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Gewohnheitsbeziehung, Angst vorm Ende!

3. Januar 2011 um 0:11 Letzte Antwort: 7. Januar 2011 um 15:33

Hallo,
ich bin total verwirrt, und ich versuche, mich kurz zu fassen:
Ich (17) bin seit 1,5 Jahren mit meinem Freund (21) zusammen.
Seit längerem gibt es bei uns Stress und wir streiten sehr oft. Ich spiele auch häufig mit dem Gedanken, mich zu trennen, aber ich habe echt tierische Angst davor. 1. weil ich Schiss vor dem Alleinsein habe, und 2. weil ich weiß, dass ich ihm damit echt unglaublich wehtun würde.
Das Alleinsein ist vielleicht etwas schwer zu verstehen; ich habe Familie und Freunde, aber das ist es nicht. Unsere Beziehung ist schon zu sehr Gewohnheit.
Ich mag meinen Freund noch, aber ich weiß nicht, ob es noch Liebe ist. Ich schaue mich mittlerweile auch schon paar mal nach anderen Typen um...
Klar, ich weiß, dass die "Zeit danach" schnell vergeht, aber ich verliere mit ihm auch ein paar Freunde (seines Freundeskreises), und auch das Weggehen wird komplizierter.
Mich reizt auch speziell ein anderer etwas, von dem ich aber mittlerweile weiß, dass er nichts mehr von mir will...
Ich weiß nicht was ich machen soll; eine gute Beziehung sieht für mich anders aus, aber ich kann mich nicht losreißen, mir nicht vorstellen, wie es ohne ihn ist...
Ich habe das Gefühl, da schon zu tief drin zu stecken, und ich fühle mich echt mies, als wäre ich ein schlechter Mensch

Vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen oder einen Rat geben oder ähnliches...

Liebe Grüße

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3. Januar 2011 um 0:46

Soo...
Zunächst mal ne maskuline Meinung

Wenn ich ehrlich sein soll trenn dich von ihm, denn Liebe ist was besonderes und keine Gewohnheit, wie zum Beispiel Unterwäsche zu wechseln.
Du zerstörst dich dadurch nur selber, denn wie du schon sagst hast du eigentlich nichts zu verlieren, und die paar Freunde die du vielleicht dann verlierst, verkraftest du auch, oder vielleicht verstehst du dich dann noch besser mit ihnen.
Dann auch wird er es verkraften, oder ist er so blind das er eure Beziehung als intakt erkennt?
Willst du wirklich nur mit ihm zusammen sein, weil du ihm im Falle einer Trennung damit wehtun würdest??

Rede erstmal mit ihm und dann guck was sich heraus ergibt!
Dann sollte es wirklich nichts gebracht haben, dann trenn dich einfach, du wirst merken, es wird dir nicht allzu schwer fallen! ( War bei meiner Schwester auch so, nur die hatte ne 4 Jährige Beziehung und hat noch nicht mal eine Träne dabei vergossen)

Hoffe du gibst mir dein Resultat aus alldem (:

LG und Alles Gute

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3. Januar 2011 um 12:07

Hm... :/
Hallo ihr zwei,
vielen, vielen Dank für eure Antworten!

1. Nein, ich würde nie mit ihm zusammen bleiben, nur, damit ich ihn nicht verletze! Das ist mir selbst schon auch klar, dass das keinem was bringt! Er weiß auch, dass unsere Beziehung nicht intakt ist. Aber die letzten 3 Tage haben wir zusammen verbracht und uns kein einziges Mal gestritten! Das sind für mich wieder solche Strohhalme, an denen ich mich festklammere...
Ich habe ihm auch gesagt, dass ich mich von ihm trennen werde, wenn wir uns das nächste Mal streiten (ja, klingt wahrscheinlich dämlich).

2. Kann sein, dass mich Mittvierzigerfrauen darum beneiden... und klar ist das für mich viel leichter, mich zu trennen, als für die. Aber daran kann ich mich ja nicht festhalten.

Klingt es blöd, wenn ich sage, ich traue mich nicht, Schluss zu machen? Z. B. weil ich Angst vor den Folgen habe?
Ich fühle mich so verwirrt und neben der Spur, ich weiß einfach nicht, was ich machen soll...

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5. Januar 2011 um 17:07

Nachtrag
Mir haben auch schon mehrere Leute gesagt, dass sie meinen, eine Trennung oder zumindest eine Trennung auf Zeit seien das Beste...

Ich kann auch seit ein paar Tagen nicht mehr schlafen; ich liebe abends stundenlang im Bett und wälze mich herum, wenn ikch schlafe, schlafe ich tief, aber bis es soweit ist, dauert's...
vor 3 Uhr schlafe ich nicht mehr ein...

Ich denke auch sehr oft an "den anderen" ...
und komme mir dabei schön gemein vor...

Ich habe aber richtig Panik davor, meinem Freund alles zu sagen, wir waren nämlich die beiden Neujahrstage beieinander und haben uns wirklich kein einziges Mal gestritten (ungewöhnlich...)!
Ich weiß genau, was er sagen würde: "Und das wusstest du nicht früher???"

Ich weiß mir einfach nicht mehr zu helfen...

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5. Januar 2011 um 17:38

Entscheide dich
Du bist noch jung, ich kann dir nur von mir sagen ich kenne sowas.

Angst hat jeder und von was ernährt sich Angst, von Angst, ein Teufelskreis und den muß man durchbrechen.

Lerne Entscheidungen zu treffen und dann dazu zu stehen.

Ich hatte dies nie gelernt (Eltern haben mir immer alle Entscheidungen abgenommen). Scheint aber was das betrifft ein Problem bei vielen Menschen (Mann wie Frau ) zu sein.

Ich wollte heute keine Frau mehr die keine Entscheidungen treffen kann (und ich merke das).

Ich bin im Moment alleine und lerne mich kennen und geniesse mein Singleleben, ich hatte früher oft Angst vorm allein sein, heute nicht mehr.

Ich habe einen neuen Menschen kennen gelernt, mich und merke das ich mich Jahrelang im Kreis gedreht hbe und im Prinzip Lebenszeit nutzlos verstrichen ist.

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5. Januar 2011 um 22:49

Ich
bin momentan in einer sehr ähnlichen Situation nur das es bei mir keinen "anderen" gibt. Es ist mega schwer, ich verstehe dich und bin auch in einem Teufelskreis. Leider kann ich dir keinen Rat geben weil ich selber ein "Thread" aufgemacht habe und am verzweifeln bin "Verwirrt - ich weiß nicht mehr weiter!"

Viel Glück

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5. Januar 2011 um 22:51

Nachtrag 2
So, jetzt fühle ich mich endgültig dumm!

Gerade war mein Freund da, und wir haben uns wieder gestritten. Dann hab ich gesagt, dass es so nicht mehr weitergeht.
Nachdem er das erst mal eine 3/4 Stunde nicht einsehen wollte, kam ich zu dem Schluss, das ganze zu beenden.
Er: geschockt.
Ich: irgendwie auch geschockt.
Er hats mir total schwer gemacht (unbewusst), indem er gesagt hat, dass er mich schon versteht und er auch nicht mehr kann, mich aber liebt und es gern noch ein einziges Mal versuchen möchte, er sich total ändert und so weiter...
Ich habe nebenbei fast einen Nervenzusammenbruch bekommen, weil mir das Ganze so wehtat und ich das Gefühl, in 10 Minuten single zu sein, so dermaßen heftig fand.
Wir haben dann lange rumgeheult, und ich hab mich schließlich erweichen lassen und ihm noch 'ne Chance gegeben (dabei ist er ja nicht mal allein schuld an allem!).
Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt gut oder schlecht fühlen soll, im Moment fühle ich nichts...
Habe nur die Vermutung, dass ich mir innerhalb der nächsten 24 Stunden an den Kopf fassen und mich fragen werde, wie man nur so inkonsequent sein kann...?


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5. Januar 2011 um 23:05

Ja...
...das stimmt natürlich.
Wahrscheinlich würde die "Gewöhnungsphase" nicht mal allzu lang andauern (2-4 Wochen evtl?)...
Aber ich weiß eben nicht, ob ich das ENDE will.
Wie geschrieben, heute wäre es fast soweit gekommen, und ich hatte wirklich Angst vor der Vorstellung, nicht mehr mit ihm zusammen zu sein...

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6. Januar 2011 um 11:10

Hallo
Nun wo fange ich an? Dein Beitrag erinnert mich so sehr an mich- ich war in einer ähnlichen Situation wie du. das war vor ca. 4 Jahren. Mein Partner und ich waren damals ca. 2 Jahre zusammen und ich hatte das Gefühl etwas zu verpassen, nicht mehr "richtig" geliebt zu werden und eigentlich war alles doof!

Wenn ich hier so einige Beiträge lese, werde ich zum Teil traurig und wütend! Denn ich habe mich nicht getrennt, sondern gekämpft! Und jetzt? Jetzt führe ich eine Beziehung, die nicht immer perfekt ist, die mich aber als Mensch vollkommen befriedigt und glücklich macht. Ich kann mit Gewissheit sagen, dass ich den besten Mann für ich gefunden habe- und es ist auch mein erster Freund....

Also ich denke als erstes solltest du dir klar werden, was du willst- und du MUSST ehrlich zu dir sein- auch wenn du glaubst daran kaputt zu gehen. Auch solltest du dir bewußt werden, dass nur du dich glücklich machen kannst- und es ist nicht fair jemanden für dein Zufrieden-Sein verantwortlich zu machen... bist du mit dir selber im Reinen und glücklich, dann kommt die Leichtigkeit ganz von allein in die Beziehung zurück...
Zum Thema streiten: Streiten ist wichtig!!!!! Ihr solltet nur fair zueinander sein- nichts sagen, was den anderen mit Sicherheit verletzt, den anderen absichtlich schlecht machen... Wie sollt ihr denn je auf einen grünen Zweig kommen wenn ihr nie ehrlich seit?

Setzt euch zusammen, nehmt euch Zeit zum reden- seit bereit Kompromisse füreinander einzugehen, werde dir vorher bewußt welche das sind...

Und denke darüber nach, ob es mit dem "Anderen" nicht auch wieder zu Problemen kommen kann...

lg

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6. Januar 2011 um 14:22

Hm...
@Atlantis:
wir streiten uns eigentlich über Banalitäten...
Wir denken total verschieden über Situationen; er z. B. will immer wissen, was ich wo mache, und ich will das bei ihm nicht. Womit ich ja jetzt nicht sagen will, dass er derjenige ist, der falsch denkt. Das ist einfach die Verschiedenheit, warum wir streiten.

@sternschnuppe89:
Ich verstehe nicht ganz, hast du dich dann von ihm getrennt oder nicht?
Ja, mir ist völlig klar, dass streiten dazugehört! Aber in Maßen! Und bei uns ist das eigentlich die Gewohnheit...
Klar kann es mit einem neuen Partner auch Probleme geben (mit dem, den ich meine, würde ich aber eh nicht zusammen kommen, da er sich nicht mehr für mich interessiert!), aber ich denke auch nicht mit dem Gefühl von ewigem Frieden an den, sondern mit einem Kribbeln...

Ich weiß jetzt nur nicht, was ich machen soll, ich habe so Angst davor, Schluss zu machen, weil ich es ja gestern fast getan hätte und mich das so verletzt hat. Ich war wirklich am Boden zerstört, als er es "endlich" eingesehen hat und fahren wollte, und mir dann noch alles Gute gewünscht und gesagt hat: "Du findest bestimmt jemanden, der besser zu dir passt!" - ich hab mich zwar wie in einer Daily-Soap gefühlt, aber getroffen hat's mich trotzdem irrmäßig!!
Aber glücklich bin ich halt so auch nicht unbedingt...
Nachher kommt er wieder zu mir, und ich werde mal versuchen, tief in mich reinzuhören (das tu ich aber auch schon die ganze Zeit...), um was herauszufinden.

Vielen Dank für eure beiden Beiträge!

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6. Januar 2011 um 14:41

Alltagsaufgaben
Hallo Lumonani,

herzlich willkommen im Alltag einer Partnerschaft. Das was du gerade erlebst ist vollkommen normal und der Scheideweg der Erkenntnis. Ihr habt derzeit Probleme miteinander, das ist vollkommen normal wenn die rosarote Verliebtheit weicht und daraus Liebe und Partnerschaft weichen muss. Der Stress der dabei entsteht ist der Schleier der sich über dich legt und dich zu der Frage bringt ob es noch Liebe ist. Es fehlen dir auf einmal Sachen oder es stören dich Sachen, die du vorher nicht erkannt hast und das man anfängt sich nach anderen Typen umzuschauen ist vollkommen normal, denn man wird immer irgendwo etwas finden was einem gerade fehlt. Also darfst du die jetzige Situation nicht als aus ansehen sondern als ein normaler Teil der Entwicklung. Den Weg den ihr nun einschlagen werdet ist jedoch der entscheidene. Und über allem steht Kommunikation.
Stürze dich nicht in irgendwelche anderen Sachen und Typen die deinem Kopf und deinem Herz Kapazität nehmen die du jetzt gebrauchen kannst. Nimm dir stattdessen die Zeit dir Gedanken zu machen was es wirklich ist was dich stört und was dir fehlt. Bitte auch deinen Partner darum sich Gedanken zu machen was ihm fehlt und ihn stört. Danach müsst ihr euch zusammen setzen und darüber reden was euch stört und fehlt. Zu oft geht man davon aus das ein Partner es doch merken müsste. Ja, aus eurer Sicht vieleicht, aber jeder Mensch ist individuell und sieht Dinge anders. Also kannst du ihm nur böse um das sein, was du ihm klar gesagt hast. Der Fehler dem Partner nie klar zu sagen was falsch ist weil man ihn nicht verletzen will ist der größte den man machen kann. Denn das gehört zu Offenheit und Ehrlichkeit dazu. Und das Gespräch wird auch eine ganz enge Gradwanderung zwischen offener ehrlicher Kritik und Einsicht auf der einen Seite und Angriffen und Beleidigungen sowie Egoismus auf der anderen Seite.
Das alleine wird aber nicht ausreichen. Dann müsst ihr jeder für euch das Gespräch verarbeiten. Versuchen eure Ansichten gegenseitig zu verstehen und schauen was kann ich ohne Mühe einfach anders machen, wie kann ich entgegen kommen oder was wäre eine zu große Veränderung. Natürlich wird es Punkte geben wo ihr sehen müsst, das man es nicht ändern kann, da bleibt nurnoch die Frage, kann ich damit Leben ohne das ich es meinem Partner stetig vorhalte oder kann ich darauf verzichten und trotzdem die Partnerschaft genießen.
Vieleicht wird der Punkt kommen das man gegenseitig sagen muss, wir müssten mit zuvielem Leben was wir nicht wollen. Aber dann wird euch auch die Trennung nicht so schwer Fallen wie vorher. Weil der Schmerz der Einsicht weichen wird.
Aber ich kann dir auch Erfahrung sagen, in den meisten Fällen lernen sich so die Partner neu kennen, lernen den Gegenseitigen Respekt neu, lernen sich neu zu sehen und fangen an sich als individuelle Menschen zu schätzen und zu lieben und werden sich nicht mehr in irgendwelche Muster drücken.
Denn aus meiner Sicht ist Liebe eine Säule die auf den Lebenssäulen der beiden Partner aufgebaut wird. Und erst wenn eure Lebenssäulen stabil sind (das heisst auch dein Leben musst du mögen und damit zufrieden sein wenn du in einer Partnerschaft glücklich sein willst) dann kann auch die Säule Liebe und Partnerschaft stabil aufgesetzt werden.

In diesem Sinne wünsche ich euch angenehme Gespräche und viel Spaß dabei einen neuen Menschen kennen zu lernen als man ihn 1,5 Jahre lang gesehen hat. Er wird dich faszinieren wenn du die Weitsicht hinbekommst, da bin ich mir sicher.

Liebe Grüße
Liondo

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6. Januar 2011 um 14:56
In Antwort auf guifri_12107765

Alltagsaufgaben
Hallo Lumonani,

herzlich willkommen im Alltag einer Partnerschaft. Das was du gerade erlebst ist vollkommen normal und der Scheideweg der Erkenntnis. Ihr habt derzeit Probleme miteinander, das ist vollkommen normal wenn die rosarote Verliebtheit weicht und daraus Liebe und Partnerschaft weichen muss. Der Stress der dabei entsteht ist der Schleier der sich über dich legt und dich zu der Frage bringt ob es noch Liebe ist. Es fehlen dir auf einmal Sachen oder es stören dich Sachen, die du vorher nicht erkannt hast und das man anfängt sich nach anderen Typen umzuschauen ist vollkommen normal, denn man wird immer irgendwo etwas finden was einem gerade fehlt. Also darfst du die jetzige Situation nicht als aus ansehen sondern als ein normaler Teil der Entwicklung. Den Weg den ihr nun einschlagen werdet ist jedoch der entscheidene. Und über allem steht Kommunikation.
Stürze dich nicht in irgendwelche anderen Sachen und Typen die deinem Kopf und deinem Herz Kapazität nehmen die du jetzt gebrauchen kannst. Nimm dir stattdessen die Zeit dir Gedanken zu machen was es wirklich ist was dich stört und was dir fehlt. Bitte auch deinen Partner darum sich Gedanken zu machen was ihm fehlt und ihn stört. Danach müsst ihr euch zusammen setzen und darüber reden was euch stört und fehlt. Zu oft geht man davon aus das ein Partner es doch merken müsste. Ja, aus eurer Sicht vieleicht, aber jeder Mensch ist individuell und sieht Dinge anders. Also kannst du ihm nur böse um das sein, was du ihm klar gesagt hast. Der Fehler dem Partner nie klar zu sagen was falsch ist weil man ihn nicht verletzen will ist der größte den man machen kann. Denn das gehört zu Offenheit und Ehrlichkeit dazu. Und das Gespräch wird auch eine ganz enge Gradwanderung zwischen offener ehrlicher Kritik und Einsicht auf der einen Seite und Angriffen und Beleidigungen sowie Egoismus auf der anderen Seite.
Das alleine wird aber nicht ausreichen. Dann müsst ihr jeder für euch das Gespräch verarbeiten. Versuchen eure Ansichten gegenseitig zu verstehen und schauen was kann ich ohne Mühe einfach anders machen, wie kann ich entgegen kommen oder was wäre eine zu große Veränderung. Natürlich wird es Punkte geben wo ihr sehen müsst, das man es nicht ändern kann, da bleibt nurnoch die Frage, kann ich damit Leben ohne das ich es meinem Partner stetig vorhalte oder kann ich darauf verzichten und trotzdem die Partnerschaft genießen.
Vieleicht wird der Punkt kommen das man gegenseitig sagen muss, wir müssten mit zuvielem Leben was wir nicht wollen. Aber dann wird euch auch die Trennung nicht so schwer Fallen wie vorher. Weil der Schmerz der Einsicht weichen wird.
Aber ich kann dir auch Erfahrung sagen, in den meisten Fällen lernen sich so die Partner neu kennen, lernen den Gegenseitigen Respekt neu, lernen sich neu zu sehen und fangen an sich als individuelle Menschen zu schätzen und zu lieben und werden sich nicht mehr in irgendwelche Muster drücken.
Denn aus meiner Sicht ist Liebe eine Säule die auf den Lebenssäulen der beiden Partner aufgebaut wird. Und erst wenn eure Lebenssäulen stabil sind (das heisst auch dein Leben musst du mögen und damit zufrieden sein wenn du in einer Partnerschaft glücklich sein willst) dann kann auch die Säule Liebe und Partnerschaft stabil aufgesetzt werden.

In diesem Sinne wünsche ich euch angenehme Gespräche und viel Spaß dabei einen neuen Menschen kennen zu lernen als man ihn 1,5 Jahre lang gesehen hat. Er wird dich faszinieren wenn du die Weitsicht hinbekommst, da bin ich mir sicher.

Liebe Grüße
Liondo

Nachtrag
Habe deinen Eintrag leider zu spät gelesen. Aber wollte nochmal was zu diesem Text loswerden:

@Atlantis:
wir streiten uns eigentlich über Banalitäten...
Wir denken total verschieden über Situationen; er z. B. will immer wissen, was ich wo mache, und ich will das bei ihm nicht. Womit ich ja jetzt nicht sagen will, dass er derjenige ist, der falsch denkt. Das ist einfach die Verschiedenheit, warum wir streiten.

Also, das ganze ist zu kurz gedacht. Du bist ein Mensch der warscheinlich besser vertrauen kann und eher respektiert das jeder neben seiner Partnerschaft ein normales Leben führt. Er wird sicherlich größere Unsicherheit haben, mehr Probleme zu vertrauen oder größere Verlustängste. Aber das hat nichts mit Ansichten zu tuhen, denn hier ist es nicht richtig über Ansichten zu diskutieren denn hinter allem steht ein Grund. In diesem Falle sogar sehr banal. Man erwartet von einem Partner treue und vertrauen - er sucht sich nur einen anderen Weg als du. Du musst dich jetzt nicht ändern und er sich auch nicht, ihr müsst anfangen euch zu verstehen und den Grund der Handlung zu sehen. Den eigentlich habt ihr doch die gleiche Meinung, nämlich treue. Hinterfrage doch mal dein Verhalten. Wenn du anders auf deinen Freud zugehen würdest, wenn du vieleicht öfter Gefühle zeigt oder ihm öfter sagst was du empfindest und denkst, dann wird er selber das Gefühl bekommen das er geliebt wird und sich weniger Fragen was du mahst sondern immer mehr daran glauben das du nichts machst. Es ist immer einfach beim anderen zu suchen, und jeder geht damit anders um, aber du kannst einen Menschen nicht ändern du kannst nur dein Verhalten hinterfragen und du wirst sehen wenn du etwas änderst, egal in welche Richtung, wird das eine Veränderung auf der anderen Seite hervorrufen. Finde den Mittelweg und weise keine Schuld zu.

Liebe Grüße
Liondo

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6. Januar 2011 um 17:29

...
Hallo Liondo,

erstmal vielen Dank, dass du dir so viel Schreibmühe gemacht hast!

Ich weiß jetzt nicht mehr ganz genau, welche Punkte du angesprochen hast, deshalb sorry, wenn ich einen vergesse:

Wir sprechen ohnehin schon sehr offen miteinander. Das haben wir in den letzten Monaten gelernt, und auch wenn das manchmal wirklich verletzend sein kann, wissen wir dann genau, was Gegenüber sagen will. Deswegen wissen wir auch, was uns aneinander stört, wie der andere denkt und sich in dieser und jenen Situation verhält.
Das mit den Verlustängsten bei ihm ist wohl wahr.
Klingt es bescheuert, wenn ich sage, dass es uns beiden von Anfang an klar war, dass er derjenige ist, der den anderen vielleicht etwas mehr liebt? - Ja, klingt wahrscheinlich blöd. Aber so ist es.
Was aber nicht heißt, dass ich ihn nicht liebe (liebte?). Nur war für ihn von Anfang an alles wichtiger.
Da ich auch von Anfang an immer von irgendjemandem begehrt wurde, was jetzt keinesfalls eingebildet klingen soll, und das bei ihm nie so war, hatte er auch immer mehr Verlustängste als ich. Verständlich.

Dass man sich vielleicht immer / oft nach anderen Typen umsieht: Klar. Und natürlich findet Mensch auch immer irgendwas, was der andere hat und der Partner nicht. Aber ich glaube, bei mir ist das nicht SO, sondern ich spüre einfach einen gewissen Reiz und eine "Anziehungskraft". Bei dem anderen sehe ich gar nicht mal irgendwas, was mein Partner nicht hat. Über so was rege ich mich nicht auf.
Es ist irgendwie schon viel weiter fortgeschritten ... :/

Mein Hauptproblem ist es, glaube ich, einfach, dass ich tief in mir drin vielleicht weiß, dass meine Liebe nicht mehr ganz so ausreicht...
Aber das ist für mich einfach so schwer zu verstehen, einzugestehen und dann auch umzusetzen (siehe vorangegangene Beiträge meinerseits).

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6. Januar 2011 um 17:36
In Antwort auf runa_12555339

...
Hallo Liondo,

erstmal vielen Dank, dass du dir so viel Schreibmühe gemacht hast!

Ich weiß jetzt nicht mehr ganz genau, welche Punkte du angesprochen hast, deshalb sorry, wenn ich einen vergesse:

Wir sprechen ohnehin schon sehr offen miteinander. Das haben wir in den letzten Monaten gelernt, und auch wenn das manchmal wirklich verletzend sein kann, wissen wir dann genau, was Gegenüber sagen will. Deswegen wissen wir auch, was uns aneinander stört, wie der andere denkt und sich in dieser und jenen Situation verhält.
Das mit den Verlustängsten bei ihm ist wohl wahr.
Klingt es bescheuert, wenn ich sage, dass es uns beiden von Anfang an klar war, dass er derjenige ist, der den anderen vielleicht etwas mehr liebt? - Ja, klingt wahrscheinlich blöd. Aber so ist es.
Was aber nicht heißt, dass ich ihn nicht liebe (liebte?). Nur war für ihn von Anfang an alles wichtiger.
Da ich auch von Anfang an immer von irgendjemandem begehrt wurde, was jetzt keinesfalls eingebildet klingen soll, und das bei ihm nie so war, hatte er auch immer mehr Verlustängste als ich. Verständlich.

Dass man sich vielleicht immer / oft nach anderen Typen umsieht: Klar. Und natürlich findet Mensch auch immer irgendwas, was der andere hat und der Partner nicht. Aber ich glaube, bei mir ist das nicht SO, sondern ich spüre einfach einen gewissen Reiz und eine "Anziehungskraft". Bei dem anderen sehe ich gar nicht mal irgendwas, was mein Partner nicht hat. Über so was rege ich mich nicht auf.
Es ist irgendwie schon viel weiter fortgeschritten ... :/

Mein Hauptproblem ist es, glaube ich, einfach, dass ich tief in mir drin vielleicht weiß, dass meine Liebe nicht mehr ganz so ausreicht...
Aber das ist für mich einfach so schwer zu verstehen, einzugestehen und dann auch umzusetzen (siehe vorangegangene Beiträge meinerseits).

Abwiegen
Hallo Lumonani,

wenn ihr sowieso schon darüber sprecht dann zeigt doch das was und wie er es umsetzt eine weitere Eigenschaft von ihm.

Du weisst also soviel über ihn, kennst soviele Seiten von Ihm und sprichst auch offen mit ihm über Probleme. Und er zeigt dir auf diese Gespräche eine Reaktion.

Gehe nun her und wege für dich hab mit was du Leben kannst und mit was nicht. Solltest du mit etwas nicht leben können, dann ist deine Antwort was du machen solltest gefunden. Bist du der Meinung das du eigtl. mit allem so Leben kannst, dann wirst du dir auch nicht wieder die Frage stellen ob es noch richtig, denn dann ist es richtig.

Erzwing dir kein Glück, fühle es und sei Überzeugt.

Liebe Grüße
Liondo

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7. Januar 2011 um 0:17


Welche Dame mit L meinst du denn ?

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7. Januar 2011 um 10:13


Na danke, aber bin immer noch ein Herr mit L

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7. Januar 2011 um 15:33

@atlantis:
Das mit der Akzeptanz etc. ist schon richtig.
Irgendwie habe ich bei mir das Gefühl, dass ich weiß, dass es keinen Sinn mehr macht, und ich innerlich immer wieder Punkte suche, die mir dafür Recht geben...
Gestern war er wieder bei mir, und wir haben uns überhaupt nicht gestritten, und das fand ich schon wieder so komisch, anstatt mich zu freuen...?!
Was ist nur mit mir los?! Habe ich damit etwa schon so abgeschlossen, oder WILL ich etwa gar nicht mehr, dass es wieder wird? Ich verstehe mich nicht

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