ihrem Lebensende sind. Mir fällt da die Stockente und der Storch ein. Bei den Säugetieren fällt mir gar kein Lebewesen ein, der Mensch strebt aufgrund seiner Sozialisierung das sogenannte monogame Leben an. In früheren Zeiten haben sich die menschlichen Partner wieder getrennt, sobald die gemeinsamen Kinder selbständig der Gruppe folgen konnten (circa mit 4 bis 7 Jahren) Schau Dir die Trennungs- bzw. Scheidungsstatistiken an, so wirst Du feststellen, dass wir noch viel vom Jungsteinzeitmenschen haben. 1/3 der Ehen scheitern in den ersten 4 Jahren. Über 50 Prozent sind nach circa 7 Jahren geschieden. Circa alle 7 Jahre erneuern sich ein Großteil der menschlichen Zellen, vielfach ändert sich auch der Mensch innerhalb von 7 Jahren sehr stark.

Die Stockenten
und die Störche werden ja auch nicht 80 Jahre alt . Unsere Gesellschaft schreibt die Monogamie bis ans Lebensende als ideale Partnerschaftsform vor, so weit sie das kann. Praktisch liebt man aber mehrere Partner im Leben. Liebe kommt und vergeht - und manchmal hat man vielleicht auch mehrere nebeneinander lieb.

Was die Ehedauer angeht, sollte man noch bedenken, dass man normalerweise vor der Heirat schon mehrere Jahre zusammenlebt. Die Beziehungsdauer ist also dementsprechend höher als 4 bzw. 7 Jahre. Wenn man aber davon ausgeht, dass die meisten Kinder erst in der Ehe geboren werden, stimmt's wieder

Wir sind also doch nur alle Neandertaler

sommerlinde

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26. Juni 2008 um 10:09

Guten Morgen
Du hast schon recht, wir suchen alle das Ideal, das perfekt zu uns passende Gegenstück. Wir haben in unserem Herzen die Sehnsucht nach dem ultimativen optimalen Partner, projezieren in potentielle Kandidaten unsere Wunschvorstellungen hinein und sehen selten, dass auch dies nur Menschen sind mit Macken und Launen.
Sind wir verliebt, wollen wir die Fehler nicht sehen, machen davor die Augen zu. Liebt man wirklich, können einen die Fehler nicht mehr schrecken. Man sieht, wie der Mensch wirklich ist, und liebt ihn trotzdem.
So weit bin ich erst einmal in meinem Leben gekommen, mit einem platonischen Freund, der mindestens genauso viele Macken hat wie ich , den ich aber trotzdem von herzen lieb habe.
sommerlinde

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