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Gewalt in der ehe...(lang)

17. Juni 2008 um 19:40 Letzte Antwort: 19. August 2008 um 12:57

Mein Partner und ich sind an einem Endpunkt.

Wir sind 30 und 35 und seit zweieinhalb Jahren verheiratet. Am Samstag hatten wir Streit - er versuchte, mich im Wintergarten einzusperren und als ich mich befreien wollte, schlug er mir mit der Hand ins Gesicht. Ich war erschrocken, riss mich los und rannte die Treppe rauf, wo ich mich geistesgegenwärtig im Schlafzimmer einschloss, da dieses von innen verschliessbar ist. Er hämmerte gegen die Tür und riss diese fast aus den Angeln, zum Glück nur fast. Total entnervt schlief ich ein. Am Sonntagmorgen fuhr er nach Frankfurt/Airport auf Diebnstreise und ist jetzt erst mal für eine Woche in Indien.

Am Sonntag war ich erst mal heisshungrig, als ich aus meiner Deckung herauskam, und habe erst mal gegessen und mich gebadet. Dabei sah ich die Schäden in der Wohnung, die er an Gegenständen angerichtet hat. Das hat er früher bereits auch getan - aber er hat noch nie seine Hand gegen mich erhoben. Vielleicht war ich auch naiv und dachte, es sei relativ ungefährlich, solange er seine Aggression "nur" an unbelebten Objekten austobt.

Wir sind gebildete Leute in finanziell guten Verhältnissen. Ich habe allerdings ein Gewalttrauma aus meiner Kindheit. Mit dieser Situation werde ich nicht fertig.

Da ich keine Angehörigen am Wohnort und in der Nähe habe und am Sonntag völig konfus war, rief ich bei der Telefonseelsorge an. Die rieten mir, Anzeige zu erstatten. Ich ging auch am Sonntagabend zur Polizei und hatte das Glück, eine sehr freundliche und verständnisvolle KP-Beamtin zu finden, die sich der Sache annahm und die Vorgänge dokumentierte. Sie meinte, ich hätte nun noch drei Monate Zeit, um endgültig zu entscheiden, ob ich Strafantrag stellen möchte oder nicht.

Gestern war ein einigermassen ruhiger Tag, den brauchte ich mal zur Erholung, heute (Dienstag) habe ich einen Anwaltstermin vereinbart und mir sogar schon eine Wohnung angesehen, die bald frei wird. Denn ich kann hier kein Gewaltenschutzgesetz geltend machen - ich muss selbst ausziehen, was natürlich eine zusätzliche Belastung ist. Doch ich glaube, in diesem Haus mit diesen Erinnerungen werde ich auch so nicht mehr glücklich.

Ich bin fassungslos, was ist nur aus meinem Leben geworden?! Und zugleich -- ambivalent --- ja, ich sehe ihn nicht als brutalen Idioten, sondern irgendwie auch als Opfer der Situation, ich mag ihn noch, wir haben viel gemeinsam erlebt. Aber ich kann keine Wiederholung riskieren und ich kann auch den psychischen Druck nicht aushalten, der in dieser immer gespannten Atmosphäre herrscht.

Mir blutet das Herz. Hier ist so viekles, was ich liebe und vermisse und worauf ich nicht verzichten will - mein Garten, meine Haustiere...ich habe solche Angst vor dem Ungewissen und zugleich weiss ich, dass "Lebensqualität" für mich seit Jahren ein Fremdwort ist.

Was kann ich nur tun...?

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17. Juni 2008 um 20:50

Hmmm..
also hat er dir dann eine ohrfeige gegeben oder dir eine faust gegeben???? da ist ja ein riesen unterschied ich meine es kann jedem mal passieren das einem mal die Hand ausrutscht, wenn es nicht gerade extrem die Faust ist aber falls es nur ein Klatscher sein sollte finde ich dein Verhalten extrem übertrieben! Gleich deine ehe zu riskieren ich meine wozu heiratet man denn??? schade das es heutzutage so viele Scheidungen auf der Welt gibt.
naja viel glück dennoch
tschüß

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17. Juni 2008 um 22:55

Hier wurden Grenzen überschritten
wenn die einmal überschritten sind, kann das jederzeit wieder passieren. Du kennst bereits die Hintergründe. Du weißt, dass du in dein Leben ziehst, was du aus der Kindheit kennst
(unbewusst) Bitte suche dir Hilfe, mach eine
Therapie, denn sonst wird dich dieses Thema dein restliches Leben begleiten. Ich wünsche dir alles Gute. Bitte lass dir helfen.
Gruß melike

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18. Juni 2008 um 1:48

Liebe sonnenblume,
zunächst einmal hast du bis jetzt genau das richtige getan.
du schaust dich nach einer wohnung um, warst bei der polizei....respekt.
wie in einem anderen thread schon erwähnt komme ich aus der pharmacie. bin also ständig mit supergebildeten menschen zusammen. guckt ma aber hinter die mauer, stinkt es gewaltig. du ahnst nicht, wieviel gewalt es dort gibt. gewalt ist also keine frage der intelligenz.
wieso siehst du deinen mann als opfer der situation?????
er weiss genau was er tut. schon auf eine dienstreise zu fahren und dich in dem zustand zurückzulassen ist der gipfel.
und glaube mir...er wird sich nicht ändern....
ein mensch ändert sich nicht, er verstellt sich und irgendwann kocht die sch...wieder hoch.
der ständige psychische druck macht krank. erst an der seele, dann am körper..(wenn die seele weint....)
ich bin damals ins ungewisse gegangen. mit gebrochenen rippen, 2 kindern..wobei eines 5 monate war.er hat mich nur einmal geschlagen. einmal zuviel. die entscheidung war richtig..er hat seine freundin nach mir auch verprügelt. also...wie gesagt.... mach nen cut....
und was meine vorrednerin gesagt hat ist stuss.
es macht keinen unterschied ob mit der hand oder mit der faust geschlagen wird.
ich wünsche dir viiiiel kraft.....kannst mir auch ne pn schreiben..
kannst du die haustiere nicht mitnehmen????
lg duftegrüsse

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18. Juni 2008 um 3:18
In Antwort auf vzg|r_12080906

Liebe sonnenblume,
zunächst einmal hast du bis jetzt genau das richtige getan.
du schaust dich nach einer wohnung um, warst bei der polizei....respekt.
wie in einem anderen thread schon erwähnt komme ich aus der pharmacie. bin also ständig mit supergebildeten menschen zusammen. guckt ma aber hinter die mauer, stinkt es gewaltig. du ahnst nicht, wieviel gewalt es dort gibt. gewalt ist also keine frage der intelligenz.
wieso siehst du deinen mann als opfer der situation?????
er weiss genau was er tut. schon auf eine dienstreise zu fahren und dich in dem zustand zurückzulassen ist der gipfel.
und glaube mir...er wird sich nicht ändern....
ein mensch ändert sich nicht, er verstellt sich und irgendwann kocht die sch...wieder hoch.
der ständige psychische druck macht krank. erst an der seele, dann am körper..(wenn die seele weint....)
ich bin damals ins ungewisse gegangen. mit gebrochenen rippen, 2 kindern..wobei eines 5 monate war.er hat mich nur einmal geschlagen. einmal zuviel. die entscheidung war richtig..er hat seine freundin nach mir auch verprügelt. also...wie gesagt.... mach nen cut....
und was meine vorrednerin gesagt hat ist stuss.
es macht keinen unterschied ob mit der hand oder mit der faust geschlagen wird.
ich wünsche dir viiiiel kraft.....kannst mir auch ne pn schreiben..
kannst du die haustiere nicht mitnehmen????
lg duftegrüsse

Zukunft
Die Frage ist natürlich die nach einem Weiterleben nach seiner Gewalt.

Könnte ich von der EINMALIGKEIT überzeugt sein, würde die Wunde wahrscheinlich wieder heilen, wenngleich mit einem ständigen Misstrauen verbunden.

Doch ich befürchte, zu naiv zu sein im Glauben, dass es sich nicht wiederholt.

Ich muss gerade lachen: Du glaubst doch nicht, der hätte seine Dienstreise abgesagt für mich? Undenkbar, er ist mit seinem Job verheiratet.

Nein, die Haustiere kann ich wohl nicht mitnehmen, habe ausserhalb des Hauses und des hiesigen beruflichen arrangements woanders noch keine gesicherte Perspektive und will es ihnen nicht zumuten.

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18. Juni 2008 um 3:24
In Antwort auf melike13

Hier wurden Grenzen überschritten
wenn die einmal überschritten sind, kann das jederzeit wieder passieren. Du kennst bereits die Hintergründe. Du weißt, dass du in dein Leben ziehst, was du aus der Kindheit kennst
(unbewusst) Bitte suche dir Hilfe, mach eine
Therapie, denn sonst wird dich dieses Thema dein restliches Leben begleiten. Ich wünsche dir alles Gute. Bitte lass dir helfen.
Gruß melike

Bekannt
Ich bin psychologisch gebildet und habe mir auch - kurioserweise schon VOR unserer Ehe, da ich von seinem Antrag und unserer Zukunft nicht überzeugt war - von einem Bekannten Supervision geben lassen.

Es bringt ja nichts.

Die klassische Traumatologie hat ausser Verhaltenstherapie und EMDR nicht viel anzubieten, und das ist ja ein bisschen lächerlich --- mit Augenbewegungen kann man solche Erinnerungen nicht bewältigen-- und eine Analyse benötige ich nicht, da ich meine eigenen Hintergründe bereits kenne und vollends durchschaue. Ich halte auch nichts von den unzähligen Psycho-Kulten am Rande der Esoterik. Das finde ich unsäglich, was dort alles abläuft - unseriös, irrational und manipulativ.

Die Lösung ist einfach, kritischer zu sein in der Wahl der Menschen, mit denen man sich umgibt.

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6. Juli 2008 um 0:11
In Antwort auf pilar_11970257

Hmmm..
also hat er dir dann eine ohrfeige gegeben oder dir eine faust gegeben???? da ist ja ein riesen unterschied ich meine es kann jedem mal passieren das einem mal die Hand ausrutscht, wenn es nicht gerade extrem die Faust ist aber falls es nur ein Klatscher sein sollte finde ich dein Verhalten extrem übertrieben! Gleich deine ehe zu riskieren ich meine wozu heiratet man denn??? schade das es heutzutage so viele Scheidungen auf der Welt gibt.
naja viel glück dennoch
tschüß

Vorsicht an shiki, dass ihr nicht auch mal so was passiert, wenn sie sowas toleriert
Hallo,

wahrscheinlich hat shiki nicht so viel Ahnung von dem Thema.
Aber wichtig auch für sie/ihn wäre in meinen Augen folgendes zu wissen: Und auch für die Threadschreiberin.

1. Ich bin der Meinung, auch eine Ohrfeige ist bedeutsam.
Auch hat der Mann sich ja scheinbar nicht mal entschuldigt!

Problem ist nämlich:
Es fängt ja wahrscheinlich oft klein an, so war es auch bei mir, es war irgendwo sogar eine verständliche Situation, irgendwo. Aber, ich habe nichts gemacht, ich habe den Schlag irgendwie mehr oder weniger ignoriert, also natürlich habe ich es mir gemerkt aber ich habe äußerlich keine sonderlich bedeutsame Reaktion meinem Mann gegenüber gezeigt.

Und ich denke, das ist falsch. Wenn man nicht reagiert, das ist eben falsch.

Natürlich MUSS man sich deshalb nicht unbedingt scheiden lassen, man kann natürlich auch dem Partner noch mal eine Chance geben. Aber wenn man nicht reagiert, dann gibt man dem Partner gar keine Chance.

Das Problem ist ja auch noch, dass der Mann auch vorher schon oft gewaltätig wurde, wenn auch nur gegen die Einrichtung. Aber er hat ja scheinbar irgendwie ein Gewaltproblem.
Es kann sehr gut sein, dass er wenn nichts gemacht wird, auch in Zukunft immer wieder mit Gewalt gegen die Frau reagiert. Vor allem seine gewaltätigen Ausbrüche gegen die Einrichtung werden immer wieder vorkommen, sehr wahrscheinlich.

Auch meinte die Frau, dass Lebensqualität für sie seit Jahren ein Fremdwort ist.
Und ich weiß was sie damit meint! (Glaube ich zumindest)
Warum soll sie sich das alles gefallen lassen, wenn sie doch so unglücklich lebt? Wie kommt das eigentlich? Ist da eine starke Kontrolle und Einengung vorhanden oder ständige Rumschreierei oder was ist der Grund?

Für mich gibt es zwei Handlungswege, die mir innere Hilfe geben, aber ehrlich gesagt, ich finde es schwer, das durchzuziehen, aber Gott sei Dank, die Threadschreiberin hat reagiert.

Ich habe eine Seite von einer christlichen Organisation gefunden. Das hört sich vielleicht komisch an, aber anscheinend steht in der Bibel (und für mich ist das immerhin ein Buch der Weisheit, auf das man sich verlassen kann, hoffe ich zumindest) wie man reagieren kann oder sollte, wenn man in so eine Situation gerät.

Kurz gefasst: Mal soll den Aggressor drauf ansprechen, sagen, dass man das so nicht will. Es kommt darauf an, wie der reagiert. Tut er nie wieder so etwas, dann ist es gut. (OK, so habe ich das zumindest verstanden).
Passiert es wieder, sollte man weitere Leute einschalten, dann als nächstes wiederum die Gemeinde und wenn das auch nicht hilft, dann soll man denjenigen verlassen.
Es würde helfen, wenn derjenige ins Gefängnis kommen würde.

Ich frage mich jetzt: Wer ist in unserem Leben die Gemeinde? Die Polizei? Wie auch immer, der Mann hat sich ja auch vorher schon gewalttätig aufgeführt und Körperverletzung ist auch eine Straftat.

Ich habe auch mal gelesen, wenn ein Mann einmal schlägt und dann nie wieder, dann logisch, hat man die Chance (ist irgendwie tatsächlich sehr logisch), dass es nie wieder passiert.

Passiert es mehr als einmal, ist die Situation sofort anders. Aber auch problematisch erst noch darauf zu warten irgendwie.

Dann hilft eigentlich nur noch Therapie, Trennung für mindestens 6 Monate.

Die religiöse Seite sagt: 1 Jahr Therapie (kein Anti-Wut-Training - das wäre was anderes) und danach muss der Missbrauchende mindestens 6 Monate der Frau (oder demjenigen, den er misshandelt hat) gewaltfrei entgegen treten, nur dann hat man eine Chance, dass es auch so bleibt.

Einfach gesagt, manchmal schwierig ausgeführt.

Auf jeden Fall muss die Frau eindringlich mit dem Mann sprechen und im klar und deutlich machen, wie auch immer, dass Sie sein Verhalten nicht toleriert. Das ist das absolut mindeste und die einzige Chance im Grunde mehr oder weniger, die er haben könnte.

Auf jeden Fall heiratet man ja nicht, dass man dann so behandelt wird.

Auch wenn man sich trennt, dann ist das nicht gleich Scheidung, man kann ja auch erst mal abwarten (1 Jahr Trennung muss man ja eh einhalten) ob der Mann noch gesunden kann.


hier noch die christliche Seite:
http://www.abigails.org/German%20pages/flucht_vor_-h%E4uslicher_gewalt.htm


Grüße,




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6. Juli 2008 um 0:18
In Antwort auf an0N_1210099399z

Vorsicht an shiki, dass ihr nicht auch mal so was passiert, wenn sie sowas toleriert
Hallo,

wahrscheinlich hat shiki nicht so viel Ahnung von dem Thema.
Aber wichtig auch für sie/ihn wäre in meinen Augen folgendes zu wissen: Und auch für die Threadschreiberin.

1. Ich bin der Meinung, auch eine Ohrfeige ist bedeutsam.
Auch hat der Mann sich ja scheinbar nicht mal entschuldigt!

Problem ist nämlich:
Es fängt ja wahrscheinlich oft klein an, so war es auch bei mir, es war irgendwo sogar eine verständliche Situation, irgendwo. Aber, ich habe nichts gemacht, ich habe den Schlag irgendwie mehr oder weniger ignoriert, also natürlich habe ich es mir gemerkt aber ich habe äußerlich keine sonderlich bedeutsame Reaktion meinem Mann gegenüber gezeigt.

Und ich denke, das ist falsch. Wenn man nicht reagiert, das ist eben falsch.

Natürlich MUSS man sich deshalb nicht unbedingt scheiden lassen, man kann natürlich auch dem Partner noch mal eine Chance geben. Aber wenn man nicht reagiert, dann gibt man dem Partner gar keine Chance.

Das Problem ist ja auch noch, dass der Mann auch vorher schon oft gewaltätig wurde, wenn auch nur gegen die Einrichtung. Aber er hat ja scheinbar irgendwie ein Gewaltproblem.
Es kann sehr gut sein, dass er wenn nichts gemacht wird, auch in Zukunft immer wieder mit Gewalt gegen die Frau reagiert. Vor allem seine gewaltätigen Ausbrüche gegen die Einrichtung werden immer wieder vorkommen, sehr wahrscheinlich.

Auch meinte die Frau, dass Lebensqualität für sie seit Jahren ein Fremdwort ist.
Und ich weiß was sie damit meint! (Glaube ich zumindest)
Warum soll sie sich das alles gefallen lassen, wenn sie doch so unglücklich lebt? Wie kommt das eigentlich? Ist da eine starke Kontrolle und Einengung vorhanden oder ständige Rumschreierei oder was ist der Grund?

Für mich gibt es zwei Handlungswege, die mir innere Hilfe geben, aber ehrlich gesagt, ich finde es schwer, das durchzuziehen, aber Gott sei Dank, die Threadschreiberin hat reagiert.

Ich habe eine Seite von einer christlichen Organisation gefunden. Das hört sich vielleicht komisch an, aber anscheinend steht in der Bibel (und für mich ist das immerhin ein Buch der Weisheit, auf das man sich verlassen kann, hoffe ich zumindest) wie man reagieren kann oder sollte, wenn man in so eine Situation gerät.

Kurz gefasst: Mal soll den Aggressor drauf ansprechen, sagen, dass man das so nicht will. Es kommt darauf an, wie der reagiert. Tut er nie wieder so etwas, dann ist es gut. (OK, so habe ich das zumindest verstanden).
Passiert es wieder, sollte man weitere Leute einschalten, dann als nächstes wiederum die Gemeinde und wenn das auch nicht hilft, dann soll man denjenigen verlassen.
Es würde helfen, wenn derjenige ins Gefängnis kommen würde.

Ich frage mich jetzt: Wer ist in unserem Leben die Gemeinde? Die Polizei? Wie auch immer, der Mann hat sich ja auch vorher schon gewalttätig aufgeführt und Körperverletzung ist auch eine Straftat.

Ich habe auch mal gelesen, wenn ein Mann einmal schlägt und dann nie wieder, dann logisch, hat man die Chance (ist irgendwie tatsächlich sehr logisch), dass es nie wieder passiert.

Passiert es mehr als einmal, ist die Situation sofort anders. Aber auch problematisch erst noch darauf zu warten irgendwie.

Dann hilft eigentlich nur noch Therapie, Trennung für mindestens 6 Monate.

Die religiöse Seite sagt: 1 Jahr Therapie (kein Anti-Wut-Training - das wäre was anderes) und danach muss der Missbrauchende mindestens 6 Monate der Frau (oder demjenigen, den er misshandelt hat) gewaltfrei entgegen treten, nur dann hat man eine Chance, dass es auch so bleibt.

Einfach gesagt, manchmal schwierig ausgeführt.

Auf jeden Fall muss die Frau eindringlich mit dem Mann sprechen und im klar und deutlich machen, wie auch immer, dass Sie sein Verhalten nicht toleriert. Das ist das absolut mindeste und die einzige Chance im Grunde mehr oder weniger, die er haben könnte.

Auf jeden Fall heiratet man ja nicht, dass man dann so behandelt wird.

Auch wenn man sich trennt, dann ist das nicht gleich Scheidung, man kann ja auch erst mal abwarten (1 Jahr Trennung muss man ja eh einhalten) ob der Mann noch gesunden kann.


hier noch die christliche Seite:
http://www.abigails.org/German%20pages/flucht_vor_-h%E4uslicher_gewalt.htm


Grüße,




"menschen ändern sich nicht
keine chance

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6. Juli 2008 um 0:24
In Antwort auf an0N_1210099399z

Vorsicht an shiki, dass ihr nicht auch mal so was passiert, wenn sie sowas toleriert
Hallo,

wahrscheinlich hat shiki nicht so viel Ahnung von dem Thema.
Aber wichtig auch für sie/ihn wäre in meinen Augen folgendes zu wissen: Und auch für die Threadschreiberin.

1. Ich bin der Meinung, auch eine Ohrfeige ist bedeutsam.
Auch hat der Mann sich ja scheinbar nicht mal entschuldigt!

Problem ist nämlich:
Es fängt ja wahrscheinlich oft klein an, so war es auch bei mir, es war irgendwo sogar eine verständliche Situation, irgendwo. Aber, ich habe nichts gemacht, ich habe den Schlag irgendwie mehr oder weniger ignoriert, also natürlich habe ich es mir gemerkt aber ich habe äußerlich keine sonderlich bedeutsame Reaktion meinem Mann gegenüber gezeigt.

Und ich denke, das ist falsch. Wenn man nicht reagiert, das ist eben falsch.

Natürlich MUSS man sich deshalb nicht unbedingt scheiden lassen, man kann natürlich auch dem Partner noch mal eine Chance geben. Aber wenn man nicht reagiert, dann gibt man dem Partner gar keine Chance.

Das Problem ist ja auch noch, dass der Mann auch vorher schon oft gewaltätig wurde, wenn auch nur gegen die Einrichtung. Aber er hat ja scheinbar irgendwie ein Gewaltproblem.
Es kann sehr gut sein, dass er wenn nichts gemacht wird, auch in Zukunft immer wieder mit Gewalt gegen die Frau reagiert. Vor allem seine gewaltätigen Ausbrüche gegen die Einrichtung werden immer wieder vorkommen, sehr wahrscheinlich.

Auch meinte die Frau, dass Lebensqualität für sie seit Jahren ein Fremdwort ist.
Und ich weiß was sie damit meint! (Glaube ich zumindest)
Warum soll sie sich das alles gefallen lassen, wenn sie doch so unglücklich lebt? Wie kommt das eigentlich? Ist da eine starke Kontrolle und Einengung vorhanden oder ständige Rumschreierei oder was ist der Grund?

Für mich gibt es zwei Handlungswege, die mir innere Hilfe geben, aber ehrlich gesagt, ich finde es schwer, das durchzuziehen, aber Gott sei Dank, die Threadschreiberin hat reagiert.

Ich habe eine Seite von einer christlichen Organisation gefunden. Das hört sich vielleicht komisch an, aber anscheinend steht in der Bibel (und für mich ist das immerhin ein Buch der Weisheit, auf das man sich verlassen kann, hoffe ich zumindest) wie man reagieren kann oder sollte, wenn man in so eine Situation gerät.

Kurz gefasst: Mal soll den Aggressor drauf ansprechen, sagen, dass man das so nicht will. Es kommt darauf an, wie der reagiert. Tut er nie wieder so etwas, dann ist es gut. (OK, so habe ich das zumindest verstanden).
Passiert es wieder, sollte man weitere Leute einschalten, dann als nächstes wiederum die Gemeinde und wenn das auch nicht hilft, dann soll man denjenigen verlassen.
Es würde helfen, wenn derjenige ins Gefängnis kommen würde.

Ich frage mich jetzt: Wer ist in unserem Leben die Gemeinde? Die Polizei? Wie auch immer, der Mann hat sich ja auch vorher schon gewalttätig aufgeführt und Körperverletzung ist auch eine Straftat.

Ich habe auch mal gelesen, wenn ein Mann einmal schlägt und dann nie wieder, dann logisch, hat man die Chance (ist irgendwie tatsächlich sehr logisch), dass es nie wieder passiert.

Passiert es mehr als einmal, ist die Situation sofort anders. Aber auch problematisch erst noch darauf zu warten irgendwie.

Dann hilft eigentlich nur noch Therapie, Trennung für mindestens 6 Monate.

Die religiöse Seite sagt: 1 Jahr Therapie (kein Anti-Wut-Training - das wäre was anderes) und danach muss der Missbrauchende mindestens 6 Monate der Frau (oder demjenigen, den er misshandelt hat) gewaltfrei entgegen treten, nur dann hat man eine Chance, dass es auch so bleibt.

Einfach gesagt, manchmal schwierig ausgeführt.

Auf jeden Fall muss die Frau eindringlich mit dem Mann sprechen und im klar und deutlich machen, wie auch immer, dass Sie sein Verhalten nicht toleriert. Das ist das absolut mindeste und die einzige Chance im Grunde mehr oder weniger, die er haben könnte.

Auf jeden Fall heiratet man ja nicht, dass man dann so behandelt wird.

Auch wenn man sich trennt, dann ist das nicht gleich Scheidung, man kann ja auch erst mal abwarten (1 Jahr Trennung muss man ja eh einhalten) ob der Mann noch gesunden kann.


hier noch die christliche Seite:
http://www.abigails.org/German%20pages/flucht_vor_-h%E4uslicher_gewalt.htm


Grüße,




Noch was dazu
Hallo nochmal,

Du meintest Du willst nicht riskieren, dass so etwas nochmal passiert.

Meinst Du, Du kannst mit ihm darüber reden?

Vielleicht wäre es dann eine Idee, sofort mit dem Jahr Therapie zu beginnen und ein weiteres Jahr Testphase. Dann kann nichts mehr passieren. (Außer es hat nichts geholfen)

Oder das Risiko aufnehmen und abwarten. Natürlich trotzdem klar machen, dass man dieses Verhalten nicht toleriert. Eben zum Beispiel mit der Anzeige. Es muss ja auch keiner davon erfahren, es kann ja zwischen ihr und dem Mann bleiben. Aber es ist eine deutliche Sprache, oder?

Du hast auch eine Chance die Dinge zu beenden:

Einmal für Dich selbst, in dem Du Dich klar abgrenzt und davon befreist.
Und zweitens in dem Du Deine Kinder nicht damit oder ähnlichem konfrontierst, falls Du welche hast bzw. noch bekommen möchtest in Zukunft.
Zumindest haben Deine Kinder dann sowas nicht in ihrem Unterbewußtsein oder?
Und falls doch etwas passieren sollte, von anfang an richtig reagieren, sofort handeln.
Den Kindern beibringen, wie man richtig handeln muss, damit sie im Falle des Falles sofort richtig handeln (oftmals schämt man sich dafür ja vielleicht auch und verschweigt es erst mal).
Von vornherein eben aufpassen, dass man nicht an so jemanden gerät. Ist leicht geschrieben, klar.

nochmal Grüße

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7. Juli 2008 um 10:18
In Antwort auf an0N_1210099399z

Noch was dazu
Hallo nochmal,

Du meintest Du willst nicht riskieren, dass so etwas nochmal passiert.

Meinst Du, Du kannst mit ihm darüber reden?

Vielleicht wäre es dann eine Idee, sofort mit dem Jahr Therapie zu beginnen und ein weiteres Jahr Testphase. Dann kann nichts mehr passieren. (Außer es hat nichts geholfen)

Oder das Risiko aufnehmen und abwarten. Natürlich trotzdem klar machen, dass man dieses Verhalten nicht toleriert. Eben zum Beispiel mit der Anzeige. Es muss ja auch keiner davon erfahren, es kann ja zwischen ihr und dem Mann bleiben. Aber es ist eine deutliche Sprache, oder?

Du hast auch eine Chance die Dinge zu beenden:

Einmal für Dich selbst, in dem Du Dich klar abgrenzt und davon befreist.
Und zweitens in dem Du Deine Kinder nicht damit oder ähnlichem konfrontierst, falls Du welche hast bzw. noch bekommen möchtest in Zukunft.
Zumindest haben Deine Kinder dann sowas nicht in ihrem Unterbewußtsein oder?
Und falls doch etwas passieren sollte, von anfang an richtig reagieren, sofort handeln.
Den Kindern beibringen, wie man richtig handeln muss, damit sie im Falle des Falles sofort richtig handeln (oftmals schämt man sich dafür ja vielleicht auch und verschweigt es erst mal).
Von vornherein eben aufpassen, dass man nicht an so jemanden gerät. Ist leicht geschrieben, klar.

nochmal Grüße

Danke
Danke fuer Deine Nachricht.

Zum Glueck haben wir keine Kinder, die unter der Trennung leiden koennten. Nur zwei Erwachsene, das macht die Sache leichter.

Ich habe versucht, mit ihm weiter zu leben. Aber ich KANN es nicht. Immer wieder schaue ich ihn in beliebigen Alltagssituationen von der Seite an und denke "das ist der Mann, der mich schlagen kann und sich nicht mal entschuldigt."

Ist irgendwie unverkraftbar.

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8. Juli 2008 um 9:32

Ich habe ihn angezeigt...
...allerdings wusste der Polizist (die Amgelegenheit ist jetzt zustaendigkeitshalber in einem anderen Dezernat) nicht genau, ob die Staatsanwaltschaft ueberhaupt einschreitet. Wahrscheinlich passiert nichts.

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9. Juli 2008 um 23:58
In Antwort auf horst_891232

Ich habe ihn angezeigt...
...allerdings wusste der Polizist (die Amgelegenheit ist jetzt zustaendigkeitshalber in einem anderen Dezernat) nicht genau, ob die Staatsanwaltschaft ueberhaupt einschreitet. Wahrscheinlich passiert nichts.

Hmm,
meinst Du das kann sein, dass einfach nichts passiert? Vielleicht.

Ich habe vor kurzem eine Anzeige von der Polizei bekommen (oder von wem auch immer), weil mein Roller, von einer anderen Person übrigens, falsch geparkt wurde, so dass sich Fußgänger gestört gefühlt haben. Die Strafe beläuft sich auf 25 Euro.

Hauptsache Dein Mann erfährt davon, dass sein Verhalten sträflich bzw. nicht ok war.

Ich hoffe für Dich es läuft alles gut.

Grüße

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16. August 2008 um 23:23
In Antwort auf horst_891232

Danke
Danke fuer Deine Nachricht.

Zum Glueck haben wir keine Kinder, die unter der Trennung leiden koennten. Nur zwei Erwachsene, das macht die Sache leichter.

Ich habe versucht, mit ihm weiter zu leben. Aber ich KANN es nicht. Immer wieder schaue ich ihn in beliebigen Alltagssituationen von der Seite an und denke "das ist der Mann, der mich schlagen kann und sich nicht mal entschuldigt."

Ist irgendwie unverkraftbar.

Du machst alles richtig!!!!!
habe grad mal deine Geschichte gelesen.Da du ja auch versucht hast,noch mit ihm zu leben und sagst, es ist unverkraftbar,dann ist es auch so....eine Entschuldigung bringt dir garnichts, da es einfach nur wichtig ist, das sowas nicht passiert....!!!Habe auch nach langen hin und her schluß gemacht und hoffe auch das ich diesmal hart bleibe.Ich hoffe dir geht es gut, dein beitrag ist ja schon etwas älter....wünsche dir Kraft!!!!!

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19. August 2008 um 12:57

Zurück
Ich hatte mich bereits vor einiger Zeit aus dem Forum verabschiedet, da ich die Streitkultur hier als sehr verbesserungsbedürftig empfinde und vor allem auch, weil ich andere, dringendere Dinge zu tun hatte als hier zu schreiben.

Auf die Fragen, die in meiner Abwesenheit entstanden sind, will ich dennoch eingehen.

Ich habe bald eine eigene Wohnung (ab morgen genau gesagt) und ebenso einen neuen Job in einer anderen Stadt. Er hat eine Geldstrafe über 400 EUR bekommen und danach Psychoterror gegenüber mir ausgeübt, weil er seines Erachtens zu Unrecht zahlen muss. Mein Anwalt drängt auf Einreichen der Scheidung, mir fehlen allerdings noch Dokumente. Ich bin zunächst froh, das alles überstanden zu haben.

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