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Getrennt: Macht das überhaupt irgendwie Sinn? Will sie mich zurück oder weiß sie nicht was sie will?

2. Januar 2014 um 19:17

Guten Abend!

Ich (28J) habe mich vor knapp drei Wochen von ihr (29J) getrennt. Wir arbeiten beide in der Buchhaltung, Großraumbüro. Wir sitzen quasi drei Meter voneinander entfernt. Ich habe mich total in sie verliebt, sie sich auch in mich.

Bereits das erste Date war irgendwie merkwürdig, ich kam mir schon da als Termin vor, alles wenig alltagstauglich würde ich sagen.

Wie wohnt bei den Eltern auf einem riesigen Gehöft, weit draußen, die Eltern sind Landwirte. Sie würde dort niemals wegziehen, der Hof liegt etwa 200km vom Büro entfernt, dort gibt es einfach absolut garnichts, wirklich nichts. Ich würde dort auch nicht hinziehen wollen, Arbeit gibt es dort nicht, ich würde also mitten in der Pampa wohnen. Ausserdem sind ihre Eltern Tyrannen in meinen Augen.

Ich habe mich getrennt von ihr, weil sie einfach nie Zeit hatte, ich wohne insgesamt 230km von ihr entfernt, das ist einiges an Fahrt, da sie fast täglich abends mit helfen muss, ist eigentlich kein Alltag möglich, die anfänglichen 3 Monate waren nur termingeplant, das war total nervig, für mich, da ich mir wie ein Stundenhotel vorkam. Und irgendwann hatte sie garkeine Zeit mehr, dann sahen wir uns 3 Wochenenden nicht.

Für sie schien das wenig schlimm, denn wir sahen und sehen uns ja täglich im Büro, das ist für mich überhaupt keine Beziehungszeit.

Zu Anfang schien sie sehr traurig, aber nicht bereit, etwas an der Situation zu ändern, ich glaube, sie kann einfach nicht, sie ist finanziell voll von den Eltern abhängig, ihr Lebensstil ist recht teuer, da sie selbst 2 Pferde hat und ihre Zeit so knapp, das hab ich bei keinem Menschen je erlebt. Für mich bleibt hier kaum bis keine Zeit.

Und dennoch hab ich sie immernoch im Herzen und bin hin und her gerissen, weil ich einerseits weiß, dass es absolut garnichts bringt, weiter zu machen, andererseits sind da die Gefühle. Die werden weniger bei mir, ich merke das. Über Weihnachten habe ich gelitten wie ein Hund im Regen. Insbesondere weil ich mich so an ihre Anwesenheit gewöhnt hatte. Nachdem wir uns 2 Wochen nicht gesehen hatten, nur belanglosen Kram per Whatsapp geschrieben hatten, habe ich sie zwar tierisch vermisst, aber als ich sie gesehen habe, verging es recht schnell in Sachlichkeit mit der Frage: Welchen Sinn hätte es, wirklich weiter zu machen, es würde sich nichts ändern und ich will irgendwann auch mal eine Familie gründen, mit ihr geht das definitiv nicht.

Nun quatschen wir trotzdem noch oft vor der Arbeit im Aufenthaltsraum und in der Pause auch. Und wir reden noch viel über uns. Sie reagiert patzig, weil ich ihr nichts mehr über meinen Alltag erzähle, ich sie auch nichts mehr frage, nun wir sind nicht mehr zusammen. Sie verschließt sich mir gegenüber, patzig antwortet sie neuerdings auch per Whatsapp oder stundenlang garnicht mehr.
Und im Büro am nächsten Tag steht sie dann ganz dicht bei mir und meint, "Wenn Du mich küssen wolltest, hättest Du es längst getan, aber ich merke, du willst garnicht". Ich habe ihr daraufhin lediglich gesagt, dass ich nicht herumknutsche, wenn wir keine Beziehung haben.

Daraufhin küsste sie mich, einfach so, natürlich war es total schön. Am Abend schrieb sie mir dann wieder fleißig per Whatsapp.

Und so geht das hin und her, fast je nach Tagesform. Sie weiß selbst, dass wir kaum eine Zukunft haben. Ich glaube manchmal, sie ist gefangen in ihrem goldenen Leben.

Ich kann sie da nicht herausholen, keine Chance, dazu hängt sie zu sehr an den Tieren, dem Hof und lässt sich auch von den Eltern tyrannisieren. Ich könnte dort niemals leben, der Vater ist ein furchtbarer Mensch.

Ich kann sie im Büro meiden, habe schon gefragt, ob ich an einen anderen Platz kann, das ist nicht das Thema, ich bin ein Mensch, der seine Emotionen auch ersticken kann, sie eher nicht. Das könnte mir zwar egal sein, aber ich verstehe dieses Verhalten nicht.

Ich war sogar der Ansicht, sie spielt mit mir, tut sie aber streng genommen nicht einmal, denn eigentlich habe ich das Zepter in der Hand, ich weiß genau, wie ich sie wieder gewinne, mit Zärtlichkeit und entsprechenden Taten statt Worten, nur dann geht das Spiel von vorne los, ich bin wieder ein Termin und sehe sie privat alle drei Wochen, muss sie wieder ständig vermissen und werde mir dann wieder sagen, dass das alles zu nichts führt.

Ganz miese Erfahrungen habe ich gemacht, Frauen unter Druck zu setzen, was Prioritäten betrifft, denn ich finde immer sowas ist Gefühlssache, der Partner sollte höchste Priorität haben. Aber das bin ich nicht, das werde ich nie sein, das sind die Tiere bei ihr.

Ich bin derzeit etwas ratlos, wenn ich die Emotionen ersticke, ihr nichts mehr per Whatsapp schreibe, ist die Sache herum. Andererseits möchte ich das garnicht, will sie oft küssen (und sie würde mich auch lassen), aber ich weiß nicht, wohin das führt.

Würdet ihr euch von Sachlichkeit oder Gefühl leiten lassen, ich weiß es einfach nicht.

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2. Januar 2014 um 19:23

Ergänzung
Ergänzend sei gesagt, sie hatte vor meiner Zeit nur Affären, weil sie meinte, nie richtig verliebt gewesen zu sein, ich glaube ihr das auch, sie scheint von mir auch mental kaum mehr richtig los zu kommen, aber mittlerweile sehe ich das anders, ich glaube sie ist beziehungsunfähig, weil sie keine Zeit investieren will oder kann. Und eine Beziehung läuft nicht wie ein Terminkalender. Doch darüber reden wäre so fremd für sie, wie wenn ich ihr chinesisch einen Aufsatz vorlese, das Leben lebt sie seit fast dreißig Jahren und es funktioniert, jetzt bin ich da, sie ist verliebt und hat Gefühle und bringe Chaos in ihren "Zeitplan". Ihre Affären hatten im übrigen einmal oder zweimal im Monat nach Sex angeklopft, das ließ sich einrichten und wohnten alle im näheren Umfeld. Ich dagegen lasse mich so locker leicht nicht einkoordinieren

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2. Januar 2014 um 20:22

Normalerweise
hätte ich sie sicher längst schon aus dem Kopf, wenn wir uns nicht tagtäglich im Büro sehen würden und ihr ginge das genauso. Schwierige Sache. Ich glaube sie kann das besser steuern, geht mir einfach aus dem Weg, doch wenn ich zu ihr gehe, tauen alle Eiszapfen, die sie aufgebaut hat wieder ab, alles ist wieder da.

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