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Gemeinsames Kind und Freund kifft

26. Juli 2013 um 1:04

Hallo,
ich bin hin und hergerissen... Mein Freund und ich haben ein gemeinsames 2jähriges Kind. Er kifft seitdem ich ihn kenne... und seitdem wir uns kennen bitte ich ihn damit aufzuhören. Als ich schwanger wurde, habe ich ihm gesagt, dass es überhaupt nicht geht, dass er kifft, wenn wir ein Kind haben und er hat mir versprochen, er wurde aufhören.. spätestens, wenn das Kind da ist. Nun ist das Kind schon seit 2 Jahren auf der Welt und aufgehört hat er nicht. An und für sich habe ich nichts dagegen, wenn jemand kifft. Er schadet seine Gesundheit aber solange keine weitere Persone darunter leiden müssen, ist es ein persönliche Einstellung, die ich zwar nicht besonders mag aber die mich auch nicht soooo stört. Jetzt streiten wir uns die ganze Zeit, weil ich darauf bestehe, dass er aufhört und er sagt, dass er es nicht kann und will. Unser Sohn hat eine sehr enge und gute Beziehung zu ihm und ich weiß deswegen nicht, was ich tun soll. Ich will meinem Kind seinen Vater nicht vorenthalten aber andersrum will ich nicht, dass mein Sohn mit einem solchen Vorbild aufwächst. Dazu kommt auch noch, dass meine Familie über 500km. weit entfernt lebt (und nichts von seiner Kifferei weiß) und dass ich beruflich gearde wieder durchstarte und ein Neuanfang für mich bedeuten wurde, dass ich beruflich wieder von (fast) Null anfangen müsste, da ich vor Geburt meines Kindes nur ein knappes Jahr gearbeitet hatte, da ich gerade mit meinem Studium fertig war. Jetzt klappt beruflich alles ziemlich gut aber, als Alleinerziehende und ohne familiäre Unterstützung, müsste ich wahrscheinlich kündigen. Dazu kommt noch, dass er seinen Führerschein verloren hat, da er unter dem Einfluss von Alkohol gefahren ist und es wurde festgestellt, dass er auch beim THC positiv war. Da er bereits - bevor wir uns kennengelernt haben, also vor über 9 Jahren - gegen das Betäubungsmittelgesetzt verstossen hatte, wollen sie ihn nicht nur eine Geldstrafe, sondern auch eine Freiheitsstrafe anhängen. Wir sind zu einem guten Anwalt gegangen und er hat ihn verteidigt, indem er gesagt hat, dass er eine Familie hat, regelmäßig arbeiten geht und sehr lange nicht "auffällig" war. Die Antwort von Richter war, dass wenn ihn nichtmal seine Familie vom Kiffen abhalten kann, dann hat er keine "positive Prognose" und hat eine Freiheitstrafe verdient. Monatag haben wir wieder einen Termin beim Anwalt aber es schaut gar nicht rosig aus! Ich könnte heulen... endlich läuft es bei mir vom Beruf her, er hängt an seinem Kind - und ich hänge auch sehr an unserer kleinen Familie... wäre nur die böde Kifferei nicht! - und jetzt droht alles den Bach runter zu gehen. Ich weiß nicht, was ich machen soll! Ich verstehe nicht warum er für uns nicht aufhören kann, gerade jetzt, dass er merkt, dass ihm sein "Hobby" nur Stress bringt... (und dass es nicht nur für ihn, sondern auch für uns sehr schwerwiegende Folgen haben kann) Ich habe ihm gesagt, dass ich zu ihm stehe - egal was passiert - nur, wenn er mit dem Kiffen aufhört. Aber dann denke ich an unserem Kind und will nicht, dass er ohne seinen Vater aufwächst. Ich weiß nicht, ob ich es alleine ohne jegliche Unterstützung schaffen würde! Und wenn ich zurück zu meiner Familie kehren würde, würde die Distanz ein regelmässiges Kontakt verhindern... (abgesehen davon, dass meine Familie aus allen Wolken fallen würde). Weiß jemand Rat oder hat jemand etwas ähnliches erlebt? Was soll ich nur tun?

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26. Juli 2013 um 13:16

Wie kannst du überhaupt nur eine Sekunde zweifeln?!
Handle im Sinne von deinem Kind! Dazu bist du als Mutter verpflichtet. Und dein Kind hat es nicht verdient, Tag für Tag einen zugedröhnten Papi zu erleben.

Natürlich willst du nicht, dass dein Kind quasi ohne Papa aufwächst, aber gefällt dir die Alternative besser, dass es mit SO EINEM Papa aufwächst?

Der Richter hat wahre Worte gewählt. Dein Freund hat keine positive Prognose - weder in der Hinsicht, dass er straffrei bleibt, noch in der Hinsicht, dass er sich je ändert.

Es ist deine Aufgabe eine Lösung zu finden. Er ist ja offensichtlich eh bald in der JVA. Mach dich schlau, ob es mit Krippe/Kita/Tagesmutti/Jugendamt irgendwelche Möglichkeiten gibt, dass dein Kleiner unterkommt, sodass du deiner Arbeit weiter nachgehen kannst.

Mit deiner Familie wirst du dich sowieso auseinandersetzen müssen, wenn dein Freund wirklich bald abgeht. Wenn ihr ein gutes Verhältnis habt, werden sie dir sicher auch Hilfe und Unterstützung anbieten.

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26. Juli 2013 um 15:18
In Antwort auf snegurochka88

Wie kannst du überhaupt nur eine Sekunde zweifeln?!
Handle im Sinne von deinem Kind! Dazu bist du als Mutter verpflichtet. Und dein Kind hat es nicht verdient, Tag für Tag einen zugedröhnten Papi zu erleben.

Natürlich willst du nicht, dass dein Kind quasi ohne Papa aufwächst, aber gefällt dir die Alternative besser, dass es mit SO EINEM Papa aufwächst?

Der Richter hat wahre Worte gewählt. Dein Freund hat keine positive Prognose - weder in der Hinsicht, dass er straffrei bleibt, noch in der Hinsicht, dass er sich je ändert.

Es ist deine Aufgabe eine Lösung zu finden. Er ist ja offensichtlich eh bald in der JVA. Mach dich schlau, ob es mit Krippe/Kita/Tagesmutti/Jugendamt irgendwelche Möglichkeiten gibt, dass dein Kleiner unterkommt, sodass du deiner Arbeit weiter nachgehen kannst.

Mit deiner Familie wirst du dich sowieso auseinandersetzen müssen, wenn dein Freund wirklich bald abgeht. Wenn ihr ein gutes Verhältnis habt, werden sie dir sicher auch Hilfe und Unterstützung anbieten.

So sehe ich es rational auch...
aber es ist nicht einfach, eine entscheidung zu treffen, wenn man gefühle hat, ein kind da ist, der seinen papa liebt und wenn man einfach alles, was man jahrelang aufgebaut hat wegschmeißen muesste. mein kind geht schon in die kita. da problem ist, dass ich sowohl festangestellt in teilzeit arbeite (und das "deckt" die kita, da er bis nach dem mittagschlaf dort bleibt und es scheint ihm auch sehr gut zu gefallen! ) als auch freiberuflich (das was ich studiert habe). als freiberuflerin kommen manchmal dringende aufträge und dann bin ich auf meinem freund angewiesen, weil ich es sonst nicht rechtzeitig schaffen wurde (und es wäre schwierig eine tagesmutter zu finden, die immer last minute - am besten abends oder am wochenende einspringen müsste. meine familie lebt nicht in deutschland und ich müsste wirklich alles "hinschmeißen", wenn ich zurück zu denen kehren würde u mit der wirtschaftlichen krise wäre es wahrscheinlich auch schwierig überhaupt wieder eine arbeit zu finden! andersrum könnte ich es mir nicht vorstellen als alleinerziehende hier zu bleiben... wäre vielleicht für die arbeit besser (wenn's überhaupt klappen würde, ohne unterstützung) und auch für die beziehung meines sohnes zu seinem vater. alles gar nicht so leicht, weder seelisch noch praktisch gesehen!
ich gehe schon seit über einem jahr zu einer psychologin und sie sagt mir auch, dass ich eine entscheidung treffen muss, weil der ganze stress mich irgendwann krank machen wird und dann wäre es noch schlimmer... vielleicht ist es wirklich hoffnungslos aber ich wünsche mir, dass er seine fehler erkennt und sich endlich wie ein erwachsener und verantwortungsvoller partner und vater verhält. man sagt, dass die hoffnung zuletzt stirbt... ich glaube, meine ist endgültig am sterben. meiner familie weiß nichts davon, weil ich sie nicht belasten will... aber so wird die last auf meinen schultern immer schwerer!

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26. Juli 2013 um 15:50
In Antwort auf chiarodiluna782

So sehe ich es rational auch...
aber es ist nicht einfach, eine entscheidung zu treffen, wenn man gefühle hat, ein kind da ist, der seinen papa liebt und wenn man einfach alles, was man jahrelang aufgebaut hat wegschmeißen muesste. mein kind geht schon in die kita. da problem ist, dass ich sowohl festangestellt in teilzeit arbeite (und das "deckt" die kita, da er bis nach dem mittagschlaf dort bleibt und es scheint ihm auch sehr gut zu gefallen! ) als auch freiberuflich (das was ich studiert habe). als freiberuflerin kommen manchmal dringende aufträge und dann bin ich auf meinem freund angewiesen, weil ich es sonst nicht rechtzeitig schaffen wurde (und es wäre schwierig eine tagesmutter zu finden, die immer last minute - am besten abends oder am wochenende einspringen müsste. meine familie lebt nicht in deutschland und ich müsste wirklich alles "hinschmeißen", wenn ich zurück zu denen kehren würde u mit der wirtschaftlichen krise wäre es wahrscheinlich auch schwierig überhaupt wieder eine arbeit zu finden! andersrum könnte ich es mir nicht vorstellen als alleinerziehende hier zu bleiben... wäre vielleicht für die arbeit besser (wenn's überhaupt klappen würde, ohne unterstützung) und auch für die beziehung meines sohnes zu seinem vater. alles gar nicht so leicht, weder seelisch noch praktisch gesehen!
ich gehe schon seit über einem jahr zu einer psychologin und sie sagt mir auch, dass ich eine entscheidung treffen muss, weil der ganze stress mich irgendwann krank machen wird und dann wäre es noch schlimmer... vielleicht ist es wirklich hoffnungslos aber ich wünsche mir, dass er seine fehler erkennt und sich endlich wie ein erwachsener und verantwortungsvoller partner und vater verhält. man sagt, dass die hoffnung zuletzt stirbt... ich glaube, meine ist endgültig am sterben. meiner familie weiß nichts davon, weil ich sie nicht belasten will... aber so wird die last auf meinen schultern immer schwerer!

Egal, wie du dich entscheidest:
Es wird ein schwerer Weg.
Ich hoffe, dass hier noch ein paar andere ihre Einschätzungen abgeben. Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft für die Zukunft - halt uns auf dem Laufenden, wenn du magst!

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26. Juli 2013 um 20:11
In Antwort auf snegurochka88

Egal, wie du dich entscheidest:
Es wird ein schwerer Weg.
Ich hoffe, dass hier noch ein paar andere ihre Einschätzungen abgeben. Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft für die Zukunft - halt uns auf dem Laufenden, wenn du magst!

Gerade deswegen...
tue ich mir so schwer... wenn ich eine entscheidung treffe, dann muss sie endgültig sein. ich kann nicht meine arbeit hinschmeisen... 500 km. weit wegziehen und dann merken, dass ich einen fehler gemacht habe, denn dann gibt es keinen zurück mehr! und wenn ich meiner familie alles erzähle, dann kann ich sowieso nicht mehr zurück, weil sie dann (zu recht!) mir den rücken kehren würden... erst um hilfe bitten und dann zurück zum verursacher vom ganzen stress! deswegen hege ich noch eine kleine hoffnung, dass das blatt sich doch noch wendet. ich möchte bis zum herbst eine endgültige entscheidung treffen und bis ende des jahres diese auch durchziehen. und egal was ich entscheide: es wird nicht leicht! gerade denke ich, dass es hoffnungslos ist und ich hoffe, dass mein freund mir das gegenteil beweisen kann... aber langsam glaube ich selber nicht mehr daran!

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26. Juli 2013 um 20:12

Du hast wahrscheinluch recht...
aber es ist gerade nicht leicht, weder emotional noch praktisch!

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27. Juli 2013 um 8:05
In Antwort auf chiarodiluna782

Gerade deswegen...
tue ich mir so schwer... wenn ich eine entscheidung treffe, dann muss sie endgültig sein. ich kann nicht meine arbeit hinschmeisen... 500 km. weit wegziehen und dann merken, dass ich einen fehler gemacht habe, denn dann gibt es keinen zurück mehr! und wenn ich meiner familie alles erzähle, dann kann ich sowieso nicht mehr zurück, weil sie dann (zu recht!) mir den rücken kehren würden... erst um hilfe bitten und dann zurück zum verursacher vom ganzen stress! deswegen hege ich noch eine kleine hoffnung, dass das blatt sich doch noch wendet. ich möchte bis zum herbst eine endgültige entscheidung treffen und bis ende des jahres diese auch durchziehen. und egal was ich entscheide: es wird nicht leicht! gerade denke ich, dass es hoffnungslos ist und ich hoffe, dass mein freund mir das gegenteil beweisen kann... aber langsam glaube ich selber nicht mehr daran!


Wieso sollte er sich ändern?
Er hat es schon nicht getan, als euer Zwerg auf die Welt kam...

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1. August 2013 um 19:22

Eure ganze Beziehung ist doch von vornherein eine Illussion
....oder hast Du damals auch mitgekifft? Wenn nicht, KANN das doch gar nicht gutgehen! Jemand, der sich zudröhnt mit Dope, lebt in einer völlig anderen Welt. Nämlich ausschliesslich in Seiner Welt. Wie hast Du das überhaupt ausgehalten? Jetzt, wo das Kind da ist, ist der Fall doch völlig klar! Der Mann ist nicht gewillt, sein Verhalten zu ändern. Der kommt ohne Kiffen überhaupt nicht mehr im Leben klar! Das ist ein Träumer, der die Realität meidet. Und Dein kleiner Sohn kifft passiv kräftig mit! Das tust Du Deinem Kind an? Raus da aus der Wohnung, aber möglichst schnell! Such Dir dort im Umfeld eine eigene kleine Wohnung! Du schaffst das mit Deinem Job und "der Herr" wird Dir selbstverständlich etwas zum Lebensunterhalt beisteuern! Oder hast Du Angst vorm "Alleinsein" und setzt deswegen sogar die Gesundheit eines Kleinkindes aufs Spiel? Mädel, raus da, sofort! Was gibt es da noch zu überlegen? Ich hab, als ich jung war, selbst mit Kiffern Erfahrungen sammeln dürfen: Die ändern sich nie!

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17. August 2016 um 13:52
In Antwort auf chiarodiluna782

Gerade deswegen...
tue ich mir so schwer... wenn ich eine entscheidung treffe, dann muss sie endgültig sein. ich kann nicht meine arbeit hinschmeisen... 500 km. weit wegziehen und dann merken, dass ich einen fehler gemacht habe, denn dann gibt es keinen zurück mehr! und wenn ich meiner familie alles erzähle, dann kann ich sowieso nicht mehr zurück, weil sie dann (zu recht!) mir den rücken kehren würden... erst um hilfe bitten und dann zurück zum verursacher vom ganzen stress! deswegen hege ich noch eine kleine hoffnung, dass das blatt sich doch noch wendet. ich möchte bis zum herbst eine endgültige entscheidung treffen und bis ende des jahres diese auch durchziehen. und egal was ich entscheide: es wird nicht leicht! gerade denke ich, dass es hoffnungslos ist und ich hoffe, dass mein freund mir das gegenteil beweisen kann... aber langsam glaube ich selber nicht mehr daran!

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