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Getrennte Freizeit und Urlaub

10. Januar 2015 um 15:26

Hallo ihr Lieben,

Ich bin erst seit einigen Monaten verheiratet und habe eine Frage an Euch, die ihr mehr Erfahrung habt.

Mein Mann unternimmt gerne Wander-und Klettertouren. Ich kann aus gesundheitlichen Gründen dabei nicht mitmachen und interessiere ich auch nicht sehr dafür. Ich weiß, das ihm das Spaß macht und habe gar nichts dagegen, wenn er eine Tagestour macht. Nun fing er damit an, dass er auch gerne mal wieder auf eine längere Touren mit zelten etc. gehen will, für mehrere Tage, so wie früher vor vielen Jahren. Ich damit nicht glücklich und der Meinung, dass den wenigen Urlaub, den wir haben und oft können wir uns das finanziell auch nicht leisten, zusammen verbringen sollten. Bin grade ziemlich traurig darüber. Ich meine die Junggesellenzeit ist vorbei und jetzt sollten Ehe und Familie angesagt sein und nicht Solotrips. Habe auch Bedenken wie es mal mit Kindern mit ihm sein wird. Lässt er mich dann allein mit den Kids wegfahren, damit er allein sein kann, auf seinen Wanderungen...?

Bitte um euren Rat. Sehe ich das zu streng?

Eigentlich macht es mich eher traurig, dass ihm scheinbar die Zweisamkeit nicht so wichtig ist, obwohl er beteuert, dass er mich liebt. Mir kommt es aber so vor, dass er einfach die Annehmlichkeiten der Partnerschaft (ihr wisst schon) haben will, aber sonst sein Singleleben (war fast 12 Jahre solo) nicht aufgeben will. Ich habe schon einige Kompromisse schließen müssen, aber ich meine, das ist eher einseitig. Ich sehe halt auch den finanziellen Aspekt im Hinblick auf die Reisen. Er macht sich wohl gar nicht so Gedanken, dass das Geld jetzt nicht mehr nur für sich selbst, sondern für uns gemeinsam reichen muss... Was übrig bleibt, will ich lieber sparen für später, als für viele Reisen ausgeben.. Man kann auch in der Umgebung wandern, etc.

Es geht ja nicht um einen Tour im Jahr, sondern um regelmäßige Ausflüge. Er hat ja selbst keine Kompromisse vorgeschlagen. Er meinte nur, er habe sich halt immer vorgestellt, dass er, wenn er mal ne Frau hat, mit der seine Touren machen kann. So, das sagt er jetzt, wo er Ja gesagt hat zu mir und wusste, dass ich bedingt durch ein Gelenkschaden, das nicht mehr kann. Das kränkte mich schon. Moderate Bewegung ist gut und sogar Pflicht für mich, nur das Rumklettern nicht. Das kränkte mich schon. Ich denke dann, dass es besser wäre, wenn wir nicht mehr zusammen wären. Wieso hat er nicht eine "sportliche" Frau geheiratet, die überall mithin könnte? Dass jeder nur sein Süppchen kocht, so stelle ich mir das nicht vor. Da hätten wir gleich ledig bleiben können.

Ich sagte zu ihm: "Wieso sprichst du nur über Ausflüge ohne mich, anstatt mal vorzuschlagen, was wir zusammen machen können?" "Weil mir da nichts einfällt..." Also das zeigt ja, dass er sich keine Gedanken über gemeinsame Aktivitäten machen will.
Was soll ich dazu sagen und darüber denken?

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10. Januar 2015 um 17:34

...
Ich gebe zu, dass ich nicht alles gelesen habe..
Nur so viel...
ich finde es wichtig auch in einer Partnerschaft/ Ehe seine Freiräume zu haben...
nichts schlimmer als wie im Gefängnis ständig aufeinander zu kleben.

Vielleicht sehe aber nur ich das so, da mir das Klammeraffen- Gen gänzlich fehlt und ich mich auch sehr gut alleine beschàftigen kann.

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10. Januar 2015 um 17:49

Versteh dein Problem nicht!
Zu einer Beziehung / Ehe gehören sowohl gemeinsame Unternehmungen als auch das jeder was für sich macht! Redet doch nochmal miteinander, da werden sich doch mit sicherheit Kompromisse finden!

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10. Januar 2015 um 17:56

Oh Mann
"Bin grade ziemlich traurig darüber. Ich meine die Junggesellenzeit ist vorbei und jetzt sollten Ehe und Familie angesagt sein und nicht Solotrips. Habe auch Bedenken wie es mal mit Kindern mit ihm sein wird."

Aha. Und weil du das so findest, muss er das auch? Das klingt sehr nach Ehe als Gefängnis. Kein Wunder, dass viele Männer sich sträuben, zu heiraten. Ich sehe das so: Er hat ein Hobby, das er gerne ausübt und du kannst und willst daran nicht teilhaben. Das ist dein Problem, nicht seins. Hast du denn keine eigenen Interessen?

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10. Januar 2015 um 20:41

Wieso bist du nach wie vor so unsicher?
Er hat dich geheiratet, er liebt dich und er hat eben dieses Hobby. Ja, er hatte sich vorgestellt, dass seine Frau mit ihm dieses Hobby teilen würde, aber er hat trotzdem DICH ausgewählt!
Dein Post klingt schon etwas nach Torschlusspanik: DU willst für später etwas weglegen, du bist total auf Familie getrimmt. Er offenbar noch nicht, da ist doch nichts dabei, oder doch?
Lass ihm doch den Spaß, wenn er sonst gut zu dir ist. Eine gute Ehefrau muss so etwas abkönnen, solange es im Rahmen bleibt.

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10. Januar 2015 um 22:59

Es wäre ganz gut,eine Balance finden zu können...
hatte ich das richtig verstanden,ihr seid beide berufstätig und noch ohne Kinder?

Warum sollte er jetzt auf alle Hobbies verzichten,von denen DU vorher wusstest..nur weil er jetzt verheiratet ist?

Muss er sein gesamtes Freizeitverhalten mit Dir abstimmen und absegnen lassen?

Wieso heiratet man einen Mann,wenn es in solchen Punkten nicht wirklich funktioniert?

Ja...gemeinsam-einsam....

Etwas zusammen machen ist schön.
ABer nicht die gesamte Freizeit ausschliesslich im Doppelpack gestalten müssen.
SEtzt euch zusammen..überlegt euch Kompromisse.

Und GELD? Hat er Schulden? Reicht es nicht?
Ich denke,er kann damit machen,was er möchte-solang euer gemeinsames LEben gemeinsam finanziert wird.....?

Werde etwas lockerer und versuch die Leine lockerer zu lassen....und ihn auch etwas "sein Ding"machen.
Nur weil mal verheiratet ist,muss man nicht ständig und alles und permanent zusammen gestalten...findet eine Lösung-mit der ihr beide gut leben könnt.

Möglich,das könnte sich schwierig gestalten-aber habt ihr es denn schon mal versucht?

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11. Januar 2015 um 2:21

Na wenn er längere Zeit mal wegfahren will,
und zelten will, das geht doch gar nicht so ins Geld.

Ja, man muss nicht alles gemeinsam machen. Wie jemand hier schon schrieb, wenn derjenige vom Hobby zurückkommt, ist der ganz ausgeglichen. Hast Du nicht auch ein Interesse, dem Du Deiner Freizeit widmest?

Was ich hier auch gelesen habe, war, dass jemand Dir einen Wellnessurlaub vorschlägt. Diese Idee würde ich gerne noch weiter ausführen. Wie wäre es, wenn ihr ein gemeinsames Hotel in den Bergen findet, wo Du tagsüber verwöhnt wirst (a la Wellness) und er klettern geht. Die Abende könntet ihr dann super gemeinsam verbringen, evtl. noch in die Sauna gehen, romantisches Abenddinner und wer weiss noch .

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11. Januar 2015 um 14:31

Danke...
Danke an alle für die Ratschläge. Ich meine halt auch, dass man Kompromisse finden kann und ich gönne ihm auch seine Entspannung, aber es muss in Maßen bleiben.

Er hatte vorher eigentlich mir nicht gesagt, dass es ihm so wichtig ist, bzw. hat nicht so darauf bestanden. Da erzählte er mir von Aktivitäten, die wir gemeinsam machen können: In-wie Outdoor. Wir waren uns da ziemlich einig. Deswegen war ich ja überrascht. Es wirkt mir auch eher wie eine Art Panik bei ihm, dass ihm erst nach der Hochzeit bewusst wird, dass er jetzt in seinem Leben jemanden hat, auf den man Rücksicht nehmen muss und noch Ansprüche stellt. Einsamer Wolf trifft es da wohl gut..

Ich denke es liegt auch an den Familienverhältnissen, aus denen wir kommen. Die sind sehr verschiedenen. Bei uns wurde fast alles gemeinsam gemacht an Freizeitgestaltung. Hatte auch ein tolles Verhältnis zu meinen Geschwistern, sogar noch im Jugendalter. Bei ihm machte jeder fast alles getrennt für sich: Vater im Verein, Mutter im eigenen Verein. Er eben auch. Eigentlich keine gemeinsame Spiele, Ausflüge. Merke ich jetzt noch, dass die Schwiegerleute auch in ihrer Ehe aneinander vorbeileben. Der Mann ist den ganzen Tag weg, kommt nur zu den Mahlzeiten heim und sitzt abends vor der Glotze.
Sicher, mal was lesen und Musik hören, mache ich gern allein. Alles andere macht mir in Gesellschaft aber mehr Spaß. Stundenlang einsam durch die Einöde gehen, liegt mir einfach nicht.

@violettluna:
Ja, er hat oft gesagt, dass er sich Kinder wünscht. Das ist wohl sein größter Wunsch. Ob er sich allerdings wirklich bewusst ist, was das bedeutet an Arbeit, da bin ich mir nicht so sicher. Ich habe mittlerweile halt auch die Sorge, dass die Erziehungsarbeit an mir hängen bleibt. Das will/ kann ich absolut nicht. Klar, Ausflüge und Spiele mit Kindern sind schön (wie mit seinen kleinen Nichten), doch das ist halt eben bei weitem nicht alles.

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