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Gestern getrennt, obwohl ich ihn liebe...bin total verzweifelt!

16. April 2012 um 16:29

Hallo,

in meiner Not bin ich nun hier gelandet, weil ich einfach nicht mehr weiß wohin mit meinen Gefühlen. Ich habe mich gestern, nach gut drei Jahren, von meinem Freund getrennt. Es lief schon länger schlecht und ich habe schon öft über Trennung nachgedacht, obwohl ich noch sehr starke Gefühle für ihn habe, aber gestern hat seine Schweigsamkeit das Fass zum überlaufen gebracht, und ich habe ihn vor die Tür gesetzt.

Erst dachte ich, ich komme schon irgendwie damit klar, aber gestern Abend ging die große Heulerei los. Im Grunde weiß ich, dass es keinen anderen Weg gab als diesen, aber ich kann diese Entscheidung nicht mit meinem Herzen vereinbaren. Heute morgen bin ich wie in Trance aufgestanden und dann zur Arbeit gefahren. Kaum dort angekommen, ging die Heulerei schon wieder los. Nachdem ich meine Tränen auch eine Stunde später kaum zurückhalten konnte, bin ich dann nach Hause gefahren, hatte einfach keinen Sinn. Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich so starke Emotionen habe, mich nicht im Griff habe.

Will hier gern noch etwas ausführlicher beschreiben, was in unserer Beziehung nicht stimmte und warum ich letztendlich Schluß machte.

Für mich war es beim Kennenlernen ein Problem, aber als ich mich in ihn verliebt hatte, war es mir egal, dass uns ein Altersunterschied von fast 12 Jahren trennte. Ich wäre vorher nie auf die Idee gekommen, mich in einen soviel jüngeren Mann zu verlieben, aber es passierte halt. Als wir zusammen kamen, war er 25 und ich 36. Die ersten Wochen trafen wir uns heimlich, weder seine noch meine Familie wußten über uns bescheid. Wir merkten schnell, dass es tiefere Gefühle waren. Ich war die erste, die dann die Familie, ich habe auch einen Sohn, er war damals 17, aufklärte. Nach kurzem Erstaunen waren die Reaktionen von meiner Familie dann aber durchaus positiv.

Er tat sich schwerer, er wohnte zu diesem Zeitpunkt noch im Haus seiner Eltern, also schon ein wenig das Muttersöhnchen aus gutem Hause. Er hatte Angst davor, seiner Familie zu gestehen, dass ich soviel älter bin. Optisch fiel das bei uns nicht ganz so extrem auf, da ich etwas jünger wirke und er eher älter. Aber er tat sich sehr schwer. Nachdem wir unendlich lange über seine Familie und deren konservative Haltung diskutierten, hatte ich dann irgendwann keine Geduld mehr, auf sein Handeln zu warten und beendete unsere Beziehung.

Um Abstand zu bekommen, fuhr ich für eine Woche weg. Als ich wieder nach Hause kam, bekam ich dann eine SMS von ihm, dass er seiner Familie alles erzählt hätte, er ohne mich nicht sein könne.

Ich war unendlich glücklich...endlich konnten wir ganz offiziell unsere Liebe zueinander genießen. Ich lernte seine Familie kennen, er meine, wir verstanden uns sehr gut.

Ca. ein habes Jahr später musste ich mit meinem Sohn aus unserer damaligen Wohnung ausziehen. Wir beschlossen dann, im Nachbarort seiner Eltern eine gemeinsame Wohnung zu beziehen. Alles schien mir prima, ich war glücklich, ich liebte ihn, mein Sohn und er verstanden sich sehr gut, wir bekamen trotz unseres Altersunterschiedes ständig positive Rückmeldungen, wie gut wir doch zusammen passen. Also keine Probleme.

Als wir dann kurze Zeit zusammen wohnten, bekam ich eine seltsame E-Mail. Wir waren beiden bei den sogenannten Social Networks angemeldet, wovon es ja einige gibt. Ein Mann schrieb mir damals, ich solle doch darauf achten, was mein Liebster so im Internet treibt! Ich war total irritiert und schrieb zurück, was er meint und ob das nicht eine Verwechslung sei. Er antwortete dann, mein Freund würde anderen, meist viel älteren Frauen im Net unmoralische Angebote machen, sprich Cyber Sex betreiben.

Ich konnte das nicht glauben, immerhin wohnten wir zusammen, und ich hätte doch was merken müssen. Ich sprach meinen Freund darauf an und er sagte mir sofort, der Kerl wäre ein Spinner und ich solle ihm nichts glauben.

Leider bekam ich kurze Zeit später von dem Herrn eindeutige Beweise. Mein Liebster hatte sich prächtig im Internet ausgetobt, wenn ich auf der Arbeit war. Ich war außer mir, wollte unsere Beziehung beenden, weil er mich belogen hatte und ich nicht verstehen konnte, wo wir doch so glücklich waren, warum er überhaupt das Bedürfnis hatte, mit anderen Frauen zu schreiben. Er meinte, dass wäre einfach wie eine Gewohnheit aus der Zeit wo er Single war. Er wäre nicht mit Gefühlen dabei oder der Absicht, eine andere Kennenzulernen, es ginge nur um die Spannung.

Ich sagte ihm, dass es für mich wie ein Betrug wäre. Er versprach mir hoch und heilig, es nie wieder zu tun, jetzt wo er wüßte, dass es für mich ein Betrug sei. Ich ließ mich wieder auf die Beziehung ein, aber mein Vertrauen war angeknackst.

Er hatte jegliche Möglichkeiten, sich weiterhin im Internet rumzutreiben, immerhin war er oft bei seinen Eltern, wo er auch noch einen Computer in seinem alten Zimmer hat. Er sagte mir dann immer, er müsse seinem Vater helfen. Ich fing an, ihn zu kontrollieren, schaute in sein Handy. Ich weiß, dass ich das letzte was man machen soll, aber ich hatte das Gefühl, ich sehe es ihm an der Nasenspitze an, wenn er war zu verbergen hatte. Volltreffer! Wieder gab es Theater! Er flehte und bettelte mich an, dass er mich über alles in der Welt liebe und er sich ein Leben ohne mich nicht vorstellen könne. Ich blieb.

Aber, das Vertrauen war weg. Immer wieder dachte ich darüber nach, warum er diesen Drang hat, wo er doch mich hat und mich doch liebt. Und er hatte doch am Anfang um unsere Liebe gekämpft, sich sozusagen vor seiner Familie geoutet! Also warum all das?

Durch das verlorengegangen Vertrauen lief es dann auch sexuell nicht mehr so toll. Ich dachte ständig, er würde mich vielleicht mit den Frauen aus dem Internet vergleichen, das nagte sehr an meinem Selbstbewußtsein. Ich verlor meine Lockerheit und das wirkte sich extrem auf unser Liebensleben aus.

Zudem fiel es mir immer schwerer, ihn zu seinen vielen Familienfesten zu begleiten, ich konnte vor seiner Familie einfach nicht so tun, als wäre alles noch in bester Ordnung, zumal es seiner Familie sehr wichtig ist, nach außen immer die heile Welt zu mimen.

Ich zog mich mehr und mehr zurück, seine Familie suchte nicht das Gespräch mit mir und er klärte sowieso immer alles bei seinen täglichen Besuchen bei seinen Eltern. Ich wurde nie gehört.

Da merkte ich natürlich dann auch, dass ich im Grunde lediglich akzeptiert wurde, aber nie wirklich dazu gehörte. Jegliche Versuche von meiner Seite, das Verhältnis zu seiner Verwandschaft zu vertiefen waren erfolglos. Sie waren alle so oberflächlich, nur darauf bedacht, das perfekte Familienbild darzustellen. Mir hingegen war es wichtig, die Menschen richtig kennen zu lernen, nicht nur über die bösen Nachbarn herzuziehen, sondern ich habe mich für meine Gegenüber interessiert. Aber dort passte ich nicht mit meiner offenen Art nicht so richtig rein, man war nett, aber mehr auch nicht.

Ich weiß...jetzt wo ich es schreibe, merkte ich, wie bescheuert diese ganze Situation überhaupt ist. Seine Familie akzeptiert mich höchstens, er sagt er liebt mich, sucht aber zu anderen Frauen Kontakt, ist obendrein an seine Familie gebunden, dass er keinen einzigen Tag ohne sie auskommt. Und in den letzten Wochen war es so, dass er nur noch zum Schlafen hier war.

Ja, das alles klingt total aussichtslos und ich weiß das auch, und genau deshalb habe ich gestern unsere Beziehung beendet. Das war genau das Richtige, auch das weiß ich, aber es ändert nichts daran, dass ich ihn immer noch liebe und nun die Hölle auf Erden durchmache.

Zudem war ich erschrocken, wie gefasst er gestern war, als ich ihn vor die Tür setzte. Er sagte immer wieder, es täte ihm leid, aber im Grunde hätte ich auch recht. So wie es zuletzt lief, könnte es nicht weitergehen und er könnte mir halt nicht mehr versprechen, dass er sich ändern würde. Punkt!

Fünf Minuten später waren alles seine paar Sachen in seinem Auto und er konnte wieder zu Mama und Papa flüchten. Wahrscheinlich habe ich ihm einen Gefallen getan und seiner Familie mit. Er hat wieder Kost und Logie frei und kann sich das Geld für ein neues Auto zusammen sparen.

Ich ärgere mich so sehr über mich selbst...denn obwohl ich genau weiß, wie es ist und was richtig ist, ist es so verdammt schwer, es zu akzeptieren. Ich erwische mich neben dem Heulen immer wieder bei dem Gedanken, dass er mich bestimmt vermissen wird. Ja, wenn ich ehrlich bin, hoffe ich darauf, dass er ankommt und mich anfleht, dass ich ihm nochmal verzeihe. Und ich wäre ein Trottel, wenn ich es tun würde!

Aber ich glaube, diesmal kommt er nicht, denn ich habe ihm die Entscheidung, die ja für ihn ein viel bequemeres Leben bietet, abgenommen. Diese Erkenntnis bricht mir das Herz. Ich kann nicht verstehen, wie leicht er es auf einmal nimmt, wo unsere Liebe an Anfang so besonders war.

Eines muss ich noch dazu sagen. Hört sich jetzt naiv an, aber ich denke seine Flirtereien waren nur über Internet, ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich nie mit einer der Frauen getroffen hat, weil er dort etwas verkörpert, was er nicht ist. In der Beziehung ist er sexuell eher unsicher, im Internet macht er auf großen Kenner. Er hat mir während unserer Krisengespräche anvertraut, dass er immer Angst hat, bei mir nicht alles richtig zu machen, weil ich ja mehr Erfahrung hätte als er! Das war mit ein Grund, warum ich diese Sachen im Internet nicht ganz so schlimm sah, wie ein Betrug. Im Nachhinein denke ich nun sogar manchmal, das ihn Cybersex mehr anmacht, als richtiger Sex. Es war schön mit uns, aber irgendwie schon anders, als bei meinen vorherigen Beziehungen.

Hat hier irgend jemand einen Rat für mich. Wie kann ich mit dieser Traurigkeit umgehen. Ich sehne mich nach ihm, weil ich ihn liebe, aber ich weiß auch, es gibt kein Zurück! Ich muß morgen wieder an die Arbeit und hoffe sehr, dass ich diesmal stärker bin und nicht wieder in Tränen ausbreche!

Ich hoffe auf Rat, vielen Dank!

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16. April 2012 um 18:53

Hi
Hey du,
Erstmal möchte ich dir sagen, dass mir das sehr Leid für dich tut.
Als Tip kann ich dir nur raten, es so zu akzeptieren wie es ist. Mache dir klar, dass du es momentan nicht ändern kannst, akzeptiere, dass du traurig bist und lebe damit. Aber verschwende keine Energie darauf zu hoffen, dass er zurück kommt. Spar dir Kraft und Energie für die nächsten Woche und lasse den Dingen ihrer freien Lauf, dann wird sich alles von selbst regeln.
Wenn der Kummer so groß ist, lass dich vielleicht ein paar Tage krankschreiben, verkrieche dich ein paar Tage, weine und esse Schokolade, aber danach musst du wieder nach vorne gucken! Und dann wird es bestimmt bald besser

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16. April 2012 um 19:09

Kurze SMS
Hallo, er hat vor etwa einer Stunde per SMS gefragt, wann er heute die restlichen Sachen holen kann. Ich habe nur mit der Uhrzeit geantwortet, werde dann nicht hier sein, mein Sohn wird ihm den Rest übergeben. LG

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16. April 2012 um 19:10
In Antwort auf justme2006

Hi
Hey du,
Erstmal möchte ich dir sagen, dass mir das sehr Leid für dich tut.
Als Tip kann ich dir nur raten, es so zu akzeptieren wie es ist. Mache dir klar, dass du es momentan nicht ändern kannst, akzeptiere, dass du traurig bist und lebe damit. Aber verschwende keine Energie darauf zu hoffen, dass er zurück kommt. Spar dir Kraft und Energie für die nächsten Woche und lasse den Dingen ihrer freien Lauf, dann wird sich alles von selbst regeln.
Wenn der Kummer so groß ist, lass dich vielleicht ein paar Tage krankschreiben, verkrieche dich ein paar Tage, weine und esse Schokolade, aber danach musst du wieder nach vorne gucken! Und dann wird es bestimmt bald besser

Danke
Vielen Dank für die lieben Worte und das Du Dir den ganzen Text "angetan" hast. Ich kenne mich so nicht, heule auch nicht so schnell, bisher, also in unserer Beziehung trotz Stress nie, wahrscheinlich hab ich es zu lange unterdrückt. Ich hoffe, es kommen bald keine Tränen mehr, ansonsten werde ich wirklich zum Arzt gehen müssen, will nicht heulend unter die Menschheit. LG

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16. April 2012 um 21:33
In Antwort auf lati0111

Kurze SMS
Hallo, er hat vor etwa einer Stunde per SMS gefragt, wann er heute die restlichen Sachen holen kann. Ich habe nur mit der Uhrzeit geantwortet, werde dann nicht hier sein, mein Sohn wird ihm den Rest übergeben. LG

.
Das ist auf jeden Fall der richtige Weg! Gut, dass dein Sohn das übernimmt und du nicht gleich wieder mit der Trennung konfrontiert wirst.

Sei weiterhin tapfer und irgendwann wird dann ein Mann kommen, der nur dich will und keine Abenteuee im Internet und der stolz und froh ist, dich in die Familie integrieren zu dürfen!

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16. April 2012 um 23:08
In Antwort auf justme2006

.
Das ist auf jeden Fall der richtige Weg! Gut, dass dein Sohn das übernimmt und du nicht gleich wieder mit der Trennung konfrontiert wirst.

Sei weiterhin tapfer und irgendwann wird dann ein Mann kommen, der nur dich will und keine Abenteuee im Internet und der stolz und froh ist, dich in die Familie integrieren zu dürfen!

Ja...
war gut, dass ich nicht da war, wollte ihn absolut nicht sehen, hätte ich nicht ertragen. Er hat mir heut Abend mehrfach gesimst, ist wohl doch nicht so leicht für ihn...immerhin bin ich nicht die Einzige die leidet. Ich habe nicht geantwortet und werde es auch nicht tun! Ich hoffe, dass meine Gefühle nach und nach schwächer werden.

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18. April 2012 um 11:12

Weiß nicht so recht, wie ich mich verhalten soll!?
Ich habe nun, seid er seine restlichen Sachen geholt hat, zwei SMS von Ihm erhalten. Er entschuldigte sich dafür, dass er bisher keine Emotionen zeigte und diese erst jetzt richtig hochkommen. Er meinte, er kenne sich so gar nicht und er wünscht sich sehr, dass wir bald nochmal miteinander sprechen können. Diese SMS liegen nun zwei Tage zurück und ich habe nicht geantwortet. Von ihm kam nun auch nichts mehr.

Was meint Ihr, war es richtig, nicht zu antworten? Ich habe so Angst davor, dass wir uns in Diskussionen reinsteigern, die zu nichts führen, dass meine Gefühle noch mehr aufgewühlt werden, dass ich wieder so ne Heulphase bekomme. Deshalb habe ich nicht geantwortet!

Ich hoffe auf Euren Rat. Danke!

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19. April 2012 um 23:28

Ja...
....ich weiß schon, was ich will, aber mein Wunsch lässt sich nicht erfüllen!

Ich brauche wohl einfach noch eine Weile, um mich endgültig von meinen Wünschen, bzw. von Ihm zu verabschieden.

Ich habe mich seit Monaten mit den Problemen in unserer Beziehung auseinander gesetzt. Und ich wusste, dass dieser Tag, wo ich es nicht mehr ertrage und die Konsequenzen ziehe, kommt. Ich wusste auch, es würde nicht einfach werden.

Nun trifft es mich trotzdem wie ein Hammer! Diese Gefühle für ihn machen mich z.Z. noch fertig! Ich bin wütend auf ihn, dass er mich einfach so gehen lässt, dass ich ihm im nachhinein viel weniger wert bin, als seine oberflächliche Familie. Ich bin wütend auf mich, dass ich so viel Herz investiert habe, dass ich bereit war, alles für ihn zu tun.

Ich weiß einfach nicht wohin mit meinen Gefühlen. Immerhin war ich heute arbeiten, konnte den Tag gut meistern. Nach der Arbeit dann gleich zum Laufen, aber selbst dabei bekomme ich meinen Kopf nicht frei.

Gestern fuhr er an meiner Wohnung vorbei, totaler Umweg für ihn, ich stand gerade am Fenster. Ich bekam gleich Panik, packte meine Laufsachen und saß 5 Min. später in meinem Auto, um zu meiner Laufstrecke zu flüchten.

Das ist doch alles nicht mehr normal, so kenne ich mich nicht, warum kann ich es nicht einfach akzeptieren?

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21. April 2012 um 8:58
In Antwort auf lati0111

Weiß nicht so recht, wie ich mich verhalten soll!?
Ich habe nun, seid er seine restlichen Sachen geholt hat, zwei SMS von Ihm erhalten. Er entschuldigte sich dafür, dass er bisher keine Emotionen zeigte und diese erst jetzt richtig hochkommen. Er meinte, er kenne sich so gar nicht und er wünscht sich sehr, dass wir bald nochmal miteinander sprechen können. Diese SMS liegen nun zwei Tage zurück und ich habe nicht geantwortet. Von ihm kam nun auch nichts mehr.

Was meint Ihr, war es richtig, nicht zu antworten? Ich habe so Angst davor, dass wir uns in Diskussionen reinsteigern, die zu nichts führen, dass meine Gefühle noch mehr aufgewühlt werden, dass ich wieder so ne Heulphase bekomme. Deshalb habe ich nicht geantwortet!

Ich hoffe auf Euren Rat. Danke!

Ich denke,
du solltest noch eine Weile abwarten. Momentan scheinst du dich einigermaßen gefangen zu haben und das Risiko ist noch zu groß, wieder zurückzufallen. Vor allem stelle ich mir die Frage, was würde ein gespräch bringen (außer dass du 10 schritte zurückfällst) und selbst wenn er dich zurückmöchte, was würde sich dann langfristig ändern? Wird seine Familie dich diesmal respektieren und schätzen?
Wenn er es ernst meint, wird er die Kontaktaufnahme nochmals versuchen aber jetzt kümmere dich erstmal weiterhin um dich. Ruhende Hände sind oft besser als Handelnde und du bist nun schon so weit gekommen.

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21. April 2012 um 9:48

Es geht
Hoch und runter....bin ziemlich ruhig im Moment. Gestern kam die Frage per SMS, wie es mir geht. Nachdem ich eine Weile überlegt hatte, habe ich kurz zurück geschrieben. Nur, das ich klar komme und in nächster Zeit meine Ruhe haben möchte, mehr nicht. Ich hatte die Befürchtung, dass wenn ich gar nicht antworte, immer wieder was kommt.

Es wird von Tag zu Tag besser und die kleinen bis größeren Ruckfälle werde ich auch meistern. Allein das Schreiben hier hilft mir sooo viel. Ich danke Euch für die Reaktionen.

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21. April 2012 um 10:40

Hallo Leidensgenossin
...muss mich gerade auch von meinem Geliebten lösen (andere erläuternde Beiträge von mir zu meiner Geschichte unter "Geliebte" und "Skorpion"), vielleicht hilft ja geteiltes Leid und Tipps, wie man diese blöde gedankenwirre Zeit übersteht.
Schokolade um die Stimmung aufzuhellen ist schonmal nicht schecht , auch wenn man darauf achten muss, für das andere Geschlecht an Attraktivität nicht abzunehmen
Aber ich weiss nicht, wie es dir geht, im Moment kann ich, wohl durch die emotional anstrengende Zeit, zum Glück essen, was ich will. Hab sogar trotz Schokolade 2 Kg seit dem Ende abgenommen. Ich hasse es ständig diesen miesen Gedanken nachzuhängen, du auch? Kaum kommt man zur Ruhe quälen einen diese Gedanken: war ich vielleicht zu hart, habe ich das richtige gemacht, wie geht es ihm jetzt, er fühlt sich bestimmt ganz mies, was würde ich machen, wenn er....., wie hätte es sein können, wennn.... Mann oh Mann....wann kann ich nochmal normal denken. Ich hätte viel lieber das frisch-verliebt-sein Gefühl, das Geborgenheits-Gefühl.
Zum Laufen gehen, oder ins Fitness würde ich auch gerne, muss aber warten, was mein EKG ergibt.
Lesen ist auch noch gut, witzige Lebensgeschichten am besten. Während du liest, hängst du keinen Gedanken nach.
Dann habe ich mal den Tipp bekommen, mir Zettel überall hinzuhänggen, auf denen steht, was er mir an schlechttem zugefügt hat, damit ich mir dessen bewusst bleibe.

Ich glaube, du bist auch eine sehr starke Frau, daas beweisst du durch dein konsequentes Handeln.
Wer so viel an Gefühl gegeben hat, wie wir, darf aber, wie ich finde nie daran zweifeln, dass es umsonst war, oder wir zuviel gegeben haben.
Ich glaube, die Männer, denen wir das alles von uns gegeben haben, wussten nicht damit umzugehen.
Es wird einen Partner für uns geben, der diese Erfahrung vielleicht schon hinter sich hat und uns besser zu schätzen weiss.
Wir schaffen das, jeder Tag, an dem wir uns selbst wieder annehmen und gut zu uns sind, bringt uns ein Stück weiter in unserem neuen Lebensabschnitt.

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22. April 2012 um 18:04

Danke ....
...für Eure Antworten, das hilft mir viel.

Ich bin auf jeden Fall konsequent geblieben. Er hat noch ein paar SMS geschickt, aber ich habe nicht geantwortet. Was soll ich auch noch schreiben, hab ihm ja schon mitgeteilt, dass ich Abstand will bzw. keinen Kontakt, ich denke, das reicht.

Ja, lesen tue ich im Moment viel. Bloß keine Romantik, das kann ich nicht ertragen, aber Ratgeber zum aufpuschen des Selbstbewusstseins usw. Kann ja nicht schaden.

Schokolade brauch ich keine, hab im Moment gar keinen Hunger, esse aber trotzdem etwas Obst und Gemüse, damit der Körper nicht auch noch schlapp macht.

Gofemfan....du hast sooo recht! Ich habe keine Hoffnung, dass er jemals erwachsen wird. Aber letztendlich soll es mir jetzt auch egal, denn ich habe sowieso nichts mehr davon.

Ich denke auch, dass er, indem er mir nun immer noch schreibt, einfach nur sein Gewissen beruhigen will und von mir noch Hilfe erhofft. Ich hab ihm 3Jahre lang bei jeglichem Problem geholfen, dass fehlt ihm sicher. Und ja, die Bestätigung von mir fehlt. Auf sowas lasse ich mich nicht mehr ein. Ich bin für ihn nicht verantwortlich, ich bin für mein Glück, meine Gesundheit verantwortlich! Gut, dass ich das für mich verstanden habe.


Liebevoll71...im Moment bin ich an dem Punkt, dass es mir egal ist, ob es ihm mit der Situation gut oder schlecht geht. Das ist die Konsequenz seines Handelns. Zum Glück! Und ich bin mir jeden Tag sicherer, dass die Trennung das einzig Richtige war, auch wenn ich ab und an Angst habe, mich einsam zu fühlen.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend und würde mich über weitere Antworten freuen.

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