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Gemeinsame Wohnung - Miete halbieren?

19. November 2013 um 22:29 Letzte Antwort: 20. November 2013 um 20:44

Hallo,

ich brauche mal eure Meinung.
Kurz zur Situation: Mein Freund (26) und ich (24) sind seit 6 1/2 Jahren zusammen. Momentan wohnt er noch bei seinen Eltern, ich schon seit knapp 4 Jahren alleine.
Da wir uns dank Uni und unregelmäßigen Arbeitszeiten nur am Wochenende wirklich sehen können, haben wir beschlossen, uns eine gemeinsame Wohnung zu suchen.
So weit, so gut.
Nun zu meiner Frage. Mein Freund verdient etwa das Doppelte von dem, was ich verdiene. Ich weiß, dass er mit seinem Geld sehr sparsam umgeht. Eigentlich kann man sogar sagen, dass er geizig ist. Er will zB. fast immer getrennte Rechnungen und hält sich auch sehr mit kleinen Geschenken, wie vielleicht Blumen, zurück. Ich kenne seine Art und eigentlich war es auch nie wirklich schlimm für mich.
Doch jetzt bei der Wohnungssuche nimmt das Ganze andere Züge an.
Er besteht darauf, dass alle Kosten, die bei einer gemeinsamen Wohnung anfallen, ganz genau geteilt werden. Ok, an sich auch kein Problem. Nur sind unsere Ansprüche sehr hoch. Jeder möchte ein eigenes Zimmer nur für sich, zusätzlich zu den benötigten Zimmern. Er möchte außerdem "im Dorf" bleiben, wo die Mietpreise sehr hoch sind. Jetzt ist es so, dass ich finanziell enorme Einbußen dadurch hätte. Urlaub zB. wäre dann nicht mehr drin. Generell bliebe auch kaum Geld zum Sparen über.
Nach einigen Diskussionen mit Familie und Freunden haben mir viele gesagt, dass es eigentlich für meinen Freund selbstverständlich sein sollte, freiwillig etwas mehr Miete zu zahlen, damit mir und damit ja auch irgendwie uns, mehr Geld bleiben würde. Ich weiß aber nicht, was ich davon halte soll. Ist es nicht irgendwie ungerecht? Wobei ich ja auch weiß, dass er viel mehr verdient als ich und eigentlich kaum aufs Geld gucken muss.

Wie seht ihr das? Sollte in so einem Fall der Freund seiner Freundinnen entgegen kommen? Oder denken da viele meiner Bekannten noch zu konservativ und die Frau von heute muss finanziell genauso viel dazu geben, wie der Mann?

Liebe Grüße

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20. November 2013 um 10:31

Es gibt da in meinen Augen mehrere Möglichkeiten
Erstmal schließe ich mich lana an.

Aber in eurem Fall gibt es meiner Meinung nach 4 Möglichkeiten

1.) 50:50 da kommst du halt schlechter weg, da frage ich mich aber, warum ihr dann so anspruchsvoll seid und jeder von euch noch ein eigenes Zimmer haben möchte. Da blutest du mehr als er.

2.) Er zahlt mehr, wenn du nicht so viel zahlen kannst wie er, muss er eben mehr bezahlen um seinen Lebensstandard beibehalten zu können. Er kann dir entgegenkommen, muss aber nicht. Ich würde es nicht wollen, dass jemand mehr bezahlt, weil ich dann das Gefühl habe, dass er mehr "Anspruch" hat. Das ist einfach meine Liebe nach Unabhängigkeit. Von dem her gäbe es halt nur die Möglichkeit 50:50 und zwar so, dass ich nicht am Existenzminimum lebe nur um meine Wohnung bezahlen zu können.

3.) Ihr schraubt euren Anspruch runter und ihr könnt euch die anfallenden Kosten zu 50:50 teilen

4.) Ihr lebt erst einmal in getrennten Wohnräumen und überlegt euch ein Zusammenwohnen, wenn vllt dein finanzielles Budget etwas höher ist (falls es da Aussicht auf eine Lohnerhöhung gibt)

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20. November 2013 um 10:35

Es gibt kein richtig oder falsch.
Wie ihr das aufteilt ist euch überlassen, jedes Paar findet da andere Möglichkeiten.

An deiner Stelle würde ich allerdings darauf achten nicht "schlechter" bei weg zu kommen als wenn du alleine lebst. Es darf dich nicht mehr kosten, ansonsten müsst ihr Abstriche bei der Wohnung machen oder dein Freund soll alles was über dein Budget geht übernehmen. Notfalls würde ich auf einen Zusammenzug verzichten und deinen Freund fragen was ihm das zusammenziehen mit dir wert ist, wenn er nicht bereit ist bei der Wohnung abstriche zu machen, damit du es dir leisten kannst.

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20. November 2013 um 17:35

Vielleicht sollten wir es doch lassen...
Hallo,

erst mal danke für die doch so unterschiedlichen Meinungen eurerseits.
Wie gesagt, ich weiß selber auch nicht, was ich davon halten soll, dass er mehr bezahlt als ich.
Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr tendiere ich dazu, vielleicht doch erst einmal weiter getrennt zu wohnen.
Meine derzeitige Wohnung ist für eine Person perfekt und gut bezahlbar.
Ich möchte weder finanziell, noch in Sachen Wohnung so viel einbüßen.
Ich sehe es zum Beispiel nicht ein, kein Zimmer mehr für meine Tiere zu haben, er hat aber eins für seinen PC, nur weil er mehr Miete bezahlt.

Was mich aber sehr beschäftigt, wenn ich jetzt mehr verdienen würde, würde ich freiwillig mehr bezahlen. Vorallem dann, wenn mein Partner nur die Hälfte verdient. Einerseits um ihn zu entlasten, aber andererseits auch um uns eine schönere Wohnung zu ermöglichen.

Das er gar keine Anstalten macht, überhaupt noch mal über die Aufteilung zu reden, macht mich irgendwie traurig.
Von alleine ansprechen möchte ich das Thema auch nicht, weil ich dann vielleicht wirklich den Eindruck mache, versorgt werden zu wollen.

Naja mal schauen. Ich denke auch immer mehr an die Zukunft und ob das überhaupt Sinn macht. Wie soll das Ganze denn aussehen, wenn wir irgendwann mal eine Familie haben? Wird dann auch bei jeder Anschaffung alles durch 2 geteilt? Es ist nicht das Geld, über das ich mich aufrege. Eher unser gegensätzliches Verständnis von einer Partnerschaft. Man ist doch ein Team und wenn es dem anderen seelisch, körperlich oder finanziell schlecht geht, ist man doch füreinander da!
Aber wenns ums Geld geht, hört bei ihm jede Freundschaft auf.
Das weiß ich zwar schon seit mehr als 6 Jahren, aber das es sooo schlimm ist, wird mir erst jetzt bewusst.
Vielleicht wird ihm ja anders, wenn ich ihm sage, dass ich so nicht mit ihm zusammenziehen kann. Weil das will er ja auf jeden Fall.

Liebe Grüße

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20. November 2013 um 18:05
In Antwort auf juana_12074044

Vielleicht sollten wir es doch lassen...
Hallo,

erst mal danke für die doch so unterschiedlichen Meinungen eurerseits.
Wie gesagt, ich weiß selber auch nicht, was ich davon halten soll, dass er mehr bezahlt als ich.
Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr tendiere ich dazu, vielleicht doch erst einmal weiter getrennt zu wohnen.
Meine derzeitige Wohnung ist für eine Person perfekt und gut bezahlbar.
Ich möchte weder finanziell, noch in Sachen Wohnung so viel einbüßen.
Ich sehe es zum Beispiel nicht ein, kein Zimmer mehr für meine Tiere zu haben, er hat aber eins für seinen PC, nur weil er mehr Miete bezahlt.

Was mich aber sehr beschäftigt, wenn ich jetzt mehr verdienen würde, würde ich freiwillig mehr bezahlen. Vorallem dann, wenn mein Partner nur die Hälfte verdient. Einerseits um ihn zu entlasten, aber andererseits auch um uns eine schönere Wohnung zu ermöglichen.

Das er gar keine Anstalten macht, überhaupt noch mal über die Aufteilung zu reden, macht mich irgendwie traurig.
Von alleine ansprechen möchte ich das Thema auch nicht, weil ich dann vielleicht wirklich den Eindruck mache, versorgt werden zu wollen.

Naja mal schauen. Ich denke auch immer mehr an die Zukunft und ob das überhaupt Sinn macht. Wie soll das Ganze denn aussehen, wenn wir irgendwann mal eine Familie haben? Wird dann auch bei jeder Anschaffung alles durch 2 geteilt? Es ist nicht das Geld, über das ich mich aufrege. Eher unser gegensätzliches Verständnis von einer Partnerschaft. Man ist doch ein Team und wenn es dem anderen seelisch, körperlich oder finanziell schlecht geht, ist man doch füreinander da!
Aber wenns ums Geld geht, hört bei ihm jede Freundschaft auf.
Das weiß ich zwar schon seit mehr als 6 Jahren, aber das es sooo schlimm ist, wird mir erst jetzt bewusst.
Vielleicht wird ihm ja anders, wenn ich ihm sage, dass ich so nicht mit ihm zusammenziehen kann. Weil das will er ja auf jeden Fall.

Liebe Grüße

Erklär ihm
doch einfach genau das was du gerade geschrieben hast, dass du gerne mit ihm zusammenziehen würdest, du aber den deinen Standard nicht aufgeben willst und gleichzeitig seinen Standard nicht mitfinanzieren kannst.
Dann kann er sich überlegen, ob er mit dir zusammenwohnen will und mehr zahlen möchte oder ihr bleibt halt wirklich räumlich getrennt.

Wenn ich lese, dass er doppelt so viel verdient wie du, stellt sich wirklich die Frage ob er nicht ein wenig mehr zahlen kann, dann könntest du das kleinere Zusatzzimmer für deine Tiere haben und er einen etwas größeren für seinen Pc und Zubehör.
Je nach dem könnte er evtl doch Nen Hunni oder zwei mehr zahlen, wenn der Unterscheid an solch einer Summe scheitern sollte, dann ist er vielleicht zufrieden weil er das größere der zwei Zusatzzimmer nutzen kann. Kommt dann halt wirklich auf euer Budget an.

Ich könnte das nicht, sollten mein Freund und ich mal zusammenziehen dann werden wirs einfach 50:50 aufteilen. Die Wohnung muss halt beiden gefallen und für beide bezahlbar sein. Und notfalls halt auch den Anspruch ein wenig senken.

Das mit den Kinder bzw Familiensache is schwierig. Das ist bei mir noch in weiter Ferne (hoffentlich^^), aber da denke ich wirds darauf hinauflaufen, dass man ne gewisse Summe Geld in der Haushaltskasse hat (der besser Verdienende zahlt da evtl auch etwas mehr ein sind ja auch seine/ihre Kinder, je nach ermessen/Notwendigkeit) und davon dann Kinderzeugs, Essen etc bezahlt werden.
Aber das scheint ja auch bei dir nicht gerade dringend zu sein, wenn ihr Zwei noch net mal die Lage besprochen habt ob und wie nun das Zusammenleben gestaltet werden soll. Sind Kinder ja nicht der rede Wert.

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20. November 2013 um 18:44

Du hast deine Lösung
ja schon gefunden. Es heisst nicht unbedingt, dass man, mit dem Gründen einer Familie unbedingt alles Geld auch zusammen legt. Ich kenne Paare, die ein Kind haben und trotzdem jeder sein eigenes Geld. Von außen betrachtet würde ich nicht sagen, dass die unglücklich wirken mit der Situation.
Was du ganz richtig feststellst, ist, dass ihr da unterschiedliche Vorstellungen habt. Außerdem kannst du seine Wünsche nicht finanzieren und deswegen kommt das Zusammen ziehen so nicht in Frage. Das sind halt in Beziehungen immer Kompromisse, die man aushandeln muss indem man kommuniziert, kommuniziert, kommuniziert.
Aber du schreibst ja schon, dass er das nicht will und dadurch gibt es eben nur einen Weg : nicht zusammen ziehen.

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20. November 2013 um 20:44

...
Dass er mehr Miete zahlen sollte, nur weil er mehr verdient, sehe ich nicht als selbstverständlich an. Kann man so handhaben, muss man aber nicht. Allerdings sollte es selbstverständlich sein, dass ihr euch bei der Wohnungssuche an deinem Gehalt orientiert, nicht an seinem und ggf. Abstriche macht.

Wenn er das nicht einsieht oder dir finanziell entgegenkommt, würde ich mir ernsthaft Gedanken darüber machen, ob die Beziehung so eine Zukunft hat.

Mein Freund und ich haben übrigens auch nach 5 Jahren Zusammenleben kein gemeinsames Konto und teilen Miete, Lebensmittel, Möbel/sonstiges Zeug für die Wohnung sowie Rechnungen beim Ausgehen 50/50. Finde das gut so, ich mag finanzielle Unabhängigkeit.

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