Forum / Liebe & Beziehung

Geliebte/r - wie ?

Letzte Nachricht: 7. September 2006 um 17:51
C
cindy_12051194
06.09.06 um 19:08

also die Frage soll kein Vorwurf sein ! Könnte man evtl. leicht so verstehen. Mich würde nur interessieren, wie man so eine Situation teilweise über Jahre hinweg aushalten kann ?
Hatte in der Vergangenheit auch schon mal über 4 Jahre eine Affäre, muss aber ehrlich sagen, fand es damals einfach praktisch. Konnte mein Leben im Grunde leben wie ich wollte (aber keine anderen Männer) meine in Bezug auf Hobbies, Freizeitgestaltung, Lebensplanung etc. und hatte als mehr oder weniger (kleinen) Rückhalt doch ihn, ohne große Verpflichtung.
Jetzt bin ich völlig ungewollt wieder in dieser Situation, nur leider leider ist es gefühlsmäßig völlig anders und ich ertrage es nicht. Die ganzen Monate die ich in ihn verliebt war, eine starke menschliche Anziehung zwischen uns herrschte war es auch nicht sehr angenehm, doch ich wusste zu dem Zeitpunkt, er ist verheiratet, also tabu und wollte es auch nicht so weit kommen lassen, dass mehr geschieht. Leider war mein Bauch stärker als der Verstand. Doch jetzt, sagt mein Bauch und mein Verstand dass das nicht auszuhalten ist. Die Abende an denen er mit IHR grillt, Rad fährt oder sonstigem nachgeht, während ich zuhause sitze oder allein ohne ihn weggehe, wie ertragt ihr das ??? Es geht erst gut 2 Monate aber ich weiß nicht, wie oft ich mich schon zusammenreißen musste, um nicht alles hinzuschmeißen. Denn logisch betrachtet bin ich der Meinung, wenn man denjenigen liebt und mit ihm eine Beziehung führen möchte und bis auf misstrauische Anwandlungen auch glaubt, dass er einen liebt, dann muss man ihm Zeit lassen. Auch der andere braucht Sicherheit bezüglich meiner Gefühle. Meiner Ernsthaftigkeit. Möchte eigentlich auch niemand unter Druck setzen, weil ich denke diese Entscheidung muss selbst gewollt sein und aus tiefster Überzeugung kommen. Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich nicht in der Lage bin, mir das lange an zu tun. Denn gerade wenn man liegt ist es doch einfach ein Alptraum. Dazu achte ich dann schon auch zu sehr darauf, dass mir Situationen nicht zu sehr zusetzen. Denke es lebt sich immer noch leichter mit der Gewissheit dass es zu Ende ist, als mit dieser ständig angefachten Hoffnung und diesen unglaublichen Löchern, wenn Er oder Sie dann doch wieder Zuhause auf Familie macht.
Drum würd mich interessieren... wie geht ihr damit um ? Wie haltet ihr das aus ?
Möchte mir gern ein Ultimatum und ihm eine Chance geben von ca. einem halben Jahr, aber weiß dass ich es so wie ich es jetzt empfinde, nicht so lange durchstehen werde und durch dieses Gefühlschaos ihn auch oft von mir stosse und dadurch natürlich alles vermittle, nur nicht Kontinuität und Sicherheit. Kann aber einfach oft nicht über meinen Stolz, meine Verletztheit und all das springen. Drum hätte ich gerne Erfahrungsberichte, Einstellungen von euch gehört.

liegen Danke schon mal im voraus !

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C
cindy_12051194
06.09.06 um 21:21

Also habe zwar das Vergnügen
die zwei öfter live erleben zu dürfen und auch seine oft sehr offensichtlichen Abweisungen der Frau gegenüber mitzubekommen, doch was soll das ? Wird zuhause dann halt vielleicht so verkauft, dass man das Geturtel in der Öffentlichkeit ablehnt ? Wird schon öfter auch mal ernsthaft gestritten, doch das seit Jahren. Fakt ist für mich auch einfach, egal wie gut oder schlecht diese Ehe ist, auch gleichgültig, welche Verpflichtungen bestehen, dass ich über die Almosen froh sein soll, die für mich abfallen. Finde, dass ich nicht auf die Welt gekommen bin um anderer Leute finanzielle oder emotionale Probleme ausbaden, etwas neutralisieren oder sonstwas zu sollen was mir schadet.
Denn was ändert die Tatsache, wenn er unter Umständen, was mehr als wahrscheinlich ist mit Haus, Geschäft, Immobilien, finanziell keine Möglichkeit zur Trennung sieht, für mich ? Soll ich dann jahrelang leiden und auch noch mit der Gewissheit, dass sich nie was ändern wird, selbst wenn er evtl. wollte ? Das macht die Sache nicht besser. Ob er im Endeffekt nur klein bei gibt, dem lieben Frieden Willen dies und jenes mitspielt um nicht halb ruiniert zu sein und mit mir keine Zeit verbringt, nicht mit mir lebt, nicht mit mir in Urlaub fährt oder ob er es aus Bequemlichkeit, Gewohnheit oder egal aus welchen Gründen weiter so laufen lässt... die Konsequenz und das Ergebnis für mich bleibt immer haargenau das Selbe. Dass ich immer dann alleine gelassen werde wenn die Ehe - wie die auch immer ist - Vorrang hat. Wenn ich krank bin, wenn es mir schlecht geht, wenn ich finanzielle Probleme habe, wenn ich für ihn da sein will, wenn ich mit ihm Lachen will. Wenn ich Gutes oder Schlechtes mit ihm teilen will. Egal. Auch egal aus welchen Gründen. Es bleibt sich immer gleich.
Das ist leider meine Einstellung und würde halt schon gerne wenigstens ein paar Monate ausharren und die nötige Zeit und Geduld aufbringen. Aber bei meiner Einstellung ist das halt schon verdammt schwierig.
Wie hast Du dich über Wasser gehalten ? Wie lange gingen die Affären denn ?

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J
joela_11984815
07.09.06 um 17:51

Ich bin auch daran kaputt gegangen,
Hier erstmal meine Geschichte,
ich war fast 4 Jahre Geliebte und ich habe es zu spät, meiner Meinung nach bemerkt, das ich nur warm gehalten werde.
Habe ihm ein Ultimatum gesetzt und leider, aber auch mein Glück, hat er sich für seine Frau entschieden.
Im November 2005, habe ich dann die Kontakte abgebrochen. Er wollte mich aber nicht ganz aufgeben und verlieren, angeblich liebte er mich so sehr, das es für ihm unmöglich war, mich ganz aufzugeben.
Er hat sich ab und zu im Chat und telefonisch gemeldet, aus Liebeskummer, wollte mich auch treffen, habe es aber verweigert, weil ich wusste, dass das Ganze wieder dann von Vorne anfangen wird.
Im Mai 2006, hat er mich angerufen und gesagt, das es mit seiner Ehe zu Ende ist und er wusste nicht was er machen soll, muss wohl ins Hotel und ob ich dann bereit bin mit ihm zusammen zu kommen, natürlich habe ich... ja gesagt, leider ist er noch in derselber Nacht wieder zu ihr zurück und bis heute dageblieben.
Ich muss noch dazu sagen, das ich auch verheiratet (seit 28 Jahren) bin und immer noch bei meinem Mann lebe, weil er mich nicht aufgeben will, obwohl ich ihm seit Jahren nicht mehr liebe, kann ich es auch nicht einfach beenden, weil ich selber Angst und Schuldgefühle meinem Mann gegenüber habe, aber wir leben wie Bruder und Schwester, reine WG und das kann nicht ewig so bleiben.
Ich kann trotzdem den Sprung nicht schaffen, bin in Therapeutischer Behandlung und es nutzt alles nichts, die Angst und alles andere lähmt mich so sehr.
Meine Affäre habe ich letzten Monat im Chat unter falschem Namen angeklickt und mit ihm gechatet. Es tat weh, aber mir sind die Augen auf gegangen, er hat mich wie vor vier Jahren genau so angebaggert, auf die gleiche Masche. Er hat mich nach Strick und Faden, belogen, betrogen und hintergangen, genau so wie er das mit ihr gemacht hat. Ich war so verblendet, habe grenzenlos geliebt und vertraut, habe alles für ihm getan. Habe auch gedacht, wenn ich ganz die Kontakte abbreche und er wirklich liebt so wie er es immer beteuert hat, kommt er von alleine, leider er hat es akzeptiert und schon ein neues Abenteuer gesucht.
Also mein Tipp, wenn du kannst, beende es, liebt er dich wirklich, genau so wie du ihm, wird er sich entscheiden. Liebt er nur die angenehmen Seiten mit dir, bleibt er bei Ihr und du wirst von Monat zu Monat immer mehr leiden, ich weiß wie es ist, glaube mir ich leide immer noch und zwar sehr.
Werde so wie Kerzenschein, nie wieder eine Affäre anfangen, man soll nie, nie sagen, aber wenn man dabei nur zu Grunde geht, dann lieber alleine leben.

Wünsche dir viel Kraft und entscheide für dich richtig.
Christina

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