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Gescheiterte Beziehung, wie am besten verkraften?

Letzte Nachricht: 22. Februar 2009 um 22:32
22.02.09 um 21:32

Hallo,

nach fast 10 Jahren haben wir uns einvernehmlich entschlossen, unserer Beziehung ein Ende zu setzen. Ich komme damit eigentlich gut klar, gehe auch offen und sachlich damit um und wundere mich selbst, dass ich so gut drauf sein kann.
Allerdings habe ich nun angefangen, meine Sachen und Möbel aus unserer Wohnung zu räumen (in 1,5 Wochen ziehe ich aus) und wurde nun doch mit einem sehr bitter schmeckenden Gefühl des Gescheitertseins konfrontiert.
All die gemeinsamen Pläne für die Zukunft, die gemeinsamen Vorhaben, der nächste Urlaub, die nächste Möbelanschaffung, das Umräumen der Wohnung... alles vorbei.
Jetzt, wo ich die halbleere Wohnung so sehe, trifft mich das nun doch sehr, obwohl ich eigentlich mit dem Ende gerechnet habe und auch nichts mehr dagegen unternehmen wollte.
Ich befürchte, dass ich, wenn ich erst in meiner neuen Wohnung bin, noch mehr darunter leiden werde. Wie überwinde ich dieses beißende Gefühl von "Es wird NIE WIEDER so sein wie früher"?

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22.02.09 um 21:46

Ich
denke, dass das ein völlig normales Gefühl der Wehmut ist, man läßt ja einen ganzen Lebensabschnitt hinter sich, Träume, die man zusammen ersponnen hat, werden nun in dieser Form niemals Wirklichkeit.

Aber da ihr euch ja einvernehmlich getrennt habt und du selber sagst, du kommst gut klar, glaub ich auch, sobald du in deiner neuen Wohnung bist, dass du dich auf deinen neuen Lebensabschnitt freuen kannst, vielleicht nicht sofort, aber sicher bald.

Manchmal passiert es einfach, dass man sich auseinanderlebt, aber das heißt ja nicht, dass es nicht auch wunderschöne Zeiten gab.

Glaube, die nächsten 1,5 Wochen bis zu deinem Auszug werden etwas scherer, aber danach geht es aufwärts. und es spricht nur für dich, denn daran merkt man ja, dass dir der vergangene Lebensabschnitt und der Mensch, der involviert warauch etwas bedeutet hat.

Es wird niemals wieder werden wie früher, aber eine Veränderung muß nicht negativ sein, oftmals kann sie sogar neu beflügeln.

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22.02.09 um 22:32

Es geht etwas zu Ende, auch wenn dieser Schritt
gewollt war und richtig ist, so bedarf es auch der Trauerarbeit über das was war und zu Ende geht.
Du solltest dieses Trauer Raum geben und dir Zeit lassen. Bewege es in dir. Da wird es Dinge geben , wo du dich sehr gerne daran erinnerst und die schön sind, da wird es Dinge geben, die genau zu diesem Ende geführt haben und da wird es auch so eine Enttäuschung oder Wehmut in dir geben, dass es eben doch hätte auch anders sein können. Da werden dir die eigenen Anteile an der Geschichte bewußt werden , aber auch die des Partners. Ein Lebensanschnitt von dir geht unwiederbringlich und unabänderlich zu Ende. Das Gestern ist vorbei, das Morgen eine Illusion, also
lebe im Heute.
Gruß Melike

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