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Gibt es auch menschen die wegen ihrer liebe ausgewandert sind?

6. November 2009 um 13:05

das würde mich mal brennend interessieren..würde mich auf anyworten freuen danke im vorraus...

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6. November 2009 um 13:37


hi, also ich werd zwar nich total auswandern, sondern erstmal für ein halbes jahr während meines praktikumsemesters zu meinem freund nach tunis gehen..
bin schon sehr aufgeregt, wegen fremder kultur und so..aber ich bin offen und neugierig aber mich würde acuh mal interessieren, wer für seine liebe in ein anderes land gegangen ist.

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6. November 2009 um 15:36

Solche menschen gibt es
bin eine davon.

wir haben uns in deutschland kennen gelernt, verlobt und in ägypten, seiner heimat, geheiratet.
19 jahre und 2 kinder später sind wir immer noch hier. und wenn du mich fragst: nein, ich möchte nicht mehr in De leben (aber auch nicht auf heimaturlaub verzichten )

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6. November 2009 um 15:42

Wenn
es die möglichkeit gäbe? um welches land geht es?

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6. November 2009 um 15:44
In Antwort auf agafya_11866265

Solche menschen gibt es
bin eine davon.

wir haben uns in deutschland kennen gelernt, verlobt und in ägypten, seiner heimat, geheiratet.
19 jahre und 2 kinder später sind wir immer noch hier. und wenn du mich fragst: nein, ich möchte nicht mehr in De leben (aber auch nicht auf heimaturlaub verzichten )

@lemonice
wie war das am anfang für dich?? was hat dir dein einleben erleichtert?

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6. November 2009 um 16:54

Oh,
ich verstehe

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6. November 2009 um 18:44

@xyz229
warum tust du es nicht?ich habe es getan und bin ausgewandert in die türkei und misse gar nix..ja ok lebkuchen jetzt in der winterzeit fehlt ein bisschen aber sonst gar nix..momentan haben wir es um die 20 grad und es ist angeblich winter hie

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6. November 2009 um 23:15
In Antwort auf kezia_11944964

@lemonice
wie war das am anfang für dich?? was hat dir dein einleben erleichtert?

Am anfang
war alles rosa!
ich war jung und verliebt und begeistert.

wir wohnten im 1.jahr in seinem elternhaus in kairo, mit mama und papa und 2 seiner damals noch ledigen geschwistern.
was besseres hätte mir gar nicht passieren können!
nicht nur, dass sie mich herzlich und liebevoll aufnahmen und mir die familie ersetzten, die ich zurückgelassen hatte - sie brachten mir auch die sprache bei und erklärten mir ihre mentalität.
dieses erste jahr hat entscheidend dazu beigetragen, diesem land einen großen platz in meinem herzen einzuräumen und hier heimatliche gefühle zu hegen, mich voll zu integrieren.

aber wenige monate nach unserer ankunft war meine euphorie schon verflogen. die vielen missstände im land und in der gesellschaft konnte ich beim besten willen nicht länger übersehen. außerdem fühlte ich mich unerfüllt und unterfordert. zu jener zeit wäre ich prompt wieder zurückgegangen. mein mann war hilflos, er konnte ja die gesellschaft nicht ändern, das land nicht nach meinen vorstellungen gestalten...

aber er änderte unser leben, indem er zunächst unseren sohn zeugte, arbeit in einer anderen stadt fand und mich dann nach der geburt dazuholte. da leben wir jetzt, in einer dieser touristenhochburgen am roten meer.
hier habe ich freunde gefunden und daran erkannt, was mir in kairo so lange gefehlt hat. zugewanderte aller nationen leben hier, viele kommen und gehen auch wieder, es bilden sich freundeskreise, communities, interessensgemeinschaften, gemeinden, mehrere parallelgesellschaften also...
meine beste freundin ist auch deutsche und lebt erst seit 12 jahren hier. mein kleiner und ihre tochter sind gleichaltrig. wir unternehmen viel gemeinsam und wissen das leben zu genießen.

mein mann ist mittlerweile selbstständig und ich unterrichte seit 2001 deutschsprachige ausländerinnen in ägypt-arabisch. das macht spaß und die nachfrage ist schier endlos.
mein ältester ist derzeit in kairo an der FH, möchte aber ab nächstem jahr in deutschland weiterstudieren. der kleine geht in die 5. und möchte mal weihnachtsmann werden (naja, das wollte er noch vor 3 jahren...)

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7. November 2009 um 3:08
In Antwort auf agafya_11866265

Am anfang
war alles rosa!
ich war jung und verliebt und begeistert.

wir wohnten im 1.jahr in seinem elternhaus in kairo, mit mama und papa und 2 seiner damals noch ledigen geschwistern.
was besseres hätte mir gar nicht passieren können!
nicht nur, dass sie mich herzlich und liebevoll aufnahmen und mir die familie ersetzten, die ich zurückgelassen hatte - sie brachten mir auch die sprache bei und erklärten mir ihre mentalität.
dieses erste jahr hat entscheidend dazu beigetragen, diesem land einen großen platz in meinem herzen einzuräumen und hier heimatliche gefühle zu hegen, mich voll zu integrieren.

aber wenige monate nach unserer ankunft war meine euphorie schon verflogen. die vielen missstände im land und in der gesellschaft konnte ich beim besten willen nicht länger übersehen. außerdem fühlte ich mich unerfüllt und unterfordert. zu jener zeit wäre ich prompt wieder zurückgegangen. mein mann war hilflos, er konnte ja die gesellschaft nicht ändern, das land nicht nach meinen vorstellungen gestalten...

aber er änderte unser leben, indem er zunächst unseren sohn zeugte, arbeit in einer anderen stadt fand und mich dann nach der geburt dazuholte. da leben wir jetzt, in einer dieser touristenhochburgen am roten meer.
hier habe ich freunde gefunden und daran erkannt, was mir in kairo so lange gefehlt hat. zugewanderte aller nationen leben hier, viele kommen und gehen auch wieder, es bilden sich freundeskreise, communities, interessensgemeinschaften, gemeinden, mehrere parallelgesellschaften also...
meine beste freundin ist auch deutsche und lebt erst seit 12 jahren hier. mein kleiner und ihre tochter sind gleichaltrig. wir unternehmen viel gemeinsam und wissen das leben zu genießen.

mein mann ist mittlerweile selbstständig und ich unterrichte seit 2001 deutschsprachige ausländerinnen in ägypt-arabisch. das macht spaß und die nachfrage ist schier endlos.
mein ältester ist derzeit in kairo an der FH, möchte aber ab nächstem jahr in deutschland weiterstudieren. der kleine geht in die 5. und möchte mal weihnachtsmann werden (naja, das wollte er noch vor 3 jahren...)


danke für deinen beitrag. respekt auch von mir dafür!
eine so krasse gesselschaftsveränderung mitzumachen und durchzuhalten- da gehört viel zu..von dir und ihm! alles gute für euch weiterhin

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7. November 2009 um 23:37

Genau genommen
..ist mein mann schon ein paar monate vor mir abgereist. er hat die familie und die wohnung auf die braut aus deutschland vorbereitet und mir einen teil seiner ersparnisse zurückgelassen. ich hatte also alle zeit der welt zu überlegen und abzuwägen. natürlich telefonierten wir viel und ich sprach auch oft mit seiner familie. die verbale verständigung war zwar sehr dürftig, aber in ihrer herzlichkeit und freudigen erwartung waren sie unmissverständlich.

wir hatten gerade unsere gemeinsame zukunft in ägypten beschlossen, als in kinos und buchhandlungen DER titel für aufregung sorgte: "nicht ohne meine tochter". bei meiner mutter schrillten die alarmglocken! sie kaufte mir das buch - mein mann ludt sie in den film ein. "und danach reden wir aber darüber!"
mich brauchte er nicht mehr zu überzeugen, ich wusste, dass er gute absichten hatte und ein aufrechter mensch ist, und es gelang ihm auch, meine eltern davon zu überzeugen.
trotzdem legten sie mir dringend ans herz, mich umgehend bei der botschaft zu melden und niemals den paß herzugeben und dergleichen mehr. sie gaben mir hilfreiche telefonnummern und das gefühl, im falle des falles gerettet zu werden. zudem war mein rückflug ein jahr gültig.

so ging ich völlig furchtlos und mit großen erwartungen.

es gab ja auch kein internet, das mir meine vorfreude hätte vermiesen können ich weiß nicht, ob ich heute angesichts der unzähligen warnungen und negativen erlebnisberichte auch so anstandslos hinterhergereist wäre... aber ich hatte ja (noch) nichts zu verlieren, war abgesichert und abenteuerlustig. und verliebt und voller vertrauen.

ja, glück gehabt, könnte man meinen. denn mein vertrauen wurde eigentlich nicht enttäuscht.
aber einfach war es in den ersten 19 jahren auch nicht immer...

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11. November 2009 um 2:41

Meine frau
meine frau hat fuer mich ihre existens in indonesien aufgegeben (kleines Unternehmen, wohnung....) um mit mir nach china zu gehen, wo ich seit ueber 2 jahren arbeite. sie wuerde mir ueberall hin folgen! wo ich ihr sehr dankbar fuer bin!
@blondesgift2009
da hast du aber einen rausgehauen mit deinem semiprofessionellen halbwissen!
1) es genuegt NICH nur verheiratet zu sein um eine aufenthaltsgenehmigung fuer deutschland zu bekommen! diese ist an einen sprachkursus am goethe institut gekoppelt, welcher ca. ein halbes jahreseinkommen eines normalverdinenden indonesiers verschlingt. also ohne "sponsor" nicht machbar!
2) um ein normales touristenvisum fuer deutschland (europaeisches schengenvisum) zu bekommen, muss sie entweder gute 3000 euro nachweisen koennen, oder einen "sponsor in deutschland haben, der das geld beim auslaenderamt fuer die dauer des aufenthalts hinterlegt. bzw ein relativ hohes, sicheres einkommen nachweist. dieser sponsor hat gegenueber dem auslaenderamt eine verpflichtungserklaerung abzugeben. das original muss dann mit dem visumantrag bei der deutschen botschaft in z.b. indonesien vorgelegt werden.
3) es folgt ein "befragung" in der botschaft ob diejenige einen festen job in indonesien hat (arbeitsvertrag als beleg muss her). desweiteren wird nach familie und wohneigentum in indonesien gefragt. das ganze wird gemacht, um die "rueckreisewilligkeit" sicherzustellen. d.h. kein job - kein visum, kein sponsor - kein visum, kein geld - kein visum.......
4) um in deutschland zu heiraten braucht sie ein heiratsvisum, dieses ist wiederum an den schon genannten spachkurs gekoppelt. asserdem muessen noch einige andere papiere, wie ledigkeitsbescheinigung, geburtsurkunde, usw.............gebracht werden. alle mit beglaubigter uebersetzung!!!
wir habe in daenemark geheiratet, da dort die traungen auch in english durchgefuehrt werden und ein schengenvisum ausreichen. alle anderen papiere muessen natuerlich auch vorgelegt werden. diese heirat ist international gueltig und wird auch in deutschland anerkannt. trotzdem bekommt meine frau KEINE aufenthaltsgenehmigung fuer deutschland - da kein sprachkurs vorliegt. (da wir aber z. zt. in china leben ist und das scheissegal). wenn sie irgendwann mal den sprachkurs (natuerlich mit pruefung) ablegt, kann ich einen antrag auf familienzusammenfuehrug stellen beim deutschen auslaenderamt und sie muss ein visum zur familienzuammenfuehrung beantragen. dann dauert es ca. ein halbes jahr..........und wenn wir dann glueck haben bekommt sie erstmal eine befristete aufenthaltsgenehmigung fuer drei jahre...........
soviel zu deinem vorurteilbehafteten beitrag. man sollte nicht alles glauben was man hoert!

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23. November 2009 um 15:07

Ich auch
also ich gehör irgendwie auch dazu, allerdings bin ich erst ausgewandert. wäre dann wohl auch zurück gegangen. habe aber dann meinen jetzigen freund kennengelernt und werde nun auch hier in china bleiben, wegen ihm, und nächste woche heiraten wir dann.

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23. November 2009 um 18:06
In Antwort auf smilla_11894637

Ich auch
also ich gehör irgendwie auch dazu, allerdings bin ich erst ausgewandert. wäre dann wohl auch zurück gegangen. habe aber dann meinen jetzigen freund kennengelernt und werde nun auch hier in china bleiben, wegen ihm, und nächste woche heiraten wir dann.


wow! china!
darüber würde ich ja gern mehr erfahren...
also off-topic: wie lebts sich denn da? was ist dort so ganz anders, gesellschaftlich und auch landschaftlich? vermisst du was? kannst du chinesisch (bzw. die regionale sprache?)

wünsche dir auf jeden fall alles gute zur hochzeit und eine aufregende woche voller vorbereitungen!

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