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Gewaltopfer sein - das große Tabu

3. Mai 2017 um 14:17 Letzte Antwort: 5. Mai 2017 um 20:25

Kurz meine Story: mein Mann hat mich in meiner Ehe (2 Kinder) jahrelang betrogen. Am Ende der Ehe ist er gewaltätig geworden, hat mich geschlagen und gewürgt, so dass einmal sogar die Polizei gekommen ist. Das ist zwei Jahre her. 
Seit einem Jahr habe ich wieder einen Freund. Wochenendbeziehung - wir arbeiten in verschiedenen Städten. Und er wird jetzt auch gegen mich gewalttätig. Anbrüllen, Schubsen, Ohrfeigen.
Ich bin geschockt und fass es nicht. Bin ich ewiges Opfer? Nein, bin ich nicht, bin erfolgreich, nicht hässlich, eigentlich auch selbstbewußt. Aber anscheinend Opfer. Ich werde mich trennen müssen, was eine riesige Aufgabe ist; dazwischen ist es echt nett mit ihm. Die Familie hat ihn akzeptiert. Ich muss Schluss machen und das fällt mir schwer. Aber ich weiss, dass es keine Alternative gibt. Es wird wohl nicht besser werden mit ihm. 
Was mich wirklich schockiert sind die Reaktionen auf meine Geschichte. Im Netz und offline. Diese sind einheitlich "Selber schuld!" "Lass dich mal therapieren, wenn du immer an die falschen Männer gerätst" "Kein Jammern - hast du dir selber zu zu schreiben" Ich denke, wenn ich beim Drachenfliegen abgestürzt wäre, hätte ich keinen solchen Hass im Netz zu erwarten, oder wenn ich mit der Hand in die Kreissäge geraten wäre - wobei ich ja da auch selber schuld wäre. 
Warum bricht so ein Hass der Umwelt los, wenn man sich in einer Gewaltbeziehung findet - diese baut sich langsam auf, der Täter ist nicht von Anfang an und nicht immer der Arsch. Ich bin da hinein geraten, ich muss da hinaus finden; es ist schrecklich für mich, aber ich bin NICHT SCHULD! 
Anscheinend ist das eines der letzten großen Tabus, wo es riesige Abwehrhaltungen und Vorverurteilungen gibt. Und zwar gegen Frauen, die so etwas schildern. Warum? 

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3. Mai 2017 um 14:41

Nein, Schuld bist du bestimmt nicht! Was für einen Sinn hat es überhaupt, hier eine Schuldfrage zu stellen?

Eine Therapie - in welcher Form auch immer - könnte für dich vielleicht trotzdem gut sein. Sei es um etwas zu verarbeiten oder unbewussten Abläufen auf die Schliche zu kommen.

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3. Mai 2017 um 18:10
In Antwort auf katinka219

Kurz meine Story: mein Mann hat mich in meiner Ehe (2 Kinder) jahrelang betrogen. Am Ende der Ehe ist er gewaltätig geworden, hat mich geschlagen und gewürgt, so dass einmal sogar die Polizei gekommen ist. Das ist zwei Jahre her. 
Seit einem Jahr habe ich wieder einen Freund. Wochenendbeziehung - wir arbeiten in verschiedenen Städten. Und er wird jetzt auch gegen mich gewalttätig. Anbrüllen, Schubsen, Ohrfeigen.
Ich bin geschockt und fass es nicht. Bin ich ewiges Opfer? Nein, bin ich nicht, bin erfolgreich, nicht hässlich, eigentlich auch selbstbewußt. Aber anscheinend Opfer. Ich werde mich trennen müssen, was eine riesige Aufgabe ist; dazwischen ist es echt nett mit ihm. Die Familie hat ihn akzeptiert. Ich muss Schluss machen und das fällt mir schwer. Aber ich weiss, dass es keine Alternative gibt. Es wird wohl nicht besser werden mit ihm. 
Was mich wirklich schockiert sind die Reaktionen auf meine Geschichte. Im Netz und offline. Diese sind einheitlich "Selber schuld!" "Lass dich mal therapieren, wenn du immer an die falschen Männer gerätst" "Kein Jammern - hast du dir selber zu zu schreiben" Ich denke, wenn ich beim Drachenfliegen abgestürzt wäre, hätte ich keinen solchen Hass im Netz zu erwarten, oder wenn ich mit der Hand in die Kreissäge geraten wäre - wobei ich ja da auch selber schuld wäre. 
Warum bricht so ein Hass der Umwelt los, wenn man sich in einer Gewaltbeziehung findet - diese baut sich langsam auf, der Täter ist nicht von Anfang an und nicht immer der Arsch. Ich bin da hinein geraten, ich muss da hinaus finden; es ist schrecklich für mich, aber ich bin NICHT SCHULD! 
Anscheinend ist das eines der letzten großen Tabus, wo es riesige Abwehrhaltungen und Vorverurteilungen gibt. Und zwar gegen Frauen, die so etwas schildern. Warum? 

Warum bricht so ein Hass der Umwelt los?
Weil die Umwelt oft selber schwach ist und nur so meint Stärke haben zu können.

Es sind aber nicht alle gleich und es ist auch möglich Hilfe zu finden.

Ich könnte mir vorstellen, das Du nach alledem den großen Beschützer suchst, der eben leider allzuoft ein Mann ist der nur immer gewinnen will und sonst ausrastet.

Vielleicht kennst Du das SO und suchst nicht den vielschichtigen Disskutierer, der auf den ersten Blick zu anstrengend erscheinen mag?

Oft trifft man Entscheidungen aus Gewohnheit, weil genau diese Entscheidungen am bequemsten erscheinen.

Mach doch mal eine Beziehungspause und schau Dir die Menschen geduldig genauer an?
Wochenendbeziehung ist doch super, da muss wenigstens keiner ausziehen, Tür bleibt zu und gut is???
 

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3. Mai 2017 um 18:21

Ja, du hast wirklich Recht mit dem Beschützer. Er ist super zuverlässig, organisiert sehr gerne, nimmt mir vieles ab - und schlägt mich. Sicher ist es leichter, die Kinder sind groß und er wohnt nicht bei mir, das ist wirklich einfacher.
Trotzdem finde ich die Reaktionen derjenigen, die nicht betroffen sind, überzogen. Ich höre auch "Wenn mir einer mal eine Ohrfeige gibt, dann frage ich ihn, ob er spinnt und gehe sofort" Niemand, der das nicht erlebt hat, kann voraus sagen, wie er reagiert. So wie man nicht weiß, wie man reagiert, wenn man überfallen wird. Solange man es nicht selber erlebt hat.

Die körperliche Gewalt setzt immer überraschend, "überfallsartig" ein. Ich bin dann wie paralysiert, als würde ich mich tot stellen. Nicht bewußt, sondern das Hirn schaltet sich aus und der Körper reagiert irgendwie. Keine Rede davon, dass man da noch ganze Sätze formuliert.
Ich schlafe danach wie im Reflex ein. Wirklich wie tot. Oder eher wie ohnmächtig.
Ja, am nächsten Tag ginge es. Aber da ist er ja super nett und sanft und zerknirscht.

Ja, ich werde mich trennen. Tagsüber. Bei klarem Verstand. Und Handlungsfähigkeit.

Ich bekomme auch immer wieder den Tipp, in Therapie zu gehen. War schon bei meinem Ehemann so - er betrügt mich und schlägt mich und ich soll derweil in Therapie. DAs finde ich auch irgendwie wie Hohn.

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3. Mai 2017 um 18:24
In Antwort auf katinka219

Ja, du hast wirklich Recht mit dem Beschützer. Er ist super zuverlässig, organisiert sehr gerne, nimmt mir vieles ab - und schlägt mich. Sicher ist es leichter, die Kinder sind groß und er wohnt nicht bei mir, das ist wirklich einfacher.
Trotzdem finde ich die Reaktionen derjenigen, die nicht betroffen sind, überzogen. Ich höre auch "Wenn mir einer mal eine Ohrfeige gibt, dann frage ich ihn, ob er spinnt und gehe sofort" Niemand, der das nicht erlebt hat, kann voraus sagen, wie er reagiert. So wie man nicht weiß, wie man reagiert, wenn man überfallen wird. Solange man es nicht selber erlebt hat.

Die körperliche Gewalt setzt immer überraschend, "überfallsartig" ein. Ich bin dann wie paralysiert, als würde ich mich tot stellen. Nicht bewußt, sondern das Hirn schaltet sich aus und der Körper reagiert irgendwie. Keine Rede davon, dass man da noch ganze Sätze formuliert.
Ich schlafe danach wie im Reflex ein. Wirklich wie tot. Oder eher wie ohnmächtig.
Ja, am nächsten Tag ginge es. Aber da ist er ja super nett und sanft und zerknirscht.

Ja, ich werde mich trennen. Tagsüber. Bei klarem Verstand. Und Handlungsfähigkeit.

Ich bekomme auch immer wieder den Tipp, in Therapie zu gehen. War schon bei meinem Ehemann so - er betrügt mich und schlägt mich und ich soll derweil in Therapie. DAs finde ich auch irgendwie wie Hohn.

Nur zum Punkt Therapie:
Therapie bedeutet nicht, dass man krank ist. Oder schwach. Oder hilflos. Oder nicht normal.
Therapie bedeutet einfach nur, dass man Interesse daran hat, sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Nicht davon zu laufen.
Das ist alles

Versuchs mal so zu sehen!

(Ich war wegen einer "Kleinigkeit" in Therapie und das war für mich als Mensch das Beste das ich je gemacht habe!)

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3. Mai 2017 um 19:45
In Antwort auf katinka219

Ja, du hast wirklich Recht mit dem Beschützer. Er ist super zuverlässig, organisiert sehr gerne, nimmt mir vieles ab - und schlägt mich. Sicher ist es leichter, die Kinder sind groß und er wohnt nicht bei mir, das ist wirklich einfacher.
Trotzdem finde ich die Reaktionen derjenigen, die nicht betroffen sind, überzogen. Ich höre auch "Wenn mir einer mal eine Ohrfeige gibt, dann frage ich ihn, ob er spinnt und gehe sofort" Niemand, der das nicht erlebt hat, kann voraus sagen, wie er reagiert. So wie man nicht weiß, wie man reagiert, wenn man überfallen wird. Solange man es nicht selber erlebt hat.

Die körperliche Gewalt setzt immer überraschend, "überfallsartig" ein. Ich bin dann wie paralysiert, als würde ich mich tot stellen. Nicht bewußt, sondern das Hirn schaltet sich aus und der Körper reagiert irgendwie. Keine Rede davon, dass man da noch ganze Sätze formuliert.
Ich schlafe danach wie im Reflex ein. Wirklich wie tot. Oder eher wie ohnmächtig.
Ja, am nächsten Tag ginge es. Aber da ist er ja super nett und sanft und zerknirscht.

Ja, ich werde mich trennen. Tagsüber. Bei klarem Verstand. Und Handlungsfähigkeit.

Ich bekomme auch immer wieder den Tipp, in Therapie zu gehen. War schon bei meinem Ehemann so - er betrügt mich und schlägt mich und ich soll derweil in Therapie. DAs finde ich auch irgendwie wie Hohn.

"Ich bekomme auch immer wieder den Tipp, in Therapie zu gehen. War schon bei meinem Ehemann so - er betrügt mich und schlägt mich und ich soll derweil in Therapie. DAs finde ich auch irgendwie wie Hohn."

Du gehst ja nicht zur Therapie, weil Du die "kranke" in der Beziehung bist, sondern um mit dem, was der eingentlich Kranke Dir angetan hat, zu verarbeiten...

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3. Mai 2017 um 19:59

Ich hatte gar keine gewalterfahrung - bis zu meiner Ehe. 
Fasse mir echt an den Kopf, dass ich anscheinend permanent Opfer bin - warum auch immer. 
Ja ich denke es ist klar dass es nicht das letzte mal war. Es waren ganz normale Tage, es ist gar nichts besonderes passiert ... 

Ja und ich werde mich trennen. Bin denke ich stark genug - aber es ist eine extreme Erfahrung - der Feind in meinem Bett. 

ist schon Wahnsinn wenn so eine Aggressivität abgeht aus heiterem Himmel - wie Krieg. 

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3. Mai 2017 um 20:03
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

"Ich bekomme auch immer wieder den Tipp, in Therapie zu gehen. War schon bei meinem Ehemann so - er betrügt mich und schlägt mich und ich soll derweil in Therapie. DAs finde ich auch irgendwie wie Hohn."

Du gehst ja nicht zur Therapie, weil Du die "kranke" in der Beziehung bist, sondern um mit dem, was der eingentlich Kranke Dir angetan hat, zu verarbeiten...

Ich hatte nach meiner Ehe mehrere Stunden bei zwei Therapeuten - hat gar nix gebracht. Ich wirke so Patent und stark und easy dass alles so an der Oberfläche geblieben ist ...  hab dann aufgehört weil es gar keine Erkenntnisse für mich gebracht hat. 
Vielleicht machd ich noch einen Versuch ...

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3. Mai 2017 um 20:12
In Antwort auf katinka219

Ich hatte nach meiner Ehe mehrere Stunden bei zwei Therapeuten - hat gar nix gebracht. Ich wirke so Patent und stark und easy dass alles so an der Oberfläche geblieben ist ...  hab dann aufgehört weil es gar keine Erkenntnisse für mich gebracht hat. 
Vielleicht machd ich noch einen Versuch ...

mach das.

so eine therapie soll vorrangig dazu dienen, dass du dich besser sehen und verstehen kannst.
dass du zum zweiten mal an einen schläger geraten  bist, deutet schon ein wenig auf ein "muster" hin, dem du folgst.
​soll heissen, du suchst dir unbewusst die männer aus, die so gewaltbereit sind. und genau dieses muster gilt es zu erkennen, zu erkennen, warum du das tust, was genau du an solchen männern als vertraut empfindest, wieso sie dir attraktiv erscheinen.
​so ein verhalten kann man alleine nicht erkennen, alleine erkennt man nicht, warum man so handelt, wie man es eben tut.
​genau dieses handeln zu durchschauen und zu verstehen, ist aber wichtig damit du in zukunft andere methoden anwenden kannst und genau solche männer vermeiden lernst.

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3. Mai 2017 um 20:18

Ja das klingt nachvollziehbar - vielleicht suche ich mir einen Therapeuten aus dem Bereich Gewalt / Frauenhaus oder so ... die schon Vorwissen haben ... und schon so Muster erkennen können 

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3. Mai 2017 um 20:22
In Antwort auf katinka219

Ich hatte nach meiner Ehe mehrere Stunden bei zwei Therapeuten - hat gar nix gebracht. Ich wirke so Patent und stark und easy dass alles so an der Oberfläche geblieben ist ...  hab dann aufgehört weil es gar keine Erkenntnisse für mich gebracht hat. 
Vielleicht machd ich noch einen Versuch ...

Ich hatte meinen Sohn mal länger in theraputischer Behandlung und kann auch nicht nur gutes über diese Leute berichten...

Die Frage ist auch, ob Du so was für Dich brauchst oder eben auch ohne klarkommst...

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3. Mai 2017 um 20:30

Ja es ist ja so, dass in Therapie alles über Worte / übers sprechen geht - wenn das nicht klappt, dann geht's nicht. 
Mal sehen 

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3. Mai 2017 um 20:32
In Antwort auf katinka219

Ich hatte nach meiner Ehe mehrere Stunden bei zwei Therapeuten - hat gar nix gebracht. Ich wirke so Patent und stark und easy dass alles so an der Oberfläche geblieben ist ...  hab dann aufgehört weil es gar keine Erkenntnisse für mich gebracht hat. 
Vielleicht machd ich noch einen Versuch ...

Hallo Katinka.

Was Du hier so geschrieben hast ist traurig. Nicht wegen Dir, sondern wegen den Mit"menschen", die Dich in so einer Situation auch noch fertig machen müssen. Was Du hier beschreibst lese/ höre ich nicht zum ersten mal.
Du bist nun zum zweiten mal an jemand gewalttätiges geraten. Das ist schlimm, aber noch lange nicht aussagekräftig.
Was dein Verhalten in der Konfliktsituation angeht, das nennt man Schockstarre. es gibt verschiedene Grade der mentalen Bereitschaft, stark vereinfacht von weiss (Zuhause vor dem Fernseher, halbschlaf etc.) über gelb (Autofahren) bis Rot ( Aktuelle Konflikt/ Gefahrensituation).
Wenn Du von halbwegs präsent (gelb aufwärts) in eine Stresssituation gerätst, entscheidet dein Stammhirn binnen Sekundenbruchteilen über Kampf oder Flucht. Wenn du aber gänzlich mental unvorbereitet in eine Rotsituation gerätst, ist die häufigste Reaktion die Schockstarre. Das ist ein Überbleibsel aus der Zeit, in der wir Menschen noch nicht die Spitze der Nahrungskette repräsentierten und als die meisten Raubtiere optisch auf Bewegung reagierten.
Stark vereinfacht, wenn man zu blöd oder zu langsam war, rechtzeitig wegzulaufen oder sich kampfbereit zu machen, bot die Taktik "Salzsäule" die nächstbeste Überlebensschance. Von dem her ist also in deinem Oberstübschen alles in Ordnung.

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3. Mai 2017 um 20:45
In Antwort auf schnueffelix

Hallo Katinka.

Was Du hier so geschrieben hast ist traurig. Nicht wegen Dir, sondern wegen den Mit"menschen", die Dich in so einer Situation auch noch fertig machen müssen. Was Du hier beschreibst lese/ höre ich nicht zum ersten mal.
Du bist nun zum zweiten mal an jemand gewalttätiges geraten. Das ist schlimm, aber noch lange nicht aussagekräftig.
Was dein Verhalten in der Konfliktsituation angeht, das nennt man Schockstarre. es gibt verschiedene Grade der mentalen Bereitschaft, stark vereinfacht von weiss (Zuhause vor dem Fernseher, halbschlaf etc.) über gelb (Autofahren) bis Rot ( Aktuelle Konflikt/ Gefahrensituation).
Wenn Du von halbwegs präsent (gelb aufwärts) in eine Stresssituation gerätst, entscheidet dein Stammhirn binnen Sekundenbruchteilen über Kampf oder Flucht. Wenn du aber gänzlich mental unvorbereitet in eine Rotsituation gerätst, ist die häufigste Reaktion die Schockstarre. Das ist ein Überbleibsel aus der Zeit, in der wir Menschen noch nicht die Spitze der Nahrungskette repräsentierten und als die meisten Raubtiere optisch auf Bewegung reagierten.
Stark vereinfacht, wenn man zu blöd oder zu langsam war, rechtzeitig wegzulaufen oder sich kampfbereit zu machen, bot die Taktik "Salzsäule" die nächstbeste Überlebensschance. Von dem her ist also in deinem Oberstübschen alles in Ordnung.

Danke so sehr !!! 
Jedes deiner Worte stärkt mich ! 
Ja das stimmt so ...! 

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3. Mai 2017 um 20:59
In Antwort auf katinka219

Danke so sehr !!! 
Jedes deiner Worte stärkt mich ! 
Ja das stimmt so ...! 

Sehr gerne.
Eines noch. Du bist nicht! schuld daran, dass an dir Gewalt ausgeübt wurde. In keinster Weise, es sei denn Du hättest es bewusst und willentlich provoziert. Aber dann wärst Du wohl kaum hier und suchtest Rat. Ich glaube, Du suchst eine Erklärung für etwas, das nicht erklärt werden muss. Er hat eine grenze überschritten, nicht Du. Sein Fehlverhalten, nicht deines. Ich kann Dir nur raten, schnell und sauber einen Schlussstrich unter das ganze zu setzen und "Zur Tagesordnung" überzugehen.
Du sagst, du seist stark und taff also behandle Ihn wie er es verdient. Nämlich wie ein ranzig gewordenes Stück Käse. Tonne, Einweg .

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3. Mai 2017 um 21:11
In Antwort auf schnueffelix

Sehr gerne.
Eines noch. Du bist nicht! schuld daran, dass an dir Gewalt ausgeübt wurde. In keinster Weise, es sei denn Du hättest es bewusst und willentlich provoziert. Aber dann wärst Du wohl kaum hier und suchtest Rat. Ich glaube, Du suchst eine Erklärung für etwas, das nicht erklärt werden muss. Er hat eine grenze überschritten, nicht Du. Sein Fehlverhalten, nicht deines. Ich kann Dir nur raten, schnell und sauber einen Schlussstrich unter das ganze zu setzen und "Zur Tagesordnung" überzugehen.
Du sagst, du seist stark und taff also behandle Ihn wie er es verdient. Nämlich wie ein ranzig gewordenes Stück Käse. Tonne, Einweg .

tschuldigung, wenn ich da ganz vehement widerpreche!

"zur tagesordnung überzugehen und einen schlussstrich unter das ganze zu setzen" ist das falscheste, was in so einer situation angeraten werden kann!

der te ist es mehrfach passiert, dass sie an gewalttätige männer geraten ist. an männer, die sie betrogen haben, die sie erniedrigt haben, die sie geschlagen und sie kleingehalten haben.

​genau JETZT ist es dringend an der zeit, etwas dagegen zu tun! sie muss JETZT lernen, was sie dazu veranlasst hat, diese männer zu wählen, wieso sie diese männer hat über sich bestimmen lassen und sie muss JETZT lernen, wie sie das zukünftig verhindern kann!

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3. Mai 2017 um 21:13
In Antwort auf schnueffelix

Sehr gerne.
Eines noch. Du bist nicht! schuld daran, dass an dir Gewalt ausgeübt wurde. In keinster Weise, es sei denn Du hättest es bewusst und willentlich provoziert. Aber dann wärst Du wohl kaum hier und suchtest Rat. Ich glaube, Du suchst eine Erklärung für etwas, das nicht erklärt werden muss. Er hat eine grenze überschritten, nicht Du. Sein Fehlverhalten, nicht deines. Ich kann Dir nur raten, schnell und sauber einen Schlussstrich unter das ganze zu setzen und "Zur Tagesordnung" überzugehen.
Du sagst, du seist stark und taff also behandle Ihn wie er es verdient. Nämlich wie ein ranzig gewordenes Stück Käse. Tonne, Einweg .

Ja du hast recht - es muss nicht erklärt werden. Es gibt wahrscheinlich gar keine Erklärung was ihn betrifft - das blöde Stück Käse 😃

Ich hab ihn null provoziert, oder nicht mehr als man bei einer banalen Diskussion provoziert ...
beim letzten Mal hab ich schon geschlafen - er hat mich wachgerüttelt und ... 

ja sogar das hier zu schreiben ist mir peinlich, ich schäme mich dafür.
dad ist seltsam und schrecklich 

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3. Mai 2017 um 21:14
In Antwort auf apfelsine8

tschuldigung, wenn ich da ganz vehement widerpreche!

"zur tagesordnung überzugehen und einen schlussstrich unter das ganze zu setzen" ist das falscheste, was in so einer situation angeraten werden kann!

der te ist es mehrfach passiert, dass sie an gewalttätige männer geraten ist. an männer, die sie betrogen haben, die sie erniedrigt haben, die sie geschlagen und sie kleingehalten haben.

​genau JETZT ist es dringend an der zeit, etwas dagegen zu tun! sie muss JETZT lernen, was sie dazu veranlasst hat, diese männer zu wählen, wieso sie diese männer hat über sich bestimmen lassen und sie muss JETZT lernen, wie sie das zukünftig verhindern kann!

Ja das wird mir jetzt irgendwie auch klar - ja stimmt 

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3. Mai 2017 um 21:26
In Antwort auf apfelsine8

tschuldigung, wenn ich da ganz vehement widerpreche!

"zur tagesordnung überzugehen und einen schlussstrich unter das ganze zu setzen" ist das falscheste, was in so einer situation angeraten werden kann!

der te ist es mehrfach passiert, dass sie an gewalttätige männer geraten ist. an männer, die sie betrogen haben, die sie erniedrigt haben, die sie geschlagen und sie kleingehalten haben.

​genau JETZT ist es dringend an der zeit, etwas dagegen zu tun! sie muss JETZT lernen, was sie dazu veranlasst hat, diese männer zu wählen, wieso sie diese männer hat über sich bestimmen lassen und sie muss JETZT lernen, wie sie das zukünftig verhindern kann!

Es waren 2. Wären es 6 oder sieben gewesen, hätte das eine gewisse Beweiskraft. Mit "Zur Tagesordnung übergehen" meinte ich in keinster Weise, den vorfall zu bagatellisieren.
Ich halte es eher bedenklich, dass man schon nach dem Psychoonkel schreit. Ok, die Erlebnisse waren alles andere als schön. Allerdings hat Katinka die Problematik von sich aus erkannt und sucht ebenso von sich aus eine Lösung. Natürlich ist es ratsam, sich hinterher hinzusetzen und zu analysieren. Aber so wie hier teilweise schon aufgebauscht wird und irgendwelche Krankheiten vorgezeichnet werden ist garantiert auch nicht zielführend. 

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3. Mai 2017 um 21:26

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie tough ich im Alltag bin. Und bei Männern der letzte krümel 
ja muss was ändern .., 
 

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3. Mai 2017 um 21:28

Da stimme ich absolut zu. Nur sähe ich da eine gezielte Stärkung des Selbstvertrauens als effektiver an. Denn das ist offenbar schon vorhanden, worauf man aufbauen kann.

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3. Mai 2017 um 21:30
In Antwort auf schnueffelix

Es waren 2. Wären es 6 oder sieben gewesen, hätte das eine gewisse Beweiskraft. Mit "Zur Tagesordnung übergehen" meinte ich in keinster Weise, den vorfall zu bagatellisieren.
Ich halte es eher bedenklich, dass man schon nach dem Psychoonkel schreit. Ok, die Erlebnisse waren alles andere als schön. Allerdings hat Katinka die Problematik von sich aus erkannt und sucht ebenso von sich aus eine Lösung. Natürlich ist es ratsam, sich hinterher hinzusetzen und zu analysieren. Aber so wie hier teilweise schon aufgebauscht wird und irgendwelche Krankheiten vorgezeichnet werden ist garantiert auch nicht zielführend. 

ich weiss nicht, was du liest und wie du liest, aber ich seh hier niemanden, der der te irgendeine art von krankheit attestiert.

​hier geht es darum, sich selber zu verstehen, das eigene handeln aufschlüsseln zu können und änderungen herbeizuführen, damit die te nicht wieder an solche männer gerät. wenn du das als krankheit siehst, meinetwegen, ich sehe es nicht so.

und jetzt bin ich raus.

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3. Mai 2017 um 21:35
In Antwort auf apfelsine8

ich weiss nicht, was du liest und wie du liest, aber ich seh hier niemanden, der der te irgendeine art von krankheit attestiert.

​hier geht es darum, sich selber zu verstehen, das eigene handeln aufschlüsseln zu können und änderungen herbeizuführen, damit die te nicht wieder an solche männer gerät. wenn du das als krankheit siehst, meinetwegen, ich sehe es nicht so.

und jetzt bin ich raus.

Danke dir noch schnell ! 

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3. Mai 2017 um 21:37
In Antwort auf katinka219

Danke dir noch schnell ! 

gerne!

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3. Mai 2017 um 21:43
In Antwort auf apfelsine8

ich weiss nicht, was du liest und wie du liest, aber ich seh hier niemanden, der der te irgendeine art von krankheit attestiert.

​hier geht es darum, sich selber zu verstehen, das eigene handeln aufschlüsseln zu können und änderungen herbeizuführen, damit die te nicht wieder an solche männer gerät. wenn du das als krankheit siehst, meinetwegen, ich sehe es nicht so.

und jetzt bin ich raus.

Das war auch eher auf die allgemeine tendenz in diesem Forum gemünzt. Aus dem grund dass sher oft Stimmen Laut werden mit aussagen à la "Du hast bestimmt dieses superschlimme xyz, da würd ich sofoert zum Spezialisten"...
Und nein, ich habe Katinka ebensowenig eine Krankheit attestiert, geschweige denn dass ich sowas als Krankheit ansehe.
Was mir jetzt eher ein Rätsel aufwirft, ist einerseits wie man aus meinem Geschriebenen das herausinterpretiert und andererseits der Tonfall. Das eigene Handeln aufzschlüsseln und verändern setzt den ersten Schritt der Selbstreflektion voraus. Dieser ist bereits geschehen, wenn man also selber zu gehen imstande ist, wozu sich dann eine Krücke kaufen?

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3. Mai 2017 um 21:47
In Antwort auf schnueffelix

Das war auch eher auf die allgemeine tendenz in diesem Forum gemünzt. Aus dem grund dass sher oft Stimmen Laut werden mit aussagen à la "Du hast bestimmt dieses superschlimme xyz, da würd ich sofoert zum Spezialisten"...
Und nein, ich habe Katinka ebensowenig eine Krankheit attestiert, geschweige denn dass ich sowas als Krankheit ansehe.
Was mir jetzt eher ein Rätsel aufwirft, ist einerseits wie man aus meinem Geschriebenen das herausinterpretiert und andererseits der Tonfall. Das eigene Handeln aufzschlüsseln und verändern setzt den ersten Schritt der Selbstreflektion voraus. Dieser ist bereits geschehen, wenn man also selber zu gehen imstande ist, wozu sich dann eine Krücke kaufen?

Das ist nochmal echt eine gute Antwort - mein Verstand rattert ununterbrochen- selbstreflexuon ist da. Ich selber bin mir nicht sicher, ob jemand Außenstehender das alles erfassen kann ... 

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3. Mai 2017 um 22:00
In Antwort auf apfelsine8

ich weiss nicht, was du liest und wie du liest, aber ich seh hier niemanden, der der te irgendeine art von krankheit attestiert.

​hier geht es darum, sich selber zu verstehen, das eigene handeln aufschlüsseln zu können und änderungen herbeizuführen, damit die te nicht wieder an solche männer gerät. wenn du das als krankheit siehst, meinetwegen, ich sehe es nicht so.

und jetzt bin ich raus.

Shit happens. Es gibt einfach zu viele Idioten und Gestörte um ihnen allen aus dem Weg gehen zu können. Die Wahrscheinlich ein oder zweimal an so jemanden zu geraten ist hoch. 
Ich hatte auch zweimal das Glück und war nicht in der Lage das zu vermeiden.
Ich hatte auch große Sorge, dass mit mir etwas nicht stimmen könnte.
Ich habe dann meinen Mann kennen gelernt und so schlimm scheint es mit mir dann doch nicht zu sein denn alle Probleme lösen sich nach und nach auf und wir führen einfach eine gute Beziehung ohne große Dramen, Gewalt, Stress, Erniedrigungen...
 

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3. Mai 2017 um 22:24
In Antwort auf katinka219

Das ist nochmal echt eine gute Antwort - mein Verstand rattert ununterbrochen- selbstreflexuon ist da. Ich selber bin mir nicht sicher, ob jemand Außenstehender das alles erfassen kann ... 

Oh danke - auch das ist eine Hoffnung ! Ich glaub ja auch nicht , dass mit mir etwas grundsätzlich falsch ist .., 
was aber das Forum zeigt - ich muss meine Handlungsunfähigkeit zurück gewinnen - jetzt im Moment 

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3. Mai 2017 um 22:52

Dein Kommentar zeigt mir, dass du nie in einer Gewalt Beziehung warst. Ich war 1 Jahr mit ihm zusammen bis es anfing - in einem Jahr malt man sich soviel aus .., das ist nicht der Schläger dem man das ansieht ... er ist kommunal Politiker und theoretisch feminist 
es gibt so viele facetten ... 

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3. Mai 2017 um 23:21

Da machst du es dir ein wenig sehr einfach. Du suggerierst, dass man es den Typen n der Nase ansiehst. Ich kann dir nur sagen, dem ist nicht so. Dumerkst es anfangs nicht. Das entwickelt sich manchmal schleichend, häppchenweise... und schon hängst du in Gefühlen und -vermeintlichen oder auch realen- Abhängigkeiten die dich länger als gesund wäre in der destruktiven Beziehung bleiben lassen.

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4. Mai 2017 um 10:40
In Antwort auf katinka219

Kurz meine Story: mein Mann hat mich in meiner Ehe (2 Kinder) jahrelang betrogen. Am Ende der Ehe ist er gewaltätig geworden, hat mich geschlagen und gewürgt, so dass einmal sogar die Polizei gekommen ist. Das ist zwei Jahre her. 
Seit einem Jahr habe ich wieder einen Freund. Wochenendbeziehung - wir arbeiten in verschiedenen Städten. Und er wird jetzt auch gegen mich gewalttätig. Anbrüllen, Schubsen, Ohrfeigen.
Ich bin geschockt und fass es nicht. Bin ich ewiges Opfer? Nein, bin ich nicht, bin erfolgreich, nicht hässlich, eigentlich auch selbstbewußt. Aber anscheinend Opfer. Ich werde mich trennen müssen, was eine riesige Aufgabe ist; dazwischen ist es echt nett mit ihm. Die Familie hat ihn akzeptiert. Ich muss Schluss machen und das fällt mir schwer. Aber ich weiss, dass es keine Alternative gibt. Es wird wohl nicht besser werden mit ihm. 
Was mich wirklich schockiert sind die Reaktionen auf meine Geschichte. Im Netz und offline. Diese sind einheitlich "Selber schuld!" "Lass dich mal therapieren, wenn du immer an die falschen Männer gerätst" "Kein Jammern - hast du dir selber zu zu schreiben" Ich denke, wenn ich beim Drachenfliegen abgestürzt wäre, hätte ich keinen solchen Hass im Netz zu erwarten, oder wenn ich mit der Hand in die Kreissäge geraten wäre - wobei ich ja da auch selber schuld wäre. 
Warum bricht so ein Hass der Umwelt los, wenn man sich in einer Gewaltbeziehung findet - diese baut sich langsam auf, der Täter ist nicht von Anfang an und nicht immer der Arsch. Ich bin da hinein geraten, ich muss da hinaus finden; es ist schrecklich für mich, aber ich bin NICHT SCHULD! 
Anscheinend ist das eines der letzten großen Tabus, wo es riesige Abwehrhaltungen und Vorverurteilungen gibt. Und zwar gegen Frauen, die so etwas schildern. Warum? 

nein, dafür, dass er austickt und Grenzen überschreitet, kannst Du nichts.
Dafür, wie Du damit umgehst, aber schon - denn das ist alles Deine Entscheidung.

Es ist Deine Entscheidung, mit der Trennung so lange zu warten und nicht sofort die Konsequenzen zu ziehen. Damit entscheidest Du Dich auch FÜR alle folgenden Vorfälle. Und mit jedem Vorfall ohne dass Du Konsequenzen ziehst, wieder für die nächsten davon. Das ist eine Konsequenz Deiner Entscheidung.
Es ist Deine Entscheidung, auch nachdem er jede Grenze überschritten hat, noch auf ein Wunder zu hoffen. Nun, das Wunder kommt nicht, es wird nicht alles wieder gut, aber Du hälst Dich selbst damit in Deiner Situation fest.
Es ist Deine Entscheidung, dass wohl auch jetzt noch das "ABER... " beim Thema Trennung so viel Gewicht hat. Nun, wenn das ABER fast so wichtig ist wie die Gewalt, die die erfährt, ist es Dir das ja wohl auch wert, oder? Es ist schwer? Weil Du ihn ja liebst? Mag sein, aber Du entscheidest, dass Dir das "ich liebe ihn ja" wichtiger ist als das "er schlägt mich", denn sonst wärst Du WEG und würdest Dich dem Liebeskummer stellen (oder was auch immer sonst es ist, was es schwer macht).

Deswegen sind die Reaktionen so, würde ich mal annehmen.

Wenn Du allein nicht herauskommst, brauchst DuHilfe, ja. Und die logischste und sinnvollste Hilfe wäre vermutlich tatsächlich eine Psychotherapie.

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4. Mai 2017 um 10:50
In Antwort auf herbstblume6

Da machst du es dir ein wenig sehr einfach. Du suggerierst, dass man es den Typen n der Nase ansiehst. Ich kann dir nur sagen, dem ist nicht so. Dumerkst es anfangs nicht. Das entwickelt sich manchmal schleichend, häppchenweise... und schon hängst du in Gefühlen und -vermeintlichen oder auch realen- Abhängigkeiten die dich länger als gesund wäre in der destruktiven Beziehung bleiben lassen.

ich denke nicht, dass das etwas damit zu tun hat, ob man jemandem etwas an der Nase ansieht oder nicht.
Ja, mag sein, dass das erst nach einiger Zeit kommt und dass man da Gefühle hat - aber man hat auch Grenzen. Wenn man eine Überschreitung der eigenen Grenzen in einem so drastischen Maße zulässt und das ignoriert, damit man sich dem Liebeskummer, jemanden zu verlieren, der einem wichtig ist, nicht stellen muss, kann man da noch jemanden anders als sich selbst verantwortlich machen? DAS sehe ich einfach nicht.

Abhängigkeiten - kenne ich, verstehe ich im Groben und Ganzen auch. Aber für eine Abhängigkeit ist nie das Suchtmittel verantwortlich und nie der, der es einem gibt. Egal ob es klassische Drogen sind oder Glücksspiel oder emotiale Abhängigkeit - die Mechanismen sind die gleichen, die Probleme sind die gleichen - die Konsequenzen sind die gleichen.

Wie viel Mitgefühl würde die TE wohl ernten, wenn sie hier schreiben würde "ich habe vor 1 Jahr angefangen Heroin zu nehmen, ich weiß, dass ich aufhören muss, aber ich komme davon nicht los, das ist so schwer, denn das Gefühl high zu sein, ist so toll und jeder wendet sich deswegen von mir ab und ist garstig zu mir, wenn ich davon erzähle, statt mich zu bedauern?" - Eher sehr, sehr wenig - und würde auch kaum einen stören, dass auch die eine Meinung haben, die noch nie heroin-abhängig waren, würde ich jetzt mal tippen - Du nicht? Also - wo ist der Unterschied?

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4. Mai 2017 um 11:35
In Antwort auf herbstblume6

Da machst du es dir ein wenig sehr einfach. Du suggerierst, dass man es den Typen n der Nase ansiehst. Ich kann dir nur sagen, dem ist nicht so. Dumerkst es anfangs nicht. Das entwickelt sich manchmal schleichend, häppchenweise... und schon hängst du in Gefühlen und -vermeintlichen oder auch realen- Abhängigkeiten die dich länger als gesund wäre in der destruktiven Beziehung bleiben lassen.

P.S.: ich würde sagen, dass der beste Weg, aus einer Abhängigkeit, auch aus einer emotionalen, darin besteht, sich bewußt zu machen, dass man eben NICHT "Opfer" ist, sondern etwas tun kann und sollte.
Dass man jeden Tag über das eigene Schicksal neu entscheidet - sei es nun, in dem man nichts ändert - mit allen Konsequenzen- oder indem man etwas ändert - mit allen Konsequenzen.

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4. Mai 2017 um 19:55
In Antwort auf herbstblume6

Da machst du es dir ein wenig sehr einfach. Du suggerierst, dass man es den Typen n der Nase ansiehst. Ich kann dir nur sagen, dem ist nicht so. Dumerkst es anfangs nicht. Das entwickelt sich manchmal schleichend, häppchenweise... und schon hängst du in Gefühlen und -vermeintlichen oder auch realen- Abhängigkeiten die dich länger als gesund wäre in der destruktiven Beziehung bleiben lassen.

Das nennt man das Boiling frog phenomene. kurz ausgewalzt ist es so, dass wenn man es nur langsam genug angeht der frosch noch nicht einmal merkt, dass er gekocht wird. Schleichende Veränderungen bleiben oftmals in dem Sinn unbemerkt, bis sie von Jemand aussenstehendem fokussiert werden.

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4. Mai 2017 um 20:50

Da gebe ich absolut recht. Und dennoch wird es dann aufgrund dieses Phänomens zurechtargumentiert. Es geht nicht darum, nichts zu bemerken sondern es passiert eine Art schleichender angewöhnung. Und das tragischerweise auf beiden Seiten.

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4. Mai 2017 um 20:52
In Antwort auf schnueffelix

Da gebe ich absolut recht. Und dennoch wird es dann aufgrund dieses Phänomens zurechtargumentiert. Es geht nicht darum, nichts zu bemerken sondern es passiert eine Art schleichender angewöhnung. Und das tragischerweise auf beiden Seiten.

Eines jedoch muss ich an dieser Stelle einmal loswerden, nicht als Kritik sondern als feedback. Als Aussenstehende(r) aufgrund des eigenen Blickwinkels zu (Ver)urteilen ist ebenso leicht wie falsch. Und eine Schuld oder eine verantwortung zuzuschreiben nutzt der TE einen feuchten sch...
Dies nur mal so als Denkansatz.

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4. Mai 2017 um 21:01

ich stimme Dir in der Beschreibung zu - aber nicht in den Schlußfolgerungen.

Ja, man baut Selbstbewußtsein ab, Ängste nehmen zu - man hält, das, was einen eigentlich zerstört für das einzig wichtige und hat unvorstellbare Panik davor, es zu verlieren. Man wehrt sich mit allem, was man hat (und was die Psyche da auffahren kann ist mehr als beachtlich) dagegen, die eigentlichen Probleme zu erkennen. Noch mehr dagegen, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln. Klar, man weiß schon, dass alles nicht so ganz ok ist - irgendwie... Aber mehr weigert man sich sehen zu wollen. Und ja, auch wenn man die Erfahrung schon mal gemacht hat, ist man nicht gefeit davor, wieder genau da zu landen. Weil es sich so unbeschreiblich herrlich einfach anfühlt.
Ist bei jeder Abhängigkeit so. Weiß ich, weil ich die kenne.
Zwar bin ich wohl gegen emotionale Abhängigkeit von anderen Menschen immun - gegen andere Abhängigkeiten aber so gar nicht. Ich habe das geschrieben, was ich geschrieben habe, WEIL ich es kenne.

Selbstbewußtsein aufbauen funktioniert nur mit Entscheidungen, mit Handlungen, mit Taten. Damit die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, nicht damit, sie an andere abzugeben. Auch dann nicht, wenn man sie von den "bösen" zu den "guten" gibt - auch damit bleibt man nämlich nur Spielball. Ja, mit mangelndem Selbstbewußtsein ist das ein Problem mit der Katze, die sich in den Schwanz beißt - aber der kürzeste Weg hinaus - und so unrealistisch das klingt, auch der einfachste - ist RAUS AUS DER OPFERROLLE!

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4. Mai 2017 um 21:05
In Antwort auf schnueffelix

Eines jedoch muss ich an dieser Stelle einmal loswerden, nicht als Kritik sondern als feedback. Als Aussenstehende(r) aufgrund des eigenen Blickwinkels zu (Ver)urteilen ist ebenso leicht wie falsch. Und eine Schuld oder eine verantwortung zuzuschreiben nutzt der TE einen feuchten sch...
Dies nur mal so als Denkansatz.

das ist das, was jeder Mensch tut. Immer.
Man KANN nur auf Basis dessen urteilen, was man an eigener Perspektive, Wissen und (direkten wie indirekten) Erfahrungen hat. IMMER.

Das ist nicht falsch, sondern völlig normal. Nur so als Denkansatz.

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4. Mai 2017 um 21:15

und ich finde, dass gerade da Mitgefühl / Mitleid nicht hilfreich sind, weil sie das "Opfer-"Gefühl gewaltig stärken. So lange man "Opfer" bleibt, geht es nicht raus. Das geht erst, wenn man anfängt, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen - und das macht man nicht, wenn man sich selbst als Opfer sieht.

Aber auch das ist -wie alles, was ich schreibe, auch wenn ich es nicht jedes Mal explizit dazu schreibe - nur meine Meinung. Ich erhebe nicht den Anspruch auf göttliche Weisheit und ich habe keine Weltformel in der Hosentasche. Aber ich habe meine Erfahrungen und eine Meinung habe ich auch.

Abgesehen davon gibt es immer, in jeder Lebenssituation, bei jedem Thema, Reaktionen, die "nicht hilfreich" sind. Meiner Meinung nach sind aber auch nicht alle Menschen, dafür da, für mich "hilfreich" zu sein - was auch immer gerade mein Thema sein mag. Unter denen gibt es immer welche, die selbst auch gar nicht hilfreich sein wollen (und das ist gut und richtig so), aber auch genug, deren Ziel das eigentlich ist, die nur unter "gut gemeint kann das genaue Gegenteil von gut gemacht sein" fallen - und welche, die mir tatsächlich helfen - und den großen Rest, dem das alles völlig am *** vorbei geht. Alles normal, gut und richtig so.

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5. Mai 2017 um 20:25
In Antwort auf avarrassterne1

das ist das, was jeder Mensch tut. Immer.
Man KANN nur auf Basis dessen urteilen, was man an eigener Perspektive, Wissen und (direkten wie indirekten) Erfahrungen hat. IMMER.

Das ist nicht falsch, sondern völlig normal. Nur so als Denkansatz.

Nunja, ich ziehe auch nicht den Prozess an sich in Zweifel. Sondern dass man sich überhaupt erdreistet, sich aufgrund der par wenigen Fakten ein Urteil zu bilden. Und dann meist auch noch polarisierende Ratschläge zu geben ist dann für mich völlig unverständlich.( Nicht auf Sie gemünzt, sodnern allgemein gesprochen). So einige kommentare haben für mich etwas von einem Herzchirurgen, dem man die Augen verbindet, eine Taschenmesser in die Hand drückt und ihn so eine Bypassoperation durchzuziehen heisst....

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