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Geliebte, meine Erfahrung

16. November 2005 um 22:21

Erstmal ein liebes "Hallo" an Euch hier,

ich war selber in der gleichen Situation & habe ein Leben als "Geliebte" geführt.
Über einen Zeitraum von etwas mehr wie 2 Jahren habe ich mich mit der Position der "Nebenfrau" zufriedengegeben, immer Verständnis für seine Situation, aus welcher er nicht so einfach raus konnte, gehabt.
Wie viele von Euch habe auch ich mich "hinhalten" lassen, bin auf seine schönen Worte reingefallen. Wenn er da war fühlte ich mich geborgen, wir konnten prima miteinander reden, er wusste was er wann sagen musste.
War er weg fühlte ich mich elendig, ich vermisste ihn unsagbar.
Anfangs telefonierten wir häufig, er schrieb mir Mails, "ich vermisse dich unsagbar", "ich denke dauernd an dich", "bei dir fühle ich mich so wohl", "noch nie habe ich so empfunden wie bei dir".....blablabla!

Er erzählte mir, daß seine Beziehung schon seit einiger Zeit nicht mehr gut laufen würde, inzwischen würde er sogar schon im "Gästezimmer" nächtigen, weil er sich nicht mehr zu "Ihr" ins Bett legen könnte. Sie würden ein Leben wie Bruder uns Schwester miteinander führen, gelegentlich zwar zusammen kochen, doch ansonsten wären nicht mehr viele Gemeinsamkeiten da. Eine Trennung jedoch sei aufgrund der finanziellen Situation augenblicklich nicht möglich bzw. kompliziert.
Er würde alles regeln, es bräuchte halt nur seine Zeit.
Und ich war so benebelt von ihm, daß ich alles was er sagte glaubte, vielleicht auch glauben wollte!
Schließlich war dieses Gefühl des Begehrt werdens so schön, es tat mir gut.

Die Monate zogen ins Land, nichts absolut nichts hatte sich geändert, nur ein paar gestohlende Stunden, dann ein Gefühl des sich selber Verlierens. Zu all den schönen Empfindungen, gesellten sich Fragen und Ängste.
Ich fragte mich, was ich will, was mir gut tut, wie ich mir mein weiteres Leben vorstelle.
Ich litt darunter, daß er sich nicht zu mir bekannte, ich ihn nicht so treffen konnte, wie ich es gewollt hätte. Ihn nicht anrufen konnte, wenn es mir schlecht ging oder ich einen scheiß Tag hinter mir hatte. Er fehlte mir in sovielen Momenten.

Nach einigen durchdachten Nächten, habe ich beschlossen den Rückzug anzutreten, vielleicht auch in der Hoffnung, daß er sich doch entscheiden würde, wenn ich, "die Frau, die er ja so sehr liebt", einfach geht.
Wochen lang passierte gar nichts, keine Sms, kein Anruf, nicht mal ein "Hallo", wenn wir zur gleichen Zeit online & im www unterwegs waren.
Gerade als ich dachte, ich habe es fast geschafft, er nun nicht mehr täglich in meinem Kopf rumwuselte, rief er mich an.
Ich hörte seine Stimme und dann war es wieder aus. Er hatte mich eingewickelt und so trafen wir uns wieder. Ich redete mir selber ein, ich könne damit leben, ihn nur für eine kurze Zeit bei mir zu haben, es war besser als ihn ganz zu verlieren.
Ich habe danach noch einige Male versucht von dem Zug, der kein Ziel hatte abzuspringen. Doch jedesmal wenn er sich meldete, konnte ich nicht anders als mich erneut auf ihn einzulassen. Würde er mich nicht lieben, dann würde er sich ja schließlich nicht mehr bei mir melden.

Ein Jahr verging, das zweite Jahr verging, immer dieses Hin- und Her, es gab Tage an denen ich mich "wohl" fühlte, an eine gemeinsame Zukunft glaubte aber auch Tage an denen es mir schlecht ging.
Anfang des Jahres wurde mir klar, daß es so keine Zukunft hatte.
Selbst wenn er sich tatsächlich irgendwann trennen würde, hätte ich doch immer Angst, daß es mir genauso gehen würde.
Könnte ich denn jemals Vertrauen zu ihm haben und mir sicher sein, daß es mir nicht genauso ergehen würde, wie seiner Freundin jetzt?
Vielleicht würde er mich genauso betrügen, wenn der Alltag erstmal Einzug gehalten hätte?!
Wollte ich ihn überhaupt noch?
Was bedeute ich ihm? Wohl nicht viel, denn sonst wäre seine Entscheidung bereits gefallen.

Ich erkannte, daß "Er" es gar nicht besser haben konnte, auf der einen Seite, eine seit Jahren bestehende Beziehung, ein warmes Nest. Und auf der anderen Seite ich, die sich mit den wenigen Stunden zufrieden gab, keine Anforderungen an ihn stellte.
Er hatte beides, die Frau zu Hause und die Frau fürs Bett.
Je klarer ich sah, umso mehr distanzierte ich mich von ihm, war nicht mehr immer zur Stelle, sobald er sich meldete. Ich fing wieder an, mein eigenes Leben zu leben, meinen Tag so zu planen wie ich es wollte und nicht danach wie er Zeit hatte.
Ich gestand mir wieder das Recht zu, mehr als ein gehütetes Geheimnis zu sein.
Die Verliebtheit, die Tarurigkeit, daß "Ihn" vermissen, wurde von Monat zu Monat weniger. Zwar meldete er sich immer noch mal, doch ich blieb standhaft und je öfter ich ihm das sagte, desto besser ging es mir.
Eines Tages meldete er sich, er habe sich getrennt ganz offiziell, nun würde sie sich eine Whg. suchen und in absehbarer Zeit ausziehen. Ob wir uns treffen könnten. Meine Antwort lautete "NEIN"........und soll ich Euch mal was verraten? Noch immer leben sie im selben Haus .

Der Mensch lernt aus Erfahrungen und ich weiß, daß es schwer ist, sich zu lösen, wenn erstmal Gefühle im Spiel sind. Tief in sich drin, weiß man daß es nicht "richtig" ist, was man tut, man quält sich mit Fragen, mit Eifersucht, man trägt soviele Wünsche in sich. Unfähig sich aus diesem Kreis, des Lug und Trugs zu befreien.

Auch wenn ich mit dem folgenden nun evtl. auf Unverständnis stoße, wäre mein Rat dieser:
Gesteht euch selber, den ersten Rang zu und gebt euch nicht mit einem zweiten Platz zufrieden.
Ein Partner der euch hinhält, erzählt es sei alles nicht so einfach und dies über lange Zeit macht, wird sich nur höchst selten, tatsächlich irgendwann, zu euch bekennen.
Auch wenn es schwer fällt, lasst ihn ziehen. Sollte es wirklich "Liebe" sein, wird er Himmel und Hölle in Bewegung setzen um mit Euch zusammen zu sein und sich nicht ewig dafür Zeit lassen.
Ich wünsche euch viel Kraft!!
In diesem Sinne

lG blackvelvet6

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21. Mai 2011 um 13:26

Applaus!!!!
Wirklich schön geschrieben.
Und aus die Maus!

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29. Juni 2011 um 12:21

Blackvelvet
Hallo,

ich finde es deinen Beitrag wirklich gut. Es zeigt mir, als betrogener Ehefrau,einen Einblick, das das Leben als Geliebte genauso aus Entbehrungen und Leiden besteht.

Wenn der Geliebte bzw. Ehemann nicht bereit ist eine Entscheidung zu treffen bzw. Ausreden parat hält, dann will er das Doppelleben weiter genießen.

Ich finde es toll das du den Schlußstrich gezogen hast, denn ich denke das er wirklich am liebsten beides behalten hätte. Es spricht wirklich von Egoismus einfach so weitermachen zu wollen, wenn man merkt das der angeblich geliebte Partner leidet.

Alles Liebe und ganz viel Glück
Kleines 1968

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10. September 2011 um 16:21

Vielen Dank!!!!
Vielen Dank, deine Geschichte hat mir die Augen geöffnet und mir Mut gemacht auch mein Affären-dasein zu beenden.

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10. September 2011 um 18:50

Neuen Mut fassen
Erst mal ein großes Danke an dich!

ich war selbst Geliebte und litt sehr darunter. Doch jetzt habe ich mich auch von ihm getrennt und es tut verammt weh, aber wenn ich deinen Beitrag so lese fasse ich neuen Mut auf das weiter GUTE Leben und lieben.

Danke

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15. September 2011 um 22:02

Oh JAAAA........
wie Recht Du hast.
So wie Du es beschrieben hast genauso erging es mir.Es ist schon merkwürdig,es scheint immer das gleiche zusein.Nur bla bla aber ändern tut sich nichts.
Ich hatte lange genug Hoffnung aber jetzt kann ich es nicht mehr und habe es beendet.
Es tut weh aber war umungänglich.
Danke für Deine Geschichte die auch meine ist.

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23. Januar 2012 um 0:44

Geliebte,meine Erfahrung
Danke für diesen Artikel.
Er hat mir die Augen geöffnet,da er ganz genau meine jetzige Situation beschreibt.
Ich hoffe auch ich kann diese Stärke finden.

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23. Januar 2012 um 16:21

Sollte es Liebe sein...
wird er in erster Linie nicht lügen und die Geliebte hinhalten, auch wenn er sich von seiner Ehefrau nicht trennt.
Er wird darauf achten, dass seine Affäre auch ein Leben hat. Die Zeit die sie mit ihm verbringt, die Zeit die sie sich nimmt, auch schätzen.
Daran erkennt man, dass der Mann Gefühle hat. Er weiß, er wird der Geliebten nie ein Ehemann sein, aber er hält sie nicht für selbstverständlich und bremst nicht absichtlich ihr Leben aus.

Liebe fällt manchmal da, wo sie fällt. Man muss nicht zusammenleben um sich zu achten und zu lieben.
Das geht auch heimlich, ich kenne Paare die seit Jahren eine Affäre pflegen, weil sie entweder beide gebunden sind, oder der eine sich vom Ehepartner nicht trennen will.
Sie leben die Affäre mit Verantwortung für den anderen Affärepartner, weil sie sich lieben. Respekt vor den anderen Menschen, seinen Entscheidungen und Gefühlen schließt das mit ein. Sie leben in einer Sicherheit geliebt zu werden, auch wenn sie nicht das ganze Leben miteinander teilen können oder wollen. Und beide sind glücklich damit.

Du hast es super gut beschrieben- die Fehler die eine Gelibte machen kann. Finde ich sehr auf dem Punkt gebracht.

Das Problem ist meistens die Geliebte selbst. Sie WILL hoffen, sie WILL warten, sie WILL glauben was er sagt.

Eine Geliebte hat mehr Macht als sie denkt, nur sie nutzt diese nicht. Sie ist frei, sie kann tun und lassen was sie möchte. Wenn sie ihren Liebhaber genau das von Anfang an vermitteln würde, hätte ER das Gefühl "nur" ein Zusatz in ihrem Leben zu sein. Nicht umgekehrt!
Sie hätte die Kontrolle über die Situation und würde früher erkennen, ob es sich lohnt um diesen Mann zu kämpfen.

Meistens sind die Männer nicht ehrlich genug und bequem, eine Geliebte glaubt zu gerne an seine Gefühle, und er muss nicht mal viel dafür tun. Eigentlich gar nichts!
Der Gedanke, ihr mehr geben zu wollen entsteht erst gar nicht. Sie macht doch alles freiwillig, sie gibt, sie wartet, sie hat für alles Verständnis, obwohl ER noch nichts von sich aus gegeben hat, außer Sex vielleicht.

Der Mann wird so eine Frau nicht wirklich ernstnehmen, schon gar nicht als die Partnerin an seiner Seite sehen, sie schafft nicht mal als Partnerin in einer Affäre zu gelten.
Er nimmt den guten Sex, ihre Gefühle streicheln sein Ego und das war's. Warum? Sie hat ihn genau das beigebracht.

Du hast schon Recht, aufpassen und an sich denken!









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23. Januar 2012 um 20:08

Das könnte...
fast 100 % meine Geschichte sein. Es sind 7 Monate...die gleichen Gefühle...aber ich habe immernoch Hoffnung, dass es gut geht. Vielleicht werde ich enttäuscht, aber dann hätte ich mich schon sehr in diesem Menschen GE-täuscht und dann müßte er schon ein Goldenglobeverdächtiger Schauspieler sein und sowas von berechnend durchttrieben. Kann mir nicht vorstellen, dass ich mich dann in diesen Menschen verliebt hätte. Also, Augen zu und durch bis zum mir selbst schon festgelegten Zeitpunkt, wann ich es nicht mehr mitmache.
Vielen Dank für diesen offen geschriebenen, gefühlvollen Beitrag, der sehr inspirierend ist.

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24. Januar 2012 um 12:06
In Antwort auf nahuel_12135654

Das könnte...
fast 100 % meine Geschichte sein. Es sind 7 Monate...die gleichen Gefühle...aber ich habe immernoch Hoffnung, dass es gut geht. Vielleicht werde ich enttäuscht, aber dann hätte ich mich schon sehr in diesem Menschen GE-täuscht und dann müßte er schon ein Goldenglobeverdächtiger Schauspieler sein und sowas von berechnend durchttrieben. Kann mir nicht vorstellen, dass ich mich dann in diesen Menschen verliebt hätte. Also, Augen zu und durch bis zum mir selbst schon festgelegten Zeitpunkt, wann ich es nicht mehr mitmache.
Vielen Dank für diesen offen geschriebenen, gefühlvollen Beitrag, der sehr inspirierend ist.

Liebevoll71 erlebst Du gerade
eine glückliche Affäre?
Entschuldige, ich kann Deinen Beitrag nicht richtig einschätzen. Welchen Zeitpunkt hast Du für Dich festgelegt und warum?

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26. Januar 2012 um 18:53
In Antwort auf kotek0000

Sollte es Liebe sein...
wird er in erster Linie nicht lügen und die Geliebte hinhalten, auch wenn er sich von seiner Ehefrau nicht trennt.
Er wird darauf achten, dass seine Affäre auch ein Leben hat. Die Zeit die sie mit ihm verbringt, die Zeit die sie sich nimmt, auch schätzen.
Daran erkennt man, dass der Mann Gefühle hat. Er weiß, er wird der Geliebten nie ein Ehemann sein, aber er hält sie nicht für selbstverständlich und bremst nicht absichtlich ihr Leben aus.

Liebe fällt manchmal da, wo sie fällt. Man muss nicht zusammenleben um sich zu achten und zu lieben.
Das geht auch heimlich, ich kenne Paare die seit Jahren eine Affäre pflegen, weil sie entweder beide gebunden sind, oder der eine sich vom Ehepartner nicht trennen will.
Sie leben die Affäre mit Verantwortung für den anderen Affärepartner, weil sie sich lieben. Respekt vor den anderen Menschen, seinen Entscheidungen und Gefühlen schließt das mit ein. Sie leben in einer Sicherheit geliebt zu werden, auch wenn sie nicht das ganze Leben miteinander teilen können oder wollen. Und beide sind glücklich damit.

Du hast es super gut beschrieben- die Fehler die eine Gelibte machen kann. Finde ich sehr auf dem Punkt gebracht.

Das Problem ist meistens die Geliebte selbst. Sie WILL hoffen, sie WILL warten, sie WILL glauben was er sagt.

Eine Geliebte hat mehr Macht als sie denkt, nur sie nutzt diese nicht. Sie ist frei, sie kann tun und lassen was sie möchte. Wenn sie ihren Liebhaber genau das von Anfang an vermitteln würde, hätte ER das Gefühl "nur" ein Zusatz in ihrem Leben zu sein. Nicht umgekehrt!
Sie hätte die Kontrolle über die Situation und würde früher erkennen, ob es sich lohnt um diesen Mann zu kämpfen.

Meistens sind die Männer nicht ehrlich genug und bequem, eine Geliebte glaubt zu gerne an seine Gefühle, und er muss nicht mal viel dafür tun. Eigentlich gar nichts!
Der Gedanke, ihr mehr geben zu wollen entsteht erst gar nicht. Sie macht doch alles freiwillig, sie gibt, sie wartet, sie hat für alles Verständnis, obwohl ER noch nichts von sich aus gegeben hat, außer Sex vielleicht.

Der Mann wird so eine Frau nicht wirklich ernstnehmen, schon gar nicht als die Partnerin an seiner Seite sehen, sie schafft nicht mal als Partnerin in einer Affäre zu gelten.
Er nimmt den guten Sex, ihre Gefühle streicheln sein Ego und das war's. Warum? Sie hat ihn genau das beigebracht.

Du hast schon Recht, aufpassen und an sich denken!









@ kotek
Da sieht man mal: der Beitrag ist 2005 verfasst worden und hat an Aktualität und Meinungsmaterial nichts eingebüßt.

Kotek hat das super beschrieben. Die (vermeintlich) ausgenutzte unglückliche Geliebte macht sich doch meist selbst dazu. Wenn man sich auf Augenhöhe trifft und die Erwartungen an eine nebeneheliche Affaire teilt, dann kann man doch auch mit den Rahmenbedingungen umgehen, weil man diese ja kennt. Vielleicht verliebt man sich aber die Fortsetzung muss doch nicht zwangsläufig zuerst eine Trennung und dann eine neue Partnerschaft sein. Das will man doch in den meisten Fällen auch gar nicht, denn dann würde man sich jemanden suchen, der für eine Ehe frei ist oder sich umgehend trennt. Manchmal kann man Liebe auch anders, abseits des Alltags leben.

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26. Januar 2012 um 19:33

Wow
Das hast Du so schön geschrieben!! Und Du hast in allem Recht. Ich wünsche Dir alles Liebe

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28. Januar 2012 um 15:43
In Antwort auf kotek0000

Liebevoll71 erlebst Du gerade
eine glückliche Affäre?
Entschuldige, ich kann Deinen Beitrag nicht richtig einschätzen. Welchen Zeitpunkt hast Du für Dich festgelegt und warum?

@kotek0000
Ja, so ist es. Ich erlebe gerade eine glückliche Affäre. Ich bezeichne es so, wohin gegen er darauf besteht, dass es eine Beziehung ist, eigentlich ist es beides... Er ist in einer schwester-bruderähnlichen Partnerschaft noch finanziell gebunden. Er bemüht sich, sich in den kommenden Monaten daraus zu befreien, was durchaus kompliziert ist. Er hat nicht erwartet, sich wieder zu verlieben und bereut es sich abhängig gemacht zu haben. Es ist oft schwierig, mit der Situation zurechtzukommen. Meine Liebe und mein Durchhaltevermögen werden schon oft auf die Probe gestellt. Aber ich sage mir, wenn wir diese Zeit überstehen, dann überstehen wir alles. Es ist Liebe auf beiden Seiten, wie oft im Leben kann man das felsenfest behaupten?
Wäre er jedoch in einer Ehe gewesen und hätte kleine Kinder gehabt, hätte ich aufgrunddessen keine Liaison mit ihm begonnen, so, wie es jetzt ist, sehe ich es so, dass ich nichts zerstöre, was vorher nicht schon kaputt war.

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16. April 2012 um 13:08
In Antwort auf nahuel_12135654

@kotek0000
Ja, so ist es. Ich erlebe gerade eine glückliche Affäre. Ich bezeichne es so, wohin gegen er darauf besteht, dass es eine Beziehung ist, eigentlich ist es beides... Er ist in einer schwester-bruderähnlichen Partnerschaft noch finanziell gebunden. Er bemüht sich, sich in den kommenden Monaten daraus zu befreien, was durchaus kompliziert ist. Er hat nicht erwartet, sich wieder zu verlieben und bereut es sich abhängig gemacht zu haben. Es ist oft schwierig, mit der Situation zurechtzukommen. Meine Liebe und mein Durchhaltevermögen werden schon oft auf die Probe gestellt. Aber ich sage mir, wenn wir diese Zeit überstehen, dann überstehen wir alles. Es ist Liebe auf beiden Seiten, wie oft im Leben kann man das felsenfest behaupten?
Wäre er jedoch in einer Ehe gewesen und hätte kleine Kinder gehabt, hätte ich aufgrunddessen keine Liaison mit ihm begonnen, so, wie es jetzt ist, sehe ich es so, dass ich nichts zerstöre, was vorher nicht schon kaputt war.

@kotek000
...das war im Januar....jetzt haben wir Mitte April und nichts ist mehr so, wie es war. Am 28.1. als ich diesen Beitrag verfasst habe, war er 8 Tage vorher mit seiner Freundin ein WE in Tirol im Schnee, leider habe ich es jetzt erst auf facebook aufgrund eines handyuploades eines Fotos aus dem Hotel erfahren. Natürlich ist das alles nicht wahr, klar...was noch alles nicht wahr ist, werde ich jetzt wohl gerade schmerzvoll erfahren...

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17. April 2012 um 19:26


...ja, so fühlt es sich an... Rosarot fand ich schöner Aber irgendwie bin ich trotzdem noch mit einem Funken Hoffnung dabei...ich weiss...doooof aber ich bin so, werfe das Handtuch nicht immer gleich.
Ich habe mich jetzt einfach zurückgezogen und harre der Dinge, die da kommen und schraube meine Erwartungen auf 0. Ich versuche mich emotional zu distanzieren, mein Leben neu zu ordnen und wieder zu genießen...wie vorher!!! Wie oft habe ich, wie ein Trauerkloß herumgehangen und das blöde Handy angestarrt...das ist jetzt vobei!!! Ziehende sollte man nicht aufhalten und wenn es doch anders kommen sollte, dann prüfe ich zuerst, ob ich nicht nur Ersatz bin und dann muß er erst mal beweisen, wie es um seine Gefühle steht. Eine ordentliche Entschuldigung wird auch fällig...

Vielleicht war das aber auch einfach noch nicht die Liebe, die wirklich zu uns passt, vielleicht begegnet uns noch etwas viel größeres...wer weiss das schon?
Auf jeden Fall mache ich in Zukunft einen riiiiesen Bogen um Nichtgetrennte und Beziehungsunfähige. Und wennn das einfach meine Lehre aus dieser Geschichte ist, dann ist es eben so...

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20. Juli 2017 um 18:01
In Antwort auf cate_12298108

Erstmal ein liebes "Hallo" an Euch hier,

ich war selber in der gleichen Situation & habe ein Leben als "Geliebte" geführt.
Über einen Zeitraum von etwas mehr wie 2 Jahren habe ich mich mit der Position der "Nebenfrau" zufriedengegeben, immer Verständnis für seine Situation, aus welcher er nicht so einfach raus konnte, gehabt.
Wie viele von Euch habe auch ich mich "hinhalten" lassen, bin auf seine schönen Worte reingefallen. Wenn er da war fühlte ich mich geborgen, wir konnten prima miteinander reden, er wusste was er wann sagen musste.
War er weg fühlte ich mich elendig, ich vermisste ihn unsagbar.
Anfangs telefonierten wir häufig, er schrieb mir Mails, "ich vermisse dich unsagbar", "ich denke dauernd an dich", "bei dir fühle ich mich so wohl", "noch nie habe ich so empfunden wie bei dir".....blablabla!

Er erzählte mir, daß seine Beziehung schon seit einiger Zeit nicht mehr gut laufen würde, inzwischen würde er sogar schon im "Gästezimmer" nächtigen, weil er sich nicht mehr zu "Ihr" ins Bett legen könnte. Sie würden ein Leben wie Bruder uns Schwester miteinander führen, gelegentlich zwar zusammen kochen, doch ansonsten wären nicht mehr viele Gemeinsamkeiten da. Eine Trennung jedoch sei aufgrund der finanziellen Situation augenblicklich nicht möglich bzw. kompliziert.
Er würde alles regeln, es bräuchte halt nur seine Zeit.
Und ich war so benebelt von ihm, daß ich alles was er sagte glaubte, vielleicht auch glauben wollte!
Schließlich war dieses Gefühl des Begehrt werdens so schön, es tat mir gut.

Die Monate zogen ins Land, nichts absolut nichts hatte sich geändert, nur ein paar gestohlende Stunden, dann ein Gefühl des sich selber Verlierens. Zu all den schönen Empfindungen, gesellten sich Fragen und Ängste.
Ich fragte mich, was ich will, was mir gut tut, wie ich mir mein weiteres Leben vorstelle.
Ich litt darunter, daß er sich nicht zu mir bekannte, ich ihn nicht so treffen konnte, wie ich es gewollt hätte. Ihn nicht anrufen konnte, wenn es mir schlecht ging oder ich einen scheiß Tag hinter mir hatte. Er fehlte mir in sovielen Momenten.

Nach einigen durchdachten Nächten, habe ich beschlossen den Rückzug anzutreten, vielleicht auch in der Hoffnung, daß er sich doch entscheiden würde, wenn ich, "die Frau, die er ja so sehr liebt", einfach geht.
Wochen lang passierte gar nichts, keine Sms, kein Anruf, nicht mal ein "Hallo", wenn wir zur gleichen Zeit online & im www unterwegs waren.
Gerade als ich dachte, ich habe es fast geschafft, er nun nicht mehr täglich in meinem Kopf rumwuselte, rief er mich an.
Ich hörte seine Stimme und dann war es wieder aus. Er hatte mich eingewickelt und so trafen wir uns wieder. Ich redete mir selber ein, ich könne damit leben, ihn nur für eine kurze Zeit bei mir zu haben, es war besser als ihn ganz zu verlieren.
Ich habe danach noch einige Male versucht von dem Zug, der kein Ziel hatte abzuspringen. Doch jedesmal wenn er sich meldete, konnte ich nicht anders als mich erneut auf ihn einzulassen. Würde er mich nicht lieben, dann würde er sich ja schließlich nicht mehr bei mir melden.

Ein Jahr verging, das zweite Jahr verging, immer dieses Hin- und Her, es gab Tage an denen ich mich "wohl" fühlte, an eine gemeinsame Zukunft glaubte aber auch Tage an denen es mir schlecht ging.
Anfang des Jahres wurde mir klar, daß es so keine Zukunft hatte.
Selbst wenn er sich tatsächlich irgendwann trennen würde, hätte ich doch immer Angst, daß es mir genauso gehen würde.
Könnte ich denn jemals Vertrauen zu ihm haben und mir sicher sein, daß es mir nicht genauso ergehen würde, wie seiner Freundin jetzt?
Vielleicht würde er mich genauso betrügen, wenn der Alltag erstmal Einzug gehalten hätte?!
Wollte ich ihn überhaupt noch?
Was bedeute ich ihm? Wohl nicht viel, denn sonst wäre seine Entscheidung bereits gefallen.

Ich erkannte, daß "Er" es gar nicht besser haben konnte, auf der einen Seite, eine seit Jahren bestehende Beziehung, ein warmes Nest. Und auf der anderen Seite ich, die sich mit den wenigen Stunden zufrieden gab, keine Anforderungen an ihn stellte.
Er hatte beides, die Frau zu Hause und die Frau fürs Bett.
Je klarer ich sah, umso mehr distanzierte ich mich von ihm, war nicht mehr immer zur Stelle, sobald er sich meldete. Ich fing wieder an, mein eigenes Leben zu leben, meinen Tag so zu planen wie ich es wollte und nicht danach wie er Zeit hatte.
Ich gestand mir wieder das Recht zu, mehr als ein gehütetes Geheimnis zu sein.
Die Verliebtheit, die Tarurigkeit, daß "Ihn" vermissen, wurde von Monat zu Monat weniger. Zwar meldete er sich immer noch mal, doch ich blieb standhaft und je öfter ich ihm das sagte, desto besser ging es mir.
Eines Tages meldete er sich, er habe sich getrennt ganz offiziell, nun würde sie sich eine Whg. suchen und in absehbarer Zeit ausziehen. Ob wir uns treffen könnten. Meine Antwort lautete "NEIN"........und soll ich Euch mal was verraten? Noch immer leben sie im selben Haus .

Der Mensch lernt aus Erfahrungen und ich weiß, daß es schwer ist, sich zu lösen, wenn erstmal Gefühle im Spiel sind. Tief in sich drin, weiß man daß es nicht "richtig" ist, was man tut, man quält sich mit Fragen, mit Eifersucht, man trägt soviele Wünsche in sich. Unfähig sich aus diesem Kreis, des Lug und Trugs zu befreien.

Auch wenn ich mit dem folgenden nun evtl. auf Unverständnis stoße, wäre mein Rat dieser:
Gesteht euch selber, den ersten Rang zu und gebt euch nicht mit einem zweiten Platz zufrieden.
Ein Partner der euch hinhält, erzählt es sei alles nicht so einfach und dies über lange Zeit macht, wird sich nur höchst selten, tatsächlich irgendwann, zu euch bekennen.
Auch wenn es schwer fällt, lasst ihn ziehen. Sollte es wirklich "Liebe" sein, wird er Himmel und Hölle in Bewegung setzen um mit Euch zusammen zu sein und sich nicht ewig dafür Zeit lassen.
Ich wünsche euch viel Kraft!!
In diesem Sinne

lG blackvelvet6

Du sprichst mir aus der Seele, denn ich habe genau das gleiche durchgemacht, bis ich fast meine Würde verloren hätte. Bin immer wieder auf seine Lügen und Hinhaltetaktiken reingefallen. 

Zum Glück habe auch ich irgendwann den Absprung geschafft und bin mächtig stolz darauf 

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3. März um 20:23

Bei mir war es genauso und bei Gott, ich dachte nicht, dass ich jemals eine Geliebte sein könnte, das wollte ich auch nie. Alles fing damit an, dass er mir kurz nach unserem Kennenlernen seine Verliebtheit gestand. Es folgten Monate des heimlichen Treffens, des sich wieder dagegen Wehren, da wir wussten, dass es falsch ist. Aber irgendwie kamen wir doch immer wieder zusammen, wir gingen sogar zusammen in den Urlaub. Eigentlich war alles wunderschön, bis auf die Tatsache, dass er kein Single war. Klar, wie wahrscheinlich bei allen hier diese ständigen Lügen, es wäre bereits aus mit der Frau und er würde sich eine Wohnung suchen aber gerade echt keine finden... Einmal wurden wir sogar erwischt. Er wurde operiert und ich besuchte ihn im Krankenhaus. Seine Frau die ihn angeblich nie im KH besucht war plötzlich da. Ich denke sie wollte es nicht wahrhaben, auch sie hat ihm seine Geschichte abgekauft was weiß ich wer ich sei. Schlussendlich hab ich es nach einem Jahr echt nicht mehr ausgehalten. Und als ich vor kurzem erfuhr (er lag ausgerechnet total betrunken nachts vor meiner Haustür) dass seine Frau jetzt wieder schwanger sei, sind bei mir alle Mauern gefallen. Ich habe etwas getan was ich hätte nicht tun dürfen, den sie kann ja nix dafür und ist auch nur ein Opfer. Ich habe ihr alles von uns erzählt. Klar habe ich ein schlechtes Gewissen, aber ich denke, wenn ich es ihr nicht gesagt hätte, wäre es sowieso irgendwann raus gekommen. Aber die ganze Idiotie an der Geschichte, für ihn bin ich jetzt die Schuldig, die seine Ehe zerstört hat. Klar ich hab ihm ja auch gezwungen ein Jahr lang mit mir zu sein, mir liebe zu besteuern etc... Ich versuche jetzt wieder auf die Beine zu kommen. Habe seine Kontaktdaten gelöscht und werde schauen, dass ich nie wieder in sowas reingerate. Im enddefekt ist er der Verlierer, den er kann nicht treu sein. 

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4. März um 17:06
In Antwort auf cate_12298108

Erstmal ein liebes "Hallo" an Euch hier,

ich war selber in der gleichen Situation & habe ein Leben als "Geliebte" geführt.
Über einen Zeitraum von etwas mehr wie 2 Jahren habe ich mich mit der Position der "Nebenfrau" zufriedengegeben, immer Verständnis für seine Situation, aus welcher er nicht so einfach raus konnte, gehabt.
Wie viele von Euch habe auch ich mich "hinhalten" lassen, bin auf seine schönen Worte reingefallen. Wenn er da war fühlte ich mich geborgen, wir konnten prima miteinander reden, er wusste was er wann sagen musste.
War er weg fühlte ich mich elendig, ich vermisste ihn unsagbar.
Anfangs telefonierten wir häufig, er schrieb mir Mails, "ich vermisse dich unsagbar", "ich denke dauernd an dich", "bei dir fühle ich mich so wohl", "noch nie habe ich so empfunden wie bei dir".....blablabla!

Er erzählte mir, daß seine Beziehung schon seit einiger Zeit nicht mehr gut laufen würde, inzwischen würde er sogar schon im "Gästezimmer" nächtigen, weil er sich nicht mehr zu "Ihr" ins Bett legen könnte. Sie würden ein Leben wie Bruder uns Schwester miteinander führen, gelegentlich zwar zusammen kochen, doch ansonsten wären nicht mehr viele Gemeinsamkeiten da. Eine Trennung jedoch sei aufgrund der finanziellen Situation augenblicklich nicht möglich bzw. kompliziert.
Er würde alles regeln, es bräuchte halt nur seine Zeit.
Und ich war so benebelt von ihm, daß ich alles was er sagte glaubte, vielleicht auch glauben wollte!
Schließlich war dieses Gefühl des Begehrt werdens so schön, es tat mir gut.

Die Monate zogen ins Land, nichts absolut nichts hatte sich geändert, nur ein paar gestohlende Stunden, dann ein Gefühl des sich selber Verlierens. Zu all den schönen Empfindungen, gesellten sich Fragen und Ängste.
Ich fragte mich, was ich will, was mir gut tut, wie ich mir mein weiteres Leben vorstelle.
Ich litt darunter, daß er sich nicht zu mir bekannte, ich ihn nicht so treffen konnte, wie ich es gewollt hätte. Ihn nicht anrufen konnte, wenn es mir schlecht ging oder ich einen scheiß Tag hinter mir hatte. Er fehlte mir in sovielen Momenten.

Nach einigen durchdachten Nächten, habe ich beschlossen den Rückzug anzutreten, vielleicht auch in der Hoffnung, daß er sich doch entscheiden würde, wenn ich, "die Frau, die er ja so sehr liebt", einfach geht.
Wochen lang passierte gar nichts, keine Sms, kein Anruf, nicht mal ein "Hallo", wenn wir zur gleichen Zeit online & im www unterwegs waren.
Gerade als ich dachte, ich habe es fast geschafft, er nun nicht mehr täglich in meinem Kopf rumwuselte, rief er mich an.
Ich hörte seine Stimme und dann war es wieder aus. Er hatte mich eingewickelt und so trafen wir uns wieder. Ich redete mir selber ein, ich könne damit leben, ihn nur für eine kurze Zeit bei mir zu haben, es war besser als ihn ganz zu verlieren.
Ich habe danach noch einige Male versucht von dem Zug, der kein Ziel hatte abzuspringen. Doch jedesmal wenn er sich meldete, konnte ich nicht anders als mich erneut auf ihn einzulassen. Würde er mich nicht lieben, dann würde er sich ja schließlich nicht mehr bei mir melden.

Ein Jahr verging, das zweite Jahr verging, immer dieses Hin- und Her, es gab Tage an denen ich mich "wohl" fühlte, an eine gemeinsame Zukunft glaubte aber auch Tage an denen es mir schlecht ging.
Anfang des Jahres wurde mir klar, daß es so keine Zukunft hatte.
Selbst wenn er sich tatsächlich irgendwann trennen würde, hätte ich doch immer Angst, daß es mir genauso gehen würde.
Könnte ich denn jemals Vertrauen zu ihm haben und mir sicher sein, daß es mir nicht genauso ergehen würde, wie seiner Freundin jetzt?
Vielleicht würde er mich genauso betrügen, wenn der Alltag erstmal Einzug gehalten hätte?!
Wollte ich ihn überhaupt noch?
Was bedeute ich ihm? Wohl nicht viel, denn sonst wäre seine Entscheidung bereits gefallen.

Ich erkannte, daß "Er" es gar nicht besser haben konnte, auf der einen Seite, eine seit Jahren bestehende Beziehung, ein warmes Nest. Und auf der anderen Seite ich, die sich mit den wenigen Stunden zufrieden gab, keine Anforderungen an ihn stellte.
Er hatte beides, die Frau zu Hause und die Frau fürs Bett.
Je klarer ich sah, umso mehr distanzierte ich mich von ihm, war nicht mehr immer zur Stelle, sobald er sich meldete. Ich fing wieder an, mein eigenes Leben zu leben, meinen Tag so zu planen wie ich es wollte und nicht danach wie er Zeit hatte.
Ich gestand mir wieder das Recht zu, mehr als ein gehütetes Geheimnis zu sein.
Die Verliebtheit, die Tarurigkeit, daß "Ihn" vermissen, wurde von Monat zu Monat weniger. Zwar meldete er sich immer noch mal, doch ich blieb standhaft und je öfter ich ihm das sagte, desto besser ging es mir.
Eines Tages meldete er sich, er habe sich getrennt ganz offiziell, nun würde sie sich eine Whg. suchen und in absehbarer Zeit ausziehen. Ob wir uns treffen könnten. Meine Antwort lautete "NEIN"........und soll ich Euch mal was verraten? Noch immer leben sie im selben Haus .

Der Mensch lernt aus Erfahrungen und ich weiß, daß es schwer ist, sich zu lösen, wenn erstmal Gefühle im Spiel sind. Tief in sich drin, weiß man daß es nicht "richtig" ist, was man tut, man quält sich mit Fragen, mit Eifersucht, man trägt soviele Wünsche in sich. Unfähig sich aus diesem Kreis, des Lug und Trugs zu befreien.

Auch wenn ich mit dem folgenden nun evtl. auf Unverständnis stoße, wäre mein Rat dieser:
Gesteht euch selber, den ersten Rang zu und gebt euch nicht mit einem zweiten Platz zufrieden.
Ein Partner der euch hinhält, erzählt es sei alles nicht so einfach und dies über lange Zeit macht, wird sich nur höchst selten, tatsächlich irgendwann, zu euch bekennen.
Auch wenn es schwer fällt, lasst ihn ziehen. Sollte es wirklich "Liebe" sein, wird er Himmel und Hölle in Bewegung setzen um mit Euch zusammen zu sein und sich nicht ewig dafür Zeit lassen.
Ich wünsche euch viel Kraft!!
In diesem Sinne

lG blackvelvet6

Hey an alle, die auch mal die "Schattenfrau"waren.. mir ging es ähnlich, wie blackvelvet6. Danke für deine Schilderungen blackvelvet, du hast wirklich ins Schwarze getroffen! Deine Zeilen haben mich angesprochen, weil ich ein Jahr lang in einer ähnlichen Situation steckte. Der Mann, mit welchem ich ausging, hatte eine Frau. Das hat er mir am Anfang (also 3 Monate lang verheimlicht). Da war ich bereits Feuer und Flamme für ihn. Als ich es erfahren hatte, machte ich aus Verletztheit sofort Schluss, kroch dann 2 Wochen später zu ihm zurück. Das war saudumm und ich könnte mich noch jetzt ohrfeigen für diese Dummeheit. Er hat mir versprochen, dass wir eine Zukunft hätten. Dies hatte ich zwar nicht mehr geglaubt, doch war der Reiz ihn zu sehen grösser, als verzichten zu können. Leider musste man sich dauernd an versteckten Orten zu den unmöglichsten Zeiten treffen - ja er stand ein Jahr lang nicht zu mir, obwohl wir nur geküsst haben , Sex hatten wir nicht mal. Trotzdem hatten wir eine schöne Zeit, wenn wir zusammen waren, aber wenn ich dann wieder alleine in meiner Wohnung sass, dann war ich traurig und ich fühlte mich verletzt und verarscht! Im Innern hatte ich immer das Gefühl, dass da etwas mächtig schief läuft, aber ich konnte und wollte noch nicht loslassen. Nun ein Jahr später sehe ich auf den ganzen Scherbenhaufen und auf die Zeit zurück und frage mich, weshalb ich mich habe hinhalten lassen!?? Mit schönen Worten, grossen Gesten (aber nichts dahinter!). Wie konnte ich mir das selber antun. Wie konnte ich das seiner Frau antun? Ich habe in der Zeit oft an sie gedacht... Sie hatte ihn ja anscheinend so vernachlässigt und usw. und sie waren angeblich ja nur noch Freunde und kein Paar mehr! Klar! Ich war so blöd und habs gefressen. Er ging mit ihr in die Ferien und ich war alleine!
Nun ja... Zum guten Glück habe ich ihm die total Intimität nicht abverlangt und er mir nicht. Trotzdem habe ich mich unter meinem Wert verkauft und zwar gewaltig. Ich liess mich dauernd versetzen, dann wieder auf den Platz holen, wenns ihm grad gut in den Kram passte. Liess mich blockieren durch endloslange Telefongespräche! Mein Leben ist im letzten Jahr an mir vorbeigezogen, ich hab meine Kolleginnen vernachlässigt und bemerkte es nicht einmal. Nun ein Jahr und einige Verarschungen später, sehe ich es wenigstens ein und werde mich nie mehr auf so ein Techtelmechtel einlassen. Es ist wertlos und ich hasse mich dafür, dass ich einem Mann meine Aufmerksamkeit geschenkt habe, der seine Frau betrügt und andere Frauen anlügt. Na ja... Dazu lernen kann man immer - besser spät als nie!

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